Auf Geschwister aufpassen

    • (1) 12.07.18 - 13:47

      Hallo
      Ich habe drei Kinder ( 12, 9, und 3)
      Die beiden großen bleiben problemlos alleine zuhause.
      Beide Kinder haben auch schon mal auf den kleinsten aufgepasst, allerdings nur wenn icc auch zuhause war.
      Meine große geht sehr gut mit dem kleinen um und kann sehr gut auf seine Bedürfnisse reagieren.
      Die 9 jährige noch nicht so sehr - sie spielt ehr mit ihm :)

      Ich frage mich ob man die 12 jährige evtl. auch schon stundenweise ganz allein mit dem dreijährigen lassen könnte.
      Die Frage stellt sich weil unser Babysitter abgesagt hat - das haben wir jetzt zwar schon anders gelöst, aber ich wollte mal ein paar Meinungen dazu hören.

      • Ich denke, ich würde das vor allem davon abhängig machen

        1. ob die 12-jährige das will und sich zutraut
        2. wo die Eltern in der fraglichen Zeit sind/wie schnell sie verfügbar wären
        3. ob Erwachsene Ansprechpersonen für die 12-jährige direkt verfügbar sind (ggf. Nachbarn)

        • Hm, also in dem Fall wo ich überlegt habt ging es um ca. 3 Stunden.
          Ich wäre in dieser Zeit wohl auch definitiv nicht erreichbar gewesen, im Sinne von „schnell nach Hause“ kommen.
          Wir hätten eine Nachbarin im Back up gehabt - da sie aber hochschwanger ist, habe ich mich dagegen entschieden.

            • Deswegen haben wir es ja auch nicht gemacht 🙄

              • Ich würde mal mit 10-15 min anfangen.
                Wie verhält es sich, wenn der Kleine sich das Knie aufschürft, eine Beule am Türrahmen holt oder einen super-3Jährigen-Tobsuchtsanfall bekommt? Kann sie damit umgehen? Die was-wäre-wenn-Fragen sind viel wichtiger als die es-läuft-alles-glatt-Situation :-)

      (7) 12.07.18 - 14:12

      Wenn sich die 12-Jährige das zutraut , ja.
      Meine Kinder sind teilweise ähnlich auseinander, und je nach Charakter des älteren und jüngeren Kindes ging das sehr gut. Ich würde es nicht generell sagen, das kommt eher auf die einzelnen Kinder an. Mein älterer Sohn hätte es lange nicht geschafft, aber auch nicht gewollt. Meine Töchter und auch mein jüngerer Sohn konnten in dem Alter schon gut auf kleine Geschwister aufpassen, auch mal ins Bett bringen. Wir waren aber immer so erreichbar, dass wir schnell wieder heim konnten.

      • (8) 12.07.18 - 14:25

        Hm - also sie reißt sich nicht darum 😬

        Ich denke wir probieren das mal aus wenn ich nur ne Stunde weg bin im Fitness Studio oder so.
        Das ist um die Ecke und ich bin in 10 Minuten wieder Zuhause.

        • (9) 12.07.18 - 14:48

          Na, das klingt doch nach einem guten Plan.

          Was heißt sie reißt sich nicht darum ? Wenn Sie nicht will würde ich es definitiv lassen.

          Ich MUSSTE immer... immer immer immer... Ich habe es so gehasst...

          Das schlimmste ist wenn man nicht gefragt wird. Und mit fragen meine ich, dass man auch ehrlich mit Nein antworten darf und das in Ordnung ist und akzeptiert wird.

          • (11) 12.07.18 - 21:39

            Finde ich auch furchtbar! Das sollte nicht selbstverständlich sein!

            (12) 13.07.18 - 17:23

            regelmäßig wüde ich es auch nicht machen lassen, das muß nicht sein, finde ich. dann kommt nämlich wie bei dir dieses "ich- Muss- Gefühl" hoch.

