genervter Vater

    • (1) 07.10.18 - 21:55

      Hallo, ich weiss langsam nicht mehr weiter.
      Mein Sohn ist nun 8Wochen alt und von Anfang an Viel am schreien,aber meiner Meinung nach kein Schreikind. Leider kann ich nicht stillen und von der Flaschenmilch hat der kleine sehr starke Blähungen bekommen, nach mehrmaligen Umstellen geht es nun langsam besser. Nun ist es leider so das mein Partner oft überfordert regelrecht gereizt auf das schreien reagiert. Auch mit dem Nächtlichen wach werden kommt er so gar nicht zurecht. Somit schlaf ich immer wieder im Kinderzimmer auf einer Gästematratze, wo ich mich morgens kaum noch bewegen kann vor Rückenschmerzen.
      Für mich ist es schrecklich zu ertragen, wie der kleine wenn er schreit auf Ablehnung seines Vaters stößt. Ist mein Sohn gut drauf, albert sein Vater mit ihm rum und schmiedet Pläne was sie irgendwann mal bauen wollen
      Diese ständige Ablehnung, lassen meine Gefühle ordentlich Bröckeln.
      Erst gerade eben wurden wir regelrecht aus dem Wohnzimmer verbannt. Der kleine war wieder am weinen und eigentlich wollt ich dann nur die Pause nutzen um ihn zu beruhigen und zu wickeln, als ich wieder kam hatte mein Freund sich schon auf dem Sofa breit gemacht, umgeschaltet und alle Lampen ausgeschaltet.
      Momentan zieh ich eine Trennung in betracht, nur leider ist dieses nicht so einfach, da gemeinsames Haus, zudem ist mein Partner sehr schwirig und würde mich Finanziell Ruinieren und noch schlimmer bestimmt das Alleinige Sorgerecht versuchen durchzubringen.
      Ich weiss nicht mehr weiter ich Liebe meinen Sohn überalles und ich habe teilweise Angst ihn mit seinem Vater alleibe zu lassen.
      Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Wie habt ihr euch Verhalten? Hat jemand Tipps wie ich mich verhalten kann?

      Liebe grüße
      Nila

      • (2) 07.10.18 - 21:59

        Also nur weil er mit eurem Sohn nicht zurecht kommt, wenn er schreit, kann nicht der alleinige Grund sein, das du eine Trennung in Betracht ziehst. Horch nochmal in dich hinein, was liegt da im argen? Ansonsten könntest du ihn ja anleiten im Umgang mit eurem Sohn, das müssen viele frisch gebackene Mütter, weil die Väter einfach wenig mit so einem kleinen Bündel anfangen können.
        Aber wie gesagt, das du bereits eine Trennung in Erwägung ziehst, vermittelt mir, dass da mehr in der Luft liegt.

        (3) 07.10.18 - 22:32

        Hallo,

        ich habe auch so ein Exemplar zu Hause. Sobald etwas nicht zu 100% so läuft, wie mein Mann es gerne hätte, ist er sofort auf 180, aber andererseits will er sich auch nicht kümmern (ist sehr bequem).
        Bei ihm ist es zum einen Überforderung und andererseits der Verlust von selbstbestimmter Freizeit. Für ihn war es normal, am Tag mehrere Stunden Konsole oder PC zu spielen. Wenn es jetzt "nur" noch 5-6 Stunden am Tag sind (was ich schon sehr viel finde), ist ihm das zu wenig. Früher hat er das ganze Wochenende mehr oder minder gespielt. War mir aber auch egal. Bin ja auch meinen Hobbys nachgegangen. Aber jetzt mit Kind, liegen die Prioritäten nunmal anders und das müssen die Männer akzeptieren. Kenne aber viele Fälle, wo das schwierig ist.
        Wir haben nach der Geburt zusammen einen Plan gemacht, wer was macht. Dazu gehörte auch, dass er auch mal nachts füttert (bevor er ins Bett geht ) und das Kind auch im Zweifel wieder zum schlafen bringen musste, damit jeder mal am Stück schlafen kann.
        Räume deinem Mann Freiheiten ein, aber fordere selber welche. Und wenn er meckert, dann sag ihm die Meinung und lass ihn in der Situation sitzen. Sonst hat er immer wieder ein Mittel, auf dass du anspringst, wenn er mal wieder keinen Bock hat. Aber es gibt nunmal Sachen, die müssen halt erledigt werden und dann kann er sich aussuchen, ob er sie machen möchte oder aufs Kind aufpasst (mit allen Konsequenzen)

        LG starflym

        (4) 07.10.18 - 22:51

        Erst mal schüttet dein Körper seit Geburt Hormone aus damit du als Mutter das gebrüll besser ertragen kannst und das Kind lieben kannst. Deine Mutterliebe ist biologisch gesehen ein biochemisch gesteuerter Prozess der dafür sorgen soll dass sich ein muttertier um seinen Nachwuchs kümmert. Dass du das kannst und dein Mann nicht ist nicht schuld von deinem mann sondern natürlich. Väterliche muss wachsen pläne schmieden und albern klingt doch to ll.
        Es ist schwer babygeschrei über längere Zeit auszuhalten.

