2. Kind und keine Zeit mehr für das 1.! Stimmt das ?

    • (1) 02.09.18 - 10:30

      Guten Morgen :)

      Ich lese hier immer wieder, dass das 1. Kind sehr viel zurück stecken muss wenn ein Baby kommt.

      Unser Kind ist 8 Jahre alt.

      In meinem Umfeld sagt jede 2fach Mama, Ihnen tut das große Kind oft leid weil sie sich nur um das Baby kümmern müssen. Da zieht sich mir der Magen zusammen.

      Zu meiner Person: Unser Kind durfte damals auch mal weinen , natürlich wenn ich wusste das es nichts schlimmes hatte.
      Wenn ich hier zb lese, mein Baby weint im Auto, es fährt nicht gerne Auto was soll ich bloß tun?!? und dann geantwortet wird. Dann fahr besser nicht mehr viel Auto oder warte bis dein Mann zuhause ist und erledige dann alles , muss ich den Kopf schütteln.

      Meine Mama ist bisher die einzige Person die mir sagte das es sehr entspannt war damals. Ich war das 2. Baby musste hier und da mal weinen wenn sie mit meinem Bruder beschäftigt war. Sie sagte zb. morgens vor der Schule und danach, Hausaufgaben, waren seine Zeit und nicht meine.
      Und, nein, meine Mama hat mich damals nicht im Bett verhungern lassen und mich nicht 2 Stunden in einer vollen Windel liegen lassen, wenn mein Bruder Hausaufgaben machte. Sie hat vieles gut getimet, so dass ich zufrieden war wenn er heim kam ...

      Wenn ich die Aussagen vergleiche möchte ich es gerne so versuchen wie meine Mama es gemacht hat. Einen Schaden scheine ich nicht davon getragen zu haben, so würde ich das mal einschätzen ;)

      Wie seht ihr das? Stelle ich mir alles zu einfach vor und mir werden die aufgehen wenn ein Baby da ist? Oder gibt es Mamas die es ähnlich machen. Dass das große Kind nicht ständig den kürzeren ziehen muss?

      Wir reden jetzt von einer ganz normalen Babyzeit. Hat man natürlich ein krankes Kind oder sonstige Umstände ist es anders. Um diese Situation geht es mir jetzt nicht .

      Ich hoffe ich finde hier ein paar Mamas die mir Ratschläge bzw. Erfahrungen verraten können..


      P.s. Und bitte keine Grundsatzdiskussion warum ich trotzdem Auto fahre auch wenn
      es meinem Kind nicht gefällt.

      Einen schönen Sonntag euch allen..

      • Wir haben 2 Kinder mit 20 Monaten Abstand. Ich lasse mal die körperlichen Besonderheit außen vor.

        Bei uns muss jeder mal warten. Die Große etwas mehr, weil die Kleine eben mehr Hilfe braucht (wickeln, füttern, öfters umziehen usw)

        Grundsätzlich bin ich aber nicht gleich gerannt, wenn ich gerade ein Buch vorlese, bastle, zusammen Backe usw usw. Da musste Mini eben auch mal meckern und lernen das nicht gleich jemand gerannt kommt. Sie war immer dabei und musste nie alleine weinen oder ähnliches.

        Hat bei uns gut geklappt und ich würde sagen ja die Große muss zurückstecken, aber nicht ausschließlich.

        Dein Kind "durfte" auch mal weinen?
        Ehrlich gesagt, verstehe ich deine Frage nicht, dein erstes Kind ist acht Jahre alt und wird für einiges Verständnis haben.
        Außerdem ist man nicht permanent mit einem Baby beschäftigt.

        Ich habe seit Januar 2018 Zwillinge. Für mich ist es also normal, dass ein Kind warten muss. Meine Kinder verstehen leider "xy, Du musst bitte warten, ich mach deinem Bruder gerade eine frische Windel/geb ihm ein Fläschchen" noch nicht. Ich sag es trotzdem. Da wirst Du es ja mit Deinem Kind einfacher haben, das kann das ja nicht nur aufnehmen, sondern wahrscheinlich sogar verstehen, dass das Geschwsterchen ein unaufschiebbares Problem hat und er/sie einen Moment warten muss.

      • Dein Kind ist 8, das sollte alles gut machbar sein, sie kann sich ja bestimmt ohnehin alleine beschäftigen, besucht auch mal Freunde oder hat Freunde zu Besuch... es kommt auf den altersabstand und die jeweiligen Kinder an.

