Mann kann nicht damit umgehen

    • (1) 09.10.18 - 08:47

      Hallo,

      Vorab bitte ich dutzende Kommentar über meinen Mann bitte zu unterlassen. Da es immer wieder Pappenheimer gibt, die arg übers Ziel hinaus schießen.

      Ich lieb meinen Mann sehr. Er geht wahnsinnig aufopferungsvoll und verantwortungsbewusst in seiner Vaterrolle auf. An erster Stelle steht sein Sohn... bald sind es 2. Dann komm ich und dann er.

      Er hat schon vor der 1. Schwangerschaft immer gesagt, er würde kaputt gehen wenn irgendwas mit seinem Kind wäre. Es zb eine chronische schwere Krankheit hätte oder gar behindert wäre. Für ihn wären das zwar keine Abtreibungsgründe... Aber er käm schwer damit klar.

      Ich selbst hab meine Ausbildung in einer behinderten Werkstatt gemacht und hab auch durch meinen Opa früh den Kontakt zu Pflegebedürftigkeit etc gehabt und hier keine Berührungsängste. Unterscheide auch starkzwischen Beeinträchtigung/Handicap und ner richtigen Behinderung. Mein Mann und ich haben selbst Handicaps. Ich mit den Augen und er mit der Haut wo wir in gewissen Momenten spürbar eingeschränkt sind. Und das aber nicht am Alltag oder persönlicher Selbständigkeit hindert. Denn erst wenn das nicht mehr uneingeschränkt machbar ist. Gilt ein Handicap in meinem empfinden als Behinderung.

      Unser Sohn ist 2,5 Jahren alt und ich im 7. Monat schwanger. Was mich emotional angreifbarer macht. Unser Sohn war früh auffällig mit seinem rechtem Arm. Hatte viel zu viel Spannung drin, Winkelt ihn in der Ruhehaltung permanent an... nutzt den Arm nur wenn er dazu gezwungen ist etc. Aber wer das nicht lange beobachtet dem fällt das gar nicht auf. Laut Kinderarzt hieß es bis zur u7, das verwächst sich noch. Kurz nach der u7 sprach mich die Krippenleitung an. Und meinte ganz klar. Da wird sich nix verwachsen.

      Also ab zum Kinderarzt und Rezepte zur KG geholt... sowie einen Termin beim Kinderorthopäden ausgemacht. Nach 4 Monaten Wartezeit... am 2.10. Der Termin. Röntgen und körperliche Untersuchung. Fakt ist meine Vermutung der Saugglockengeburt eine Mitschuld zu geben war unbegründet. Unser Sohn habe keine Verletzungen die falsch zusammen gewachsen wären. Sondern eine seltene Form des angeborenen Defekts der Unterarmknochen. Prognose ungewiss und wir sollen zur Handchirurgie nach Unterhaching. Er habe so Fälle selbst zu selten. Dort wird am 15.11. Geklärt ob es operiert werden kann oder wir mit dem Handicap Leben müssen das sein Arm immer speziell gefördert werden muss und später minimal verkürzt sein wird so wie nicht ganz so stark belastbar wie der linke Arm. Der eh seine Führungshand ist. Hab gefragt ob man hier vom Behinderung sprechen kann. Das würde ganz klar verneint. Er würde Max eingeschränkt in der Vorhand beim Tennis spielen werden aber nix was ihn im Alltag einschränken wird.

      Mein Mann sieht seit dem Termin nur noch schwarz. Redet ständig in dessen Gegenwart das er ein behindertes Kind ist/wird und später mit Krüppelhand rumläuft. Was er alles angeblich nie tun können wird und in der Schule gemobbt würde und ihn alle als Knüppel bezeichnen würden. Weil Kinder nun mal gemein sind. Das er kurz davor ist sich erstmal ne Weile krank schreiben zu lassen. Weil er nur noch von solchen Gedanken verfolgt wird. Obwohl diese massiven Einschränkungen nie prognostiziert im Raum standen. Ihn macht das völlig fertig und mich macht es fertig das er diese Texte im Beisein unseres Kindes raushaut und in jeder Kleinigkeit sofort getrickert wieder betonen muss das er behindert wird. Erst gestern ist er in der Krippe von der kletterwand gegen die Wand geflogen mit fetter Beule als Folge. Ich hab gemeint "Das passiert auch Kindern die keine Einschränkungen haben." Zumal junior auch von Haus aus tolpatschig und unachtsam sein kann.

