Familien- & Hochzeitsplanung - ist es wirklich noch zu früh?

Habt ihr die gleiche Meinung wie meine Mama / mein Umfeld?

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    • (1) 13.11.18 - 18:55
      Inaktiv

      Hallo Mädels #winke

      Ich war bisher eher in anderen Foren auf Urbia aktiv, hier im Familienforum bin ich ganz neu. Ich stelle mich deshalb kurz vor.

      Mein Name ist Isabel, ich bin 19 Jahre alt (werde im Januar 20) und lebe in der Schweiz. Mein Freund und ich sind seit 2,5 Jahren zusammen, kennen tun wir uns aber schon ewig. Auch unsere Familien kennen sich schon länger (unsere Grosseltern gingen miteinander zur Schule usw.). Wir wohnen auch schon seit einem Jahr und 3 Monaten in einer gemeinsamen Wohnung und sind sehr glücklich zusammen. #verliebt#verliebt

      Wir wollten beide schon immer früh Kinder haben. Da wir beide unsere Ausbildungen vor 2 resp. 8 Jahren (er ist jetzt 26) abgeschlossen haben, einen guten Job haben, beide einen Führerschein und ein Auto besitzen und wir uns sicher sind, dass wir gemeinsam alt werden möchten, wollen wir gerne mit der Kinderplanung starten.
      Ich leide an einer stark ausgeprägten Form von PCO und kann vermutlich nicht auf natürlichem Weg schwanger werden. Mit meiner Frauenärztin habe ich das ganze besprochen, wir wollen ab Februar mit Metformin starten. Ich hoffe, es klappt dann ganz bald.

      Leider gibt es etwas, was mich in letzter Zeit total verunsichert und auch ein bisschen traurig macht. Meine Mutter hat grosse Pläne für mich. Sie möchte, dass ich jetzt noch 2-3 Jahre Berufserfahrung auf meinem aktuellen Job sammle, danach eine Weiterbildung mache, Reise und dann in etwa 5-10 Jahren irgendwann mal heirate und Kinder bekomme. Ständig sagt sie beiläufig solche Sachen wie "ach wie schön dass du noch so jung bist, die ganze Welt steht dir offen. Mach was draus mein Kind". Oder sie sagt "Ach, die Claudia (gute Freundin von ihr) wird nächsten Frühling Oma... ich bin ja erst 48, die nächsten 6 Jahre will ich auf keinen Fall schon Oma werden"
      Wir haben noch niemandem direkt gesagt, dass wir jetzt schon Kinder wollen, da wir wissen dass es alle für zu früh halten. Aber es verletzt mich wenn sie solche Sachen sagt. Sie ist auch nicht die Einzige. Meine Oma und Tanten usw. haben genau die gleiche Meinung wenn man mal per Zufall über das Thema Familie und Kinder spricht. Ich habe grosse Angst, dass sie dann total wütend oder enttäuscht sein werden und wir alleine dastehen. #wolke

      Auch betreffend Hochzeit gibt es das gleiche Spiel. Ich merke, dass mein Freund mir gerne einen Antrag machen würde. Er schaut sich immer wieder Ringe an, spricht vor mir von Hochzeiten usw. Aber er hat total Angst, weil meine Eltern ausrasten würden. Letztens als die Schwester von meinem Freund sich verlobt hat, und ein Bild vom Ring in den Familienchat geschickt hat, hatte meine Mama später zu mir gesagt. "Ich hatte schon Panik das dass deine Hand ist, bevor ich es richtig angesehen habe..." :-(

      Versteht jemand, dass ich total Angst vor den Reaktionen habe?
      Ist vielleicht jemand in der ähnlichen Situation oder hat sowas schon hinter sich?
      Ich würde mich echt freuen, mit einigen darüber zu reden und vielleicht ein par Tipps oder Tricks zu bekommen. :-D

      Vielen herzlichen Dank an alle die sich die Zeit genommen haben, dass hier durchzulesen und mir vielleicht antworten.
      Ich wünsche euch einen schönen Abend.
      Alles Liebe
      Isabel #herzlich

      • (2) 13.11.18 - 19:05

        Hallo,

        mach dein Glück nicht von deiner Familie abhängig und nabel dich ab.

