Ehefrau, Mutter, Stiefmutter, total verzweifelt

    • (1) 14.09.18 - 09:37

      Hallo ihr Lieben. Ich brauche dringend Rat. So langsam bin ich wirklich verzweifelt.
      Kurz zu uns: Mein Mann, sein Sohn (7), meine Mädchen (11 und 9), unser gemeinsames Kind (14 Monate) ich schwanger (7.Monat). Eine richtige Patchworkfamilie.
      Nun zu meinem Problem: Der Sohn meines Mannes kommt alle 14 Tage zu uns. Er ist ein bisschen überdreht aber das macht nichts.
      Ich habe allerdings das Gefühl, dass er sich vor meinem Mann fürchtet. Den Grund wissen wir. Seine Großeltern mögen meinen Mann nicht und haben ihm erzählt er hätte seine Ex (die Mutter des Kindes) krankenhausreif geprügelt.
      Er vermittelt und permanent, dass er gar nicht bei uns sein will. Erkennt unseren jüngsten Sohn nicht als seinen Bruder an. Das neue Kind der Mutter schon.
      Mit seinem Verhalten, dass uns gegenüber pure Ablehnung zeigt, hat er nun auch noch meine Mädchen gegen ihn aufgebracht.
      Zwischen meinem Mann und ihm ist keinerlei Vater-Sohn Bindung.
      Es ist, als ob ein Nachbarskind übers Wochenende bei uns ist weil die Eltern verreist sind.
      Durch diese Ablehnung von den Kindern untereinander und ihm zu uns gibt es nur Zank und Streit an den Wochenenden.
      Ich bin so verzweifelt weil ich das nicht möchte. Aber finde keinen Weg wie es ruhiger werden kann.
      Als ich meinen Mann kennen lernte hatten die beiden übrigens keinen Kontakt. Die Mutter sperrte sich dagegen. Erst seit sie ihren neuen Freund samt Baby hat wollte sie plötzlich das er regelmäßig bei uns ist.

      • Hey.
        Ist ja wirklich eine unschöne Situation bei euch.
        Um ehrlich zu sein, würde ich es für das Richtige halten, den Kontakt erst einmal wieder etwas einzuschränken, (Telefonate, Vater Sohn Tag ohne euch usw. ) und Hilfe in einer Beratungstelle zu suchen. Offensichtlich geht es weder dem Jungen, noch euch mit der momentanen Regelung wirklich gut.
        Wenn ich richtig verstanden habe, hatte der Junge lange keinen Kontakt zum Vater? Dann kann ich verstehen, dass er sich ablehnend zeigt. Zumal noch dazu kommt, dass man eben nie weiß, was in der Familie der Mutter über euch erzählt wurde und dem Jungen eingetrichtert.
        Dann kann ich verstehen, dass er überfordert ist auf einmal Wochenenden bei einer Familie zu verbringen, zu der er keinen Draht hat, wenn es noch nicht mal eine gesunde Vater Sohn Beziehung gibt.

        Wie gesagt ich würde mir Hilfe suchen, die Situation erklären, dass beide Seiten unglücklich sind und versuchen den Kontakt etwas herunter zu fahren und langsamer aufzubauen. Ich weiß sowas ist immer leichter gesagt, als es in Wirklichkeit umzusetzen ist.
        Wünsche euch aber alles Gute🍀

        • Genau das wäre die perfekte Lösung. So habe ich mir das auch gedacht. Er muss ja langsam ran geführt werden. Leider sieht seine Mutter das anders. Sie besteht auf die für sie (halbwegs) freien Wochenenden. Wir haben ja schon versucht mit ihr darüber zu sprechen.

          • Deswegen würde ich eine Beratungsstelle vom Jugebdamt aufsuchen und es dort erklären. Ob sie einem dann wirklich helfen können, steht halt wieder auf einem anderen Blatt.
            Mit der Mutter allein zu reden bringt nicht viel. Ich bin auch eine Stiefmutter und mein Mann hat sehr lange versucht mit seiner Ex vernünftig zu sprechen, weil seine Tochter zu uns wollte. Leider musste es im Endeffekt doch über das Gericht geklärt werden, weil von Seiten der Mutter kein Lösungsvorschlag auf fruchtbaren Boden fiel.

      Die beiden Eltern sollen sich mit ihrem Kind zusammensetzen - gerne auch noch die Oma und ihm kindgerecht vermittel, dass die Geschicht so nicht stimmt. Falls sie dies nicht können, dann Jugendamt und Bitte um Mediator etc..
      Gleichzeitig würde ich akzeptieren, dass der Kleine die A-Karte hat. Beide Eltern neue Partner, er angeschoben zum Papa - warum soll er das gut finden.

