Stell' dich mal nicht so an.

    • (1) 21.07.18 - 07:02

      Guten morgen :)

      Ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen soll.
      Es geht um meinen Mann. Zwei Jahre verheiratet, einen kleinen Sohn von 4 Monaten.

      Die ersten zwei Wochen nach der Geburt hatte mein Mann Urlaub, da wurde dann auch mal gewickelt... Aber seit dem er wieder arbeiten geht, pickt er sich nur noch die "Sahnestücke" raus.
      Also, am Wochenende mal 15 Minuten bespaßen...

      Die letzten zwei Wochen kam es häufiger vor, dass wenn ich ihn- Stunden nach seinem Feierabend - gefragt habe, ob er wickeln kann, er äußerte keine Lust zu haben. Gestern war es dann zu viel und ich wurde richtig sauer.

      "Schatz, du musst ihm die Fingernägel schneiden.
      Das Köpfchen sauber machen.
      Die Ohren sind dreckig.
      Schatz, da sind fussel zwischen den Zehen, mach das mal sauber."
      Alles Äußerungen meines Mannes. Es selber zu machen, käme nicht in Frage.

      Gestern habe ich ihm dann im Streit vorgeworfen, dass wenn er sich nicht kümmern will, er auch nicht mit unserem Sohn spielen braucht etc. Dann soll er sich raushalten, macht er ja eh schon die meiste Zeit.
      Er meinte dann, ich solle mich nicht so aufregen, sind doch alles nur Kleinigkeiten und was denn mein Problem ist.

      Ich Stille voll und wollte vor drei Wochen das erste Mal etwas für mich machen.
      Ich pumpte Milch ab, sprach alles mit meinem Mann ab. Sagte ihm, wie das funktionierte, dass er zur Not ja auch Google fragen könnte, wie man MuMi vernünftig warm macht etc....
      Den kleinen nochmal gestillt und gewickelt bevor ich das erste mal seit der Geburt 2 Stunden Zeit für mich eingefordert habe.
      Was soll ich sagen... SMS, WhatsApp Nachrichten und Anrufe (ich war inliner fahren und habe das Handy nicht gehört) auf dem Handy gehabt, der kleine wäre nur am weinen, er habe so Hunger und mein Mann hat es nicht mit der Milch hinbekommen. 3 Minuten Mikrowelle waren wohl zu viel.
      Also bin ich so schnell es ging nach Hause, um den kleinen zu füttern.
      Seit dem mache ich mir Vorwürfe... Dass ich das Handy nicht gehört habe und nicht schneller zu Hause war.
      Mein Mann war unglaublich sauer, weil er ca 20 Minuten mit dem kleinen überfordert war. Und ich? Ich war sauer, weil er es nicht geschafft hat, den kleinen zu füttern, dass er mir das Gefühl gibt, sich nicht um den kleinen kümmern zu können.... Und das ich, solange ich Stille, nichts für mich machen kann.

      Jetzt wo ich das alles aufschreibe, denke ich mir, dass klingt alles so traurig. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt... Oder übertreibe ich mal wieder grundlos?
      Manchmal neige ich dazu, zu übertreiben.

      Ist es wirklich zu viel verlangt, zwei Stunden für mich zu haben?
      Das er am Tag mal eine Windel wechseln soll? - Nachts mache ich das immer, nachdem mein Mann das mehrmals falsch gemacht hat und die Windel ausgelaufen ist.
      Das er sich auch zu kümmern hat und nicht immer nur spielen, das andere gehört doch auch dazu.

      Liebe Grüße...

      • Hi,

        also Milch gehört weder 3 Minuten noch überhaupt in die Mikrowelle!

        Jedenfalls kann ich dich ansonsten schon verstehen. Mütter sind auch weiterhin noch Frauen, die Zeit für sich brauchen und dein Mann ist in Hinsicht auf das Baby ein faules Stück!!!
        Und selbst mit Anleitung es nicht hinzubekommen.... ist wohl eher eine Sache von nicht wollen und überfordert sein.
        Dennoch bringt es nichts sich nur Vorwürfe an den Kopf zu schmeißen.

        Redet mal zusammen drüber und bleibe in der Ich-Form. Erkläre ihm, was du fühlst und welche Erwartungen du an ihn hast. Vielleicht kommt ihr auf einen Nenner.

