Gastlichkeit123

    • (1) 16.12.18 - 10:53

      Hallo
      aus gegebenem Anlass wüsste ich gerne wie es andere handhaben und empfinde.

      Wir haben 3 Kinder zwischen 1-5 und ein kleines Haus
      Gerade in der kalten Jahreszeit bekommen wir häufiger Besuch von der Verwandtschaft oder anderen Familien mit Kindern oder auch nur Spielbesuch.
      An sich bin ich gastfreundlich
      Biete essen und trinken an, Decke den Tisch, spiele mit den Kindern

      Aber wenn ich ehrlich bin stressen mich diese Besuche mehr als ich mich freue

      Vorher das Richten
      Mittendrin das Bewirten, Aufpassen und Bespaßen
      Und hinterher das Aufräumen

      Mit manchen Gästen ist es angenehmer als mit anderen

      Aber Teilweise finde ich es sooo anstrengend, vor allem mit Kindern.

      Die Gast Kinder toben wie selbstverständlich durchs ganze Haus, manche Gastkinder Turnen wirklich über Tische und Bänke und die Eltern schauen zu...

      Alles mögliche wird angefangen, dann wieder aufgehört aber nicht weggeräumt
      Essen wird einfach vom Tisch genommen und damit in der Hand rumgelaufen

      Meine eigenen Kinder lassen sich dann davon anstecken.

      Und oft genug hat der Besuch auch noch Sitzfleisch...
      Wenn ich sage, " die Kinder sind wild und aufgedreht komm wir gehen alle zusammen mal raus"
      Wird von den Kindern protestiert und neulich sagte eine Mutter zu mir "ach draußen ist es kalt und meine Tochter erkundet doch gerade euer Haus, wir haben keine Lust raus zu gehen"

      Hinzu kommt dass ich den Eindruck habe, das sich andere gerne bei uns einladen, die Gegeneinladungen aber deutlich seltener sind.

      Sorry alles etwas lang und wirr

      Danke fürs zuhören

      • Hallo,
        da würde ich einschreiten und nicht auf die Eltern warten:
        -"Max, wir essen hier nur am Tisch und laufen nicht mit Essen herum!"
        -"Max, wir hüpfen nicht auf dem Sofa"
        Warum bewirtest du die Gäste? Ich habe alles auf dem Tisch stehen und jeder nimmt sich einfach.
        Türen abschließen, wenn du nicht möchtest, dass Gastkinder im Schlafzimmer oder im Keller spielen.
        Leute, die nie eine Gegeneinladung aussprechen, würde ich auch nicht mehr einladen. Es muss nicht 1:1 sein, aber so ganz grob sollte es sich in der Waage halten, finde ich.
        Kuchen kann man auch ruhig mal mitbringen lassen, biete ich immer an, wenn wir irgendwo eingeladen sind.
        Lasst euch nicht ausnutzen und setz eure Hausregeln auch bei Besuch durch! Das tut der Gastfreundschaft keinen Abbruch!
        VG

        (3) 16.12.18 - 11:06

        Hallo,
        wenn bei uns im Haus zuviel getobt wird, ein Kind sich daneben benimmt und die Eltern nichts sagen, dann greife ich selbst ein und sorge dafür, dass es ruhiger zugeht. Essen wird nicht durch die Zimmer getragen und Stühle und Bänke sind tabu, wenn ich das Toben darauf nicht möchte. Mein Haus, meine Regeln. Wer das ständig ignoriert, kann halt leider nicht mehr zu uns kommen.

        Was den Rest betrifft, würde ich vermutlich einfach mal nein sagen oder z.B. nur eine bestimmte Anzahl von Besuchen pro Woche festlegen. Auftischen würde ich dann nur im Kleinen, also Wasser für die Kinder und vielleicht ein paar Kekse und Obst dazu. Für die Erwachsenen gibt es Kaffee. Das reicht im Alltag doch aus.

        Wenn jemand ständig zu euch kommt, ohne selbst auch einzuladen, würde ich einfach offen sagen "Ach, wir waren jetzt so oft bei uns. Wir würden zur Abwechslung gerne nochmal zu euch kommen."

        Setze Grenzen, wenn es dir zuviel wird, sowohl was das Verhalten in deinem Haus betrifft als auch hinsichtlich der zeitlichen Planung und Zusagen.

        (4) 16.12.18 - 11:10

        Ganz einfach, ich sage die Hausregeln an.

        Wen ich mit Essen in der Hand beim Herumlaufen erwische, der gibt das Essen entweder ab oder setzt sich wieder an den Tisch.

