Gibt es hier Eltern deren Kinder Tics hatten die alle wieder verschwunden sind?

    • (1) 03.10.18 - 22:53

      Hallo zusammen, meine Frage ist nochmal gibt es hier Eltern deren Kinder Tics hatten oder sogar mehrere Tics wo alles wieder verschwunden ist ? Meine Tochter ist 10 Jahre und hat seit Januar Tics. Meine Frage ist jetzt kann das alles wirklich wieder vergehen ? Wer hat Erfahrungen damit und kann mir meine Fragen beantworten ? Lieben Gruß

      (5) 03.10.18 - 23:48

      Ich selber hatte als Kind Tics. Die wechselten öfter. Heute habe ich schon lange keine mehr und ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwas dagegen gemacht wurde. War irgendwann weg.

      Ja, bei uns sind alle Tics verschwunden. Insgesamt hat diese nervige Phase fast zwei Jahre gedauert, die Tics haben sich abgewechselt. Und irgendwann war es vorbei.

      • Danke für deine Antwort hoffe bei uns verwächst sich das auch irgendwann mal. Wie alt war dein Kind als es angefangen hatte und aufhörte ? Was für tics hatte es? Bei uns wechseln sie auch immer momentan ist heftiges Kopfschütteln da.

        • Wir hatten Zwinkern, Kopfschütteln, Luft durch den Mund ziehen, Händeschütteln... oh je, jetzt muss ich fast lachen. Mein Sohn ist jetzt 18 Jahre alt.

          • Dann hoffe ich das es wirklich bei meiner Tochter mal aufhört. Hat das bei euch von einen auf den anderen Tag aufgehört oder würde es langsam immer weniger ? Es ist bei uns immer ein hoch und runter mal ist es dolle dann Wochen wieder fast gar nicht und dann fängt es wieder an . Mich macht die ganze Sache so fertig sie selbst stört das garnicht

        Jetzt habe ich das Alter vergessen, denke zwischen sieben und zehn.

Huhu,

Ja mein bruder hatte als kind einen kombinierten tic, augenzwinkern, nase schniefen und huesteln ... da war er, glaube ich, so um die 8-10 jahre alt. Meine eltern haben sich da keine grossen gedanken gemacht, glaub ich zumindest, und der tic ist dann auch verschwunden. Spaetestens mit der pubertaet war es weg und er hat auch keine tics mehr bekommen ☺

Lg,
Childofmine

(12) 04.10.18 - 08:35

Ja.
Mein Sohn hat ab und zu Tics. Eine zeitlang war es Augenzwinkern, jetzt ist es Husten (organisch ist alles in Ordnung- weder sieht er nix, noch ist der Hals entzündet, selbst Sachen wie Reflux etc, haben wir untersucht). Wird wieder weggehen, wenn man es nicht beachtet.

Liebe Grüße!

Was verstehst du unter Tics? Das eine sind krankhafte Zwangshandlungen - das andere Unarten die sich ein Kind angewöhnt (wie Nägel kauen oder Haare eindrehen). Ich hatte mal als Kind mit ca 12-14/15 Jahren einen "Tick" also für mich war es in der Zeit wirklich ne Zangshandlung. Das ich mir NACH dem Essen immer die Hände waschen musste. Frag mich nicht wodurch das ausgelöst wurde und warum es wieder gegangen ist. Aber ich hab mir selbst dann nach dem Essen die Hände waschen wollen, wenn ich mit Besteck gegessen hatte - Fingerfood mach ich heute auch noch weil ich fettige Hände nicht mag. Bei mir kam das plötzlich und ging auch von jetzt auf gleich wieder. In der Zeit hab ich mir weshalb auch immer allgemein überdurchschnittlich häufig die Hände gewaschen. Dabei bin ich gar nicht so aus ner überreinlichen Familie stammend... und bin als Kind auch damit groß geworden, Dinge zu essen die aufm Boden gefallen sind etc.

