Kind vom Nachbarsjungen nicht zum Geburtstag eingeladen

    • (1) 09.10.18 - 23:38

      Liebe Muttis,

      ich durfte bisher ein wenig mitlesen und bin jetzt sehr gespannt auf Eure Antworten:

      Mein Sohn, 10 Jahre, wurde von unserem Nachbarsjungen, der ebenfalls 10 Jahre alt ist, nicht zum Geburtstag eingeladen, obwohl sie tagtäglich miteinander spielen. Ich war ehrlich gesagt fassungslos, gleichwohl wir über den Zaun den Geburtstag quasi miterleben durften.

      Wie würdet Ihr reagieren?

      • Oh nein, ich hab so eine Geschichte mal bei der Tochter einer Freundin miterlebt. Meine Freundin ist zu den Eltern gegangen und hat nachgefragt, die hatten das gar nicht richtig auf dem Schirm. Dahinter steckte aber ein Zwist der beiden Kinder, wegen dem das Nachbarsmädchen die Tochter meiner Freundin dann jahrelang gemobbt hat...
        Ich hoffe bei Euch löst sich die ganze Situation, aber ich würde doch unbedingt mit den Eltern reden und nachfragen. Gelegentlich führt freundliche Kommunikation ja zur Lösung von Konflikten. Ein Kind gezielt ausschließen ist eine ziemlich fiese Aktion! Das kann man nicht einfach so stehen lassen.

        Wie ich reagieren würde? - Gar nicht!!

        Ich gebe zu, dass Verhalten mag befremdlich erscheinen, aber nur weil ihr nebeneinander wohnt und die Kinder miteinander spielen, heißt das noch lange nichts.

        Meine Tochter spielt auch sehr viel mit dem Nachbarskind, mit dem wir Zaun an Zaun wohnen, und dieses Mädchen war auch noch nie auf dem Geburtstag meiner Tochter eingeladen.

        Und das ist nichtmal böse gemeint von meiner Tochter. Aber das Nachbarskind ist für meine Tochter keine Freundin, sondern mit ihr wird immer dann gespielt, wenn von ihren "richtigen" Freunden keiner Zeit hat oder wir noch Termine haben und es sich nicht lohnt, sich weiter weg zu verabreden oder gerne auch mal noch'n Stündchen vor dem Abendessen. Sie mag sie auch, aber einige andere mag sie eben lieber. Und da wir Eltern die Personenzahl vorgeben, fällt sie halt nie unter die Gäste.

        Die Situation kann natürlich bei euch eine andere sein, aber das konnte man jetzt nicht herauslesen.

        • Ehrlich Ninifee, Du findest dieses Verhalten völlig normal?

          Ich halte es nicht für die richtige Art und Weise der Wertevermittlung, wenn man sagt:

          "hier ist ein Kind, das wohnt direkt hintern Zaun, mit dem kannst du immer dann spielen, wenn du Langeweile hast. Über die Gefühle dieses Kindes brauchst du dir jedoch keine Gedanken zu machen, da es ja in erster Linie nur um dich selbst geht..."

          ich finde, auch Kinder sollten Verantwortung übernehmen für die Gefühle ihrer Mitmenschen und wenn sie das aufgrund ihres Alters noch nicht können, sollten die Eltern dafür Sorge tragen.

          • Sorry, das ist eine Übertreibung, die gar nix mit der Sachlage zu tun hat.

            Nachbarn sind Nachbarn. Ich wette, Du hast oder hattest auch schon Nachbarn, mit denen Du zwar täglich ein wirklich nettes Schwätzchen gehalten hast, die Du aber trotzdem nicht zu einer Feier mit Deinen besten Freunden eingeladen hättest. Wenn Nachbarn zu Freunden werden, ist das gut, aber keine Zwangsläufigkeit.
            Deswegen die beleidigte Leberwurst zu spielen, finde ich befremdlich.

