Weiterer Kinderwunsch zu rationale Herangehensweise?

    • (1) 23.09.18 - 15:50

      Hallo, mein Mann und ich, wir befinden uns gerade in der Phase der Erkenntnis. Tochter 22 Monate alt und es kommen Situationen und Kosten auf, die wir uns in diesem Rahmen nicht ausgemalt haben.
      Als Mensch der gerne den Überblick behält und plant, ein Tiefschlag.
      Die Kita-Nebenkosten sind horrend, viel mehr als der Durchschnitt umliegend, haben wir nicht mit gerechnet. Die normalen Gebühren an die Stadt waren uns bekannt (420€).Die Schließtage, 30 an der Zahl, entweder Brückentage oder die kompletten Weihnachtsferien hindurch. Sowohl er als auch ich, haben Berufe die auch das Arbeiten an solchen Tagen erfordert.
      Planen oder eine andere Kita aussuchen konnten wir nicht, friss oder stirb hieß es. Nur die eine gab uns eine Zusage. Wir haben keine Familie, wir müssen schauen wie wir das geregelt bekommen.

      Eigentlich wünschen wir uns ein zweites Kind, aber die Tage kam mir der Gedanke, wie soll denn dann erst die Schulzeit werden? Schule ist auch schon mal um 12Uhr aus und erst die Ferien....Mir wurde heiß und kalt.
      OK, weiß nun es gibt offene Ganztagsschulen, aber das kostet ja auch wieder.

      Als Bürokauffrau und Koch (keine Großverdiener) haben wir nicht mal eben 750€ übrig im Monat um zwei Kinder betreuen zu lassen. 520€ für ein Kind in der Kita sind schon happig

      Ich komme mir tatsächlich naiv vor und habe jetzt wirklich Angst. Das geht finanziell nicht.

      Weiß gar nicht was ich von euch hören will.
      Fakt ist, finanzielle Unterstützung bekommen wir nicht. Dafür verdienen wir angeblich"zu viel". In einer Stadt mit Mietpreisen, bei denen einem die Ohren klingeln.

      • (2) 23.09.18 - 17:14

        Jepp, Kinder sind teuer, wir haben drei. Die richtigen Kosten kommen erst noch für euch. Taschengeld, Klassenfahrten, Jugendzimmer, Ausflüge, Kino, Schulbücher/-Hefte/-Materialien (bei uns gibt's keine Lernmittelbefreiung), Zahnspange, Sport, Musik, Kino, bestimmte Klamotten usw.usf.
        Da sind Führerschein, Ausbildung/Studium noch gar nicht erwähnt.

        13 Wochen Schulferien im Jahr. Klasse 1-4 gibt es Ferienbetreuung, ab Klasse 5 nicht mehr durch die Schule. Schule aus = Schulkind zuhause.

        Klar kann man an fast allem sparen, man kann so oder so leben. Günstig (z.B. Sportverein) ist nicht schlechter als teuer (z.B. reiten, Klavier...), die Zeit wird zeigen, was möglich ist.

        Die Gedanken, die ihr euch jetzt macht, sollten sich alle machen 👍!

        Alles Gute für euch 3 oder 4 ;-).

        Krippenkosten sind keine kindergartenkosten. Der Kindergarten kostet im Schnitt ein Drittel von einer kinderkrippe. Wenn es eine staatliche Einrichtung ist gibt es wie bei vielen privaten Einrichtungen ebenfalls Ermäßigungen bemessen am jahreseinkommen. So zahlen wir dieses Jahr für die Krippe knapp 200 Euro weniger als vorangegangenes Jahr.

        Es geht nicht nur um schließtage Kinder sind nicht selten krank.

        Man bekommt einiges vom Finanzamt zurück dafür und gibt auch Arbeitgeber die kitakosten bezuschussen.

        Kinder in der Schule können auch mal 1-3 Stunden unbeaufsichtigt sein ohne das es zum Drama wird. Es gibt außerdem auch Horte.

