Beste Freundin als Taufpatin anstatt Bruder. Angst vor Familienstreit

    • (1) 15.09.18 - 15:54

      Hi
      Mein Mann möchte nicht dass mein Bruder Taufpate wird. Er kann sich es einfach nicht vorstellen.
      Es gibt da eine sehr gute Freundin von uns bei der wir sicher sind, dass sie gut geeignet wäre.
      Nun hatte ich meinen Eltern davon berichtet, dass wir wahrscheinlich eine Freundin wählen..
      Damit ging es los....
      "Das kannst du nicht machen, wie wird wohl dein Bruder reagieren, der wird enttäuscht sein ohne Ende, das wird niemand aus der Familie verstehen, hoffentlich öffnest du noch deine Augen, du verlierst den Familiengedanken... usw. "

      Tja, ich weiss nicht weiter. Für meinen Mann steht fest ; definitiv nicht mein Bruder. Ich persönlich habe noch die Hoffnung das sich das Blatt noch wendet... dem Familienfrieden zu liebe..

      Das Kind ist noch nicht auf der Welt. Es wird ein Junge zur Info.

      Finde das Thema eh viel zu überbrwertet.

      Was würdet ihr mir raten?

      • (2) 15.09.18 - 16:06

        Warum mag dein Mann deinen Bruder nicht?
        Könntest du dir deinen Bruder als Taufpaten gut vorstellen?

        • (3) 15.09.18 - 16:11

          Mein Bruder ist nicht so sehr Familienbezogen wie ich. Er hält zwar schon zu seiner Familie umd legt Wert auf gewisse Dinge, jedoch war er schon immer mehr der Einzelplayer.
          Ich kann es mir wenn ich ehrlich bin auch nicht wirklich vorstellen. Würde es nur zu liebe der Familie machen .
          Vllt aber zeigt sich mein Bruder ja noch von einer anderen Seite wenn der kleine dann da ist... aber da habe ich wenig Hoffnung

          • (4) 15.09.18 - 16:19

            Also wollt ihr ihn eigentlich beide nicht so richtig. Könntest du denn vielleicht vorher mit deinem Bruder sprechen, ob es ihn sehr verletzen würde, wenn ihr die Freundin als Taufpatin nehmt? Vielleicht sieht er das selber gar nicht so eng und findet es ganz ok so.

            • (5) 15.09.18 - 16:24

              Habe ich auch schon überlegt ja...
              Ein Gespräch muss natürlich her unter Geschwister sozusagen
              Dachte mir es so zu erklären, dass wir nachdem der kleine nur einen Onkel hat, unserm Sohn die Möglichkeit geben wollen in Zukunft zwei Ansprechpartner zu haben . Onkel und Taufpate...
              Er kann sich als Onkel vollstens ausleben...

              • (6) 15.09.18 - 17:51

                Die Situation hatte ich vor vielen Jahren auch, hab mich aber durchgesetzt, weil wir uns bei der Wahl der Paten viele Gedanken gemacht haben und diese gut begründen konnten. Einen großen Krach geb es im Endeffekt nicht. Alle haben es akzeptiert. Neben der Freundin wurde auch mein Bruder Pate (als einziger Verwandter, ich habe auch eine Schwester und noch einen Bruder).
                Warum macht ihr nicht beide zu Paten, wenn euch die Sache so stresst?

          (7) 15.09.18 - 18:23

          Deine Eltern wollen dein Baby als Familienkitter "missbrauchen" (bitte das Wort missbrauchen nicht missverstehen). Widerlich, dass solche Leute junge Menschen (dein Baby) für ihre Zwecke benutzen möchten. Wenn du bei deinem Mann bist und dein Bruder eh nicht der Familienmensch ist, dann nehmt die gute Freundin. Du bist nicht das Problem, der die Familie nicht wichtig ist - deine Eltern wollen deinen Bruder künstlich an die Familie binden (denn intuitiv wissen sie, dass ER der Einzelgaänger ist). Verhindere, dass dein Kind Opfer dieser Spiele wird.

          Ihr seid nun mal keine TV-Familie, so wie die wenigsten. Deine Eltern sollen das akzeptieren.

          Ich weiss, dass das etwas dramatisch klingt von mir, aber sehe es leider nicht anders (auch in der eigenen Familie erlebt).

          lg
          mindgames

          Hallo.

          Eigentlich hängt es einzig und allein davon ab, was ihr euch von dem Paten erwartet??