        (6) 02.09.18 - 11:08

        Huhu,

        ich bin eine Mama die schon immer nach beiden schaut wenn es geht und Versuche dass keines warten muss. Natürlich passiert es Mal wenn ich wickel und der andere braucht was dass er warten muss bzw manchmal kurz weinen muss aber das ist nicht mein Ziel.
        Meine Kinder sind 2 Jahre und 7 Monate und es geht schon vieles wenn man sich bemüht. Wenn ich zum Beispiel ein Buch mit dem großen anschau und das Baby hat hunger oder lässt sich nicht ablegen usw. dann ist es einfach mit dabei. Ich kümmere mich so gut es geht um beide gleichzeitig. Sie Baden zusammen, sie werden zusammen ins Bett gebracht, sie kuscheln zusammen mit mir und wir schauen zusammen Bücher an. Wäre mein großer schon in der Schule und muss Hausaufgaben machen dann kommt Mini eben ins Tragetuch. Dann sind beide Bedürfnisse erfüllt so gut es geht.
        Geh ich mit dem großen auf den Spielplatz können mit Mini ebenfalls ins Tragetuch.
        Und wenn das Baby viel Zeit in Anspruch nimmt dann bekommt der große eben irgendwas tolles zum anschauen und zum Spielen.

        Fazit: Mal kommt einer und Mal der andere leider etwas kurz aber nur in Notfällen und eigentlich finde ich wenn man sich bemüht und etwas organiesiert muss weder groß noch klein oft weinen

      • Es ist natürlich so, dass das erste Kind nicht mehr die alleinige Aufmerksamkeit hat. Aber Dein Kind ist 8 und geht zur Schule, hat danach sicherlich auch ein Eigenleben (Freunde, Hobbies, ...), das finde ich schon anders wie wenn man mit 18 Monaten Abstand Kinder bekommt.

        Meine sind 3 Jahre auseinander. Der Große hat es toll gemacht und wir haben immer geschaut, dass er auch Zeit mit mir alleine hat. Und die Kleine musst einfach mit. Wenn ich ihn morgens in den Kindergarten gebracht habe musste ich sie eine zeitlang immer wecken, weil sie nach einer unruhigen Nacht meist gegen 6, halb sieben nochmal eine gute Schlafphase hatte, der Große aber los wollte bzw je nach Wochentag auch musste, weil sie z.B. Montags wenn Naturtag ist spätestens halb neun im Kindergarten sein müssen, wenn sie mitkommen wollen. Genau das gleiche mittags beim Abholen. Die Kleine muss nun seit drei Jahren immer mit, wenn wir den Großen ins Kinderturnen bringen oder seit letztem Herbst zum Schwimmkurs und dort eine halbe Stunde mit mir vor der Umkleidekabine warten, weil heimgehen sich nicht lohnt und im Winter das an- und ausziehen von ihr länger dauert, als die Zeit die wir dann draußen sein können. Aber ein Schulhof hat auch nicht wirklich viel zu bieten für eine 2 -3jährige. Es ist für beide Kinder anders als nur mit einem. Ich hatte manchmal ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Großen aber in oben genannten Situationen auch gegenüber der Kleinen.

        Und ja klar muss auch das Baby mal kurz meckern, wenn der Große z.B. auf Toilette musste und ich beim Po abwischen helfen musste. Aber das geht immer noch schneller, wie wenn es schief geht und ich ihn komplett hätte umziehen müssen.

        Und ich weiß aber auf der anderen Seite nicht, ob es wirklich nötig ist, dass man 2 Stunden am Stück neben seinem Kind sitzt zum Hausaufgaben machen. Da kann man doch auch neben bei Stillen oder mal schnell wickeln gehen oder dem Kleinen was zum Spielen in die Hand drücken. Und wenn mein Großes zu einem Kindergeburtstag oder zu was weiß immer gefahren wird und das Kleine keine Lust hat da muss es durch. Genauso wie der Große da durch muss, wenn er mit zum Impfen oder sonst irgendwas muss fürs Kleine.

        Ich weiß nicht, aber ein Kind (vor allem ein Kind mit 8) braucht doch nicht meine ungeteilte Aufmerksamkeit ...

        Ich denke auch, mit 8 sollte dein Großer schon so selbständig sein, dass es kein Problem ist zu warten, wenn du mal ne Windel wechseln oder füttern musst...

        Klar, du solltest so organisiert sein, dass er nach der Schule Mittagessen bekommt, zu seinen Hobbies kann, etc. Aber ich denke, das ist wirklich eine reine Organisationsfrage...

