Ans andere Ende von Deutschland...

    • (1) 31.08.18 - 19:10

      Liebe Mamis,

      Wir stehen vor einer Entscheidung, die unser Leben wohl ordentlich auf den Kopf stellen wird.

      Aber von Anfang an...
      Mein Partner und ich haben uns in den Norden verliebt. Alles spricht dafür, dass wir dort auch in Zukunft Leben möchten.
      Nun habe ich zwei Kinder aus erster Ehe. Der Papa kümmert sich gar nicht (aus eigenem, fehlenden Interesse). Oma und Opa haben sie hier auch und sind auch sehr häufig dort.
      Nun hat man natürlich bedenken, wie Kinder das so verpacken. Sie kommen jetzt nach den Ferien in die zweite Klasse.

      Unser gedanklicher Plan sieht vor, nächstes Jahr, wenn mein Jahresvertrag ausläuft, das Projekt Umzug in Angriff zu nehmen.
      Aktuell wohnen wir ganz im Süden. Es geht also um ca 900km Entfernung.

      Wer ist denn über eine größere Entfernung weggezogen?
      Wie haben es die Kinder "verkraftet"?
      Wie haben sie sich eingelebt?
      Gab es Probleme?
      Was muss ich Bedenken?
      Was darf man bei einem so großen Umzug auf keinen Fall bei der Organisation vergessen?

      Liebe Grüße
      Mynona

      • Hallo,

        eine Freundin von mir ist mit Mann und 3 Kindern von RLP an die Nordseeküste gezogen.
        Die Kinder waren damals im Kindergarten und die große kam in die 2.Klasse.

        Meine Freundin ist Lehrerin, ihr Mann selbständig. Arbeit war also da.

        Sie hatten es jahrelang schwer dort oben.
        Jetzt nach 5 Jahren scheinen sie angekommen zu sein. Die Ehe stand mehrmals auf der Kippe.

        Die Kinder waren auch nicht gleich glücklich. Gerade die große hat sich damals sehr schwer getan.
        Die kleinste hatte es wohl am einfachsten. Sie war damals erst 3.

        Ich kann dir nichts raten...
        Meine Freundin ist dort hingezogen, weil sie dort immer im Urlaub waren und die Gegend so mochten.

        Jetzt sehen sie das Meer kaum noch.
        Der Alltag steht im Vordergrund und alles ist so gewöhnlich geworden.

        Viel Glück und Erfolg bei Eurem Projekt.
        Gruß,
        Purzel

        (3) 31.08.18 - 22:02

        HI,
        wir sind schon mehrfach mit den Kindern umgezogen, die haben das immer recht gut gepackt. Aber man braucht 3-4 Jahre, um wo anzukommen, Leute zu haben, Freundschaften aufzubauen .... Zieht ihr aufs Land? Da ist ist , im NOrden wie im Süden, nicht so einfach, Fuss zu fassen, einfach weil sich alle schon immer kennen ... ansonsten: Kisten packen und los - die Kinder fühlen sich da wohl, wo ihr euch auch wohl fühlt!
        LG

        (4) 31.08.18 - 22:09

        Habt ihr beiden überhaupt einen festen Job.
        Vorher würde ich gar nichts machen oder planen.
        Wollt ihr in die Grossstadt, da bekommt man sicherlich einen Job aber auf dem Land im Norden (Schleswig...) – wird es schwer.

        Schule wird sicherlich kein Problem sein ausser Eure Kids sprechen total Dialekt.

        Ehrlich gesagt? Ich halte es für bedenklich „wir haben uns in den Norden verliebt, da möchten wir jetzt leben“ ...Alltag ist überall, arbeiten muss man überall, und stressig ist es ebenso.
        Ich lebe selber mitten in einem tollen Urlaubsland....und hat man deswegen mehr Zeit oder nutzt die Freizeit anders? Ja, man könnte es, macht man aber nicht unbedingt.

        Ich komme gebürtig aus dem Hohen Norden....die Menschen sind schon spezieller#rofl

        Passt auf, das ihr nicht blauäugig seid.

        lisa

      • (5) 31.08.18 - 22:16

        Naja wir sind von West nach Ost gezogen, mitten im Schuljahr und hauruck, ohne solange Vorbereitungszeit, die Schulkinder waren da 1,3 und 5 Klasse, da die Menschen hier so super sind haben sich Kinder gleich wohl gefühlt und wollen jetzt nach guten 8 Monaten nicht mehr weg, hier war die Umstellung zum Schulsystem schwierig da zu viele Lücken vorhanden, aber das wird bei nicht zutreffen. Uns war wichtig das die Kinder da mitziehen sprich wir haben mit ihnen mehrfach geredet über vor und nachteile...sie waren dafür..ohne ihr Einverständnis hätten wir es nicht gemacht...Ansonszen ist der Norden bekanntlich rau, sprich es wird für euch nicht einfach, die Menschen da sind eher verbittert, da die Sonne weniger scheint ;) Was zieht euch dahin??

