Ohrfeige

    • (1) 14.08.18 - 08:14

      Möchte anonym meine geschichte erzählen, beschäftigt mich sehr.
      Am sonntag hat mir mein mann eine ohrfeige gegeben, dass ich kurz sternchen gesehen habe.
      Zur vorgeschichte:
      Am sonntag hatte mein papa geburtstag, wurde getrunken und es war ganz nett. Meine schwester und mein schwager waren auch da und mit diesen haben wir derzeit ein bisschen probleme wegen bepflanzung eines zauns, dadurch mindesthöhe abstand grenze,....... Sie sind sehr ungut geworden, als schwester würde ich ganz anders reagieren zu ihr..... Ich bin ein mensch der harmoniebedürftig ist. Bei mir muss das problem angesprochen werden, darüber geredet werden und abgehackt werden. Früher habe ich mich nicht getraut meine meinung zu sagen, jeder konnte auf mein kopf schei..en. Abr jetzt bin ich gestandener, versuche zu meinet person zustehen. Dadurch hatten mein mann und ich auch oft streit.
      Am sonntag hat mir meine schwester babysitting angeboten. Ich bejahte.
      Zu hause hat mir mein mann gesagt dass er nicht will dass sie auf unsere tochter schaut.. Wir diskutierten bis er seine tasse kaffee auf den boden schlug aufsprang und richtung haustüre verschwand, ich hinterher und gefragt ob er noch alle tassen im schrank hat und dann hat er mir eine geohrfeigt. Dann bin raus aus dem haus. Spazieren. Er hat sich entschuldigt und ich glaube auch dass er nicht mehr macht, dennoch ist was kaputt gegangen und ich ich habe angst, mit ihm zu reden und ich habe angst dass er es nichmal macht.
      Ich kann sehr ungut sein,provozieren.... Aber am SO da war nix.......

      • Es klingt für mich nicht, als hätte sich etwas geändert, seitdem du dir früher hast „auf den Kopf scheissen“ lassen. Im letzten Satz sagst du ja noch entschuldigend: „ich kann auch sehr provozieren.“ Als könnte es Situationen geben, in der du eine Ohrfeige „verdienst.“ Du bringst dich damit in eine krasse Opferposition.
        Eine Ohrfeige ist eine absolute Grenzüberschreitung und bei mir wäre es nicht mit einer simplen Entschuldigung getan. Entweder hätte ich die Wohnung mit Kind verlassen oder der Kerl hätte sich (zumindest vorübergehend) eine neue Bleibe suchen dürfen. Und ich würde in Ruhe darüber nachdenken ob und wie ich diese Beziehung fortführen wollte. Im Übrigen könntest du ihn anzeigen.
        Ganz zu schweigen davon, dass ich mein Kind nicht in der Nähe von jemandem haben möchte, der mich derartig demütigt. Am Ende übernimmt sie deine Opferhaltung.
        Vielleicht könntest du mit einer professionellen Fachpersonal sprechen, zB von einem Frauenhaus in deiner Nähe.

        Das ist eigentlich unverzeihlich.
        Also ganz im Ernst, würde es hier jemals so weit kommen und mein Mann mit eine knallen, wäre mein Kopf sicherlich nicht mehr dran. Ich hätte dann immer Angst, wie und ob ich überhaupt was sage. Ich wäre eingeschränkt in meinem Leben jnd hätte kein Vertrauen mehr. Wir sind 12 Jahre zusammen und glaub mir hier hab es auch schon Auseinandersetzung, aber ich wusste, dass ich immer meine Meinung sagen kann, ohne angst zu haben eine geknallt zu bekommen.

        Ich würde auch auf Abstand gehen und hätte warscheinlich zu doll Angst das es wieder passiert, denn die Hemmschwelle ist jetzt weg.

        • >> ... aber ich wusste, dass ich immer meine Meinung sagen kann, ohne angst zu haben eine geknallt zu bekommen.<<

          Ich denke, so geht es allen, bis es tatsächlich passiert ...
          Es glaubt ja auch keine Frau, dass ihr Mann fremd gehen würde,
          sie sich in einen anderen verlieben könnte,
          etc.pp.

          Wenn man das nur alles vorher so genau wüsste ... so ist das Leben.

      Hallo,

      das tut mir sehr leid. Bei Euch scheint generell der Wurm drin zu sein und das hat das Fass zum überlaufen gebraucht. Ich würde die Sache nicht so ab tun. Du hast Angst, mit ihm zu sprechen und Angst vor weiteren Schlägen? Nein, das geht nicht. Bei mir wäre hier Schluss.

      LG

      Deine Angst ist berechtigt, wenn erstmal eine Blokade gefallen ist, dann ist die Chance auf Wiederholung etxrem hoch.

      Eine Entschuldigung reicht da definitiv nicht aus. Kannst du erstmal auf Abstand gehen - vielleicht zu einer Freundin mit deinem Kind.
      Überleg Dir in Ruhe ganz genau was du in deinem Leben willst.

      Deinem Mann würde ich einen Brief hinterlassen - in dem Du ihm klar sagst, dass Du Angst hat und daher Abstand brauchst.

    • (7) 14.08.18 - 10:11

      Alleine das du Angst hast mit ihm zu sprechen zeigt alles. Angst vor was? Mit seinem Ehepartner sollte man über alles sprechen können - ohne Angst.

