Weihnachten und alle unter einen Tannenbaum?

    • (1) 17.09.18 - 17:22

      Hallo ihr lieben!
      Auch wenn wir gerade noch 30 Grad haben liegt mir schon wieder das nächste Weihnachtsfest im Magen.
      Ich hoffe auf Tipps, Meinungen und vielleicht Erfahrungsberichte, denn mein moralischer und emptionaler Kompass ist diesbezüglich etwas aus dem Gleichgewicht ;-)

      Die Ausgangssituation:
      Bis zum vergangenen Jahr waren mein Mann und ich (beide Einzelkinder) die gesamten Weihnachtstage jeweils bei unseren Eltern.
      Er also bei den Eltern (bereits um die 70 aber sehr rüstig) im hohen Norden 6 Autostunden entfernt, oft noch mit dem alleinstehenden Onkel.
      Sie feiern meist gemütlich, Schwiegermama kocht etwas, es werden Karten gespielt,...
      Bei uns treffen sich Opa, Onkel+Frau sowie deren alleinstehender Bruder mit Mutter bei meinen Eltern. Das war schon fast immer so, vor allem aber seit vor 2 Jahren Oma und auch der Schwiegervater meines Onkels plötzlich verstorben sind.
      Schon am 24. beginnt der Tag gemeinsam mit Kaffee, Kirchgang, gemeinsamem Singen mit Musikverein in der Strasse, Abendessen...und geht am 25. mit Schwerpunkt Essen :-) weiter. Jeder steuert etwas bei und es ist sehr festlich. Manchmal kommen der Bruder meiner Tante und seine Mutter auch erst am 25. zum Kaffee dazu.
      Der 26. gehörte dann uns 3en als Kernfamilie und gen Abend alten Freunden der Familie, was immer ein lustiger Ausklang ist.

      Mein Mann und ich hätten zwar gerne auch zusammen gefeiert, es war aber klar, dass das für unsere Familien doof wäre.

      Nun kam im vergangenen Jahr unsere kleine Maus zur Welt und wir wagten das Abenteuer Großfamilie. Wir waren alle bei meinen Eltern, da die nur eine Autostunde von uns wohnen und das größte Haus haben. Auch der Rest meiner Familie fährt dorthin nur 1h.
      Es scheiterte.
      Meine Schwiegereltern sahen nur sich und ihr Enkelkind. Sie hingen ihr und somit mir (weil Maus erst 6 Wochen alt) permanent am Rockzipfel. Wollten, während ich stillte und sie dazu mehrfach aus dem Raum werfen musste, konnten sie sich nicht selbst beschäftigen. Ausserdem gab es 134567876 Tipps in der Form „hättest du mal“ und auch unsere Essgewohnheiten wurden kommentiert. Dazu passierten ihnen 10000 kleine Dinge. Zb liessen sie permanent Dinge liegen, die man wegen meines Opas, der schlecht zu Fuss ist, schnell wegräumen musste, haben vergessen, die Türe zur Speisekammer wieder zu schliessen, sodass die Katze sich über den Nachtisch hermachen konnte,..
      Das schlimme: Sie fanden alles super.
      Hinzu kamen dann die beiden älteren Herrschaften (Opa), die nach dem Verlust der Partner oft eher traurig waren und natürlich auch etwas tatterig sind und daher manchmal Hilfe benötigen.
      Meinem Vater und meinem Opa war alles zu viel, meinem Onkel eigentlich auch, aber der stürzte sich mit meiner Mama und mir aufs Essen machen. Meine Mom und ich versuchten dann alle glücklich zu halten, während mein Mann versuchte seine Eltern und das baby zu sitten.

      Huch das war lang 😱

      Jetzt müssen wir dieses Jahr organisieren.
      Bei uns ist Platz für max 4 Übernachtungsgäste und zum Essen eigentlich auch kaum mehr.
      Mein Opa ist über 90 und will keinem zur Last fallen. Aber er ist natürlich nicht mehr sehr flexibel und bei uns gibt’s auch einfach zu viele Treppen.
      Wir wollen keinen enttäuschen und jeder möchte natürlich auch mit seiner Familie feiern.

      Was würdet ihr machen? Habt ihr eine ähnliche Situation?

      Vielen Dank und liebe Grüsse!

