Ich fühle mich einfach nur gekränkt

    • (1) 21.07.18 - 21:11

      Mein Mann ist Trainer einer fußballmannschaft. Ich unzerstütze ihn dabei wo ich kann. Dieses Wochenende sind sie Zelten und er sagte mir mehrmals das die Frau des anderen Trainers mit zeltet. Ich hab dann gesagt ich kann auch mitfahren wenn du willst. Kam als pampige antwort "du wilkst sowas nicht und ausserdem ist da kein Platz für dich". Ich kam mir so bescheuert vor und war sowas von gekränkt. Heute waren die Eltern Abend zum grillen eingeladen im Zeltlager und er hat mich nur ignoriert.und es wurde immer betont, auch von ihm, wie toll das ist das die andere trainerfrau da mitmacht und alles. Bin dann gefahren und in Tränen ausgebrochen. Hab ich überreagiert?

      Ja, ich finde schon, dass du übertreibst... Allerdings finde ich auch das Verhalten deines Mannes überaus kindisch...

      Mein Mann ist ebenfalls Fußballtrainer einer Jugendmannschaft, allerdings habe ich von Anfang an klar gemacht, dass es SEIN Hobby ist und nicht meins... Er kann das gerne tun, ich halte ihm für die Zeit auch bestmöglich die Kinder fern (wenn ich arbeiten muss, muss er sie mitnehmen, das kann ich halt nicht ändern), aber ich bringe mich bei den Aktivitäten nicht großartig ein...
      Dadurch ist es allerdings auch so, dass ich die meisten Eltern nicht kenne bzw nicht unbedingt dem jeweiligen Kind oder gar dem Partner zuordnen kann... Bei Festlichkeiten wie zb dem Abschlussfest sitze ich auch eher abseits und mein Mann hat nicht sonderlich viel Zeit für mich... Klar fühle ich mich dabei auch doof, ich gehe dann auch schon mal eher, aber nicht, weil ich eingeschnappt bin, dass er sich nicht um mich kümmert, sondern weil mir langweilig ist... Natürlich könnte ich das ändern, indem ich mich mehr einbringe, aber das möchte ich gar nicht... Es ist wie gesagt SEIN Hobby... Ich habe dafür meine Sachen, da ist er ja auch nicht stets und ständig dabei, das würde ich auch gar nicht wollen... #schein Mein Mann akzeptiert meine Einstellung dazu und versucht gar nicht, daran was zu ändern...

      Also ja, du hast überreagiert, aber das eingeschnappte Mimimi deines Mannes ist ebenfalls übertrieben... Ich denke, da ist ein offenes Gespräch dringend überfällig...

      LG

    • Hallo,

      ich wäre grundsätzlich auch gekränkt, wenn mein Mann sich mir gegenüber so verhalten würde.

      Die Frage ist allerdings, welchen Grund Dein Mann hat, Dich so "abzuweisen"? Vielleicht hat er den Fussball immer als "seinen eigenen" Bereich angesehen und hat nun Angst (warum auch immer), dass Du Dich da zukünftig in irgendeiner Form dauerhaft "einmischen" könntest, wenn Du das Zeltlager begleitest?

      Sind Eure Kinder (wenn ich Deinen Nickname richtig deute) auch mit dabei? Vielleicht wollte er Dir dann mal eine "Auszeit" zu Hause gönnen?

      Auch gut vorstellbar ist, dass er es in Wahrheit völlig missbilligt, dass der andere Trainer von seiner Frau begleitet wird- und nur aus Höflichkeit "Frohsinn heuchelt".

      Auf jeden Fall solltest Du in Ruhe mit Deinem Mann sprechen, wenn er wieder zu Hause ist. Sein Verhalten Dir gegenüber liest sich tatsächlich abwertend und verletzend- dazu hat er nicht das Recht und das sollte er (wenn in Eurer Beziehung sonst alles okay ist) wissen.

      Es gibt auch bei uns Situationen, in denen mein Mann anderweitig so beschäftigt ist, dass er mal einen Tag/Abend wenig Zeit für mich und unsere Kinder hat (in beruflichem oder privatem Kontext). Das wissen wir, wenn wir ihn "besuchen" bzw. begleiten (Arbeit oder Band) vorher und besprechen es auch kurz mit den Kindern. Klappt gut- er behandelt uns selbstverständlich alle trotzdem wertschätzend wie immer- alles Andere wäre auch ein no go!

      Viele Grüße,

      Kathrin

      Ziemlicher Kindergarten - aber von BEIDEN. Lass ihn im Moment in Ruhe und redet zuhause nochmal in Ruhe darüber. Und verkneif es Dir, ihm tränentriefende und vorwurfsvolle WA zu schicken, sowas klärt man persönlich. LG Moni

    • Also, ich würde es so verstehen, dass er sich insgeheim wünscht, einen Teil seines Hobbies mit dir zu teilen - aber nur, wenn es ernst von dir gemeint wäre, als nicht nur ihn zuliebe.

      Anscheinend sieht er das bei seinem Trainingspartner wie es sein könnte. Bestenfalls wünscht er sich seine Frau herbei, dass er nachts nicht alleine im Zelt liegen muss und einfach mit dir die Erfahrung teilen kann - oder die andere Frau kümmert sich so schön um das hauswirtschaftliche und die beiden Männer um den angenehmeren Teil (was für mich die weniger romantische Vorstellung wäre ;-)

      Letztendlich solltet ihr noch einmal darüber sprechen. Ich würde mir solche Bemerkungen allerdings verbitten, vor allem wenn du mit dem Hobby einfach nichts am Hut hast - dann muss er das so akzeptieren. Es ist sein Hobby und ich sehe es da jetzt auch nicht als notwendig an, dass du dich da einbringst.