        Ich kann ein Stück weit verstehen, dass du Angst vor der Reaktion deiner Familie hast, aber du gehst deinen Weg für dich und nicht für deine Mutter. Du möchtest jetzt heiraten und jung Kinder bekommen. Das kann dir in 10 Jahren niemand wiedergeben. Was bringt es dir, dich in dieser sehr persönlichen Sache nach deiner Mutter und ihren Vorstellungen zu richten? Nur weil es heutzutage üblich ist spät zu heiraten und Kinder zu bekommen, ist das noch lange nicht der einzige wahre Weg.

        Ich habe junge geheiratet, bin jung Mutter geworden und bereue nichts. Im Gegenteil. Ich wollte auch aus jetziger Sicht nicht erst mit 30 oder gar noch später mit der Kinderplanung beginnen. Ich vermisse auch nichts. Mein Mann und ich sind glücklich mit den Entscheidungen, die wir getroffen haben. Das ist es, was zählt.

        Wenn du denkst, dass das euer Weg ist und der Mann einer deiner Seite das ebenso sieht, dann traut euch. Egal, was andere davon halten. Es ist euer Leben!

        LG

        • (3) 13.11.18 - 19:22

          Vielen lieben Dank Metha!

          Es freut mich sehr, dass es bei euch so gut läuft und du glücklich bist!
          Ich wünsche euch weiterhin alles Gute.

          Liebe Grüsse
          Isabel

      (4) 13.11.18 - 19:09

      #gruebel
      Du hast doch letzte Woche geschrieben, dass Ihr bereits für nächsten August Eure Hochzeit plant und zeitgleich Euer Kind in der Familie willkommen heißen wollt.

      Dann wärst Du doch jetzt schon schwanger......

      Was stimmt denn jetzt?

      • (5) 13.11.18 - 19:18

        Das ist so nicht ganz richtig.
        Ja, wir planen die Hochzeit auf den Sommer, aber halt erst wenn ich schwanger bin. Also evt. auch erst Sommer 2020...

        • (6) 13.11.18 - 19:28

          Und Du planst Hochzeit und "Taufe" jetzt schon bis ins kleinste Detail, obwohl es bisher weder Antrag noch Kind gibt?

          Ja - ich denke auch, Du solltest noch ein bisschen Lebenserfahrung sammeln.

          • (7) 13.11.18 - 20:45

            Das denke Ich auch👍

            Was hat das damit zu tun. Es gibt Menschen die lassen ihr Leben auf sich zu kommen und Menschen die planen lieber.

            Ich hab mir mein Lebensplan schon mit gut 13 Jahren zusammen gesponnen und nahezu alles erreicht was ich mir damals in den Kopf gesetzt hab.

            Ausbildung>Berufserfahrung sammeln>ausziehen>Partner zur Familiengründung finden>nicht 25 aber auch nicht nach 30 mein 1. Kind bekommen>3 Kinder bekommen>vorher heiraten>bis 35 mit der Familienplanung abgeschlossen haben da ich keine Grannymama werden wollte die von anderen als die Oma gehalten würde.

            Den Plan zieh ich bis heute so durch und abgesehen das das 3. Kind fehlt weil ich noch beim bekommen vom 2. Bin... alles genauso erreicht. Ich wollt auch nie unter 18 eine Beziehung weil ich von überzeugt war das "Kindergartenbeziehungen" aufgrund geistiger Unreife gleichaltriger Jungs sowieso zum Scheitern verurteilt wäre und ich meine kostbare Lebenszeit nicht mit Lückenbüsern verbringen wollte. Wer nicht als potentieller Vater eigener Kinder in Betracht kam... wurde schon in der kennenlernphase ausgesiebt. Wer sagte keine Familie zu wollen oder damit in meinen Augen zu lange warten wollte... next! Wer verantwortungslos auftrat... kein eigenständiges Leben vorweisen konnte... selbst keine Lebensziele hatte und nur den Kopf mit Party machen und saufen voll hatte... war für mich so attraktiv wie ne Folienkartoffel! Selbst wenn derjenige aussah wie ein chippendale Tänzer!

            Und auch heute noch Plan ich in 3-5 jahresschritten was kommt. Realistisch von den Zeitspannen aber das hat was mit typenfrage zu tun. Nicht jeder steht auf Ungewissheiten im Leben und "Schaun wir mal" und gerade wenn sie ne Krankheit wie PCO hat. Ist es super je früher sie dem Wunsch nachgekommen denn sie wissen nicht wie lange das dauern kann. Wenn man da erst mit Ende 20 anfängt kann das schon zu spät sein. Ihren uterus kann man nicht mit einem völlig gesunden vergleichen.

