Kontakt zu Vater abbrechen?

Kontakt abbrechen?

    • (1) 02.08.18 - 06:49

      Hallo ich bräuchte mal einen Rat, ich weiß dass es schon recht viele Beiträge dieser Art gibt und doch finde ich keinen Fall der 100% vergleichbar ist mit meinem.
      Mein Vater und meine Mutter haben sich getrennt als ich noch sehr klein war, ich kann mich kaum an ihre gemeinsame Zeit erinnern. Ich bin bei meiner Mutter in der Stadt groß geworden und hab zwar relativ oft(soweit ich mich erinnern kann) mit meinem Vater telefoniert und hab ihn vielleicht 1 Mal im Monat gesehen und er kam an meinem Geburtstag und an Weihnachten zu Besuch, trotzdem war unser Verhältnis nicht, wie man es von einer normalen Vater-Tochter-Bindung erwartet, es war vielleicht eine Onkel-Nichte-Bindung. Es war ein ziemlich sporadischer Umgang, aber im großen und ganzen verstanden wir uns gut. Ich denke er ist generell nicht so die Vaterrolle gewöhnt. Und doch wollte ich immer bei meinem Vater leben da ich das nicht gewohnt war und immer die anderen Kinder mit ihren Vätern sah. Außerdem hat mein Vater mir so gut wie alles erlaubt, davon war ich als Kind natürlich auch angetan.
      Dann lernte er eine neue Frau kennen und ich freute mich unglaublich für ihn. Sie zog direkt bei ihm ein, und dann kam die Überraschung: Ich durfte zu ihm ziehen. Zu der Zeit war ich voll in der Pubertät und man muss sagen ich war kein einfaches Kind. Ich hatte allerdings mit der neuen Lebensgefährtin mehr als nur Streit, ich hab zwar ab und zu Mist gebaut aber dennoch ist das keine Rechtfertigung für das was sie getan hat. Sie wurde oft handgereiflich gegenüber mir und meinem Vater und, was noch viel schlimmer für mich war, sie hat mich psychisch einfach unglaublich fertig gemacht. Mein Vater stand immer zwischen den Stühlen da er sowohl mich, als auch seine Frau liebte und wusste nicht zu wem er halten sollte. Aber auch ihn hat es verletzt was passiert ist, zumal ich immer abweisender wurde, ihm und allen anderen gegenüber. Das hatte auch mit den psychischen Krankheiten und dem immer weniger werdenden Vertrauen zu Menschen zu tun, denn meine Stiefmutter hat wirklich mein Leben zur Hölle gemacht(ich möchte auf die Taten nicht genauer eingehen, das würde auch zu lange dauern). Mein Vater und meine Stiefmutter stritten sich andauernd wegen mir, meine Stiefmutter behauptete was für ein schrecklicher Mensch ich sei und mein Vater versuchte mich zu verteidigen, wobei sie auch auf ihn losgang. Mein Vater liebte sie zu sehr um sie zu verlassen, obwohl er es wollte. Ich hab mich immer schuldig gefühlt für die Streitereien dadurch wurde es noch schlimmer. Das führte schließlich zu schweren Depressionen und Selbstmordversuchen. Meine Stiefmutter schickte mich immer wieder zu Therapien und sagte ich solle normal werden. Dazu kam noch dass ich immer mit den Kindern meiner Stiefmutter verglichen wurde, und anhand ihnen immer schlecht gemacht wurde. Ich konnte mich bemühen wie ich wollte, ich konnte nie den Erwartungen meiner Stiefmutter und meines Vaters gerecht werden, dabei wollte ich einfach nur meinen Vater stolz machen. Doch das war er nie. Ich bin in der Stadt groß geworden und mein Vater lebt auf dem ländlichsten Dorf überhaupt, und die Menschen dort sind einfach komplett anders, deshalb konnte ich mich nie anpassen, ich hab mich dafür gehasst. Mein Vater immer sagte immer wie sehr er mich liebt, und gerade deshalb tat es so weh dass ich ihn enttäuschte. Schließlich schickte mich meine Stiefmutter nach einem weiteren Suizidversuch in eine Psychatrie, damit sie mich dort "normal machen". Das war für mich der Tiefpunkt und ich zog wieder zu meiner Mutter.
      Das ist jetzt knapp 2 Jahre her.