      Wie ist die Aussage "ich unterstütze ihn dabei wo ich kann" gemeint? Ich finde, ihn zu den Trainings- und Spielzeiten sowie den Feierlichkeiten den Rücken frei zu halten (du betreust da ja sicher eure Kinder in der Zeit und verzichtest auf ihn) ist Engagement genug. Wenn das so ist, verstehe ich nicht wie er da so ein Fass aufmachen kann.

      Ich habe selbst lange Fußball gespielt und weiß wie zeitintensiv dieses Hobby sein kann - zu meinen besten Zeiten habe ich 3x die Woche trainiert und Samstag und Sonntag gespielt. Da wir in einer überregionalen Gruppe waren, waren alleine die Anfahrtszeiten enorm. Aber ich würde nie von meinem Partner verlangen, sich da genauso einzubringen - es ist seine Leidenschaft. Es sei denn, wir hätten generell ganz wenig Zeit füreinander - dann würde ich mir auch mal überlegen ob es nicht eine Möglichkeit wäre einfach mehr Zeit mit ihm zu verbringen. Gemeinsamkeiten schweißen eben auch zusammen.

      Ich würde es aber jetzt erst einmal auch nicht überbewerten, sondern mit ihm erst einmal darüber sprechen, worum es euch geht.

      • Mein Mann sagt immer er ist so froh das ich ihm helfe. Er sagt selber immer ich will dich dabei haben. Ich wollte anfangs nicht mit Zelten weil ich dachte ich lass ihm vater-sohn-zeit. Dann hat er immer wieder betont wie schön er das findet das die Frau des anderen Trainers mitkommt. Dann gab ich gesagt ich würd auch mit und ich probier das Zelten einfach mal aus. Und dann reagiert er so. Er hat heut noch geschrieben wie schön er es gefunden hätte wenn ich auch mit dort wäre. Abend am Feuer sitzen und dann im Zelt kuscheln. Und dann komm ich rauf und der sieht mich nicht mal an. Ich wollte nicht das er bei mir sitzt. Er hat sich ja um die Eltern gekümmert und geredet. Aber als er dann noch betont hat wie toll er das findet das der andere Trainer die Unterstützung seiner Frau dabei hat war's mir zuviel

        • (9) 22.07.18 - 09:27

          Moin,

          ich finde ihr solltet einfach mal vor dem nächsten Mal drüber reden was er will und was Du willst ... ich glaube ich kann Deinen Mann ein wenig verstehen, ich bin jemand der Hilfe aus freuen Stücken will, bei Dir klingt alles gezwungen und verkopft. "Ich bin dann halt hin weil er geschrieben hat, aber ich wollte nicht dass er bei mir sitzt ..." DENK nicht soviel, sei Du und mach was Du willst nicht was Du denkst das richtig ist. Ich denke dass er sich denkt "immer macht sie es nur wenn ich was sagen, nie kommt sie von selber auf den Gedanken". Also so ein "jetzt muss sie auch nicht mehr". Wenn er sagt er will Dich dabeihaben sag gleich ja und lass Dich nicht xmal bitten um dann im letzten Moment "dann komm ich halt doch mit". Weißt Du was ich meine? Gleich sagen ok dann ist das Familienzeit und mitplanen. Es ist ein unterschied ob jemand nach dem 3. Mal ansprechen sagt "dann komm ich halt mit" oder beim ersten Mal "oh, toll, wollen wir vielleicht Grillen, soll ich die Salatorganisation übernehmen?"

          Und sprech auch ruhig an dass Du Dich störst dass er deine Hilfe nie erwähnt vor Fremden. Mein Mann kann das auch gut, vor allem vor Schwiegereltern "Ich habe heute die Türe gesetzt und den Spiegel aufgehängt". Ach, das hielt alles natürlich von alleine an der Wand während er geschraubt hat ja? ;-)

          Es gibt ein Buch das heißt "die 5 Sprachen der Liebe" und das ist ziemlich erhellend für mich. Jeder empfängt Liebesbeweise anders. Die einen mögen "Reden, Komplimente", die anderen kommunizieren über Körpersprache und Sex, andere über "Aufmerksamkeit, Wünsche von den Augen ablesen", ... Befasst Euch mal mir Euren Wünschen dann versteht Ihr Euch auch gegenseitig besser. Oft ist es bei sowas so dass einer immer Sonntags das tolle Frühstück zaubert weil Aufmerksamkeit und Taten seine Art sind seine Liebe zu zeigen und der Partner denkt sich "er liebt mich nicht, er nimmt mich so selten in den Arm."

          LG
          WuschElke

          • Du hast mich falsch verstanden. We hat nicht gebettelt. Eigentlich war ich nie der Zelte typ. Aber ich hab von mir aus gesagt ich würde mitfahren und helfen. Und wegen dem ich will nicht das er bei mir sitzt war gemeint das ich nicht von ihm verlange das er den ganzen Abend an mir dranhängt. Ich helf ihm wirklich gerne bei seinen Sachen. Und ein Trainer ohne Unterstützung geht nicht. Ich mach meist das organisatorische und Geschenke für kinder und er das Training. Aber diesmal hat er mich regelrecht ausgeladen und ignoriert.

    Dein Mann hat sich ziemlich kindisch aufgeführt. Wirklich wenig wertschätzende. Du solltest wirklich mit deinem Mann darüber reden. Ich kann dich gut verstehen.

    Vielleicht solltest du dich in Aktivitäten etwas unabhängiger von deinem Mann machen. Du kanns ihn ja trotzdem unterstützen. Such dir selber eine schöne Aufgabe, zu der du Lust hast. Vielleicht etwas ehrenamtliches oder etwas anderes.


    LG Hinzwife

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