Ordnung, Chaos, Überforderung ?

    • (1) 09.10.18 - 02:24

      Hallo zusammen,

      jetzt wende ich mich an euch in der Hoffnung hilfreiche Tipps zu bekommen in unserer speziellen Lebenssituation.

      Vorab, eigentlich geht es uns gut und vielleicht jammer ich auf hohem Niveau aber immer wieder habe ich Phasen die mich so runterziehen das ich nur noch heulen könnte und vielleicht kennt irgendjemand diese oder ähnliche Situationen.

      So aber jetzt zum "Problem".......
      Da weiß ich eigentlich gar nicht wo ich anfangen sollte.....

      Ich bin fast 40, verheiratet und in einer stabilen Beziehung seit 21 Jahren.
      Wir haben zwei Kinder (J9/M4) und wohnen in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück. (2000qm), wir sind beide berufstätig. Ich Teilzeit, mein Mann voll. Und wir haben beide einen relativ weiten Anfahrtsweg.

      Wir haben das Haus vor 6 Jahren gekauft. Es hat damals super gepasst. Drei Hunde und ein Kind und der Tierhaltung sehr zugetan.....da muss was Großes her. Und ich glaube da ist eins der Probleme. Wir werden dem Grundstück nicht Herr zum Einen und zum anderen ist mein Mann Jäger und Sammler. Wir haben das Haus damals möbliert übernommen und mussten quasi erst das Haus leer räumen.
      Das haben wir dann irgendwie hinbekommen aber auch heute noch findet man immer mal wieder Dinge vom Vorbesitzer.
      Dann halte ich Hühner, ein paar Enten, Wellensittich und Meerschweinchen und halt noch ein altes Hündchen. Das brauch ich aber auch als Ausgleich. Ich hatte nach dem Einzug bis auf die Hunde keine Kleintiere und es unwahrscheinlich vermisst. Also zogen die süßen nach und nach ein. Platz ist ja auch genug da.
      Zu meinem Mann, er ist ungemein fleißig aber halt in seinem Sinne. Sein Lieblingswerkstoff ist Holz für den Kamin zu machen. Und er kauft unwahrscheinlich gerne ein.....wenn es sein muss auch über die Verhältnisse und darum ist es trotz Berufstätigkeit immer recht eng. Mal mehr mal weniger. Ein Urlaub im Jahr ist in der Regel aber immer irgendwie drin.

      So das ist das drumrum....was mich jetzt so wahnsinnig belastet das ich/wir es nicht schaffen dem ganzen was wir uns da an Land gezogen haben Herr zu werden.
      Das Unkraut wuchert überall, das Holz verteilt sich auf dem ganzen Grundstück, es sieht gefühlt überall chaotisch und unordentlich aus obwohl wir gefühlt immer am werkeln sind. Aber es sind zuviele Baustellen. Die eine ist noch nicht weg reisst meine Mann an andere Stelle eine neue auf weil er jetzt an eine Stelle kommt wo er keine Lust mehr hat und lieber an was anderem arbeitet.
      Der Keller (5 Räume) ist in meinen Augen nicht mehr begehbar. Überall Werkzeug, Kisten (überwiegend von mir) mit Weihnachten, Ostern, Erinnerungen.....Dreck.

      Im Erdgeschoss (5 Räume und zwei kleine Bäder) schaffe ich es in der Regel Ordnung zu halten, aber ich muss täglich mindestens einmal saugen, besser wäre zweimal. Der Teppich ist schwarz und der Hund weiss und da sieht man alles. Solange der Hund (16) aber noch da ist kommt kein neuer her da er gerne mal was fallen lässt im Alter.....auch lästig.

      Die Kinder.....ja die sind auch so ein Thema. Die kleine ist ein temperamentgeladenes, aber charmantes Energiebündel der große ein eher eigenbrötlerischer Junge der am liebsten Elektronik bedient. Das ist aber bei uns sehr begrenzt. Jetzt in den Ferien eher lockerer, während der Schulzeit darf er nur SA und SO jeweils 1,5h
      Er geht in zwei Sportvereine aber das auch mur mit großem Überreden.....gut, aber er geht.
      Die Kinder streiten recht oft, bzw. der große ist schnell genervt von seiner kleinen Schwester.
      Das heißt ich komme eigentlich nicht mit dem Haushalt nach und versuche aber natürlich auch die Kinder sinnvoll zu beschäftigen das sie nicht nur nebenher laufen. Das geht wieder an der Haushaltszeit ab.....

