Ich will raus hier!

    • (1) 18.10.18 - 13:18
      Inaktiv

      Hallo Ihr Lieben✨

      Ich erkläre mal kurz den Sachverhalt:
      Ich bin kurz nach meiner Ausbildung schwanger geworden, meine Eltern sind leider beide Verstorben und meine Geschwister wohnen weiter weg. Ich und mein Freund der noch mitten im Studium steckt wohnen bei meinen Schwiegereltern, haben dort 3 Zimmer für uns.

      Es fängt morgens schon an, dass sie einfach bei der Kleinen wenn ich sie gerade fertig machen möchte, reinspazieren, ich noch im Schlafanzug, ohne BH, ungemachte Haare..

      Dann meinen sie ich sollte 15 x am Tag mit meinem Kind rausgehen..
      Die Anfangszeit bei der Beikost wurde bei JEDER Mahlzeit diskutiert dass sie doch was zu trinken braucht und früher hat man das auch so gemacht..

      Meine Schwiegereltern sind vielleicht 1x in der Woche arbeiten, meine Schwiegermutter arbeitet nichts; sie fährt nur mit ins Büro. Beide haben nicht wirklich bock zu arbeiten, evtl geht mein schwiegervater nächstes Jahr in Rente...

      Ich schmeisse zu Hause eigentlich komplett den Haushalt, ausser Bügeln, das macht sie.

      Ich bin mittlerweile so traurig, ich wünsche mir eine eigene Wohnung und möchte einfach zu 3. meine Ruhe haben, aber finanziell klappt das einfach nicht, auch nicht durch staatliche Hilfe weil die Eltern meines freundes zu viel verdienen und er ja bei ihnen mitläuft.


      Ich glaube suche einfach nur ein wenig Mitgefühl und wollte das mal eben loswerden😩

      • Hallo.
        Ich finde die Situation untragbar!

        Ihr braucht dringend eigenen Wohnraum....es ist enorm wichtig, eine Tür hinter sich zuschließen zu können!

        Wie alt seid ihr denn? Natürlich ist dein Freund nicht gezwungen bei mami zu wohnen. Zum unterhalt verpflichtet sind sie ihm trotzdem. Bafög! Nebenjob?
        Andere leben ja trotz Studium auch ihr eigenes Leben. Dein Partner ist in erster Linie Familienvater und nicht Sohn.

        (3) 18.10.18 - 13:59

        Oh je... Mensch das klingt echt nicht gut. Sucht euch doch eine kleine Wohnung für den Anfang oder fragt mal bei den Ämtern nach :)

        (4) 18.10.18 - 14:13

        Ohje, du Arme.
        Wie sieht dein Freund die ganze Situation denn? Das kann so nicht weitergehen. Die Eltern deines Freundes müssen schon eure Privatsphäre akzeptieren und dass nicht mehr alles so läuft wie früher müssen sie auch lernen. Genauso wie sie damals ihre Erfahrungen mit Kindern sammeln mussten, müsst ihr es jetzt eben auch. 15x am Tag raus? Hää? Wie soll das denn laufen? Das wäre ja, mal angenommen dein Kind schläft 12 Stunden, mehr als 1x pro Stunde?!

        Redet mit ihnen, dass ihr an der aktuellen Situation was ändern wollt. Klappt das alles nicht, versucht was eigenes zu finden.

        Alles Gute K4ssio

        • (5) 18.10.18 - 14:18

          Mein Freund ist auch nicht zufrieden mit der Situation, er sagt halt, „da müssen wir jetzt mal durch! Sind ja nur noch 3 Jahre..“
          Beide sind halt der festen Überzeugung nur beim kleinsten sonnenstrahl rausrennen zu müssen. Ich finde 2-3x täglich draussen spazieren zu gehen mehr als ausreichend.

          • (6) 18.10.18 - 20:25

            Ich war auch meist 2x draußen. Einmal vormittags, einmal nachmittags. Sonst ist man ja auch ständig nur am an- und ausziehen.
            3 Jahre können unter den Umständen aber noch ganz schön lang werden 🤔
            Da muss es eine andere Lösung geben

      (7) 18.10.18 - 14:27

      Und wenn du für dich und euer Kind eine Wohnung suchst?
      Er könnte euch dann besuchen kommen?

      Das ist nicht das selbe wie zusammen wohnen.
      Aber so zusammenwohnen ist auch nicht das passende.

      Wie weit ist er mit dem Studium?
      Ist es noch eine absehbare Zeit von 6 Monaten, 1 Jahr?
      Oder ist er noch mittendrin, möchte noch Aufbaustudium , Fachrichtung oder sonstiges weitermachen?
      Selbst wenn er nicht grade ein Dauerstudent ist, der gelegentlich wechselt oder noch mehr drauf setzt, sollten das Ziel in Sichtweite sein.