        Kinder kosten das kann man nicht schön reden. 2 Kinder bedeutet auch 2x Kindergeld und 2x kinderfreibeträge. Je nach Bundesland noch zusätzliche Kosten die man bekommt. In Bayern zb 250 Euro fürs 2. Und 3. Lebensjahr vom Kind.

        Ich bin auch Bürokauffrau... da ist es jetzt nicht Standard Weihnachten arbeiten zu müssen... und wenn's is... fehlt man halt. Macht man ja nicht aus Spaß und humane AG bevorzugen von Haus aus Eltern von kleinen Kindern.

        • (4) 23.09.18 - 18:50

          Dein letzter Satz, ja dein ganzer letzter Absatz ist mal ziemlich realitätsfern...

          „Fehlt man halt?“, „humane Arbeitgeber bevorzugen Eltern kleiner Kinder?“

          • Ich sag ja ... humane Arbeitgeber. Gibt natürlich welche die keine sozialen Hintergründe berücksichtigen. In den Firmen wo ich und mein Mann aber arbeiten ist das sowohl unter Kollegen als auch aus chefsicht selbstverständlich das Eltern von kleinen Kindern in der Urlaubsplanung besonders berücksichtigt werden. Auch bei meinen vorangegangenen zwei AG war das üblich.

            Gerade als Eltern ist uns das auch wahnsinnig wichtig das unsere AG pro Familie eingestellt sind. Und in München wo es Jobs wie Sand am Meer gibt.. ist das nicht schwer im bewerbungsprozess mit zu berücksichtigen.

            Das Kinder nicht nur von Luft und Liebe groß werden ist logisch. Es hängt aber auch vieles an den Ansprüchen... viele kosten verteilen sich anders bei 2 Kindern als bei einem. Man kann viel übertragen von Kind 1 auf Kind 2 wenn man nicht zu geschlechtsspezifisch einkauft. Auch essen kostet bei einem Esser mehr nicht gleich 1/4 mehr. Da man nicht wesentlich mehr an Menge benötigt bei einem Esser mehr. Da auch viele kochgerichte gestreckt werden können.

              • Selbst wenn muss nicht alles 1 zu 1 aufgestockt werden. Und meistens braucht man mehr an Beilagen und Nudel... Reis und Kartoffeln bekommt man für nen Appel und n Ei.. natürlich können auch Kinder viel essen. Aber es geht allgemein drum... 4 Personen da kostet die einzelne Portion trotzdem weniger als für 1-2 Personen. Am teuersten sind singlehaushalte was essen betrifft. Familien können von günstigeren großpackungen Leben.

                • Mir Beilagen geben sich meine nicht zufrieden. Wir sind ein 5 Personenhaushalt und kommen mit 1 kg Fleisch nicht weit. Ich mache mind. 1,5 kg, bei Gulasch und Geschnetzeltem sogar 2 kg. Wurst und Käse für Schulbrote, Frühstück und Abendessen sind deutlich mehr als mit kleinen Kindern. Dazu Obst und Gemüse, Getränke, Brot, Brötchen. Die Beilagen stellen hier den kleinsten Kostenfaktor auf.

            Das mit dem weitergeben /übertragen mag in der Anfangszeit funktionieren aber sonst funktioniert das weniger ich habe mehrere Kinder und das wenigste wird hier weitergetragen entweder passt es dann von der Jahreszeit nicht oder die Sachen passen generell nicht weil die Kinder anders vom Körperbau proportioniert sind oder weil sie die gleichen Größen haben und je nach Alter sind einige Sachen auch auf . Und was das Essen angeht gerade Jungs im Wachstum können echt eine Menge essen das merkt man trotz Großpackungen .

        (10) 24.09.18 - 17:08

        Also das "dann fehlt man halt" find ich auch krass. Das ist ja total unkollegial.

    (11) 23.09.18 - 22:40

    Es gibt nur Kindergeld ODER Kinderfreibeträge.