        • Ich habe ihm vorher auch deutlich gesagt, dass die Milch nicht in die Mikrowelle gehört...

          Ich glaube halt auch, dass er faul ist im Bezug auf den kleinen. Oder überfordert.

          Seitdem der kleine da ist, habe ich schon zweimal so ein Gespräch geführt. In der ich Form, ruhig, sachlich... Es hat für einen Tag geholfen und dann lief es wieder wie vorher...

      (4) 21.07.18 - 08:15

      Es gibt einfach Männer, die sind damit erstmal überfordert. Aber das bedeutet nicht, dass er sich nicht drum kümmern muss.
      Sprich mal in Ruhe mit ihm. Sag ihm, dass er das genauso können muss, wie du. Was ist, wenn du richtig krank wirst? Oder wenn du mal unterwegs sein willst? Sag ihm das vernünftig, möglichst ohne Wut im Bauch. Das führt sonst zu nichts.
      Was mir sehr geholfen hat, bestimmte Sachen abzugeben. Baby baden ist bis heute Männersache. Mit wickeln und anziehen natürlich.
      Sei kreativ.. :)

      Und ganz ehrlich: ich habe mich genauso gefühlt. Da war ich dann sauer auf mich weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Oh man!

      Es wird bald besser! Alle sagen, wie süß ein Baby doch ist. Aber wirklich stressfreier wird es erst mit der Zeit. Aber es kommt, versprochen! Irgendwann in den nächsten Wochen muss nicht mehr so oft gewickelt werden nachts. :)

      Liebe Grüße

    • (5) 21.07.18 - 08:34

      Wie hast du reagiert als er falsch gewickelt hat und die Pampers ausgelaufen ist?
      Denk er vielleicht warum soll ich da was machen wenn es dann eh falsch ist.
      Mit der Milch hast du ihm gesagt wie das funktioniert und er könne ja google fragen. Google weiß es natürlich... Da steht sogar viel Mist. Warum hast du nicht vorher schon mal Milch abgepump und ihr habt es zusammen fertig gemacht. So hätte er gewusst wie es geht.
      Ich kenne Männer die sind da einfach etwas überfordert und können sich in der Situation nicht ausdrücken. Mein Mann hat sich ne ganze Zeit bei allem rausgehalten weil er angst hatte unsere routine umzuschmeißen und was falsch zu machen.

      • Genau so ist das. Und ich finde, man muss das große Ganze sehen.

        Mein Mann wickelt bis heute nur im äußersten Notfall (Kinder sind fast 2 und 3 1/2) - bzw jetzt MUSS er, weil ich arbeite... finde ich nicht schlimm, dafür macht er ziemlich viele Dinge, die ich nicht gerne mache.

        Im ersten Jahr konnte er mit beiden nicht wahnsinnig viel anfangen - jetzt sieht das schon ganz anders aus. Und ganz ehrlich, ich hab da nie Stress gemacht. Er hat seinen Teil beigetragen, der eben nicht Windeln wechseln sondern kochen, Garten, einkaufen und bei meiner Arbeit (Landwirtschaft) einspringen war. Ich werde dieses aufgezwungene Geteile des Windeln wechselns nie verstehen. Ich hab das in 30 sek erledigt und gut.

        Ihn wegen ausgelaufener Windeln anzumachen ist doch genauso doof. Davon abgesehen, dass hier mit 4 Monaten nachts nicht mehr gewickelt wurde, es wird in den nächsten 2 Jahren noch viele aus- und übergelaufene Windeln geben.

        Er hat dann natürlich auch nicht Fussel zu bemängeln, das ist klar.

        Wenn du Zeit für dich brauchst - was ist mit den Großeltern?

        • (7) 21.07.18 - 18:49

          ich als perfekte Mutter hatte Angst die zwillinge zu baden, als sie ganz klein waren. Hat mein Mann übernommen.