      Es müsste im Haus noch diverses gemacht werden. Wir wurden vor zwei 'Jahren von einer Handwerkerfirma gelinkt und daher müsste das Haus aussen noch auf einer Seite gestrichen werden, ebenso die Doppelgarage komplett. Die ist aussen und innen auch schmutzig und noch dazu voll bis unters Dach. Im Grunde brächten wir einen (oder mehrere) Container in den wir alles unnötige reinschmeissen könnten aber das ist zu teuer. Das heißt wir haben einen Müllplatz hinterm Zaun auf dem Mein Mann munter alles draufwirft bis zum nächsten Sperrmüll. Da liegen auch noch ein Haufen alter Steine untendrunter die auch weg müssten aber wir haben einfach keine Zeit.
      Wie gesagt, wir ackern beide, kommen aber auch aufgrund der Kinder immer nur in sehr kleinen Stücken weiter. Meine Mann hat die letzten Wochen dann auch immer Mal kostenloses Holz von einer Baustelle (12 km weg) geholt, auch das hat wieder Zeit gefressen. Am Wochenende kümmern wir uns um den Freundeskreis und die Familie. Auch da fehlt wieder die Zeit um am/im Haus was zu machen. Aber das finde ich halt auch wichtig.
      Ich komme halt mit den normalen Aufgaben (zumindest mit dem was man ständig sieht) grad so rum und die Extra Dinge schaffen wir kaum bzw. gar nicht. Auch der obere Stock ist ein Stiefkind, da sind halt die Kinderzimmer die ich immer wieder mit den Kindern aufräume. Ich versuche jeden zweiten Samstag im Monat mit den Kindern Ordnung zu schaffen oder auch mal ausserhalb wenn es gar zu wild zu gegangen ist.
      Vom Verstand her müssten wir uns verkleinern, aber ein Umzug ist eigentlich nicht das was wir forcieren.....ich noch eher, als mein Mann. Aber das ginge auch finanziell gesehen gar nicht.
      Ich kaufe schon gar keine Deko mehr weil ich das Gefühl habe das es Perlen vor den Säuen sind....

      Ich wüßte auch keine Anlaufstelle die einem bei so einem Chaos im Kopf (und ausserhalb....) helfen könnte....
      Man, das ist jetzt voll lange geworden und ich habe das Gefühl das ich sicher noch das ein oder andere wüsste.....

      Danke erstmal fürs lesen an die, die bis hierher durchgehalten haben.
      Ich hab übrigens Nachtdienst und bin deshalb zu solch ungnädige Uhrzeit wach.

      • (2) 09.10.18 - 05:47

        Die Prioritäten in meinen Augen:

        - deinem Mann den Kopf waschen
        - deinem Mann den Kopf waschen
        - deinem Mann den Kopf waschen
        - Prioritätenliste machen
        - Geld in die Hand nehmen und zur Not mit Hilfe einer Entrümplungsfirma/ Studenten/Jobber anfangen zu entmüllen,
        - Sperrmüll anmelden
        - Sondermüll kostenpflichtig entsorgen
        - keine Müllecken mehr aufbauen

        Ehrlich gesagt halte ich das Projekt für aussichtslos, solange dein Mann seinem Messitum fröhnt und nicht aufhört fünf neue Baustellen aufzureißen, obwohl er 12 noch nicht fertig hat.

        LG

        • Ja ich schimpfe immer wieder....einerseits....andererseits sehe ich wie er schon immer ackert, es aber gefühlt nicht weniger wird.
          Sperrmüll werde ich jetzt in die Hand nehmen
          Eine Arbeitsliste hatten wir zeitweise tatsächlich und immer feste Tage für feste Arbeiten eingeplant, das ist eingeschlafen und sollte wieder reaktiviert werden!! Stimmt !

      Hi,

      das klingt tatsächlich teilweise ganz schön chaotisch. Viele Tiere, Kinder und arbeiten, noch dazu ein großes Grundstück ist natürlich eine mächtige Herausforderung. Jäger und Sammler zu sein noch dazu hilft da natürlich nicht. Vermutlich braucht ihr erstmal richtig Zeit, um für eine gewisse Grundordnung zu sorgen. So etwas klappt bei uns auch oft nur, wenn beide Urlaub haben. Aber von dieser Grundordnung lässt sich dann doch ziemlich lange wieder zehren. Vielleicht ist ja ne Putzfrau ne Möglichkeit, 2.-3 Stunden pro Woche, die dich unterstützt?
      Oder habt ihr irgendwen, dem ihr die Kinder mal ein paar Tage anvertrauen könnt und euch dann gemeinsam ans Werk macht?
      Ihr solltet vermutlich an einer Stelle anfangen und dann nach und nach erweitern, aber das geht nur gemeinsam. Sprich mit deinem Mann. Du scheinst dich ja recht unwohl zu fühlen.