    LG

    • Komisch, ich bekomm bei meinem Sohn die 194 Euro Kindergeld und mein Mann und ich haben ihn beide automatisch vom Arbeitgeber in der Lohnabrechnung jeweils mit dem Wert 1 unter Kinderfreibetrag drin stehen. Auch meine Mutter damals die mit mir Alleinerziehend war, weis ich dass sie auf der Karte mich mit 1 volles Kind angegeben hatte und Kindergeld bezogen hat. Ich bild mir ein, dass das im Zuge des Lohnsteuerausgleichs gegenverrechnet wird und erst dann Abzügliche Wirkung hat, wenn man durch den Kinderfreibetrag höhere Werte erzielt als durch das Kindergeld. Bin allerdings auch kein Steuerberater und kenn mich im Steuerrecht nur rudimentär aus.

      Weis nicht, nachdem man ja dem AG über Geburtsurkunde etc. bezeugen muss das man Kinder hat etc. und die ja auch wissen ob man verheiratet ist. Machen die das bei verheirateten glaub automatisch so. Bei geschiedenen oder nicht verheirateten müssen sie es ja individuell abklären da nicht jeder 1 volles Kind angeben kann sondern endweder jeder nur 0,5 oder einer dem anderen den halben Betrag abtritt.

      Bei meinem Mann und mir stehen seit der Geburt von Junior jedenfalls in der Abrechnung je ein volles Kind in der Abrechnung drin und wir bekommen Kindergeld. Steuererklärung haben wir ebenfalls schon 1x gemacht, seit er auf der Welt ist und falls da irgendwas zum negativen hin abgezogen worden sein sollte - ist es aufgrund des doch sehr hohem Rückerstattungssümmchen UNS nicht als negativ aufgefallen.

      Ich bild mir jedenfalls ein das dieses entweder oder, nur gilt, wenn der Steuerfreibetrag den Kindergeldbetrag übersteigt. Das ist aber bei Normalverdienern fast unmöglich. Ich glaub bei mir macht das eine Kind (hab ich gerade im Nettorechner mal eingegeben) sage und schreibe etwa 4.62 Euro aus. Davon kann ich meinem Sohn im Monat vielleicht eine Windelpackung mehr kaufen oder 2-3 Eiskugeln.^^

      • (13) 24.09.18 - 10:02

        Der Zähler auf der "Lohnsteuerkarte", heute in ELSTAM, hat nichts mit dem Kinderfreibetrag nach § 32 EStG zu tun.

        LG

        • Ja keine Ahnung... Es steht aber "KInderfreibetrag" drauf... sind zwar auch nur wenige "Kröten" die das in der Lohnabrechnung mehr macht... aber Spatz in der Hand und Taube aufm Dach.

          Wiegesagt ich bin kein Steuerberater... ich red jetzt nur von dem Freibetrag der in der Lohnabrechnung eingetragen wird.

    (15) 24.09.18 - 17:13

    Das ist nicht richtig. Kindergeld bekommt man auf jeden Fall. Kinderzuschlag hat was mit dem monatlichen Einkommen beider Elternteile zu tun. Da musst Du einen bestimmten Betrag verdienen, dann bekommst Du Kinderzuschlag. Hat nix mit Kindergeld zu tun

Ich muss auch sagen, dass ich deinen Beitrag ziemlich unrealistisch und naiv bewerte.
Wenn man tatsächlich in die Auseinandersetzung mit "Kinder und Finanzen" geht, wird man merken, dass die Kosten wirklich eine große finanzielle Belastunge darstellen. Kindergeld und so weiter sind da ein Tropfen auf den heißen Steinen.
Außerdem muss man berücksichtigen, dass man heutzutage weit länger als 20 Jahre finanzielle Unterstützung für seine Kinder wird leisten müssen.

Außerdem sind sie nur kurz "klein". Da sind die Kosten überschaubar. Das stimmt.
Aber, wenn die Kinder erstmal jugendlich sind, dann kosten Kleidung, Ernährung, .... genauso viel wie bei erwachsenen.

Außerdem muss man eine Wohnung mit einem Zimmer mehr mieten. Die Fixkosten steigen dadurch. Genauso wie z.B. Urlaube.

