Spielverhalten Grundschüler (früher vs. heute)

    • (1) 08.11.18 - 23:00

      Zur Zeit beschäftigen mich so viele Sachen, seit längerem das Thema Spielen.
      Mein Sohn ist 6 und war noch nie ein Kind das gerne (alleine) spielt. Er hat doch einiges, aber nicht zu viel behaupte ich mal. Er zeichnet sehr gerne oder bastelt mal eben eine Kleinigkeit. Aber spielen klappt meist nur eine viertel Stunde, Lego eventuell eine halbe bis dreiviertel Stunde. Ich habe manchmal das Gefühl er weiß nichts anzufangen. Lego, Playmobil, Puzzle, Bügelperlen, Matchbox Autos, ... als ob wüsste er nicht was man damit tut. Als ich in seinem Alter war habe ich mich stundenlang alleine beschäftigt. Kleine Rollenspiele, Lego, Puppen, ... Und manchmal habe ich die große Spielesammlung geplündert und mit den Karten, Figuren, Würfel, etc. Muster gelegt, oder ich habe Spielkarten nach Farben sortiert. An solche simplen Dinge denkt mein Sohn gar nicht. Er hätte am liebsten immer einen Spielkameraden. Er ist Einzelkind, aber das war ich auch. Aber! Wenn dann mal ein Freund zu Besuch ist, oder wir bei ihm, wird es auch schnell fad. Kämpfen mit Schwerter ja, Nerf Gun, auch ok. Mal eben schauen was der andere für Sachen hat und das war's. Am liebsten wollen die Kinder mit Playstation und Co. spielen.
      Am Spielplatz ist es nicht anders. Herum laufen, die Gegend erkunden, Sandburg bauen, verstecken spielen, ... auf diese Idee kommen die Kinder gar nicht! Es wird gern Rad gefahren und Fußball gespielt. Das war's. Ich war letztens mit meinem Sohn und 2 seiner Freunde auf einem riesengroßen Spielplatz. Mit toller Umgebung, sehr viel Wiese, ein großer Hügel, etwas Wald, ... die ersten 10 Minuten waren ganz lustig bei der Schaukel. Dann wurde wieder geschwiegen und nahezu eine Wissenschaft daraus gemacht was man als nächstes tun könnte. Einen Ball hatten wir nicht dabei, da der Spielplatz Besuch völlig spontan war. ICH wäre 100 mal den Berg rauf gelaufen und hätte gekuckt was da oben ist, hätte zwischen den Bäumen gespielt, etc. ... Ich verstehe es nicht, was ist mit den Kindern los???? Nicht nur mir geht es so, auch andere Mütter beklagen sich. Die kinder scheinen nur noch Handy und Konsolen im Hirn zu haben! Wo soll das alles hinführen? Was sollen wir tun, was kann ICH tun? Muss ich meinem Sohn echt vorkauen wie man mit Action Figuren spielt???

      • Ich ergänze noch: wäre mein Sohn von früh bis abends ausschließlich zuhause käme er auf höchstens 1 Stunde (freiwillige) Spielzeit. Den Rest klebt er bei mir im Wohnzimmer, zerschnippelt wahllos Papier, fragt mich zum 3. Mal ob ich mit ihm spiele, zum 4. Mal ob ich "kurz kommen kann", zum 5. Mal ob er fern sehen darf und zum 6. Mal ob er Nintendo spielen darf. Manchmal wenn ich gerade Zeitung lesen möchte oder sonstiges schicke ich ihn ins Zimmer er möge sich bitte ein wenig beschäftigen. Dann liegt er oft da und starrt in die Luft. Kein Bilderbuch ansehen, keine CD anhören, .. nein, kennt er alles schon. Ich komme oft an meine Grenze. Am Wochenende rattert oft mein Hirn was ich mit ihm machen kann, was er alleine machen kann, soll, muss, darf. Ich hab oft keine Ideen mehr. Es stresst mich ihn scheinbar mmer wieder animieren zu müssen. Manchmal habe ich das Gefühl er zwingt sich selbst irgendetwas zu tun, Hauptsache er tut etwas. Den Großteil des Tages höre ich darf ich fern sehen darf ich Switch spielen. Ja klar darfst du, sonst vergeht die Zeit ja gar nicht! Ich bin echt kurz davor ihm diese Sachen zu streichen, bis er endlich "normal" wird und ich ihm nicht jedes mal seine Spielsachen vorstellen muss.