            Meine Söhne würden sich (wenn sie die Wahl hätten ;)) vermutlich auch nicht gegenseitig zu Geburtstagen einladen, obwohl sie sich gut verstehen und mehr Zeit miteinander verbringen als mit jedem ihrer Freunde.

            >> Über die Gefühle dieses Kindes brauchst du dir jedoch keine Gedanken zu machen, da es ja in erster Linie nur um dich selbst geht...<<
            Bei einem Geburtstag geht es doch in erster Linie um einen selber. Oder fändest Du es gut, wenn Dein Sohn aus Mitleid eingeladen wird?

            Grüsse
            BiDi

            Mensch, die Geschichte mit deinen Nachbarn scheint dich ja echt mitgenommen zu haben.


            "... wenn man sagt:
            "hier ist ein Kind, das wohnt direkt hintern Zaun, mit dem kannst du immer dann spielen, wenn du Langeweile hast. Über die Gefühle dieses Kindes brauchst du dir jedoch keine Gedanken zu machen, da es ja in erster Linie nur um dich selbst geht..."

            Da hast du aber verdammt viel interpretiert. Ich kann dir versichern, dass meine Tochter das Nachbarskind nicht "ausnutzt". Es ist vielmehr eine Win-Win-Situation, da sich das Nachbarskind nur in der näheren Umgebung verabreden darf, damit die Mutter nicht fahren muss! (Dafür bin ich jetzt aber nicht auch noch verantwortlich, oder?)

            Bei Geburtstagen ist hier bei uns mittlerweile meist ein "Unternehmungsteil" mit bei, für den wir etwas fahren müssen (wir wohnen ländlich), daher sind die freien Plätze im Auto begrenzt. Warum sollte ich also meiner Tochter sagen: "Lade bitte eine Deiner Freundinnen NICHT ein, damit das Nachbarskind kommen kann!"

            Nur damit die Nachbarn nicht blöd aus der Wäsche gucken? Sicher nicht!! #augen



            Du schreibst:

            "ich finde, auch Kinder sollten Verantwortung übernehmen für die Gefühle ihrer Mitmenschen und wenn sie das aufgrund ihres Alters noch nicht können, sollten die Eltern dafür Sorge tragen. "

            Das sehe ich genauso wie du! Heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass wir es jedem Menschen Recht machen müssen und dabei unsere eigenen Belange außer Acht lassen!

            • ", da sich das Nachbarskind nur in der näheren Umgebung verabreden darf, damit die Mutter nicht fahren muss! (Dafür bin ich jetzt aber nicht auch noch verantwortlich, oder?)"

              Nein es ist nicht deine Schuld, aber mit etwas angewandter Empathie wäre diese Tatsache ein weiterer Grund das Kind einzuladen. Um des Kindes Willen. Und ehrlich gesagt, ist dieses "wir haben keinen Platz im Auto" doch Unfug. Deine Tochter hat also ganz zufällig genausoviele Freundinnen wie Ihr Plätze in den Autos? Das ist ja ein bemerkenswerter Zufall.
              Mit ein bißchen Organisation bekommt ihr auch noch ein weiteres Mädchen unter.

              • "Deine Tochter hat also ganz zufällig genausoviele Freundinnen wie Ihr Plätze in den Autos? Das ist ja ein bemerkenswerter Zufall."

                Nein, hat sie nicht. Sie hat sogar noch mehr! Meine Tochter tut sich sowieso schon schwer eine Auswahl zu treffen. Wir haben zwei ganz normale Autos, abzüglich der beiden Fahrer bleiben also acht Plätze für Kinder. Und die zwei, die hinten in der Mitte sitzen, haben dann keine Sitzerhöhung, was rein theoretisch schon nicht okay ist. Aber es passt halt nicht.



                "Mit ein bißchen Organisation bekommt ihr auch noch ein weiteres Mädchen unter"

                Heutzutage ist es nunmal nicht mehr so "locker" wie in unserer Kindheit, wo man eher dieses "Einer geht noch, einer geht noch rein"-Prinzip betrieben hat. Ich kann mich sogar erinnern, dass bei einem Kindergeburtstag in meiner Grundschulzeit sogar mal Kinder im Kofferraum des Kombis mitgenommen wurden.