          Dafür hat mein Mann er gemieden, den Sohn zu wickeln, nachdem er ihn ganz am Anfang freudestrahlend fast ins Gesicht gepinkelt hat.#rofl

          lg
          lisa

    (8) 21.07.18 - 09:08

    Ihr solltet klar absprechen was dein Mann machen/können soll und was nicht. Windeln wechseln ist übungssache, bei meinen ersten Versuchen ist sie auch ausgelaufen, mass ihn einfach öfter üben und Schimpfe nicht wenn sie mal ausläuft. Bezüglich der Milch, hast du schon mal selbst Versucht deinem kleinen Fläschchen zu geben und weisst I'd ob er es nimmt? Es ist nämlich nicht selbstverständlich bei vollgestillten Kindern. Das mit dem Fläschchen warm machen und geben hättest du vielleicht ihm erklären sollen und ihn nicht allein im Regen stehen lassen mit Google. Es gibt doch sicher Dinge die du nur deinem Mann überlässt weil er es besser kann? Oder hast du die Lampen aufgehängt? Flasche geben, dem baby Fingernägel schneiden ist wie für dich Lampen aufhängen. Wir haben 2 Söhne, 2 Jahre und auch 4 Monate, mein Mann hat noch nie Fingernägel geschnitten und dem großen in der Zeit vielleicht 3-4 mal Die haare gewaschen, es ist auch ok so, dafür macht er genug andere Sachen, zB habe ich noch nie bei uns den Rasen gemäht.
    Bezüglich weggehen.. Ein 4 Monate altes Baby sollte eigentlich 2 stunden ohne essen auskommen. Ich lasse den Kleinen zB auch bei Oma oder Papa und gehe mit dem großen schwimmen für 2 Stunden. Ein Fläschchen lasse ich zwar da zur Sicherheit (welches es nur sehr mäßig nimmt) aber meist bin ich da bevor der kleine Hunger bekommt. Vielleicht solltet ihr an still Abständen (2 stunden sollten normal drin sein) arbeiten?

    LG

    (9) 21.07.18 - 09:14

    "Die letzten zwei Wochen kam es häufiger vor, dass wenn ich ihn- Stunden nach seinem Feierabend - gefragt habe, ob er wickeln kann, er äußerte keine Lust zu haben."

    Bei so was krieg ich immer riesengroße Stauneaugen. Er hat keine Lust, aber es ist Deine allergrößte Wonne, Eurem Kind den Kot vom Boppes zu wischen?

    Und wenn er meint, dem Kind gehörten die Fingernägel geschnitten, dann hätte ich ihm die Schere in die Hand gedrückt.

    Ich glaube, teilweise sind da auch die Frauen dran schuld, diesen Mythos "Mutti kann alles und weiß alles besser, wenn es um ihr Kind geht" zu befeuern. Damit meine ich jetzt nicht explizit Dich, ich meine damit eher das, was ich als Grundstimmung hier bei urbia, aber auch in meinem realen Umfeld so fühle.

    Mütter wollen (müssen?) heute anscheinend perfekt sein, nichts weniger als Perfektion erwarten sie von sich selbst, und das ist dann auch ein verdammt hoher Anspruch, dem andere erstmal gerecht werden müssen.

    Vielleicht haben die Ärzte beim Kaiserschnitt vergessen, das Handbuch mit rauszuholen, ich hätte es anfangs ganz gut brauchen können. Ich wusste nämlich nicht instinktiv, was meine Kinder wollen und brauchen, und die ersten Wickelversuche im Krankenhaus haben mich total fertig gemacht. Ich hatte immer Angst, den aus dem Nest gefallenen Vögelchen was abzubrechen. Dass Mütter verschiedene Dinge schneller (besser will ich gar nicht behaupten) machen, liegt doch nur an der Übung. Das bekäme doch jeder andere genausogut hin, wenn er gleich viel Zeit mit den Kindern verbrächte.

    Dein Mann ist Vater. Er ist genauso zuständig wie Du. Wenn er das Kind falsch wickelt und es ausläuft, dann lass ihn den Mist selber wegmachen. Bis er es lernt. Und plan Dir regelmäßige Zeiten für Dich ein. Mindestens einmal in der Woche ein, zwei Stunden für Dich. Du bist nur ne gute Mutter, wenn Du eine zufriedene und glückliche Frau bist!