          Manche Eltern setzen voraus, dass der Pate sich mindestens 1 x pro Woche ein paar Stunden Zeit für sein Patenkind nimmt. Mit ihm Ausflüge oder gar Urlaube unternimmt. Regelmäßig Geschenke an Geburtstagen, Weihnachten, Ostern usw. vorbei bringt.
          Meist klappt das dann auch nur solange, bis der Pate selbst Familie hat und spätestens dann wird am Familienfrieden so und so gerüttelt....#schwitz

          Mein Bruder ist Pate von meinen beiden Kindern. Ich habe ihn bewusst gewählt, da ich ihn liebe.#verliebt

          Freunde als Paten zu wählen wäre für mich nur Plan B gewesen, wenn mein Bruder abgelehnt hätte. Geschwister (Familie) hat man unter normalen Umständen ein Leben lang. Bei Freunden ist das oftmals leider nicht so...... Überlegt es euch deshalb gut.

          Alles Gute!


          LG

    (10) 15.09.18 - 16:16

    Oje... das kenn ich zu gut.

    Das war bei uns ein absolutes Drama. Es hat beim Trauzeugen angefangen und beim Taufpaten aufgehört.
    Dem Familienfrieden zu liebe, sind nun unsere Schwestern trauzeuge.

    Als wir dann andeuteten, dass unsere Schwestern nicht Taufpaten werden, war es vorbei. Man muss sagen, meien Schwester war traurig, hats aber akzeptiert. Meine Mutter stand hinter mir. Nur in der Familie von meinem Mann war es rum. Wir hatten ein offizielles Geapräch mit allen zusammen. Dass wir das nicht machen können. Dass mein Mann auch Taufpate und Trauzeige ist... bla bla bla!!!

    Jetzt ist es so, dass eben doch unsere Schwestern Taufpaten sind, allerdings auch unsere Freunde, die wir vorgesehen hatten.

    Das gleiche Problem hatten unsere Freunde auch und haben es dann wir wir gemacht.

    • (11) 15.09.18 - 16:21

      Finde ich schade das man nicht selbst entscheiden kann..
      Ich hoffe wie gesagt das wir eine Lösung finden mit der alle einverstanden sind. Nur bin ich momentan absolut ratlos wie ich es anstellen soll.

      Hab schon überlegt mit DER Freundin zu reden , ihr die Situation zu erklären... so dass sie freiwillig sagt sie mavht es nicht.. Nur habe ich Angst mein Mann bekommt Wind davon das ich etwas erwähnt habe und dann enttäuscht ist.

      • >>>Ich hoffe wie gesagt das wir eine Lösung finden mit der alle einverstanden sind.<<<

        Man kann es nicht allen rechtmachen. Es geht um euer Kind und nur IHR entscheidet, wem ihr das Patenamt antragt. Soviel Rückgrat solltet ihr haben.

        Was du da mit deiner Freundin vorhast, finde ich unterirdisch. Bei dir und deinem Mann scheint auch Sand im Getriebe zu sein, wie kommst du sonst auf so eine dumme Idee...

        • Wieso findest du das unterirdisch? Wenn sie eine Freundin ist dann versteht sie meine Situation.
          Und zwischen meinem Mann ist bestimmt nix im Getriebe 😉 ich möchte nur niemanden enttäuschen... eben weil mir Familie und mein Mann wichtig sind.

          • Na, dann ist doch alles in Butter... #augen

            von so einem verhalten müssten aber zumindest deine freundin und - wenn er es erfährt - dein partner massiv enttäuscht sein. Es eher zu erwägen, so ein absurdes Konstrukt zu realisiseren, anstatt zu sagen: Der Friede mit Eltern und Brder ist mir wichtiger als den Wunsch, dass xy bzw. nicht mein Bruder Pate werden

            Es ist unterirdisch Deiner Freundin gegenüber, der Du quasi den schwarzen Peter zuschanzen willst. Und es ist unterirdisch Deinem Mann gegenüber, mit dem Du die Situation einfach offen diskutieren (können) solltest. Da Du dieses eigentlich sehr triviale Gespräch nicht führen willst oder kannst, liegt die Vermutung nahe, dass in Eurer Ehe einiges im Argen liegt.

(18) 15.09.18 - 16:31

Hallo!

Ich war immer sehr glücklich darüber, dass meine Taufpatin keine so enge Verwandte war, sondern eine Cousine 4. Grades. Bei meinen Brüden waren es Onkel und Opa - naja, die haben sowieso zu Weihnachten und Geburtstag was geschenkt und besucht. Ich dagegen hatte jemanden, der noch dazu kam. Meine Patentante hat sich immer große Mühe gegeben, mir Pakete geschickt und liebe Briefe, kam aufgrund der Entfernung zwar nicht oft zu Besuch, aber wenn, dann war das toll. Diese Entscheidung war Gold wert, weil es den Kontakt zu diesen Verwandten intensiviert hat.

