Wie ist das bei euch so?

    • (1) 18.07.18 - 17:44

      Mein Mann ist so gar kein Hausmann. Ist ok für mich. Er repariert dafür am Haus und auch unsere Autos. Nur nervt es mich gelegentlich, wenn ich dann Kaffeeflecken oder verschütteten Zucker finde, Brotkrümel in der Küche liegen bleiben, der Tisch nicht abgewischt wird und solche Dinge eben. Natürlich kommt seine 17jährige Tochter, die bei uns wohnt, total nach ihm 🙈
      Ich gehe in 3 Schichten 40 Stunden die Woche arbeiten, er arbeitet auch lange. Ich hab wirklich nichts dagegen, den Haushalt an sich allein zu schmeißen, stört mich nicht. Aber wenn ich dann noch die Kleinigkeiten der beiden jedesmal mit weg machen muss, dann werd ich halt manchmal gar nicht fertig. Wenn ich mich mal beschwere, dann sind beide auch sofort einsichtig und geloben Besserung. Was nur kurz anhält 🙈
      Ich weiß, dass das ein totales Luxusproblem von mir ist und ich mich an sich auch glücklich schätze einen so lieben und ansonsten tüchtigen Ehemann zu haben. Auch bin ich über das gute Verhältnis zu meiner Stiefrochter sehr froh. Hätte nur mal interessehalber von euch gewusst wie es bei euch so läuft? Ärgert ihr euch auch darüber, wenn euer Mann mal 'schlampig' ist oder seht ihr einfach darüber hinweg? Habt ihr vielleicht Tips wie ich die Beiden dazu bringen kann, ihre Sachen einfach direkt weg zu räumen?
      Bin gespannt, wie es bei euch so aussieht und hoffe ich bin nicht allein 😂

      • Wir sind beide in Vollzeit berufstätig mit Kleinkind und haben eine Putzhilfe, die wöchentlich kommt und alles blitzblank macht. Die täglichen kleinen Putzarbeiten in Küche und Bad erledigen wir so im Verhältnis 80:20, mein Mann „sieht“ die Arbeit teils nicht und hat eine andere Toleranzschwelle für Krümel, etc.

        Aber insgesamt ist es so viel entspannter und nicht so ärgerlich für mich.

        (3) 18.07.18 - 18:09

        Also ich sehe das nicht als Luxusproblem.

        Bei uns ist es ganz anders. Noch (habe noch 8 Wochen bis Mutterschutz) arbeite ich 32 Stunden die Woche, mein Mann 48-56 aber in 24 Stunden Schichten.

        Daher schmeißt er fast den kompletten Haushalt, kauft ein, kocht etc.
        Ich kümmere mich um sowas wie die Steuern und anderen Papierkram, technische Schwierigkeiten und sonst genießen wir dann unsere Freizeit mit dem Großen oder auch mal zu zweit.

        (4) 18.07.18 - 18:12

        Unfassbar! Du gehst Vollzeit arbeiten, schmeißt den kompletten Haushalt komplett allein und möchtest Tipps, wie du deine Restfamilie dazu bringen kannst, dich nicht wie die allerletzte Putzfrau zu behandeln? Ganz ehrlich: es ist EUER Haushalt, nicht deiner. Mach dir das bitte klar. Das ist mein einziger Tipp. Und wenn dir das klar geworden ist, weißt du auch, wie du zukünftig mit deinen Herrschaften umzugehen hast.

        • Ich hab mich vielleicht nicht eindeutig ausgedrückt oder du hast mich falsch verstanden. Es ist nicht so, dass die Beiden so gar nichts machen und ich ihre Bedienstete bin. Sie faul auf dem Sofa liegen und ich alles allein mache.
          Sie machen beispielsweise den Geschirrspüler, helfen mir beim kochen bzw. macht mein Mann auch Abendessen, wenn ich mal keine Lust habe, wir gehen gemeinsam einkaufen. Er macht zum Beispiel am Wochenende immer das Frühstück und lässt mich ausschlafen, was ich sehr genieße, die Tochter räumt dann den Tisch ab. Wie geschrieben ist er sonst auch sehr tüchtig, aber eben eher wenn es um handwerkliche Dinge geht, und wenn ich die Beiden bitte, mal durch zu wischen oder die Wäsche zu waschen und aufzuhängen, geht das natürlich auch seinen Gang. Im Alltag sind unsere Rollen aber nun mal eher so verteilt, dass ich das Putzen übernehme und er halt die handwerklichen Dinge.
          Mir geht es mehr darum, dass sie halt solche Kleinigkeiten, wie Tisch abwischen oder gekrümeltes weg machen, einfach nicht auf dem Schirm haben. Anfallende Dinge von allein sehen sollen, ohne dass ich sie darauf hinweise. Deshalb auch 'Luxusproblem'.

