Vorfahrensuche

    • (1) 09.12.18 - 03:18

      Hallo zusammen!

      Meine Mutter und ich haben gestern Abend eine Doku über den zweiten Weltkrieg angesehen und uns danach ein bisschen unterhalten.

      Leider mussten wir Beide feststellen, dass sie zwar sehr viel über das Leben meiner Uroma und den Kindern (also meiner Oma und meine Großtanten/-onkel) im Krieg und auf der Flucht weiß aber nichts darüber wo mein Uropa überall stationiert war und wo er nach dem Krieg noch war.

      Es gab wohl Feldpostbriefe aber die sind auf der Flucht verloren gegangen, genau wie vieles Andere. Meine Oma war zum Kriegsende erst 5 Jahre alt und kann sich dementsprechend an nichts erinnern, vieles wird sie auch verdrängt haben.

      Nun habe ich überlegt das Archiv für Wehrmachtsunterlagen anzuschreiben und vielleicht so etwas herauszubekommen.

      Hat das jemand von euch schon gemacht und kann mir sagen wie lang die Wartezeiten sind (ich weiß, dass es unterschiedliche gibt aber mal so grob als Orientierung)?

      Außerdem würde ich gerne im Geburtsort meiner Oma recherchieren, ehemals Königsberg.

      Auch hier die Frage:

      Hat jemand damit Erfahrungen und war bei seiner Suche erfolgreich? An welche Stellen habt ihr euch gewandt?

      Danke für eure Hilfe!

      • Nachdem ich in über 2jähriger Arbeit den Stammbaum meines Mannes zusammen mit seinem Cousin erstellt hatte, versuchte ich das bei mir auch. Sinnlos. Ich bekam weder aus dem heutigen Tschechien noch aus Polen jemals Antwort. Hatte mich an die jeweiligen Landratsämter und Standesämter der Geburtsorte gewandt und die Briefe in deutsch und englisch verfasst, das Ganze zweimal.
        Die Stationierungen meines Vaters habe ich, da ich seinen Wehrpass habe. Ob Du von diesem Archiv Antwort bekommst, weiss ich deshalb nicht. Da würde ich evtl vorher erstmal anrufen. Kann mir vorstellen, dass sie das nicht tun aus Sorge, die Auskünfte landen in falschen Händen, keine Ahnung, einfach fragen. Viel Erfolg. LG Moni

      Versuch es Mal über das Deutsche Rote Kreuz, hat meine Mutter damals gemacht um rauszubekommen wo ihr Vater im Krieg gefallen ist. Man könnte es zwar nicht genau sagen aber so in etwa wann und wo. Das Ganze hat aber sehr lange gedauert.

      LG
      Visilo

      • Danke für deine Antwort und den Tipp!

        Da frag ich als erstes nach.

        Um Gefallene zu finden, ist der bessere Ansprechpartner der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Das DRK hat nur einen allgemeinen Suchdienst.
        Über die Kriegsgräberfürsorge konnte meinem Mann gesagt werden, wo sein Bruder begraben liegt in Russland. Allerdings wusste die Familie einen Städtenamen in der Nähe, das wurde ihnen im Telegramm der Todesnachricht mitgeteilt.

        An die TE: Ich würde bei der Kriegsgräberfürsorge fragen, ob der Name und das Geburtstag Deines Opas bekannt ist.

        LG Moni

    Hallo,

    ich habe mich vor Jahren mal an das Deutsche Rote Kreuz gewandt, um etwas über meinen Urgroßvater herauszufinden. Sie haben es versucht, waren aber erfolglos. Kann man also probieren.
    Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass du im ehemaligen Königsberg - heute Kaliningrad im russischen Staatsgebiet - nichts erreichen wirst. Ich bin dort kürzlich gewesen. Die russischen Behörden sind nicht kooperativ, wenn du als Deutsche irgendetwas wissen möchtest.

    Gruß, Lena

    Hi, es gibt online ein paar Seiten die sich auch speziell mit Ahnenforschung ostpreussen beschäftigen. Meine Großeltern stammen auch aus Königsberg. Auf einigen Seiten kann man gegen Gebühr kirchenbücher einsehen.
    Desweiteren bin ich bei My heritage registriert.

    Ob du Erfolg hast, kann man nicht sagen. Das kommt darauf an, wie viele Informationen es gibt. Die Mutter meiner besten Freundin kam nie sehr weit, mein Opa hat ziemlich viel herausfinden können über die Familie meiner Oma.

    Oft hilft eine Schuche vor Ort mehr, als wenn man Briefe schreibt. Alte Kirchenbücher können teilw. auch hilfreich sein.

    Mein Großvater hat damals auch von den Behörden Antworten bekommen - da muss man aber teilweise sehr ausdauernd sein. Es kommt wahrscheinlich darauf an, wie viele Informationen man den entsprechenden Behörden schon nennen kann, und wahrscheinlich auch, wie man sich präsentiert und an was für einen Mitarbeiter man gerät.

    Welche Behörden mein Großvater genau angeschrieben hat, weiß ich nicht.
    Ich würde alles ausprobieren, was irgendwie sinnvoll erscheint, bzw. anrufen, ob die Wissen, wohin man sich wenden kann.

    Hallo,

    hinsichtlich der Militärunterlagen kannst du dich an die

    - Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs in Freiburg (http://www.bundesarchiv.de/DE/Navigation/Meta/Ueber-uns/Dienstorte/Freiburg-im-Breisgau/freiburg-im-breisgau.html)

    - Deutsche Dienststelle (WASt) (https://www.dd-wast.de/de/startseite.html)

    wenden.

    Zu Unterlagen über die Herkunft der Großmutter könntest du dich an das Sächsische Staatsarchiv Leipzig wenden: http://www.archiv.sachsen.de/staatsarchiv-leipzig-2452.html. Dort ist die Zentralstelle für Genealogie angesiedelt.

    Bitte formuliere deine Fragen schriftlich, am schnellsten und einfachsten per E-Mail. Spontan am Telefon kann dir so einfach keiner Auskunft geben, da muss richtig recherchiert werden.

    Trage vorher Informationen zusammen, die ihr in der Familie habt und gib diese in deinen Anfragen weiter. Bearbeitungszeiten von über sechs Wochen sind dank Personalmangel leider üblich.

    Viele Grüße
    Heike

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