      Nur noch vorübergehend, wäre für mich evtl. noch akzeptabel. Wohnungsmarkt könnte man dann ja schon mal beginnen anzusehen.

      Würde er aber nach Studium weiter so wohnen wollen oder eben noch länger (ungewiss lange) studieren wollen (u.a. weil es praktisch und ja so geht), dann würde ich mir wirklich eine eigene Bleibe suchen und prüfen was passiert. Ob er dann (durch das muss) mitzieht (am gleichen Strang sprichwörtlich / räumlich wohnungstechnisch) oder es dann trotzdem weiter so laufen lässt (weil es ja so gemütlich ist und praktisch für ihn).

      Ich kenne einige, die so erwachsen geworden sind, weil sie sich dafür entschieden haben
      und einige die sich für die Bequemlichkeit entschieden haben und auch 10/20/30 Jahre später noch nicht selbständig sind. Es läuft ja, wie es ist.... nur so lange würde ich es als Partner/in nicht mitmachen wollen #schwitz

      Über's Knie brechen würde ich aber auch nicht verlangen, wenn der Partner zuverlässig und das Ziel wirklich absehbar ist. Wenn das Ziel gemeinsam ist, nur eben jetzt wirklich nicht geht. Aber umgesetzt wird, sobald es finanziell geht und dazu eben auch von beiden dazu beigetragen wird. Dann würde ich noch ausharren und innerlich vorbereiten, was man vorher schon tun kann dafür.

    (9) 18.10.18 - 14:46

    Und wenn du dir eine Wohnung suchst? 3 Zimmer ?
    Dann "übernachtet" er täglich bei dir...

    Vielleicht kann die Caritas oder AWO Beratung ja auch noch beratend zur Seite stehen.

    Alles Gute jedenfalls!

    Ich verstehe gut, dass die Situation für Dich unangenehm ist.

    Habt Ihr Euch schonmal mit den Schwiegereltern zusammen gesetzt und vernünftig mit ihnen geredet?

    Es tut mir leid, dass ich das so sage, aber ein paar Sachen müsst Ihr Euch selbst zuschreiben. Wenn man ein Kind bekommt, ohne finanziell dafür Sorgen zu können (und damit ist nicht nur Essen und Kleidung gemeint, sondern auch und gerade ein Dach über dem Kopf), dann muss man die Situation nehmen wie ist. Es ist äußerst großzügig von Deinen Schwiegereltern, euch 3 Zimmer zur Verfügung zu stellen! Scheinbar sogar mietfrei, denn wenn Ihr Miete zahlen würdet, könntet Ihr Euch auch etwas Eigenes suchen. Dass sie sich so einmischen zeigt, dass sie Euch nicht zutrauen, alleine mit dem Kind fertig zu werden. Woran liegt das? Wirklich nur an ihrer charaktereigenen Übergriffigkeit?

    Du machst den Haushalt. Was heißt das? Einkaufen (von welchem Geld?), Staubwischen, putzen, Waschen, Saugen, Kochen, Böden Wischen, Bäder putzen, evtl Gartenarbeit ... es gehört eine Menge zum Haushalt. Irgendwie kann ich es mir nicht so richtig vorstellen, dass Du alles davon alleine machst, und Deine Schwiegereltern "nur" bügeln. Horch mal ehrlich in Dich hinein.

    Naja, es ist wie es ist. Ihr müsst Euch positionieren. Aber respektvoll und auch dankbar, denn längst nicht alle Eltern würden für Ihr Kind, Schwiegerkind und Enkel das tun, was Deine Schwiegereltern tun. Denn auch sie beschneiden sich in ihrer Privatsphäre.

    (11) 18.10.18 - 16:29

    Wenn ich dein Freund wäre und die Situation als untragbar fände, dann würde ich mir schleunigst einen Job suchen und ausziehen. Auch als Student kann man arbeiten, auch wenn sich dadurch das Studium etwas verlängert.
    So macht es halt nicht den Eindruck als würde er etwas verändern wollen.

    (12) 18.10.18 - 18:53

    Ich würde auch definitiv ausziehen mit meinem Kind, wenn sich die Situation nicht bessert. Da es seine Eltern sind, ist er in erster Linie redensführer in einem Gespräch. Wenn er das nicht hinbekommt, würde ich als Konsequenz ausziehen. Drei Jahre sind eine verdammt lange Zeit und in dieser Zeit können Sie dir noch mehr auf die nerven gehen, denn in den ersten Jahren entwickelt sich dein Kind extrem schnell und vielseitig... Das könnte dich quasi in den Wahnsinn treiben. Bevor du eine hasskappe auf seine Eltern entwickelst, würde ich das weite suchen. Er kann euch ja täglich besuchen kommen, wenn er selbst sich keinen Job zulegen möchte, um bei euch zu wohnen. Finanziell musst du ja irgendwas beziehen können, wenn ihr nicht verheiratet seid. Und für euer Kind muss er dann unterhalt zahlen.

