Nachnamen bei Unverheiraten

    • (1) 25.10.18 - 21:15

      Hallo zusammen!

      Ich bekomme in ca. 2 Wochen unser erstes Kind und ich weiss nicht, welchen Nachnamen es bekommen soll.

      Wir sind nicht verheiratet und ich weiss auch nicht, ob wir es mal werden.

      Wenn ich den Papa drauf anspreche, sagt er nur abwarten.

      Wie habt ihr euch entschieden? Und ist es einfach, wenn das Kind erst den Namen der Mutter bekommt und bei einer Heirat dann ggf. den des Vaters?

      • Hallo,
        Ich habe mir jahrelang gewünscht meinen Freund zu heiraten. Dann kam aber zuerst unser Kind zur Welt. Ich habe mir geschworen,dass meine Kinder niemals anders heißen werden als ich ,also bekam das Kind meinen Namen. Wir heirateten, als er ein halbes Jahr alt war und wir haben dann alle völlig unbürokratisch den Nachnamen meines Mannes angenommen.
        Ich kenne mehrere Familien, in denen die Kinder bei der Mutter leben, die Beziehung gescheitert, der Vater weg. So sehr ich meinen Mann auch liebe und vertraue - die Zukunft auf Jahre hinaus ist ungewiss. Mein Mann wusste davon und hatte 10 Jahre lang Zeit für einen Antrag ;)
        Es ist für uns perfekt, so wie es ist. Aber sicherlich muss das jedes Paar für sich entscheiden.
        LG, Nani

        (3) 25.10.18 - 21:56

        Mir war es wichtig, dass mein Kind meinen Namen trägt. Ich hätte aber auch bei Heirat meinen Namen nicht abgegeben.

        Jetzt nach der Trennung bin ich natürlich froh, dass Sohnemann und ich den gleichen Nachnamen haben, aber daran sollte man natürlich nicht denken ;-)

        Für mich war klar, mein Kind hat den selben Nachnamen wie ich. Da wir bei der Geburt auch nicht verheiratet waren, bekam es meinen Namen. Mein Freund sagte eh immer, dass wir heiraten werden, daher war es für ihn okay. Als unser Kind fast 2 war, haben wir geheiratet und selbst die Geburtsurkunde wurde umgeschrieben und wir haben alle den gleichen Nachnamen.
        Bis das Kind 5 oder 6 ist, entscheiden es die Eltern, danach muss das Kind zustimmen, ob der Nachname geändert werden soll. Und wenn man innerhalb der ersten Jahre heiratet (den genauen Zeitraum habe ich vergessen) dann wird die Geburtsurkunde direkt mit dem neuen Nachnamen umgeschrieben.
        LG

      • >>>Wir sind nicht verheiratet und ich weiss auch nicht, ob wir es mal werden.<<<

        ICH würde in so einem Fall dem Kind meinen Namen geben wollen, allerdings müsst ihr euch einigen, falls ihr gemeinames Sorgerecht habt.

        Wir haben ein paar Monate vor der Geburt des ersten Kindes geheiratet. Aber wir waren uns erst nicht sicher, ob vor oder nach der Geburt oder überhaupt so bald ;-).
        Hätten wir nicht geheiratet, hätte unser Sohn meinen Namen bekommen.

        • (7) 26.10.18 - 09:43

          Und welcher ist es am Ende geworden?

          Dein Nachname oder seiner? Habt ihr beide die Nachnamen behalten? Hat einer von euch einen Doppelnamen?

          • (8) 26.10.18 - 09:50

            Seiner, wohlüberlegt, weil seiner selten war und meiner in der Region sehr häufig. Heute würde ich es anders machen, weil seiner dauernd buchstabiert werden muss und meiner so einfach war;-).

      (9) 25.10.18 - 22:21

      Ich würde mich immer für den "schöneren" Namen entscheiden.

      Wenn einer Müller, Meier oder Schmidt heißt, finde ich den Kampf um solche Massennamen überflüssig. Irgendwelche Namen, die man immer buchstabieren muss, sind auch nicht erstrebenswert. Gleiches gilt für Namen, die man verhohnepiepeln kann.

      Ein weiteres Kriterium wäre Harmonie von Vornamen und Nachnamen. Wenn ich das Kind z.B. Joyce nennen will und selber mit Nachnamen Schmidtbauer, der Papa aber O'Brian, dann wäre meine Wahl klar. Habe ich vor meinen Sohn Niklas zu nennen und heiße z.B. Kramer, der Papa aber Psrzeminski, würde ich mich wohl für Kramer einsetzen.