        Nimm Rücksicht. Was heißt überhaupt du wolltest die Pause nutzen.? Sitzt du mit schreienden Baby vor der Glotze und stehst erst in der Werbepause auf um es zu beruhigen?

        • Also ganz ehrlich. Hormone hin oder her, die Papas können sich auch mal am Riemen reißen und anpacken, denn es ist immerhin auch ihr Kind. Wieso sollen wir Mamas alles alleine machen? Nix da, mein Mann wurde und wollte von Anfang an bei allem dabei sein, alles mitbekommen, alles kennenlernen. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich ihn schlicht weg mal die Meinung gegeigt und an die Kandarre genommen 🤣
          Sicherlich sind wir Mamas für die Würmchen ganz besondere Bezugspersonen...das ist auch gut so...aber die Papas sollten doch auch eine wirklich große Rolle im Leben der Würmer spielen...schade dass man manche darauf aufmerksam machen muss.

          • (6) 08.10.18 - 07:49

            Wo schreibt sie denn dass er sich nicht kümmert? Da steht dass er sehr wohl mit dem Baby spielt, nur dass er vom vielen schreien genervt ist. Und was genau bedeutet das Baby schreit und sie wollte 'die Pause nutzen um aufzustehen und es beruhigen? '
            und ehrlich wenn ein Kind abends schreit ist im hellen Wohnzimmer vor der flimmerkiste der schlechteste platz, da ist abdunkeln nicht mal die schlechteste Idee gewesen. Das klingt für mich alles sehr suspekt.

        (7) 08.10.18 - 09:32

        <<<Sitzt du mit schreienden Baby vor der Glotze und stehst erst in der Werbepause auf um es zu beruhigen? >>>

        Das bringt mich auch ins Grübeln. #kratz

    (8) 08.10.18 - 07:17

    Ich hatte Wochenbettdepressionen und daher war es bei uns zu Anfang ähnlich, nur umgekehrt. Bei Frauen ist das mittlerweile einigermaßen anerkannt, bei Männern regen sich aber alle direkt auf.
    Wie es ist tatsächlich ein Baby zu haben, merkt man erst, wenn man eines hat und manche Männer kommen damit dann eben doch nicht so gut klar. Zumal er ja sicher auch arbeitet?
    Warte erstmal ab wie es wird wenn euer Kind älter ist. Manche Menschen sind eben keine Babymenschen. Ich liebe unsere Tochter über alles, aber ich bin froh, kein Baby mehr zu haben und hätte auch drauf verzichten können. Von mir aus können sie direkt als Kleinkinder geboren werden #schein.

    • (9) 08.10.18 - 07:53

      Danke dass du das so ehrlich schreibst, mit ging es ähnlich. Keine Wochenbettdepression ( zumindest habe ich mich an niemanden gewandt, vielleicht war ich kurz davor) aber kein babymensch. Ich war zunehmend gelassener, zufriedener, ruhiger je größer er wurde. Und der Schritt in die Krippe und ich wieder zurück auf Arbeit tat so gut.
      Mit so einer Einstellung stößt man aber oft auf Unverständnis und wird missverstanden dass man sein Baby nicht geliebt hätte.

      War jetzt etwas OT aber wollte ich mal loswerden :)

      • (10) 08.10.18 - 10:08

        Diagnostiziert wurde es bei mir auch nicht. Weil "das darf man ja nicht sagen" eben noch vorherrscht in den Köpfen. Ich gehe aber einfach davon aus.
        Ich war mit unserer Tochter Zuhause bis sie drei wurde, aber mir ging es wie dir. Je mehr sie konnte, desto entspannter wurde ich und desto besser kamen wir klar. Auch die Trotzphase war eigentlich garkein Problem für mich, denn da konnte man ja schon mit ihr reden.