      Ich weiß nicht wie ich mein Mann beruhigen und umlenken kann. Ich kann diese Sprüche nur nicht mehr hören. Weil ich mich dann immer in unser Kind versetze und nie sicher weiß wie viel davon bei ihm hängen bleibt wenn ihn sein Vater ständig als behindertes Kind bezeichnet... Weil er beim klettern abstürzt... sich am Einkaufswagen rechts nicht richtig festhalten kann weil andere Haltung. Er zwar stark drauf achtet das seine rechte Hand gefördert wird... so haben wir gestern Knete gekauft und er hat prima beide Hände verwendet. Aber jedes mal wenn er dann doch mal nur auf links wechselt... heißt es "benutz die rechte Hand mit du wirst sonst behindert". Er hat einfach schiss das er später deswegen benachteiligen ist oder gar ausgegrenzt wird. Er weiß das ich das hasse das er sowas sagt und alles schwarz sieht. Woher will er denn wissen was er nicht können wird zumal der Termin in der Klinik war noch nicht einmal. Am Ende ist es operierbar und behebbar. Und selbst wenn nicht hieß es 2-3 cm kürzer im Erwachsenenalter und schwächer. Mein Mann tut förmlich so als würde seine Hand im Kleinkindniveau hängen bleiben. Ich selbst bin eher positiv gestimmt und kann diese Begebenheiten annehmen. Immerhin ist es nix zu gravierendes das man behaupten könnte... Der wird nie ein eigenständiges Leben führen können. Und die meisten Menschen machen Dinge vornehmlich mit einer Armseite... dann ist er halt Linkshänder... so what.

      LG und vielleicht hat ja jemand Tipps wie ich mit meinem Mann diesbezüglich umgehen kann. Verständnis bringt ebenso wenig was wie streng zu forden das er mit dem scheis "behindert" hier und "behindert" da aufhören soll. Ich weiß wie Behinderungen aussehen und davon ist unser Sohn meilenweit entfernt!

      • Sorry Autokorrektur. Ich bitte herablassende Kommentare zu unterlassen... keine Ahnung wie mein Handy auf "dutzende" kommt.

        Hallo Küken

        mir gehen da zwei Gedanken durch den Kopf:
        1) Dein Mann muss sich durch die neue Prognose eures Sohnes mit sich selbst und seiner Hautkrankheit (?) beschäftigen. Wurde er als Kind gemobbt? Hat er Einschränkungen erfahren? Hat er sich geschämt oder schämt sich noch? Klingt für mich, als würde er etwas auf seinen Sohn projizieren.
        2) Mit diesem Verhalten schafft dein Mann tatsächlich eine Behinderung. Er schränkt euren Sohn ein auf diesen Arm.
        Ich habe mehrere Freunde, die Kinder mit Behinderungen haben. 2 mal am Arm/Hand, ein Kind ist blind. Diese Kinder bekommen natürlich an Förderung und Untersuchungen, was sie brauchen, aber ansonsten dürfen und müssen sie alles, wie jedes andere Kind auch. Und diese Kinder sind (trotz teilweise echter Einschränkungen) genauso weit oder sogar weiter, als andere Kinder ohne „Behinderung“. Und das liegt an den Eltern, die nicht zulassen, dass das Kind von irgendjemandem - UND BESONDERS NICHT DEN ELTERN- behindert wird darin, ein glücklicher und (so weit wie eben möglich) selbständiger Mensch zu werden.
        Vielleicht wäre das ein kleiner Denkanstoss für deinen Mann.
        LG

        • Er hat die Hautkrankheit erst im Erwachsenenalter entwickelt. Ich weiß aber durchaus seine Bedenken ernst zu nehmen. Denn ja Kinder sind grausam... Da reicht schon eine minimale Abweichung von der Norm um eine Vorlage für Mobbing zu bieten. Ich bezweifle aber ernsthaft das sein rechter Arm jemals so signifikant unterschiedlich wachsen wird das das jemand ohne Kenntnis sofort mitbekommen würde.

          Ich glaub wie ich mein Mann kenne ist das die erste Zeit so und wird dann langsam für ihn akzeptiert werden können. Aber jetzt unmittelbar nach der Diagnose und der ungewissen Prognose... steigert er sich da einfach hinein.

