Haushalt und Kind

    • (1) 25.09.18 - 13:50

      Hallo, ich bin verheiratet. Wir haben einen Sohn mit 4,5 Jahren. Ich arbeite 30 Stunden, verteilt auf fünf Tage. Jeden Tag stehe ich um halb sechs auf und verlasse um 6.15 Uhr das Haus. Um 14. 00 Uhr hole ich unseren Sohn vom Kindergarten ab. Dann essen wir was. Ich arbeite ohne Mittagspause und mein Sohn hat auch meistens Hunger, weil er im Kindergarten nicht genug ist. Da gibt es nie Fleisch, nur immer was mit Gemüse. Das mag er nicht so gerne. Anschließend hat er Montags Musikunterricht und mittwochs Sport. Am Dienstag kommen alle 14 Tage meine Eltern zu Besuch. Ich möchte in der Zeit in Zukunft Sport machen, weil ich sonst nie dazu komme, in letzter Zeit ziemlich zu genommen habe und mich so einfach nicht mehr wohlfühle. Am Donnerstag mache ich mit meinem Sohn den Wocheneinkauf. Am Freitag Nachmittag machen wir nichts bestimmtes. Wenn wir nach Hause kommen, koche ich meistens, weil mein Sohn und ich noch was warmes brauchen
      Nach dem Abwasch spiele ich noch ein bisschen mit meinem Sohn. So gegen acht Uhr bringe ich ihn ins Bett. Bis er schläft, dauert es länger. Ich schlafe dann auch meistens ein. So gegen halb elf wache ich dann wieder auf. Dann esse ich noch eine Kleinigkeit und setze mich noch kurz neben meinem Mann vor den Fernseher. Bevor ich gegen 23 Uhr ins Bett gehe. Vor dem Schlafen gehen lege mich die Kleidung für meinen Sohn für den nächsten Tag zu Recht und decke den Frühstückstisch. Mein Mann macht meinen morgens fertig, frühstückt mit ihm und bringt ihn in den Kindergarten. Er arbeitet Vollzeit zu Hause. Er ist selbständig. Ich koche, mache die Wäsche von mir und unserem Sohn, und kaufe ein. Zum Putzen haben wir eine Putzfrau. Mein Mann macht seine Wäsche und alles rund ums Haus und im Garten.

      Am Wochenende stehe meistens gegen sechs Uhr auf. Da mache ich meistens Krankenabrechnung, Überweisungen oder ich räume auf.

      Am Wochenende besuchen wir manchmal meine Familie oder Freunde von mir. Das ist immer eine Stunde Fahrt einfach.

      Mein Mann jammert oft, dass es unordentlich bei uns ist, und das andere Frauen alles viel besser hinkriegen und dass andere Männer viel weniger machen müssen. Ich finde mein Leben zur Zeit ziemlich stressig und habe das Gefühl, ich komme zu hat nichts. Ich Frage mich, wie machen das andere. Wie ist es bei Euch?

      • Ich würde sagen Willkommen im Leben von zig Millionen Frauen.

        Ich finde es etwas befremdlich, dass ihr eure Wäsche getrennt wascht. Hat das einen bestimmten Grund.

        Eine Putzfrau wäre für mich echter Luxus!

        Da ich noch einiges mehr an der Backe habe als du und mir das meistens auch Spaß macht, kann ich jetzt kein Verständnis oder Mitleid heucheln.

        • Das Problem ist einfach, dass es vielen Frauen gar keinen Spaß macht. Vermute ich jedenfalls :-D

          Ich empfinde den Haushalt bei einer 40-Stunden-Woche auch nicht als Bereicherung. Einen Wocheneinkauf kann ich mir z.B. auch nicht vorstellen, da bei uns vieles schlecht werden würde. Ich weiß leider am Montag nicht, was mir am Sonntag schmeckt...


          Bewundere jeden, dem es leicht fällt und der auch noch Spaß daran hat.

          • Bei mir ist die Hausarbeit auch ein notwendiges Übel. Aber ich organisiere gerne. Bin viel unterwegs. Kümmere mich um Kinder, Mann und Haustiere.
            Dafür überlasse ich meinem Mann Dinge, wie mal das Auto waschen und Dinge zur Post bringen etc.

    (8) 25.09.18 - 14:23

    Hallo,
    ich arbeite genauso viele Stunden wie du und habe ein Kind, das noch etwas jünger ist. Abgesehen davon dass ich wieder schwanger bin, sind unsere Rahmenbedingungen also ähnlich.
    Warum fühlst du dich so gestresst?

