Umgangsrecht - 9 Jährige will Vater nicht sehen

    • (1) 06.09.18 - 07:59

      Hallo ihr Lieben,

      ich wollte euch mal nach euren Erfahrungswerten fragen. Mein Partner und die Mutter der gemeinsamen Tochter kommen nur schwer miteinander klar. Da es immer wieder Unstimmigkeiten gab wurde die Umgangstage für 2018 gerichtlich geregelt. Leider sieht er sie sowieso nur 1x im Monat am Wochenende und in den Ferien. Immer wenn die Betreuung ansteht fällt der Kindesmutter was Neues ein, warum die Kleine angeblich nicht kommen könnte. Meistens klappt es dann aber doch wenn man an die gerichtlichen Vorlagen erinnert. Gestern war es aber das erste Mal so, dass die Kleine selbst bei ihm anrief und sagte, dass sie am Wochenende lieber bei Mama (und deren Partner) bleiben möchte.

      Nun ist die Frage, was macht man? Sollte er auf sein Umgangsrecht bestehen weil er sie sowieso so selten sieht und die Kleine auch sehen möchte. Oder gibt man dem Kind den Freiraum, den es sich (angeblich) wünscht und gefährdet eine Entfremdung zwischen Vater und Tochter? Und wenn man es einmal zugesteht, wer sagt, dass sie nicht beim nächsten Umgang auch wieder sagt, dass sie ihn nicht sehen will?

      Die Kindesmutter sagt leider immer nur "ich kann L. nicht zwingen. Weder mit dir zu telefonieren, noch dich sehen zu wollen." Sie hat doch eine Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht, oder? Muss sie nicht wenigstens probieren das Kind positiv zu beeinflussen?

      Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer.

      Ich freue mich über eure Antworten.


      Liebe Grüße

      • (2) 06.09.18 - 08:22

        Hallo
        Ich wuerde das Kind abholen und auf den Umgang bestehen.
        Auch das Kind hat sich an der gerichtlichen Vereinbarung

        • (3) 12.09.18 - 16:31

          ???

          (4) 12.09.18 - 16:34

          Die Kleine ist doch kein Päckchen, das man hin und her schieben kann, wie’s einem passt! Das Gericht entscheidet zum Wohle des Kindes. Wenn das Kind nicht zum Vater will, sollte zunächst der Grund geklärt werden! Hier sollte niemand gezwungen werden! Wie bist du denn drauf?🤷‍♀️

      Die Frage ist tatsächlich weshalb das Kind das so sagt. Manchmal ist tatsächlich der Einfluss dahinter das Problem (das kann man aber nur mutmaßen) aber es gibt auch Kinder die das ohne dem Einfluss der Mutter in dem Fall von sich aus so knallhart sagen.

      Meine beste Freundin hat häufig das Problem, das es heißt ihr 9 Jähriger wolle nicht zu ihr. (Er kommt zu ihr am Wochenenden und der Hälfte der Ferien.) Häufig ist es ne Mischung aus Einfluss (vor allem der Oma) und Siutationsbedingt. So wollte er letztens mal wieder nicht kommen. Grund war eigentlich nur, dass er mit seinem Kumpel noch ne Stunde Fußballspielen wollte und nur nicht zur verabredeten Zeit kommen wollte. Die Oma hat ihn dann beeinflusst ala "Du musst ja nicht zur Mama wenn du das nicht möchtest." Und schon wurde aus, ich will erst später, ich will gar nicht. Dann hat sie mit ihm telefoniert und gesagt "Wenn es nur daran liegt, dass du noch spielen willst, ist das gar kein Problem. Du kannst ja über den Papa anrufen und sagen, dass du später kommen willst, weil xyz - mit mir kann man doch reden!"

