Traurige Verwandtschaft. ..

    • (1) 15.08.18 - 20:20

      Ich bin etwas traurig. Ich weiß das ich anscheinend zu hohe Ansprüche an meine Verwandtschaft und Familie habe aber grade macht es mich trotzdem sehr traurig.
      Der Auslöser ist der, dass mein Mann für 5 Tage verreist. Also bin ich mit meiner 15 Monate alten Tochter alleine und zudem in der 16 ssw. Damit mir nicht ganz die Decke auf den Kopf fällt hab ich meine Mama angerufen und wollte fragen ob sie die nächsten Tage mal Zeit hätte. Darauf kommt immer nur sie muss arbeiten.
      Was auch stimmt, sie muss viel arbeiten aber für meine Nichte hat sie in der Woche 5 mal Zeit. Ich hab das auch schon mal mehrmals angesprochen und bin einfach nur traurig darüber das meinem Kind dieser innige Oma, Opa Kontakt verwehrt bleibt.
      Ja dann hab ich den Onkel gefragt ob er mal am Wochenende Lust hätte mit der kleinen und mir auf den Rummel zu gehen zum Kindernachmittag. Bisschen Karussell fahren, ein Eis essen und wieder nach Hause. Er hat schon was vor. ( er hat immer Samstags was vor wenn ich anrufe) . Also es ist auch nicht das erste mal das er keine Zeit hat. Und es ist auch nicht so das ich ständig anrufe und frage ob jemand zeit hat.
      Vielleicht bin ich grade jetzt einfach geknickt da es ja jeder wusste das mein Mann weg ist und keiner hat mal gefragt ob ich Unterstützung brauche bzw. Ob wir Zeit hätten.
      Ich hab mir Familie immer anders vorgestellt. Das die Omas und Opas gerne ihre Enkel sehen. Das es lustige Onkels und Tanten gibt die den Kindern Sachen beibringen was Eltern halt nicht machen. Das es natürlich nicht immer so ist, ist mir auch bewusst. Stattdessen stehe ich so gut wie immer alleine da mit meiner Maus.
      Letztens hab ich meine Eltern gefragt ob die Maus im September bei ihnen übernachten könnte. Wir wären auf einem Geburtstag eingeladen der weiter weg ist. Bei mir heist es: das weis ich doch jetzt noch nicht. Bei meiner Schwester heist es: ja klar das bekommen wir schon hin.
      Meine SE sind im Urlaub deshalb habe ich sie nicht erwähnt, sie nehmen die kleine sehr gern.
      Ach weiß auch nicht, musste mir mal Luft machen. 😔

      • Ich vermute das ihr mit der betreffenden Verwandschaft einen sehr unregelmäßigen Kontakt habt . Ich kann mir aber kein Urteil erlauben an wem es liegt.

        Sollte es die erste Übernachtung deiner Maus bei deinen Eltern sein kann ich verstehen das sie dies nicht möchten. Ich hätte es auch abgelehnt wenn das Kind vorher noch nie bei mir übernachtet hätte und die Eltern weiter weg fahren.

        Versucht euch langsam anzunähern. Vor allem auch in der Zeit in der dein Mann zu hause ist.

        • Ja unregelmäßig ist der Kontakt, das stimmt. Obwohl meine Eltern nur 10 min von uns weg wohnen. Bestimmt liegt es auch an mir. Da ich einfach nicht immer betteln möchte, selbst wenn es nur mal um eine Stunde Betreuung geht. Und wahrscheinlich zuviel erwarte. Der Unterschied zu meiner Schwester ist, sie hat nur die Familie( also meine Eltern und ihre SE) und eine Freundin. Wir haben viele Freunde teilweise in anderen Städten. Trotzallem war und ist mir Familie immer wichtig gewesen. Die kleine hat schon drei mal bei meinen Eltern übernachtet. Ja aber ich glaube irgendwie hast du doch Recht. Wen ich bei meinen Eltern bin weiß ich auch gar nicht was ich mit ihnen reden soll. Also vor allem mit meiner Mum. Den egal was ich erzähle entweder sagt sie nichts dazu oder sie ist anderer Meinung. Ja uns dann gehe ich auch nicht so gerne zu meinen Eltern. Bei meiner Schwester ist es anders , sie denken sehr gleich und erzählen sich auch viel und sehen sich eben sehr oft in der Woche. Ich glaube das wünsche ich mir auch irgendwie aber es wird wohl nie so sein. Ja und zum Onkel versuche ich schon regelmäßig den Kontakt zu halten. Ich schicke Bilder und erzähle von ihr und er ist ja auch der Patenonkel. Frag des öfteren ob er Zeit hat. Aber ich will ja auch nicht immer nachfragen und es wäre einfach mal schön wenn die anderen auch mal fragen würden . Ich glaube das ist mein Problem.

          • Irgendwie sieht es aus ob ihr ein Kommunikations-Problem habt. Ich möchte auch nicht sagen das es nur an dir liegt. Ich denke an der Situation haben beide Seiten ihren Anteil.