    Ich mache in etwa das gleiche wie du nur ohne Musikschule, dafür aber mit Putzen. Den Wocheneinkauf machen wir am Wochenende zusammen und die Wäsche wird auch zusammen gewaschen. Meistens kümmere ich mich drum, manchmal auch mein Mann.
    Ich empfinde manche Tage zwar als anstrengend, weil ich auch mal müde bin, wenn es bei der Arbeit viel zu tun gab, aber eigentlich empfinde ich das Pensum noch als gut machbar. Ich falle abends auch nicht todmüde ins Bett.
    Nur Vollzeitarbeiten könnte ich mir momentan nicht vorstellen. Das würde ich aktuell mit Kleinkind und schwanger nicht schaffen.

    Was macht dich denn besonders müde? Vielleicht kann man das verbessern.

    Mir fällt folgendes auf:

    - was machst du wenn dein sohn 2 Nachmittage weg ist? (Sport und Musik)

    - dein Mann arbeitet von zu Hause. Isst er mittags nichts? Kann er nicht für euch mitkochen?

    - warum schläfst du neben deinem kind ein und musst dann noch um 22.30 was essen?

    - warum muss man getrennt waschen?

    Ehm.. irgendwie finde ich eure Organisation chaotisch. Räumt dein Mann denn mal auf oder du? Aufräumen sollte man laufend tun. quasi den ganzen Tag immer mal da mal dort.

    • Wenn mein Sohn beim Sport ist, kaufe ich manchmal schon Mal Wasser ein. Nach Hause fahren lohnt sich nicht. Bei der Musik habe ich bisher immer vor der Tür gewartet, das war erst zwei Mal. Und die Lehrerin hat gesagt, wie sollen vor der Tür warten. Nach Hause fahren lohnt sich auch hier nicht.

      • Dann kann man aber in der Zwischenzeit Bankgeschäfte und anderes per Handy erledigen, kann den Wocheneinkauf erledigen (das schafft man gut organisiert und ohne Kind in einer halben Stunde) oder du kannst inzwischen joggen gehen (irgendwann musst du ja nicht mehr vor der Tür warten).

        • Joggen könnte ich theoretisch, aber ich bin noch nie gerne gejoggt. Außerdem habe ich seit der Geburt eine Blasensenkung. Da ist das nichts. Momentan lese ich meistens ein Buch. Da bin ich ganz froh drum. Oder ich erledige einen Teil des Wocheneinkaufs..

      Joggingklamotten einpacken und was für dich tun.2 Mal die Woche ist doch top. Du kannst ja sonst eh nichts anderes tun.

(15) 25.09.18 - 14:52

Hallo,
so richtig habe ich nicht verstanden, was du jetzt hören möchtest.
Bei uns ist es so: 3 Kinder, 1 Hund, ein Mann der täglich 12 Stunden außer Haus ist, 300 qm Haus ohne Putzfrau, 800 qm Garten und ich gehe zwischen 30 und 40 Stunden arbeiten. Mein jüngstes Kind ist 8. Aber ich gehe schon immer arbeiten, hatte nie Elternzeit und Mutterschutz, da sellbstständig. Wie das geht: gut organisieren, ich denke daran müsst ihr arbeiten.
LG

(16) 25.09.18 - 15:01

Hallo,
Ich denke ihr seid nur etwas unorganisiert. Ich habe bis letzten Monat auch 30 std gearbeitet und habe 2 Kinder die in Kindergarten und Schule gehen. Außerdem logopädie, Ergotherapie Sportverein. Eine Putzfrau ist Luxus den ich aber nicht unbedingt brauche. Das mit der Wäsche finde ich auch komisch.

(17) 25.09.18 - 15:07

Also so wie ihr das aufgeteilt habt, hört sich das doch grundsätzlich gut an.

Warum ist es denn bei euch so unordentlich? Was genau stört denn dein Mann?

Ich finde nicht, dass es sich so anhört, als ob er zuviel am/im Haus macht. Immerhin wohnt er genauso da wie du.

Vielleicht solltet ihr euch mal zusammen setzen und genau festlegen, wer was wann macht.

Und wenn ihr ne Putzfrau habt, ist das doch super Luxus!

Und wenn ihr schon um 14 Uhr nach Hause kommt ist das doch noch sehr früh am Tag.

Ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum du so gestresst bist und das Gefühl hast, du kommst zu nix.
Vielleicht an der eigenen Erwartungshaltung arbeiten? Ansprüche runterschrauben?

Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit mit zwei Kindern (2 und 4) und es sieht zwar bei uns nicht immer wie aus dem Ei gepellt aus, aber ne gewisse Grundreinigung ist schon da.
Zw. 7-16 Uhr ist bei uns niemand zu Hause = keiner macht Dreck/Unordnung.
Am Abend bevor die Kids ins Bett gehen, wird Wohn- und Kinderzimmer aufgeräumt.
Die Küche sowieso abends nach dem Kochen (macht meist mein Mann während ich die Kids ins Bett bringe).
Wäsche mach ich meist am WE. Wäsche zusammenlegen kann man prima vor dem TV abends.
Bügeln ist überbewertet. Ich bügel ausser ab und zu mal ne Handvoll Blusen nix, mein Mann bügelt seine Hemden selber.
Bad putzen mach ich zwischendurch wenn's grad passt am Abend und/oder WE.
Den Wocheneinkauf lassen wir uns liefern.
Staubsaugen im Wohn-/Essbereich macht unser lieber Roboter. Das komplette Haus wird am WE gesaugt. Der Eingangsbereich bei Bedarf auf mehrmals die Woche durchgefegt (Sand, Kleinkinder...).
Mein Mann macht grundsätzlich auch alles ums Haus rum (Handwerksarbeiten, Garten usw) und die Autos.
Seit knapp zwei Monaten geh ich einmal die Woche abends ins Fitnessstudio und mein Mann bringt die Kinder ins Bett. Klappt super!
Es ist manchmal stressig, ja, und es gibt Zeiten da bleibt mal mehr liegen, so what? Manchmal muss man halt auch mal Fünfe grade sein lassen :-p
Die Kleinkindzeit is halt nun mal keine Zeit in der das Haus zu jedem Zeitpunkt aussehen muss wie aus nem Interiörmagazin ;-)

Hallo.

Ist bei mir ähnlich, nur dass ich zwei Kinder habe, einen Mann der täglich lange außer Haus arbeitet, Haus + Garten, Tiere und - KEINE Putzfrau. ;-)

Mittags gibts bei uns entweder was Aufgewärmtes vom Vortag oder ich koche nur was Kleines. Manchmal gibts auch nur ein Brot und ich koche dafür abends ausgiebiger.

Waschmaschine wird morgens gefüllt und angestellt, mittags dann Wäsche aufgehängt/oder Trockner. Gebügelt wird abends vorm TV oder am Wochenende.

Einkauf wird auf dem Heimweg von der Arbeit (die Kinder bereits im Schlepptau) erledigt.
Unter der Woche wird meist nur durchgesaugt. Bad wird am WE gründlich geputzt. Aber dafür hast du ja eh die Putzfrau.

Warum stehst du am WE auch um 6 Uhr auf?? Überweisungen gehen doch ratzfatz....#zitter

Wieso macht ihr die Wäsche getrennt? Von was ernährt sich dein Mann?

Warum gehst du nicht zum Sport, während dein Sohn seine Freizeitaktivitäten absolviert? Oder du könntest deinen Sohn sogar in deinen Sport mit integrieren....

Lass doch deinen Mann den Kleinen mal ins Bett bringen, dann hast du die Zeit schon mal für anderes.

Wenn bei uns was liegen bleibt, bleibt es halt liegen, das läuft alles nicht weg.Und meinem Mann würde so ein Gejammer nicht einfallen.

Du hast 10 Stunden pro Woche mehr Zeit für Haushalt und Kind als dein Mann. Da würde ich mich in so einer Diskussion halt mal hinsetzen, und ausrechnen, wer wieviele Stunden für Haushalt und Kind aufwendet und dann sehen, ob er recht hat und zu viel macht. Ich habe die vage Vermutung, hat er nicht;-).

Wie kommt es, dass ihr den Haushalt und vor allem einkaufen und kochen s ungleichmäßig verteilt habt? Wie haben dein Partner und du das vor dem Kind gehandhabt?

(21) 25.09.18 - 16:16

Ihr müsst euch ein wenig besser organisieren. Wir haben vier (12,9, 5 und fast 2) Kinder, ein Haus und Garten, jedes Kind 1-2 Hobbys, mein Mann arbeitet auch von zu hause, ich gehe drei Tage arbeiten und bin jeweils 10 Std. unterwegs. Wäsche macht mein Mann nebenbei (für alle 6 Personen), zweimal die Woche macht er die Bäder sauber, bringt abends die Kleinen ins Bett. An meinen drei Arbeitstagen kümmert er sich komplett um die Kinder ( Schulki.der, Kita und der jüngste ist noch zu Hause), Haushalt und seinen Job. An schlechten Tagen geht er abends noch mal in sein Arbeitszimmer und ich mach ein wenig Haushalt.