      Andere Freundin hat nen 13 jährigen Sohn und der Sohn sagt schon seit er 8 ist, dass er keine Lust auf seinen Vater hat! Das ohne dem Einfluss der Mutter. Die regelmäßig zu ihm sagt "Das ist dennoch dein Vater. Wenn DU nicht zu ihm willst, musst du ihm das sagen, das übernehm ich nicht für dich!" Der Vater hat extra ein Hund angeschafft, als Lockmittel damit er überhaupt noch freiwillig kommt. Der fährt da nur hin wegen dem Hund, nicht wegen dem Vater. Der Sohn hat einfach kein Bock auf den Vater, weil er ihn nur ausquetscht bezüglich der Mutter, als wäre er sein Spion - darauf hat er schonmal überhaupt keine Lust seine Mutter "ans Messer" zu liefern aber auch allgemein ist ihm dieses hintenrum zu dämlich. Dann verspricht der Vater ständig Dinge die er mit ihm macht, für ihn kauft und weis der Geier nicht was und dann ist er da und nix davon wird umgesetzt - Frustration. Wo er sagt, dann soll er einfach gar nix anbieten, dann wird man auch nicht enttäuscht. Sein Vater ist zudem Iraker was nicht selten den Einfluss hat, dass er seine Mutter und Frauen (auch neue Lebenspartnerin) nicht gerade nett behandelt. Er hat um Gottes Willen nie ne Frau geschlagen, das sagt selbst meine Freundin, aber er ist n Pascha und sehr herablassend im Umgang wenn er nen schlechten Tag hat. Und da ist der Sohn sensibel... dieses "wie redest du mit meiner Mutter" da geht er sehr in ne Beschützerhaltung.
      Ihr ist es ja egal ob er ein gutes oder schlechtes Verhältnis zum Vater hat, aber sie funkt da nicht rein. Er kann jederzeit mit ihm Kontakt haben, ihn jederzeit anrufen wenn er will oder besuchen. Für sie ist nur wichtig, dass sie weis wo ihr Kind gerade ist - auch wenns beim Vater ist. Und sagt eben auch knallhart "Du hast Probleme mit deinem Vater - dann klär das selbst! Du musst lernen den Mund aufzumachen und zu sagen. Ich will nicht kommen weil du versprichst mir immer Dinge die du nicht einhältst etc." Dann ruft er an, sagt er will nicht kommen, schiebt aber andere Gründe vor, weil er ihm nicht das sagen kann wie der Mutter, den wahren Grund. Und kommt dann mit "er glaubt er wird krank" oder "morgen haben wir ein Fussballturnier da muss ich noch trainieren" etc.

      Ich bin z.b. erst mit meinem Vater gebrochen als ich bereits 18 war. Getrennt waren meine Eltern seit ich 10 bin. Warum - auch ein nicht unerheblicher Einfluss. Ich komm mit der neuen Frau an seiner Seite nicht klar und diese steht ganz deutlich über mir in seiner Prio. Sie arbeitet gegen mich, ich sollte akzeptieren das er ne neue Familie hat und mich nicht mehr melden (hat er natürlich nicht mitbekommen)... und im nachhinein durfte ich mir anhören "Warum sollte sie sowas sagen." #klatsch

      • Sollte das Kind mit 9 Jahren in der Lage sein meinem Partner zumindest vernünftig zu erklären warum sie ihn nicht sehen will? Sonst kann man doch auch nicht daran arbeiten, oder? Die Mutter sagt immer, dass er die Kleine nicht mit Fragen unter Druck setzen soll...

        • Das kann man von nem 9 jährigen Kind absolut erwarten. Wenn die Mutter aber so reagiert, klingt das stark nach Beeinflussung. Denn wenn sie keinen negativen Einfluss genommen hat, braucht sie sich ja nicht rechtfertigen das das Kind am Ende vielleicht die Wahrheit sagt. Denn wenn die Wahrheit aussieht, dass man nicht kommen möchte.