Ich finde, es klingt, als ob dein Bruder sowieso gar nicht so begeistert wäre von der Rolle. Er ist ja eher zurückgezogen und würde im Leben des Kindes gar keine so herausragende Rolle spielen wollen, sondern schon die Onkel-Rolle mehr schlecht als recht ausfüllen.

Rede mit ihm und bitte ihn um Hilfe in der Angelegenheit: so wirklich viel Spaß daran hätte er wohl sowieso nicht, und wenn du dann deinen Eltern präsentieren kannst "der will doch gar nicht, wenn wir ihn nicht zwingen" und ihr beide zu dieser Version steht, dann ist die Sache durch.

  • "naja, die haben sowieso zu Weihnachten und Geburtstag was geschenkt"

    Was hat DAS denn mit Patenschaft zutun #kratz??

    • Ich hatte jemanden extra. Meine Brüder nur die Verwandten, die sie sowieso gesehen haben. Das ist der Unterschied. Es geht nicht um Geschenke, sondern eine Bezugsperson, jemanden, der sich besonders um einen kümmert, eine besonders enge Beziehung zu einem hat.

ich verstehe nie, wieso man so nahe verwandte wählt. Die sind als in dem fall onkel doch ohnehin ganz nah. Finde echte paten, also Mnschen, die man wirklich aussucht aufgrund individuelle maßstäbe viel nachvollziehbarer. ich selbst lasse mein Kind nicht taufen, bin aber vielfache Patentante und mit keinem der Kinder verwandt.
So etwas sollte aber tatsächlich das Paar entscheiden - ungeachtet der Meinung anderer. Ein bisschen abgrenzen sollte man sich schon können, wenn etwas wichtig ist - und deinem partner scheint es ja wichtg zu sein.

(22) 15.09.18 - 16:40

<<<Damit ging es los....
"Das kannst du nicht machen, wie wird wohl dein Bruder reagieren, der wird enttäuscht sein ohne Ende, das wird niemand aus der Familie verstehen, hoffentlich öffnest du noch deine Augen, du verlierst den Familiengedanken... usw. ">>>


Oh, wie kleinlich von deinen Eltern. Wie wäre es mit einer Alternative deine Freundin und dein Bruder. Da solltest du mit deinem Mann drüber reden. Ich finde eine Taufe ist ein Fest für Familie und enge Freunde.


Ich hoffe , ihr findet eine vernünftige Lösung


LG Hinzwife

(23) 15.09.18 - 16:42

Hi!
Ganz pragmatisch: Nimm doch einfach beide. Unsere Kinder haben jeweils 2 Taufpaten - einen Verwandten und einen Freund.
VG!

(24) 15.09.18 - 16:46

Ich finde dieses ganzen Patendings ohnehin ziemlich überschätzt. Was bedeutet es denn heute noch, Pate zu sein? Bezugsperson sein? Ansprechpartner? Dafür braucht es keinen 'Titel' und wenn der deinen Eltern so wichtig ist, nimm halt zwei Paten.

Im übrigen würde ich auch zuallererst mal mit meinem Bruder reden in einer solchen Situation. Wenn er kein so großer Familienmensch ist, ist er vielleicht froh, wenn er nicht gefragt wird und würde es ohnehin nur euch zuliebe zusagen. Während ihr ihn der Familie zuliebe fragt. Wäre schon komisch, wenn er dann Pate wäre und das keine Seite so richtig will.

(25) 15.09.18 - 16:53

Ich selber hatte eine Patin, die ich den Familien-Friedens-Willen bekommen habe. Ich habe sie nie gemocht und nehme das meinen Eltern noch heute übel. Soviel dazu.

Mein Mann und ich haben beide je eine Schwester. Wir hätten uns sogar beide als Patin vorstellen können für unser Sohn. Nur welche??
Da wir auf keine Einigung kamen, haben wir Kriterien aufgelistet, was wir von der Patin erwarten, was wir uns für unseren Sohn wünschen. Siehe da, beide Schwestern konnten nicht alle Kriterien erfüllen. Daher wurde es eine Freundin.

Ob sie enttäuscht waren? Vermutlich ja. Aber sie nehmen es beide wie Erwachsene. Es ist unsere Entscheidung, FÜR unser Sohn. Punkt.

Ich habe echt Schwierigkeiten zu verstehen wiso es Familien gibt die so miteinander umgehen. So unehrlich.....

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