Kind und Oma

    • (1) 10.12.18 - 21:07

      Hallo Liebe Mädels
      Ich bin eine junge Mama aus der Schweiz und habe eine fast zweijährige Tochter.
      Ich arbeite einen Tag die Woche fix und manchmal noch einen zweiten.
      Die Kleine ist dann bei meiner Mutter.
      Ich bin sehr dankbar für diese liebevolle Betreuung. Das Problem ist dass die Kleine dolle weint wenn ich sie abhole und sie möchte am liebsten bei der Oma bleiben.
      Es ist jedesmal ein Drama....
      Könnt ihr mir einen Rat geben wie ich den Abschied besser gestalten kann?
      Für meine Mutter ist es jedesmal auch schwer Abschied zu nehmen und manchmal denke ich das macht es schwerer.
      Ich finde es aber schön dass sich die beiden so lieb haben und verstehen.
      Ich weiss nicht wie ich den Abschiedsmoment leichter gestalten kann.
      Danke für eure Hilfe!

      • (2) 10.12.18 - 21:15

        Hallo, wie wäre es wenn die Oma kurz vor der Abholzeit die Kleine schon anzieht, ihre Sachen zusammen packt etc. und an der Tür mit ihr wartet oder die Zeit nutzt und noch an die frische Luft geht. Dann brauchst du sie nur einpacken nachdem sie die Oma verabschiedet hat.
        Das geht natürlich nur wenn du nicht selbts noch bei deiner Mutter bleiben willst oder noch längere Schwätzchen halten willst
        ;-)

        • (3) 10.12.18 - 21:23

          Hallo Liebes
          Ja das werde ich gerne mal ausprobieren🙏🏻😃 bin für vieles offen.
          Manchmal bleibe ich noch da weil es eine Fahrt von 1 Stunde ist und dann nochmals 1 Stunde zurück🙈 Aber das mit dem Anziehen finde ich gut, könnte ja mit den beiden ein bisschen spazieren anstelle von Kaffee trinken.
          danke

      (4) 10.12.18 - 22:47

      Die Idee mit dem raus gehen und schon angezogenen sein, meiner Vorschreiberin finde ich gut. Vielleicht könnte die Oma sonst immer ein gleiches Ritual einführen, kurz bevor du kommst, so dass sie weiß, die Zeit mit Oma ist bald vorbei. Wenn du dann kommst, lass sie auf alle Fälle das was sie gerade macht noch fertig machen. Auch da. Bleib am besten immer noch gleich lang bei deiner Mutter und sage ihr vorher dass ihr dann jetzt bald geht. Wenn ihr den Abschied wirklich immer gleich gestaltet, kann ich mir vorstellen dass es besser wird. Oder sie darf etwas von Oma mitnehmen auf das sie aufpasst und die Woche drauf wieder zurück bringen muss. So etwas könnte auch ein schönes Ritual/Spiel sein.
      LG

      • (5) 11.12.18 - 08:39

        Das mit dem Ritual klingt gut und auch was mitnehmen und drauf aufpassen😃
        Daran hab ich noch nicht gedacht👍🏻
        das versuche ich gleich diesen Donnerstag🎉🙏🏻
        Ich könnte ja ein Spielzeug mitnehmen, meinst du das würde gut gehen? Eine Puppe?
        Oh ich hoffe es klappt🍀

        • (6) 11.12.18 - 12:12

          Eine Puppe die der Oma gehört und sie das dann mit nimmt? Ja das würde gehen, sie soll es halt mit der Oma verbinden und stolz sein dass sie darauf aufpassen darf, so dachte ich das. Viel Erfolg beim testen. LG

          • (7) 11.12.18 - 12:18

            Danke vielmals für deine Antwort, werde es ausprobieren.

            Ich frage meine Mutter was sie von sich mitgeben möchte und das kann sie dann mit der Kleinen Maus vereinbaren.