          -Weil man mit der Lebenspartnerin/Lebenspartner nicht klar kommt.
          -Weil die Freunde ja alle bei der Mama leben und man dort gar keine hat.
          -Weil das Kind gestört ist von Eigenschaften des Vaters. (Lügen, Schimpft zu viel etc.)
          -Weil man beim Papa nicht weis was man machen soll, weil mans langweilig findet.
          .....
          Dann kann das Kind das doch sagen. Ein Kind in dem Alter muss anfangen, das es für die Entscheidungen die es trifft, selbst auch gerade stehen muss und seine Entscheidung ggf. begründen muss. Ich meine, mein Sohn ist 2,5 und wenn der was nicht will, was ich ihm vorgib, frag ich ihn ja auch "warum willst du nicht"... ist das unter Druck setzen? Ich bitte dich!!!! Das ist ne gerechtfertige Frage auf die dein Mann ein Anrecht hat, wenn das Kind schon nicht kommen möchte, dass es selbst erklärt warum.

          Und wenn die Antwort nicht lautet "Weil die Mama sonst wieder böse ist" - hat die die Mutter doch nix zu befürchten. Oder steht sie selbst nicht hinter der Ablehnenden Haltung des Kindes?

          Was soll denn aus Kindern werden die mit 9 Jahren sowas nicht mal zu bewältigen gezwungen sind? Soll man diesem Kind später mit 16 auch den Ausbildungsplatz suchen? Weil es sich selbst nicht traut zu fragen?:-p Gibt ja so Exemplare (Fremdschäm)... wo die Ausbildungsplatzsuche oder Praktikumssuche über Mami und Papi geregelt wird. #schock

          • Unter Druck stetzt man ein Kind nur dann, wenn zwei Leute was gegenteiliges von ihm wollen und das Kind zwischen den Stühlen hockt aber keinem "weh tun" möchte. ABER auf keine Fall weil man es fragt, warum es diese oder jene Entscheidung getroffen hat.

            Vielen Dank für deine Antwort. Gerade schrieb mir mein Mann, dass ihn die Kindesmutter bereits per SMS kontaktiert hat und mitteilte, dass sie sich am Wochenende frei nehmen wird weil das Kind Angst hat und sie für sie da sein möchte und er sie nicht betreuen wird. Dadurch, dass die Mutter so schwierig ist, macht es alles noch komplizierter.

            • Wenn solche Sachen per SMS vorliegen. Ganz ehrlich.. ich würde an seiner Stelle zum Jugendamt gehen und nicht den Vorwurf unterstellen sondern den Verdacht äußern, dass seine EX-Frau eine verschobene Selbst- und Außenwahrnehmung hat. Ggf. ratsam ist das auch therapeutisch (das mein ich ernst) anzugehen. Denn er macht nichts, was für ihn nachvollziehbar wäre, dass ein Kind Angst vor ihm haben müsse. Man könne ja gerne vor Ort dabei sein, auch beim Aufenthalt mit der Tochter (um auch zu zeigen, ich hab nix zu verbergen). Das der Einfluss und den Druck den die ExFrau und Kindesmutter scheinbar ausübt, in deinen Augen nicht gut fürs Kind ist. Das man vor Ort mal begleitet, die Mutter und gerne insgesamt begleiten sollte um beide Seiten wirklich zu sehen.

              Denn sorry "Ich nehm mir jetzt das Wochenende frei, weil mein Kind so Angst vor dir hat (obwohls nicht mal bei dir ist) das ich für sie da sein möchte" allein die Tatsache das sie das so schreibt. Das ist doch Profilieren mal ganz ehrlich! Wenn mein Kind wirklich Angst vorm Vater hat, mach ich das zwar was sie schreibt, aberi ch schreib das doch nicht dem Vater! WOZU? Außer ich hätte Klärungsbedarf weil ich es mir nicht vorstellen kann wodurch das ausgelöst würde. Dann würde ich das aber auch so fragen.

              Frauen klammern gerne übernatürlichlich ungesund an ihren Kindern, wenn sie ne Trennung hatten. So nach dem Motto "das ist das einzige was ich noch festhalten kann solange es nicht flügge ist" und die Paranoier, dass der Ex-Partner einem das Kind auch noch wegnehmen kann!