        Bei neuen Gästen oder wenn ich sehe, dass ein Kind bereits anfängt aufzustehen, sage ich es direkt: gegessen wird bei uns am Tisch. Punkt. Da diskutiere ich auch nicht.

        Essen und Trinken gibt es natürlich, aber nicht non stop.
        Getrunken wird an einem festen Platz, dort wird der Becher wieder hingestellt, dann darf weiter gespielt werden.

        Sehe ich, dass etwas angefangen wird und das andere noch herumliegt, dann sage ich direkt was.


        Wenn wir zu Gast sind/waren, habe ich auch etwas zu meinem Kind gesagt.
        Die Antwort meines Kindes war: das muss mir die andere Mutter sagen. Das hat sie dann auch und die Sache war klar.

        Meinem Kind ging es hierbei darum, dass es dort ja andere Regeln geben könnte, von denen ich nichts weiß. Dass die Gastgeberin das bestätigt hat, war für mein Kind wichtig.


        Schwierig finde zwei Arten von Situationen:
        1. keiner reagiert, weil jeder meint, der andere müsste ..... das nervt und empfinde ich als anstrengend.

        2. wenn ich etwas sage und es dann heißt, das sei nicht so schlimm oder wäre doch erlaubt.

        Egal, ob wir zu Besuch sind oder jemand bei uns zu Besuch ist.

        Mit den meisten Eltern haben wir uns kurz abgesprochen: im Zweifel gilt die strengere Regel.
        Ist dort das Hüpfen auf dem Sofa erlaubt und bei uns nicht, hat die andere Mutter mein Kind nicht dazu angestiftet, dass es dort erlaubt ist, sondern ihren Kindern gesagt: heute nicht.
        Umgekehrt genauso. Wenn ich wusste, dass das Gastkind etwas partout nicht darf, galt das bei uns auch für beide Kinder.

        Bei Regeln, die zu Hause nicht gelten, woanders aber ok sind, waren wir lockerer. Mit der Zeit bekam man das im Miteinander mit. Im Zweifel und anfangs jedoch die strengere Regel.


        Generell galt: wer das Kind sieht, sagt etwas. Wer näher dran steht, reagiert.

        Dieses ich erwarte, weil es dein Kind ist / ich erwarte weil es deine Wohnung ist, macht es anstrengend. Für die Erwachsenen und für die Kinder auch.


        Rausgehen habe ich meist vorher schon angesprochen. Geht ihr gerne auf den Spielplatz? Bei uns in der Nähe ist ein Spielplatz.
        Da merkte ich dann schon an der Reaktion wer generell offen dafür ist, wer nicht (teilweise auch gesundheitliche Probleme) und stellte mich im Ablauf zu Hause entsprechend darauf ein.
        Mit meinem Kind vorher noch mal rausgehen. Beschäftigungen für drinnen anders planen.
        Früher Ruhe reinbringen!

        Wenn ich wusste, rausgehen ist jederzeit möglich, durfte die Stimmung auch mal lauter werden. Rausgehen zum Ausgleich ist ja möglich.
        Wenn es keine Option war, achtete ich mehr/anders auf Ruhe, Auszeitmöglichkeiten, Angebot der Möglichkeiten.

      • (5) 16.12.18 - 11:25

        Wir haben auch drei Kinder (5,7,9) und viel Besuch. Machen Besucherkinder großen Blödsinn, sag ich was. Zu Kind und Elternteil. Übertreibt ein Kind (hatten wir bisher in einer Familie einmal) extrem und die Eltern fördern das noch und ignorieren mich, dann werden sie einfach nicht mehr eingeladen. Wir haben uns mit diesem eine. Pärchen dann nur noch draußen getroffen, zB in einem Tierpark - und irgendwann schlief das ein.

        Hier wird nicht auf Tischen getanzt, mit Gläsern geschmissen usw. Da musst du klar Kante zeigen.

        Das mit der Gegeneinladung ist so eine Sache. Macht doch einen Termin, sprecht es an, ladet euch selber ein. Ihr müsst sprechen. Ich hab allerdings tatsächlich lieber Gäste als das ich irgendwo Gast bin.

        (6) 16.12.18 - 11:30

        Vielleicht liegt es ja gerade an Deiner Gastfreundschaft, dass Du so ausgenutzt wirst.

        Ganz wie die Vorrednerin schreibt, Hausregeln würde ich auch direkt gegenüber Gastkindern durchsetzen.