Mein Sohn ist erst 2,5 Jahre alt.. aber er ist z.b. jemand... der kann zwar am ganzen Körper aussehen wie ein Schwein das durch ne Sule gerollt ist. Aber wehe beim essen bleibt ihm mal ein kleines krümelchen, ein kleiner klecks von irgendwas an der Hand kleben. Selbst die Erzieher in der Krippe sagen, das er drauf besteht sich dann sofort die Hände zu waschen, wenn ihm ein Fitzelchen vom Spinat am Finger klebt... der weigert sich sonst konstanz weiterzuessen. Schmutzige Hände mag er gar nicht haben. Außer es ist Erde/Sand - aber keine Essensreste, keine Fusseln (die pult er sich auch gekonnt schon selbst zwischen den Zehen raus) ... keine Haare... da steht er sofort angewiedert vor einem "Bääääähhh" und "Hände waschen"... und wehe man reagiert nicht... dann gibts nen Anfall!:-p Bei mir hat es sich verwachsen... mal sehen obs bei ihm auch weggeht.

Bei uns waren alle Ticks irgendwann weg. Kann mich gar nicht dran erinnern wann da wir die Ticks ignoriert haben und sie kein Tagesthema waren.

Ich habe seit ich 10/11 Jahre alt war Tics. Zum dem Zeitpunkt sehr auffällige: Augenzwinkern, Arme und Beine anziehen,... Würde man meine Eltern/meinen Mann heute fragen, ob ich noch Tics habe, würden sie mit Nein antworten. Ich habe sie aber nach wie vor und auch immer gehabt. Aber sie haben sich verändert und sind nun für andere nicht sichtbar/bzw. sehr unauffällig. Ich ziehe die Zehen ran oder spanne bestimmte Muskeln in den Armen und Beinen an. Es irritiert niemanden mehr, da es keiner wahrnimmt. Mich stört es nicht weiter; es gehört zu mir. Nur wenn ich mal sehr nervös bin, bin ich genervt von mir selbst, da es dann sehr ausgeprägt ist. Ich denke, das beste ist, die Tics nicht groß zu einem Thema zu machen! Am besten ignorieren, außer das Kind macht selbst ein Thema daraus. Mit Willenskraft unterlassen kann ich es nicht!

(17) 04.10.18 - 15:04

Bitte versuche, dich zu entspannen. Google doch mal, wie viele Kinder Tics haben. Das sind echt richtig viele und ich beobachte das auch in meinem Umfeld und meinem Beruf.
Und dann achte mal darauf, wie viele Erwachsene Tics haben. Kaum noch jemand.

D.h. bei den meisten sind die Tics wegegangen. Mach dich bitte nicht bekloppt. Ich habe unter meinen Tics damals gar nicht gelitten und wurde auch nicht gemobbt. Lediglich meine Mutter ist Amok gelaufen, was ich verstehe, weil man sich ja immer große Sorgen um sein Kind macht. Nur bringt das nix. Tics kommen, Tics gehen. Nur bei wenigen ist das ein langfristiges Problem.

(18) 04.10.18 - 16:33

Hallo

bei meinem Kind ging der Tic auch von selbst wieder weg. Am Anfang, als ich ihn des öfteren gebeten habe, die Bewegung zu unterlassen (bein Gehen den Kopf einziehen und eine Katzenbuckel machen), kam es mir so vor, als ob der Tic daraufhin öfter vorkam. Als ich gar nichts mehr gesagt habe, war er innerhalb von 4 Wochen weg. Im letzten halben Jahr hab ich ihn nur einmal noch diese Bewegung machen sehen. Also mach einfach nicht soviel Aufhebens darum und ignoriere es.

(19) 04.10.18 - 17:19

Hallo,

ich hatte als Kind einen Tick nach dem anderen - waehrend der Grundschulzeit habe ich mir staendig an der Unterhose herumgezogen oder die Nase hochgezogen obwohl da gar nichts drin war, mit den Augen gezwinkert.... abends im Bett nervoes gehustet und mein Kopfkissen immer genau elfmal aufgeschuettelt, und das zigmal hintereinander.... meine Brille habe ich so oft auf die Nase gedrueckt, bis sie in der Mitte durchgebrochen sind oder die Buegel abgefallen sind.... spaeter in der Pubertaet habe ich dann die Wasserhaehne immer ueberall im Haus superfest zugedreht und bin abends gefuehlt hundertmal wieder aufgestanden, um nochmal zu ueberpruefen, dass der Herd auch wirklich ausgestellt ist - also wirkliches Zwangsverhalten. Das ist alles weggegangen. Hat lange gedauert, aber es ist nichts mehr davon uebrig (ausser vielleicht, dass ich abends immer noch 2-3 Mal nach meiner Tochter schaue, bevor ich ins Bett gehe, nur um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist... aber das gehoert vielleicht auch einfach zum Elternsein dazu).