            • Es gibt aber einen Unterschied zwischen "Pläne machen" und "in einer Traumwelt leben".
              Die TE weiß jetzt schon, wer die Trauzeremonie leitet, wie die Deko aussieht und was auf dem Buffet steht (sh. Thread in "Hochzeit"). Sie "weiß", dass das Kind dann 4 Monate sein wird und die Trauung im August stattfindet......Auch dass sich alle freuen, wer Pate wird usw.
              Ausserdem schreibt sie Briefe an ihr Kind , wie ich mittlerweile gesehen habe.

              Sie ist noch nicht einmal schwanger und ob ihr Partner in all diese Gedanken eingeweiht ist, darüber bin ich mir auch nicht so sicher.

              Ich denke, sie sollte erst einmal in der Realität ankommen und sich dann mit ihrer Zukunft auseinandersetzen.

              • Gut den Treat unter Hochzeit kannte ich nicht.

                Ja da hast du in gewissen Bereichen recht... was das Alter des Kindes angeht zum Zeitpunkt der Trauung wenn das wirklich nächstes Jahr angedacht ist. Denn selbst wenn man keine PCO hat, kann es regulär bis zu einem Jahr dauern bis man schwanger wird daher nur sehr semi planbar. Wenn's nach Planbarkeit von Kindern geht wäre mein 1. Kind ein Novemberkind... ist aber erst für März entstanden und beim 2. Hätte ich mir gerne ein Augustkind gewünscht (einmal weil Sommer und 2. Die Krippe fängt im September an ideal also)... naja gedacht das dauert diesmal sowieso länger weil Plansex mit Kleinkind nicht drin ist und der erst 5 Monate brauchte um zu sitzen... tja diesmal war's ein Schuss ein Treffer. Sprich man kann bereit sein für ein Kind. Das ist sie... Aber wann das Schicksal einem bestimmt wann der rechte Zeitpunkt ist... das kann manchmal ein sehr niederschmetternder langer Weg sein. Was das betrifft ist die "planung" wie du sie von ihr gelesen hast wahrlich naiv.

                Auch ob sich irgendwer freut oder nicht kann ich schwer beeinflussen.

                Allerdings glaub ich das sie die Hochzeit deswegen nächsten Sommer plant weil sie naiver Weise von ausgeht das es schnell klappt mit dem schwanger werden. Allerdings spricht sie davon die Behandlung im Februar zu starten. Dann wäre das Kind nicht 4 Monate sofern das direkt klappt sondern Max sie selbst im 4. Monat schwanger. Sollte sie nicht schwanger werden würde sie die Hochzeit nach hinten verlegen... offenkundig um den Stress mit ihrer Mutter nicht früher als nötig ausgesetzt zu sein.

                Ps. Schon seit ich ein Kind bin stell ich mir vor wie es sein wird Mutter zu sein. Wie wohl meine Kinder sein würden... etc. Es war immer mein Lebensziel Mutter zu sein/werden... ja wirklich alles davor diente nur als Grundlage für was größeres. Eher könnt ich auf in Urlaub gehen können verzichten aber ich sag ehrlich... ohne Kinder wäre mein Lebensplan nie lebenswürdig gewesen. Eigentlich auch ne kranke Einstellung sich darauf zu verbeißen. Und obwohl bei uns die kirchliche Trauung noch aussteht und kein Termin dafür da ist .. traumtänzeln mein Mann und ich heute schon was wir unbedingt haben wollen... Ich schau sogar nach Kleidern für den "wenn es mal soweit ist fall" träumen darf man ja... nur sollte man zwischen träumen und Realität durchaus ne Grenze ziehen. Das kann aber schriftlich oft schwer zum Ausdruck gebracht werden bis wohin man im wunschdenken drin ist und was man selbst als Planung definiert. ;-)

                • „Es war immer mein Lebensziel Mutter zu sein/werden... ja wirklich alles davor diente nur als Grundlage für was größeres.“

                  Der Text könnte von mir sein! 😊
                  Ich hab mit 14 immer gesagt dass ich mit 23 mein erstes Kind will.
                  Da ich meinen Mann aber erst mit fast 21 kennengelernt habe war ich dann doch „schon“ 25 beim 1. Kind.
                  Mein Plan hat immer 2 Kinder vorgesehen.
                  Jetzt bin ich 31 und halte das 3. Kind in meinen Armen. Und ein 4. ist nicht ausgeschlossen. 😅
                  Pläne ändern sich, aber der Grundwunsch ist geblieben und erfüllt worden. ❤️
                  Ich finde es also auch völlig in Ordnung in so jungem Alter Pläne zu schmieden.

