Schwangerschaftsdepression?

    • (1) 27.11.18 - 23:33
      Yala

      Hallo zusammen
      Seit der Geburt meines Kindes vor drei Monaten habe ich mich mit meiner Familie (Eltern) sowie der Familie meines Mannes (Schwiemu und zwei Schwägerinnen) und mit meinem Mann zerschtritten. Dies jedoch aus verschiedenen Gründen. Der Streit mit der einen Familie hat überhaupt nichts mit dem Streit mit der anderen Familie zu tun. Ich muss dazu sagen, dass das Verhältnis zu meinen Eltern schon immer schwierig war und das es auch vor der Geburt schon Konflikte mit der Familie des Mannes gab. Aber nach der Geburt ist es quasi eskaliert.
      Es ist so, dass wir bereits ein Kind haben und nun ein absolutes Schreibaby dazugekommen ist. Es schreit wirklich ununterbrochen und in der Nacht kommt es alle 2-3h. Ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich habe seit 12 Wochen keine wirkliche Pause mehr gehabt. Der Streit mit meinem Mann ist deshalb, weil er zum einen seine Ursprungsfamilie verteidigt und zum anderen, weil er nicht verstehen kann, dass ich momentan nicht will, dass er am Abend nochmals weg geht. (Diese Woche drei Mal, dann jede Woche bis zu Heiligabend je zwei Mal pro Woche hätte er Termine. (Weihnachtessen etc.)) Wäre unser Neugeborenes ein pflegeleichtes Kind und ich hätte ab 20.
      00 Uhr Ruhe, wäre mir das echt egal. War ja früher auch nicht anders. Aber mit diesem Baby, dass ich manchmal wirklich am liebsten zurück geben würde, geht das einfach nicht. Ich brauche seine Hilfe. Als er mir heute Abend, nachdem unser Kind nach drei Stunden schreien, als ob wir es zu Tode quälen würden, endlich eingeschlafen ist sagte, dass er morgen Abend weg sei, habe ich nur noch Rotz und Wasser geheult. Dies kam in der letzten Zeit häufig vor, weil ich einfach keine Kraft mehr habe von diesem Schlafmangel. Zudem reagiere ich schnell sehr aggressiv gegenüber Mitmenschen, was den Frieden in der verkrachten Verwandschaft nicht gerade fördert. Mein Mann sagte mir daraufhin, dass es so nicht mehr weiter gehen könne, wenn er am Abend nicht mal für ein paar Stunden, das Haus verlassen kann. Ich bräuchte dringend Hilfe, da ich an einer Schwangerschaftsdepression leiden würde. Ich selber denke das jedoch nicht. Ich bin eigentlich überzeugt davon, dass es einfach davon kommt, dass ich seit 12 Wochen keine 10 Minuten Pause für mich gehabt habe. Hat jemand Erfahrung? Evt. Eine Schwangerschaftsdepression gehabt?

      • (2) 28.11.18 - 06:51

        Aus der Ferne lässt sich schwer beurteilen ob du zb. eine Wochenbettdepression hast.

        Was sich jedoch aus der Ferne beurteilen lässt, ist der Teufelskreis in dem ihr euch befindet.
        Du bräuchtest dringendst Unterstützung und Entlastung, scheinst aber mit aggressiven Ausbrüchen gerade jeden zu vergeaulen.
        Versuch dir Hilfe von aussen zu holen. Über deinen Arzt, Kinderarzt usw.
        Du schreibst nichts darüber wann und wie oft dein Mann zuhause ist. Bzw wie viel der Betreuung des Schreikindes er übernimmt.
        Stundenlanges Schreien ist pure Folter für die Umwelt, das darf nicht von einer Person alleine getragen werden, ansonsten sind Eskalationen leider ein großes Risiko.

        (3) 28.11.18 - 07:31

        Hol dir unbedingt Hilfe von außen! Schreiambulanz, Hebamme, Kinderarzt, Babysitter...
        Wir hatten auch ein Schreikind und mein Mann flüchtete, war ständig abends weg... Mit Vorwürfen und Aggressionen erreichst du leider nur das Gegenteil. Für mich klingt das nicht nach einer Depression, sondern als normales Verhalten bei Schlafmangel und Überforderung.