    • (10) 21.07.18 - 15:08

      Endlich mal ein Beitrag, der es auf den Punkt trifft. Ich bin schockiert, wie viele Userinnen der TE auch noch implizite Vorwürfe machen. Dass sie a) überhaupt auf die Idee kommt, vom Vater des Kindes einzufordern, er möge sich mal um die Alltagsarbeit mit Kind kümmern, oder b) zu blöd war, dem armen überforderten Mann mal richtig zu erklären, wie man ne Milch warm macht oder das Kind wickelt.
      Es ist das gemeinsame Kind. Und nein - es gibt kein Naturgesetz, das die Fürsorgepflicht für ein gemeinsames allein der Mutter überträgt.

(11) 21.07.18 - 10:01

Hallo,

das Füttern mit abgepumpter Milch ist gar nicht so leicht, viele Stillbabys nehmen die Flasche nicht. Da ist das Erwärmen der Milch wirklich das kleinste Problem. Ich finde, du solltest ihm deswegen keine Vorwürfe machen.

Bei den anderen Dingen muss ich dir allerdings recht geben. Wickeln, Baden, Trösten, Tragen... das sind alles Dinge, die auch der Papa kann und ganz selbstverständlich tun sollte. Von Anfang an. Allerdings musst du auch akzeptieren, dass er es anders machen wird als du. Ja, dann läuft eben mal die Windel aus und es dauert vielleicht ein paar Nächte bis auch der Papa den Dreh raus hat. Auch bei Mama läuft nicht alles gleich perfekt.


"Und das ich, solange ich Stille, nichts für mich machen kann."

Das ist Quatsch. Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten werden länger. Irgendwann habt ihr den Dreh raus, wie ihr euch organisieren müsst, damit es klappt. Bald gibt es (vielleicht ;-)) Beikost, wobei das bei uns nicht geholfen hätte.

Ich würde Papa nicht mit dem Baby zu Hause lassen, sondern ihn ebenfalls raus schicken. Das hat bei uns besser geklappt. Mein Mann war oft mit Baby in der Trage draußen unterwegs. Dann hatte ich Zeit für mich. Aber auch zu Hause war die Trage hilfreich, wenn unsere Kinder getröstet werden mussten. Das hat hier ganz oft mein Mann übernommen, wenn Stillen nicht half.

LG

(12) 21.07.18 - 10:10

Mein Exmann konnte erst etwas mit unserer Tochter anfangen,als sie laufen konnte.
Vorher war das höchste der Gefühle,ein Spaziergang mit Kinderwagen,wenn das Kind so oder so schläft.

Ich habe das inzwischen von so vielen Mamas gehört,das die Männer einfach mit den Babys nichts anzufangen wussten oder total überfordert waren und das ganz plotzlich besser wurde als sie anfingen zu laufen und damit ein Stück weit selbstandiger.

Also kommt Zeit kommt Rat.

  • Ist doch logisch, wenn man sieht, wie viel Arbeit ein bisschen Dummstellen ersparen kann. So lang die Frau ihm das abnimmt, wär er ja blöd, das nicht zu praktizieren;-).
    Ich staune nur gerade, wie viele Frauen das tatsächlich glauben.

    • (14) 21.07.18 - 12:57

      Aaaaach, danke. Ich persönlich wundere mich über manche Antworten hier und sehe es wie du. Das Dummstellen haben manche männliche Zeitgenossen nämlich perfektioniert.

      • (15) 21.07.18 - 14:00

        Das können aber viele Frauen auch auf anderen Gebieten perfekt, wenn ich überlege wie sich manche um die einfachsten handwerklichen Tätigkeiten drücken, wie war da neulich ein Beitrag weil der Mann die Feuermelder ewig nicht montiert ... Da hat dann jeder Mitleid mit der armen Frau der man das ja nicht zumuten kann mal Bohrmaschine und Akkuschrauber bedienen zu lernen, aber der Mann soll bitte zur Not googlen wie man Milch warm macht ...

(16) 21.07.18 - 10:10

Hallo,
ich finde, du übertreibst überhaupt nicht. Solange dein Mann nicht geistig oder körperlich stark eingeschränkt ist, kann er alle diese Aufgaben nach kurzer Übungsphase locker bewältigen. Du hast ihm ja erklärt, wie es geht. Oder läuft er selber mit dreckigem Kopf, Fusseln zwischen den Zehen und hungrig durch die Gegend und wartet darauf, dass jemand ihn füttert und säubert? Wohl kaum.