            Im Moment sieht es danach aus das du aus Not bei deinen Eltern angefragt hast. Versucht mehr Kontakt aufzubauen. Vielleicht solltest deinen Eltern auch mal so Bilder von Kleinen schicken. So ungefähr wie du es bei dem Onkel machst. Der Kontakt sollte sich langsam aufbauen.

      Oh je, ich schieb's mal auf die Schwangerschafts-Hormone. Du bist 5 (!) Tage mit 1 (!) Kleinkind alleine - komm, das ist nix, das schaffst du easy! Ich bin öfter mit allen 3en Kids alleine, auch mal eine Woche.
      Das mit der Ungerechtigkeit dem anderen Enkel gegenüber ist blöd, ja, aber du wirst Interesse, Liebe, Priorität nicht erzwingen können. Wer nicht will, der hat schon. Ich würde mit Rückzug reagieren, nicht mit immer wieder hinrennen. Irgendwann muss man akzeptieren, dass es so ist, wie es ist.
      Macht's euch gemütlich, legt euch mittags hin, nachmittags in den Park, auf einen Spielplatz oder in den Wildpark. Ein Rummel ist für eine 1Jährige doch sowieso nicht gerade der richtige Ort, finde ich.
      Und wegen Hochzeit: Sucht euch einen verlässlichen Babysitter, ältere Schülerin / Nachbarsmädchen oder so und lasst sie vorher stundenweise mal tagsüber kommen.
      Kopf hoch!
      VG

Ich kann dich 100 % verstehen denn bei uns ist es genauso. Mein Sohn ist mittlerweile 12 und braucht keinen Babysitter mehr. Aber als er klein war, haben uns alle mit ihm allein gelassen. Ich muss dazu sagen, mein Sohn hat ADHS (was wir natürlich lange nicht wussten) und ist extrem aufgedreht und lebhaft.

Aber gerade wenn du ein schwieriges Kind hast, wäre Unterstützung wichtig. Aber alle haben sich abgewandt. Wie sich später herausgestellt hat, haben meine Schwiegereltern meinen damals 2jährigen Sohn sogar Alkohol eingeflößt, um ihn ruhig zu stellen!

Auch meine Mutter hatte ständig Ausreden aber meine kleine, pflegeleichte Nichte durfte fast jedes Wochenende bei ihr übernachten. Das tut natürlich weh.

Aber es schürt auch den Konflikt zwischen den Kindern! Mein Sohn mag seine Cousine bis heute nicht.

Das ist jetzt natürlich eine ganz andere Geschichte aber ich wollte dir damit sagen, dass du nicht allein bist. Wichtig ist, dass man solche Sachen offen anspricht! Sagen: He, was ist eigentlich los? Für meine Tochter habt ihr keine Zeit und meine Nichte wohnt mehr oder weniger bei euch! Das ist nicht ok und ich fühle mich ungleich behandelt!

Ausbaustufe wäre dann wenn du sagst (Also wenn auch das drauf Ansprechen nix hilft):
Na gut, dann komm ich halt gar nicht mehr mit meiner Tochter vorbei wenn ihr auf unsere Anwesenheit eh keinen Wert legt!

  • An dem Punkt bin ich ja schon das ich kaum vorbei komme. Ea tut mir aber einfach nur leid für meine Tochter.Es ist natürlich nicht das was ich mir für sie wünsche. Und ja es tut sehr weh, wenn es immer um meine Nichte geht. Der Clou ist ja meine Tochter ist die liebere von den den beiden wenn man das so sagen kann. Sie hat einfach ein ruhigeres Gemüt, ist offen fast allen gegenüber und auch pflegeleicht. Klar gibt's auch Tage wo nicht so laufen. Mir ist letztens aber aufgefallen das sie zu meinen Eltern überhaupt keinen Bezug hat.
    Wir sind an einen See gefahren und zufällig waten meine Eltern auch da. Meine Tochter ist nicht freiwillig zur Oma und Opa hin gelaufen. Es hat bestimmt eine Stunde gedauert bis sie zu ihnen gegangen ist. Bei meine SE ist es anders . Sie lacht und freut sich. Das tut MIR sehr weh das ea bei meinen Eltern wohl nie so ist. Aber wie die anderen schon schreiben, wer nicht will der hat schon.
    Das mit deiner Familie tut mir sehr leid, mir bricht es immer das Herz wenn ich so etwas höre. Daß mit dem Alkohol geht gar nicht. Da fällt mir ein....
    Mein Mann fährt jetzt eben für 5 Tage nach Italien auf eine Hochzeit und eigentlich wären wir mit. Aber da es ganz unten ist hätten wir 18 stunden fahren müssen. Als wie anfangs noch überlegten wie wir es machen . Sagte meine Mama auch gib ihr doch Schlaftabletten. Ich war so entsetzt alleine nur das sie das gesagt hat.
    Schrecklich einfach... ich kann ja verstehen das früher vieles anders war aber da schlägt doch der normale Menschenverstand schon Alarm.
    Ich drück dich mal , vielen Dank für deine aufbauende Worte und ich finde du hast es wirklich ganz toll gemeistert und kannst stolz auf dich und deine kleine Familie sein.

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