                Diese Verantwortung möchte ich nicht übernehmen! Und dafür kann mich jetzt hier gerne verurteilen, wer will!

                Klar, wir könnten natürlich noch jemanden fragen, ob er nicht noch mit einem dritten Auto mitkommt. Da stellt sich mir aber die Frage: WARUM???

                Ich weiß ja nicht, was du dir von unserem Nachbarskind für ein Bild gezeichnet hast, aber in der Realität ist dieses Mädchen NICHT das arme, kleine Ding, das außer meiner Tochter keine Freunde hat, nie zu irgendwelchen Geburtstagen eingeladen wird und immer nur traurig dreinblickend am Zaun steht, während alle anderen Spaß haben.

                Meine Tochter und sie sind zwar nur ein paar Monate auseinander, sind aber in unterschiedlichen Schuljahrgängen und haben dadurch komplett unterschiedliche Freundeskreise und nur weil wir nebeneinander wohnen, sehen sie sich häufig (zufällig) und spielen dann bei Gelegenheit auch miteinander.

                Dafür muss ich aber doch jetzt nicht die gesamte Geburtstagssplanung überdenken. #kratz

                • Das Bild hast DU gezeichnet. Ich bin ja nicht die einzige, die es so interpretiert, wenn Du Dir mal den Rest der Kommentare ansiehst.

                  • Na, dann siehst du nach meinem letzten Post jetzt hoffentlich klarer.

                    Ich sehe übrigens auch viele Kommentare, die das ganz genau so sehen wie ich.
                    Die gehen aber alle als Antwort an den Ausgangspost...

                    • Natürlich sehen Leute die ausgangsfrage DER TE wie Du. Hat ja niemand bestritten.

                      Aber das Bild DEINES nachbarmädchens hast Du allein hier gezeichnet. Und offensichtlich interpretieren viele User da nichts positives rein, wie die Kommentare zeigen.

                      • Ob bei der Menge der Antworten fünf Leute jetzt viel oder wenig ist, darüber kann man dann auch wieder unterschiedlicher Meinung sein.

                        Es gibt halt immer wieder Menschen, die ohne weitere Informationen zu wissen glauben, was Sache ist.

                        Denn ich habe ausschließlich über meine Tochter geschrieben und (zumindest in der ersten Antwort) keine Information über das Nachbarskind. Ich habe lediglich NICHT erwähnt, dass ihr das "Freundschaftsverhältnis" ebenso unwichtig ist wie meiner Tochter.

                        • ESC geht doch jetzt gerade darum, dass Du ein objektiv eher unsympathisches Bild Deiner Tochter gezeichnet hast . Es hat ja auch niemand geschrieben "super macht Deine Tochter das" oder ähnliches. Du hast mir geschrieben, dass ICH dieses Bild gezeichnet hätte. Und das hab ich eben nicht, das warst allein Du. Wenn man nämlich nur Deine Postings nimmt, ist das Verhalten Deines Kindes unschön. Wie es in der Realität ist, wissen wir alle nicht. Wir müssen da auf Deine Beschreibung vertrauen.

                          • Ich habe die Situation aus der Sicht meiner Tochter beschrieben, und DU hast DIR aufgrund meiner Beschreibung ein Bild von der Gesamtsituation gemacht. Ist aber jetzt auch irgendwie nur noch Wortklauberei, oder nicht?

                            Fakt ist: Jeder von uns hat einige Menschen lieber als andere. Unsympatisch wäre es wohl eher, wenn meine Tochter das Nachbarskind draussen ignorieren würde, weil es nicht ihre "Freundin" ist...

                Zum Glück sind wir keine Nachbarn ,
                so wie du drauf bist wird bestimmt niemand in deiner Nachbarschaft bescheid sagen , wenn euer Haus brennt , oder so #winke !

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