        Und gegebenenfalls auch das Angebot auf dem Tisch etwas einschränken, einfache Supermarkt-Kekse statt samstags schon den für den Familiensonntag vorbereiten Kuchen hinstellen, nur Mineralwasser statt Auswahl an Limonaden und Säften etc. Jeder nimmt sich was da ist, wenn eine Packung leer ist, dann muss die andere (vielleicht weniger beliebte) Kekssorte genügen.

        Ich kenne es von zuhause auch so, dass man gastfreundlich ist und macht und tut und anbietet.
        Aber es gibt immer schamlose Leute, die das ausnutzen.
        Hab ich schon während des Studiums gelernt, wenn die Lerngruppe bei mir zuhause bei Getränken und Naschereien hemmungslos zugeschlagen hat und bei anderen außer Leitungswasser nichts angeboten wurde.

      • (7) 16.12.18 - 11:53

        Warum sagst du denn in der konkreten Situation nicht, dass dir das zu wild ist und gerade Dinge geschehen, die du nicht möchtest?

        Alternativ würde ich mit der betroffenen Mutter sprechen, dass dir das beim letzten Mal zu viel war und du xy nicht möchtest.

        Und zuletzt mal eine Frage: wenn sich die Kinder verabreden, warum hast du denn dann die Mütter an der Backe? Das gab es hier nur, wenn die Verabredung uns Frauen betraf und Kinder dabei waren.

        LG

        (8) 16.12.18 - 11:56

        hi,
        ich würde ersteinmal überlegen, wer wirkliche Freunde sind u d ob man dort genauso willkommen ist.
        Dazu wen es nur Spielkinder sind wie oft sind Eure Kinder dort?

        Ich war früher auch so „ lieber bei uns einladen, dann weiss man, dass die akids gut aufgehoben sind“. Irgendwann habe ich einen Cut gemacht u d plötzlich fanden keine Treffen statt. Angesprochen bei einer Mutter hiess es dann“ den Dreck der anderen Kinder will sie zu Hause nicht haben“. OK

        Bei Freunde ebenso....muss sich auf deren Kinder aufpassen, weil die Eltern gerne Kaffe und Kuchen Zeit machen und Tratschen wollen ohne Ende.

        Vieles hat sich mit der Zeit eh auseinander gelebt und ich bin nicht böse drum. Jetzt haben die Kids (13) viel Übernachtungsbesuch da aber das ist OK.

        lg
        lisa

        >>>Biete essen und trinken an, Decke den Tisch,<<<

        Warum so ein Aufwand?

        Besuch kommt in aller Regel nach dem Mittagessen und geht wieder vor dem Abendessen (ich meine jetzt Spielbesuch mit oder ohne Eltern), wieso müssen Kinder ständig was essen?

        Kinder begreifen sehr schnell, was sie wo dürfen. Aus meinem Haus hat kein Kind eine Achterbahn gemacht.
        Auch sind deine Kinder in einem Alter (ich nehme an, die "Spielkinder" auch), in dem man sie sowieso nicht unbeaufsichtigt lässt, da kann man doch schnell eingreifen.
        Gemütliches Kaffeetrinken mit anderen Mütter geht dann eben (noch) nicht.

        Außerdem hast du es doch in der Hand, wie oft Besuch kommt.

        • Einen kleinen Snack am Nachmittag zwischen Mittag-und Abendessen halte ich für selbstverständlich, zuhause oder auswärts. Es muss ja kein frisch gebackener Kuchen sein, aber etwas Obst, Gemüse, Joghurt, eine Brezel oder ein paar Kekse, dazu eine Tasse Kaffee oder Saft sind doch kein Aufwand. Mit "dauernd was essen" hat das doch nichts zutun :-).
          VG

      (11) 16.12.18 - 12:11
      bauchgefuehlfrau

      Wow. Schon krass. Ich wünsche dir Kraft mal auf den Tisch zu hauen und deine Regeln aufzustellen.
      Bei mir gäbe es das nicht. Mein Haus, meine Regeln, wem nicht passt bleibt weg. Ganz einfach. Ich habe genug Familie und Freunde, aber nicht solche! Ich bin knallhart und würde das beschriebene Verhalten aller niemals tolerieren. Was dabei rauskommt siehst du ja. Alles Gute.