      LG und gutes Gelingen

      Isabel

      • Bei uns ist mit gleichzeitig Urlaub eher schwierig. Wir müssen uns die Ferienwochen zu zweit aufteilen. Wir haben nur meine Mutter zur Unterstützung und die wohnt 70km weg.
        Dieses Jahr hat sie den großen eine Woche im Sommer genommen aber nur damit wir einen gemeinsamen Jahresurlaub machen können.

        Meine Mutter hat auch Probleme beide Kinder zu nehmen weil die Kleine halt doch ihren eigenen Kopf hat und nicht so ganz einfach zu händeln ist wie der Grosse.

    Ich denke mal, dass ihr etwas unstrukturiert und unorganisiert seid. Bevor man neues Chaos verursacht, räumt man erstmal das vorherige beiseite, solange gibt es keine neue Baustelle, die eh wieder nicht zu Ende gebracht wird.
    Schau mal, dass du dir im Haus immer etwas Chaosbeseitigigung vornimmst, auch kleine Schritte zeigen Erfolge und dein Mann Samstags außen in Angriff nimmt.Bringt mal eure Kinder zu Oma oder Freundin und fragt in der Familie und im Freundekreis mal nach, ob sie Euch an einem Samstag, alle zusammen mal mit unter die Arme greifen können, den Chaosschuttberg mit zu beseitigen können(So nee Entrümplungsteam) .Ob jemand einen Transporter hat, womit es dann zu einem Recyclinghof/Bauhof gefahren werden kann. Viele Hände schaffen halt mehr und motiviert selbst einen auch mehr. Notfalls müsst ihr eben ca. 500.- für einen großen Sperrmüllcontainer in die Hand nehmen, um wirklich Nägel mit Köpfen machen zu können um mal wieder den Überblick zu bekommen und dann in Zukunft immer erst angefangenes auch zu Ende bringen. Mit 2 Kinder und Berufstätigkeit, ein übergroßes Grundstück, großes Haus, viele Tiere, da solltet ihr überlegen, ob ihr wirklich alles wie Hühner, Enten Meerschweinchen , Wellensittiche und etliche Hunde braucht, wenn eure Zeit, Ordnung und Motivation aus dem Ruder läuft, ob ihr da nicht irgendetwas davon langsam auslaufen lässt und nicht durch ein neues Tier wieder ersetzt.Es spricht ja nichts gegen ein Haustier, aber jedes Tier kostet Zeit, Geld und Zuneigung. Da haben aber Kinder und Ordnung Vorrang, was du auch bewältigen kannst.

    • Das unorganiesierte ist sicher auch ein Problem....im besonderen von meinem Mann. Der macht das halt gerne und ich rede mir den Mund fusslig. Er schafft viel und macht viele Dinge auch fertig, aber bei vielen Dingen kommt er eben an seine Grenzen und dann macht er dann eher was was ihm mehr liegt.....aber das ist halt nicht zielführend.

      Eine Entrümplungsaktion könnte ich mir gut vorstellen, allerdings tatsächlich nur mit zwei Pärchen wovon wieder nur eins davon in Frage kommt. Wir haben zwar etliche Freunde und Bekannte aber sowas in meinen Augen intimes möchte ich dann doch nur mit den ganz engen machen.

      Tier e aufstocken werde ich aktuell keine mehr, eben aus diesen Gründen. Aber abgeben werde ich halt auch keine. ISt ja nur noch ein (steinalter) Hund und die Kleintiere werden nicht aufgestockt.

Zwerg-bayern hat ja schon alles schön beschrieben.

Du musst aber auch deinen Mann überzeugen mitzuziehen sonst wird das nichts.

Auch habe ich gelesen, ihr findet im Haus noch Gegenstände vom Vorgänger. Kann es sein das auch du nichts gern wegwirfst?Verstehe ich was noch gut ist kann ich auch nicht in die Tonne zu werfen, aber ich verschenke es dann gern an jemanden der sich darüber freut.
Aber trotzdem habe wir in den letzten 2 Jahren geschafft unseren Kram um 60% zu Reduzieren und wir haben kein Geld dafür bezahlt.