          • Hallo,

            mein Mann und mein ältester Sohn sind auch so. Sie haben eine wesentlich höhere Toleranzgrenze was Krümel und Unordnung betrifft. Ich bin sehr penibel und sehe somit jeden Krümel und jeden Fleck. Mein Mittlerer ist wie ich und er hinterlässt auch keine Spuren. Weil ihn der Schmutz genauso anspringt wie mich. Die Kleine schlägt zum Glück auch in meine Richtung. Mein Mann und mein Großer machen das nicht aus Faulheit oder Boshaftigkeit. Ich glaube, sie sehen es einfach nicht weil es sie einfach nicht stört. Weiße ich sie darauf hin, wird es erledigt. Und auch mit einem: "Sorry, hab ich nicht gesehen." kommentiert.

        • Hallo!

          Bei uns ist es ähnlich. Ich bin hauptsächlich für den Haushalt zuständig und mein Mann für den Garten, Papierkram und Wocheneinkauf.

          Diese Kleinigkeiten nerven mich auch manchmal, aber meistens sage ich nichts! Das ist so wie du es selbst sagst "Luxusproblem"

          Ich sage nur was, wenn eh schon schlecht gelaunt bin und gestresst... dann werde ich für 5 Minuten meinem Mann gegenüber mal zickig! :-)

          LG

    Hallo!
    Generell sehe ich es immer so, dass es ein gemeinsamer Haushalt ist. Beide sind dafür verantwortlich. Dieses „er hilft nicht“ finde ich fürchterlich.
    Das man sich die Aufgaben im Haushalt aufteilt finde ich aber auch normal. Das Wie hängt ja dann davon ab wer was kann/lieber macht, ggf. daheim ist, Voll- oder Teilzeit arbeitet etc.! Du machst den Haushalt (für mich saugen, wischen, Wäsche, einkaufen...), die „Großen“ Sachen eben. Er macht Reparaturarbeiten/Handwerkliches. Das passt doch gut soweit...
    Bei Kleinigkeiten wie z.B.: mal den Geschirrspüler ausräumen können alle helfen (auch die Tochter), mal den Müll mit raus nehmen! Und bei „persönlichem“ Dreck ist in dem Alter auch jeder selbst verantwortlich - wer sich z.B.: ein Brot macht, räumt auch auf, wischt ggf. die Küchenplatte ab, Geschirr in den Spüler! Wüsste auch absolut nicht was dagegen spricht... würde das ganz deutlich so sagen und wenn es nicht klappt dann eben auf die „Harte“ -Tour und du machst mal paar Tage gar nix. Dann werden sie schon merken das ein paar Krümel aufwischen nicht die Welt ist 😉!

    Alles Gute!

    • Du hast meinen Text vollkommen richtig verstanden. 👍
      Genau so meinte ich es. Natürlich räumen die Beiden den Geschirrspüler aus oder bringen den Müll weg.
      Meistens ist e so, dass wenn ich Frühdienst habe, ich die erste bin, die aus dem Haus geht und wieder kommt. Dann sehe ich natürlich als erste, was am Morgen bei den Beiden 'schief gelaufen' ist 🙈
      Natürlich kann ich es einfach so lassen und warten bis sie nach Hause kommen und sie bitten es selber zu machen. Mach ich auch gelegentlich und natürlich räumen sie es dann auch weg. Wenn ich aber eben sowieso noch was zu tun habe in der Küche, dann mach ich es eben einfach mit weg und warte nicht zwei Stunden bevor sie heim kommen. Je nach meiner
      Tagesform und Stress auf Arbeit regt mich das eben mal mehr und mal weniger auf.