        Meine 2 sind 1,5 Jahre auseinander, und klar mussten sie warten, beide... Am Anfang waren es 2 Wickelkinder, die Große konnte gerade laufen,... Im Alltag findet man seinen Weg, der Lütte war schon mit 3 Wochen mit bei der Krabbelgruppe, im Kinderwagenaufsatz am Rand des Raums geparkt. Selbstverständlich sind wir da (Strecke ca. 6 km) mit dem Auto hingefahren. Aber da hatte die Große halt auch Rechte... und wenn ich gestillt habe, musste die Große halt warten, genauso wenn ich den Kleinen ins Bett gebracht habe...

        Sie leben beide noch... ganz gut sogar... Jeder braucht auch immer noch seine Zeit, wickeln und stillen muss ich zum Glück nicht mehr, inzwischen ( sie sind fast 10 und 11) sind eher Taxifahrten zu den Hobbies gefragt (wir wohnen hier ziemlich ab vom Schuss) oder hier und da auch mal Unterstützung bei den Hausaufgaben... Allerdings bin ich auch wieder mit 30 Std die Woche (plus eine Stunde Fährt je Strecke) berufstätig...

        Es geht alles, und ist wie schon gesagt oft eine Frage der Organisation... Die Große geht jetzt zB Dienstags in die Hausaufgabenbetreuung, die geht bis 5 vor 3, um 3 hat sie (im gleichen Gebäude) Gitarrenunterricht. Für sie ist das nicht schlimm, für mich ganz angenehm, wenn ich sie nur noch vom Gitarrenunterricht abholen und nicht auch noch hinbringen muss,... und für sie ist es letztlich auch ganz schön, wenn sie dann um viertel vor 4 zu Hause ist und es ist alles erledigt und sie muss nicht dann noch mit den Hausaufgaben anfangen,...

        LG Frauke

        Hallo,

        meine Kinder sind nur 15 Monate auseinander und ich bin der Meinung, dass unser Großer nicht den Kürzeren gezogen hat. Unsere Kleine musste auch mal paar Minuten warten und ja auch wenn sie dabei weinen musste. Ich wollte unserem Großen nicht das Gefühl geben, dass sich ab jetzt alles um das neue Baby dreht. Wenn ich ihn gewickelt habe, habe ich das in Ruhe zu Ende gemacht, auch wenn die Kleine geweint hat. Genauso habe ich ein Spiel mit ihm zu Ende gespielt oder ihn ins Bett gebracht. Mittlerweile sind unsere Kinder fast 6 und 4,5. Ich habe eine sehr gute Bindung zu meiner Kleinen, auch wenn sie manchmal weinen musste und ich nicht sofort zu ihr gerannt bin.

        LG

        sweti84

        Hallo,

        diese Aussage kann vermutlich unterschiedlich beantwortet werden.

        Es kommt ja darauf an, ob du von deiner Familie, deinem Partner oder Freunden unterstützt wirst.

        Grundsätzlich lasse ich mein 10 Monate altes Baby nur dann schreien, wenn es gerade nicht anders geht. Sprich, wenn ich gerade am Kochen bin, kann es schon mal passieren dass die Kleine ein paar Minuten meckert, aber auch da wird sie von mir in Sichtweite beschäftigt. Ansonsten wird sie immer mit integriert, egal ob beim Einkaufen, beim Fußballspielen oder Buch lesen. Meine beiden Jungs, 4 und 5 Jahre alt, kennen es von Anfang an dass ich mich um mehrere Kinder kümmern muss. Für meinen großen Sohn, 18 Jahre alt, war das am Anfang zwar eine Umstellung weil er mehr oder weniger bis dahin als Einzelkind groß wurde, aber hatte ja schon eine gewisse Reife. Heute meint er, dass er auf der einen Seite zwar zurückstecken musste, dafür aber viel selbstständiger wurde in dem Alter. Verstanden hat er es zu jeder Zeit....es ist ganz normal dass Kinder auch mal genervt sind von Geschwistern.....macht aber nichts......das fördert Toleranz und die Akzeptanz, dass auch andere Menschen Bedürfnisse haben.

        Ich denke, Geschwister sind eine Bereicherung und kein Grund dass man traurig sein muss! Egal in welchem Alter, es kann dabei viel gelernt werden und hey....du hast ja zwei Arme.......das Baby hält man im einen Arm und das Kind knuddelt man mit dem zweiten.......das war bei uns nie ein Problem.