    (8) 11.12.18 - 00:08

    Das war in meiner Kindheit das gleiche : ich hab getobt und geschrien, wenn ich abgeholt würde von Oma.
    Allerdings würde ich von meinem Vater oft geschlagen und wir hatten generell sehr strenge Regeln was essen, TV, aufräumen etc anging zu Hause, während ich bei meiner Oma alles dürfte. Rede mal mit ihr, was sie dem Kind so alles erlaubt.

    • (9) 11.12.18 - 08:35

      Guten Morgen
      Ui das tut mir sehr leid für dich😔 ich hoffe du konntest diese schrecklichen Erlebnisse verarbeiten. Kinderseelen sind sehr sensibel und ich finde ein Kind zu schlagen oder psychisch schlecht zu behandeln das Schlimmste was es gibt. Kinder sind noch unschuldige Wesen und können sich nicht gegen Erwachsene wehren.
      Danke für deine Offenheit, sei gedrückt😘

      Bei meiner Mama darf meine Kleine länger Fernseh schauen und sie kriegt was Süsses und dazu kommt noch der Hund den sie sehr liebt und sie ist dort halt verwöhnter🙈
      Das ist ja auch in Ordnung für mich und sie soll es geniessen bei der Oma.
      Meine Mutter nimmt sich auch den ganzen Tag Zeit und unternimmt tolle Sachen mit der Kleinen, Zoo, Indoorspielplatz, Thermalbad etc....
      Zu Hause ist es halt so dass ich nicht jeden Tag mit ihr einen Ausflug machen kann,
      wir gehen täglich raus, einkaufen, Pferde besuchen, etc....
      Aber ich habe auch den Haushalt zu schmeissen und habe nicht 24h nur Zeit für sie, ich beziehe sie aber in alles ein und sie Hilft auch beim Kochen....
      Es ist für mich schwer sie jedesmal so traurig zu sehen wenn ich sie abhole😔
      sorry für den langen Text🙉
      danke dass du geantwortet hast😘

      • (10) 11.12.18 - 09:02

        Guten Morgen! Ja, ich habe das ganze recht gut verkraftet...ich glaube auch Dank meiner Oma, die da den Gegenpol gebildet hat...
        Ich weiß auch noch, dass meine Mutter sich mit meiner Oma massiv in den Haaren hatte wegen dem ganzen verwöhnen. Die Oma war da auch sehr uneinsichtig und aus einer späteren Perspektive weiß ich schon auch, dass sie es ein bisschen genossen hat, dass wir lieber bei ihr waren.
        Sprich mit deiner mama und bereits wenn die kleine merkt, dass es auch von Oma hier und da (zb bezüglich TV oder süßes) mal ein "nein" gibt, könnte es besser werden!

        • (11) 11.12.18 - 09:12

          Danke Liebes!
          Oh das muss schrecklich gewesen sein für dich, ich finde es sehr nett dass du so ehrlich deine Erlebnisse mitgeteilt hast.

          Das Verhältniss zwischen mir und meiner Mutter ist sehr gut und ich kann mit ihr über fast alles sprechen.

          Ich verstehe dass sie die Kleine verwöhnen will, sie ist der einzige Nachkomme und ich habe eine grosse Familie, alle Kinderlos bis auf mich. Ich spreche mal mit ihr über die Fernsehschaudauer und sie kriegt eine Milchschnitte als Zwischenmahlzeit am Nachmittag, bei mir gibt es halt „nur“ Früchte und ein Zwieback🙈

          Ich hoffe es wird besser mit dem Drama beim Abholen und dass die Kleine nicht mehr so dolle heult😔
          Danke für deine lieben Worte

          • (12) 11.12.18 - 09:30

            Sehr gerne! Ich drück dir die Daumen, dass es sich bessert! Hab als Kind nie verstanden, warum das meine Mutter verletzt, wenn ich so ein Theater mache. Als Kind hat man eben nur seine unmittelbaren Bedürfnisse vor Augen.