                  • "„Es war immer mein Lebensziel Mutter zu sein/werden... ja wirklich alles davor diente nur als Grundlage für was größeres.“

                    Darf ich mal fragen, was du tust, wenn die Kinder dich nicht mehr brauchen?

                    • Darauf kommt es mir gar nicht an. Mir ist es völlig egal ob meine Kinder in 30 Jahren in fernen Ländern oder vielleicht auch nur in anderen Bundesländern Leben und somit zu weit weg sind für regelmäßige Kontakte. Ich würde es zwar gern sehen irgendwann auch Oma zu werden aber diese Entscheidung haben meine Kinder selbst zu treffen.

                      Mir geht es darum das ich es mind. Einmal im Leben miterleben wollte wie es ist ein Kind von der Schwangerschaft bis zur Selbständigkeit begleiten zu dürfen. Ich will meine Kinder gar nicht an mich fesseln wenn sie erwachsen sind. Was mich liebt kommt von Haus aus zurück und wenn es nur zu besuchen ist.

                      Ich will das miterleben und nicht verpassen weil unwichtigere Dinge vorher wichtig waren und dann ein Zonk "möööp" ruft und mir sagt "uterus vertrocknet... nix mehr mit kindern"... wenn meine Kinder groß sind... kann ich reisen... kann ich in hobbys aufgehen und mein Leben genießen. Und wenn ich mit 70 im schaukekstuhl auf der Veranda sitze.. auf ein erfülltes Leben zurückblicken. Denn was hat man persönlich erreicht durch berufliche Erfolge oder Reisen? Nix nachhaltiges... gut man hatte dann keine Verpflichtungen und war frei wie ein Vogel... Aber das gibt mir jetzt keine Befriedigung ein Luftikusleben geführt zu haben.

                      Ich bin ganz ehrlich. Wäre mir die Mutterschaft medizinisch verwehrt geblieben hätte ich mich wohl mit 40 erhängt oder anderweitig umgebracht weil kein Sinn mehr im Leben gesehen. Ich wäre so gar jemand gewesen. Der... hätte ich bis Mitte 30 kein passenden Partner gefunden... das auch über nen gefrierschrankpapa im Ausland machen lassen. Keine Kinder war für mich niemals überhaupt nur erdenkenswert gewesen. Das war und ist bis heute in meinem Lebensplan unverschiebbar integriert gewesen. Am Ende wäre mir egal ob nur ein Kind oder 10... Aber ein Kind war das Minimum was ich von meinem Leben erwartet habe zu erreichen. Im Alter wäre ich noch flexibel... in der Anzahl der Kinder auch... Aber niemals Mutter zu sein... Respekt für Frauen die das können oder auch ungewollt ertragen können. Ich könnte es nicht!

                      • Danke für deine ausführliche Antwort :-). Meine Frage sollte auch gar nicht beinhalten, dass man keine Kinder bekommen "soll", ich hab ja selbst zwei. Mir ging es nur um die Formulierung Muttersein als Lebensziel von Anfang an.

                        Viele deiner Sichtweisen finde ich sehr schön, auch bezogen auf deine Antwort an topfpflanze. Den Zusammenhalt, das Freigeben und eigene Meinung haben lassen - das kenne ich aus Teilen meiner Urfamilie leider nicht so und versuche das bei meinen Kindern besser zu machen.

                        Was mich ein wenig erschreckt hat und für mich so gar nicht nachvollziehbar ist deine Aussage zu möglichem Suizid, falls du keine Kinder hättest bekommen können, aber danke, dass du so ehrlich und mutig warst, das so zu sagen. Im Normalfall hätte ich daraus gefolgert, dass du jemand bist, der dann den Rest seines Lebens an seinen Kindern klebt und über das normale Maß hinaus zu seinem Lebensinhalt macht - scheinst du aber nicht vorzuhaben ;-).#pro

                        Wichtig ist doch, mit den Entscheidungen, die man (selbst) getroffen hat zufrieden zu sein, wie die im Einzelnen aussehen, ist zweitrangig, es sei denn, andere leiden darunter.