              Diese ich muss dir unter die Nase reiben, wie scheiße dich dein Kind doch findet. Kombiniert mit "du musst nicht mit dem Kind reden, das würde nur Irritationen schaffen"... ist für mich ein Klassiker des. Die Mutter hat im Zuge der Trennung gänzlich den Verstand verloren und projeziert all ihre Sorgen aufs Kind, beeinflusst es (oft nicht mal bewusst) und verstört das Kind selbst. Klar wenn ich einem Kind 100 mal am Tag sage, wie blöd der Papa ist und das Kind mit den eigenen Ängsten konfrontiere bekommt das Kind logischerweise Angst. Die Frage ist aber vor WEM!

              • Es wurde auch gerichtlich vorgeschrieben, dass sie zusammen zur Elternberatung gehen. Das beginnt im Oktober. Vielleicht hat er hier die Chance nochmal auf die Kindesmutter einzuwirken obwohl das tatsächlich unmöglich zu sein scheint. Sie waren schon mal dort und hatten Telefonzeiten ausgemacht. Mein Partner und die Kleine sollten sich einmal die Woche austauschen. Rate mal wie lang das gut ging bis es wieder hieß "das Kind will nicht und ich werde sie nicht zwingen"?...

                (12) 06.09.18 - 13:57

                Die Mutter beim JA mit Dreck zu bewerfen kommt immer schlecht. Darunter fällt auch ihr Laiendiagnosen zu verpassen

                Vorm JA wird immer schön aufs Kind und sein Wohl bezogen argumentiert. Alles Andere fällt ihm nur auf die Füße, Stichwort Paarebene von Elternebene trennen.

                LG

                • Das geht nicht darum den anderen mit Dreck zu bewerfen. Das Jugendamt ist eine Hilfsorganisation dei Unterstützen kann und sollte wenn Probleme auftreten. Und wenn dem Kind Angst eingeredet wird, ist es ratsam die Hilfe von ausen mit einzubeziehen wenn ein persönliches vernünftiges miteinander nicht umsetzbar ist.

                  Da gehts in keinsterweise darum jemanden mit Dreck zu bewerfen oder das das Kind weggenommen wird oder oder oder. Aber die Frau braucht dringend Hilfe im Umgang mit dem Kind und das ehemalige Paar dringend Begleitende Unterstützung von Fachleuten. Das Kind ggf. selbst ne Therapie weils schon nen Knacks weg zu haben scheint, wodurch auch immer begründet.

                  Hier wird aber ganz deutlich schädigend aufs Kind Einfluss genommen und da steht das Kindeswohl an erster Stelle. Das das manchmal nur hilft indem man auch offenlegen muss was passiert - ist leider nötiges Übel. Ich bevorzuge es generell. Wenn Problemlösungen gemeinsam gefunden werden. Aber nicht immer ist nach ner Trennung genau das möglich und leider ist es nicht selten. Das der Elternteil, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, sprich das Kind überwiegend bei ihm lebt. Das dieser das Kind nicht selten für Machtspiele missbraucht ohne sich dem bewusst zu sein.

                  Es geht nicht um Vorwürfe und Anschuldigungen nur um Verdachtsmomente, die mit dem Auftreten welches gezeigt wird, den Eindruck erwecken als wäre es so.

                  • (14) 06.09.18 - 14:11

                    Ich wollte dir aufzeigen, dass "die Mutter redet meinem Kind ein, dass.." oder "die Mutter muss aufhören so zu klammern" todsicher der falsche Weg ist.

                    "Ich mache mir Sorgen, weil unsere Tochter so bedrückt ist, wenn sie die Mutter zurück lässt. Mir scheint, sie hat einen inneren Konflikt, der möglicherweise an der angespannten Situation zwischen uns Eltern liegt. Wie können wir unsere Tochter entlasten?"

                    Darum geht's.

                    LG

    Ich würde das kind ganz normal abholen zum Umgang und dem Kind deutlich machen das es unser! Wochenende ist. Vielleicht etwas schönes in Aussicht stellen was man vor hat zu machen.

    Es ist davon auszugehen das das kind von der Mutter beeinflusst wird.

    Wieso ist der Umgang nur einmal im Monat gerichtlich geregelt?