        (4) 28.11.18 - 07:32

        Wart ihr mit dem Kind mal in einer Schreiambulanz?

        Natürlich kann Schlafentzug und mangelnde Erholung zu einer Depression führen, das kann sogar recht schnell gehen. Das ist aber nicht der Punkt. An den Abenden, an denen Dein Mann zu Hause ist, sollte er Dir Zeit geben, Dich zu erholen und sich vorrangig um das Baby kümmern. Die Woche hat ja sieben Abende, da wäre es dann auch kein Drama, wenn er an zwei Abenden wegginge. Die Frage ist eben, kannst Du Dich in der Zeit wirklich erholen, wenn er das Baby nimmt? Das klingt nämlich nicht so.

      • (5) 28.11.18 - 08:34

        Es ist schon so, dass mein Mann hilft, wenn er nach Hause kommt. Das Geschrei habe ich aber trotzdem... deshalb von Erholung keine Spur. Wir sind zu zweit auch wirklich ständig dran am Abend, weil der grössere natürlich auch nicht schlafen kann, wenn der kleinere ständig schreit. In der Nacht hilft er mir gar nicht bzw. Nur wenn ich ihn wecke und darum bitte mal zu übernehmen. Er sagt, er höre es nicht. Aber so was kann man nicht überhören, wenn sogar die Nachbarn zwei Stockwerke unter uns deswegen nicht mehr schlafen können. Ich komme aus der Schweiz. Nach Schreiambulanzen habe ich gegoogelt. So was gibt es bei uns leider nicht.

        (6) 28.11.18 - 10:08

        Meine Große war auch anfangs ein Schreikind. Bei uns hat die Bauchlage geholfen und der Gang zu Osteopathen. Nach 7 Wochen war das nächtliche Schreien, dass immer gegen 20 h begonnen hatte weg.

        Wenn es bei euch keine Schreiambulanzen gibt, versuche es über den Kinderarzt oder eine Kinderklinik.

        Bei uns war die Ursache für das Schreiben Bauchkrämpfe.

        VG, Andrea

        P. S. Und ich finde es nicht ok, wie Dein Partner sich verhält. Nach einer Depression hört sich das für mich auch (noch) nicht an.

        • (7) 28.11.18 - 10:37

          Danke für deine Anregungen. Bauchlage haben wir bereits probiert, hat leider nichts geholfen. Beim Osteopathen waren wir nun bereits zum 3. Mal, bisher auch kein Erfolg. Bauchkrämpfe sind es denken wir nicht, die hatte der älteste Sohn und das war ganz anders.
          Ich habe selber bei uns in der Kinderklinik gearbeitet und nie mitbekommen, dass es sowas gibt. Aber das muss ja nichts heissen. Ich frage dort mal nach. Danke für den Tipp.
          Ja was mein Mann macht ist nicht ok, aber was will ich machen? Habe heute Morgen mit meiner Schwägerin telefoniert. Sie sagte mir, dass sie mit meinem Mann telefoniert habe und er ihr gesagt habe, er mache ja alles was er kann. Als ich ihr sagte, dass das nicht stimmt, musste ich mir anhören, dass ihr Bruder sie sicher nicht anlüge. Ja was will man da noch. Ich habe keine Energie mehr für solche Diskussionen.

          • (8) 28.11.18 - 11:01

            Pucken wäre vielleicht auch noch eine Idee.

            Ich würde versuchen den Großen für ein, zwei Nächte bei Freunden unterzubringen und selbst für ein, zwei Nächte ins Hotel zu gehen. Damit Du mal ausschlafen kannst.

            • (9) 28.11.18 - 12:36

              Pucken hat auch nichts gebracht, dass haben wir ebenfalls ausprobiert. Es gibt glaube ich nichts, was wir noch nicht versucht haben.

              Ja der grössere war bereits einige Tage bei meinen Eltern.
              Ins Hotel zu gehen klingt natürlich super. Aber ist natürlich auch nicht ganz billig und ich glaube da käme ich mir auch recht blöd vor.

      (10) 28.11.18 - 11:13

      Hallo Yala, ich glaube auch nicht, dass es eine Depression ist, aber ein Gespräch darüber mit Hebamme oder auch Frauenärztin schadet sicher nicht.