      Ich telefoniere heute nur selten mit meinem Vater, auch weil es mir nach diesen Ereignissen schwer fällt mit ihm zu reden. Am Telefon ist immer meine Stiefmutter im Hintergrund, hört zu und schreit mitten ins Telefonat wenn ihr etwas nicht passt. Besucht hab ich ihn seitdem vielleicht auch nur 5 Mal oder so. Auch weil mein Vater mit den Kindern meiner Stiefmutter ein tolles Verhältnis hat und auch mit der kleinen Enkelin meiner Stiefmutter. Es tut mir einfach so weh zu sehen dass er eine neue Familie und ein neues Leben ohne mich hat und wie glücklich er mit ihnen ist. Ich frag mich immer warum er mit ihnen so toll umgehen kann und mit mir nicht. Wenn ich dort bin ist alles geklärt zwischen uns aber unser Verhältnis ist sehr distanziert und sporadisch. Und immer wieder holt mich die Vergangenheit ein wenn ich meine Stiefmutter, die mich noch immer abgrundtief hasst, ansehe. Deshalb fällt es mir sehr schwer zu kommen, ich konnte auch einfach aus emotionalen Gründen nicht auf die Hochzeit der beiden gehen.
      Ich hatte vor ca. einem Jahr das erste tiefgründige Gespräch mit meinem Vater als ich mal mit ihm alleine war. Er hat mir unter Tränen gesagt wie sehr er mich liebt und wie weh es ihm tut dass ich mich so selten melde und wie selten er mich sieht. Das klingt komisch aber es tat mir so unglaublich weh das von ihm zu hören, weil ich wusste dass ich ihn enttäusche und verletze, es tut mir weh dass ich ihm weh tue. Und doch kann ich nicht anders, weil es mich einfach zu sehr verletzt meine Stiefmutter zu sehen und ihn, wie er glücklich mit seiner neuen Familie ist.
      Ich weiß er will dass ich ein Teil dieser Familie bin, aber es geht nicht, ich bin einfach anders als die und werde mich niemals integrieren können. Zumal ich nicht vergessen kann was in der Vergangenheit passiert ist und mich dank meiner Stiefmutter immer unerwünscht fühlen werde.
      Ich habe den Kontakt mit meinem Vater immer gehalten und bin zu ihm gefahren weil ich wüsste es würde ihn verletzen wenn ich es nicht tun würde. Und doch kann ich es nicht. Ich mach das nur für ihn.
      Jedes Mal nach einem Besuch bei ihm habe ich mehrere emotionale Zusammenbrüche und es geht mir wieder schlechter, obwohl ich sonst mittlerweile einen recht stabilen psychischen Zustand habe. Immer wenn ich mit ihm rede tut es weh. Immer wenn er mir sagt dass er mich lieb hat muss ich stundenlang weinen. Immer wenn ich ihn mit seiner neuen Familie sehe krieg ich das Bild nicht mehr aus dem Kopf und es verfolgt mich. Und immer wenn ich danach mit ihm rede und merke es gibt nichts worüber wir miteinander reden könnten weil wir zu verschieden sind ist es wieder wie ein Stich im Herz. Und vor allem: Immer wenn seine Frau mich auch nur anguckt kommt meine Depression wieder hoch.
      Ich liebe ihn auch so unglaublich und deshalb, weil ich weiß wie sehr er mich liebt, will ich ihn nicht verletzen.
      Aber es tut mir einfach zu sehr weh mit ihm Kontakt zu halten, es macht mich regelrecht fertig.
      Wenn ich den Kontakt abbrechen würde wäre mein Leben so viel besser, ich wäre glücklicher und hätte auch endlich mal Zeit an meinem Vaterkomplex(das typische "Daddy ich will dass du stolz auf mich bist") zu arbeiten und meine Erlebnisse zu verarbeiten und darüber hinwegzukommen. Die verfolgen mich nämlich jeden Tag, sodass ich kaum noch Lebensqualität habe.
      Aber meinen Vater würde es fertig machen, das weiß ich. Er würde sich fragen warum und wieso und würde es nicht verstehen. Er würde sich selbst die Schuld geben, und alle anderen würden mich verurteilen und für schuldig erklären, sagen ich sei ein schlechter Mensch.
      Den Kontakt abzubrechen wäre das egoistischste was ich jemals getan hätte, aber ich glaube manchmal muss man egoistisch sein oder? Weil ich weiß so geht das nicht weiter, das macht mich zu sehr fertig.
      Und kann man jemals drüber hinwegkommen? Kann man jemals seinen Vater vergessen und aufhören ihn zu lieben, sodass er nur noch irgendeine Person aus der Vergangenheit ist?
      Ich weiß der Text war sehr lang und es würde mich sehr wundern wenn ihn jetzt überhaupt jemand bis zum Ende durchgelesen hat(ich hab den Text auch mehr für mich geschrieben weil ich es irgendwie loswerden musste). Aber wenn es doch jemand getan hat, dann danke dafür und ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen, es wäre wirklich wichtig für mich.
      Schon mal danke im Vorraus für jeden Rat und Kommentar,
      VaterKomplex (ein besserer Benutzername ist mir momentan nicht eingefallen, aber es passt ganz gut)

      • Triff dich immer alleine mit deinem Vater. Besprich das mit deinem Therapeuten, evtl kann dein Vater dazu kommen.