Ein Baby zu versorgen ist wahrlich kein Hexenwerk und wenn man Interesse dafür hat, kommt man auch ziemlich schnell mit der Grundversorgung klar. Natürlich geht zu Beginn mal was daneben - na und, dann macht man's halt sauber und versucht es nochmal. Und natürlich gibt es Tage, da ist das Kind mit nichts zu beruhigen. Da muss man durch, wird auch wieder besser.

Ich finde deinen Mann schlichtweg bequem und faul. Ein schlechtes Gewissen musst du meiner Meinung nach nicht haben. Es ist viel mehr schade, dass du dich diesbezüglich nicht auf deinen Mann verlassen kannst und er dir scheinbar keine Ruhe gönnt.
Unsicherheiten am Anfang finde ich total verständlich. Aber wer seine Frau ruft, um dem Kind irgendwo Fusseln wegzuzupfen, abstatt es schnell selber zu erledigen, der ist einfach nur faul.
Er stellt sich an, nicht du. Lass dir das bloß nicht einreden.

  • (17) 21.07.18 - 10:35

    Generell stimme ich dir zu, aber ich finde man sollte ein wenig nachsichtig sein mit Männern, für die ist es eben oft ein hexenwerk auch wenn wir Frauen das nicht verstehen. Ich stelle mir vor wie ich vor der geöffneten Motorhaube stehe und ein Mann faucht mir zu es sei doch kein hexenwerk die Batterie auszuwechseln. Ich sehe das so dass ein Mann nicht alles auf dem gleichen Niveau können muss wie die Mama, dafür ist die Mama eben die Mama, aber zumindest die grundlegenden Dinge wie Wickeln, anziehen und etwas zu essen geben. Mein mann hat wie gesagt noch nie Fingernägel geschnitten oder ein Zäpfchen gegeben, dafür macht er allein die Wäsche, den Garten, kümmert sich um sämtliche Reparaturen, kauft ein und und und, er macht mir wo er kann. Und für die paar Stunden in denen er allein mit dem baby bleibt reicht Windeln wechseln können und es zum schlafen in die federwiege zu legen oder den Kinderwagen zu schieben. Mit dem grossen unternimmt er mittlerweile richtig viel, aber es kommt automatisch wenn die Kinder größer werden und Mann mit dem Kind mehr "anfangen" kann. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und man sollte meiner Meinung nach Rücksicht darauf nehmen, durch Aufgabenteilung lässt sich vielen arrangieren.

    • (18) 21.07.18 - 11:14

      Die Frage ist doch, warum ist das Wechseln der Autobatterie für dich Hexenwerk? Weil du es noch nie gemacht hast, nie machen musstest und wahrscheinlich auch gar nicht machen möchtest!

      So ist das bei Männern, die "nichts mit Babys anfangen können" auch. Es ist eine Frage des Wollens und des sich verantwortlich Fühlens! Nicht mehr und nicht weniger. Mit dem Y-Chromosom hat das nichts zu tun, auch wenn die Urbia-Muttis nicht müde werden ihre Männer für die Nichtbeteiligung an der Babypflege in Schutz zu nehmen.

      • (19) 21.07.18 - 11:25

        Ich habe noch nie eine Autobatterie gewechselt und ich will das ehrlich gesagt auch nicht können oder lernen. Mein Mann und ich ergänzen uns prima im Alltag und jeder macht Dinge die er eben besser kann. In der Arbeitswelt läuft es ja auch nicht anders, der eine beherrscht das eine Aufgabenfeld besser als sein Kollege und umgekehrt, für das Unternehmen ist es besser jedem sein spezialgebiet zu überlassen. So sind alle zufrieden und es läuft. Immerhin besser als andere urbia Muttis, die dauernd nur mit ihren Männern unzufrieden sind und diese nur dauernd Maßregeln, glücklich wird eine Beziehung nicht davon.

        • (20) 21.07.18 - 11:48

          Ich sehe unsere gemeinsamen Kinder ehrlich gesagt einfach nicht als "mein Spezialgebiet", das war auch nicht so als sie noch Babys waren.