    • Die größte Sorge ist, dass die Mutter das Kind vielleicht sogar zurückhält wenn wir am Wochenende zum Abholen vorbeifahren und sie (wieder) sagt, dass das kann das nicht will und man sie nicht zwingen kann. Was machen wir denn dann? Man will ja auch nicht vor dem Kind streiten/diskutieren.

      Mein Freund arbeitet in Schichten und leider auch an 2-3 Wochenenden im Monat.

Hallo,

ich sehe das etwas anders. Natürlich hat der Vater ein Recht auf den Umgang, aber ich finde, dass Kind sollte weder gezwungen, noch mit irgendwelchen Sachen gelockt werden. Es ist doch durchaus möglich, dass es nicht zu Papa möchte, was nicht mal im Zusammenhang mit schlechtem Einfluss der Mutter zu tun haben muss.

Dreh doch euren Fall mal um! Was wäre wenn das Kid nicht zum vereinbarten Umgang mit der Mutter möchte? Würde der Papa dann gut zureden, oder würde er auch sagen, wenn du nicht möchtest ist das auch okay?

Natürlich hat der Vater auch Rechte, aber ein Kind kann nunmal nicht gezwungen werden. Die genauen Gründe, warum es nicht möchte, weiß nur das Kind selbst. Nehmen wir mal an, ihr wärt Mutter Vater und leibliches Kind. Was wenn das Kind einen seit langem geplanten Ausflug mit Papa oder Mama irgendwo hin nun doch nicht machen möchte, würdet ihr es dann trotzdem machen?
Und nein für mich macht das in dem Fall keinen Unterschied, denn hier geht es um den "Willen" des Kindes.

  • Aber wir würden gern wissen wollen warum das so ist? Es war tatsächlich schon oft so, dass die Kleine bei uns war und sagte, sie wolle nicht wieder zurück. Tatsächlich sprechen wir ihr immer gut zu und erklären ihr, dass sie natürlich gern dort bleiben möchte wo sie sich wohl fühlt und das immer wieder so sein wird, dass sie irgendwo lieber oder weniger lieber ist.

    • Ich denke einfach das Kind ist zerrissen. Es möchte es Mama und Papa Recht machen. Ist sie bei euch fühlt sie sich wohl und möchte bleiben, genauso ist es möglich, dass sie es bei der Mutter ebenso möchte und dann eben gesagt wird, sie möchte nicht zu Papa oder nciht zu Mama.
      Inwieweit sie von der Mutter beeinflusst wird, kann ich nicht beurteilen.

      Gut zureden ist ja gut und schön, aber es wäre auch möglich, dass sie dadurch den Eindruck bekommt nicht werwünscht zu sein so nach dem Motto "aber du musst doch zu Mama" oder so ähnlich und dann eben auch mal sagt sie möchte nicht zu Papa. Denn Mama zwingt sie ja nicht, weißt du was ich meine?

      • Und wenn sie es wieder und wieder sagt? Bekommt er sie dann gar nicht mehr zu Gesicht weil sie nicht möchte und er versteht nicht mal warum?

        • Theoretisch ja, denn was ist die Altenative, bzw. was wäre wenn es umgekehrt wäre und das Kind nicht mehr zur Mutter will?

          In diesem Fall hier klingt es so, als würde die Mutter das Kind nicht zum Vater lassen, was aber keiner von uns weiß, ob das auch wirklich so ist. Natürlich hat der Vater das recht darauf, sein Kind zu sehen, aber eas tut man wenn das Kind nicht will? Es zwingen, mit dem evtl. Ergebnis, dass es sich noch mehr abgrenzt vom Vater?

          Die Frage ist ja auch, was wäre denn eine vernünftige Begründung, dass sie nicht zu Papa will? Wo will man da die Grenze ziehen?

(22) 06.09.18 - 14:02

Falsch. Streng genommen hat das Kind dort gar nichts zu melden.

Nehmen wir mal an, das Kind will am Umgangssonntag nicht zur Mutter zurück. Soll der Vater sich dann auch auf den Kindeswillen berufen? Das wäre dann deiner Auffassung nach der richtige Weg.

