Kind vom Nachbarsjungen nicht zum Geburtstag eingeladen Seite: 9

            • Ernsthaft, ja. Natürlich ohne blöde Rechtfertigungen "für dich hat der Platz nicht gereicht", ich würde ja auch nicht nachfragen, aber ich würde definitiv nicht erwarten, als Nachbarin eingeladen zu sein, wenn sonst vielleicht nur Kollegen kommen. Ich würde mich gar nicht so wohlfühlen auf einer Feier, auf der ich sonst keinen kenne.

              • Sehe ich eins zu eins genau so.

                Auch wenn du all die Jahre vorher da eingeladen warst? Und ihr nicht nur Nachbarn sondern auch Freunde seid? (Das ist ja die Situation von dem Kind der TS) Es würde dir null komma nix ausmachen?

                Mir schon.

                • Es sind sicher Situationen denkbar, in denen es mir was ausmachen würde.
                  Das ist das Leben, dass mir ab und zu etwas ausmacht oder ich enttäuscht bin. Würde die ganze Nachbarschaft eingeladen, nur dieser Junge oder ich nicht, dann ist das verletzend.
                  Läd die Nachbarin dieses Mal nur Kollegen ein, während es vorher ein gemischter Freundeskreis war, oder der Junge nur Klassenkameraden wäre ich nicht enttäuscht. Der Junge kann es natürlich trotzdem sein, ich sagte ja, ich würde mein Kind trösten.

                  Aber ich würde mich sicher nicht bei den Eltern beschweren gehen oder dem Nachbarskind Vorwürfe machen. Ob mein Kind das Nachbarskind das nächste Mal einlädt, wäre seine Sache, da würde ich mich nicht einmischen .

                  Ich verstehe irgendwie die ganze Diskussion nicht. Ich verstehe, wenn der Junge traurig ist. Aber es ist halt so, was soll man denn machen. Es ist halt niemand verpflichtet, jemanden einzuladen.

                  • Ich sehe das ja auch so, dass das Kind das selber entscheiden sollte.

                    Aber mich wundern hier etliche Aussagen, die Kindern praktisch die Gefühle absprechen, die so eine Situation auslöst. Dass man sich nicht so haben sollte, es könne nicht jeder eingeladen werden etc.pp. . Und dass es kleinlich wäre, wenn das Kind das andere dann auch nicht mehr einladen mag. Als wären Kinderherzen aus Stein oder Kinder so blind, taub und blöd, dass sie nicht traurig wären, wenn ein vermeintlich guter Freund sie nicht mehr einlädt.

                    • Nur, dass es im Ausgangspost gar nicht um die Gefühle des Kindes ging, sondern um die der Mutter!

                      Sie beschrieb in einem Satz(!) die Situation und kommentierte mit "Ich war fassungslos".

                      Wie ihr Kind das empfunden hat, wurde mit KEINEM Wort erwähnt!

                      Und in dem Fall finde ich dann Aussagen wie "Mach nicht so'n Drama draus" völlig angemessen. Das ging ja an die Mutter, nicht ans Kind.

                      Auch im letzten Post hat die Mutter übrigens nicht erwähnt, ob ihr Sohn nun extrem traurig war oder sich nur gewundert hat. Oder vielleicht hat er auch nur aus Empathie mitgezogen, weil er gemerkt hat, dass seine Mutter sich drüber ärgert. (Und sowas kommt öfter vor, als die meisten hier jetzt glauben möchten!)

                      Aber das sind alles Dinge, die wissen wir hier nicht. Jeder von uns hat sich die Situation ein kleines bisschen anders vorgestellt. Der eine sah vielleicht ein bitterlich weinendes Kind vor Augen und der nächste, wie die völlig empörte Mutter wie ein HB-Männchen durch den Garten fegt.

                      Und zwischen diesen beiden Extremen gab es sicher noch zig andere Versionen.


                      Jedes traurige Kind auf dieser Welt sollte getröstet werden. Da stellt sich doch gar keine Frage!

                      Aber von fassungslosen Müttern kann man auch erwarten, dass sie mal den Ball flachhalten.

            Bei uns ist das aber tatsächlich so, meine Schwägerin ist alleinerziehend und hat eine kleine Wohnung und lädt uns mit der Begründung zu wenig Platz nicht ein. Finde ich auch bisserl doof weil man könnte ja später mal auf nen Kaffee einladen. Aber ich versuche nicht gleiches mit gleichem zu vergelten und lade sie trotzdem jedes Jahr ein. Wir haben den Platz also was soll's.