Und wenn 2 Kinder studieren? Und wenn es nur 200,-€ im Monat extra sind. Dann sind es "auch mal ebenso" 15.000 € !

(18) 23.09.18 - 18:50

Huhu,

ich finde es wirklich klasse, dass ihr euch vorher so viele Gedanken macht, wie es finanziell und zeitlich klappen kann mit einem weiteren Kind.

Als Anregung: wenn ihr bereits 420 Euro Kitabetreuung zahlt, braucht ihr euch wohl kaum Sorgen um Klassenfahrten und Co machen. Das wird dann definitiv günstiger im monatlichen Durchschnitt gesehen.
Wir haben auch 400 Euro Kita für das erste Kind zahlen müssen - jedes Mal, wenn das Argument dann kam, dass Schule so viel kosten würde und wir uns noch wundern werden, musste ich doch schmunzeln. 4800 Euro im Jahr kostet Schule dann doch nicht, wenn man nicht unbedingt nur noch Marke kauft …

Günstiger wurde es dann mit Geschwisterkind. Hier werden je weiteres Kind je 20% abgezogen. Das einzelne Kind ist damit günstiger, auch wenn man unter dem Strich natürlich erst einmal mehr zahlt für beide zusammen. Aber sobald es von der Krippe in die Kita wechselt, wird es ja wieder günstiger.
Da lohnt sich mal zu erkundigen, wie es bei euch ist. Ich hörte von Bekannten sogar, dass deren zweites Kind sogar kostenlos war in der Betreuung.

Hort kostet natürlich auch, aber hier ist das wirklich nur ein Bruchteil der Gebühren wie für die Kita. Je älter das Kind wird, desto mehr werden wir finanziell entlastet. Also holt euch auch an dieser Stelle mal die konkreten Zahlen, vielleicht seid ihr dann auch positiv überrascht.
Der Hort deckt oft auch die kompletten Ferien ab, von daher ist es zeitlich dann sogar besser als in der Kita.

Also mein Rat: Holt euch ganz genaue Zahlen ein, was auf euch zukommt mit dem vorhandenen Kind und was ein weiteres Kind kosten würde. Dann rechnet alles durch und schaut, was unter dem Strich übrig bleibt.

Manchmal lässt sich auch an der finanziellen Schraube etwas drehen, mancher Jobwechsel birgt gute Gehaltschancen. Den Wohnungsmarkt im Auge behalten - mir ist eine Anzeige aufgefallen, die einen 1/3 größeren Wohnraum bot für 1/4 weniger Geld als vorher. Da wir schnell waren, haben wir sie bekommen und so mehr Geld übrig trotz besserem Wohnen. Diese Wohnungen sind natürlich nur wenige Stunden online im Angebot, danach liegen 100te Bewerbungen vor - aber einen Versuch ist es immer Wert! Vielleicht lässt sich für euch auch eine gute Weiterbildung organisieren, so dass ihr danach auch mehr verdient. :-)

  • Seh ich auch so. Wir haben letztes Jahr 440 pro Monat bezahlt hinzu Windeln etc die ältere Kinder nicht brauchen. Und wenn man für Kinder ein sparkonto hat braucht man sich auch über Zahnspange oder Klassenfahrten kein Kopp machen. Neben dem was wir monatlich für den ersten und später auch den 2. Zurück legen... zzgl Geld von Omas ... Patenten etc. Also junior ist 2.5 jahre und hat Rücklage von 3000 Euro bislang... Tendenz steigend. Wenn er in 10 Jahren ne Zahnspange braucht nehmen wir das Geld von seinem Konto und zahlen das entnommene entspannt zurück bis er 18 ist. Kann ich nur wärmstens empfehlen.

    Und wie du sagst 4800 oder 5000 Euro kostet keine staatliche Schule. Im Leben nicht pro Jahr! Und Taschengeld... Ich muss ihm später ja keine 100 Euro zu stecken.