      • (2) 17.09.18 - 17:32

        Und das Treffen MUSS unbedingt auch an Weihnachten direkt sein?
        Schön entzerren könntet ihr, so die Schwiegereltern darauf eingehen würden, wenn ihr Weihnachten bei euch bzw. bei euch in der Nähe mit deiner Familie feiert und dann z.B. direkt nach Weihnachten oder über Silvester ein paar Tage zu deinen Schwiegereltern fahrt. So haben sie euren kleinen Floh auch ganz "für sich allein" und auch ihr könnt euch einmal der einen und einmal ungestört der anderen Familie widmen.
        So Riesenaufläufe werden, je älter die beteiligten Personen werden, immer schwieriger, einer kommt immer zu kurz, einer ist immer genervt und man selbst hat immer das Gefühl niemals allen gerecht zu werden.
        LG

        Ja is denn heut schon Weihnachten? ;-) #kerze

        Genau die Thematik wird gerade ein paar Threads wieter unten diskutiert - schau mal hier:

        https://www.urbia.de/forum/12-familienleben/5133939-das-leidige-thema-weihnachten

        Viele Grüße,

        Raffael vom urbia-Team

        (4) 17.09.18 - 19:27

        Ich würde ein Haus mieten und dort Weihnachten verbringen. Wenn man mit vielen Leuten ein Haus mietet, ist das relativ günstig, es kann sehr gemütlich und festlich werden und ihr könnt ja ausmachen dass ihr euch dann nichts weiter schenkt. LG

      • (5) 17.09.18 - 20:18

        ..was bin ich froh, dass es anderen genauso geht ;-) Wir machen uns dieses Jahr aus dem Staub über die Feiertage. Haben den Urlaub schon vor vier Wochen gebucht. Ist etwas merkwürdig, aber seit Langem habe ich keine Bauchschmerzen, wenn ich an Weihnachten denke, sondern freue mich sogar.

        • (6) 18.09.18 - 09:17

          Ich bin kurz davor ;-)
          Ich merkenur ehrlich gesagt, dass es auch mir schwer fällt, auf das Weihnachtsdrumrum zu verzichten. Irgendwie hat es einen ganz besonderen Zauber bei meinen Eltern mit Hausmusik, Nachbarn, Kirche, Kaminfeuer...
          Mal schaun:-)

          Euch auf jeden Fall viel Spaß!!!

      (7) 18.09.18 - 08:23

      Hallo,

      bei uns gehört der 24. unserer Kernfamilie - also nur wir (Mann, Frau, Kinder).
      Die restlichen Feiertage wechseln wir dann ab, ein Jahr fahren wir 3 Tage zu meinen Eltern und im nächsten Jahr 3 Tage zu den Schwiegereltern. Oder alternativ kommen entweder die Schwiegereltern oder meine Eltern am 25. oder 26. zu uns für 3 Tage.

      Funktioniert für uns gut. Ich persönlich bin kein Perfektionist, so dass ich mit kleinen Unzulänglichkeiten (Katze hat versehentlich Nachtisch gefressen …) sehr gut umgehen kann. Man muss doch weder sich noch den Gästen, die nur enge Familie sind, etwas beweisen :-) Da bin ich entspannt :-)

      VG
      B

      (8) 18.09.18 - 09:14

      Guten Morgen!
      Vielen Dank für eure Antworten!!!
      Ich denke, den Perfektionismus muss ich wirklich etwas eingrenzen ;-) Das wird helfen.
      Mit dem Abwechseln ist ein klassisch guter Tipp, nur bin ich da wegen meines Opas etwas zurückhaltend. Mit über 90, da muss man realistisch sein, kann man sich nicht unbedingt auf „nächstes Jahr“ verlassen. Zudem hat er in letzter Zeit einige Familienfeste wegen Krankheit verpasst...
      Auch das mit dem Haus mieten ist eine tolle Idee und ich werd‘s mir definitiv merken! Leider ist das mit zwei so betagten Menschen nicht ganz einfach.
      Ausserden haben wir es im Urlaub auch mit Eltern und Schwiegereltern versucht...das konntet ihr natürlich nicht wissen... und auch das war für meinen Mann und mich der Pure Stress.
      Es hat mich aber sehr ermutigt, dass ihr eben auch einen Teil der Familie „versetzen“ müsst. Und die das überleben ;-)

      Ich freue mich über weitere Antworten!!!
      Grüsse!

      (9) 18.09.18 - 22:39

      Eigentlich gibt es doch nur 3 Optionen:

      1. Wechselmodell. Ein Jahr bei den einen ein Jahr bei den anderen.

      2. Wieder alle zusammen und keiner ist so richtig glücklich.

      3. Ihr als neue kleine Familie fangt für euch eine neue Tradition an und gestaltet euch die Feiertage wie es euch am besten gefällt und besucht die Verwandschaft halt nach den Feiertagen.

      Überleg mit deinem Mann zusammen womit ihr am glücklichsten wärt ohne erst mal an die anderen zu denken. Und wenn ihr wisst was euch glücklich macht könnt ihr gucken wie weit alle anderen da drum rum sortiert werden können.

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