            @TE:
            Ganz ehrlich, auch wenn es die Schwester ist ich würde ihr ne Kleinigkeit dafür geben, nicht unbedingt Geld aber z.B. ihr Lieblings-Süßigkeit oder Knabbersachen und dazu sagen, das ist als Dankeschön für's Aufpassen. Dann macht sie es sicher lieber. und bei ab und zu mal im notfall belassen. Ihr habt ja auch nen Babysitter.

    Ich bin die Älteste von 3 Geschwistern mit dem gleichen Abstand wie deine Kinder.

    Ich war schon früher - also so ab 9,5/10 - das Backup für den Babysitter. Heißt obwohl die Patin meines Bruders auf ihn aufpassen sollte, musste ich zu Hause bleiben und durfte nicht bei Freunden schlafen weil ich mit Ausnahme unserer Mutter die einzige war die ihn beruhigen konnte.

    Mit 12 kam dann auch Mal auf, dass ich auf meine Geschwister alleine hätte aufpassen sollen. Ich konnte meine Eltern überzeugen dass zumindest die Mittlere nicht auch noch zu Hause gewesen wäre.

    Ich finde es trotzdem noch heute unmöglich von meinen Eltern dass sie mir die Verantwortung aufgebürdet haben. Ich war aber auch schon in dem Alter so dass ich mir viele "was wäre wenn" sorgen gemacht habe.

    Ich finde die Verantwortung für eine 12-jährige zu groß. Ein 3-jähriges Kind ist ja doch eher unberechenbar in neuen Situationen.

    (14) 12.07.18 - 14:58

    Ich habe eine acht, fast neun Jahre jüngere Schwester und einen ein Jahr älteren Bruder. Wir haben früher häufig auf unsere Schwester aufgepasst.

    Zuerst hatte meine Mutter einen Babysitter, aber das junge Mädel (16?) mochte meine Schwester nicht mal wickeln. Das hab dann sowieso ich gemacht und sie auch ins Bett gebracht ect. Daher fanden wir das dann überflüssig und haben ohne Babysitter meine Schwester versorgt. Wir mochten "unser" Baby aber auch sehr und haben häufiger mal gefüttert oder waren mit ihr auf dem Spielplatz oder so. Später hab ich sie auch mal vom Kindergarten abgeholt.

    Wir haben bis heute noch ein super Verhältnis. Jetzt holt sie manchmal meinen Sohn aus dem Kindergarten oder passt auf ihn auf. :-)

    • Hm also wickeln musst meine 12 jährige nicht - auch nicht ins Bett bringen.
      Trösten wenn er weint, ein Butterbrot machen, mit ihm spielen .
      Auch nach draußen geht sie nicht allein mit ihm wenn ich nicht dabei bin

      • Dann würde ich erst mal klein damit anfangen.
        Dann, wenn du sicher erreichbar ist
        Wenn sie es möchte.

        Und auch nur dann, wenn es für sie ok ist.
        So lange sie nicht will, wäre mir die Verantwortung zu groß. Die Verantwortung, die ihr aufgebürdet werden würde.

        Es ist super, wenn sie ihn gerne hat und mithilft. Aber wenn sie nicht möchte, aber muss, kann es passieren, dass sie Wut oder Hass gegen ihn aufbaut. Auch wenn sie es gar nicht will.

        • Ja - wobei ich gegenseitiges helfen selbstverständlich finde und sie auch mal einspanne wenn sie gerade keine Lust hat.
          Es muss halt nur im Rahmen bleiben und darf Ihre Kompetenzen nicht übersteigen.
          Heute hat sie 1-2 Stunden im SpielKeller mit ihm gespielt und darf dafür morgen mit ihren Freundinnen shoppen ( hat sich einen 10 er verdient :)

      Naja, Po abputzen könnte aber schon mal sein, oder?

(23) 12.07.18 - 15:58

Das käme wohl auf mehrere Faktoren an.