    Das schwierigste is die Kleinkind Phase. 1. Weil Krippe am teuersten ist... 2. Weil Kleinkinder 24 Stunden betreuungspflichtig sind. Kein schulkind fällt tot um wenn es nach der Schule 1-3 Stunden auf Mama oder Papa warten muss. Und du sagst es Geschwister werden anders von den Kosten und während man beim 1. Kind noch den Stress mit kitaplatzmangel und suche hat. Hat das 1. Ne Betreuungseinrichtungen... haben Geschwister fast schon garantiert nen Platz dank Geschwisterbonus.

    Und wenn man sagt... ja Kinder die älter werden haben höhere Ansprüche. Klar haben sie... aber ich will auch mehr vom Leben als die Realität zulässt. Kinder wachsen mit ihren Ansprüchen entsprechend der Möglichkeiten. Ich bin mit einer Alleinerziehenden Mutter groß geworden. Der größte Luxus den es da gab war die Musikschule. Weihnachten und geburtstag war auf Max 30 Euro beschränkt und Taschengeld gab es 10 Euro. Und nein ich hatte keine utopischen Wünsche als Jugendliche und war wirklich zufrieden mit dem was ich hatte.da ich nicht materialistisch groß gezogen wurde.

    Und wenn man in den Zoo geht etc gibt's Familienkarten das heißt es is egal ob man jetzt mit 1 Kind oder 4 Kindern hingeht. Man zahlt das gleiche.

    Kinder sind teuer... aber auch nicht utopisch.

    • Hast du überhaupt größere Kinder?

      • Nein aber ich war selbst mal eins, und ich hab einige Freunde die haben ältere Kinder und mit denen unterhalte ich mich auch. Natürlich verschieben sich die Kosten. Und die Ausgaben werden andere. Aber Schule kostet zwar ganz klar was... einmal im Jahr die Anschaffungskosten, Büchergeld gibts auch nicht überall - ich selbst kenn es hier in Bayern immernoch eher mit dem Bücherverleih und selbst wenn... kann man die Sachen, sofern die Kinder immer auf die selbe Schule gehen - von einem Kind aufs nächste übertragen. Klassenfahrten sind normal - wenns um Ausflüge ala Freizeitpark, Museum etc. geht eher in nem Rahmen von 20-60 Euro.. und sowas hat man selten häufiger als einmal im Jahr. So Fahrten die ins Ausland gehen und mehrere Tage/Wochen dauern... kommen in der Schulzeit wenn überhaupt 1-2 vor. Und wiegesagt... wir haben für solche Dinge die ungeplant irgendwann mal kommen. Ein Sparkonto eröffnet und das 2. bekommt ebenfalls eins. Wenn wir dann mal was brauchen, um für die Kinder was anzuschaffen oder bezahlen zu müssen. Entnehmen wir das davon und können es gemütlich bis sie 18 sind wieder zurückzahlen.

        Die laufenden Kosten... also die die planbar sind... sind aber mit zunehmenden Alter in der Regel eher weniger als mehr. Es geht gar nicht so sehr um höhere Einmalkosten (die durchs Sparkonto gedeckt werden) ... aber ein Schulkind kostet im MONAT keine 400-500 Euro wie ein Krippenkind (und da ist bei nem Krippenkind noch KEIN Essen, kein Trinken, keine Kleidung und keine Windeln dabei etc. sondern das sind NUR Betreuungskosten!!! Das einzige was ich als Schulkind kontinuierlich meiner Mutter an Geld aus der Tasche gezogen hab, waren die 50 Euro für den Unterricht in der Musikschule den ich 2 Jahre gebraucht habe. Danach wurde das gekündigt und es gab nur noch 60 Euro JAHRESGBÜHR für die Mitgliedschaft im Orchester. Und 10 Euro Taschengeld die 1 zu 1 in meine damalige PrePayed Karte geflossen sind. Alle Extras hab ich mir ab 13 durch Nebenjobs selbst finanziert. Und ich bin ehrlich... ab nem gewissen Alter legen wir diese Mentalität auch an unsere Kinder weiter. Die es seh schon einfacherh aben als wir in unserer Kindheit. Aber "Willst du mehr... musst du dir das was du mehr willst selbst erarbeiten." Ich hab das in Form von Gassigehen mit nem Hund und Babysitten.