      Ich würde es nicht bei einer Entschuldigung belassen.
      Wie ist er sonst beim Streit? Tassen schmeissen und schlagen wegen Pillepalle halte ich nicht für normal und er sollte mal zum Arzt damit. Das wäre auch die Voraussetzung für ein weiteres Miteinander.
      Eigentlich gehört der Typ angezeigt und in den Hintern getreten, das würde ich ihm auch ganz deutlich sagen!

      Zuerst mal, Fühl dich gedrückt

      Du hast ja schon ein paar hilfreiche Antworten bekommen.
      Auch ich kann mich denen nur anschließen und dich bestärken, dies nicht auf sich beruhen zu lassen.
      Mag sein, dass es deinem Mann unendlich leid tut. Aber er hat es einmal getan. Wenn dies nun ohne Konsequenzen bleibt, ist die Versuchung groß es ein zweites Mal zu tun.
      Was wäre, wenn das nächste Mal die flache Hand aufgrund großer Wut zur geballten Faust wird?

      Überlege dir: wenn das nächste mal ein Thema aufkommt, über das ihr verschiedene Meinungen habt, kannst du deine Position vertreten? Oder wird die Angst siegen und du gibst nach?

      Wirst du jemals wieder deinen Standpunkt vertreten können?

      Ich denke nicht, dass nach einer solchen Aktion dies noch möglich ist. Und wenn man seine Vorstellungen in der Beziehung nicht mehr vertreten kann ist die Zeit gekommen, das ganze zu beenden.

      Du musst dies auch nicht alleine tun. Es gibt viele Stellen, die Frauen in deiner Situation helfen. Sie helfen dir den Weg der Trennung zu bestreiten ohne Angst vor deinem Mann haben zu müssen.

      Du wirst nicht alleine sein und durch diese Situation nicht alleine gehen müssen.
      Hab Mut und zeige ihm, dass er so niemanden behandeln kann.

      Ich wünsche dir das Beste für dich und deine Tochter ♥

      (10) 14.08.18 - 11:38

      Da er seine Tasse Kaffee auf den Boden schlug, hatte er eindeutig nicht mehr alle Tassen im Schrank. Rein logisch gesehen.

      Körperliche Gewalt ist für mich ein absolutes No-Go. Was aber die Krönung wäre, ..... - schlüge mir jemand an den Kopf.

      Was Du daraus machst, ist Deins. Ich wäre ein personifizierter Vorwurf oder - was noch wahrscheinlicher wäre - weg.

      Hallo!

      er hat die Fassung verloren, wollte nur noch weg, du bist hinter ihm her - sorry, aber das war eine Grenzüberschreitung von Dir. Er wollte eben weg, um sich wieder in den Griff zu bekommen, aber du hast ihn nicht weg gelassen.

      Das war der eigentliche Auslöser der weiteren Eskalation.

      Natürlich ist eine Ohrfeige eine ernste Sache, aber bitte sehe auch DEINEN Anteil an der Geschichte. Die erste Grenzüberschreitung kam von Dir.

      • Dann ist aber die Frage, ob eine Tasse zu Boden werfen im Streit nicht auch eine Grenzüberschreitung ist.. Da man nicht weiss, ob er gegangen ist mit den Worten: ich möchte bitte alleine sein, lass mich eine Weile in Ruhe, oder einfach Tasse auf den Boden knallen und rausgestürmt, ist das schwer zu beurteilen. Jedoch würde ich, falls mein Partner letzteres täte, durchaus hinterher und nachfragen, ob er eigentlich noch ganz sauber ist. Wenn das eine Grenzüberschreitung ist..
        von mir aus.
        Aber wenn, dann war wohl die Tasse der Auslöser.
        Aber mit einer Ohrfeige kann man das wohl kaum gleichsetzen und es ist durch nichts zu rechtfertigen.

        • Jemanden am weggehen zu hindern ist schlimmer als ein paar Scherben.

          Ja, instinktiv hinterhergehen und weiterschimpfen - je, würde ich wohl auch machen, aber richtig ist es deswegen eben immer noch nicht.

          Wobei halt überhaupt ein Streit total eskaliert ist, der vermeidbar gewesen wäre.

      Bäh. Das ist hoffentlich nicht dein Ernst. Sie wurde geschlagen. Und du machst ihr einen Vorwurf, weil sie ihrem Mann vorher hinterher gelaufen ist? Das nennt man Victim blaming, kommt auch gut bei kurzen Röcken und so. Liebe TE, dein Verhalten war vielleicht nicht super aber wirklich total normal. Das Verhalten deines Mannes allerdings ist nicht zu entschuldigen. Du hast Kinder, was würdest du ihnen in deiner Situation raten? Suche dir Hilfe und schütze euch. Viel Kraft und alles Liebe

      • Jetzt stell es bitte nicht so dar, als hätte er sie grün und blau geschlagen.

        Da ist ein Streit total eskaliert, und daran hatten BEIDE ihren Anteil. Er verliert total die Fassung und knallt eine Tasse auf den Boden und will dann nur noch weg, und sie hindert ihn daran, läuft hinterher und keift eher noch lauter.

        Ja, er hat großen Mist gebaut in der Situation, aber sie hat auch nichts, aber auch gar nichts zur Deeskalation beigetragen.

        Das sind die Voraussetzungen, und nicht "ab ins Frauenhaus, schütz deine Kinder vor dem gewalttätigen Mistkerl". Sondern zwei Erwachsene die beide einen Anteil an der Eskalation haben.

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