        Falls du deinem Kind aber bis jetzt jeden Wunsch erfüllt hat, es immer an erster Stelle stand und du deinem Kind nichts abschlägst........dann wird es eine Umstellung werden ....denn wer wird schon gerne entthront ....;-)

        Viele Grüße,

        #winke

        Hallo...
        Ich musste grade schmunzeln als ich deinen Beitrag gelesen habe. Der könnte von mir sein. Ich lese auch immer wieder " mein Kind will/ muss den ganzen Tag getragen werden , also muss ich das machen. " heute wird irgendwie nur noch das gemacht was die Kinder verlangen. Fahren Sie nicht gerne Auto- bleibt die Familie halt zu Hause... Da stellen sich mir die nackenhaare!
        Mein Bruder und ich sind 10 Jahre auseinander. Ich kann mich nicht dran erinnern das ich zurückstecken musste.meine Eltern haben immer geschaut das beide gleich behandelt werden.
        In 6 Tagen kommt unser 2. Kind. Mein Sohn ist 8. Sicherlich gibt es auch mal Situationen wo es heißt" du musst jetzt mal warten", oder er wach wird nachts weil das Baby schreit. Aber ich denke er wird keinen Schaden davontragen.
        Ich finde es wichtig die älteren auch mit einzubinden. ( willst du helfen Baden oder Flasche geben) das sie das Gefühl haben nicht auf dem Abstellgleis zu stehen. Ansonsten ist es wie hier schon geschrieben wurde. Mit 8 haben sie ihre Freunde, Hobbys und können sich sehr gut beschäftigen.
        Also lass dich nicht verrückt machen.
        Schöne Schwangerschaft 🙋🏼

        Hallo,

        unser Großer war fünf, als Mini auf die Welt kam. Ich habe ihn schnell mit einbezogen. Aber natürlich musste er auch mal warten, wenn ich sie gerade gestillt habe oder sie ins Bett brachte. Das hat er auch ganz toll gemacht. Dafür hab ich aber auch Mini, auch wenn Sie erst ein paar Monate alt war gesagt, du musst jetzt auch eben warten, jetzt muss ich eben was für Junior machen (meißtens auch, wenn Mini gar nichts wollte).

        Mini war viel im Tragetuch. Ihr hats gefallen und sie war überall dabei. Bereits nach sieben Tagen, stand ich mit ihr am Fußballplatz und auch Wochenends war sie überall beim Fußball mit dabei. Ging super (Papa musste leider Samstags immer arbeiten).

        Jetzt sind sie 7 1/2 und 2 1/2 lieben sich total und können streiten wie normale Geschwister ;-) Auch jetzt muss mal der eine, mal der andere Warten. Aber das klappt in den meißten Fällen sehr gut.

        LG

        Ich denke nicht, dass man beim zweiten Kinder weniger Zeit für erste hat. Ist aber auch eine Frage der Organisation. Meine beiden Kids (heute 19, der jüngste 14 Jahre alt) sind meines Erachtens nicht zu kurz gekommen. Da meine beiden Kinder auch noch Besonderheiten haben (der älteste hat Legasthenie u. AVWS, der andere ist frühkindlicher Autist) waren mein Mann und ich beide gefragt.

        Als mein Großer mit knapp 7 Jahren eingeschult wurde und mittags nach Hause kam
        aßen wir (wenn mein Mann arbeiten mußte) zu dritt Mittag. Bevor unser Großer (brauchte teilweise Unterstützung von mir) mit den Hausis begann, legte ich den Kleinen zum Mittagsschlaf (2 bis 3 Stunden echter Luxus) hin, damit er in Ruhe arbeiten konnte. Meistens hat der Kleine in der Riesenkarre geschlafen, damit mein Großer in Ruhe nach den Hausis in seinem Zimmer mit oder ohne Freunden oder mit mir spielen konnte.

        Ich habe die Termine der Kinder (Ergotherapie, Schwimmenlernen damals) so gelegt,
        dass jeder genügend Zeit mit Mama oder Papa verbringen konnte.

        Und als der Kleine noch Baby war und geschreit hatte, habe ich zum Großen immer gesagt, Mama ist gleich wieder da. Er war ja auch schon in einem Alter wo man auch mal 5 bis 10 Minuten warten konnte.

        Auch später als die Kindern teilweise zusammen 2 bis 3 Therapietermine hatten. Habe einen Therapietag für beide zeitnah zusammengelegt, damit man nicht nochmal
        extra los musste. Die Praxen waren nur wenige hundertmeter auseinander. Und wenn ich mal wirklich keine Zeit hatte, dann hat der Papa das auch mal gemacht, wenn es
        bei ihm arbeitstechnisch ging. Ich muss auch sagen, dass der Große mit 10 jahren auch schon sehr eigenständig war und auch mehr oder weniger seinen eigenen Weg.
        Es hat auch immer ein Elternteil allein etwas mit ihm gemacht.