        • "Ja klar darfst du, sonst vergeht die Zeit ja gar nicht! Ich bin echt kurz davor ihm diese Sachen zu streichen"

          Warum sind die Sachen nicht längst aus dem Haus?

          (4) 09.11.18 - 15:16

          Hallo,
          Unsere Kinder sind gleich alt. Ich habe eine Tochter. Februar 2012.
          sie hat Tablet und Nintendo.
          Ich hatte etwas bedenken, wo sie diese Sachen bekommen hat. Ich habe ihr mit Absicht nie eine maximale Spielzeit genannt. Sie darf so viel, wie sie möchte. Und habe gebetet, dass es sich einpendelt. Hat sich auch. Alle paar Wochen spielt sie 3-4 Tage total viel damit, dann wieder gar nix. Wie war es bei deinem Kind, bevor er diese bekommen hat?
          Meine Tochter würde am liebsten immer eine Freundin hier haben. Geht ja nicht.
          Was bei uns ein Problem ist, sie spielt gerne alleine. Hört Musik, tanzt und singt dazu, malt, bastelt Stunden lang. Sie tickt aber sehr schnell aus, wenn wir gucken möchten, Was sie macht. Und wenn ihr was nicht gelingt.
          Biete deinem Sohn weiterhin Sachen an zum Spielen. Vielleicht ein Instrument? Vielleicht habt ihr noch seine Interesse nicht gefunden?

      Dein Kind spielt viel Konsole und Handy und du erwartest, dass er „normal“ wird? Wieso hat ein 6-jährige ein Handy und eine Konsole? Du erlaubst ihm diese Sachen und wunderst dich, dass das Oldschool-Spielzeug unattraktiv ist 🤷‍♀️ wir reden hier nicht von einem pupertierendem 14 jährigem sondern von einem 6 jährigen Kind! Für meinen Geschmack hat er zu früh und anscheinend auch zu viel dieses technische Spielzeug kennen und schätzen gelernt und nun ist der Rest eben langweilig.

      Mein Tipp: keine Konsole und vor allem kein Handy ( er ist 6!!!!!! ) und dann ab hinaus in die Natur. Er braucht Hobbys, Vereinssport oder ähnliches. Dann ergibt sich das schon, dass er auch mal andere Interessen findet

      Ich sehe es wie meine Vorrednerin auch. In dem alter hat es für uns damals kein handy oder irgendeine Konsole gegeben. Aber da er solche Dinge mit 6 schon kennt, wundert es mich nicht, dass normale Spielsachen für ihn uninteressant sind. Einfach weg mit dem Technik Kram. Und ihn zeigen was man noch alles machen kann . Vllt Brettspiele raus holen und regelmäßig gemeinsame spielezeit einführen . Und nicht sooft erlauben TV zu schauen.

    • Du hattest wohl weder Handy noch Konsole......finde den Fehler #klatsch

      Mit 6 hatte meine Enkelin garantiert das ganze Zeug nicht - und sie spielte wie ein Weltmeister mit allem, was sie fand; wenn sie sich alleine beschäftigen sollte, tat sie das, egal ob mit Barbie oder auch mit ihren Malereien. Sie konnte stundenlang ausmalen.
      Warum? Weil wir alle es mit ihr machten. Ihre Eltern wie auch ich spielten stundenlang diverse Brett- Karten- und andere Spiele mit ihr. Beim UNO machte sie mich platt. Spielplätze machen ihr heute noch Spaß - sie wird demnächst 12 - trotz Handy, was sie mittlerweile hat. Aber wenn sie mit ihren Freundinnen zugange ist, spielt das Handy keine große Rolle. Sie ist auch ein Einzelkind.
      Es liegt doch an den Eltern, womit ihre Kinder spielen. LG Moni

      (8) 08.11.18 - 23:34

      Moin,

      erst mal interessant an was Du Dich alles erinnern kannst wie es ablief als du 6 Jahre warst. Ich bin auch sehr naturverbunden, aber die Zeit in der ich alleine irgendwas untersucht habe war viel später. Mit 6 hing ich ständig mit meinen Cousins und meinen Freunden auf der Strasse zusammen und spielte in der Gruppe!