LG
Vanillie

  • (20) 04.10.18 - 18:13

    Oh ok. Weißt du noch wielange das ca. Alles bei dir ging bzw ab wann das besser wurde?

    • (21) 05.10.18 - 15:41

      Ja, fing ungefaehr mit 7 Jahren an. Ziemlich genau als sich unsere Familiensituation aenderte, meine Mutter meinen Stiefvater (mit dem fuer mich die Situation zu Hause insgesamt ueber Jahre sehr belastend war) geheiratet und ein zweites Kind mit ihm bekommen hat, wir umgezogen sind und ich gleichzeitig vom Kindergarten in die Schule gekommen bin (in der ich dann keine Freunde fand).... heute glaube ich, das war einfach zu viel das alles, fuer mein 7jaehriges Ich. Hoehepunkt war zwischen sieben und etwa zwoelf Jahren, das ging dann in die Pubertaet ueber und die Zwangsstoerungen wurden dann eher etwas heimliches, persoenliches - immer wieder aufstehen und den Kuechenherd kontrollieren, das nervt die Eltern natuerlich nicht so wie wenn das Kind alle paar Wochen die naechste Brille auf der Nase kaputtgedrueckt hat oder abends stundenlang vor sich hin huestelt im Bett, waehrend Mama und Papa nebenan doch wirklich gerne fernsehen wollen....

      Ich weiss ja nicht, was bei Dir los ist und weshalb genau Du diese Frage stellst, aber ich glaube, mir haette als Kind mehr Zuwendung und mehr Verstaendnis gut getan. Meine Eltern haben mir gerne das Gefuehl gegeben, dass mit mir etwas nicht stimmt, und ich habe oft den Spruch gehoert "Du hast doch wohl ne Macke!" oder "Die Leute gucken schon ganz komisch, die fragen sich schon alle was mit dem Kind nicht stimmt!" Abends gab es Schimpfe, wenn ich vor mich hingehuestelt habe, und insgesamt habe ich mich wie der einsamte Mensch der Welt gefuehlt. Zuwendung und Verstaendnis, das faengt schon mit Kleinigkeiten an, z.B. ein kleines Nachtlicht anlassen, wenn man weiss, dass das Kind im Dunkeln Angst hat (fuer meine Eltern kam das, andere Generation, ueberhaupt nicht in Frage, ich bekam immer zu hoeren ich sei doch schliesslich schon XYZ Jahre alt und ein "grosses Maedchen"). es ist wichtig, dass sich ein Kind mit Ticks ernstgenommen und angehoert fuehlt - meine Eltern zum Beispiel waren, besonders abends, immer schrecklich genervt von mir. Um 8.00 Uhr kamen ja die Nachrichten im Ersten, und danach irgend ein Spielfilm oder Krimi. Der Feierabend und die Glotze schienen wichtiger zu sein, und Kinder sind nicht doof, die merken das.

      Also, Du hast ja jetzt gar nicht danach gefragt, aber, mit dem Wissen von heute und rueckblickend waeren diese Dinge fuer mich von meinen Eltern vielleicht hilfreich gewesen:

      - Zuwendung und sich Zeit nehmen, das Kind nicht "abschieben" wenn es ihm nicht gutgeht, weil man seine Ruhe haben will (auch dann nicht, wenn man sich auf den Feierabend gefreut hat und gerne im Fernsehsessel die Fuesse hochlegen wuerde), auf keinen Fall das Gefuehl geben, dass das Kind nicht wichtig genug ist

      - das Kind mit Tick auch in scheinbar absurden Sorgen und Aengsten ernstnehmen und, soweit moeglich, dem entgegenkommen - auch, wenn man ein Problem des Kindes nicht nachvollziehen kann und von sich selbst nicht kennt, denn das heisst nicht, dass es fuer das Kind nicht trotzdem "echt" und ein Problem ist...
      (ein anderer meiner "Ticks" damals war beispielsweise das Problem mit den Kratze-Etiketten in Kleidung oder ueberhaupt mit kratzigen Stoffen wie Wolle auf der Haut..... hat meine Mutter damals nicht interessiert, weil sie dasselbe Problem von sich nicht kannte, ich hab mich gekratzt wie doof, gerade im Winter wenn ich ein bisschen geschwitzt hatte in meinem kratzigen Wollpulli)