      Ob das grundsätzlich mein Name ist oder der des Vaters, der bei zwei gut vergebbaren Namen dann gewinnt, wäre mir egal. Sind ja zwei gleichberechtigte Elternteile (zumindest in meiner Welt 😉).

      LG

    (11) 25.10.18 - 23:19

    Wir waren nicht verheiratet und haben zunächst einmal nix getan. Also hat Kind mal meinen Nachnamen bekommen. Kann man ja alles noch ändern.

    Da wir aber bisher nicht geheiratet haben wird es wohl beim Namen bleiben. Die Kinder haben übrigens auch nicht so recht Lust zu wechseln (wir beide haben sehr häufige Nachnamen).

    Ich kenne übrigens auch einen Fall wo die Eltern erst geheiratet haben als das gemeinsame Kind schon 16 war. Da hat das Kind sehr erfreut den neuen Nachnamen des Vaters angenommen, weil der bisherige (aus der ersten Ehe der Mutter) kompliziert war.

    Und: ich kenne auch zwei Ehepaare, bei denen beide ihren Namen behalten haben, und Kind seinen bekommen hat. Und einen umgekehrten Fall, Kind hat ihren Nachnamen bekommen.

    Geht also alles!

    LG

    Wir waren vor der Geburt unserer 1. Tochter auch noch nicht verheiratet. Für uns stand immer fest dass wir irgendwann mal heiraten werden und daran hatte ich auch absolut keinen Zweifel. Also hatte ich meinem damals Freund gesagt dass unsere Tochter seinen Nachnamen bekommen wird. In der 25./26. Woche am Heilig Abend hatte er mir dann wirklich einen Antrag gemacht und wir haben 4,5 Monate nach der Geburt unserer Tochter geheiratet. Jetzt bei Nr. 2 stellt sich die Frage also nicht mehr :)

    • Was hat denn die Hochzeit damit zu tun, dass das Kind seinen Nachnamen bekommt? Es hätte doch genau so gut deinen Nachnamen bei einer geplanten Hochzeit bekommen können?

      Ich finde es wirklich schade, dass manche noch davon ausgehen, dass die Frau den Nachnamen des Mannes annimmt. Das Kind hätte genauso heißen können wie du und er auch. Oder er hätte einen Doppelnamen annehmen können. Oder seinen Nachnamen behalten können.

      • 🤦‍♀️ Hier darf man auch absolut gar nichts schreiben.
        Die TE war sich nicht sicher, welchen Nachnamen das Kind bekommen soll weil sie auch nicht weiß ob irgendwann mal geheiratet wird. Ich habe ihr einfach nur darauf geantwortet wie es bei uns war. Und für UNS war klar, dass ich bei einer Hochzeit seinen Nachnamen annehmen werde, ob es dir passt oder nicht.
        Ich verstehe einfach nicht was man da jetzt so eine blöde Antwort drauf geben muss. Ich habe nicht gesagt sie soll dem Kind seinen Nachnamen geben. Ich habe NUR geschrieben wie es bei uns war. Und ganz ehrlich, der Vater ist doch genauso Elternteil des Kindes, oder ? Warum MUSS das Kind denn den Namen der Mutter haben ?

        (15) 26.10.18 - 12:42

        viellicht weil sie sich vorher schon darüber unterhalten haben und es beide gemeinsam festgelegt haben?

        als mein erster geboren wurde, waren wir auch noch nicht verheiratet. da aber erstens der name meines mannes sehr viel schöner und harmonischer klang mit dem namen des kindes und zweitens wir bald heiraten wollen und ich gerne den namen meines mannes annehmen wollte, hat unser sohn vpon anfang an den namen des vaters bekommen.


        das hat überhaupt nichts mit althergebracht etc. zu tun, sondern fußt simpel af unserer gemeinsamen entscheidung lange vor der hochzeit:-)

(17) 26.10.18 - 07:25

Hallo,
als unsere Tochter geboren wurde, waren wir nicht verheiratet und auch keine Hochzeit abzusehen. Drum hab ich mich durchgesetzt, dass unsere Tochter meinen Nachnamen bekommt. Da ich ja mich um alles kümmere, wie z.B. Behörden, Arztbesuche, usw. und unterschiedliche Nachnamen in unserem Fall nur Verwirrung gestiftet hätten. Ich hieß mit Nachnamen Franz und er Franze #rofl .
Das hätte jeden durcheinander gebracht :-D. Wir haben dann doch noch geheiratet und meine Tochter und ich haben so zu sagen das "e" adoptiert ;-).