      Unser Lütte wächst hier mit 7 anderen Kindern von 4-7 Jahren auf, die toben, spielen Ponyhof, zähmen Drachen, die flechten Blumenkränze, bauen Burgen, spielen Matschküche, haben ein Baumhaus in dem sie spielen, ...

      Was mit unseren Kindern los ist ... ich denke sie hocken zum Teil viel zu früh und viel zu lang in Kitas rum, sind es von klein auf gewohnt dass sie fremdbespaßt werden, haben viel zu wenig die Chance sich selbst und ein eigenes Spielverhalten zu entdecken. Wer von 9-16 Uhr betreut wird und danach Qualitätszeit mit den Eltern verbringt hat in meinen Augen zu wenig Freiraum um wirklich selbständig spielen zu lernen.

      • (9) 09.11.18 - 06:54

        Super geschrieben #pro!

        (10) 09.11.18 - 08:19

        So ein Bullshit - es gibt Kinder die können alleine spielen & und eben welche die es nicht können. Mit solchen die es nicht können, muss man sich halt mehr beschäftigen - dazu zählt Konsole und Co. jedoch nicht.

        Kinder können auch nicht jeden Tag was mit ihren Freunden anfangen - gesteh ihnen doch auch mal eine schlechte Tagesform zu. Das ist alles mehr als normal - geht uns Erwachsenen schließlich auch nicht anders!!

        Mit Ganztagsbetreuung durch Kita od. 24/7 an Mamas Rockzipfel zu hängen hat das soviel zu tun wie A*** mit Ohren - sorry, aber dieses dumme Geblubbere geht mir so inglaublich auf die Nerven!!

        (11) 09.11.18 - 09:45

        Das ist aber auch grob verallgemeinernd. Meine Enkelin wie auch die Kinder der Nachbarschaft gingen alle ab 3 Jahren in Kita/Kindergarten und können sich trotzdem auch alleine beschäftigen. Wenn ich eines von denen zum Aufpassen hier hatte, was regelmäßig vorkam, wuselte ich ganz sicher auch nicht immer um das Kind rum.
        Wenn ich was tun wollte - Malblock auf den Tisch, Stifte in die Hand und dann gings los. Oder ein Malbuch, in dem das Kind nur ausmalen brauchte. Bisher habe ich kein Kind hier gehabt, welches sich weigerte, für die Mama ein schönes Bild zu malen oder was nicht verstand, wenn ich sagte, ich koche jetzt was für uns und du beschäftigst dich mal selber - auch mit Playmobilfiguren usw. Allerdings war das auch nicht verhandelbar und diskutiert darüber habe ich auch nicht.
        Ich sehe eher das Problem bei den teils eeewigen Diskussionen, magst du das oder lieber das oder eher das? Zum Schluss wissen sie wirklich nicht mehr, was sie tun sollen und quengeln nur noch. Dann stellt man sie vor TV oder Playstation ab.
        LG Moni

        (12) 09.11.18 - 09:51

        Hallo,

        "Was mit unseren Kindern los ist ... ich denke sie hocken zum Teil viel zu früh und viel zu lang in Kitas rum, sind es von klein auf gewohnt dass sie fremdbespaßt werden, haben viel zu wenig die Chance sich selbst und ein eigenes Spielverhalten zu entdecken. Wer von 9-16 Uhr betreut wird und danach Qualitätszeit mit den Eltern verbringt hat in meinen Augen zu wenig Freiraum um wirklich selbständig spielen zu lernen."

        Jetzt wird wieder die Fremdbetreuungskeule rausgeholt. So ein Blödsinn. Ich wüsste nicht, dass tausende Kinder in Ostdeutschland, einschließlich meiner Wenigkeit, nicht in der Lage waren selbstständig und kreativ zu spielen.