            • (13) 11.12.18 - 09:35

              ja da hast du recht. Das sage ich mir auch immer, die Kleine ist mein grösstes Wunder und ich will dass sie happy ist und sie so traurig zu sehen ist für mich nicht leicht.
              Vielleicht bin ich zu sensibel....

Hallo,
meine Kinder werden bei Oma praktisch genauso behandelt wie bei uns - trotzdem heulen sie Rotz und Wasser, wenn ich sie da abhole.

Oma bringt die Kinder inzwischen meist nach Hause - das klappt gut und ohne Theater. Aber das ist bei euch wohl zu weit? Meine Mutter macht das gern, weil sie auch unter dem Gezeter leidet...

Rausgehen mit Oma und dann - schon angezogen - ins Auto steigen wurde ja schon vorgeschlagen.

Bei uns hilft auch: über Zuhause schon mal reden. Fragen, ob Kuscheltier xy eigentlich noch auf dem Sofa sitzt. Welche Farbe hat noch mal der Fensterstern, den wir aufgehängt haben? Da kann man auch ein Ratespiel draus machen. Ziel: das Kind bekommt ein Bild von "Zuhause" und kann sich gedanklich darauf einstellen.

Viel Erfolg - sie heult ja, weil es so schön ist. Nehmt es als Kompliment für eure Betreuungslösung und versucht, ihr den Übergang zu erleichtern!

LG!

  • Hallo und danke für die Antwort

    Ja sie ist wirklich gerne dort und ich bin sehr dankbar dass sie so einen tollen Betreuungsort hat, ich kann auch in Ruhe zur Arbeit fahren und muss mir keine Gedanken machen, meine Mutter kümmert sich sehr liebevoll um die Kleine Maus.

    Ich werde es mit einem Ritual einführen versuchen und hoffe der Abschied fällt dadurch ein bisschen leichter.

(16) 11.12.18 - 12:48

Liebe Daisy,

es ist schwierig, hier einen Rat zu geben. Dieser Abschiedsschmerz ist traurig und nervig zugleich.
Bei Oma ist halt alles anders und besser. Ich kenne das aus meiner Kindheit.
Jetzt bin ich selbst Oma von zwei kleinen Kindern. Die 2,5jährige wohnt fast 300 km entfernt und ich habe sie einmal im Monat für drei Tage bei mir. Bis vor Kurzem war alles gut. Jetzt versteht sie es und das letzte Mal war auch hier Drama. Wir haben sie nach Hause gefahren und dort angekommen, hat sie nur geweint. Auch wenn wir Videotelefonie machen, weint sie jedesmal. Mittlerweile graut mir davor. Wenn ich alleine bin, weine auch ich. Niemals vor dem Kind! Ich habe schon wieder Tränen in den Augen.

Es wird besser werden, aber bis zum Schuleintritt wird das so bleiben. Bei mir halfen auch keine Ablenkungsmanöver.

Leider starb meine heißgeliebte Oma als ich 19 Jahre war. Ich brauchte psychologische Hilfe, denn ich wollte nicht mehr weiter leben und habe aufgehört zu essen.

Wir erzählen ihr immer, dass es doch bei Mama und Papa so schön ist und sie doll vermisst wird. Da geht's einigermaßen.

Ich habe sie mit ihrer Mama über Weihnachten 10 Tage da. Ich will noch gar nicht über den Abschied nachdenken. 😖

Liebe Grüße, Hella

  • (17) 11.12.18 - 13:31

    Hallo Hella
    Oh danke für den rührenden Text💕
    Das hast du ganz süss und ehrlich geschrieben!
    Ja ich verstehe meine Kleine und ich verstehe auch meine Mama, die beiden lieben sich auch doll😊
    Ich hoffe auch dass es besser wird wenn sie noch mehr versteht....

    Kann dich gut verstehen dass es dich schon graust wenn du an den Abschied denkst😔
    Aber ich muss auch sagen es ist schön so geliebt zu werden und dass die Kinder sich so freuen einen zu sehen🍀

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