Großfamilie

    • (1) 04.09.18 - 10:04

      Hallo ihr Lieben... Mich würde es interessieren wie Ihr als Großfamilie Außenstehende erlebt. Haben sie euch gegenüber Vorurteile oder werden sogar beleidigend, weil ihr mehr als nur 1-2 Kinder habt? Oder merkt ihr da keinen Unterschied? Wie geht ihr damit um?

      • (2) 04.09.18 - 10:27

        Eine Großfamilie ist meiner Meinung nach nicht "1-2 Kinder mehr als andere", sondern wenn mehr als 2 Generationen unter einem Dach leben, also Enkel, Eltern, Großeltern etc.
        Mit 3 Kindern wären wir sonst auch schon "Großfamilie", so würde ich uns aber noch nicht bezeichnen. Kann aber auch sein, dass ich falsch liege :-).
        VG

        • (3) 04.09.18 - 11:10

          Ich habe es jetzt bewusst einfach Großfamilie genannt mehr als 1-2 Kindern zu haben, weil es das ist was in meinem Umkreis so rüber kommt. Bei einem Kind sagt keiner was. Bei zwei Kindern wird gesagt, ja das reicht ja schon und ab dem dritten Kind kommen Sprüche wie „ja kann man ja jetzt auch nicht mehr ändern“ oder „jetzt habt ihr aber abgeschlossen oder?“
          Deshalb fragte ich ja wie Familien ab 3 Kindern das so erleben.

      (5) 04.09.18 - 10:40

      Also, wir haben 3 Kinder, aber ich sehe uns jetzt nicht als Großfamilie...
      Trotzdem ist es manchmal so, dass ich schon erstaunte Blicke bekomme, wenn ich sage, dass ich 3 habe...so als hätte ich 13 gesagt : )

      Ich empfinde es allerdings so, dass, zumindest in meiner Umgebung, mehr Familien 3 Kinder haben, als noch vor ein paar Jahren.

      Ich finde, jeder soll so viele Kinder haben, wie er sich auch leisten kann.
      Was ich "asozoal" finde, wenn eine Familie von Hartz 4 lebt und trotzdem weiter munter Kinder in die Welt setzt.
      Das jeder mal in Not geraten kann, ist klar und da muss man auch helfen, aber wenn ich schon auf Hilfe angewiesen bin, dann vergrößere ich mich nicht auch noch.

      An wieviel Kinder ist man denn eine Großfamilie? 4?

      • (6) 04.09.18 - 11:16

        Wie ich oben kommentiert habe erlebe ich es so, dass bei einem Kind keiner was sagt, bei zwei heißt es ja jetzt ist aber gut und ab 3 Kinder kommen Sprüche wie „kann man ja jetzt nicht mehr ändern“ oder „jetzt habt ihr aber abgeschlossen oder?“
        Deshalb fragte ich wie Familien ab 3 Kindern das so erleben in der Gesellschaft. Ich finde es ehrlich gesagt schrecklich wenn man bestimmen möchte wie viele Kinder jemand bekommen darf oder nicht. Auch ohne wie du sagtest von Harz4 zu leben habe ich das Gefühl, dass alle Familien hier teilweise auf die Anzahl ihrer Kinder reduziert wird. Das gleiche mit ob die Mama arbeiten geht oder zuhause bleibt. Da frage ich mich manchmal auch wessen Problem das ist? Wenn der Partner als Alleinverdiener funktioniert wo liegt dann das Problem wenn Frau Zuhause bleibt...

        • (7) 04.09.18 - 11:38

          Da würde ich mir eher um das seltsame Umfeld Gedanken machen, in dem ich lebe und meine Kinder aufwachsen lasse.....
          Die meisten, die ich kenne, finden 3 Kinder toll, trauen es sich selbst finanziell, zeitlich und räumlich allerdings nicht zu.

          • (8) 04.09.18 - 18:55

            Leben in einer Stadt. Keine Ahnung ab wann man zur Großstadt zählt. Aber bei mir zB kommen solche Aussagen auch von Familie und Bekannte (bei denen frühere Generationen sogar 5 Kids und mehr hatten und es normal war). Heute sagen sie mehr als ein Kind sei egoistisch. Zwei noch vertretbar, aber ab 3 absolutes NoGo. Wie könne man nur so viele Kinder in solch eine Welt bringen (damit meinen sie wohl wegen Terrorismus und Armut oder was auch immer) usw usw Es ist denen auch egal wie es finanziell ist. Bleibt Mama zuhause ist sie faul. Geht Mama arbeiten ist sie eine rabenmutter. Und auch wenn nur der Partner arbeitet und man sich dennoch alles selber finanzieren kann ist denen das egal. Es sind ihnen einfach zu viele Kinder und das wäre falsch. :/

    (10) 04.09.18 - 12:13

    Wir leben ein Patchwork- Gefüge mit 4 Kindern und einem Enkelkind (bald kommt ein Zweites :))

    Leibliche Kids hab ich 3.

    Habe absolut noch nie etwas Negatives dazu gehört. Wenn dann nur positive Resonanzen.

    In unserem Umfeld sind mehr als 2 Kids aber auch Gang und Gäbe.