Wie sicher ist die Große bei sich selbst.
Wie Krisensicher ist sie, wenn es nicht nach Plan läuft. Kind müde, Wutanfall, kleinerer Unfall etc.?

Auch wie sich das kleinere Kind verhält. Garantie gibt es zwar nicht. Aber es gab Phasen, da hätte ich meine damals nicht mit einem anderen größeren Kind alleine gelassen und Phasen wo ich ein besseres Gefühl gehabt hätte.


Gibt es bei euch Babysitterkurse?
Diese gibt es hier ab 14 Jahren. Gesetzlich auf andere Kinder aufpassen ist da wohl die Altersgrenze (auch hier gibt es welche, wo 14 noch zu jung wäre)

Dennoch wäre das vielleicht eine Idee?

Und dann kommt es noch darauf an: wer weiß bescheid, wer ist erreichbar, wohin kann sie sich wenden? Wer ist schnell mal da?
Das finde ich zwar sonst auch wichtig, aber mit kleinerem Kind dabei noch wichtiger.
Wenn alles gut läuft, würde ich vielen 12 jährigen das zutrauen. Aber wie es manchmal so ist im Leben, genau dann ist etwas, was nicht so kommt wie gedacht - das kann Kinder schnell mal überfordern, auch wenn sie sonst eher reifer sind. Das würde ich zumindest nicht unterschätzen.

(24) 12.07.18 - 17:34

Hallo,
meine Geschwister (Zwillinge) sind 10 Jahre jünger als ich.
Von Anfang an habe ich selbstverständlich mit angepackt, da gehörte Aufpassen, Fläschchen vorbereiten und wickeln natürlich dazu.
Wäre auch nicht anders gegangen, denn mein Vater hatte ein paar Monate nach der Geburt einen Unfall (wochenlang Krankenhaus und Reha) und meine Mutter musste neben den neugeborenen Zwillingen auch noch den Nebenerwerbsbetrieb (Kühe) versorgen. Da war klar, dass niemand ewig darüber nachdenkt, ob man einer 10 jährigen Aufpassen , Wickeln und Baden zutraut. Es wäre ohne meine tägliche Mithilfe nicht gegangen.

Geht alles und sooo lang ist das ja noch nicht her ;)

(25) 12.07.18 - 18:42

Ich finde es gut, das du dir darüber Gedanken machst.

Meine Brüder sind 6 und 9 Jahre jünger als ich. Bei uns war es selbstverständlich, das wir aufpassen mussten. Allerdings ging es nicht ums Ausgehen sondern im Alltag. Wenn meine Eltern den Wocheneinkauf gemacht haben, meine Mutter noch nicht von der Arbeit da war etc.
Entgegen anderer Antworten hier war das für mich und meine 2 Jahre ältere Schwester kein Problem. Ich finde es okay, wenn man lernt, dass es auch Verantwortung über das spielen hinaus gibt. Warum soll eine 12 jährige denn nicht auch aufpassen? Du kannst ihr Taschengeld ja etwas (!) aufbessern oder ihr eine Aktivität in Aussicht Stellen, wenn das bei euch nicht selbstverständlich ist. Solange das nur mal ne Stunde ist und selten mehrere Stunden, würde ich sie auch nicht fragen in dem Sinne. Aber ich würde auch nicht fragen, ob beim aufräumen oder putzen geholfen wird.

Wichtig finde ich nur, dass es Regeln gibt um das Kind nicht zu überlasten. Während dem Wocheneinkauf (also einmal die Woche) und 1-2 mal im Monat zum Ausgehen abends finde ich okay. Genauso gab es bei uns Putzregeln. Einmal die Woche hat jeder einen Raum geputzt. Das ging reihum.
Immerhin wollen die Kids ja auch positive Verantwortung. Länger weg bleiben, ein Handy, Hobbies die auch Zeit der Eltern nehmen. In einer Familie sollte man geben und nehmen lernen.

Liebe Grüße
Suse

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