Geburtstag des verstorbenen Vaters

    • (1) 11.12.18 - 20:13

      Guten Abend,

      mich würde einmal eure Meinung und eure Sichtweise interessieren.
      Und zwar geht es um meinen verstorbenen Vater (dieser verstarb vor 4 Monaten). Er hätte heute seinen 70.Geburtstag feiern dürfen. Leider kam es ja nicht mehr dazu.

      Für meine Mutter und mich war es ein schwerer Tag. Wir haben Blumen und eine Kerze an sein Grab gestellt. Ich schlug vor, dass wir Kaffee trinken und Kuchen essen-in Erinnerung an ihn und wollte eigentlich meinen Bruder dazu einladen.
      Da es meiner Mutter die Tage aber zunehmend schlechter ging, haben wir uns geeinigt, dass wir es lassen mit dem "Beisammen sein", also meine Mutter und ich einigten uns darauf.

      Jetzt haben wir irgendwie den ganzen Tag darauf gewartet, dass mein Bruder sich mal meldet bei meiner Mutter. Oder nach der Arbeit vorbei schaut... Ist nur 5km entfernt.
      Aber nix kam. Das hat uns schon etwas traurig gemacht, ehrlich gesagt.
      Es wirkt halt so "vergessen".

      Mein Mann hatte sich einen Termin heute nach der Arbeit gemacht. Friseur und dann mit Freunden treffen.
      Auch das finde ich irgendwie unpassend.

      Ich bin über beide ein wenig enttäuscht. Werde es ihnen aber auch noch mal bei Gelegenheit sagen.

      Nun würde mich mal interessieren, hebe ich dieses Datum zu hoch?
      Würdet ihr an meiner/unserer Stelle auch enttäuscht sein?
      Wie habt ihr solche" besonderen Tage" verlebt... Also, wenn ein nahes Familienmitglied verstarb.
      Einfach so den Tag hinter euch gebracht, ignoriert, etwas besonderes gemacht?

      Vielen Dank für eure Meinung.
      Gruß, Mery

      • (2) 11.12.18 - 20:21

        Zum einen trauert jeder anders und ich finde es auch wichtig zu akzeptieren, dass das so ist.

        Außerdem sollte man auch über einen Gedanktag sprechen, es liest sich etwas so, als ob Du das erwartest, aber nie irgendwas gesagt hast. Zu mindest zu meinem Mann hätte ich gesagt, dass es Dir wichtig ist, dass er an dem Tag zu mindest dieses Jahr nicht ganz normal Alltag macht, sondern abends für Dich da ist.

        Bei deinem Bruder hilft wohl auch nur nachfragen. Nur weil er sich nicht bei Euch meldet, heißt es ja nicht dass er nicht an den verstorbenen Vater denkt. Sicherlich wäre es schön gewesen die Mutter zu fragen wie es ihr geht. Aber vergessen heißt das doch noch lange nicht.

        Mein Opa ist zwei Monate vor dem 85 Geburtstag verstorben und an seinem Geburtstag sind meine Mutter und ihre Geschwister, sofern sie Urlaub bekommen haben, teilweise auch die Ehepartner mit meiner Oma zu einem Gottesdienst gefahren (in eine Klosterkirche in der Nähe in die auch meine Großeltern gerne hin und wieder zum Gottesdienst gingen) und danach zum Friedhof und sie waren Mittagessen zusammen. Wir Enkel waren da aber nicht dabei.

        • (3) 11.12.18 - 20:30

          Ja da hast du schon Recht. Ich habe weder meinem Bruder noch Mann etwas gesagt und kann dieses natürlich auch nicht erwarten. Das ist mir klar.

          Und auch, dass jeder anders trauert. Das soll auch so sein und ist gut so.

          Es stimmt schon, dass ich es erwartet habe. Zumindest, dass mein Bruder sich wenigstens bei meiner Mutter meldet. Sie tat mir halt besonders Leid.
          Ich weiß, nur weil ich so denke, muss das kein anderer tun.
          Daher ist es auch gut für mich andere Meinungen und Erfahrungen zu lesen. Danke.

