Ungeliebtes Enkelkind, was tun?

    • (1) 11.11.18 - 15:10

      Hallo,

      Ich bin ganz neu hier und benötige Rat.

      Folgendes ist geschehen.

      Mein Mann hat 2 Kinder. Das 1. aus der Beziehung vor uns, das 2. ist unser gemeinsames Kind.

      Der große (nur 1,5 Jahre älter als unser gemeinsames Kind) ist alle 14 Tage zu Besuch bei uns.

      Mein Mann wusste wie seine Familie ist und wollte ganz lange nicht, dass unser Kind die Großeltern und Urgroßeltern kennen lernt.

      Auf ständiges drängen hat unsere Kind die väterliche Familie vor ein Jahr im Alter von 7 Jahren kennengelernt.

      Der große kennt die Familie von Geburt an.

      Es gab natürlich Momente wo ich es bereut habe.

      Z. B. In den Sommerferien, der große war bei uns, von mein Mann die Großeltern und Eltern waren da.

      Es hat nur der große was bekommen und der kleine wurde mit einer angefangen Stange Kaugummis abgespeist, die der kleine nicht annahm.

      Ein Jahr ist vergangen und keine Änderung in Sicht.

      Es waren wieder Ferien. Familie war zu Besuch. Weder die Großeltern noch die Eltern von meinen Mann haben mit mir gesprochen, quasi war ich Luft.

      Es kam, dass die Kinder bei den Eltern schlafen sollten, doch der kleine wollte nicht. Er wollte lieber mit dem Nachbarskind spielen.

      Der große war nun allein bei den Großeltern und Urgroßeltern und kam komplett eingekleidet von denen zurück.

      Für den kleinen gab es nicht mal ein Obolus.

      Der kleine hat geweint und konnte nicht verstehen warum der große alles bekommt und er nichts.

      Jedenfalls brauchte auch unser Sohn ein paar Schuhe. Also bin ich mit ihm Schuhe kaufen gefahren, er bekam ein paar für den Sportunterricht und ein paar Straßenschuhe. Da regte sich der große auf, er brauche auch Sportschuhe. In den Augenblick habe ich auf seine Reaktion keine Antwort mehr gehabt.

      Abends hatte ich mich mit meinem Mann in den Haaren.

      Ich sagte, dass bei uns das Geld nicht auf dem Bäumen wächst und es schön wäre, wenn seine Familie auch mal für den kleinen was kaufen würde und nicht nur für den großen.

      Zudem kann ich nicht nachvollziehen warum der große sich benachteiligt fühlte, weil ich ihm keine Sportschuhe gekauft habe. 1. Bin ich nicht seine Mutter, 2. Erhält seine Mutter viel Unterhalt von meinen Mann und 3. Er wurde erst komplett durch die Großeltern + Urgroßeltern eingekleidet.

      Mein Mann findet das ich übertreibe. Aber ich sehe wie Tod unglücklich unser gemeinsames Kind ist.

      Mein Mann meint, unser Kind hatte ja die Wahl.

      Es kann doch nicht sein, dass man die Enkelkinder kaufen muss? Mein Mann sagt, daß der kleine was bekommen hätte, wenn er da geschlafen hätte. Aber da er lieber mit dem Nachbarskind spielen wollte, hat er Pech gehabt. Er hat sich ja so entschieden.

      Hab ich was verpasst? Seit wann muss ein Kind von 8 Jahren, solche weitreichenden Entscheidungen treffen?

      Ich verstehe es nicht!

      Ich bin mittlerweile schon soweit, dass ich niemanden von den mehr sehen will.

      Ich merke das unsere Beziehung an seiner Familie zerbricht.

      Habt ihr einen Rat?

      • Du wunderst Dich ernsthaft, dass die Großeltern eine bessere Bindung zu dem Kind haben, dass sie von Geburt an kennen als zu dem, das ihnen sieben Jahre vorenthalten wurde?

        Und wenn bei Euch das Geld nicht auf Bäumen wächst, sei doch froh, dass die Großeltern zumindest ein Kind eingekleidet haben.

        • Vielen Dank für deine Rückmeldung.

          Ja, wenn beide meine Kinder wäre. Wäre ich froh, dass mindestens ein Kind eingekleidet wird.

          Es ist nur der kleine mein Kind.

          Ich habe das Gefühl, dass meine Schwiegermutter in Spe es an meinen Kind und mir auslässt, dass ihr einziger Sohn nicht mehr mit der Mutter der 1. Enkelkindes zusammen ist.

            • Leider ist es kein Märchen.

              Ich brauche einfach einen vernünftigen Rat als Anstoß um mit der Situation umgehen zu können.

              Bei uns zu Hause gab es so was nicht.

              Nein, leider nach bitterer Realität...
              Gerade vor ein paar Tagen habe ich zu meinem Mann gesagt, dass ich das Gefühl habe, unser gemeinsames Kind ist bei seinen Eltern (gegenüber dem Kind aus 1. Ehe) nur ein Kind 2. Klasse....