    Hallo,

    ich hab deinen Beitrag gestern gelesen und mir dann ein paar gedanken dazu gemacht. Zuerst war ich sehr empört. Wie kann der Junge das bloß machen, wie grausam. Und dass das unmöglich ist. Aber dann ist mir eingefallen: Ich habe meinen Kindergeburtstag fast immer nur mit Klassenkameraden gefeiert. Der Grund dabei war nicht, dass ich die anderen nicht gerne dabei gehabt hätte, aber das wäre dann keine homogene Gruppe mehr gewesen. Also, dann hätten sich nicht alle Kinder gekannt und daraus wären halt Probleme entstanden. So habe ich es dann auch erlebt, als ich das doch einmal anders hatte. Verschiedene Spiele klappten nicht... und auch, als ich einmal bei dem Sohn von der Freundin meiner Mutter eingeladen war, der 2 Jahre älter war klappte das mit so 10 etwa nicht mehr wirklcih gut. Obwohl wir allein sehr gut klar gekommen sind.

    Ich würde mir mal überlegen, ob es evtl daran liegen könnte.... waren denn andere Nachbarskinder dabei und dein Junge war der einzige, der ausgeschlossen wurde? Oder waren gar keine anderen Nachbarskinder eingeladen und nicht die Schulkameraden ?

    LG

    Und noch etwas.... war der Junge auf dem Geburtstag von deinem Sohn eingeladen?

    • Hallo allerseits,

      selbstverständlich war der Junge immer eingeladen. Etwas anderes käme uns auch nicht in den Sinn.

      Und Ninifee, was denkst Du denn, wie mein Sohn sich gefühlt hat? Er hat jetzt zwar nicht geweint, war jedoch schon sehr enttäuscht.
      Das mit der homogenen Gruppe hätte ich sogar auch noch verstanden, wenn der Junge das Gespräch gesucht hätte und gesagt hätte: „hej, wie Du weißt, steht mein Geburtstag jetzt an, ich lade an dem Tag nur meine „alternativen“ Freunde ein, da würdest du dich eh nicht wohlfühlen. Aber wir machen danach noch was zusammen. Vielleicht gehen wir ins Kino oder du übernachtest mal bei mir.“

      Dann wäre alles in Ordnung für beide Seiten. Aber so können wir es nicht stehen lassen.

      Der jüngere Bruder meines Sohnes hat ebenfalls schon angekündigt, die Schwester des Jungen zu seinem bald anstehenden Geburtstag ebenfalls nicht einzuladen. Sie lief als Prinzessin ja eh nur so mit und nun passt es nicht mehr unter den Piraten.
      Ich hoffe, die Kritiker unter Euch werden dafür nun ebenfalls Verständnis entwickeln und meinem jüngeren Sohn seine Entscheidungsfreiheit nicht absprechen? 😉

      • "selbstverständlich war der Junge immer eingeladen"

        Wie du vielleicht sehen konntest, ist das hier für die meisten nicht selbstverständlich. Die Information wäre vorab also evtl. hilfreich gewesen.


        "Und Ninifee, was denkst Du denn, wie mein Sohn sich gefühlt hat?"

        Was ich DENKE, hab ich glaub hinreichend beschrieben. Damit lag ich aber offensichtlich in eurem Fall falsch. UNSER Nachbarskind hat halt eben kein Problem damit. Genauso wie meine Tochter, die ja auch nicht bei den Nachbarn eingeladen ist.


        Es tut mir übrigens auch leid für deinen Sohn, dass er enttäuscht darüber war!
        Tröste ihn - das ist die einzige Reaktion, die ich empfehlen würde.


        "Der jüngere Bruder meines Sohnes hat ebenfalls schon angekündigt, die Schwester des Jungen zu seinem bald anstehenden Geburtstag ebenfalls nicht einzuladen. Sie lief als Prinzessin ja eh nur so mit und nun passt es nicht mehr unter den Piraten.
        Ich hoffe, die Kritiker unter Euch werden dafür nun ebenfalls Verständnis entwickeln und meinem jüngeren Sohn seine Entscheidungsfreiheit nicht absprechen? "

        Meine Segen hat er...

>>Wie würdet Ihr reagieren?<<
Gar nicht!
Unser ältester (7) würde den Nachbarsjungen gar nicht zu seinem Geburtstag einladen, weil nur 8 von seinen Freunden erlaubt sind und weil der Nachbarsjunge >>halt schon alles kennt<< müsste dieser Platz machen für jemanden den er nur aus der Schule/Verein kennt. Er kann ja tagtäglich rüber zu uns und mit unseren Kindern spielen wenn er möchte.
Mein Sohn lädt ihn nur ein weil sein Geburtstag in die Sommerferien fallen und viele seiner Klassenkameraden oder Vereinsfreunde im Urlaub sind und gar nicht kommen können.
Hört sich freilich nicht nett an, aber ist für Kinder wohl nur logisch.
Unser Sohn wurde übrigens noch nie vom Nachbarsjungen eingeladen, weil dort nur im engsten Familienkreis und mit den engsten Freunden gefeiert wird und dazu gehört mein Sohn nunmal nicht.

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