Abholberechtigung Schule für das Kind

    • (1) 08.12.18 - 17:40

      Hallo zusammen,

      Wir haben gemeinsames Sorgerecht und unser Kind lebt bei mir. Gerichtlich wurde dieses Jahr der Umgang geregelt. Alle 14 Tage ist er beim KV und er darf einen Tag gemeinsam in der Woche mit seinem Kind verbringen und es mir abends wieder bringen.

      Diese Woche habe ich von der Hortnerin erfahren, das er ohne mein Wissen eine Abholberechtigung für unser Kind in der schule abgegenen hat für seine Freundin.

      Ist dies erlaubt, kann er dies ohne mein Einverständnis machen? Hat jemand Erfahrungen damit? Die Hortnerin weiss es nicht.

      • Er hat Umgangsrecht und er hat Sorgerecht. Welches Recht bräuchte er denn deiner Meinung nach, welches du hast und er nicht, um sowas festzulegen? Ich schätze du hast auch Abholpersonen festgelegt, oder?
        Wenn dein Sohn alle 14 Tage unter der Woche beim Vater ist, wird er dann ja wahrscheinlich vom Vater in der Schule/vom Hort abgeholt. Kann ja sein, dass Papa da ab und an noch arbeitet oder gerade nicht kann. Ich finde es schon sinnvoll, dass es auch für die Umgangstage eine Ersatzabholperson gibt.

        (3) 08.12.18 - 18:10

        Für „seine“ Wochentage kann er das ohne Deine Zustimmung regeln und Freundin, Großeltern oder sonstige Vertrauenspersonen beauftragen.

        Sein Sorgerecht ist genauso viel wert wie Deins.

        Und Du kannst es nicht verhindern, dass Dir unliebsame Personen an „seinen Kindertagen“ mit Deinem Kind Kontakt haben und das Kind auch Sympathien für diese Personen entwickelt.
        Er kann sein Kind ganz normal in sein gesellschaftliches Leben einbeziehen, mit ihm Leute besuchen, auf den Weihnachtsmarkt, zu Feierlichkeiten - so wie Du es auch kannst. Und zwar ohne spezielle Information an Dich.

        Hallo!

        Natürlich darf er seine Freundin berechtigen, ebenso wie Du deine Tante berechtigen darfst, das Kind abzuholen.

        Es kann doch immer mal sein, dass er das Kind nachmittags vom Hort abholen will und den Nachmittag mit ihm verbringen, er aber gerade an dem Tag im Stau steht oder nicht pünktlich aus der Arbeit kommt. Da ist es doch nur nett, wenn seine Freundin den Kurzen vom Hort holt, damit der nicht warten muss.

        Er hat ebenso viele Rechte wie Du, nur weil das Kind mehr Zeit bei Dir verbringt, ist sein Sorgerecht kein Sorgerecht zweiter Klasse.

        • Versteht mich nicht falsch, grundlegend habe ich kein Problem damit, nur das es mal wieder ohne was zu sagen einfach so getan wurde. Zumal gerichtlich auch ausgemacht war, das wenn er auf Montage ist und seinen Wochentag nicht wahrnehmen kann, mir bescheid zu geben hat und nicht einfach die obhut ihr übergibt.


          Zudem habe ich noch diesen Artikel gelesen und weiß daher nicht was ich tun soll. Kv macht ja sonst weiterhin was er will.

          Es hängt nämlich nicht davon ab, ob das Sorgerecht beiden Elternteilen zusteht. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge regelt das Gesetz, dass alle Entscheidungen des täglichen Lebens von dem Elternteil getroffen werden, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat. Lediglich grundsätzliche Entscheidungen, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind (z. B. ob eine bestimmte Operation durchgeführt werden soll oder nicht), müssen die Eltern gemeinsam treffen. Das heißt also, dass derjenige Elternteil über die Abholberechtigung des Kindes entscheidet, bei dem das Kind vorwiegend lebt. Der andere Elternteil hat dies zu akzeptieren. Dies hat das Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen in einem Beschluss vom 01. Juli 2008 – 4 UF 39/08 entschieden.