              Ähnliche Situation, allerdings deutlich größerer altersunterschied und keine vorenthaltung von unserer seite....
              Trotzdem gravierende Unterschiede im Umgang mit den Kindern

              • Wie gehst du damit um?

                • Puh, gute Frage....

                  Wir stehen da gerade noch ziemlich am Anfang, wo es uns nun wirklich bewusst aufgefallen ist.

                  Wobei selbst das 2. Kind der ex meines Mannes offenbar bevorzugt wird, was überhaupt keinen verwandschaftsgrad zu den Großeltern hat.

                  Ich denke wie es weiter geht wird die Zeit zeigen, bzw werde ich noch einen Moment beobachten und sammeln und dann mal ein Gespräch anfangen.

                  Aber für unsere Tochter tut es mir halt ziemlich leid.

                  Der große wurde damals fast täglich abgeholt, es wurden viele Dinge unternommen, ständig gab es neue Sachen,...

                  Unsere Tochter kriegt nichts, lediglich die alten Sachen von großen wenn sie da ist.
                  Ich bin wirklich nicht materialistisch eingestellt, aber wenn ich höre: " ich muss dem großen für hier mal wieder neue Hausschuhe Filzen, seine sind kaputt" und im gleichen Atemzug kommt "bringst du der Lütten bitte hausschuhe mit für hier " blutet mir ein bisschen das Herz....

                  Aber ganz wichtig immer wieder zu erwähnen : mit x waren wir damals ja da im Tierpark und da im Zoo und auf jenem Spielplatz und haben dieses/jenes/welches gemacht ...

                  • Hallo Prinzessin-Lillyfee,

                    Vielen Dank für deine Antwort.

                    Es ist so schwierig. Die Großeltern melden sich bei uns nur, wenn der Große da ist.

                    In den 14 Tagen wo er nicht da ist, herrscht Funkstille.

                    Anfangs rief ich regelmäßig an um mich zu erkundigen wie es den Großeltern geht. Da es nicht auf Gegenseitigkeit beruhte habe ich irgendwann aufgehört anzurufen.

                    Ich habe mich mal schlau gemacht, es gibt Beratungsstellen an den man sich wenden.

                    Ich bin dran und hole mir Hilfe, da es mich zu sehr belastet.

                    Ich denke das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

                    Alles andere muss, wie du schon sagst, einfach abgewartet werden.

                    Ich danke dir.

                    Liebe Grüße

          "Ich habe das Gefühl, dass meine Schwiegermutter in Spe es an meinen Kind und mir auslässt, dass ihr einziger Sohn nicht mehr mit der Mutter der 1. Enkelkindes zusammen ist. "

          Ich glaube eher, weil ihnen ihr 2.Enkel ferngehalten wurde und du ja auch keinen Kontakt zeigtest. Nach dem Motto, da tratst in das Leben seines Sohnes ein und der Kontakt war weg. Ich nimm dir nicht ab, dass du 7J. nach den Großeltern gesucht hast...wenn der große Sohn alle zwei Wochen bei euch ist. Was für eine Beziehung führt ihr, dass dein Mann damit nicht herausruckte und jetzt plötzlich doch....schon überlegt, wie stark ihr den Großeltern vor dem Kopf gestoßen habt...nach meiner Meinung machen sie dich für den Kontaktabbruch verantwortlich, was z.T. gar nicht so unwahr ist.

          Ich denke auch, dass die großeltern ein Problem mit dem Lebenswandel ihres Sohnes haben.
          Dass ihnen der Enkel so lange vorenthalten würde, trägt bestimmt auch nichts positives bei.
          Der Beitrag passt wohl eher in die patchwork -Rubrik.

    Die Grosseltern kennen das eine der Kinder seit Geburt also seit 8,5 Jahren, das andere seit einem Jahr, da war das Kind jedoch schon sechs Jahre alt?

    Warum und weshalb sollte die Beziehung zu beiden gleich sein? Wie soll das funktionieren? Das jüngere Enkelkind ist ihnen fremd, und sie ihm.

    Deine Partnerschaft zerbricht nicht wegen der Familie deines Partners, sondern allenfalls wegen deiner Erwartungshaltung, abstruser Wahrnehmung und deinem Neid.
    Du schürst einen Konkurenzkampf in den du dein leibliches Kind und den Erstgeborenen deines Mannes reinziehst!

    • Aus dieser Perspektive habe ich das noch gar nicht gesehen.

      Kann sein das ich zu engstirnig bin.

      Es fällt mir auf alle Fälle sehr schwer sachlich zu denken.

      Meine Mutter hat den erstgeborenen meines Mannes auch erst kennengelernt und sie macht überhaupt keine Unterschiede. Beide kriegen das gleiche Taschengeld und zu Geburtstagen und Weihnachten den selben Wert an Geschenken.

      Es tut mir einfach sehr weh, das seine Familie noch nicht so ist.

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