                        Reisen, andere Menschen und Sitten kennen zu lernen gehören auch zu meinem Lebensziel, das eine muss ja das andere nicht ausschließen. Und wenn jemand keine Kinder haben möchte, finde ich das auch okay - jeder wie er kann und möchte.

                        • Dein 3. Absatz! - NEIN um Gottes Willen. Ich hab weder vor in meinem Kind was zu therapieren, was ich selbst nicht hatte und mein Kind sozusagen die Reinkarnation meiner selbst darstellen soll die meine Ziele so umsetzt wie ich sie nicht umsetzen konnte oder das erreicht was mir verwehrt blieb. UM GOTTES WILLEN... Das wäre wirklich erschreckend, fänd ich ja selbst erschreckend wenn jemand solche Ziele hätte.

                          Sondern ich hätte nicht mit der Unerfüllbarkeit dieses Lebenstraums, Mutter zu sein, leben können. Auch wenn es natürlich ne harte Aussage ist. Ich sag auch auch ganz klar für mich. Die Tatsache das ich jetzt mein 2. Kind bekomm, würde mir in den unvorstellbaren Horrorgedanken, eines meiner Kinder verlieren zu können. Das eigene Leben retten weil ich dann noch ein weiteres hätte, für das ich weiterleben müsste. Ich könnt vermutlich auch keinen Sinn mehr im Leben finden, wenn ich diesen Faktor nicht hätte und mir das Schicksal aus unerklärlichen und hoffentlich nieemals eintretenden Gründen mein Mutterglück wieder rauben sollte. Ich könnte vermutlich aber so oder so nie wirklich über den etwaigen (und betont nie zu erhoffenden) Schicksalsschlag hinweg kommen, wenn ich jemals mein eigenes Kind zu Grabe trage müsste. Genauso wie ich es hätte nicht ertragen können niemals Mutter sein zu dürfen. Weil mir das Leben aus welchen Gründen einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

                          Ich hab immer gehofft und gebetet (und ich bin nicht wirklich gläubig) das ich Mutter sein darf und mir dieses Glück nie geraubt sein möge. Mir kann man alles im Leben nehmen und ich könnt mich an so ziemlich alles anpassen und mein Leben umstrukturieren wenn es vom Wunschweg abdriften sollte. Aber dieser Punkt der war in meiner Seele immer unerschütterlich und ohne Kompromisse verbunden.

                          Ich find es auch schön wenn ich reisen kann, im Grunde hab doch etwas in mir, dass Fernweh hat. Ja klar. Aber darauf ggf. verzichten zu müssen, vorrangig weil keine finanziellen Mittel dafür da sind (daran scheitert es ja in der Regel am häufigsten wenn man nicht dazu kommt), das wäre für mich absolut hinnehmbar ohne das mir etwas an der Lebensqualität flöten gehen würde. Wäre zwar schade, aber ich bin auch sehr genügsam, brauch nicht den größten Platz oder besonders viel Raum für mich selbst zum Ausleben und glücklich sein. Ich pass mich auch an finanzielle Wiedrigkeiten an und kann wenn nötig zum Survivalkämpfer werden, auch wenn das natürlich ebenfalls nix ist, was erstrebenswert ist. Aber ich könnte wenn benötigt. Mein persönliches Glück ist es Mutter geworden zu sein und bald sogar zweifach. Dafür bin ich unendlich dankbar das mir dieser Wunsch vom Leben erfüllt wurde.

                          Ich respektiere auch jeden der ander Lebenswege für sich sieht. Deswegen sag ich ja. Klar würde ich auch gerne mal Oma werden. Aber dafür trag nicht ich die Veranwortung. Vielleicht wollen meine Jungs auch gar nicht dieses Familienleben, selbst dann nicht, wenn sie mit ihrem glücklich sind mit uns. Meine Cousine liebt ihre Familie, will aber selbst keine Kinder sondern Karriere und Reisen. Daran ist nicht eines Sekunde auch nur etwas bemängelungswürdig. Kein Mensch sollte genötigt sein eine Familie zu gründen, der das nicht will, genauso wie keiner genötigt sein sollte darauf zu verzichten, weil der Partner das z.b. nicht möchte. Dann ist das der Falsche Partner aber nicht der Lebensstil an den man sich anpassen sollte.