Über den Umgang bestimmen die Eltern und nicht das Kind. Können sich Eltern nicht einigen, bestimmt das Gericht. Das ist hier der Fall. Der Umgang wird durchgeführt, wie es das Gericht bestimmt hat. Verstößt die Mutter dagegen, müssen die im Urteil beschriebenen Zwangsmaßnahmen zum Tragen kommen. Stehen keine im Urteil, geht man wieder vor Gericht und lässt das Urteil dahin gehend erweitern.

Die Mutter muss kapieren, dass ihr das Kind nicht gehört, jedenfalls nicht mehr als dem Vater und dass sie hier nicht die Entscheidungshoheit hat und schon gar nicht das Kind zu manipulieren hat.

Manipulierenden Müttern/Vätern gehört m. E. das Sorgerecht entzogen.

LG

(23) 06.09.18 - 10:26

Hallo,

die gerichtliche Vereinbarung (Vergleich?) betrifft nur die Eltern. Also Mutter und Vater. Das Kind ist außen vor.

Eine " Loyalitätspflicht/Wohlverhaltenspflicht" gibt es nicht. Das einzige was nicht geschehen sollte und darf, ist eine Beeinflussung eines Elternteils um Umgangsansprüche zu vereiteln oder zu erschweren.
Aber die Beeinflussung zu beweisen, ist gar nicht so einfach.

Das Kind ist neun Jahre alt, und besucht den Vater nur einmal im Monat. Hinzu kommen evtl. Ferientage.
Hmh, ich frage mich, wie soll da eine "echte" Bindung entstehen? Dafür ist der Umgang einfach zu wenig. Sorry.
Ich glaube jetzt nicht das eine Beeinflussung seitens der Mutter stattfindet. Vielleicht bekräftigt sie die Tochter, wenn sie eine Entscheidung trifft, oder unschlüssig ist, dass hat aber mit Beeinflussung im herkömmlichem Sinn nichts zu tun.

Vielleicht sollte der Vater daran arbeiten: "Er möchte gern ein guter Vater und für sie da sein aber die Umstände machen es schwer. "

Er, also der Vater, sollte daran arbeiten den Umgang auszuweiten. Klar, er arbeitet an drei Wochenenden im Monat, aber entweder ändert man diesen Umstand oder beläßt es so, und lebt mit den Konsequenzen.

  • (24) 06.09.18 - 11:07

    Es gibt noch einen zusätzlichen Freitag im Monat wo er die Kleine von der Schule abholt. Bei der geplanten Elternberatung soll nun besprochen werden ob zusätzliche spontane Treffen mit dem Kind auch möglich sind. Es ist in der Tat schwierig bei so wenigen Umgängen eine Beziehung auszubauen oder zu halten.

    • (25) 06.09.18 - 11:28

      Der eine Tag mehr im Monat wird nicht ausreichen um Veränderungen herbeizuführen.
      Eine Elternberatung bringt meiner Meinung nach nichts, da alles was dort vereinbart wird jederzeit von beiden Seiten geändert werden kann.
      Da hat man besser ein "gerichtliches" Schreiben in der Tasche... wenn man diese Wege einschlagen will weil Eltern nicht in der Lage sind, Umstände herbeizuführen die es ermöglichen Gespräche zu führen, ohne das diese von Dritten beaufsichtigt werden müssen.

      Das Kind wird innerlich zerrissen sein. Es "muß" sich für eine Seite entscheiden. Und das ist wohl offensichtlich die Seite der Mutter.
      Beim Vater ist sie lediglich zu Besuch.
      Bei der Mutter herrscht Alltag, mit Freunden, Hobby, Schule... etc.
      Möglicherweise ist ihr der Alltag zur Zeit wichtiger als Besuche beim Vater. Wäre jetzt nicht eine ungewöhnliche Situation, sondern für mich eine verständliche.
      Diese Zeiten (das Alter des Kindes) sind prägend, und da will man doch wahrscheinlich mehr Zeit mit Gleichgesinnten verbringen.
      Da stören "Unterbrechungen" des Alltags nur.

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