So geht es mit jetzt, mein Mann seit über einem Jahr tot

    • (1) 30.07.18 - 14:26

      Hallo Ihr Lieben,

      lange habe ich mich nicht mehr hier gemeldet. Hatte in den letzten Monaten sehr viel um die Ohren. Möchte euch nur kurz mitteilen wie es mir/uns jetzt geht.

      Arbeite schon länger wieder Teilzeit. Witwenrente, Halbweisenrente usw läuft alles. Geld reicht das ich das Haus einigermaßen halten kann. Allerdings wird sich das in den nächsten Monaten auch ändern. Ich habe mein Haus verkauft, bzw. werde es verkaufen. Spätestens am 1.11.2018 bin ich hier raus.
      Ich kaufe eine kleine Wohnung für meine Tochter, Hund, Katze und für mich (mieten ist hier schlecht, da viele leider keine Haustiere haben wollen). Ich freue mich darauf, weil es ein Neuanfang ist. Die Wohnung ist in einem so geplegten und guten Zustand, das ich nur Streichen muss.

      Das mein Mann nicht mehr da ist.....daran habe ich mich gewöhnt und ich merke das ich ganz gut alleine klar komme. Meine Tochter ( jetzt 14, bald 15 Jahre alt) hilft mir ein wenig. Wir sind ein gutes Team. Wenn wir in der Wohnung sind, wird finanziell alles einfacher werden und dann kann ich auch wieder was sparen, was mit sehr wichtig ist. Wenn ich Glück habe, ist die Wohnung spätestens in 7 Jahren abbezahlt. Das ich jetzt viel Streß habe mit den Vorbereitungen, der Bank, Makler usw. ist ja normal und da muss ich jetzt durch. Da wir viele Möbel hier im Haus haben, die ich nicht mitnehmen kann, werde ich einiges wohl spenden. Ich verkleinere mich ja um über 100 qm.
      Aber ich glaube es wird besser werden. Es wird sich so umgestellt, das ich alles gut bezahlen kann.

      Jetzt ist alles sehr knapp bemessen und am Haus müßte man langsam wieder etwas machen. Das würde mich wieder einiges Kosten. Das Haus war bisher meine größte Last. Immer Angst zu haben es geht etwas kaputt, was man dann reparieren lassen muss. Ich kann zwar viel selber machen und mache auch viel selber, aber alles geht halt nicht. So alleine die Verantwortung für so ein großes Objekt zu haben ist einfach Mist wenn das Geld knapp ist. Mein Mann hat sehr gut verdient und da haben wir uns auch nie Sorgen machen müssen.

      Auf Dauer möchte ich nicht am Limit Leben müssen und auch die Sorgen los werden. Ich hoffe das ich mich dann auch etwas entspannen und erholen kann. Auf der Arbeit fühle ich mich wohl. Meine Kollegen wissen Bescheid und unterstützen mich auch. Es macht Spaß und ist immer lustig bei uns. Das tut mir gut. Mein Chef würde mir sogar beim Umzug helfen, muss er aber nicht. ;-)

      Klar denke ich oft an meinen Mann, aber es beherrscht nicht mein Leben. Unsere Familie war nie groß gewesen, jetzt ist sie kleiner geworden. Aber meine Tochter und ich wuppen das schon, da bin ich mir sicher.
      Also wie Ihr seht geht es uns ganz gut. Man sollte nicht in der Trauer versinken, sondern man sollte weiterleben und es sich schön machen. Denn das hätte auch mein Mann so gewollt. Da arbeite ich dran. Das ist mein Motto und auch wenn ich mal traurig bin und meine Krise habe.

      Ich möchte mich nochmal bei euch für die Anteilnahme und Ratschläge bedanken. Auch wenn das schon länger her ist. #herzlich#herzlich

      LG
      Sonja
      LG Sonja

        Aha! Nur weil sie nicht öffentlich herumheult, sondern, auch für ihre Tochter, das Leben anpackt und versucht, klarzukommen auch ohne Mann?
        Weißt Du, wie es ihr geht, wenn sie abends alleine in der Bude sitzt? Das schreibt man nicht in ein öffentliches Forum.
        Hast Du schon einen Ehemann verloren und musstest plötzlich mit allem alleine klarkommen, Tochter, Haus, Job?
        Wenn nicht, manchmal einfach besser nichts schreiben.
        Gruß Moni

        • Hallo,

          ja, darüber rede ich nicht. Muss ja damit auch alleine klar kommen.
          Es ist nicht einfach und man braucht Kraft um nicht aufzugeben. Ich versuche meiner Tochter ein schönes Zuhause zu geben, muss da einiges verkaufen, bzw. einfach günstiger werden. Unser Auto zu verkaufen indem mein Mann das letzte Mal gefahren ist, ist mir sehr schwer gefallen. Solche Dinge halt. Aber das Auto war im Unterhalt zu teuer. Ich versuche darüber nicht nachzudenken sondern macht dann einfach. Denn eine Wahl habe ich einfach nicht. Möchte ungern in Geldnot geraten.

          Danke für deine Worte

          Sonja

      (9) 30.07.18 - 14:43

      ??? Ich habe in keinem Wort hier Kälte gelesen!!!