      Vielmehr glaube ich, dass Du einfach emotional am Ende seiner Kräfte bist. Ich habe auch zwei Kinder und bei mir war es beim ersten ähnlich. Er schrie bei jeder Gelegenheit und sowohl mein Mann als auch meine Eltern suchten den Fehler bei mir, weil ein normales Kind „doch nicht so sei“. Sie waren überfordert und jemanden zum
      Sündenbock machen, ist halt sehr viel einfacher, als aktiv zu helfen.
      Stillen und Tragen und meine angebliche Fixiertheit auf ihn sollen schuld gewesen sein. Bedürfnisorientiert und Osteopathie gab es doch früher auch nicht.
      Naja, heute ist er sehr klug und sehr empfindlich. Offen und lustig, aber eben auch schnell komplett überreizt und dann unbeherrscht. Heute sagen alle, dass ich wohl recht hatte. Auch weil unser Zweites Kind bei gleicher Mutter ;-) und gleicher Handhabe vom ersten Tag an fast durchschlief und sehr zufrieden ist.
      Aus dem ersten habe ich jedoch etwas gelernt, was Dir vielelicht auch hilft. Ich habe schon vornherein damit gerechnet, dass es wieder so schlimm wird und alles eingerichtet, so dass ich damit klarkomme. Dafür ist es auch bei euch nicht zu spät. Also klare Wünsche an den Partner. „Heute will ich die ersten fünf Stunden der Nacht schlafen. Also nimm bitte das Baby bzw. Reagiere selber und bring es mir nur zum stillen.“ sowas halt. Ich habe Kommentare von außen im Keim erstickt und mich nicht darauf eingelassen. Wenn jemand Unfrieden sucht, dann bitte woanders. Wichtig ist, denke ich, mit meinen Frieden zu bewahren. Ein Baby darf sich auch im Arm ausweinen während man auf dem Kindle dabei ein Buch liest. Manchmal muss man seine Kräfte einteilen, um nicht durchzudrehen. Ich war sehr viel ruhiger und bestimmter als in der ersten Situation und am Ende war es sehr viel entspannter. Vielleicht sogar das Baby. Ich würde deinem Mann die Freude lassen, hin und wieder wegzugehen, um selber Kraft zu tanken, aber danach solltet Ihr gemeinsam versuchen, Eure Kräfte zu schonen und auch mal glücklich als Familie zu sein. Der Streit mit den Eltern/Schwiegereltern legt sich dann bestimmt nach und nach.
      Alles Gute

      (11) 28.11.18 - 11:27

      "Der Streit mit meinem Mann ist deshalb, weil er zum einen seine Ursprungsfamilie verteidigt"

      Geht's noch? Er soll kapieren, dass IHR seine Familie seid. Mach ihm das klar!

      "und zum anderen, weil er nicht verstehen kann, dass ich momentan nicht will, dass er am Abend nochmals weg geht. (Diese Woche drei Mal, dann jede Woche bis zu Heiligabend je zwei Mal pro Woche hätte er Termine. (Weihnachtessen etc.))"

      Hat er da eine Wahl? In der freien Wirtschaft muss man sich ja auch bei den Chefs gut stellen. Überleg mal, was los wäre, wenn er seinen Job verliert!

      • (12) 28.11.18 - 12:41

        Ja wir sind seine Familie. Glaube mir wie oft ich ihm das schon zu erklären versucht habe...

        Nein es sind nicht solche Essen wie du meinst. Wenn es ein Geschäftsessen wäre, würde ich natürlich nichts sagen. Es sind aber ausnahmslos Termine, welche gut auch ohne ihn gehen. Weihnachtsessen mit seinen Fussballkollegen, Treffen mit Freunden um die nächste Städtereise zu planen (natürlich ohne mich), gemütliches Glühweintrinken mit Geschäftskollegen etc.
        Ja würde ich alles auch gerne. Ist nun halt so, dass ich es auch nicht kann und auch gar nicht will, weil ich ja eh fast im Stehen einschlafe.