                          Weil das mag jetzt total melancholisch rüber kommen. Aber ich für meinen Teil... hätte ich jetzt nicht meinen Sohn und bald meine Söhne... wofür genau lohnt es sich dann zum Leben. Wofür genau lebt man dann? Für MICH ist der Sinn des Lebens unweigerlich an eigene Kinder gekoppelt. Für andere, sind es andere Werte!

                          • Hallo Küken

                            Ganz ehrlich, es muss halt auch so einfache Personen wie dich geben.

                            Nur Mütter werden und das Leben ist ausgefüllt.

                            Natürlich.

                            Alle denen es verwehrt bleibt (und dies sind hier bei Urbia nun nicht wenige!) sollten sich mit 40 das Leben nehmen. Denn alles ist dann sinnlos.

                            Merkst du selbst eigendlich noch was du schreibst?!

                            Du interpretierst völlog falsch. Du spiegelst meine Einstellung zum Leben das was für MICH meinen persönlichen Sinn ausmacht mit dessen Verzicht ich allein nicht klar kommen würde... beziehst du auf jeden der zb ein unerfüllten Kinderwunsch hat. Das ist total übertrieben und überhaupt nicht im Ansatz das was ich damit gemeint hab. Ich bezieh meine Einstellung zum Leben nicht auf andere. Und ich zieh wahrlich den Hut vor jedem der sein Leben anpassen kann bei solchen essentiellen Rückschlägen. Und nein das kann nicht jeder. Dafür braucht es sehr viel Stärke und Lebenswille. Ich hätte die stärke nie mitbringen können. Da bin ich ehrlich zu mir und nach außen. Und es gibt so einige Frauen die sich nicht fangen können und keine Alternativen Ziele können darüber hinwegtrösten. Nicht jeder ist dann gleich radikal zu sich selbst. Die überwiegende Mehrheit wird nachvollziehbar neidisch und abwertend gegenüber jenen die das Glück haben was ihnen verwehrt blieb. Nur sehr wenige haben die Größe und Stärke ohne verbittert zu werden ein anderes Leben zu leben... eines ohne Kinder.

                            Ja ich bin einfach gestrickt. Gib ich auch zu... Ich muss mir mein Leben nicht kompliziert gestalten und bin mit einfachen Zielen wie dem Mutter sein zu dürfen bereits der glücklichste Mensch. Nix könnte je dieses Glück das ich hab nur ansatzweise erreichen.

                      (18) 14.11.18 - 14:01

                      Ist das ein Irrer Text. Ich bemitleide Dich für Deine Einstellung zum Leben. Ganz ehrlich: das ist so tief traurig.
                      Vor allem der Satz "Denn was hat man persönlich erreicht durch berufliche Erfolge oder Reisen? Nix nachhaltiges..."


                      Ich bin selbst Mutter und ich bin es gern und auch ist es bei mir Priorität Nr 1. Aber meine Rucksackreisen durch Vietnam oder meine Tour allein durch Südamerika . Mein Jahr in Australien. Meine beruflichen Erfolge, der Tag als meine Eltern beinahe platzten vor Stolz als sie meine Promotion in den Händen hielten mit der Widmung "Für meine Eltern". Der Tag an dem ich zum ersten Mal Fallschirm gesprungen bin. Der Tag als man mir meine erste Stelle als Führungskraft gab. Die vielen Monate die ich meinen Mann im Ausland begleitet hab und gesehen hab, was Elend ist und wie man helfen kann:
                      All das und so viel mehr ist selbstverständlich etwas , was man persönlich erreicht hat. Und zwar mehr als Kinder bekommen, denn das ist, sind wir mal ehrlich, jetzt keine große Leistung. Und selbstverständlich werde ich wenn ich alt bin und auf der sprichwörtlichen Veranda sitze an diese Dinge gerne denken und mich mit stolz daran erinnern.
                      Sich nur über das Mutter sein zu definieren ist traurig. Denn hätten alle so gedacht, wären wir nichts weiter als Tiere die keinen Fortschritt verzeichnen können.

                      Und Nur als Tipp: im Alter reisen und sei es mit 40 ist nicht dasselbe wie mit 20!