      Nur weil sie - für sich und ihre Tochter - nicht im Selbstmitleid versunken ist sondern nach vorne schaut und versucht die Zukunft für beide bestmöglich zu gestalten?
      Das ist für mich ein Zeichen von Stärke und nicht von Kälte.
      Jeder geht mit dem Tod anders um, das darf man als Außenstehender nicht beurteilen. Das hier getrauert wurde und noch wird ist ja auch keine Frage.
      Mein Vater ist gestorben als ich Anfang 20 war, da mussten meine Mutter und ich auch weiter machen!!!

      Ich wünsche der Familie alles Gute für die Zukunft und eine möglichst sorgenfreie Zeit.

      Gehts noch???

      Und Deiner? 🙄

      Liebe TE, Du machst das großartig. Ich wünsche Dir alles Gute!

      Nein, das ist deiner. Kalt, gefühllos und frech.

      Bist wohl enttäuscht, dass kein ellelanger Jammerpost kam, der es dir ermöglicht hätte, dich in angeblichem "Mitleid" zu suhlen und schön am Leid anderer hochzugruseln?!

    (14) 30.07.18 - 15:36

    Und deine Antwort ist einfach nur

    unverschämt!

    Was ist daran kalt, wenn man alles realistisch betrachtet und sein Leben neu ordnet? Ich denke traurig wird die TE schon noch sein und wird noch längst nicht durch das letzte dunkle Tal hindurch sein. Aber so traurig so ein Verlust ist, sie muss ihr Leben weiterleben und danach richten. Es geht ja weiter, ob man nun will oder nicht.

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    Dieser widerliche Beitrag hat Sterne bekommen? Ist mir schlecht.

(18) 30.07.18 - 14:36

Freut mich, dass es dir und deiner Tochter gut geht.

Alles Gute #klee

(19) 30.07.18 - 14:39

Es freut mich, dass du dich mit der Situation arrangiert hast....

als kleine Idee... statt Möbel zu spenden würde ich erstmal versuchen die über E-Kleinanzeigen zu verkaufen, das sind zwar evtl. nur kleine Summen, aber wenn was zusammen kommt könntet ihr as nehmen um euch etwas schönes zu gönnen, was villeicht so nicht drin wäre ?!

  • (20) 30.07.18 - 15:02

    Hallo,

    ja, habe einiges auch schon verkaufen können. Alles ging da leider nicht weg. Die Möbel sind nicht so hochwertig. da wäre der Aufwand einfach zu hoch für mich. Ich habe eine Kollegin die selber sehr wenig Geld hat und ihr würde ich das auch gerne geben, wenn sie was gebrauchen kann. Kann auch sein das die Käufer einiges übernehmen und dann bleibt das einfach stehen. Mal sehen wie sich das entwickelt.

    Blöd ist bei den Möbeln auch: Wir brauchen die noch. So ohne Schreibtisch hier wäre jetzt etwas doof. *g*
    Meine Tochter hat einiges von ihrem Spielzeug verkauft, das Geld gehört dann ihr und sie hat sich dann auch was gegönnt. Ich spare immer lieber.

    Danke für deinen Beitrag

    LG Sonja

(21) 30.07.18 - 14:42

Ich wünsche Dir und Deiner Tochter weiterhin alles Gute! Egal, was "die Leute" sagen (oder hier schreiben) DU musst sehen, wie für Dich und Deine Tochter das Leben gut weitergeht. Wie Du das machst, geht sowieso keinen was an. Ich bin sicher, Dein Mann sähe es genauso. Macht ruhig weiter so, wünsche euch viel Glück#klee
LG Moni

(22) 30.07.18 - 15:05

Hallo!

Ich bewundere deine Stärke, wie sehr du nach vorne schauen kannst und nicht den Mut verlierst.

bitte lass dich nicht fertig machen. Natürlich fehlt Dir Dein Mann weiterhin, aber der Alltag funktioniert wieder, und das ist wichtig und richtig. Was anderes hätte er ganz sicher auch nicht gewollt.

  • (23) 30.07.18 - 15:18

    Hallo,

    ja ich bemühe mich sehr den Alltag weitergehen zu lassen. Bin da auch etwas hart gegen mich selber. Anders würde das nicht funktionieren. Aufgeben und rumjammern ist für mich keine Option. Immerhin leben wir ja noch und mein Mann hat mir auch gesagt das ich das auch alleine schaffen werde und ich möchte ihn ungerne enttäuschen. Damals als er die Diagnose bekam haben wir ja darüber gesprochen.
    Klar denke ich viel an ihn und ich vermisse ihn auch. Aber er ist nunmal nicht mehr da und kann mir nicht mehr helfen. Also mach ich das alleine. Kraft gibt mir auch der Gedanke das er mir das zutraut und natürlich auch meine Tochter.
    Das Leben mit meinem Mann war schön gewesen. Wir waren 17 Jahre verheiratet und sind durch Dick und Dünn gegangen. Den letzten Kampf haben wir verloren. Jetzt muss ich einfach alleine weiterkämpfen.


    Danke für deinen Beitrag
    Sonja

    • (24) 30.07.18 - 15:26

      Es passiert mir selten im Netz.....aber diese Worte von dir treiben mir grad die Tränen in die Augen.....vor Rührung.

(25) 30.07.18 - 15:17

Hi,
ich denke es war keine leichte Entscheidung das Haus abzugeben, viele Erinnerungen....
ABER wenn eine finanzielle Last weg ist, kann man Nachts besser schlafen und wieder nach vorne schauen.

Toll , wenn Dein Teenager Dich unterstützt , besser kann es nicht sein.

Viel Glück für die Zukunft, wer weiss was positives noch kommt!

lg
lisa

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