      - dem Kind nicht das Gefuehl geben, dass es "doch ne Macke hat", und auf gar keinen Fall das Gefuehl vermitteln, dass man sich im Grunde damit vor anderen Leuten fuer es oder sein Verhalten schaemen muss.... das suggeriert, dass nicht die Befindlichkeit und das Wohlergehen des Kindes fuer die Eltern wichtig sind, sondern das, was andere Leute denken - und das ist extrem schmerzhaft....

      - das Kind nicht beschaemen (!), zum Beispiel mit Spruechen wie "Jetzt hoer aber doch mal auf, Du bist neun und keine zwei mehr!" - das gibt dem Kind nicht nur das Gefuehl, dass etwas mit ihm nicht stimmt, sondern dass es ein Versager ist, dass es den Erwartungen der Eltern nicht gerecht wird, dass es hinter seiner Entwicklung zurueckbleibt und eine Enttaeuschung ist.... und das ist ganz schoen schwer zu tragen noch zu allem anderen obendrauf

      Alles in allem ist das wichtigste, Rueckendeckung zu geben. Dazusein. Ernstzunehmen. Zuzuhoeren. Anzunehmen. Nestwaerme zu geben. Liebzuhaben, so wie das Kind gerade ist. Du hast gefragt, wie lange die Ticks bei mir geblieben sind - alles in allem viel zu lange, und zwar so lange, bis ich mir selbst die Sicherheit geben konnte, die ich zu Hause vermisst habe, und solange, bis ich Menschen in meinem Leben gefunden habe, die mich so annehmen und liebhaben, wie ich bin. Haetten meine Eltern versucht, mir mehr davon zu geben als ich kleiner war.... ich weiss es natuerlich nicht sicher, aber ich glaube sehr, dass meine Ticks dann eher wieder verschwunden waeren....

      Alles Liebe und alles Gute
      Vanillie

(22) 04.10.18 - 22:16

Bei uns auch. Meine Tochter hat Ständig gehüstelt oder sich geräuspert.

Es ist komplett weg. Hätte ich auch kaum für möglich gehalten...

  • (23) 04.10.18 - 22:32

    Wielange ging das ganze bei ihr ? Hatte sie auch noch andere tics ausser die beiden ?

    • (24) 05.10.18 - 11:35

      Das ging locker 1-2 Jahre... der Kinderarzt hat uns geraten, es schlichtweg zu ignorieren und auch die anderen (Lehrer etc) zu bitten, es zu ignorieren, da jede Reaktin ("ach du arme, bist du erkältet?" etc.) das ganze nur verstärkt...

      LG
      Frauke

Das Thema interessiert mich auch sehr, denn mein Sohn hat seit einigen Jahren Tics. Bis Demzember 2017 waren es auch nur leichte Tics aber seit Weihnachten werde ich fast irre....Und ich hoffe soooo sehr dass sie irgendwann wieder weggehen... Die motorischen Tics (Gesichtstics wie blinzeln, mund verziehen, mund aufreißen, nase rümpfen) sind jetzt in den letzten 2 wochen soooooo viel besser geworden. da bin ich schon mal sehr sehr froh (vorher war es sekündlich und das seit dezember!). die vokalen tics nerven mich derzeit wirklich. er hüstelt seit februar (bis september fast sekündlich den ganzen tag!!!). nun hüstelt er weniger (nur noch alle 10-20 sekunden) dafür kommt jetzt ein schniefen dazu.... es macht mich wahnsinnig und er kann gar nichts dafür.

ich hoffe soooo sehr, dass es bald besser wird. man liest ja ständig, dass das tic maximum zwischen dem 10. und 12. lebensjahr sein soll. er ist 11 jahre alt, also würde das wirklich passen.

war es hier bei jemandem genauso schlimm und es ist dennoch ganz weggegangen?

Top Diskussionen anzeigen