          Das ist eine schöne Geste gewesen für deinen Opa.
          Ganz so "groß" habe ich es ja nicht erwartet. Aber für deine Oma sicher eine tolle Stütze an diesem, für sie sicher schweren, Tag.

          #winke

      (4) 11.12.18 - 20:32

      Hi du,

      kann dir nachempfinden, auch wenn mein Papa schon vor 13 Jahren gestorben ist.
      Der Geburtstag bleibt natürlich etwas Besonderes, vor allem für meine/deine Mama.
      Da ich 700 km von daheim weg wohne habe ich anfangs immer eine Kerze angezündet vor einem Bild von ihm und vom Grabstein und natürlich habe ich an diesem Tag auch bei meiner Mutter angerufen, allerdings habe ich das Thema Geburtstag vermieden.

      Dein Bruder allerdings ist nunmal ein Mann, genauso wie dein Gatte, sie vergessen Geburtstage vermutlich meist sowieso und möglicher Weise ruft zumindest dein Bruder aber auch nicht an, um nicht unnötig in Wunden zu bohren.

      Natürlich würde auch ich es bei Beiden ansprechen, aber vorwurfsfrei und mit der Bitte, ob man es im kommenden Jahr anders machen könnte.

      Wunden verheilen mit der Zeit, auch wenn es jetzt noch unvorstellbar ist, aber die letzten 3 oder 4 Jahre habe ich zwar meine Mutter angerufen zu Weihnachten, aber das mein Papa einen Tag zuvor Geburtstag gehabt hätte ist mir erst im Nachhinein eingefallen, dann kam kurz das schlechte Gewissen. 13 Jahre ist echt lang, er hat weder meine Hochzeit, noch 4 von seinen 5 Enkeln kennenlernen dürfen, einfach nur traurig.

      Wünsche euch alles Gute 🍀 ❤️

      • (5) 11.12.18 - 20:44

        Danke dir für deine lieben ehrlichen Worte.

        Eine Kerze vor seinem Bild anzünden ist eine schöne Idee, die mir auch schon gekommen ist.

        Es stimmt schon. Es sind Männer. Aber dennoch finde ich, dass man an Geburtstage denken kann. Naja. Gut, das ist ein Thema für sich.
        Nein. Einen Vorwurf mache ich nicht. Aber ich möchte schon sagen, dass ich es etwas schade fand und das man doch solche Anlässe vielleicht nutzen kann um sich zu sehen.
        Das mit den "Wunden aufreißen" schließe ich aus. Aber danke für den Gedanken.

        13 Jahre. Das ist wirklich eine lange Zeit. Es tut mir Leid, dass er bei diesen wichtigen Ereignissen nicht dabei sein konnte.
        Da bin ich sehr dankbar, er konnte seinen Enkel nämlich noch kennen lernen, starb dann 4 Wochen später. Traurig, dass meine Kinder nicht mit ihm aufwachsen bin ich dennoch. Aber wem erzähle ich das?!?
        Die Zeit heilt wohl Wunden und die Gedanken werden sich ändern.
        Dein Papa wird sicher nicht nur an seinem Geburtstag in deinen Gedanken sein.

        Alles Gute ebenfalls für dich und deine Familie.

    (6) 11.12.18 - 20:41

    Hallo, warum hast du deinem Bruder nicht einen Wink gegeben? Deiner Mutter zuliebe. Oft haben's Männer nicht so mit Daten. Ich denke nicht, dass sie es böse gemeint haben. Sie waren wahrscheinlich so gefangen in ihrem eigenen Leben gerade, dass das Datum untergegangen ist.
    Ich würde es ansprechen, aber kein Fass aufmachen.
    VG

  • (7) 11.12.18 - 20:54

    Jeder geht anders mit seiner Trauer um - und man sollte an niemanden in dem Sinne Erwartungen stellen.

