Schlechtes Gewissen

    • (1) 07.08.18 - 22:39

      Hallo Mamis ­čĺľ wie macht ihr das manchmal, ich f├╝hle mich manchmal Abends so schlecht, hab das Gef├╝hl das ich meiner grossen Tochter nicht mehr so gerecht werden kann, die kleine ist 4 Wochen alt und nimmt viel Zeit in Anspruch , oft wenn ich der grossen verspreche das wir gleich spielen oder sonstiges f├Ąngt die kleine an zu weinen und braucht meine Aufmerksamkeit. Hmmm ich bin so unzufrieden... wem geht es auch so ? Muntert mich auf!

      • Meiner Meinung nach, kann man so auch nicht machen.
        Du kannst ja Deine gr├Â├čere Tochter nicht immer links liegen lassen, weil die Kleine Aufmerksamkeit braucht.
        Die braucht die "Gro├če" ja auch.
        Die Kleine wird ja noch viel schlafen, dann hast Du Exclusivzeit mit Deiner ├Ąlteren Tochter.

        • Ich lasse sie ja auch nicht links liegen davon spreche ich auch nicht und w├╝rde das auch nicht tun, nur die kleine hat es irgendwie raus das immer zu dem Zeitpunkt wo sie eigentlich schlafe sollte und man Zeit f├╝r die Grosse haben k├Ânnte wieder Alarm zu machen, ich versuche mich nat├╝rlich trotzdem und nebenbei mich um die grosse zu k├╝mmern das klappt auch aber ich bin innerlich traurig das sie nun wieder nur die Aufmerksamkeit teilen musste obwohl sie dran w├Ąre. Das erf├╝llt mich im Moment nicht so und macht mir ein doofes Gef├╝hl im Bauch.

          Soll sie die Kleine links liegen und br├╝llen lasse und sich mit der Gro├čen besch├Ąftigen? Die Gro├če kann sich mehr oder weniger bestimmt allein versorgen, die Kleine im Gegenzug - nicht! Da muss die Gro├če nun durch. Man kann nicht zwei Kinder, unterschiedlicher Altersgruppe gleich behandlen. Wie auch schon geschrieben wurde, soll die Gro├če mit anpacken, da w├╝rde ihr bestimmt Spa├č machen, denn die Kleine ist ja wie eine Puppe.
          Man braucht da kein schlechtes Gewissen zu haben. Man kann mit der Gro├čen reden und ihr erkl├Ąren, warum Mama nun zu der Kleinen muss. Lieb und mit vielen Beispielen reden. Ich weiss aber nicht wie alt die Gro├če ist; ob sie alles soweit versteht...

      Die Umstellung von 1 auf 2 Kinder fand ich pers├Ânlich am Schlimmsten ­čś▒, v.a. da Nr. 2 extrem fordernd war. Erschwerend kam hinzu, dass man mein Mann just zu diesem Zeitpunkt dienstlich versetzt wurde (war dann nur am WE daheim) und wir keine Familie hier haben (wohnen viel zu weit weg).....Ergo: Ich war fix und fertig damals ­čśş.
      Den Dreh raus hatte ich ca. als das Baby knapp 3 Monate alt war. Baby lebte tags├╝ber in der Tragehilfe (er wollte partout nicht abgelegt werden), der ÔÇ×LadenÔÇť lief ab da reibungslos ­čśÄ.

      Ich empfehle dir (wenn dein Baby es mag) TT oder Tragehilfe f├╝r tags├╝ber und du hast beide H├Ąnde f├╝r dein ÔÇ×gro├česÔÇť Kind frei oder HH etc..
      Dr├╝cke deinem Mann so oft es geht das Baby in den Arm und mache exklusiv was mit der Gro├čen. Oder gibt es Gro├čeltern etc., die mit dem Baby spazierengehen k├Ânnen?
      Binde deine Gro├če so gut es geht in die Babypflege mit ein. Geht sie denn schon in den Kiga?

      Und zu guter Letzt: Hab noch ein wenig Geduld mit dir ­čśś­čśś

      Setz dich nicht so unter Druck! Deine Kleine ist erst 4 Wochen alt und ihr seid noch mitten in der Umstellung. Es wird sich alles einspielen. Aber das braucht seine Zeit.
      Deine Kleine wird gr├Â├čer und der Rhythmus verl├Ąsslicher.
      Bei zwei Kindern muss halt immer mal wieder einer zur├╝ck stecken. Das ist halt so. Und das finde ich auch ├╝berhaupt nicht schlimm! Du liebst sie und gibst dein Bestes! Mehr kann keiner verlangen.

      Alles Gute

    • Guten Morgen.
      Ich kann dich sehr gut verstehen. Mir ging es die ersten Wochen genauso. Unsere zwei kamen mit einem Abstand von 16 Monaten auf die Welt. Unsere Tochter wird n├Ąchste Woche zwei Jahre und unser Sohn ist circa sieben Monate alt.
      Die ersten Wochen war es f├╝r mich wirklich seeeeehr schwer und das schlechte Gewissen riesig, weil unsere Tochter nat├╝rlich das volle Aufmerksamkeitsprogramm gewohnt war und das nun nicht mehr funktionierte. Wir haben ja nur 2 Arme...
      Ich habe trotzdem versucht sie ├╝berall einzubinden. W├Ąhrend ich z. B. unseren Sohn gestillt habe, hat sie auf meinem Scho├č gesessen und ich habe mit ihr B├╝cher angeschaut.
      Sie hat allerdings schnell gemerkt, dass der kleine Bruder auch Aufmerksamkeit braucht und dass sie nur etwas warten muss bis sie dran ist und es war ok.Am Anfang ist es einfach normal, das es wirklich sehr schwer ist - es muss sich alles erst mal einspielen.. Du kannst nicht immer beiden gerecht werden, das ist ein Ding der Unm├Âglichkeit. Ich habe auch lange gebraucht um das f├╝r mich im Kopf klar zu haben.

      Die Kinder verstehen das aber meistens intuitiv und sp├╝ren auch, dass du Dich auch um das Geschwisterchen k├╝mmern musst und sie deswegen nicht weniger liebst.
      Nach f├╝nf Monaten ungef├Ąhr wurde es bei uns wirklich deutlich leichter.
      Unsere Tochter wurde reifer und hat ein besseres Verst├Ąndnis und der Rhythmus hat sich einigerma├čen eingespielt.
      Im Moment h├Ąlt sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen, weil ich denke, dass es f├╝r das gr├Â├čere GeschwisterKind gar nicht von Nachteil ist, dass es lernt, dass sich die ganze Welt nicht nur um ihn dreht.
      Wenn man den Tag so strukturiert, dass beide Kinder ihre spezielle Zeit mit Mama haben, wo sie ihre volle Aufmerksamkeit bekommen, dann kommen die damit auch super zurecht wenn sie zwischendurch auch mal warten m├╝ssen. Das ist nat├╝rlich nur meine Meinung und unsere Situation.
      Hab kein schlechtes Gewissen, es wird ganz sicher besser.
      Wenn ihr erst mal einen (mehr oder wenigen) festen Rhythmus habt (Ausnahmen gibtÔÇÖs nat├╝rlich immer), dann kannst Du die Zeit mit Deiner gro├čen auch viel besser planen.
      Alles Liebe und Gute Euch. ­čŹÇ

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