Jack/Parson Russel,Norwich oder West Highland White Terrier?

    • (1) 14.09.18 - 17:47

      Hallo Leute.
      Meine Frau (34) und ich (35) haben drei Söhne (4,6 und 10).wir würden gerne einen Hund haben.wir hatten noch nie einen Hund.meine Frau findet diese Rassen voll süß deswegen würde sie am liebsten eine von den dreien haben wollen.meine Frau arbeitet halbtags und ich würde es meinem ältesten Sohn auch zutrauen mit so einem Hund rauszugehen so besonders groß und kräftig sind sie ja nicht.meine Frau würde einmal vor der Arbeit mit dem Hund rausgerehen für eine halbe Stunde(von 6:30 Bis 7 Uhr), mein Sohn dann am Nachmittag(er würde um halb 3 losgehen,würde am halb 4 wiederkommen) und am abend geht mein Sohn dann nochmal eine halbe Stunde(18 Uhr bis 18:30).sind diese Hunde für Anfänger geeignet?Ist das für diese Hunde genug Auslauf?kommen diese Hunde gut mit Kindern zurecht?

      • Hallo!

        Terrier sind selbstbewusste Hunde, die dafür gezüchtet sind, ganz alleine in einen Fuchsbau einzudringen, dort eigene Entscheidungen zu treffen und zu überleben. Das heißt: sie denken selbst und sind deswegen nicht einfach zu erziehen - wenn der Hund entscheidet, dass der Mensch nicht gut genug entscheidet, entscheidet er selbst.

        Insbesondere KINDER sind nicht geeignet, um alleine mit einem Hund Gassi geschickt zu werden. Sie können vielleicht die Leine halten und der Hund gehorcht auch ab und zu, um dem Kind einen Gefallen zu tun, aber wenn es ernst wird, wird ein Hund eher nicht auf ein Kind so lange vor dem Einsetzen der Pubertät hören. Der Hauptteil des Gassi-Gehens liegt also bei euch Erwachsenen.

        Die Runde am Nachmittag sollte insbesondere ein Erwachsener übernehmen und den Hund da auch geistig auslasten. Nicht nur langweilig an der Leine laufen, sondern wirklich arbeiten.

        Es klingt so, als ob der Hund von 7-15:30 alleine bleiben sollte, das wäre zu lang. 5-6 Stunden am Tag sind Maximum. Außerdem fehlt noch eine kleine Runde um den Block vor dem Schlafengehen.

        Habt ihr jemanden, der den Hund versorgt, wenn ihr mal einen ganzen Tag im Schwimmbad oder Freizeitpark sein wollt? Urlaube? Habt ihr schon eine Hundeschule,die auch ein Erwachsener besuchen sollte?

        Kann mich der bisherigen Antwort nur anschließen.

        Wer bleibt beim Hund bis er Trocken ist und alleine sein gelernt hat? Ich gehe jetzt mal davon aus ihr wollt einen Welpen holen.
        Was macht ihr im Urlaub? Wir nehmen unseren Hund immer mit. Würden ihn aber auch nicht missen wollen.

        Sucht den Hund nach Rasseigenschaften und nicht an erster Stelle nach Optik aus. Was wünscht ihr euch von einem Hund und was könnt und wollt ihr an Zeit und Energie aufbringen?
        Auch würde ich euren Sohn nicht mit einplanen über Jahre. So einen kleinen Hund habt ihr 10-15 Jahre im besten Fall. Euer Sohn wird nicht immer so früh Schluß haben und mit der Pupertät ändern sich die Interessen.

        Wir haben uns als Ersthund für einen Havaneser entschieden. Bolonka Zwetna, Malteser sind vergleichbar. Sie haaren nicht, was ich bei Wohnungshaltung sehr angenehm finde, haben kaum Jagdtrieb, sind tolle Familienhunde. Sie sind zufrieden mit 3x Gassi und bissel spielen so lange sie mit dabei sein können, aber sind andererseits auch robuster als man denkt und halten lange Wanderungen auch durch tiefen Schnee durch.
        Sie müssen also nicht so sehr ausgelastet werden wie Jagd- oder Hütehunde. Sie wollen ihrer Familie gefallen und man kann ihnen auch Tricks beibringen, wenn man mag. Unsere Fellnase ist sehr verschmust. Kurz er ist genau das, was wir persönlich uns von einem Hund gewünscht haben.
        Wir hätten keine Zeit ihn täglich über Stunden mit Hundesport auszulasten. Er muß dafür gebürstet werden, aber da wir das Fell kürzen lassen hält sich der Aufwand da auch in Grenzen.

        Ich würde an euer Stelle mal bei den Gesellschafts- und Begleithunden schauen, da ich finde, dass diese für Anfänger und Familien mit am Besten geeignet sind. Die Rahmenbedingungen müssen natürlich trotzdem stimmen.