Wir haben alles was wir nicht brauchten und auch was für uns Sperrmüll war zum verschenken in Ebay Kleinanzeigen und Facebook gestellt.Schrott, Elektroschrott, Müll du glaubst gar nicht was manche Leute alles brauchen.
Ich habe nur ein Foto gemacht reingesetzt und schon wurde es innerhalb von 3 Tagen abgeholt.
Dekozeug überflüssiges Weihnachts und Oster-Deko usw wurde verkauft.(meine Kinder sind groß so brauche ich nicht mehr das komplette Haus zu schmücken, da tun es auch ein paar Einzelteile

Mein Mann wurde dann auch angesteckt und hat sein Werkzeug sortiert und verschenkt/verkauft. Er kauft auch gern Werkzeug aber mehr wie 2 gleiche Schlüssel braucht man nicht, oder 3 Akkuschrauber.

Wenn dein Mann auch ausmistet dann könnt ihr doch in einen Keller Holz einlagern, so das nicht mehr alles im Garten liegt. Genauso Sperrmüll im Garten sieht nicht nur liederlich aus sondern sieht auch Ungeziefer an.
Wie schon geschrieben fragt im Freundeskreis nach Fahrmöglichkeiten und bringt es selbst weg. Ist auf alle Fälle billiger als ein Container.

Bei Penny gibt es jetzt Saugroboter und so schlecht sollen die nicht sein.Ich denke mal das erspart dir auch einiges an Arbeit.

Ich denke mal wenn Ihr anfangt mit Entrümpeln und man sieht Fortschritte, dann macht es auch Spaß und der Rest kommt dann von allein.
Du schreibst ihr habt 2000m² Land und es wächst überall Unkraut, habt ihr viele Blumenbeete oder so? Wenn ja dann macht soviel wie möglich Rasen,und dann eben nur ein paar Blumenkübel.Dann mal mit den Rasenmäher oder wenn dein Mann sich dann mit kaufen zurückhält und sich einen Rasentraktor kauft ist der Rasen schnell gemäht und es sieht immer gepflegt aus.

Ich denke mal ihr werden das schon schaffen,man muss nur erst einmal einen Anfang finden, dann geht der Rest von selbst.

  • Die Dinge vom Vorgänger sind eigentlich nur noch Relikte die in irgendwelchen Ecken liegen geblieben sind. Wenn e einem in die Hände fällt ist es in der Regel nie was nützliches, davon auch dirverse Dinge in der Garage (2.Etage)


    Ebay Kleinanzeigen nutze ich und bin auch das ein oder andere los geworden. Aber wir wohnen sehr ländlich da ist die Nachfrage natürlich eine andere als in der Stadt, dementsprechend geht es sehr schleppend. Hab dann teilweise eher die Kleider zB zum Container gebracht.

    Beete haben wir im Grunde keine, das Unkraut wächst aus den Knochensteinen, Rasengittersteinen und zwischen den Gehwegplatten.

    Rasentraktor geht hier nicht da das Grundstück überwiegend Hanglage ist, wir haben aber so einen radangetriebenen Rasenmäher , das hilft auch ungemein.
    Die Hälfte des Grundstücks "gehört" eh den Hühnern und Enten und da muss im Grunde nur einmal jährlich gemäht werden, alles andere erledigen die Tiere.

(10) 09.10.18 - 07:39

Die Ideen die mir so einfallen, werden dir nicht gefallen.

Als erstes keine neuen Müllecken oder Baustellen mehr auftürmen. Erst das eine erledigen, bevor man was Neues beginnt. Das erkläre ich schon meinen Kindern so.

Dann die ganzen Kleintiere weg - vor allem keine neuen mehr dazu. Wenn man für alles andere keine Zeit hat, und sich dreht und wendet und nicht voran kommt, muss das „unnütze“ weg.

Geld sparen für Container, damit der ganze Prüll sich leert. Jeden Sperrmülltermin mitnehmen der geht (bei uns ist das leider nur zweimal im Jahr). Nichts Neues anschaffen!

Einen Tag die Woche als festen aufräum-entrümpelungstag einlegen.

Trödelmarkt veranstalten.

  • Du hast das ganze nett formuliert, und ob mir das gefällt oder nicht....es ist ja deine Meinung und ich freue mich über erstgemeinte Resonanz.

    Sperrmüll hane wir leider auch nur zweimal im Jahr. Nichts neues anschaffen ist schon die größere SAche die meinem Mann Probleme bereitet aber da bin ich auch dran immer wieder auf ihn einzureden.....

    Grade hab ich das Thema nochmal aufgegriffen und die nächsten Sonntage wollen wir jetzt erstmal fest einplanen, aber halt wirklich mit einer To-Do Liste für den ensprechenden Tag.