        Ich will auch nicht behaupten das Kinder GAR nix kosten. Sie kosten ein Haufen! Aber ich kann die Meinung nicht teilen das es mit zunehmendem Alter zwangsläufig teurer wird. Denn steigende Ansprüche... sag ich ganz ehrlich... und dazu werd ich auch wenns ungemütlich sein wird meine Kinder erziehen... geschenkt bekommst vom Leben gar nix... willst du mehr such dir nen Job oder schraub deine Ansprüche runter. Ganz einfach! Und Hobbys... ich meine, ich hatte selbst mit der Musikschule eines der teuersten Hobbys die man haben kann. Musik! Die meisten Sportaktivitäten kann man in Vereinstätigkeiten ausüben da zahlt man jährlich nur Jahresbeiträge. Und Kindern geht auch nix für ihre Kindheit an "Schönheit" flöten wenn sie auf dem Weg auch verzichten können lernen müssen.

        Ich seh es im Freundeskreis was man in Kinder reinstecken KANN... und die Kostendiskrepanzen sind GEWALTIG! Die einen zahlen viel weniger für ihre Schulkinder als wir für unser Krippenkind... die anderen mehr... aber die die mehr Zahlen deren Kinder dürfen auch teure Hobbys wie reiten ausüben... wenn ein Kind Geburtstag hat, bekommen die Geschwisterkinder (schwachsinnigerweise) auch Geschenke.... da gibts Markenkleidung... jährlich wird Wert gelegt mind. einmal im Urlaub gewesen zu sein. Privatschulen sind teils vorhanden... klar wenn ich mir die Umlaufkosten von ner Freundin anschau deren Tochter auf die Bavarian International School geht, und dafür monatlich glaub 1200 Euro (um den Dreh) blechen muss... zzgl. Reiten und Klavierunterricht... der zusammen über 200 Euro machen... Markenkleidung legt sie hingegen keinen Wert drauf... da spart sie tatsächlich... aber die gehen locker auch einmal die Woche schick essen wenn nicht öfter... fahren 2x im Jahr in den Urlaub etc. aber da verdient der Kindsvater auch weit über 10.000 Euro also ein Pappenstiel an Umlaufkosten für die gemessen am Einkommen. Dann seh ich die Patentante von meinem Sohn. eine 11 Jährige und einen 5 Jährigen Sohn... Kinder gehen auf staatliche Schulen/Kindergärten. Die Große bekommt nachhilfe in Deutsch und Englisch was gut galub 90 Euro im Monat sind... regelmäßigen Hobbys in Vereinen etc. geht die Tochter gar nicht nach... weil auch kein Interesse daran. Ihre Hobby sind eher so Freunde treffen. Ansonsten hat sie "nur Einmalkosten" im Jahr wie Anschaffungszeug für jedes neue Schuljahr. Geburtstage und Weihnachtsgeschenke können durchaus teurer ausfallen... dafür bekommt sie meines Wissen nicht gerade die Welt an Taschengeld glaub 20 Euro im Monat. Und ihre Eltern KÖNNEN sich mehr leisten... halten sie aber bewusst "klein" um sie nicht großköpfig und undankbar zu machen und alles für Selbstverständlich zu nehmen. Wenn die einmal im Jahr teure Markenschuhe bekommt oder so ist das VIEL an Extras. Somit kostet die Tochter allein an Nebenkosten (ohne Essen, Trinken und die laufenden Kosten die man ungeachtet immer hat pro Person) wenns hoch kommt 150 Euro im Monat... wenn man die Teuren Geschenke und Einmalkosten pro Jahr dazurechnet vielleicht 250 Euro. Und Kleidung wird entweder vom Flomarkt gekauft wenns Markenklamotten betrifft (nur Schuhe werden neu gekaut) oder Primark und co wenns um Noname Ware geht.