        Selbstständig ist da aber das Stichwort. Im Alter des Kindes der TE wurde ich nachmittags allein zum spielen raus geschickt und habe dann mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft zwischen den Wohnhäusern gespielt. Meine Mutter hat mich da nicht mehr auf den Spielplatz begleitet, höchstens mal aus dem Fenster geguckt, ob ich noch da bin. Und die ganzen modernen Medien gab es noch nicht oder waren zumindest nicht Rund um die Uhr verfügbar. Es gab eine Kindersendung im Fernsehen und keine 24h Bespaßung auf Kika oder durch Streamingdienste. Insofern hat man das auch nicht ständig eingefordert.

        LG Nenea

        (13) 09.11.18 - 10:28

        ...Was mit unseren Kindern los ist ... ich denke sie hocken zum Teil viel zu früh und viel zu lang in Kitas rum, sind es von klein auf gewohnt dass sie fremdbespaßt werden, haben viel zu wenig die Chance sich selbst und ein eigenes Spielverhalten zu entdecken. Wer von 9-16 Uhr betreut wird und danach Qualitätszeit mit den Eltern verbringt hat in meinen Augen zu wenig Freiraum um wirklich selbständig spielen zu lernen. ....

        Das ist mir zu allgemein und kann ich auch so nicht bestätigen
        Meine Tochter (9) ist Einzelkind und wurde schon früh fremdbetreut. Trotzdem findet sie für sich die Zeit, sich alleine zu beschäftigen und zwar mit Spielen und nicht mit Handy, Wii, Konsole, etc., weil es das bei uns nicht gibt (also Handy schon, auch ein Tablet - aber das gehört meinem Mann und mir - sie darf am Tag 20 bis 30 Minuten ans Tablett oder TV schauen - macht sie aber nicht immer.
        Sie spielt Rollenspiele mit ihren Playmobilsachen - lange, ausdauernd. Kommentiert imaginäre Pferderennen oder andere Ereignisse. Sie "verwaltet" eine ganze Schulklasse. Malt, schreibt, bastelt, ist viel draussen. Sie kann sich super alleine beschäftigen.
        Ich erlebe es aber auch oft, wenn Freundinnen zu Besuch sind, dass diese irgendwann gelangweilt sind, weil sie nicht so kreativ sind und irgendwann kommt dann die Frage: "Dürfen wir ans Tablet?"
        Äh - nein, dazu braucht man keine Freundinnen einladen.

        Es gibt Klassenkameradinnen, die besitzen Nintendo und andere technische Gerätschaften und ich mag es überhaupt nicht, wenn meine Tochter dort zu Besuch ist und offenbar nichts anderes gemacht wird als irgendwo in der Stube zu hocken und zu daddeln. Wohlgemerkt sind da die Mütter zuhause - wollen aber offenbar ihre Ruhe haben (es handelt sich nicht um Brennpunktfamilien!).

        • (14) 09.11.18 - 14:23

          Sie spielt Rollenspiele mit ihren Playmobilsachen - lange, ausdauernd. Kommentiert imaginäre Pferderennen oder andere Ereignisse


          Ohjaaa, das kenne ich von meiner Enkelin auch. Der Campingbus samt reichlich Figuren, Pferden usw. war Mittelpunkt legendärer Reitturniere #freu Leonie hatte dazu noch eine Pinguininsel mit Wasser drin. Kommentierte Pinguinfütterungen von einer Stunde waren locker drin - inklusive Küchentisch unter Wasser setzen #rofl
          Bei ihr und ihrer Freundin ist derzeit Radschlagen, Handstand und Brücke üben und mit dem Fahrrad durch die Siedlung flitzen vorrangig. Wenn sie dann mal bei musically oder wie das heißt ein Video machen, ist es auch nicht schlimm - das sind vielleicht gerade mal 10% der Gesamtzeit (schminken üben muss man ja auch noch#schein).
          Wii-Spiele hat die Familie schon - aber das spielen sie ja dann mal zwischendurch zusammen - warum auch nicht.
          LG Moni

      (15) 09.11.18 - 10:43

      Ich war ab 8 Monaten in der Krippe und konnte mich super beschäftigen. Lesen, puzzlen, malen, Lego, Geschichten schreiben - das konnte ich alles stundenlang machen, ohne dass ich wen zur Bespaßung gebraucht hätte. Ok, ich geb zu, beim Puzzlen lief auch oft der Fernseher. ^^ Das habe ich aber leidenschaftlich gern gemacht (mit und ohne TV), bis ich etwa 13 war.