    (13) 28.11.18 - 12:06

    hallo yala

    ich war in einer ähnlichen situation...
    nach der zweiten geburt.

    meine grosse war eineinhalb jahre alt und die kleine kam zur welt, ein richtiges schreibaby.
    ich hatte null zeit für die grosse geschweige denn für mich.
    meine hebamme riet mir in die craniosakraltherapie mit der kleinen zu gehen. ab da wurde es einwenig einfacher. nach vier monaten kam sie dann auch in die kita und ab da sah es dann nochmal ganz anders aus. die kleine war dann so ausgepowert...

    die kleine liess sich garnicht beruhigen. nicht im Kinderwagen, nicht im tragetuch, tragen auf dem arm half ebenfalls nicht. sie trank nie richtig, nur so wie sie lust hatte, und kaum war sie mit trinken fertig ging es weiter.

    was bei uns auch noch geholfen hat war ein dondolo.

    ablegen auf den boden half auch nichts. nur das tragen und wiegeln hat manchmal einwenig ruhe gebracht, aber ich konnte ja auch nicht nur mit der kleinen auf dem arm rumlaufen und wiegeln, da ja die grosse auch noch da war und auch was wollte.


    also zum schluss: bei uns hat also wirklich nur die cranio, das dondolo und rumtragen und wiegeln was gebracht.

    und für was mich viele verurteilt haben... ich habe die kleine immer wieder auf den boden gelegt und zuerst nur drei min schreien lassen und war halt einfach neben ihr und hab mit ihr geredet, wo die grosse dann auch mitgemacht hat. das waren dann auch so schöne momente, wo die grosse mega stolz war wenn dann die kleine ruhiger wurde, weils sie ihr helfen konnte.
    dann hab ich mal fünf minuten gemacht dann acht dann zehn und immer mehr. so gings dann immer weiter. bis sie sich dann auf dem boden wirklich wohl fühlte und ich dann auch mal mit der grossen eine viertel stunde bis halbe stunde auch mal was machen konnte.

    aber wirklich gut wurde es dann erst als sie kriechen konnte und dann laufen.

    ich hatte bei meiner kleinen immer das gefühl, da ist eine grosse seele in einem kleinen körper, der von selbst nicht vorwärts kommt, alles erreichen möchte, das aber nun mal am anfang noch nicht ging.
    und nun weiss ich es war wirklich so, sie hat ihren eigenen kopf, will alles selber machen, erfahren. alles ausprobieren, aber immer zuerst selber, wenn sie selbst merkt es geht nicht, dann holt sie mich oder meinen mann. sie wird nun bald zwei, ist aber schon mega s/s. zieht selber ihre stiefel an, einen arm der jacke, da hat sie dann mega freude daran, wenn es selber klappt.

    und zu dir, wenn dein mann da ist nimm dir zeit für dich auch wenn es nur fünf minuten sind. leg dich kurz hin. mir hat meditation geholfen und eine therapie bei einer psychologin, da ich am anfang das gefühl bekam, die kleine will mich als mutter garnicht, sie hätte garnicht zu mir gewollt...
    ich hab dann halt mal fünf bis zehn minuten meditiert, wenn mein mann da war und die zeit hatte mir diese zeit zu geben. mein mann arbeitet nur in der nacht. da war ich tag und nacht mit den kindern alleine.

    alles gute euch und kopf hoch es wird besser

    rede mit deinem mann, denn er weiss nicht wie du dich fühlst wenn du nicht redest. ich musste das auch zuerst lernen.

    ganz liebe grüsse

    bin übrigens auch aus der schweiz und habe auch nach schreiambulanzen gesucht und keine gefunden. war so enttäuscht.

    gibt aber sone mütterhilfe, weiss nicht mehr wie es genau heisst, aber da kannst du dir für betreuung hilfe suchen. oder Leihomas die kinder auch mal zum spazieren nehmen, kostenlos bis günstig. bei uns gibt es das in schaffhausen.

    • (14) 28.11.18 - 12:46

      Danke für deine Ratschläge.
      Ein Dondolo haben wir bereits. Das ist auch die absolute Rettung. Ohne diesen hätte ich echt schon längst die Schraube gemacht. Stundenlang sitze ich am Boden und wippe und wippe und wippe....
      Ja das mit der Cranio hat mir auch jemand empfohlen. Ich habe mir dann gedacht, ich mache das nicht zusammen mit der Osteopathie. Wieso weiss ich aber auch nicht. Vermutlich weil es mir selbst zu viel wird. Wobei ich ja alles machen würde, damit es endlich aufhört.