          Werde die Tage nochmal mit ihm reden welche Folgen das langfristig hat, wenn er sich keine professionelle Hilfe sucht. Es ist ein Problem das er hat. Und ich denk mir jeder 2. Mensch hat irgendwas. Der eine hat wie ich irre schlechte Augen... tauchen werd ich so nie können werden und nachts Auto fahren trau ich mir nur kurze Strecken zu die ich von untertags kenne. Er mit seiner Krankheit wird immer in der planenden Elektronik bleiben... Er wird nie aufm Bau arbeiten können mit dauerhaft Kabel ziehen etc. Aber diese Einschränkungen schränken uns ja nicht im Alltag ein. Gut wird unser Sohn vielleicht kein Tennisspieler... Und gewisse Jobs kann er damit vielleicht auch nicht ausüben. Ok aber tausende andere. Sein bester Kumpel ist farbenblind... so what kann halt nicht elektroniker oder Maler werden. Unsere Krippenleitung ist einseitig taub und braucht ein hörgerät. Und deswegen ist sie auch nicht eingeschränkter als ich.

          Er muss einfach einsehen so sehr ihn das fertig macht. Was ich wirklich verstehen kann auch seine Sorgen. Aber am Ende macht er nix anderes als die Kinder vor denen er Angst hat die ihm mobben könnten. Er mobbt ihn zwar nicht... hält ihm aber seine Schwäche vor. Noch ist er zu klein das das hängen bleibt zumal er das auch nicht täglich macht. Aber irgendwann wird es das und egal wie sehr ich ihn liebe... Der Schutz für die Kinder steht bei mir höher. Ich könnte nie ertragen wenn unser Sohn ein gestörtes Verhältnis entwickelt zu ihm oder gar uns denn selbst wenn man wirklich behindert ist... Was er nicht ist... kein behinderter Mensch muss 10x am Tag daran erinnert werden zb im Rollstuhl zu sitzen oder blind zu sein. Das weiß derjenige auch ohne die verbale Klatsche. Um es mal übertrieben auszudrücken.

          • Ehrlich gesagt solltest du nicht „die Tage mal mit ihm reden“, sondern ihm noch heute klipp und klar sagen, dass er SOFORT damit aufzuhören hat. Und heute noch einen Termin bei einer Elternberatung abmachen.
            Mobbing kann deinem Kind übrigens leider immer passieren. Da reicht der falsche Pulli.
            Für mich ein vorgeschobenes Argument.

            • (6) 09.10.18 - 11:33

              Da stimme ich voll zu!! Verständnis hin oder her oder, ob er als Kind gemobbt wurde ist auch egal.

              Es geht um dein Kind und solche Sprüche vom eigenen Vater sind schlimmer als von anderen Kindern gemobbt zu werden!

            • Ich Red darüber nicht im Beisein von dem kleinen und ich kann nicht ansehen wann er heute einschläft. Wenn ich Glück hab früh... kann aber auch erst sein das das morgen oder später erst machbar ist. Ich Sprech so Dinge nicht im Beisein vom kleinen an außer es ist unmittelbar in der Situation schon was gefallen. Sollte mein Mann heute also nicht damit anfangen... werd ich es nicht von Zaun brechen.

              Ich weiß das er es ändern muss. Zur Not auch mit externer Hilfe. Aber an meinen Mann komm ich nur mit Sachlichkeit nicht mit emotionsausbrüchen ran.

              • Dein Sohn bekommt folgendes mit: Papa schimpft über meinen Arm, Mama sagt nichts dazu, also stimmt was nicht.

                Ich bin auch kein Freund davon, alles vor den Kindern auszutragen, aber in diesem Fall MUSST du das sogar. Jeglich negative Gespräche solltest du umgehend unterbinden!!!

                • Ich sag nicht nicht. Ich hab jedesmal gesagt er soll aufhören sowas vor oder zu ihm zu sagen.

                  Aber ich werd heute Abend drüber reden wenn unser Besuch wieder weg ist.

                  Ich werd ihm einfach sagen das ich ihn unterstützen werden Hilfe zu suchen und ich seine Sorgen ernst nehme. Aber wenn ich nochmal erlebe das ein Spruch in die Richtung kommt der das vor ihm thematisiert. Das ich ihn an die frische Luft setzen werde und wenn es mitten in der Nacht wäre. Und erst wieder rein lasse wenn er normal reden kann. Und wenn er das langfristig nicht in den Griff bekommt... Er damit seine Familie aufs Spiel setzt. Denn egal wie sehr ich ihn liebe und mit ihm alt werden will. Meine Kindern bin ich zu höherem verpflichtet und wenn es bedeutet das ich ihn vorm eigenen Vater schützen muss. Ich werd so sehr ich seine Sorgen ernst nehme... die Art wie er es zum Ausdruck bringt nicht tolerieren werde und kann.

          Hallo!

          Ich finde, ihr habt beide ein leicht gestörtes Verhältnis zu körperlichen Einschränkungen.