        • Nachtrag. 7,5h allein sein (wie bei euch geplant) ist schon arg lang. Ich arbeite von zu Hause und wir haben Familie mit hier auf dem Grundstück, wo eigentlich immer jemand da ist.

          18:30 letzte Runde und morgens um 6 erst wieder raus, ist auch schon echt lang was der Hund da aushalten muß. Wenn ihr nen Welpen holt, der noch nicht stubenrein ist, stellt euch drauf ein, dass ihr wie mit nem Baby auch nachts alle 2-4h raus müßt. Die können so lange schlicht noch gar nicht einhalten.

          Sehe gerade auch, dass euer Sohn für 2 von 3 Runden eingeplant ist. Geht gar nicht in meinen Augen. IHR als Eltern tragt hier die Hauptverantwortung. IHR kauft den Hund. Könnt und wollt IHR das auch abdecken, wenn eure Kinder nicht mehr wollen und die Anfangsbegeisterung verflogen ist?
          Kann euer Kind mit der Verantwortung umgehen bzw. weiß er wie er reagieren muß, wenn ihr auf andere Hunde trefft beim Gassi gehen? Wir hatten hier schon mal ehr unangenehme Situationen, wo ein Schäferhund im Sprint die Straße zu uns rüber lief, weil er unangeleint war. Das sind keine Situationen, die ich mein Kind in dem Alter klären lassen wollte und damit meine ich nicht primär den anderen Hundehalter, sonder ggf. euren Hund vor dem anderen zu schützen.

      Kann mich Hasipferdi nur anschließen, habt ihr eine evtl. Urlaubsvertretung, wo er mal nicht mit kann oder Familienfeste, die den Tag andauern., Terrier sind charakterstarke und sehr aktive Hunde, vorallem Jack Russel, die man auch beschäftigen muss, da sind eure Alleinlasszeiten viel zu lang.
      Wenn ihr Neueinsteiger seid, würde ich euch auch eine Hundeschule( Verein) empfehlen, denn oft werden kleine Rassen sehr unterschätzt.

      Unsere Nachbarin hat drei Jack Russels, die, da nicht ausgelastet, bis zu sechs Stunden am Tag gebellt haben. Und sie haben einen eigenen Auslauf im Garten. Hier ist zum Schluss das ganze Viertel gegen die Familie auf die Barrikaden gegangen.
      So wie ihr euch das vorstellt, wird das nicht funktionieren. Russels sind sehr bellfreudig und nehmen dir die Bude auseinander, wenn sie nicht ausgelastet sind, und zwar körperlich wie geistig. Unterschätz sie nicht, nur weil sie klein sind! Wenn ihr das so durchziehen wollt, wie du geschrieben hast, wünsche ich dir jetzt schon mal viel Spaß mit den Nachbarn.

      An die die geschrieben haben das er 7,5 Stunden täglich alleine ist muss ich noch sagen das mein Sohn um 7 Uhr aufsteht und von 8-13 Uhr in der Schule ist.also wäre er nicht so lange alleine.

      • Es wäre also dann ein KIND alleine mit dem Hund. Und wenn der Kurze Nachmittags zu Freunden will? In ein paar Jahren häufiger Nachmittagsunterricht ansteht oder er nachmittags zum Sport möchte?

        Das ist ein Kind, das kann man nicht für Jahre hinweg als festen Hundesitter einplanen. Da ändern sich die Interessen zu schnell und das Kind einzuspannen, auch wenn der Hund längst nur noch lästige Pflicht ist, ist keine Option.

        Das haben meine Eltern in den 90ern noch gemacht und schon damals war es Mist. Meinst du wirklich, dass das so die optimale Lösung ist, wenn jahrelang die Geschwister streiten, wer heute mit dem Hund raus "muss" und entsprechend die Runden immer kürzer werden? Interessen ändern sich, Hobbys auch, Schulzeiten erst recht.

    (11) 14.09.18 - 19:33

    Hallo,

    Wir haben einen Beagle/Jack-Russle-mix. Er sieht wie ein Beagle aus, hat vom Charkter her aber mehr vom Jack-Russle. Also er ist sehr fordernd und aufgedreht und die ersten 2 Jahre war es sehr anstrengend, ihn ausreichend beschäftigt zu bekommen. Und das trotz viel Auslauf im Wald und grossem Garten. Mit unseren Kindern (17 Monate und 7 Jahre) ist er total lieb und kuschelt gerne. Wir lieben ihn total aber im Nachhinein kann ich nur davon abraten einen Jack-Russle als ersten Hund zu holen. So ganz ohne Vorerfahrungen ist es schwer diese Rasse zu bändigen und entsprechend auszulasten.