      (16) 09.11.18 - 10:46

      weißt du, ich reagiere selten mal auf solche meinungsäußerungen wie deine, dass kitakinder wenig freiräume haben um selbstständig spielen zu lernen. meist denke ich mir nur, dass ja jeder seine meinung haben darf und jeder ja eigentlich nur das beste fürs eigene kind will.

      wäe ich lieber länger mit meinem kind zu hause geblieben? ja.
      meine ich deshalb, dass die betreuung in der kita ihn bremst oder gar schadet. nein!
      es ist anders als zu hause, aber deshalb bleibt ihm nichts verwehrt.
      mein kleiner ist 2,5 und geht von ca. 9-15uhr in die kita. manchmal weniger. sehr selten mehr. er hat dort mittlerweile freunde (jetzt ist ja das alter, wo das gemeinsame spielen mehr und mehr in den vordergrund rückt) und er erzähl mir bzw. sehe ich es an der tagsokumentation im kiga bzw. erzählen unsere sehr bemühten erzieherinnen, was er so getan hat am tag. mal bieten die erzieher etwas an. z.b. kürbis aushöhlen und shcnitzen. oder draußen blätter gemeinsam sammeln. oder aber die kinder gehen raus in den riesigen, sehr dicht bewachsenen garten und spielen einfach. wenn ich ihn abhole und er draußen im sandkaten ist, dann baut er zu 90% gerade etwas oder backt einen kuchen in einem der alten töpfe, die dort überall rumstehen.meistens mit einem oder mehreren kindern zusammen. einmal haben wir alte reifen durch die gegend gerollt und letztens kullerten sie sich einfach so einen kleinen hügel runter.

      mein großer war im kiga auch am liesten draußen. sie waren oft im wald und wenn nicht, hat er fußball gespielt oder sich mit seinen freunden fantasiespiele ausgedacht.
      gerade der große ist ein so fantasievolles kind, dass wirklich nie!!! langeweile hatte oder hat.

      dazu wachsen beide kinder in einem mehrfamilienhaus mit kindern unterschiedlichen alters auf und die spielen alle in kleinen gruppen oder gemeinsam in unserem großen innenhof/garten. die spielen all die spiele, die wir als kinder auch geliebt haben.fange, verstecke und noch viel mehr. der kleine immer mittendrin.

      ich sehe tatsächlich keinerlei beeinträchtigung meiner kinder durch eine fremdbetreuung in einer kita. wäre dem so, hätte ich schon lange etwas geändert.

      ich finde daher solche verallgemeinerungen einfach nur unfair.

      lg

      • (17) 09.11.18 - 13:12

        Erst mal wollte ich niemanden persönlich angreifen, es ging darum woher die "Grundtendenz" kommt und die kommt in meinen Augen unter anderem durch ein verschobenes Familien- und Betreuungszeitverhältnis. Ich kenne auch Familien die das trotz Ganztagsbetreuung ausgewogen hinbekommen, aber eher wenige.

        "ich sehe tatsächlich keinerlei beeinträchtigung meiner kinder durch eine fremdbetreuung in einer kita. wäre dem so, hätte ich schon lange etwas geändert.

        Und zum Thema unfair, da steht auch noch der Nachsatz "und danach dann Quality time mit der Familie verbringen" und das ist mit einer der Knackpunkte, dass viele Familien eben nur noch wenig Familienzeit haben und dann die Eltern mit den Kindern was unternehmen, ich erlebe es doch hier bei vielen Ganztagskindern, ständig heißt es "nein, der xy kann nicht spielen kommen, wir müssen noch dies zusammen, wir wollen noch das zusammen", das Wochenende gehört der Familie". Da werden teilweise Geburtstagseinladungen abgesagt weil man ja nichts vom Kind sonst hat. Wenn Eltern das bewusst ist ist es gut, aber vielen die ich kenne ist es eben nicht bewusst, die Kinder sind durchgeplant bis ins letzte Eck, mal ne Stunde mit den anderen planlos auf die Strasse kommen und schauen was man macht gibt es nicht, da kommt dann "wir haben da Wichtigeres zu tun"

        LG
        WuschElke

        (18) 09.11.18 - 14:26

        ich finde daher solche verallgemeinerungen einfach nur unfair.