Uns hatte man auch damals erklärt, dass man nur den Namen des Vaters von Geburt an geben darf, wenn das Sorgerecht bereits geklärt und geteilt ist.
Ist dies nicht im Vorfeld geschehen und die Mutter bei der Geburt (erstmal) Alleinsorgeberechtigt trägt das Kind automatisch Ihren Nachnamen, war aber bei uns kein Thema da wir im Vorfeld schon das Sorgerecht geteilt haben.

Meine Tochter hat auch ganz automatisch eine neue Geburtsurkunde bekommen nach der Hochzeit.

Ich muss dazu sagen, ich würde dem Kind immer meinen Nachnamen geben, es ist leider so, dass im Falle einer Trennung die Kinder fast immer hauptsächlich bei der Mutter bleiben und manche Väter sich sogar ganz absetzen, leider.

In meiner Schulzeit hatte ich eine Freundin, bei ihr war das ganz extrem.
Sie hatte zwei kleine Geschwister und ihre Mutter war Alleinerziehend.
Jedes der drei Kinder hatte einen anderen Nachnamen (immer den des Vaters) und die Mutter Ihren Mädchennamen.
Ich empfand das als schlimm und meine Freundin fand das auch alles andere als schön, es waren doch ihre Geschwister, aber für die Öffentlichkeit (z.B. Schule) waren sie fremde untereinander.

LG

(19) 26.10.18 - 07:55

In dem Fall würde das Kind meinen Nachnamen bekommen. Was später ist, kann man immernoch sehen. VG

(20) 26.10.18 - 08:19

In dem Falle würde ich meinem Kind immer meinem Namen geben. Wenn man heiratet, kann es noch immer den des Vaters annehmen.
Das Ding ist, das es dadurch zu Schwierigkeiten kommen kann. Außenstehende können ja nicht nachvollziehen, ob du die Mutter bist. Du willst das Kind irgendwo anmelden und die werden immer fragen, bzw. Einen Nachweis haben wollen, das du wirklich die Mutter bist. Oder wie gestern schön im tv zu sehen, Frau mit Kleinkind wird kontrolliert, die Polizei will auch Klarheit über das Kind haben, beide unterschiedliche Nachnamen - da stand dann erstmal die Frage im Raum, ist das wirklich ihr Kind? Das zu überprüfen hat dann such gedauert und es ist bestimmt nicht toll, wenn man jedes mal beweisen muss, dass das wirklich das eigene Kind ist.

  • (21) 26.10.18 - 14:59

    Das Problem trifft Dich ggf auch mit gleichem Namen alleinreisend oder alleinerziehend wenns um medizinische Eingriffe geht.
    Aber: ist im Zweifel mit einem Foto der Geburtsurkunde aufm Handy leicht zu beheben.

(22) 26.10.18 - 09:37

Ganz einfach: der Nachname, der schöner klingt, international besser kompatibel ist (keine Umlaute hat), nicht buchstabiert werden muss und dennoch nicht zu häufig ist.

Mir wäre es egal wessen Nachname es ist, Hauptsache er gefällt.

Klare Sache, wäre ihm ein gemeinsamer "Familien" Name wichtig, hätte er ja vorher heiraten können. Anscheinend ist ihm das nicht wichtig, also erledigt sich die Diskussion von selbst ;)

(24) 26.10.18 - 12:53

Hallo,
da Ihr nicht verheiratet seid, bekommt das Kind meines Wissens nach standardmäßig ohnehin erstmal Deinen Namen, es sei denn, Du gibst Deine Zustimmung für einen anderen. Insofern ist bereits eine Entscheidung gefallen.
Grundsätzlich würde ich das auch immer beibehalten, denn ich wollte nie das mein Kind anders heißt, als ich.

ABER: ich trage den Nachnamen meines Erzeugers, den ich nicht kenne, der sich nie gekümmert hat und den ich verabscheue. Zudem ist der Name schwierig zu schreiben und zu sprechen.
Ich wollte auch nicht das irgendjemand den Namen weitertragen muss und der Name meines Partners ist ohnehin einfacher und passender. Aus dem Grund haben meine Kinder einen anderen Nachnamen, was mich zwar massiv stört, aber im Sinne der Kinder die bessere Entscheidung war.

Eine Entscheidung kann man Dir nicht abnehmen, aber so ein „abwarten“ ist jetzt auch eine blöde Antwort. Mach es nicht so verkopft, mach es so, wie es für Dich das bessere Gefühl ist.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtsthemen habt Ihr ja sicher schon geregelt.

Alles Gute!

  • (25) 26.10.18 - 13:07

    >>>da Ihr nicht verheiratet seid, bekommt das Kind meines Wissens nach standardmäßig ohnehin erstmal Deinen Namen,<<<

    Das gilt nur, wenn noch keine Sorgerechtsregelung besteht.

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