        • (7) 31.08.18 - 23:31

          "Ansonszen ist der Norden bekanntlich rau, sprich es wird für euch nicht einfach, die Menschen da sind eher verbittert, da die Sonne weniger scheint ;)"

          Soll das ein Scherz sein?

          Ganz abgesehen davon, dass von den 20 sonnenreichsten Orten 8 im hohen Norden liegen - was sollen die armen Dänen da sagen? Alle verbittert, da noch nördlicher?

          Nach dem Glücksatlas leben die zufriedensten Deutschen in Schleswig-Holstein, gefolgt von Hamburg.

          Ob ein Mensch verbittert ist, hängt von den Lebensumständen, der Einstellung zum Leben, dem Umgang mit Problemen und seinem Wesen ab.

          Ich bin zwar kein Nordlicht, aber solche platten Aussagen sind schon ärgerlich, vor allem, nachdem du gerade einen Club gegründet hast, in dem du "sachlich" über politische Fragen diskutieren möchtest.

          • (8) 31.08.18 - 23:44

            naja persönlich habe ich da als junger mensch gelebt und es so empfunden es ist nicht negativ gemeint aber im Süden sind sie anders, es ist schon ganz anders wäre andersrum auch anders... die sind halt mehr am meckern, (aber liegt bestimmt auch daran wo man in den Norden hingeht, kann nur aus erfahrung und vergleich sprechen und auch nicht für alle) aber das wird halt ne Umstellung

            • (9) 01.09.18 - 07:25

              Das kann ich bestätigen. Die Mentalität im Norden ist komplett anders als im Süden. Ich bin von der Mitte schon nach Norden und nach Süden gezogen. Mit anders meine ich nicht schlechter oder besser.

        (11) 01.09.18 - 08:02

        So unterschiedlich sind die Empfindungen.
        Die Menschen hier im schönen Badnerland sind von freundlich, fröhlich und aufgeschlossen (meines Erachtens) oft weit entfernt.
        Ich komme gebürtig aus Thüringen, bin mit 3 Jahren in den Süden und kann nicht sagen, dass Freundlichkeit hier an der Tagesordnung ist. Und da meine ich schon die Alltäglichen Dinge. Guten Tag, Danke, Bitte an der Kasse oder beim Bäcker, ...
        Nur um eines aufzuführen.

        Meine Kinder sprechen wenig Dialekt und sind anderen gegenüber aufgeschlossen.
        Mein Bruder wohnt seit 4 Jahren in Hamburg und konnte sich schnell, gut zurechtfinden.
        Wir würden aber gerne weiter hoch. Aber so, dass man am Wochenende mal was miteinander machen kann.

        Job würden wir (auch durch die lange Planung) denke ich gut finden. Ich bin Erzieherin, die werden gerade überall gesucht und er ist Lagerist, da bekommt man auch immer gut was.

        • >>>>So unterschiedlich sind die Empfindungen.
          Die Menschen hier im schönen Badnerland sind von freundlich, fröhlich und aufgeschlossen (meines Erachtens) oft weit entfernt.
          Ich komme gebürtig aus Thüringen, bin mit 3 Jahren in den Süden und kann nicht sagen, dass Freundlichkeit hier an der Tagesordnung ist. Und da meine ich schon die Alltäglichen Dinge. Guten Tag, Danke, Bitte an der Kasse oder beim Bäcker, <<<<

          Ach ja :-[ es gibt halt badische und unsympathische ... wir Badner sind offen , fröhlich , freundlich und sehr aufgeschlossen ... nur wenn du uns Badner so furchtbar findest warum kommst du als Ossi dann ins schöne Badnerland ?

          Wir können halt einfach nicht jeden leiden .... #nanana#klatsch

          • "... nur wenn du uns Badner so furchtbar findest warum kommst du als Ossi dann ins schöne Badnerland ?

            Wir können halt einfach nicht jeden leiden .... #nanana#klatsch"

            Du hast den ersten Post gelesen? Sie will in den hohen Norden ziehen.


            Wenn Du einer von der freundlichen und offenen Sorte bist, dann: Gute Nacht.

            P.S. Seid ihr eigentlich die, über die gelästert wird, weil ihr Guten Tag, Morgen, Abend, Bitte und Danke mit einem derben und gebieterischem "Ich kriege... !" verwechselt?

            Vielen Dank für die Bestätigung meiner Ansichten.
            Du zeigst genau dieses unfreundliche (unsymbadische, um es in deinen Worten zu sagen) Verhalten, dass oft an den Tag gelegt wird.