        Ich auch - besonders ist es eine klatschende Ohrfeige ins Gesicht der Alleinerziehenden und nicht so gut Verdienenden, die eben NICHT vom Amt leben wollen - und somit nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Sagen wir es doch, wie es ist.....
        LG Moni

    (20) 09.11.18 - 13:45

    Also ich weiß nicht wo du herkommst, aber bei uns im Osten wurdest du mit unter einem Jahr in die Krippe geschickt und beide Eltern hatten Vollzeitjobs.
    Trotzdem mussten uns unsere Eltern nicht permanent bespaßen.
    Somit halte ich deine Aussage für schlichtweg falsch das es an den langen und frühen Kitazeiten liegt.

    (21) 09.11.18 - 13:49

    Einspruch! Ich habe eine typische DDR-Biografie. So wie alle meine Freundinnen, Freunde und Bekannte wurde ich sehr früh (bei mir ab 8 Wochen), sehr lange (ca. 7-17 Uhr) in der Krippe, bzw. dem Kindergarten fremdbetreut. Wir haben alle so gespielt, wie hier schon beschrieben wurde: draußen, mit viel Phantasie und wenig Spielsachen, naturverbunden, auch allein war oft kein Problem. Stubenarrest war noch eine echte Strafe!

    Ich sehe das Problem tatsächlich bei den mobilen Endgeräten, Fernsehern und Konsolen. Ich möchte das nicht verteufeln, ich bin sehr technikaffin und nutze mein Smartphone für praktisch alle Belange. Da kann man es Kindern nicht gänzlich verbieten. Sie müssen ja auch lernen, mit diesen, für unsere Welt so essentiellen Tools umzugehen. Aber ein gesundes Maß muß her. 30 Minuten oder mal eine Stunde täglich hielte ich z.B. für sinnvoll. An sonsten dürfen sich Kinder ruhig mal langweilen, das regt die Phantasie an. 😊

    Ich finde den o.g. Vorschlag, das Kind in eine Vereinsaktivität zu schicken, übrigens auch toll! Man lernt neue Freunde kennen und hat abseits von aller Technik etwas, was einen verbindet.

(22) 08.11.18 - 23:46

Das ist bei uns genauso. Und zwar ganz genauso.
Ich war auch jemand, der sich stundenlang mit den banalsten Dingen allein beschäftigen konnte, meine Tochter konnte das nie.
Ich denke, irgendwie ist das ein anderes Zeitalter und wir können froh sein, dass wir durch Wälder getromt, über Bäche gesprungen, Höhlen gebaut haben.
Meine Tochter hat nie so etwas getan.
Sie ist jetzt 14 und gehört zur typischen Handygeneration. Verkriecht sich stundenlang im Zimmer und beschäftigt sich mit Handy, Laptop usw.

(25) 09.11.18 - 10:52

nein, das sehe ich nicht so. jede generation ist mit anderem konfrontiert, ja, aber wir eltern sind es doch, die einfluss darauf haben wann udn wieviel die kinder in diesem fall zu den medien kontakt haben!

mein großer schaut eigenrlich schon immer fern nur am wochenende. nintendo mit 8, hand mit 12. jetzt ist er 13.
ja, er erliert sich auch mal im handy. dann sprech ich ihn darauf an und er achtet wieder mehr drauf. kann er es nicht kontrollierne, kommt ne app drauf, die das dann tut.

er war schon immer sehr aktiv und spielt im verein fußball, schwamm jahrelang im verein udn lernt gitarre. auf seiner ganzstagsschule (unterricht bis 15.oo) hat er diverse angebote, die er mit seinen freunden wahrnimmt. er hat sooo viele kennengelernt dadurch. und so haben sich seine interessen auch erweitert.
er spielt gerne draußen, ist gerne mit ins im wald unterwegsm klettert auf berge, bäume etc. aber würde er das, wenn er freien zugang seit jahren zu playstation, handy etc. hätte? sicher nicht in dem ausmaß!

lg

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