      Ich würde lieber statt traute Familie, Papa und Sohn etwas unternehmen lassen.

      Qualitative Vater-Sohn Zeit am Wochenende.
      So MUSS DEIN MANN beginnen.

      Armes Kind - die Mutter schiebt ihn ab.

    • Die Gewalt gegen die Mutter war wirklich nur eine Erfindung der Großeltern? Kennst du den Scheidungsgrund?

      • Ich überlege gerade, ob ich, wenn ich vom Vater meines Sohnes Prügel kassiert hätte und dieser Typ keinen Kontakt zu unserem Kind hätte, den Kontakt dann wieder aufbaue um mein Kind dann zu Betreuungszwecken zu diesem Mann zu geben, obwohl das Kind nicht will.

        Mein Bauch sagt: niemals.

        Da passt irgendwas nicht. Und warum erzählt man einem 7jährigen Kind, dass die Mutter vom Vater verdroschen wurde?

        LG

    Da würde ich ganz ehrlich eine Beratungsstelle hinzuziehen.

    Nachvollziehbar fände ich noch:
    "Erkennt unseren jüngsten Sohn nicht als seinen Bruder an. Das neue Kind der Mutter schon."

    Das kenne ich von einigen Geschwistern mit Halbgeschwistern. Die Halbgeschwister im gleichen Haushalt, sind emotional, von der Häufigkeit her wie "richtige" Geschwister nur eben vom Blut her halb. Die anderen sind eben die in anderen Haushalten.

    Das trifft nicht auf alle Familien zu! Allerdings in manchen brauchen die Kinder das für ihre eigene Struktur, für ihre Orientierung, auch wo ihr Platz ist und so.


    "Er vermittelt und permanent, dass er gar nicht bei uns sein will. "

    Das wundert mich bei den gleich aufgeführten Punkten so gar nicht. Wie soll er auch damit zurecht kommen? Da wäre ich an Stelle des Jungen auch überfordert. An deiner Stelle natürlich auch. Aber du+Mann, vor allem dein Mann, könnt hierzu Hilfe miteinbeziehen. Der Junge ist dem hilflos ausgeliefert! So lange ihr euch nicht um Hilfe kümmert....


    Was mir zu bedenken gibt, sind folgende Punkte

    1. "Ich habe allerdings das Gefühl, dass er sich vor meinem Mann fürchtet. Den Grund wissen wir. Seine Großeltern mögen meinen Mann nicht und haben ihm erzählt er hätte seine Ex (die Mutter des Kindes) krankenhausreif geprügelt."
    2. "Zwischen meinem Mann und ihm ist keinerlei Vater-Sohn Bindung."
    3. Es ist, als ob ein Nachbarskind übers Wochenende bei uns ist weil die Eltern verreist sind."
    4. "Erst seit sie ihren neuen Freund samt Baby hat wollte sie plötzlich das er regelmäßig bei uns ist. "

    Wenn sie ihm das auch noch so vermittelt (insbesondere nach Punkt 1-3) wundert mich seine Abneigung gegen euch (die Gesamtsituation) so gar nicht. Ausgestoßen, weil er plötzlich muss und "ihr seid schuld", weil er zu euch muss, gegen seinen Willen und noch dazu bei dem, was ihm erzählt wurde/wird.
    Da käme ich mir an seiner Stelle mehrfach besch*** vor.

    Nur zu Leuten zu müssen, die ich nicht mag, nicht kenne, nur schlechtes gehört habe, würde ich nicht wollen.
    Nur wegen eines Babys weg zu müssen, auch wenn es zu Freunden wäre, fände ich als Kind mega doof.
    Das im Doppelpack fände ich mehr als doppelt sch****

    Und neue Leute, die dann einen auf glückliche Familie machen und erwarten, dass ich SO auch noch reinpassen würde und so tue als wäre alles tippi toppi oder wenigstens nett... no way. Wie ich mich verhalten würde, weiß ich nicht. Durchdrehen in irgendeiner Form aber schon. Noch dazu, wenn ich niemanden hätte mit dem ich über MEINE Gefühle reden könnte (ohne dass Familien.Krieg oder Hetze ausbricht)


    "Durch diese Ablehnung von den Kindern untereinander und ihm zu uns gibt es nur Zank und Streit an den Wochenenden."

    Verständlich. Daher würde ich dringend zu Hilfe von außen raten.
    Alleine experimentieren bei so viel Vorgeschichte, wäre mir zu gefährlich.

    Was denkt dein Mann?

    Ich würde mich einfach mal bei einer Familienhilfe beraten lassen. Das reicht auch, wenn du da alleine hin gehts und erzählst.

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