    Ich weiß, das sowas schmerzhaft ist. Ich habe vor fast vier Jahren meinen großen Bruder verloren. Er war für mich in der Kindheit meine hauptbezugsperson. Ich denke zwar an seinem Todestag an ihn, aber so richtig gedenken mache ich auch an seinem Geburtstag. Aber da ich weiß, das mein Bruder nicht gewollt hätte, das ich deprimiert irgendwo rum sitze, gehe ich dennoch meinen üblichen tageswerk nach. Aber ich mache auch etwas besonderes - esse ein Stück Kuchen für ihn, höre seine Musik oder schaue einen seiner liebsten Filme. Ich mache das für mich und ihn alleine. Mein Mann muss nicht mitwirken, obwohl er auch viel Zeit mit ihm verbracht hat. Und ich nehme ihm das auch nicht krum. Denn jeder begeht solch einen Tag anders.

    (8) 11.12.18 - 21:39

    Hm, ich glaube auch, dass deinem Bruder und deinem Mann diese Erwartungshaltung von dir gar nicht bewusst ist.
    Ich gedenke still immer den Geburtstag meines Vaters, keine Ahnung wie mein Bruder und meine Mutter mit dem Tag umgehen. Da es kein Grab mehr gibt, zünde ich hier eine Kerze an und "spreche" mit ihm. Manchmal habe ich auch mit meiner Oma telefoniert und über ihn gesprochen. Aber nur weil ich bei ihr das Gefühl habe, dass ihr das auch hilft. Für die anderen Beiden scheint mir diese Form des Gedenkens wenig hilfreich. Da ist vieles noch unverarbeitet und ich kann diese Last nicht mittragen. Daher bleibe ich mit meiner Trauer lieber alleine. Vielleicht geht es deinem Bruder ja auch so?

    (9) 11.12.18 - 23:33

    Mein Papa ist auch tot, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag verstorben. Ich habe die ersten zwei Jahre meine Mama unterstützt, aber das war nicht meine Vorstellung von trauern - ich mach das gerne für mich, alleine oder bei meinem Mann. Aber generell sind die Geburtstage für mich nicht sooo wichtig, die Trauer überrollt mich in ganz anderen Momenten, zum Beispiel bei einem bestimmten Lied, wenn ich mit seinen Hobbies konfrontiert werde, wenn mir seine Sprüche in den Sinn kommen... mal ist mir dann zum lachen, mal zum heulen zumute - aber es sind immer meine Gefühle und darüber zu reden und dann gemeinsam zu trauern tut mir einfach nicht gut.

    (10) 11.12.18 - 23:59

    Ich werfe mal in den Raum, dass vor allem Männer häufig solche Daten nicht im Kopf haben.

    Mein Mann würde jeden Geburtstag vergessen, wenn ich ihn nicht erinnern würde. Da steckt manchmal nicht mehr dahinter.

    (11) 12.12.18 - 11:08

    Hallo,

    jeder Mensch geht anders mit der Trauer um. Und vielen hilft es mit dem Alltag und dem Leben weiter zu machen. Ich weiß, daß viele meiner Verwandten sich im Falle ihres Todes wünschen, daß wir unser Leben normala weiterleben.
    Für dich und deine Mama ist dieses Datum wichtig. Und wenn du nicht über deine Erwartungen mit den Männern gesprochen hast....was sollen sie denn tun? Und warum ist es unpassend trotzdem zum Friseur zu gehen und sich mit Freunden zu treffen? Soll man allein oder nur mit der Familie an diesem Tag zusammen sein?
    Ich habe meine eigenen Rituale damit umzugehen. Meist habe ich mich in Arbeit verkrochen, weil sie mir Halt gab und ich eine Aufgabe hatte.

    LG
    Affäre

    (12) 12.12.18 - 12:35

    Jeder geht mit Trauer anders um.

    Manche gehen am Geburtstag des Verstorbenen zum Grab.
    Andere melden sich bei den Angehörigen.
    Andere denken leise für sich daran.

    An meinen Onkel denke ich jedes Jahr, seit vielen Jahren. Meiner Tante rufe ich deswegen aber nicht an. Ich weiß, dass es schwer ist für sie. Würde ich mich melden, wäre es noch schwerer. Wir haben darüber mal gesprochen.

    (13) 12.12.18 - 13:01

    Hi Mery,

    mein Beileid zu Deinem Verlust. Es ist immer schwer, einen so wichtigen Menschen zu verlieren.