                      • Naja jeder definiert sein Leben und seine Lebensziele anders. Es gibt auch Menschen die können sich mit etwaiger Nichtelternschaft arrangieren und verschieben ihre Prioriäten und es gibt Menschen für die ist genau das der Sinn des Lebens... die Welt zu bereisen, Die Welt zu enddecken, die Karriere besonders hoch zu klettern oder oder oder.... Aber ein Leben das was für mich selbst so das essentielle, DER Sinn des Lebens (für mich) ist... ist es Mutter zu sein. Ich wollte auch nie NUR Mutter sein, ich wollte immer Beruf und Familie, aber nicht in Form von Karriere, sondern nur finanzielle Unabhängigkeit vom Staat und sich mehr leisten können als nur von der Hand in den Mund.

                        Für jeden ist der Sinn des Lebens ein anderer und ich finde nichts bemittleidenswert, wenn jemand für sich sagt, wenn er einen bestimmten Teil davon nicht erlebt, er sein Leben als weniger sinnig beschreibt. Für diese Person ist das dann auch tatsächlich so. Für meine Cousine wäre ein Kind vermutlich ein Weltenzusammenbruch, denn für sie ist der Sinn des Lebens genau das... Reisen, Karriere und vieles mehr... da hat ein Kind keinen Platz und das ist völlig legitim. Ich kenn sogar Frauen die sich nur deswegen haben sterilisieren lassen, damit ihnen ein Kind nicht genau in solche Pläne reinkommen kann. Diese Frauen verurteile ich mit keiner Silbe.

                        Ich bin vor meinem Mann und vor meinem Kind eher durch Nebel gelaufen immer auf der Suche nach Halt, das Ziel innerlich vor Augen aber nicht wirklich sehend wohin ich da laufe und nur zu hoffen das man sich gerade in die richtige Richtung bewegt und nicht ausversehen von seinem Ziel entfernt statt drauf zu zu laufen.

                        Jeder hat andere Ziele. Und ich könnte wenn ich 70 bin, nicht auf ein erfülltes Leben zurückblicken nur weil ich reisen konnte, weil ich ne Karriere hatte etc. das sind zwar auch Erfolge irgendwo... aber nix was mich irgendwann ins Grab steigen lässt mit der Zuversicht, Zufriedenheit gewonnen zu haben.

                        Und ich war auch gerne feieren und will nach meinen Kindern durchaus auch noch so einiges erleben. Aber vieles ist nach hinten verschiebbar. Nur Kinder kriegen. Das ist für Frauen zumindest an einen Zeitlichen Rahmen gebunden. Und mit 40 oder 60 würde ich keine anderen Reisen unternehmen als mit 20. Man blickt nur auf das was man dann erlebt weniger unvoreingenommen, weil mit 20 natürlich die Lebenserfahrung noch fehlt und man leichter und unbeschwerter mit den Eindrücken umgeht als mit 40. Aber ich wollte nie Fallschirmspringen... für mich sind das eher Reisen um Kulturen kennenzulernen die ich anstreben würde... und das kann ich mit 40 genauso wie mit 20 und vielleicht auch mit mehr Selbstsicherheit, weil man selbst anders auftritt im höheren Alter als als 20 jähriger Jungspunt der überall übern Tisch gezogen wird mangels Lebenserfahrung.:-p

                        (20) 14.11.18 - 15:46

                        „Und Nur als Tipp: im Alter reisen und sei es mit 40 ist nicht dasselbe wie mit 20!„
                        Und klappen muss das auch erst einmal.
                        Ich kenne leider zu viele Leute die „...wenn die Kinder groß sind“ dachten. Am Ende kam das Leben dazwischen und es ging nicht auf. Leider.
                        Auf die Kinder und ihre speziellen Bedürfnisse Rücksicht nehmen, sicher. Aber etwas komplett auf +15 Jahre zu verschieben, wäre mir viel zu riskant.

                        • Hierbei ist relevant was für ein eher verzichtbar ist. Kinder kriegen geht nicht uneingeschränkt bis irgendwann. Natürlich gibt's jene die wenn die Kinder flügge sind nicht mehr körperlich in der Lage dafür sind. Das tritt aber weit seltener auf mit ü 40 nicht mehr reisefähig zu sein... als mit ü 40 ohne Probleme schwanger zu werden. Ich kenn mehrere die bereits mit Anfang 30 Probleme damit hatten. Und wer mit ü 40 nicht mehr reisefähig ist... wäre noch weniger fähig in dem Alter die anstrengende Zeit vor allem mit Kleinkind zu überstehen.