    Ihr könnt euch aber auch beim jeweiligen Züchter beraten lassen. Ein guter Züchter sollte euch dahingehend beraten.

    Viel Glück und Spass bei der Suche :-)

    Liebe Grüsse
    Jennily

    • Ich habe die ERfahrung gemacht, dass alle ZÜchter ihre Rasse selbstverständlich anpreisen und sagen es wäre alles toll und easy peasy. Haha

      • Aber aufgrund dieser Erfahrung kann man ja nicht alle Züchter über einen Kamm scheren.
        Ein guter Züchter weist auf die Eigenarten und den Charakter des Hundes hin!
        Aber der Interessent ist hier natürlich auch in der Verantwortung, sich vorab zu informieren und dementsprechend auch Fragen zu stellen.

Hi!
Wie schon einige gesagt haben, das sind keine Anfängerhunde.
Geht eher nach Charakter und natürlich auch nach aussehen, aber Havaneser sind wirklich goldig, sehr schön, haaren nicht, wollen gefallen, sind schlau und Hauptsache dabei.... Mega Familienhunde.
Was bei Euch allerdings nicht passt ist die Einplanung der Kinder bei der Hundebetreuung. Mein Sohn ist bald 11 und geht nur nach Aufforderung 1mal die Woche vielleicht mit dem Hund raus. Kein Kind wird so lange die Verantwortung tragen wollen und können. Aber auch das wurde Euch schon gesagt.
Also was das Gassi gehen angeht, müsst ihr schon verantwortlich sein. Ich muss zugeben, mein Havaneser geht maximal 2 mal am Tag richtig Gassi (ca eine STunde), meist aber nur einmal. DAfür ist hier aber auch sonst viel Trubel und er spielt mit, hat immer Abwechslung, kommt mit einkaufen oder zu Freunden und ist sehr sehr selten mal allein.
Das ist das nächste Problem. Bis man so einen Hund an das Alleinsein gewöhnt hat können ein paar Wochen bis Monate ins Land ziehen. Besonders wollt ihr nicht die HOlzhammermethode wählen, sonst ist der Hund für immer geschädigt und kann nicht allein sein und zerrupft Euch die Bude und bellt die Nachbarschaft zusammen. Das muss man über Wochen trainieren und zwar sehr sanft und laaaaangsam.
Habt ihr dafür die Zeit?
Ich finde ab 3 Stunden allein lassen schon echt Grenzwertig.
Am Anfang braucht der Welpe 24 Stunden Betreuung, dass heisst auch Nachts raus zum Pipi machen...ihr wollt ihn doch stubenrein bekommen. Das kann auch ne Weile dauern. Welpen müssen auch öfter als Große. Sind halt noch Babies und gehen 1-2 mal die Nacht (auch im Winter) strullern.
So, und noch ein Problem was ich jetzt habe und was mich sehr nervt:
Keiner nimmt mal den HUnd für nen ganzen Tag wenn wir als Familie mal ins Phantasialand wollen. Es gibt einfach Orte wo man mit Hund nicht hin kann...oder was für den Hund zu laut und aufregend ist (Kirmes, manchmal sogar Stadt am Markttag usw.) Es sei denn man trainiert es ihm alles am Anfang an. Tja, aber Phantasialand kann man dem Hund nicht antrainieren, da ist er schlicht nicht erlaubt.
Wenn ihr keinen habt der gern mal den Hund nimmt, seid ihr gebunden. Mann kann unter keinen Umständen einen Hund den ganzen Tag allein lassen.
Für einen Hund müssen die Familienumstände passen und einer muss sich „opfern“ und der Hauptverantwortliche sein.
Außerdem hatte ich mir das so schön vorgestellt, Hund liebt alle in der Familie.... meiner liebt alle, aber am meisten mich! Fühle mich geehrt, aber es ist doof wenn mein Sohn Gassi gehen will und der HUnd weigert sich, weil er nicht von mir getrennt werden will. Mein Hund verfolgt mich auch viel. Nicht mehr so wie am Anfang (Welpen machen das sowieso), aber immerhin noch ziemlich viel. HUnde sind Rudeltiere, sie brauchen sozialen Anhang. Überlegt Euch das alles gut, ob Eure Rahmenbedingungen stimmen.

  • Hihi,

    mein Hund klebt auch wie mein Schatten an mir, ich arbeite halt auch von zu Hause und bin quasi rund um die Uhr mit ihm zusammen. Wenn mein Mann oder die Kinder (mal) mit ihm gehen und ihn auf dem Feld losmachen (wir wohnen am Stadtrand neben den Feldern), dann sitzt er nach kurzer Zeit wedelnd vor der Haustür, nach einer Weile gefolgt von dem wütenden Kind/Mann.

    Liebe Grüße

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