      • Ich kann dich voll verstehen! Ich bin aktuell in EZ (Kinder sind fast 3,5 Jahre und 6 Monate) und durch ein BV schon über ein Jahr daheim. Kaum war ich daheim hat mein Mann den Luxus genossen, dass ich am Vormittag daheim bin, die Große von 8.30 bis 12.30 Uhr im Kiga. Da war Haushalt zeitlich gesehen echt ein Klax... natürlich hab ich den zu gut 98% gemacht (auch jetzt noch) aber ich bin keine persönliche Putzfrau die auf Schritt & Tritt alles hinterher räumt. Wenn er z.B.: Home Office macht und nen Kaffee mit runter ins Büro nimmt, kann er die auch wieder hochbringen und in den Geschirrspüler räumen! Wenn er sich was zu essen macht, ggf. bei Krümeln/Flecken kurz abwischen! Eine verklebte Arbeitsplatte finde ich einfach sehr unhygienisch!
        Es gab noch viele solcher Kleinigkeiten, die irgendwie aufhalten um die eigentlichen/wichtigen/großen Aufgaben zu erledigen. Wir haben uns echt heftig gestritten aber dann auch ruhig und sachlich gesprochen. Der Plan war, dass ich mal ne Woche nichts im Haushalt mache (ausgenommen natürlich was unsere Tochter betraf, wenn er nicht da war). Nach 3 Tagen hat er einsichtig abgebrochen. Und was auch hilft ist entsprechender Respekt mit Bitte & Danke... da räumt sich manches auch schon gleich viel lieber auf!

        Denke, dann hilft nur eine klare Absprache, wie das Haus genau zu verlassen ist.
        Also "der Letzte machte das Licht aus" eben übersetzt auf die Küche: wer zuletzt geht, wischt/saugt den Tisch ab. Jeder stellt sein Geschirr sofort (!) in die Maschine. Wer räumt die wann aus, damit das geht?

        Mein Mann mußte auch gesagt bekommen, dass die Spülmaschine bitte morgens als erstes ausgeräumt wird. Selbst wenn er selbst gar nicht frühstückt und also selbst keine Notwendigkeit hat.

        Mit 17jähriger Tochter seid ihr quasi eine 3er-WG. Da müssen klare Absprachen her und keiner darf Aufgaben verschieben auf "wenn ich heute Abend wieder da bin". Das ist unfair gegen die, die früher heim kommen.

        LG!

    Im Zweifel nutzt es nix, die Krümel liegen zu lassen, weil die einzige, die sich an den Krümeln stört, vermutlich die TE ist.

Hi,
ist bei uns ähnlich 😉.

Wenn unser Sohn Kakao will, macht mein Mann ihm den natürlich. Die Milch wird auch in den Kühlschrank zurückgeräumt, aber der Kakao nicht in die Schublade. Der benutzte Löffel kommt meistens in den Geschirrspüler, der leere Milchkarton bleibt stehn 😂.
Ich schüttel da als auch nur den Kopf und kann mir aber auch ein Grinsen nicht verkneifen über das immer halb erledigen 😊.
Ich sag immer, der gute Wille ist ja da. Und das schnell wegräumen kostet mich ja nicht allzuviel Zeit.

Dafür ist er ein toller Papa und Heimwerker. Ohne seinen Arbeitseinsatz hätten wir uns das Haus nicht so einfach leisten können. Ich liebe ihn so wie er ist und halte mir seine guten Seiten vor Augen, wenn ich den Kakao mal wieder einräume 😂

  • Ja so ist es bei uns auch
    Schön zu hören dass ich nicht allein bin.😂
    Wie gesagt kommt es eben immer auf meinen stresspegel an. Wenn ich von Arbeit müde und gestresst bin nerven mich diese Kleinigkeiten eben einfach doppelt und dreifach. Aber eh er von Arbeit kommt ist der Ärger meist schon wieder verflogen und anstatt wegen solcher Kleinigkeiten zu streiten, sehe ich halt öfter darüber hinweg. Kann gut sein, dass ich ihm damit falsche Signale sende...
    Mir ist es wichtiger, dass wir einfach unsere knappe Zeit miteinander genießen und den Tag harmonisch beenden.
    Wenn ich dann doch mal herum mecker, sehe ich ihm sein schlechtes Gewissen an und er entschuldigt sich auch und hilft mir sofort. Das reicht mir dann auch oft, bis mal wieder die Krümel rum liegen 😂

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