        • Na, dann lass dich mal überraschen;-)

          Natürlich kannst du deinem Kind sagen, dass Blockflöte auch ganz nett ist und Sport überbewertet. Vielleicht reicht ja Fußball oder Joggen tatsächlich.
          Alles andere kostet Geld, und zwar nicht nur den günstigen Jahresbeitrag.
          Du kannst deinem Teeniekind auch nur 10€ Taschengeld zahlen, nur, was soll es mit dem Betrag?
          Jeder Urlaub kostet ein zigfaches vom Urlaub mit Kleinkindern, aber gut, Urlaub muss ja auch nicht unbedingt sein. Restauranbesuche auch nicht, die kosten nämlich auch ein Schweinegeld.Kinderteller ist irgendwann nicht mehr.
          Kleidung wird auch richtig teuer und das nicht weil es Markenkleidung sein muss. Aber günstige Discounterware oder Secondhandkleidung gibt es ab einem gewissen Alter nicht mehr.
          Und für Jugendliche gibt es nirgends günstige Familienkarten oder so. Gut in manchen Museen oder Schlössern vielleicht...
          Schule finde ich jetzt auch nicht so aufregend, das kostet halt, was es kostet, aber Klassenfahrten machen meine Kinder jedes Jahr und zwar beide. Und die meisten gehen ins Ausland.
          Leider werden Fahrkosten auch bei weitem nicht immer übernommen.
          Du kannst dein Kind natürlich auch ohne Computer, Handy usw aufwachsen lassen, irgendwann wird das aber schwierig.
          Auch Essen und Trinken wird sehr viel mehr. Ein Kleinkind läuft mit, mein 17jähriger Sohn aber sicher nicht.
          Was wenn das Kind Nachhilfe benötigt? das sind auch mal schnell100-200€. Oder eine Zahnspange?
          Und dann kommt ja auch irgendwann das Studium, und das wird dann so richtig lustig. Gut muss ja auch nicht unbedingt sein...
          Und zu allem Überfluss gibt es kein Elterngeld, Landeserziehungsgeld usw mehr.

          Was ich sagen will: natürlich kannst du dein Kind auf null setzen, es wird auch so irgendwie groß und teuer genug ist es trotzdem. Aber will man das? Will man seinem Kind nicht zumindest ein Mindestmaß an Erfahrungen ermöglichen, ihm etwas mitgeben?
          Und das meiste kostet leider richtig Geld...

    „Und wenn man in den Zoo geht etc gibt's Familienkarten das heißt es is egal ob man jetzt mit 1 Kind oder 4 Kindern hingeht. Man zahlt das gleiche.“
    Genau das, heißt es oft nicht. Oft heißt Familienkarte = 2 Erwachsene + 2 Kinder (mit Altersbeschränkung) und nicht Erwachsene + egal wie viele Kinder.

    • Kommt drauf an. Bei manchen ist es auf 2 Kinder beschränkt, bei manchen auf 4 bei wieder anderen unbeschränkt. Z.b. Bei der Bahn kann ich mit ner Tageskarte für mich galub bis zu 4 eigene Kinder mittransportieren irgendwie so. Kinder unter 3-6 Jahren zahlen sehr häufig je nach dem um was es geht überhaupt nix. Selbst Urlaube... ich meine Kreuzfahrten sind für mit Kindern ideal. Da man hier bis die Kinder 12-14 Jahre alt sind gar nix dazu zahlen muss.

      Hängt wiegesagt immer davon ab wo man hingeht.

      https://www.hellabrunn.de/besuch-planen/tickets/

      Nur mal ein Beispiel von uns in Hellabrunn.... da wird auch nochmal ne Kleine Familie von ner Großen Unterschieden (der einzige Unterschied ist ob nur ein Erwachsener dabei ist oder 2) ... die Kinderanzahl ist aber nicht beschränkt nur das Alter! Daher kann ich das jetzt bei dem Zoobesuch nur auf unseren Zoo anwenden wo wir öfters auch mal sind und ich daher weis das der keine Einschränkungen hat. Und mit den Kindern unter gleicher Adresse... das kann man eh nicht nachweisen. Ich hab da auch offengestanden schon meine Nichte als mein Kind ausgegeben um an die Familienkarte zu kommen und das ging so durch.

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