          • (7) 08.12.18 - 18:52

            Es ist doch auch an seinen Tagen eine Entscheidung des täglichen Lebens und zwar allein seine.

            Du entscheidest ja auch nicht, was es bei ihm zu essen gibt, was gespielt wird, welche Ausfüge er an seinen Tagen macht und wer da dabei ist. Er muss Dir das auch nicht sagen. Kann selbstständig für Klamotten, Proviant etc. sorgen.

            Abholberechtigung heißt nicht automatisch er ist auf Montage und das Kind verbringt die Zeit ausschließlich mit der neuen Freundin.

            Beim lesen macht es den Eindruck, dass Du wenig kooperativ und sehr rechthaberisch mit der Lupe nach Problemen suchst, wo eigentlich keine da sind. Vielleicht solltest Du überlegen woran das liegt, dass Du auf Unbeteiligte sofort diesen Eindruck erweckst.

            Nein, das siehst du falsch. Entscheidungen des täglichen Lebens trifft der Elternteil, bei dem sich das Kind in diesem Moment aufhält. Also die dicke oder die dünne Jacke, Nutella oder Müsli zum Frühstück, holt das Kind die Oma aus dem Hort oder die Freundin.

            Es geht ja nicht darum, dass dein Kind jetzt von Freitag Abend bis Sonntag Abend alleine bei der neuen Freundin bleibt, aber mal ein paar Stunden sind völlig ok und auch durchaus förderlich für das Kind. Das soll ja auch zur neuen Partnerin seines Vaters eine gute Beziehung aufbauen.

            Du würdest doch auch keine Einmischung wollen, wenn du einen neuen Partner findest.

            Gemeinsam getroffen werden dagegen große Entscheidungen - etwa welche Schule ein Kind besuchen soll. Dabei geht es ja auch darum, dass man nicht wegen jedem Pups vor gericht muss.

            • Das ist nicht richtig.
              Die Alltagssorge beinhaltet zb auch die Beantragung eines Reisepasses ohne Zustimmung des anderen Elternteiles.
              Das kann nur der Elternteil tun, bei dem das Kind lebt, also der, der die Alltagssorge ausübt.

              Der Umgangsberechtigte Elternteil darf hingegen keinen Ausweis ohne die Zustimmung des anderen Elternteiles beantragen.

              • Ergo: es gibt dennoch Unterschiede.

                Jedoch gehe ich auch davon aus, dass der Umgangselternteil sehr wohl entscheiden darf, wer das Kind in seiner Zeit abholt!

                • (11) 08.12.18 - 21:34

                  Der Vater ist aber Sorgeberechtigter, nicht nur Umgangsberechtigter. Lies mal genauer.

                  Gewöhnlichen Alltag darf er an seinen Tagen regeln wie er will. Abholung von der Schule ist nichts besonderes, Alltäglichkeit.

                  • Auch mit gemeinsamen Sorgerecht isr es im Falle des Ausweises für das Kind so, dass obwohl es als „Alltagssorge“ zählt, nur der Elternteil bei dem das Kind wohnt, diesen beantragen kann.
                    Damit will ich sagen „Alltagssorge“ ist nicht gleich „Alltagssorge“. Zumindest nicht bei den Behörden.

                    • Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber wie oft beantragst du denn Reisepässe? Alle 10 Jahre? Und was machst du dann mit dem Pass? Außerhalb der EU verreisen?

                      Das hat schon ein anderes Gewicht als die Frage, wer das Kind ab und zu vom Hort abholt. Beim einen ist die Alltäglichkeit durchaus mit einem dicken Fragezeichen versehen, beim anderen völlig klar.

          Aber warum stört es dich denn, wenn sie ihn abholen sollte?

    Hallo,
    ich wollte meinen Partner auch als festen Abholer, wie zum Beispiel auch Oma und Opa, in der Kita hinterlegen. Dafür benötigte ich die Zustimmung vom Ex, da wir das gemeinsames SR haben. Er hat nicht eingewilligt, so dass ich meinem Partner, wenn ich mal nicht kann an meinen Abholtagen, eine handschriftliche Vollmacht mitgebe.


    VG

Top Diskussionen anzeigen