Hallo

Was habt ihr denn für eine Organisation? Klingt echt nicht entspannt und durchgeackert.

Wann habt ihr denn mal Zeit als paar? Warum k
Meckert dein Mann herum das es unordentlich ist anstatt dir etwas abzunehmen?#zitter

Mein Mann arbeitet Vollzeit und ich 25-30 Stunden,wir haben noch vier von fünf Kindern daheim wohnen. Keine Familie vor Ort.

Klar kenne ich phasenweise auch extremen Stress ( Mann und Kind depressiv) gewesen. Und viele Termine. Wenn ich merke es wird wieder stressiger gucke ich ob ich was abgeben kann. Es reicht schon wenn meine Kinder sich dann verabreden. In der Zeit mache ich was für mich. Ich gehe gerne wandern und fotografiere gerne. Da ich oft am wochende raus muss wegen dem frühdienst und auch unter der Woche jeden Tag um spätestens um sechs Uhr aus den Federn muss nehme ich mir nachmittags ne Stunde ,oder wie gestern einfach zwei Stunden am Vormittag geschlafen. Wenn die Kinder Hausaufgaben machen mache ich was im Haushalt . Mein Mann macht am wochenende dann was im Haushalt . Außerdem finde ich es erschreckend wie wenig paarzeit ihr habt. Keine gemeinsamen Unternehmungen.

Ich würde sowas nicht wollen.

Lg

  • Das mit der wenigen gemeinsamen Zeit stört mich auch furchtbar. Ich versuche seit der Geburt unseres Sohnes, was daran zu aendern. Da klappt aber irgendwie nicht. Das liegt vor allem daran, dass mein Mann nicht mitziehen. Seine Mutter wohnt neben an. Sie ist aber über 80, hart alle Möglichen gesundheitlichen Beschwerden und hilft außerdem noch meinem Mann jeden Tag bei der Buchhaltung, der Steuer usw. Mein Eltern wohnen eine Stunde weg. Die passen sehr oft auf die Kinder meiner Schwester auf. Außerdem ist das Verhältnis zwischen ihnen und meinem Mann schwierig. Obwohl es momentan besser wird. Ein Babysitter ist meinem Mann zu teuer. Außerdem ist er überzeugt, dass das mit dem zu Bettbringen eh nicht klappt. Unser e Putzfrau hat sich auch schon angeboten. Ich habe bald im November einen Urlaub mit Kinderbetreuung gebucht. Bin gespannt, wie das wird.

(24) 25.09.18 - 18:08

Wir haben keine Familie in der Nähe, zwei Kinder (6 und 3,5 Jahre), ich bin schwanger. Haben einen 40kg Hund, vier Katzen, vier Meerschweinchen, zwei Kaninchen. Ich studiere Teilzeit Mathe (30h die Woche), mein Mann ist von 8.30- 19. Uhr außer Haus.
Die Große hat Hobbys und Kurse und wir haben einen Garten.

Alles machbar.

Für mich klingt es so, als würdest du a) viel zu aktiv ständig deinen Sohn bespaßen - kann mich irren, aber klingt so.. Wenn du ihn 14 Uhr Holst und erst 20 Uhr quasi wieder Zeit für etwas anderes hast.
Ich mache viel Haushalt trotz Kinder um mich herum, die können sich selbst beschäftigen. Wenn ich dann fertig bin, machen wir was Schönes zusammen.
Beim Schwimmkurs der Großen sitze ich zwar eine Stunde blöd rum und warte, mache da aber bei Gelegenheit organisatorisches, was gerade so ansteht (Schüler Karte beantragen, Klavier stimmer raus suchen usw).
Oder starre eine Stunde Löcher in die Luft und atme durch.

Wenn meine Kinder nicht ordentlich im Kindergarten oder Schule essen, haben sie Pech. Hier gibt's Obst und Gemüse bis zum Abendessen. Warum du manchmal zwei mal am Tag für euch kochst, erschließt sich mir auch nicht.

Haushalt mit Kind machen und es nicht ganze Zeit bespaßen, nicht ständig kochen und schon hätte man jeden Tag ca zwei Stunden zusätzliche Zeit.

Und da gäbe es sicherlich noch andere Möglichkeiten.
Ist aber natürlich auch eine Frage, was du bereit bist"aufzugeben" .

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