        Organisiere so den Tag, dass beide Kinder nicht zu kurz kommen.


        Lg Hinzwife

        Kann ich nicht bestaetigen. Aber zum einen war mein aeltester es gewohnt, dass ich ganztags arbeite, genau wie mein Mann. Zum anderen war er nach meinem Mutterschutz in der Krippe ganztags , so dass er gewohnt war, dass jeder mal Ruecksicht nimmt. Auf der anderen Seite versuche ich auch immer mal was mit jedem Kind allein zu machen. 8 ist auch ein gutes alter. Als ich da mit dem 4. Kind war, hat mein fast jaehriger uebers ganze Gesucht gestrahlt und gesagt, dass er sich freut.

        Unsere Kinder sind 23 Monate auseinander und noch immer klein (ich habe noch keine Ahnung wie es mit einem 8 jährigen ist). Meine große Tochter ist definitiv nicht zu kurz gekommen und die Kleine auch nicht. Mittlerweile sind wir mit der Umstellung komplett durch (sind fast 2 und fast 4) und nun sind es ja einfach normale Geschwister, die beide mal zurück stecken, aber weiterhin nicht zu kurz kommen. Allerdings empfand ich die Anfangszeit trotzdem schwer/anstrengend. Körperlich braucht man seine Zeit um wieder fit zu werden, ein kleines Baby ist ja trotzdem irgendwie auch anstrengend, schläft zwar viel, schreit aber natürlich auch viel etc. Ich habe die komplette erste Zeit, nie als Grund wieso ich etwas nicht machen kann das Baby genannt, die Große mit einbezogen und bin genauso noch auf die große eingegangen. Bei einem 8 jährigen wird es ja sicher nochmal anders sein, aber ich würde ihn auf der einen Seite mit einbeziehen und auf der anderen Seite nicht nur noch mit dem Thema Baby "nerven". Ihm nicht das Gefühl geben du hättest das Baby lieber. Du könntest ihm seine Babyfotos zeigen, erzählen wie das damals bei euch war und eventuell die ganzen Babybesucher (nach der Geburt) vormittags empfangen wenn er in der Schule ist, nicht das wochenlang nur noch die Verwandtschaft kommt, die nur noch Augen fürs Baby hat und nicht mehr für ihn (überspitzt gesagt).
        Ich denke mit Einfühlungsvermögen und gesunden Menschenverstand sollte das gut machbar sein. Ich wünsche euch alles Gute
        LG

        Dein Großes ist 8, vielleicht 9, wenn das Baby da ist. Es wird fast vollkommen selbstständig sein, das ist schonmal eine komplett andere Situation als bei 2-3 Jahren Abstand.
        Man wächst da rein und das Große ebenso. Insgesamt profitieren die Geschwister voneinander, mal muss der eine kurz warten, mal der andere. Und als Mama lernt man, blitzschnell immer wieder neue Prioritäten zu setzen. Grundbedürfnisse vor Langeweile, Schmerz vor Hunger etc.pp.
        "Keine Zeit mehr für das Große" halte ich für Quatsch, ich habe 3 Kinder.
        VG

        Hi,

        klar muss der Größere mehr zurückstecken als das Baby. Er versteht es aber eben schon.
        Er kann auch Mal 2 Minuten warten, wenn ich am wickeln bin. Wenn ich stille darf er gerne mit Buch dazukommen oder zugucken, wenn es ihm zu langweilig ist, muss er halt alleine spielen.

        Dafür sitze ich eben auf dem Boden, Baby auf dem Schoß und spielen mit seinen Autos. Oder wenn die Kleine gut drauf ist, dann liegt sie unter ihrem Spielbogen und beschäftigt sich auch Mal 10 Minuten alleine😊. Wenn die Kleine schläft, gehört die Zeit dem Großen.