(15) 28.11.18 - 12:45

Wenn dein Mann drei abende die Woche für sich allein fordert, solltest du das mal auch von ihm verlangen - dann kann er sich das Geschrei mal antun und spüren, wie kräftezehrend das ist! Dz bust nucht depressiv, du bist völlig am ende! Und er sollte dich eigtl so gut es geht unterstützen!

(17) 28.11.18 - 13:36

Hey, fühl dich zuerst einmal gedrückt.

Ich kann dich verstehen, die Situation ist nicht einfach.
Ich hatte auch ein Schreibaby, es war so anstrengend, die kleine schrie und schrie und hörte nicht auf, Tag und Nacht brüllte sie.
Da es mein erstes Kind ist, kann ich mir nicht Vorstellen wie hoch die Belastung sein muss, wenn man noch ein kleinen Bewohner zuhause hat, der ja auch Zuwendung und Zeit braucht.
Such dir Entlastung! Hast du liebe Freunde, wenn du die Familie nicht fragen willst, die mal vorbei kommen können? Besprich das mit deiner Hebamme, wenn du eine hast, diese sind meist gut vernetzt und haben viele Anlaufstellen für Mütter.

Mit haben nach ein paar Wochen der Verzweiflung einige Techniken geholfen, um mich selbst wieder zu Erden. Atemübungen und diverse Meditationen, die unsere Selbstheilungskräfte aktivieren.
Vielleicht wäre das ja was für dich? Gerade, wenn die kleine brüllte wie am Spieß, saß ich mit ihr auf dem Gymnastikball und versuchte mich selbst zu beruhigen ( weil ich durch ihr schreien so in Stress geriet, dass ich die kleine noch nervöser machte) uns half es, es war zwar nicht gänzlich weg, auch noch lange nicht gut, aber doch deutlich besser.
Da ich mit der kleinen durch eine schiefstellung der Halswirbel zur Physiotherapie musste, wurde mir da ein guter Tipp mitgegeben und zwar mit einem Spielzeug die Konzentration der kleinen auf ihre Körpermitte zu lenken, dass soll bewirken, das sie langsam anfängt bei sich anzukommen und bei sich zu bleiben. So zwei, drei mal am Tag beim wickeln für drei Minuten. Irgendwann beginnen Babys auch die Fäustchen in der Körpermitte zu lenken und dort die Hände zusammen zu führen.
Wenn du merkst es ist ihr Zuviel, kannst du es in Wein paar Wochen ja nochmal versuchen.

Auch eine Feederwiege soll bei schreibabys Wunder bewirken, wir hatten keine, dafür hatten wir einen Gymnastikball, auf dem ich mit ihr wippte.

Du solltest auch versuchen den Streit mit deinem Mann aus der Welt zu schaffen, ich weiß, leichter gesagt, als getan. Aber es belastet dich zusätzlich und ärgert dich.
Vielleicht kann dein Mann nicht so gut mit einem schreibaby umgehen? Sucht die Flucht oder fühlt sich als Versager sein Kind nicht beruhigen zu können? Versuche zu ergründen warum er so oft außer Haus sein möchte oder war es schon immer so?
Mit einem Kind kann man nun mal nicht mehr das Leben führen, dass man mal hatte, jedenfalls am Anfang nicht, mit zwei Kinder ist es noch schwieriger, da müsst ihr als Eltern ein Team sein, Alleingänge von deinem Mann fände ich in der jetzigen Situation nicht so schön. Dir evl eine Depression andichten wollen, die du wohlmöglich überhaupt nicht hast ist da keine Lösung. Und selbst WENN du eine hättest, wäre es auch nicht die Lösung, dich an mehreren Abenden in der Woche mit deinem Problem allein zu lassen.
Wir alle brauchen mal eine Pause ganz klar, auch dein Mann natürlich, aber hier solltet ihr vielleicht darüber reden in welchem Maß es momentan (ist ja nicht für immer) machbar wäre die Freizeit zu gestalten ohne dich tatsächlich noch in eine Depression zu stürzen.
Hier würde ich dir raten, genauso ein Programm für dich aufzubauen um selbst mal raus zu kommen, dann bleibt dein Mann an diesen Tagen/ Abende mit den Kindern zuhause.
Und wenn du dich einfach nur bei einer guten Freundin mal zwei Stunden aufs Sofa legst oder mit ihr einen Film anschaust, wo dein Körper einfach mal die stresshormone runterfahren kann.