    • (12) 10.10.18 - 07:36

      Das ist doch schon ein Anfang!!! 👍

      (13) 10.10.18 - 08:53

      Ich weiß nicht wie das in anderen Gegenden ist aber hier ist in jedem zweiten oder sritten Ort ein wertstoffhof wo man alles hinfahren kann, wir haben auch ein Haus übernommen und alles selber weggefahren , da mietet man dich zur Not mal nen Hänger und fährt ein paar mal samstags.

      Tiere sind Zeitfresser wenn man sie ordentlich und sauber halten will braucht man keine anderen Hobbys mehr und auch kein Haus an dem noch Arbeit ist. Wir hätten auch gern Hühner aber solang der Umbau nicht fertig ist gibt es eben keine.

      Ihr klingt beide nicht strukturiert. Du sammelst Tiere, Dein Mann alles mögliche, Freunde und Familie sind auch wichtig .... n garten würde ich pflegeleicht gestalten mit wiese und obstgarten, Tiere reduzieren, hakt mal ein Jahr fertiges Holz kaufen damit was anderes fertig wird, Müll gleich wegfahren und am Samstag ist nun mal wenn man ein Haus hat mit Baustellen vor allem Haus angesagt. Am Sonntag ist dann frei und zeit für Familie und Freunde. ....Man kann nicht alles im Leben haben.

      Und warum die Kinder nicht mit eingespannt werden können ist mir ein Rätsel ich mach auch jeden Tag etwas ob nun Haushalt oder Keller weirer entrümpeln oder garten. mit dem kleinen. Mal mehr mal weniger aber meist ist er mit Feuereifer dabei.

Ich schlag mal was ganz anderes vor. :-)

Wie wäre es, das Chaos schlicht anzunehmen. Ich lebe auch gefühlt mit 4 Kindern, Vollzeit-Job etc. Immer im Chaos.
Aber es geht nicht alles. Ich akzeptiere das. Meine Güte, dann hab ich halt Chaos im Garten. Dafür ist mein Job gemacht, ich hab Zeit mit den Kindern verbracht, die Großen haben für ihre Arbeiten gelernt, der Elternabend ist besucht, die Freundin getröstet, mit dem Mann gekuschelt... .
Wenn ich irgendwann an mein Leben zurück denke, gibt mir der top aufgeräumte Garten nichts. Aber die Umarmung der Kinder, die guten Gespräche mit meinem Mann...

Jaaa, mich nervt es durchaus auch, wenn es zu viel wird. Wenn ich das Gefühl habe, ich schaff es nicht mehr. Dann müssen alle ran und aufräumen. Die Kinder helfen mit, so dass es wieder was sehr familiäres hat. Und natürlich gibt es Strukturen und Regeln.
Aber ganz grundsätzlich habe ich die mangelnde Perfektion und Disziplin meiner Person und unserer Familie an dieser Stelle einfach so akzeptiert..
Das hilft. :-)

  • Hallo

    Sie schrieb aber das sie sich so nicht wohl fühlt. Und da ist das was du vorschlägst nicht die Idee. Das wäre als wenn dir jemand erklären wollte Ordnung zu halten.;-)

    Ich bin bestimmt weit entfernt von Perfektionismus aber solche ecken wie die posterin beschreibt kenne ich leider auch und ja da hat es dann mit meiner guten Laune auch mal ein Ende.

    Meine Familie kann auch keine Ordnung halten und ich möchte mich in der knappen Zeit wohlfühlen und das kann ich nicht wenn ich in den Garten gehe und da liegen div. Tüten mit Rasengrün und danderen dingen rum.

    ausserdem sieht es doch echt scheisse aus.

    Lg

    • Ich denke, es ging weniger darum, dass sie sich damit abfinden sollte, sich nicht wohl zu fühlen, sondern zu überlegen, was wirklich zu dem schlechten Gefühl führt. Wenn sie das herausgefunden hat, dann ist Zipfels Vorschlag evtl. doch eine Option.

      Ich selbst bin ein kleiner Chaot vor dem Herrn, war schon immer so. Keine Ahnung, wo ich das her habe, in meinem Elternhaus war immer Ordnung. Mir fällt das aber unheimlich schwer.

      Und ich habe mich auch ewig schlecht damit gefühlt. Habe immer gedacht, warum krieg ich das nicht hin, andere schaffen das doch scheinbar auch mühelos.

      Als ich Kinder bekam, wurde es richtig schlimm. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Kindern, dass sie in einem Chaotenhaushalt aufwachsen müssen. Hab auch oft gedacht, das "blöde" große Haus mit Garten! Ist ja viel zu viel Platz, den man in Ordnung halten muss. Dann noch der Hund, der dauernd Dreck mit rein bringt.

      Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich auch meine kleine Wohnung ohne Haustier früher nie ordentlicher gehabt. Nur war das damals eben "mein" Chaos, ich war alleine damit.

      Bei mir kam die Drehung, als ich vor einigen Jahren in Kur war und dort so ein "zwangsweises" Gespräch mit einer Psychologin geführt hab. Wir kamen aufs Thema und sie hat ein bisschen nachgebohrt und meinte irgendwann: Überprüf mal deine schlechten Gefühle! Liegen die wirklich an dem Chaos, oder eher daran, dass du meinst, es müsste unbedingt anders sein? Lass doch andere denken, was sie wollen und setz deine ganz eigenen Prioritäten!

      Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich durchaus ohne groß drüber nachzudenken und völlig stressfrei in einem gewissen Rahmen "Ordnung" halte. Mein Haushalt ist z.B. in hygienischer Hinsicht einwandfrei. Hier kann jeder ins Bad gehen, ohne sich was wegzuholen, es liegt kein verdorbenes Essen rum oder überhaupt "Müll", es stapelt sich auch kein Leergut in der Abstellkammer bis unter die Decke. Wir haben immer saubere Kleidung und Geschirr im Schrank. Wir haben auch keine Probleme, hier Dinge wiederzufinden.

      Aber genauso liegt halt eben überall irgendwas rum, auf der Terrassentür finden sich diverse Nasenabdrücke vom Hund, der Garten quillt über mit Unkraut, in die Garage passt schon seit Jahren kein Auto mehr rein und vom Boden kann hier mit Sicherheit niemand essen. Ist aber auch nicht nötig, wir haben ja einen Tisch! :-p

      Mir geht es auf jeden Fall besser mit der Erkenntnis, dass ich das Chaos an sich nicht schlimm finde und früher immer nur dachte, andere finden das total schlimm und verurteilen mich dafür. Dabei hab ich mich nur selbst verurteilt. Ich habe immer "für andere" aufgeräumt, und dadurch war das auch der totale Stress für mich.

      Wenn ich jetzt manchmal denke: "Puh, hier sieht's ja wieder aus!" dann fällt mir das Aufräumen leicht, denn in dem Moment mache ich es für MICH!

      Natürlich gibt es auch Menschen, die das anders empfinden. Die haben aber auch meistens kein Problem mit Ordnung halten, denn auch die machen es für sich!

(17) 09.10.18 - 11:21

Strukturen und Regeln sind bei mir eher, es halt gleich wieder dahin zuräumen wo es hingehört und sollte sich etwas Chaos einschleichen, dann es rechtzeitig noch vor der großen Überforderung wieder zu beseitigen.
Wir arbeiten in unserem Betrieb beide Vollzeit inkl. Samstag, deshalb lieben wir es trotzdem noch ordentlich und aufgeräumt im Garten und Haus.. Sitze ungern Sonntags vor einem Haufen Sperrmüll im Garten#schein. Wo ich unsere netten Gespräche mit Mann und Kind abhalte.#sonne
Ich kann etliche Tage auch einiges liegen sehen, aber spätestens am WE wird geputzt und aufgeräumt, wie im Garten auch.

Ein Stück weit annehmen muss ich das Ganze schon. Wir sind halt schon chaotisch und ws ist einfach viel zu viel.
Aber so in deiner Beschreibung erkenne ich mich schon ein Stück weit wieder.

Meldet euch doch im Fernsehen für sio eien Entrümpelungssendung. Die kommen dann und helfen euch da mall so richtig Ordnung reinzubringen...

Wenn euch das zu heikel ist, fragt doch mal Freunde, ob sie euch ein Wochenende helfen würden bei einer Hauruckaktion.

Ich hab selbst Probleme mit sammeln und horten und wegwerfen von unnützem Zeug, ich weiß wie schwer as alles ist, aber es kostet einen unglaublich viel Engergie, wenn immer Chaos um einen herum ist und man gefühlt immer was zu tun hätte.... anererseits, lenkt einen das natürlich auch hervorragend ab und und eigentlichenen Kernproblemen, die man sich selten gerne anschaut. #schwitz

-> Liste der anstehenden Arbeiten erstellen
-> Punkte auf der Liste nach Prioritäten sortieren
-> Liste abarbeiten
-> keine neuen Arbeiten beginnen (!!!), bis die alten erledigt sind, es sei denn, sie sind substanzerhaltend nötig
-> aussortieren!!!
-> Bestandsverkleinerung der Haustiere
-> ggf. Grundstück teilen und Gartenanteil verkaufen oder aus einem Gartenteil eine Wildwiese machen und erstmal "wachsen lassen"


Du hast eure Probleme ja schon gut erkannt. Ihr habt zu viel Grund, zu viel Zeug und zu viele Tiere. Wenn ihr das Haus nicht verkaufen und nicht umziehen könnt / wollt, müsst ihr an allen Punkten arbeiten, da euer Chaos von alleine nicht weniger wird. Ich würde nach den oben genannten Punkten vorgehen.