        Am kürzesten komme ich 😉 Aber das ist ja ok so.

        hallo,

        ich habe das gefühl du machst dir da zu viele gedanken. du weisst doch sicher nich, wie nach der geburt des ersten kindes erstens alles anders ist als man sich das vorher dachte und zweitens sich irgendwie alles fügt.
        und ähnlich ist es beim zweiten, wenn man sich wie du zuvor unheimlich gedanken über alles macht.

        wir haben einen altersabstand von 9 jahren zwischen ersten und zweiten kind. nicht ganz freiwillig,da ein geschwisterchen schlichtweg eher nicht möglich war, aber auch unproblematisch für uns. ich war/bin einfach glücklich noch ein zweites kind zu haben und habe mir über den altersabstand nie gedanken gemacht. anders als unser umfeld mitunter#augen

        natürlich ändert sich das gesamte familiengefüge. aber das soll es ja auch. unser großer war alles andere als ein verwöhntes einzelkind. er hat cousins und cousinen und wir sind recht jung eltern geworden mit ihm und daher auch sehr locker was das meiste betrifft. was er natürlich immer viel bekam: aufmerksamkeit. aber soll ich dir was sagen?! das ist genau das, was er als u.a. positiv ansieht seit er einen bruder hat. er findet es gut, dass er nicht mehr so im mittelpunkt steht. er hat dadurch natürlich freiheiten gewonnen, die er so nicht bekommen hätte. unbewusst unsererseits.

        hat man zwei kinder nah beienander, ist es mitunter stressiger, weil man eben 2 kleine versorgen muss. aber man hat ähnliche wege, die kinder haben vielleicht ähnliche interessen. bei einem größeren altersabstand, den ihr haben werdet, kann man sich mehr dem kleinen kind widmen, das hat vorteile, aber man hat dann eben auch zwei kinder in unterschiedlichen entwicklungsphasen. aber auch darüber habe ich mir nie gedanken gemacht. ich empfinde das alles als schön und bereichernd. der kleine wächst z.b. zum teil am fußballplatz auf. wenn papa den gro´ßen und seine mannschaft trainiert. die anderen jungs finden ihn klasse und beschäftigen sich auch mit ihm. wäre mir nicht in den sinn gekommen, dass das so wird. der große findet es total toll, dass er mit dem kleinen nochmal so richtig spielen kann, was er so nicht mehr machen würde. er verfolgt alle entwicklungsschritte des kleinen sehr mit.

        mein kleiner musste nie weinen. meckern ja mal, aber auch das war selten nötig. wenn ich mit dem großen was machen muss z.b. für schule oder sonstiges, gibts ja bei uns auch nen papa bzw. mittagschlaf vom kleinen. der hat ja nun gerade anfangs viel geschlafen.
        was ich als nervg empfand, aber da ist es egal wie der altersabstand ist, ist tatsächlich, dass man anders als beim ersten kind, termine und bestimmte zeitvorgaben hat, die man einhalten muss. z.b. musste ich immer montags den großen abholen und dann weiter wohin bringen. da war ich locker 1-2h mit dem auto unterwegs und musste es immer so timen, dass der kleine müde war, wenns los ging, denn auto fahren war nicht sein ding. und solche gegebenheiten hat man bei mehreren kindern eben häufig. aber auch da gewöhnt man sich dran.
        ansonsten ja, muss der große rücksicht nehmen. alles andere fänd ich auch utopisch.
        aber wie gesagt, das lief bei uns alles sehr entspannt.

        lg

        (19) 02.09.18 - 19:02

        Bei eurem Altersabstand wird es unterschiedliche Interessen geben. Das stelle ich mir später schwierig vor mit Familienausflügen. Aber das wird sicher auch machbar sein. Dann macht man mal was für den einen und mal was für den anderen.

        Ich habe in 4 Jahren 3 Kinder bekommen, und ich glaube nicht, dass einer vernachlässigt wird oder wurde. Sie haben von klein auf gelernt, dass es da noch einen anderen Prinzen/eine andere Prinzessin neben ihnen gibt, und sie nicht der Nabel der Familie sind.
        Jeder braucht einen anders, zu anderen Zeiten. Alles machbar.

        Mach dir keinen Kopf. Wäre das alles so furchtbar schwierig und schlimm, gäbe es nicht so viele Geschwisterkinder & sicher eindeutig mehr Psychopathen. ;-) Du machst das schon.

        Hey,

        natürlich tut es einem schonmal Leid, wenn eins der Kinder soooo gerne etwas spielen will aber das Baby grade volle Aufmerksamkeit braucht.

        Ich habe 3 Mädels: 4,5 Jahre, 2,5 Jahre und 8 Monate alt. Ich versuche immer abzuwägen was gerade am wichtigsten ist. Ein schreiendes Baby hat Vorrang vor einem trotzenden Kleinkind zum Beispiel. Ein verletztes Kleinkind hat natürlich aber Vorrang vor einem schreienden Baby. Ich versuche in solchen Momenten aber trotzdem, mein Baby mit meiner Stimme zu beruhigen und es möglichst schnell in den Arm zu nehmen.