    Wie man damit umgeht ist extrem individuell. So zumindest meine Erfahrung.

    Wir haben sehr tragisch ein junges Mitglied unserer Familie verloren. Für diesen Mensch tut die ganze Familie sehr viel für die Erinnerung. Am Todestag treffen sich alle im Andenken an diese Person. Am Geburtstag sind wir am Grab. Wir sprechen aber auch viel darüber,obwohl der Verlust inzwischen mehrere Jahre her ist. Wir wollen das fehlende Familienmitglied nicht in Vergessenheit geraten lassen.

    Kennst du das Lied "Silvester" von Alex Diehl? Ich finde es sehr auf den Punkt. An Silvester trinken wir übrigens auch einzeln auf alle, die wir vermissen.

    LG und ganz viel Kraft

    (14) 12.12.18 - 15:19

    Liebe Mery,

    es tut mir sehr leid dass du deinen Papa verloren hast.

    Ich kann auch verstehen dass du traurig bist, wie der Tag abgelaufen ist. Aber nicht jeder reagiert in solchen Situationen gleich.

    Vor 8 Jahren ist mein Kind in der 38. SSW tot zur Welt gekommen. Alle waren sehr geschockt und traurig. Natürlich auch meine Mama, die Oma. Seitdem ist natürlich auch der Geburts- und Todestag ein trauriger, aber besonderer Tag. Wir gehen zu Grab, die beiden Patentanten zünden Kerzchen an, kommen vorbei oder schreiben mir ein paar liebe Zeilen. Auch Freunde und Kollegen, die daran denken sagen mir jedes Jahr ein paar Liebe Worte. Nur meine Mama hat sich in den 8 Jahren nie an diesem Tag bei mir gemeldet. Meine Schwägerin (eine der Patentanten) hat sie dann mal drauf angesprochen und meine Mama sagte ihr, sie wolle mich an diesem Tag nicht noch trauriger machen. Als meine Schwägerin dann meinte, ich würde mich sicher darüber freuen, sagte meine Mama, sie könne das einfach nicht. Ich habe das so akzeptiert und habe nie was dazu gesagt. Ich weiß dass meine Mama an den kleinen Engel denkt, mich und ihn sehr lieb hat, ich finde auch immer mal Blümchen von ihr am Grab. Aber sie kann nicht mit mir darüber sprechen oder mit mir zum Grab gehen.
    Mit Sicherheit ist dein Bruder auch traurig, aber vielleicht kann er es auch nicht so zeigen, hat Angst davor dass geweint wird, die Mutter verzweifelt ist oder was auch immer.

    Und deinem Mann einfach sagen: ich brauche dich an dem und dem Tag. Bestimmt hat er nicht gedacht dass seine Anwesenheit nötig ist.

    Alles Liebe, Tina

    Mein Beileid zu deinem Verlust.

    Ich kann dich verstehen, aber auch deinen Bruder und deinen Mann.
    Für dich ist der Verlust noch neu und an Geburtstagen denkt man eben mehr dan den geliebten Menschen. Zumal es ja noch nicht so lange her ist.

    Für deinen Bruder ist der Geburtstag kein Thema, weil der Tag auch sicher zu Lebzeiten deines Vater eher ein "Pflichttermin" war, als ein freudiges Ereignis. Bei deinem Mann wird es nicht anders sein. und dann die Sache nach dem Tod so hoch zu hängen finde ich nicht notwendig. Ich denke jeder trauert so, wie er es für richtig hält und ja, da kann man an so einem Tag auch zum Frisör gehen.

    Zumal ja du eine ganz anderen Verlust hattest, als dein Mann.

    (16) 12.12.18 - 16:26

    Mein herzliches Beileid! Ich finde aber, dass du dich ein wenig zu sehr rein steigerst. Wenn du mit deiner Mutter zum Grab gehen möchtest ist das gut so. Dein Bruder trauert aber vielleicht auf eine ganz andere Weise! Oder, er hatte einfach weder die Kraft noch den Mut den Tag mit seiner traurigen Mutter zu verbringen. Und dein Mann? Der hat "nur" den Schwiegervater verloren und vielleicht einfach keinen Kopf dafür. Sterben ist etwas alltäglich und natürliches, leider. Nicht jeder will deswegen eine Zeremonie abhalten wenn es um den Geburtstag geht. Wie gesagt, ich kann dich verstehen und finde es toll, dass du deiner Mutter so beistehst. Aber die beiden Männer können das vielleicht nicht und zünden dafür in den nächsten Tagen eine Kerze an!