        Ohne Indikation kommt man nicht in die Psychiatrie. Und falls du nicht volljährig bist, entscheidet immer noch der Erziehungsberechtigte. Wie lange warst du da?

        • Das ist ein weiteres Problem, ich kann mich nicht alleine mit meinem Vater treffen, da meine Stiefmutter ihm nicht erlaubt mich zu besuchen, und wenn ich zu ihm komme muss ich zwangsweise bei ihm übernachten, da er ziemlich weit weg wohnt und es sich für einen Tag nicht lohnt.
          Ich war dort ca. einen Monat. Wie gesagt ich war durch diese Sache psychisch schon sehr fertig und mir wurden diese psychischen Krankheiten auch diagnostiziert. Aufgrund meiner Suizidversuche und der daraus resultierenden ernsten Lage musste ich per Gerichtsentschluss dort bleiben, meine Eltern hatten da kaum was zu melden.

      Es muss ja kein kompletter Kontaktabbruch sein, aber vielleicht ist es wirklich besser für Dich, wenn Du erstmal intensiv an Deinen Themen arbeitest udn wieder auf den Damm kommst.

      Was ich nicht verstehe: Beim Papa leben hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt, wieso waren da erst Psychiatrieaufenthalte und Suizidversuche nötig um zu erkennen: Klappt nicht, ich ziehe zurück zu Mutti/Klappt nicht, ich hole mein Kind zurück zu mir/Klappt nicht, ich lege meinem Kind nahe, wieder zur Mutter zu ziehen.???

      • Das war auch schon vorher öfter ein Gespräch und größeres Thema, aber ich war zum Einen ein ziemlicher Sturkopf. Meine Mutter meinte immer ich würde mit meinem Vater nicht so gut klar kommen und dass, wenn ich mich für den Umzug entscheide, es kein zurück gäbe. Natürlich wollte sie nur dass ich mir sicher bin aber ich wollte es ihr "beweisen" dass ich es doch kann. Zum Anderen wollte ich meinen Vater nicht verletzen. Meine Mutter ist ihm damals auch weggelaufen und ich hätte das gleiche getan. Er meinte auch oft zu mir wie froh er wäre mich zu haben

    Dein Vater ist ein Maulheld.

    Wäre deine Geschichte anders herum, also ginge es um deine Mutter und deinen Stiefvater, würde deine Mutter hier in der Luft zerissen, weil sie sich nicht schützend vor dich gestellt hat, sondern der neue Mann wichtiger war als du.

    Statt zu dir zu stehen, belastet er dich nur mit seiner Rumheulerei, der aber offensichtlich nie Taten folgten.
    Hak ihn ab, dazu wirst du sicher professionelle Unterstützung brauchen.

Hallo "Kleine",

Das ist überhaupt nicht böse gemeint, aber ich finde, aus deinem Text kann man das kleine Mädchen raushören, dass einfach nicht weiter weiß.

Du hast da ein ganz tolles Exemplar von Stiefmutter erwischt. Schön klassisch aus den Märchen. Das tut mir leid!

Mir kam bereits sehr früh im Text der Gedanke, dass du den vollständigen Kontaktabbruch eigentlich nicht willst. Du willst sich nur von dem negativen Scheiß befreien!

Das solltest du auch tun!

Gehst du regelmäßig zur Beratung oder Therapie? Wenn ja, besprich das mit der Person. Holt dann deinen Papa ALLEINE dazu.
Sag ihm dann im durch den Therapeuten moderiertem Rahmen, was du uns hier geschrieben hast. Das du ihn lieb hast und dein einziger Wunsch es immer war, ihn stolz zu machen. Ich glaube, du möchtest den Kontakt zu Papa nicht abbrechen. Wenn ich recht habe, sag ihm klar und deutlich:

Du möchtest dich NUR mit ihm Treffen. Eis essen, Ausflüge in einen Freizeitpark oder what ever. Aber NUR mit ihm.