          "Da reicht schon eine minimale Abweichung von der Norm um eine Vorlage für Mobbing zu bieten. "

          Das ist doch Quatsch! Kinder sind doch per se keine Monster. Mein Sohn war mutistisch und sprach Jahre lang kein Wort. Niemand hat ihn gemobbt. Im Gegenteil. Allen Beteiligten war allerdings wichtig, dass nicht der Mutismus im Vordergrund stand. Er konnte ja nicht nur nicht sprechen. Er konnte und kann noch eine Menge anderer Dinge.

          In der Kindergartengruppe des kleinen Sohnes gab einen Jungen, der mit einer "verkrüppelten" Hand geboren worden war. Da hatte er nur drei Finger und war deswegen minimal eingeschränkt. Niemand hat das beachtet oder ihn deswegen gehänselt. Warum denn auch? Dein Sohn ist nicht nur Arm. Es hängt auch an euch als Eltern, wie das Umfeld euren Sohn wahrnehmen wird.

          Das andere, was mir auffällt: Dein Mann steigert sich extrem rein. Fast denke ich, dass der Arm deines Sohnes nur Auslöser für was anderes war. Mein Mann steigerte sich vor ein paar Jahren in was anderes so rein. Erst habe ich immer versucht, dagegen zu halten, aber das war irgendwann gar nicht mehr möglich. Es wurde immer absurder und irrationaler. Er kam gar nicht mehr raus aus seiner Denkschleife und litt sehr sehr unter seinen Wahngedanken. Wir alle taten das. Am Ende stand die Diagnose Depression, er bekam u.a. Medikamente und konnte wieder geradeaus denken.

          Ich will und kann hier keine Ferndiagnose stellen, nur scheinen mit die Gedanken deines Mannes alles andere als realitätsnah zu sein. Ich würde ihn vielleicht nicht gleich zum Arzt schleppen, aber vielleicht forciert beobachten? Nimm ihn mit zu dem Arztgesprächen, wenn es um euren Sohn geht. Und bringe mal rationale Argumente ins Spiel!

          LG

    Hallo Kücken,

    erstmal: lass dich drücken #liebdrueck

    Es tut mir so leid, dass dein Mann da so ein Drama damit hat. Das klingt wirklich schrecklich.

    Ich kann mir vorstellen, dass er da gerade ganz schön was mitmacht. Anscheinend hat er selbst da einen wunden Punkt. Damit aufhören wird er wahrscheinlcih erst, wennn er erkennt, was er da gerade tut. Er zerstört das Selbstwertgefühl eures Sohnes. Ich weiß nicht, was ihm helfen könnte... vielleicht der Kontakt mit behinderten Menschen, die Ihre Behinderung annehemn und großes leisten z.B. Sportler.

    Ich habe einmal eine Sendung gesehen (Nahctcafé) da war eine Frau, die ist als Kind von einem Zug überrollt worden und dabei beiede Beine ab der Hüfte verloren. Sie hat es überlebt und sie hat eine total tolle positive Ausstrahlung und sie hat erzählt, dass sie das einfach ihren Eltern verdankt, die sie IMMER wie ein normales Kind behandelt haben. Sie hatte keine Vorzüge durch die Behinderung und wurde nicht benachteiligt, ihr wurde alles erlaubt, was auch die Geschwister durften, wenn sie selbst versucht hat aufgrund der Behinderung Mitleid zu erregen oder sich einen Vorteil zu verschaffen wurde das nicht durchgehen lasen. Sie sagte, ihre Eltern haben sie NIE spüren lassen, dass sie weniger wert sei, dass sie Probleme bekommen könnte usw.... sie haben sie immer aufgebaut und imme runterstützt. Als Erwachsene weiß sie nun, dass die Eltern nicht immer so positiv waren, dass sie auch Ängste hatten, riesige Ängste, sie ist ihren Eltern aber sooo dankbar, dass sie sie das nie spüren ließen. Die Frau hat einen Beruf, einen Mann und sogar Kinder bekommen und fhrt ein absolut normales Leben.

    Dein Mann dramatisiert eine KLeinigkeit zu einem riesigen Problem.
    Du schreibst, er hat selber ein Handicap mit der Haut? Kann es sein, dass er da als Kind genau das erlebt hat, was er jetzt mit seinem Sohn macht?

    Aus meiner Sicht sollte dein Mann mal seine Traumata aufarbeiten, sich selbst reflektieren und sich klar machen, dass er gerade dabei ist seinem Sohn etwas schreckliches anzutun... wie dein Mann sich ihm gegenüber verhält ist schlimmer, als jede Behinderung, die der Junge haben könnte.

    DEIN Mann hat hier das Problem, nicht der Junge... das sollte er sich klar machen.