    (17) 12.12.18 - 19:50

    Mein Vater ist auch vor 4 Monaten und 2 Tagen gestorben. Und 14 Tage nach seinem Krebstod wäre er 80 geworden. Da da alles noch so frisch war, hatten wir alle, mein Mutter, mein Bruder samt Familie und wir das Bedürfnis, uns gegenseitig Trost zu spenden, d.h. wir sind tatsächlich sehr schön essen gegangen. Es war alles zugleich, schön, traurig, beklemmend. Natürlich flossen auch Tränen, v.a. bei meinem Ältesten (15), der an dem Abend erst aus dem Sommerurlaub zurückkam und vom Tod seines Opas erfahren hat.
    Uns war es wichtig, den Tag zusammen zu begehen. Wäre es "schon" 4 Monate her, hätten wir das sicherlich nicht so groß "gefeiert". Aber natürlich hätten wir irgendwas gemacht, also meine Mutter und ich, mein Bruder wohnt 400 km weg. Aber er hätte auf jeden Fall angerufen, das ist das Mindeste!

    LG und Kopf hoch (meiner Mutter geht es grad auch wieder richtig schlecht)

    (18) 12.12.18 - 21:01

    Hallo,
    Mein Papa ist im Mai 2017 verstorben. Wir mussten nun schon zwei seiner Geburtstage ohne ihn verbringen. Meiner Mutter, meinen Schwestern und mir sind solche Tage auch wichtig und deshalb verabreden wir uns schon Wochen im voraus. Selbst wenn es einer nicht so gut gehen würde, dann würden wir uns zu Hause treffen. Aber das wichtigste ist, wir reden darüber, alle Vier. Vielleicht war es deinem Bruder nicht bewusst? Ich denke, ich hätte ihn vor dem Geburtstag mal angesprochen, wie er sich den Tag vorstellt, auch um mal anzutasten, ob ihm der Tag auch wichtig ist. Ihm aber hinterher Vorwürfe zu machen, weil er deinen Erwartungen nicht entsprochen hat, finde ich nicht fair.
    Alles Gute für dich.

    (19) 12.12.18 - 21:13

    Mein Schwager (Bruder meines Mannes) verstarb plötzlich am 07. Januar 2014. Am 01.03. hätte er dann seinen 36. Geburtstag gehabt. Seine hinterbliebene Frau hat mit uns allen Kaffee Kuchen gemacht. Die ganze Familie saß ihm zu Ehren beisammen und es war für uns alle wichtig und hat sich richtig angefühlt.

    Verstehe aber auch, dass jeder anders trauert.

    (20) 13.12.18 - 04:30

    Es ist ganz spannend, mal die andere Seite zu lesen, denn bei uns in der Familie bin ich die jenige, die sich nicht am Geburtstag und/oder Todestag meldet, obwohl es meiner Mutter wohl lieb wäre. :-(

    Ich meine das nicht böse und versuche auch jedes mal über meinen Schatten zu springen - aber ich kann nicht. Ich will nicht. Dieses "Du musst heute, jetzt und sofort trauern" fühlt sich für mich so unheimlich falsch an.

    Natürlich trauere ich, auch heute (knapp 20 Jahre später) noch. Sehr oft sogar. Aber wie auf Kommando? #zitter

    Meine Mutter und ich haben sehr unterschiedliche Arten zu trauern. Es war damals schwer, da wir auch noch zusammen lebten. Ich glaube, in diesem Leben finden wir da nicht mehr wirklich zusammen. Vielleicht schaffe ich es aber nächstes Jahr mich zu verstellen, wenn es ihr so wichtig ist. #schmoll

    (21) 13.12.18 - 08:01

    Mein Beleid.

    Ich glaube das es sehr verscheiden ist, wie man solche Tage erlebt.