    Wenn er es nicht schafft, seine Eltern da hingehend einzuschärfen, das es gewisse Grenzen gibt, dann musst du eine Grenze ziehen, die du zum leben brauchst. Sie nehmen dir ja die Luft zum Atmen.

    (13) 18.10.18 - 21:01

    Hallo.

    Arbeitet dein Freund neben dem Studium? Arbeitest du - zumindest stundenweise? Lebt ihr komplett vom Geld der Schwiegereltern?

    So ne Situation ist dauerhaft nicht tragbar wenn sie nicht verändert wird.

    Ich würde hier mit deinem Freund klar Sprechen das er mal bitte mit seinen Eltern reden solle, mehr Rücksicht und Zurückhaltung walten zu lassen. Denn du bist momentan so am Limit mit dem permanenten Einmischen, auch wenn es nur gut gemeint sein mag. Das das auf Dauer eure Beziehung belasten wird, wenn nicht gar zerstören.

    Denn genau das wird langfristig passieren. Ich hab es immer wieder gesehen bei Freunden. Es ist was anderes wenn die Schwiegereltern in der Nachbarschaft leben oder von mir aus im selben Haus aber in getrennten Parteien und jeder in seiner Partei bleibt und man nebeneinander her lebt und jeder die Tür zu machen kann wenn es zu viel wird. Aber das birgt unnötige Konflikte und je dauerhaft angespannt so eine Situation blebit hab ich noch nie gesehen, dass es dann nicht auch eine Auswirkung auf die Beziehung nimmt. Und wenn es dann zu ner Trennung käme - das in aller Regel ein Rosenkrieg ist und das sollte man zu verhindern wissen in dem man sich seine Privatsphäre schafft wenn es zu viel wird.

    Meine Schwiegermutter ist auch sehr oft bei uns nahezu täglich. Aber sie lebt in einer eigenen Wohnung. Wir hatten kurzzeitig überlegt zusammen zu ziehen. Im Nachhinein bin ich froh es nicht getan zu haben. Denn wenn sie doch mal nen gespinnerten bekommt (wie akutell) kann ich einfach sagen - bleib bei dir daheim bist du wieder zu nem zivilisierten Wesen wirst. Oder auch so kann ich sagen "hey mir wird das derzeit zu viel, bitte komm ein paar Tage erstmal nicht" das nimmt sie unter normalen Umständen auch absolut nicht als Kritik an sich selbst auf sondern sagt "ja das kann ich verstehen, dann geh ich jetzt" und das auch absolut nicht mit angesäuerten Unterton.

    (15) 19.10.18 - 18:53

    Hallo.

    Du schreist "Ich will raus!" und deinem Freund passt die Sachlage auch nicht, aber ihr seid beide scheinbar nicht willig, um für euer Leben und eure Wohnung selbst arbeiten zu gehen?!?!?

    Nicht dein Ernst oder?

    Und dann nach Ratschlägen suchen, um die Schwiegereltern (die es wagen und nur 1 x pro Woche arbeiten und euch trotzdem mit durchfüttern können#rofl) in ihre Schranken zu weisen......

    Sehr dünnes Eis.......

    Hallo,

    wieso drei Jahre?
    Wie alt ist denn dein Kind - wenn es Beikost bekommt, doch sicher schon 5-6 Monate?

    Ich verstehe, dass ihr lieber bei den Schwiegereltern wohnt, als das Kind ab dem 1.Geburtstag fremd betreuen zu lassen (würde ich wohl auch so machen) aber mit 2 oder etwas später, je nachdem, wann das Kind Geburtstag hat, kann es doch in den Kindergarten. Dann könntest du arbeiten und eine kleine Wohnung finanzieren.

    Das wären jetzt schon nur noch anderthalb Jahre.

    Was ist mit deinem aktuellen Geld (Elterngeld 300 + Kindergeld 194)? Fließt das komplett an die Schwiegereltern? Oder kannst du etwas sparen? Einfach um ein paar Monate eher auszuziehen?

    Da ihr nicht verheiratet seid und der Kindsvater offenbar gar kein eigenes Einkommen hat, müsstest du doch auch staatliche Unterstützung bekommen. Als Überbrückung, bis du in spätestens zwei Jahren wieder arbeitest, fände ich das jetzt nicht so verwerflich.


    Oder wohnt ihr in der City von Berlin, keine Wohnung zu kriegen und deine Ausbildung bietet keine Zukunftsperspektive? Dann würde ich auch sagen, da müsst ihr durch - und könnt froh sein, ein Dach über dem Kopf zu haben!

    LG!

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