Wenn er dazu keinerlei Einsicht zeigt, dann würde ich einfach deutlich sagen, dass du in dem Fall dann auch keinerlei Kontakt mehr wünscht. Er weiß doch mindestens so sehr wie du, was da so mit dem Schwiegermonster vorgefallen ist! Wenn er dich liebt, wird er diesen Abbruch nicht wollen. Zur Not muss er eben seiner Frau die Stirn bieten und seine Entscheidungen als erwachsener Mann und Vater für sich treffen!

Werde wohl nie verstehen, wie man als Vater jemanden heiraten kann, der mein Kind hasst und ihm Gewalt antut. Aber gut, er hat sich so nunmal entschieden.

Wenn du keine regelmäßige Therapie machst, dann nimm Kontakt zu einer Beratungsstelle auf (Caritas, AWO, Jugendamt, SkF....), erkläre dein Anliegen und bitte um Begleitung bei diesem Gespräch. Das verleiht dem ganzen eine Entschlossenheit, die dein Papa ganz sicher spüren sollte!

Du möchtest Kontakt zu ihm, aber auf gar keinen Fall zu seinem Anhang, weil dieser dir nicht gut tut und noch nie gut tat!

  • Ja du hast absolut Recht, ich bin erst 18 und ich weiß wirklich nicht weiter, aber ich denke mein Alter spielt hier keine Rolle, ich bin einfach hier weil ich Hilfe brauche.
    Danke für deine Antwort, die hat mir wirklich geholfen, ich denke ich werde das in der Art mal versuchen.
    Allerdings könnte das nicht allzu einfach werden, mein Vater wohnt recht weit weg und einfache Unternehmungen werden da kaum möglich sein. Vor allem weil seine Frau es ihm nicht erlaubt. Und mein Vater wollte ihr schon so oft die Stirn bieten aber er kann es einfach nicht. Er ist was das angeht ein Feigling, genau wie ich. Deshalb könnte es schwierig werden ein Gespräch mit ihm zu führen, in dem ich das sage was ich denke. Es ist wie eine Blockade, ich sitze vor ihm und krieg kein Wort heraus aufgrund der schlechten Erfahrung. Aber mir ist bewusst dass es sein muss, ich weiß nur nicht ob ich es kann.
    Und du hast Recht ich will den Kontaktabbruch nicht, aber ich weiß keine andere Möglichkeit und selbst wenn ich mich mit meinem Vater alleine treffen würde, ich wüsste nicht worüber ich mit ihm reden sollte. Und er würde immer wieder versuchen, mich dazu zu überreden, doch mal wieder etwas mit ihm und seiner Frau zu machen.
    Nochmal danke für die schnelle und hilfreiche Amtwort

    • Wenn Reden nicht geht, dann schreib ihm eine Email. Das ist völlig ok.

      Und nein, du brichst den Kontakt gar nicht ab, sondern sagst ihm nur, dass du Kontakt halten willst. aber eben anders.

      Telefonate ohne seine Frau in Hörweite. Treffen auf "neutralem Boden". Das ist nicht mehr als Recht und Billig.

      Wenn dein Vater zu feige dazu ist, dann ist das seine Schuld und er bricht sich damit selbst das Herz. Aber du brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen haben.

      Ich melde mich nun nochmal zu Wort.

      Ja, deine Sorge, in dem Moment, in dem es darauf ankommt, nicht den Mund aufzubekommen, kann ich nachvollziehen.

      Deshalb die Beratungsstelle. Zuallererst gehst du selbst hin. Dort erklärst du dein Problem und beschreibst das, was du dir von diesen fremden erhoffst. Eben das sie dich in diesem Gespräch unterstützen. Das ist ihr Job und das tun diese Menschen in der Regel gut! Du besprichst mit diesem Menschen ganz genau, was für sich wirklich wichtig ist. Was du Papa auf jeden Fall zu sagen wünschst. Und dann sag ihnen, dass du Angst hast, wenn er dann vor dir sitzt, nicht den Mund auf zu bekommen.

      Da Papa bereits massiv unter Fraus Pantoffel steht, könntest du ja fragen, ob es möglich wäre, das die Institution ihm eine Einladung zu einem Gespräch zuschickt, vielleicht sogar so allgemein formuliert, dass seine Frau gar nicht weiß, worum es genau geht.

      Und dann trefft ihr dort aufeinander. Der Mensch, der dann schon alles weiß, was du da wirklich erreichen möchtest, wird die Gesprächsführung für dich übernehmen! Er wird gezielt Fragen stellen, die genau auf das hinauslaufen, was du ja Papa gegenüber los werden möchtest! Und so kommt ihr ins Gespräch, ohne das du vor Druck und Sorge gar nichts sagst.