    Ich antwortete also nach meiner persönliche Meinung.

    Ja, Ich finde das Du dieses Datum zu hoch hebst. Für mich ist ein Geburtstag einen Tag den man feiert oder sagen wir Mal einen Tag wo man als Familie zusammen sitzt, solange das Geburtstagskind am Leben ist. Ist der Mensch tot, finde Ich es persönlich uninteressant wann sein Geburtstag war. Es sagt mir zum Beispiel auch überhaupt nichts speziell an diesen Tag zusammen zu sitzen um irgendwie in Erinnerungen zu schwelgen etc. Das tun ja manche, für mich ist es befremdlich.. Es wirkt nicht „ vergessen“, man braucht kein speziellen Tag um sich an einen Mensch zu erinnern und einen Mensch zu vermissen.

    Darum geht es bei Dir aber gar nicht glaube Ich. Es geht darum das Du enttäuscht von deinen Bruder bist, weil er sich nicht bei deiner Mutter gemeldet hat. Das kann Ich teilweise nachvollziehen. Es gibt aber auch Menschen die sowas sehr unangenehm finden. Vielleicht hat er gewusst das deiner Mutter dann erst recht anfangen würde zu weinen, wenn er anruft um über den speziellen Tag zu reden etc.. Dein Bruder hat bestimmt gewusst das Du bei ihr warst und hat dann nicht mehr großartig darüber nachgedacht oder er fand es unangenehm anzurufen.

    Das dein Mann nicht zum Frisör gehen sollte und sich nicht mit Freunden treffen sollte, weil sein verstorbenen SV Geburtstag hätte, verstehe Ich ganz ehrlich nicht, es sei das Du ihn darum gebeten hast, bei Euch zu sein an diesen Tag. Jeder Mensch trauert anders. Das man speziell an den Geburtstag trauern muss und das Leben stilllegen sollte an diesen Tag, verstehe Ich persönlich überhaupt nicht.

    Ich finde es persönlich unwichtig wann ein verstorbener Geburtstag hätte, vielleicht sieht dein Bruder es genau so. Ich verstehe aber das es für deiner Mutter ein schwere Tag war, weil die Erinnerungen an deinem Vater und an den vielen gemeinsamen Geburtstagen, dann hoch kommen. Ich finde es aber ausreichend das Du da warst, weil es auch für Dich wichtig war. Ob man sich speziell an so einem Tag melden muss. Ich weiß es ganz ehrlich nicht, das sieht jeder anders..

    (22) 13.12.18 - 14:36

    Hallo Mery! Wir kennen uns ja schon 😉
    Also bei meinem verstorbenen Schwiegervater machen wir das immer so, dass sich seine 2 Söhne samt Schwiegertöchter am Geburtstag oder Sonntag danach treffen und gemeinsam das Grab besuchen und danach zusammen bei Kaffee und Lieblingstorte des Schwiepa zusammen sind. Manchmal sehen wir auch alte Fotos an.

    Aber ich glaube, da ist jeder Mensch unterschiedlich. Sprich es doch einfach mal an und sieh dir die Reaktionen an. Vll kann man das ja irgendwo rund um Weihnachten gemeinsam nachholen?
    Lg blümel 🌻

    (23) 13.12.18 - 21:52

    Bei mir war ihr Geburtstag auch 4 Monate nach dem Tod meiner Mutter; kurz vor Weihnachten. Ich hätte es schrecklich gefunden, wenn ich da zusammen der Familie gesessen hätte und ihren Geburtstag gefeiert hätte, Und sorry, ds ist für mich sehr übertrieben und sgenzt fpr mich persönlich schon aneinen Totenkult.

    Ich lege jedes Jahr ein Gesteck auf das Grab und denke dann an sie. Mache eher meinen gewohnten Alltag, an Tagen mit besonderen Erinnerungen. Deinen Bruder und deinen Mann verstehe ich also.
    Mal dran gedacht, dass es für die beiden Männer, vor allem für deine Bruder, heute vielleicht auch eine Ablenkung war von den Erinnerungen an euren Vater.

    Ich finde DEINE Erwartungen eher seltsam.

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