        Nun hast du das Glück, dass dein Kind schon 8 ist und damit viel selbstständiger als ein Kleinkind 😅
        Insofern würde ich mir in eurer Konstellation so gar keine Sorgen machen.

        Nur soviel noch: ein permanent schreiendes Baby im Auto geht an die Substanz und man kann sich kaum auf den Verkehr konzentrieren.

        Und ein Baby was ständig unzufrieden ist und viel schreit, legst du auch nicht einfach in die Ecke und sagst:"Du hast nun Pause! Deine Schwester muss Haudaufgaben machen!" 🤣 Nein, das schnallst du dir vor die Brust damit du überhaupt irgendwas im Haushalt und mit den anderen Kids auf die Reihe kriegst.

        Und sowieso steht und fällt doch am Ende alles mit dem Baby an sich:
        Meine ersten Mädels waren sehr anhänglich in den ersten Monaten, quengelig, fremdelten teilweise stark oder waren ängstlich. Die dritte jetzt kannst du überall hinlegen, jedem in den Arm drücken und sie hat vor nichts und niemandem Angst 🤷‍♀️😅 da hab ich oft eher das Gefühl, die Kleine bekommt wenig Aufmerksamkeit, einfach weil sie sie von sich aus nicht/kaum einfordert.
        Dafür brüllt sie uns halt abends schonmal die Hütte zusammen 😑😬😅

        Warte es ab. Alles wird sich finden. Da du dein Baby noch nicht kennst, weißt du auch jetzt noch nicht, wie du reagieren wirst und wie es laufen wird. Nur eins ist sicher: es wird funktionieren.

        Liebe Grüße

        Hallo,

        ich habe 3 Kinder. Bisher musste keins meiner Kinder zurück stecken. Auch das Phänomen des Sandwichkindes gibt es hier nicht. Wer hier wie viel Aufmerksamkeit bekommt, wird nach Priorität entschieden. Meine sind mittlerweile 13, 15 und 8. Die Kleine fordert viel Aufmerksamkeit und drängt sich auch gerne in den Mittelpunkt. Bin ich aber gerade mit einem ihrer Brüder beschäftigt, hat sie halt gerade Pech gehabt. Es sei denn ihr Anliegen ist lebensnotwendig. Ebenso war es im Babyalter. Hatte ich gerade den 2jährigen in der Wanne und das Baby hatte keinen Bock auf Laufstall, musste das Baby halt mal ein paar Minuten motzen. Im Gegensatz dazu musste der Große auch mal warten wenn ich am füttern war. Habe ich mit den Großen Hausaufgaben gemacht, stand die Kleine hinten an. Im Prinzip macht man das automatisch. Man gibt instinktiv jedem Kind was es braucht. Was den Instinkt verfälscht, ist die Gesellschaft, die um alles ein riesen Bohai macht. Auch Kinder kommen damit gut klar und wissen, dass sich eine Mutter nicht teilen kann. Ich hatte hier noch nie mit Eifersucht unter den Geschwistern zu tun. Also kann es nicht dramatisch sein, dass irgendein Geschwisterkind manchmal zurück stecken muss. Dass ein Neugeborenes oder Baby wesentlich mehr Aufmerksamkeit benötigt als ein Schulkind ist logisch. Nur allein um die Grundbedürfnisse zu stillen braucht es einiges mehr. Aber das Geschwisterkind sieht und versteht das. Das hat die Natur schon so eingerichtet. Was anderes ist es, wenn die Mutter, vom schlechten Gewissen geplagt, dem Kind unbewusst einredet, dass es zu kurz kommt. Kinder haben da sehr feine Antennen was die Gefühle der Eltern angeht. Hast du also ein schlechtes Gewissen deiner großen Tochter gegenüber, vermittelst du ihr automatisch das Gefühl mit. Und sieh es mal so, die meisten Familien haben mehr als 1 Kind. Würden alle älteren Geschwister einen Knacks bekommen, würden nur noch Gestörte umher laufen. Lass dir nicht so einen Blödsinn einreden. Hör auf dein Bauchgefühl. Wäre der Mensch nicht dafür gemacht mehrere Kinder großzuziehen und ihnen alles zu geben, hätte es die Natur schon so eingerichtet, dass jede Frau nur einmal gebären kann.

        LG
        Michaela

        Huhu meine wird 10 und ich wir denken glaube ich ähnlich.