                          Man kann nicht immer alles im Leben haben. Daher sollte man sich früh genug überlegen was einem selbst wichtig ist. Und eben nicht erwarten das zwangsläufig beides möglich ist.

                          Warum „verzichten“? Genau darum geht es. Dinge die man jetzt tun kann generell aufschieben, weil man Kinder hat, macht für mich einfach keinen Sinn. Egal ob man Kinder hat oder nicht, im Leben kann so viel passieren. Mehr als körperliche Beeinträchtigungen...

                          Letztlich kann man auch mit Kindern reisen. Haben und machen wir auch.

                    "Ich bin ganz ehrlich. Wäre mir die Mutterschaft medizinisch verwehrt geblieben hätte ich mich wohl mit 40 erhängt oder anderweitig umgebracht weil kein Sinn mehr im Leben gesehen."

                    Wie E!KEL!HAFT!

                    Hier lesen auch ungewollt Kinderlose mit, es ist November, es geht auf Weihnachten hin und du PLAPPERST in deiner unendlichen Naivität von angeblichem Selbstmord, den du bei Kinderlosigkeit begangen hättest. Widerlicher, ichbezogener und empathieloser geht es kaum noch.

                    • Darf man jetzt nix mehr sagen weil's irgendwer in den falschen Hals bekommt. Ich selbst hab ne Suizidgefährdete Jugend gehabt und weiß wo meine Grenzen lägen und das wäre eine gewesen. Man muss sowas nicht verstehen. Aber ich für meinen Teil bin kein Mensch der mit einem kinderlosen Leben hätte klar kommen können. Und ich kann jeden der ungewollt kinderlos ist aus tiefstem Herzen verstehen der keine Lebensfreude entwickeln kann weil sich die Gedanken fortwährend um das selbe Thema kreisen. Und genau deswegen ist es bei einer PCO Patienten nicht ratsam zu empfehlen noch zu warten nur weil sie erst 19 ist. Denn egal in welchem Alter. Mit dieser Krankheit ist es nie einfach wenn es um das Thema Kinderwunsch geht. Solche Empfehlungen sind ok bei jemandem ohne dieser Krankenvorgeschichte... Andere Situationen bedingen aber andere Sichtweisen. Und besser dann doch schneller als erwartet sehr jung Mutter werden als gar nicht!

                      Und wer diese bewundernswerte Kraft hat trotzdem sein Leben irgendwie lebenswert umzugestalten und das akzeptieren zu können. Da hab ich den tiefsten Respekt. Trotzdem ich hätte nie mit dem verzicht Leben können und nicht nur ich bin da so stark an eigene Kinder bekommen gebunden. Es gibt auch etliche die damit nie ganz klar kommen. Selbst wenn sie nicht direkt deswegen Suizidgefährdet sind. Aber nicht selten entwickelt so mancher eine verbitterte Lebenseinstellung. Und da es ihr um die Meinung anderer User zu dem Thema ging... komm ich nicht umher auch zu sagen warum waren in ihrem beschrieben Fall das ungünstigste wäre was sie meiner Meinung nach tun kann wenn sie selbst Mutter sein als essentielles lebensziel betrachtet.

                      Das ist doch deswegen kein Aufruf meinen Einstellungen zu folgen. Ich lass mir aber nicht den Mund verbieten. Auch nicht zu tabuthemen. Ich leide mit jeder Frau innerlich mit die auf dem Gebiet Probleme hat und ich kann jede Form von emotionalen Umgang damit verstehen und respektieren. Auch sehr heftige Einstellungen. Und kein Mensch wird weil jemand sagt er würde mit xyz so oder so umgehen m... gleich trittbrettfahrer spielen. Ich geh offen mit meinen Einstellungen um... Und meine Meinung ist meine Meinung. Ich fordere niemanden auf meine Einstellung zu teilen oder zu verstehen. Sondern ich sag lediglich offen und ehrlich... Ich könnte nie mit kinderlosigkeit klar kommen für mich hätte mein Leben dann keinen Sinn mehr. Daher bei so ner Krankheit lieber gleich als ggf nie!

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