    (11) 08.10.18 - 09:50

    Ich finde deinen Beitrag toll, es ist leider ein Tabuthema aber es gibt viele Mütter und Väter die da Probleme haben und das ist nicht mit Reiß dich zusammen gestanden da nn passieren diese unglücksfälle dass Eltern Kinder töten weil sie nicht mehr können.

    ich hatte selbst auch Berührungsängste und bindungs Probleme nach der Geburt und wurde von vielen unterstützt, Ärzte, Schwestern, mein Mann, klinikseelsorgerin ... Ich bin froh dass all diese Menschen da waren und mir halfen dass aus ich funktioniere ein ich bin ne liebende Mutter wurde.

    • (12) 08.10.18 - 10:10

      Das Thema sollte viel präsenter sein, das stimmt. Ohne unterstützende Familie kommt man da sicher schnell an seine Grenzen und dann passieren in Extremfällen diese Unglücke. Da hast du Recht.

(13) 10.10.18 - 11:10

Oh Gott.. 15 kilo zur welt bringen #schock dann lieber ein baby ;-)

(14) 08.10.18 - 08:49

Was will er denn mit dem alleinigen Sorgerecht, wenn er schon mit seinen 50% überfordert ist?
Kein Richter der Welt spricht einer Mutter, die halbwegs normal gestrickt ist ihr Sorgerecht ab.

(15) 08.10.18 - 09:39

<<<Erst gerade eben wurden wir regelrecht aus dem Wohnzimmer verbannt. Der kleine war wieder am weinen und eigentlich wollt ich dann nur die Pause nutzen um ihn zu beruhigen und zu wickeln, als ich wieder kam hatte mein Freund sich schon auf dem Sofa breit gemacht, umgeschaltet und alle Lampen ausgeschaltet. >>>

Was erwartest du? Sag ihm, was er machen kann bzw. machen möchte, damit du auch mal zur Ruhe kommst. Aber du schreibst selbst, dass du teilweise Angst hast, ihn dem Vater zu überlassen. Ich denke eher, dass du nicht loslassen kannst bzw. dein Partner das nicht so macht, wie du es möchtest. Aber Männer machen einiges anders. Geht dein Partner arbeiten? Dann ist es verständlich, dass er nachtens genervt ist. Du kannst dich tagsüber hinlegen, wenn du nachts nicht schlafen konntest.

<<<da gemeinsames Haus, zudem ist mein Partner sehr schwirig und würde mich Finanziell Ruinieren und noch schlimmer bestimmt das Alleinige Sorgerecht versuchen durchzubringen. >>>

Warum habt ihr dann ein Kind bekommen. Das ist doch nicht erst durch das Baby gekommen.

Schnapp Dir den Kerl, redet und macht für solche Situationen einen Plan. Sag es ihm sofort wenn er unakzeptabel wird. Du musst da nicht alleine durch. Das muss er begreifen.

(17) 08.10.18 - 10:48

Ui, da gehen die Hormone kräftig durch mit dir im Moment. Ein viel schreiendes Baby ist furchtbar anstrengend und nervig. Alle müssen sich noch aneinander gewöhnen, auch die Großen an den Kleinen und umgekehrt.
Ich würde vorschlagen, dein Mann schläft im WZ oder auf der Matratze und du ziehst mit Baby ins große Bett. Grbt euch allen etwas Zeit und guck, ob es weitere Differenzen gibt. Alles Gute für euch 3!

(18) 08.10.18 - 12:40

Wie habt ihr euch denn vor der burt in Sachen Zuständigkeiten verständigt? enn er schwirig ist, habt ihr sicher darüber gesprochen, wie ihr Aufgaben verteilt. Und wenn das Kind die Flasche bekommt, ist das ja für Väter oft total praktisch, weil sie alles machen können.

Beim Wegschicken aus Räumen etc. gehören tatsächlich immer zwei dazu. Also auch du, die dann geht oder sich schicken lässt. Damit würde ich aufhören. Und mit ihm sprechen anstatt zu schmollen, wenn er das Licht im Wohnzimmer ausschaltet. Das klingt zumindest aus dem Post nach sehr lösbaren Problemen, zumindest wenn mann mal ruhig, sachlich und konstruktiv drüber spricht.

(19) 08.10.18 - 13:06

Hallo,
Viel gemeinsames scheint es ja nicht mehr zu geben, wenn du von "meinem Sohn" sprichst und dass du weißt, dass dein Freund dich finanziell ruinieren würde.
Schade, dass Beziehungen scheinbar an so Kleinigkeiten scheitern, wo die Probleme scheinbar schon vorher da waren.
Sprecht miteinander.
LG

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