    LG Claudi

    (11) 04.09.18 - 13:04

    Hi,

    ich glaube das hängt sehr vom Umfeld ab.
    Wir wohnen ländlich, in einem Dorf mit vielen jungen Familien, mit Elternverein und engagierter Jugendarbeit der Sportvereine, Kirche usw.
    Wir haben gefühlt viele Kinder im Ort, sie gehören überall selbstverständlich dazu, und viele Familien unterstützen sich gegenseitig bei der Betreuung.
    Hier gibt es einen deutlichen Trend zum dritten Kind. Mir fallen viel mehr Familien mit drei oder vier Kindern ein als Familien mit nur einem Kind. Die breite Masse hat zwei Kinder, aber drei sind wirklich keine Ausnahme. Mal überlegen... ich kenne in unserem 2.000-Seelen-Ort vier Familien mit vier Kindern und 17 mit drei Kindern - kann aber auch sein, dass ich da noch jemanden vergessen habe. Ich als zwei-Kind-Mama musste sogar schon erklären, warum wir nicht noch ein drittes bekommen.
    Ich glaube wir haben hier aber auch generell ein sehr kinderfreundliches Umfeld, in dem auch die Dorfgemeinschaft noch funktioniert.

    Viele Grüße
    Angel08

    (12) 04.09.18 - 13:56

    Hallo,

    wir haben 3 Kinder und ich habe nie etwas negatives dahin gehend gehört. Hier im Ort gibt es viele Familien mit 3 Kindern. Es ist also nichts ungewöhnliches. Was hier eher selten ist sind Einzelkinder. Im Prinzip ist es egal wer wie viele Kinder hat. Solange er sie sich leisten kann und mit ihnen zurecht kommt. Was ich allerdings nicht verstehen kann und negative Kommentare als gerechtfertigt empfinde, ist wenn sozial schwache Familien, die eh schon Sozialleistungen beziehen, ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen.

    LG
    Michaela

    (13) 04.09.18 - 15:31

    Ich finde es doch echt klasse, dass es wohl doch nicht überall so ist, dass man als Mehrfachmama verurteilt wird. Wir leben hier in der Stadt und hatte mich sehr gewundert welche Vorurteile gegenüber Familien mit mehreren Kindern zu Ausdruck kommen. Aber bei euch scheint es wohl nicht so zu sein. Finde das wirklich gut!

    • (14) 04.09.18 - 16:47

      Hallo,
      wir haben 4 Kinder und ich ernte eigentlich nur positive Rückmeldungen und Anerkennung, um nicht Bewunderung zu sagen, was mir fast peinlich ist ;-)
      Liegt aber wohl auch daran, dass mein Mann und ich beide gute Jobs haben, wir stehen voll auf eigenen Füßen ... in dem oben schon beschriebenen Umfeld können die Reaktionen bestimmt anders ausfallen.

(15) 04.09.18 - 20:11

Seid Kind 5 ist es weniger geworden . Inzwischen sind 3 -4 kleine Kinder absolut nicht mehr unüblich ich sehe heute viel mehr Familien mit 3 oder 4 kleinen Kindern wie vor 10 Jahren wo wir eher die Ausnahme waren . Inzwischen bewegen wir uns natürlich deutlich weniger oft als komplette Familie meistens haben wir nur die jüngeren mit . Mit 3-4 Kindern sind wir dann in der Norm . Zudem sind wir natürlich auch an unserer Aufgabe gewachsen und dementsprechend lasse ich mich selten aus der Ruhe bringen was mir aber immer wieder auffällt ich ernte mit dem jüngsten regelmäßig Unverständnis von anderen Mütter (mit 1-2 kleinen bzw. einem gleichaltrigen Kind ) weil ich anders mit meinem Kind agiere und weil mein Kind natürlich durch seine vielen Geschwister auch anders ist wie andere Kinder mit einem oder noch keinem Geschwister .

(17) 05.09.18 - 11:22

Hallo

Ich versuche Dur mal unsere Situation zu schildern.

Wir sind so eine richtige Großfamilie.
Wir haben 8 KInder im Alter zwischen 17 3/4 und 5 Monaten.

Ich erlebe im Alltag wirklich jede Art von Reaktion.

Mehrfach musste ich mir schon so blöde Sprüche wie "habt ihr keinen Fernseher" oder "habt ihr kein anderes Hobby" anhören. Oft auch von Leuten, die uns gar nicht wirklich kennen.

Ich bekomme aber auch ganz viel Zuspruch und Respekt entgegen von Menschen die sehen wie es bei uns läuft.

Mir ist einfach ganz wichtig dass wir nicht in die RTL II Schublade gesteckt werden.

Mein Mann und ich sind beide berufstätig ( ich z.Zt. In Elternzeit danach Teilzeit)

Wir engagieren uns sehr bei uns im Dorf und unterstützen unsere Kinder bei allem was Sie tun.

Das unterscheidet einfach Großfamilien von Großfamilien.

Und die paar wenige die dennoch meinen sie müssen sich den Mund über uns zerreißen konter ich entgegen dass es unsere Sache ist, da wir die Kinder selbst erziehen, selbst nach ihnen schauen und vor allem selbst finanzieren.

Und die Beste Antwort die ich immer im Gepäck habe auf fragen wie unsere Hobbys ist dass wir wohl andere Hobbys haben, aber keines was so Spaß mach😂

  • (18) 05.09.18 - 12:00

    Ohja diesen Kommentar mit „habt ihr keinen Fernseher gehabt“ hatte ich bei meiner zweiten Schwangerschaft. Und ich denke manchmal auch RTL2 zeigt immer gerne ein Mist, dass viele sich einbilden es sei überall gleich. Ich bin der Meinung es sollte jeder selbst entscheiden wie viele Kindererziehung will und sich leisten kann. Leider wird meist nicht gesehen, welche Leistungen diese Eltern vielleicht bringen, sondern sie werden sofort auf die Anzahl ihrer Kinder reduziert. Hab schon so oft gehört mehrere Kinder = asozial. Finde solche Aussagen einfach unmöglich!

    (19) 05.09.18 - 12:01

    *Kindererziehung sollte Kinder heißen ^_^

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