Ihr schafft das nicht alleine, also bittet die Familie um Hilfe. Wenn an einem verlängerten Wochenende mal 6 Leute ein bisschen anpacken, kann schon viel geschafft werden. Aber von alleine wird keiner kommen und euch helfen, um Hilfe muss man bitten.

Die Kinder kann man sicherlich mal ein Wochenende (oder mehrere) bei Oma / Opa oder anderen Verwandten parken.

Holz machen muss dann eben erstmal warten. Wahrscheinlich habt ihr jetzt schon genug Holz für die nächsten Jahre und dein Mann muss lernen, dass es weit Wichtigeres gibt als das und dass man sich nicht immer nur dem widmen kann, was einem am meisten Spaß macht. Wichtig ist, dass man angefangene Arbeiten erst einmal zu Ende bringt, ansonsten bekommt man keine Aufgabe fertig und alles liegt immer nur rum.

Aussortieren würde ich an eurer Stelle auch gewaltig. Man muss nicht unbedingt einen Container bestellen, wenn das zu teuer ist. Hier bei uns gibt es Wertstoffhöfe, zu denen man seinen Kram - halbwegs nach Wertstoffen sortiert - bringen kann. Also bräuchtet ihr nur einen Hänger / LKW und ein paar kräftige Hände und Fahrer. Die Abgabe am Wertstoffhof ist hier kostenfrei. Was man nicht sortiert, gilt als "Restmüll" und wird dann bezahlt. Kisten, die du länger als ein Jahr nicht geöffnet hast, würde ich ungeöffnet wegschmeißen.

Wenn ihr genug Zeit hättet, könntet ihr auch einen Hofflohmarkt veranstalten. Dann würde ihr mit dem Krempel noch Geld verdienen, dafür braucht man aber eben auch wieder Zeit und die habt ihr leider nicht.

Einkaufen würde ich gar kein sinnloses Zeug mehr, wenn sich bei euch eh schon die Kisten stapeln und ihr Haus, Keller, Garage und den ganzen Garten voll habt und kein Geld für die Entsorgung des ganzen Ramsch da ist.

Nicht zuletzt würde ich einige Tiere abschaffen. Tierliebe in allen Ehren, aber wenn an allen Enden alles zu kurz kommt, ist das leider der erste Hebel.

Als letztes würde ich übrigens in den Urlaub fahren. Nehmt das Geld für den Container in die Hand und packt in eurem Urlaub zu Hause mal ordentlich an. Man kann nunmal leider nicht alles haben. In den Urlaub zu fahren, während mein Zuhause langsam aber sicher vor sich hin müllt würde ich nicht fertig bringen.

  • Prioritätenliste werden wir jetzt wieder in Angriff nehmen. !

    Bestandsverkleinerung kommt im Moment eher nicht in Frage weil ich an diesem Punkt nicht das Problem sehe. Ca. 50% vom Grundstück gehört schon den Hühnern und Enten und diese Rasenpflege bekommen wir schonmal abgenommen. Da stehen "leider" auch 9 Apfelbäume, letzten Montag haben wir mal so nebenbei ein Wochenende 600kg Äpfel geerntet und zum pressen lassen weg gefahren.

    Hofflohmarkt kommt leider nicht in Frage weil unsere Wohnlage da sehr ungünstig ist.

    Das letzte Holz verarbeitet mein Mann gerade uns ist hoffentlich bis Ende des Monats damit fertig.....ja wir kommen damit wohl recht weit. ISt ja auch schön, aber ein immenser Zeitfresser es immer selbst zu machen. Aber das ist das Hobby von meinem Mann und da diskutieren wir regelmässig.


    Urlaub brauche ich tatsächlich um einfach mal raus zu kommen. Klar, du hast recht. Wir könnten uns das Geld sparen und zu Hause schaffen.....aber mal ganz ehrlich......wir schaffen gefühlt das ganze Jahr und das ist auch echt Zeit mit der Familie ohne Wenn und Aber....ist mir schon wichtig. Klar, damit geht es auch langsamer voran. Aber bisher war das im Jahr 7-10 Tage und ich glaube die reissen es dann womöglich nicht wirklich raus. Der Mehrgewinn von einer Auszeit ist mir da schon wichtiger.