Schreib ihm doch mal einen Brief, schreib dir da mal alles aus der Seele, wie du dich fühlst, welche Ängste du hast und was du dir wünschen würdest ( aber bitte ohne Anklagen oder Anschuldigungen, dass geht dann wohlmöglich nach hinten los)

Ich verstehe das dich deine Schwiegerfamie ärgert, ich habe hier auch Exemplare, dass hat die Welt noch nicht gesehen, aber versuche diese Gefühle erstmal beiseite zu legen, sie kosten dich gerade viel Kraft. Soll dein Mann den Kontakt zu ihnen halten. Such bei Ihnen auch kein Verständnis, sie halten zu ihm und das wird durch nur mehr verletzten und ärgern. Versuche bei dir zu bleiben.

Ich hoffe ich bin dir nicht zu nahe getreten, ich weiß, jeder kann klugscheissern, wenn er gerade nicht involviert ist.

Lg

  • (18) 28.11.18 - 14:03

    Doch danke, du hast mir schon ein wenig geholfen. Einige der Dinge sprechen mich an und werde ich gerne ausprobieren.

(19) 28.11.18 - 14:37

Ich verstehe dich... Wenn du dein Baby auf dem Arm hast, versuche dich von ihm abzulenken, mit Gedanken. Denke über irgendein Tagesereignis nach, an das, was nicht mit dem Baby zu tuen hat, atme mit deinem Bauch, nicht mit der Brust. Ich verstehe, das ist alles andere als leicht. Aber das hat bei mir gut geholfen, das habe ic allerdings unbewusst gemacht. Vor kurzem habe ich einen Beitrag von einer Frau Fröhlich gesehen (wurde von einer lieben Urbianerin geteilt, im Babyforum👍) und habe viele Sachen wiedererkannt oder dazugelernt. Der ist, leider, sehr lang. Auch ich musste mir ein Paar Tage nehmen um den zu Ende zuschauen 😅 aber echt hilfreicher. Ich habe auch High-Need-Baby. Sie schrie viel, geholfen wurde mir nicht und laut meines Mannes, sollte ich sie schreien lassen. Das tat ich nicht, so war ich quasi alleinerziehend noch dazu mit 2 gestressten Hunden an der Backe. Ich verstehe dich.. Auch ich bin seit 7 Monaten unausgeschlafen, die kleine kommt alle 1,5 - 2 Std. Der Schlafmangel macht einen nervlich seeehr fertig, auch ich bin "aggressiv". Das sind aber Nerven, die man in das Baby steckt, für die anderen bleibt nichts mehr übrig, deshalb ist man wie eine tickende Bombe. Ich verstehe dich.. Das verstehen aber, leider, nur wenige.
Mehr kann ich dir, leider, nicht raten. Ich habe es, leider, nicht hinbekommen, mir eine Hilfe zu holen (Therapie o.Ä.). Vielleicht schaffst du es ja? Schaden wird es nicht.
LG und viiel Kraft

(20) 28.11.18 - 18:02

War er früher auch schon oft abends weg?

Erträgt er vielleicht das Schreien nicht und weiß sich anders nicht zu helfen? Rausgehen statt es an euch auszulassen?

Habt ihr Hilfe durch die Hebamme?
Gibt es bei euch Caritas oder ähnliches?
Das sind zwar nur Tropfen auf den heißen Stein, aber vielleicht ein bisschen was.


Ist das Abends weggehen nur der Auslöser und gar nicht die Ursache?
Z.B. dass er das Schreien nicht aushält und so gar nicht damit umgehen kann?


Von Schwangerschaftsdepression habe ich noch nicht gehört.
Eher von Wochenbettdepression.


Hast du die Möglichkeit bei Pro Familia anzurufen?
Dort gibt es oft Adressen für Stellen, die Müttern in der Schwangerschaft oder nach der Geburt unterstützen können. Caritas, Nachbarschaftshilfe oder sonstiges.

Top Diskussionen anzeigen