        Bsp ich mach der großen grad vesper und das baby meckert dann kann es das die minute aushalten in meinem Augen.
        Oder ich muss ihr bsp für die schule die Haare flechten weil sie los muss ja dann dauert das eben auch 2 min und daran stirbt kein kind.
        Zwillings mamas können sich ja wohl kaum zerreisen und wir haben eben das glück das unsere großen viel verstehen und Verständnis haben werden.

        Ich denke mit großen kindern ist es weit aus unproblematischer wie mit kleinen da sie eben mehr verstehen,aber nur weil sie verstehen muss man sie nicht immer hinten anstellen.

        Liebe Grüße

        Allein die Formulierung "durfte auch mal weinen". Ich meine, ist weinen etwas tolles? Fühlt man sich super, wenn man alleine in der Ecke liegt und weint und deshalb wünscht man sich das für sein Baby?

        Natürlich muss man manchmal Prioritäten setzen. Man kann es nicht immer jedem Recht machen, man kann sich auch nicht zerteilen, um immer für jedes Kind da zu sein. Aber man kann ja trotzdem versuchen auf die Grundbedürfnisse einzugehen und nicht von vorneherein sagen "Diese zwei Stunden gehören nur Kind 1, da ist mir Kind zwei egal!"

        Da hatten meine Kinder ja schon im Kleinkindalter mehr Empathieempfinden als du. Meine Große hat sich schon mit zwei Jahren immer furchtbar aufgeregt, wenn irgendwo im Supermarkt ein kleines Baby brüllen musste, weil die Mutter lieber in Ruhe Käsesorten verglichen hat. Und meine Einjährige kommt an, wenn sie sieht, dass jemand traurig ist. Als der Mittlere nach einem kleinen Sportunfall weinend auf der Couch lag, hat sie sich neben ihn gesetzt und ihn geküsst und gestreichelt.

        Dieses ewige "Aber es hat mir ja auch nicht geschadet" bin ich ziemlich leid. Woher will man das eigentlich wissen? Niemand weiß mit Sicherheit, was aus einem Kind geworden wäre, wenn man es anders erzogen hätte.

        Und stell dir vor, auch ich habe das Auto stehen lassen und bin zu Fuß zum Einkaufen gegangen. Ruhiges Kind, Bewegung für Mama und besser für die Umwelt war es auch noch. Für längere Strecken habe ich gerne den Zug genommen. Hat wunderbar funktioniert und irgendwann hat man Sohn trotzdem das Auto akzeptiert.
        Warum sollte ich mir das Leben auch schwerer machen, als es ist? Bringt ja nix, wenn das Baby so brüllt, dass ich mich kaum auf den Verkehr konzentrieren kann.

        Und auch wenn sich hier anfangs immer sehr viel um den Kleinsten dreht, müssen die Großen da ja nicht zwangsweise drunter leiden. Man kann auch solche Zeiten gemeinsam meistern und auch genießen.

        lg

        • >>>Dieses ewige "Aber es hat mir ja auch nicht geschadet" bin ich ziemlich leid. Woher will man das eigentlich wissen?<<<

          #pro

          Das denke ich auch immer.

          In den Praxen von Psychotherapeuten sitzen reichlich Leute, denen als Kind irgendwas "nicht geschadet" hat.

      Ich hatte das PRoblem nicht, dass ich für meine Große nicht mehr hätte da sein können.
      Meine Kleine hatte ich den ganzen Tag im Bondolino, sie hat sich fast nur zum Stillen und wickeln gemeldet, insofern konnte ich mich mit der Großen genauso fortbewegen wie vorher auch.

      Beim Einschlafen hatte ich eine links und eine rechts.

      Hab ich die Kleine links gestillt, hatte ich im rechten Arm die Große.

      Wenn man ein Schreibaby hat, klappt so etwas sicher nicht so entspannt, aber im Normalfall muss man die Großen nicht "vernachlässigen".

      Zum "durfte auch mal schreien" über das sich hier gerade gern aufgeregt wird. Ich verstehe das jetzt mal so, wie es hoffentlich gemeint ist:

      Es ist genauso wichtig für Kinder, dass sie auch mal in Ruhe wütend sein und schreien dürfen wie es wichtig ist, dass sie getröstet werden, wenn sie Trost wollen.
      Es ist genauso wichtig für Kinder, unangenehme Situationen aushalten zu lernen wie es wichtig für sie ist, dass man sie nicht unnötig unangenehmen Situationen aussetzt.

      Wie immer: Die gesunde Mitte machts, dann klappt schon alles.

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