    Kinder zu bekommen bedeutet IMMER Risiko einzugehen. Wenn man dazu nicht bereit ist, dann sollte man besser keine bekommen.

    Und nochwas.... ich glaube mich zu erinnern, dass die Familie deines Mannes aus Polen kommt. Sehr wahrscheinlich haben die Polen ein anderes Verhältnis zu körperlicher Versehrtheit... darin könnte auch ein kulturelles Problem liegen.

    Wünsche euch viel Kraft!

Hallo,

dass dein Mann so denkt ist natürlich schade und um so älter euer Sohn wird, umso mehr wird er spüren und eben auch bewußt merken was sein Papa über ihn bzw. seinen Arm denkt.

War dein Mann bei allen Arztbesuchen die ihr bis jetzt hattet dabei? Falls nicht, sollte er zu eurem nächsten Termin auf jeden Fall mitgehen, um sich auch fachlich erklären lassen, dass es sich hierbei um keine Behinderung handelt. Sollte er dennoch davon überzeugt sein, müsstest du dich fragen wie es mit euch weitergeht.

Seinem eigenen Sohn eine Behinderung "anzuhängen" geht einfach nicht. Was ist, wenn euer zweites Kind das auch hat, oder es nicht hat, dann wird er dieses Kind mehr lieben?

Das heißt nicht, dass du dich trennen sollst, aber wie soll dein Sohn damit umgehen, dass Papa immer mal wieder solche Bemerkungen fallen lässt, oder Unternehmungen vielleicht nicht mit ihm macht, weil er der Meinung ist, sein Sohn hat ja eine Behinderung und kann das eh nicht. Soviel Aufbauarbeit kannst du als Mutter gar nicht leisten.

Ich würde ihm dennoch klipp und klar sagen, dass wenn er damit nicht aufhört, du dir nicht sicher bist, ob ihr so als Familie weiter zusammen leben könnt!

Lg Annika

  • Er war beim Orthopäden dabei und wird es auch in der Spezialklinik sein. Bei wichtigen Terminen ist er immer dabei und wenn er es einrichten kann auch bei normalen Kontrollen.

    Ich hab auch bewusst fragen gestellt die ich weiß das sie meinen Mann interessieren er sie aber nicht fragt. Warum auch immer. Sprich er hat deutlich gehört das wir... sofern nicht operiert werden kann... nicht mit ner Behinderung rechnen müssen nur mit Ben Wachstumsdefizit und Belastungseinschränkungen.

    Normal ist er auch gar nicht so pessimistisch drauf. Gar nicht. Aber hier ist er derzeit nur am schwarzmalen wenn es um das Thema geht. Selbst seine Mutter die ja total überemotional ist. Die hätte nur schiss vor ner etwaigen Operation sieht in der potenziellen Einschränkung aber nix dramatisches und kann ihren Sohn dahingehend selbst nicht verstehen. Sie sagt wie ich das er sich so Kommentare in seiner Gegenwart sparen muss das hat was mit Respekt ihm gegenüber zu tun. Und unser Sohn kann an der Tatsache weder was dafür noch was dran ändern. Man kann es nur fördern bis zum Erbrechen. Da hat sie auch vollkommen recht. Seh ich nämlich identisch. Ich weiß das er es nicht böse meint und diese inneren Ängste irgendwo raus müssen und ausgesprochen. Aber eben nicht gegenüber unseres Kindes. Und gegenüber von mir geht auch nur wenn das Kind schläft oder zb bei der Oma ist. Aber sein bester Kumpel... ein Therapeut... gibt zich Personen wo er diese Gedanken raus lassen kann ehe sie ihn auffressen. Das ist auch wichtig. Aber mich belastet es weil es vor unserem Kind thematisiert wird und vor allem schlecht geredet wird. Es geht nicht nur um deren Bindung zueinander die er damit torpediert. Sondern. Wenn junior immer hört was er nicht können wird... wird er sich auch nix zutrauen. Um wie die Hummel auch... die eigentlich nicht fliegen kann... die Welt vom Gegenteil zu überzeugen. Ich will ihn nicht klein reden. Falls er wirklich was nicht können wird. Ja mei... niemand kann alles! Aber ihn nicht künstlich auszubremsen oder sein Selbstwertgefühl zu beschneiden. In meinen Augen ist unser Sohn perfekt wie er ist. Natürlich hätte ich auch lieber wenn unser Kind gar nix hätte. Aber ich will ihn so haben wie er ist... Und wenn ein später kürzerer Arm dazu gehört dann auch nur mit kürzerem Arm. Weil das ihn dann mit ausmacht.

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