            Falls du lesen kannst. Ich war 3 als ich "Ossi" es gewagt habe, ohne selbst entscheiden zu können ins Badnerland zu ziehen. Heute mit fast 30 (erkennt man ganz gut an der 88 hinter mynona) haben wir uns entschieden, wo anders hin zu gehen!

            "Ich kriege..." ist hier tatsächlich die typische Umgangssprache!

      (15) 01.09.18 - 08:05

      die menschen sind nicht verbittert....sie sind eher ruhig.
      wenn sie den Mund aufmachen sagen sie schnell die Wahrheit, verpackt auch im trockenem schwarzen Humor. Man braucht Zeit, um warm zu werden, hat dann aber Freunde fürs Leben. Da herrscht auch eher Understatement....
      im Nachbarschaftsstreit braucht man lange bis man sich aus dem Weg geht....

      die Süddeutschen..naja, da wird man schnell warm, siehe Biergarten, etc. man setzt sich dazu und quatscht. Ist aber oft sehr oberflächlich. Ein offenes Gespräch muss über 10 Ecken geführt werden, damit man niemanden verletzt...da sind die Bayern eher empfindlicher. In Süddeutschland zeigt man gerne was man hat....und beim Nachbarschaftsstreit reicht schon ein quersitzender Pups, das man nicht mehr miteinander redet....

      das sind meine Erfahrungen von 20/30 Jahren Lebenszeit im hohen Norden und Süden....und zwar Dorf, Kleinstadt und Grossstadt....

(16) 01.09.18 - 06:39

Als ich in die dritte Klasse kam, sind wir innerhalb von Berlin umgezogen, und es kam mir vor wie 900 km ...ich hab mein gesamtes Umfeld verloren und hatte da innerlich ganz schön dran zu knabbern, obwohl Kinder ja schnell neue Kontakte schließen, ich auch. Bis heute ist der alte Bezirk "meine Kindheitsheimat".

Ob es daran liegt, dass meine eigenen Kinder in einem eigenen Haus in einem idyllischen Dort aufwachsen, in dem ein bisschen die Zeit stehen geblieben ist? ;-)

Ansonsten kann ich mich nur anschließen: Urlaub ist Urlaub und Alltag ist Alltag. Ich hab mein Referendariat in einer Stadt am Meer gemacht und war in zwei Jahren vielleicht 10x am Strand. Im Urlaub bin ich in zwei Wochen 14x am Strand...

Hallo,

ich habe selber keine Erfahrung auf dem Gebiet, wohne allerdings recht nördlich 😉

Am wichtigsten ist natürlich, eine Arbeitsstelle zu finden und mit den Finanzen auszukommen. Im Süden ist je nach Region das Lohnniveau höher, sicher aber auch die Lebenshaltungskosten.
Dennoch sollte man bedenken, dass je nach Branche es manchmal nicht einfach ist, oben an der See einen gut bezahlten Job zu bekommen und die Kosten dort sind aufgrund der Nähe zum Meer natürlich trotzdem recht hoch.

Die Norddeutschen werden ja als stures Völkchen beschrieben, aber ich denke in ganz Deutschland gibt’s eingeschworene Gemeinschaften, wo es schwer ist, sich zu integrieren.

Wir mögen es, wenn jemand etwas platt versteht (kommt mit der Zeit) und auch ein paar Worte schnacken kann. Das macht gleich sympathisch 🙂

Wo wollt ihr denn eigentlich hinziehen ungefähr?

Für die Kinder würde ich vorschlagen, ja eigentlich auch für euch, sich schnell Vereinen anzuschließen und/oder Feste mit zu organisieren.
Schön schnell werdet ihr merken, dass wir gar nicht so stur sind 🙂 direkt und liebenswert würde ich es nennen 😀

Wenn ihr euch wohl fühlt, werden es die Klnder auch nach einer Weile...

LG

  • Danke dir für deine Antwort.

    Wir wollen in Richtung Kiel. Haben dort schonmal nach Wohnungen geschaut um einen Überblick über Mietkosten zu bekommen.
    Diese sind deutlich niedriger als unsere (1075€ warm für 4 Zimmer, hier unten wohnen wir Verhältnissmäßig günstig) somit wären auch Lohneinbußen zu verkraften.
    Ich bin Erzieherin und mein Partner Lagerist (Aber gerne bereit auch andere Jobs zu machen), ich denke wir haben so "Standart" Jobs, die man überall ausführen kann.
    Falls Erzieherin nicht auf Anhieb klappen würde, habe ich aber auch noch viele Jahre Gastro durch.

    Ja der Dialekt. Den hier unten sprechen wir alle nur bedingt in dem ein oder anderen Wort. Aber das ist uns bisher immer nur ein Vorteil gewesen, denn so schön ist der Badische Dialekt nicht :D

    Die Kinder würden sowieso in Vereine gehen. Die können nicht ohne Takwando und Fussball.

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