          Ich schneide die Fingernägel meiner Kinder übrigens auch zu 99% selbst. Auch hier werden Aufgaben nach Können und Wollen aufgeteilt, ohne dass wir auf eine genaue 50/50 Aufteilung achten. Die Einstellung - "Ich mache das nicht und will es auch nicht lernen." - würde mich allerdings abstoßen. Mein Mann schneidet die Fingernägel der Kinder (um bei diesem Beispiel zu bleiben) wirklich selten, aber er kann es und er tut es, wenn ich ihn darum bitte. Genau darum geht es mir. Nicht darum, dass wir uns wöchentlich beim Schneiden der Fingernägel abwechseln.


          "Immerhin besser als andere urbia Muttis, die dauernd nur mit ihren Männern unzufrieden sind und diese nur dauernd Maßregeln, glücklich wird eine Beziehung nicht davon."

          Das ist sehr einseitig betrachtet. Es müssen beide glücklich sein. Wenn ich als Frau andere Ansprüche an meinen Mann habe als du, hilft mir ein - "Männer können eben mit Babys nichts anfangen" - überhaupt nicht weiter. Du sagst damit indirekt, es wäre eben Aufgabe der Frau, der arme Mann kann gewisse Dinge nicht, WEIL er ein Mann ist. Das impliziert ein Rollenverständnis, das ich ablehne.

          • (21) 21.07.18 - 11:56

            Nein, das siehst du falsch. Ich finde nicht dass Babys Frauen Sache ist. Aber bestimmte Sachen bei Babys (fingenägel, Zäpfchen geben, Ohren sauber machen) liegen mir besser als meinem Mann. Wickeln, mit dem baby allein sein wenn ich weg bin macht mein Mann selbstverständlich auch. Aber es müssen beide glücklich sein und zufrieden mit der Situation. Ich will nichts mit dem Rasen zu tun haben er mit den Fingernägeln, ist doch in Ordnung. Nur aus Prinzip den Mann die Fingernägel schneiden zu lassen oder sonst was, nur "weil der Vater das gleiche wie die Mutter machen Muss" finde ich ehrlich gesagt affig und in Bezug auf den Familienfrieden kontra produktiv.

            • (22) 21.07.18 - 12:11

              Das klingt so verkrampft. Bei uns ist es einfach selbstverständlich. Die Situationen, in denen man etwas tun muss, was einem weniger liegt, ergeben sich einfach. Was getan werden muss, wird dann eben erledigt. Wenn ich nicht da bin und mein Baby braucht ein Zäpfchen, bekommt es das vom Papa. Auch beim Fingernägelschneiden gibt es hin und wieder Situationen, bei denen auch mein Mann ran muss. Nicht aus Prinzip.

              • (23) 21.07.18 - 12:17

                Mein Mann hat mir nie gesagt dass er die Fingernägel nicht schneiden will und ich habe nie gesagt dass ich nicht den Rasen mähen will, es hat sich einfach so ergeben. Als mein kleiner eine Neugeborenen Infektion hatte und ich die meiste Zeit bei ihm im kkh war, hatte mein Großer die Influenza und 40 Fieber, klar hat mein Mann ihm Fieber Zäpfchen gegeben. Aber unsere tägliche routine hat eben eine gewisse Aufgabenteilung ergeben (meist ohne Absprachen), in der wir uns gegenseitig ergänzen.
                Aber zurück zur TE, ihr würde ich raten klar zu werden wieviel Beteiligung sie sich wünscht um zufrieden zu sein.

        (24) 21.07.18 - 12:20

        Müsste eine Autobatterie täglich mehrmals gewechselt werden, dann würde ich das einfach lernen.
        Müsste eine Babywindel nur alle paar Jahre gewechselt werden, dann würde ich auch sagen, brauchst du nicht, ich mach das schon.

        Und nein, hier wird niemand gemaßregelt, weil Baby versorgen kein Hexenwerk und Spezialgebiet ist, das hat einfach der gemacht, der es halt gerade gemacht hat.

        • (25) 21.07.18 - 12:29

          Windeln wechseln ist das 1x1 der baby Pflege und es sollten selbstverständlich beide Elternteile beherrschen, das steht ausser Diskussion. Die TE muss sich überlegen ob sie den Mann eben in alle Feinheiten der Babypflege inkl Fingernägel und kopfgneis entfernen einbeziehen will, oder ob es für ihre Zwecke reicht dass er Flasche gibt und Windeln wechselt.

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