      Mach das nicht alleine. Mach es ganz offiziell über eine Institution wie z.b. die Caritas.

      Trau dich!

      Und wenn dein Papa beginnt zu weinen und dir erzählt, wie sehr er dich vermisst und liebt, dann kannst du ihm ganz ruhig, aber ehrlich antworten:

      "Papa, ich hab dich auch lieb und würde dich gerne öfter sehen und sprechen. Aber ich kann und ich will das nicht mit xxxxx. Du bist erwachsen und in der Pflicht, mich zu schützen. Und wenn du mich so lieb hast, wie du sagst, dann musst du dich durchsetzen und dir nicht länger den Umgang mit deinem Kind verbieten lassen. Du musst entscheiden, was für dich wichtiger ist. ICH aber habe für mich entschieden. Entweder du stehst deinen Mann und kannst mich ab und zu besuchen sowie mit mir telefonieren, ohne das deine Frau mich im Hintergrund nieder brüllt oder wir brechen den Kontakt ab, weil ich mich dann eben gezwungen sehe, mich selbst zu schützen."

      Alles liebe dir!

Hey 😊
Ich muss sagen, ich hab deinen Text nicht ganz zu Ende gelesen. Aber ich lese heraus, dass deine Stiefmutter erfolgreiche Arbeit geleistet hat.
warum gibst du dir die Schuld an allem?
Warum heult dein Vater dir vor, wie sehr er dich liebt, wenn du ihm doch nie gut genug warst?!
Das ist ziemlich manipulativ.
Ich würde den Kontakt abbrechen, dein Vater hat kein Rückgrat und steht nicht zu dir, dir wird es in seiner Gegenwart immer schlecht gehen.
Wie kann er er sagen er liebt dich und gleichzeitig zulassen,dass du psychisch so kaputt gemacht wirst?
Ich denke, du musst eine längere Therapie machen, vielleicht sogar in eine Klinik gehen und das alles aufarbeiten und verarbeiten.

Alles Gute !!

Hallo!

Also ich bin stinksauer auf deinen Schlappschwanz von Vater. Und ich hoffe, du kannst das auch noch so sehen.

Dein Vater hat Dich nicht vor seiner Frau geschützt, obwohl sie dich misshandelt hat. Und auch jetzt schafft er es nicht mal, sich so weit durchzusetzen, dass er Dich alleine besuchen kann, sondern lässt sich das verbieten.

Dein Vater ist viel zu schwach und erzählt zwar was von Liebe, aber offenbar liebt er dich nicht genug, um zu sehen, dass seine Frau alles andere als liebenswert ist. Himmel, er hat zugesehen, wie seine Frau sein eigenes Kind misshandelt, und er hat Dich nicht geschützt!

Dein Vaterhat sich diese Frau ausgesucht, wenn er mit ihr und ihrem Terror-Regime, ihren Verboten und Vorschriften leben will, ok, ist seine Sache. Aber Dir ein schlechtes Gewissen machen und Dich drängen, dich weiterhin dieser Person auszusetzen, nur weil er kein Rückgrat hat - das geht gar nicht.

Ich kann Dir nur raten, ihm zu sagen, dass er Dich gerne besuchen kann, oder ihr euch irgendwo zwischen euren Wohnorten in einem Gasthaus trefft, um in Kontakt zu bleiben. Aber er kann nicht von Dir verlangen, dass du dich wieder den seelischen und körperlichen Misshandlungen durch seine Frau aussetzt.

Mensch, Mädel, du bist noch so jung und hast jetzt schon massive Probleme. Er dagegen ist erwachsen und hat sich die Situation, in der er lebt, selbst ausgesucht.

Mach ihm klar, dass es nicht an Dir ist, diese Situation zu ertragen, nur weil er zu feige ist. Wenn er Dich so sehr lieben würde und unter der Trennung so sehr leiden, dann muss er eben den Stress mit seiner Frau durchstehen. Er ist erwachsen und psychisch stabiler als du, das ist ihm wirklich zuzumuten.

Und das darfst du auch deinem Umfeld so sagen: du würdest ihn gerne treffen, aber alleine. Nicht du verhinderst den Kontakt, sondern ER.

Ich würde auch nicht mehr mit ihm telefonieren, wenn er es nicht mal da schafft, sein Handy zu nehmen und Dich 100 Meter von dieser Person entfernt anzurufen, sondern zulässt, dass die mit reinbrüllt.

Sorry, aber ich bin echt wütend, wie jemand einerseits rumjammern kann, dass er dich so liebt und sehen will, und andererseits zulässt, dass dir sowas angetan wird!

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