Hier meine 5 cents:

- Lass die Kinder mehr nebenher laufen und machen nicht auch ihnen auch noch ein Projekt. Das ist doch eigentlich das Tolle beim Leben auf dem Land, dass die Kinder jede Menge Auslauf und Tiere etc. haben, das ist doch sinnvolle Beschäftigung.

- Ihr vereinbart kurzfristig einen Beschaffungsstopp und sei das Holz noch so gut, dass irgendwo vom Laster fällt oder die Deko so schön.

- Dann schaut Ihr, welche Dinge entsorgt werden können und lagert die so zwischen, dass bei dem Weg in die Stadt ein Kofferraum in den Restehof wandern kann, jedesmal.

- Macht einen Schlachtplan, welche Bereiche Eures Anwesens Ihr Euch zuerst zurückerobern wollt. Unkraut hinten im Garten ist nicht schön, wäre aber nicht meine Priorität, erst einmal müssten für mich Hauseinfahrt, -eingang und EG besucherkompatibel sein. Wenn Ihr einen Teppich habt, würde ich den austauschen oder entsorgen. (Bei Auslegeware geht das natürlich nicht so einfach.)

- Wichtig wäre mir ein Bereich, in dem man sich schon bald wieder wohlfühlt und wo man zumindest mal für einen Moment nicht das ganze Chaos vor Augen -- vielleicht Küche und Wohnzimmer? OG hingegen kann warten.

- Und natürlich ist ein Leben auf dem Land auch eine Entscheidung. 2000 qm sind ein Traum mit Kindern und Tieren, wenn man auf die Staubfreiheit einer Yuppiebude ohne Kindern, aber mit Staubsaugerroboter verzichten kann.

Zusammengefasst: Hört auf, es noch schlimmer zu machen. Fangt an, Euch Räume zurückzuerobern und schaut dann, ob Ihr mit dem Resultat gut leben könnt, beide.

  • Dein Post ist super schön geschrieben, danke.

    Viele s hab ich ja oben schon erwähnt. Küche und Wohnzimmer, Flur, Bäder und Ankleide sind tatsächlich die Bereich an denen ich immer dran bin. Der normale Wahnsinn und der kostet mich eben sehr viel Zeit damit es nicht Messi mässig ist.

    Ich komme in meiner Arbeitswoche erst gegen viertel nach sechs heim, Abendessen Kinder ins Bett. Da geht dann nix mehr ausser vielleicht nochmal saugen.....und das sieht man am Ende der Arbeitswoche.

    Der Teppich muss bleiben bis der Hund weg ist.....wie gesagt, der ist immer mal wieder undicht und es ist nur ein großer Teppich unter dem Tisch. Der ist dann auch schnell ausgetauscht.

Hallo,
manchen tut zuviel Platz nicht gut. Warum schafft ihr euch, wo ihr wisst, ihr kommt nicht hinterher und neigt zum Messietum, noch viele Tiere an #kratz? Jedes einzelne Tier benötigt Zeit und Geld.
Wir hatten auch mal ein großes Grundstück mit "Urwald", sehr wachsfreudig. Wir waren permanent am Schneiden, Mähen etc. Hinten angekommen, sah es vorne wieder wild aus. Dazu hatten wir eine Doppelgarage plus einen riesigen Schuppen und einen kleinen. Die füllten sich mit allerhand unnötigem Kram, es wurde nicht ausgemistet, warum auch ;-).
Unsere Lösung (nicht deshalb, aber äußerst passend zufällig): Umzug. Sehr großes Haus (wollten wir gerne für uns 5, hatten/haben aber im Haus nie ein Problem mit Ordnung, Sauberkeit), mitten in der Stadt, kleines Grundstück, das nicht viel Aufwand benötigt. Jetzt fahren wir lieber an den See oder in die Berge oder trinken Kaffee in der Sonne, statt dem Urwald Herr zu werden. Das ist total schön. Keine Schuppen mehr (doch, ein kleiner für 5 Räder und 1 Rasenmäher). Wunderbar.
Es war viel Arbeit vor dem Umzug, haben massig Kram verkauft, hat 1500€ eingebracht (alte Reifen, alte Kinderfahrzeuge, Kinderklamotten etc.pp.).
Ich denke, ihr kommt da nicht mehr alleine raus. Tiere bis auf Hund (wenn irgend möglich) weg, Gespräche, anpackende Hände, vielleicht therapeutische Unterstützung für deinen Mann. Dann geht's los. Raum für Raum. Evtl. verkleinern räumlich.
Alles Gute für euch 4

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