      (12) 16.12.18 - 12:30

      Hallo, wer zusammen spielt, räumt auch zusammen auf. Warum machst du das hinterher alleine? Das solltest du aus pädagogischen Gründen einstellen.
      Ebenfalls aus rein pädagogischen Gründen, solltest du anfangen den Besuch beim Tischdecken einzubinden.
      Usw usf #schein

      Gruß Sol

      Zu dir würde ich auch immer kommen wollen, so nett, wie du es machst...

      Schalte einen Gang runter. Getränke anbieten, ja, aber mehr muß nicht sein.

      Und du bist Herrscherin in deinem Haus, also gelten auch für Besucherkinder DEINE Regeln. Verkaufen kann man das den alten Gästen so:

      Wir haben zusammen beschlossen, dass wir jenes und solches nicht mehr erlauben und das gilt dann auch für DEIN Kind, sonst wäre es ja ungerecht....

      Mach dir klar: deine Kinder bekommen den Besuch in erster Linie.
      Je eher du es schaffst dich abzugrenzen, umso leichter wird alles.

      Das kenne ich. ;-)

      Bei den unangenehmen Gästen habe ich die Sache bald abgewiegelt und mich (wenn überhaupt) nur noch auf neutralem Gelände mit ihnen getroffen, z.B. Spielplatz, Eisdiele, Kino usw.

      Bei anderen habe ich einfach (nachdem gesagt wurde "Wir müssen uns aber bald mal wieder treffen") gesagt: "Seid ihr am .... zuhause? Dann kommen wir kurz vorbei?"
      Wenn die Anfrage im umgekehrten Fall einging, dann sagte ich, dass wir keine Zeit hätten.

      Wenn du das oft genug machst, dann werden die von selbst etwas zurückhaltender mit ihren Besuchen.

      Ich hatte mich damals lange genug ausnutzen lassen.
      Endgültig sind mir die Augen tatsächlich erst aufgegangen, als der Ehemann einer "aufdringlichen Mutti mit drei wilden Jungs"#zitter sagte: "Wie haben zuhause eine Goldene Regel, die besagt: SEI MÖGLICHST IMMER DER GAST - NIE DER GASTGEBER!" Da hätte es mir beinahe das Ventil rausgehauen:-[

      • Boah, das ist ja hart! Ich bin nicht auf den Mund gefallen, aber da wäre mir auch erstmal die Kinnlade runtergeklappt ... Hast du da was geantwortet?

        • Tja... Ich bin normalerweise auch schlagfertig. Aber in diesem Fall ist mir echt nix mehr eingefallen! #schock

          Ich glaube, dem Typen war das gar nicht bewusst, dass er sich in diesem Moment mit seiner Gattin ins Aus katapultiert hat. Es war ihr letzter Besuch bei uns.;-)

    In der Phase steckte ich auch mal - gleiche Ausgangslage.

    Als es mir wirklich reichte, habe ich die Hausregeln sehr strikt vertreten und Ei gefordert.

    Und siehe da, die, die sich daran stören, bleiben von ganz allein fern!!!

    Aber ganz ehrlich, mich hat es auch ne Weile Zeit und Nerven gekostet, bis ich an den Punkt kam...

    (18) 16.12.18 - 14:56

    Hallo

    du wirst dich zum Buh-Mann machen müssen und ganz klar deine Regeln formulieren und das immer wieder.
    Es wird immer Verwandte oder Freunde mit wenig erzogenen Kindern geben.
    Ich fing irgendwann an, das klar anzusprechen.
    Bei drei Kindern erlebt man so Einiges.
    Ich selbst habe mit meinen kleinen Kindern nie Übernachtungsbesuche gemacht.
    Wir sind in eine Pension/Hotel.Leider sind diesem Beispiel die so Besuchten nicht gefolgt.
    Wir hatten auch preisbewusste ( ohne Not ) Verwandtschaft, die regelmäßig gerne Ostern, Herbstferien und sonstige Feiertage bei uns verbracht haben.Gerne im Vierer Pack, mit kranken Kindern u.s.w.
    Um das künftig zu verhindern, musste ich mehr als drei mal Absagen.Nicht immer kann man die wahren Gründe nennen, ohne sich zu verkrachen.Man muss einfach nur hart bleiben.
    Wir haben regelmäßig angenehme Übernachtungsgäste.Die Anderen habe ich aussortiert.
    Bei den unangenehmen Spielfreunden früher, habe ich die Mütter zeitnah auf das Verhalten ihrer Kinder angesprochen.

    L.G.

    (19) 16.12.18 - 15:21

    Hallo :) ist ja sehr nett von dir, dass du so eine gute Gastgeberin bist, aber irgendwo ist es auch mal genug. In deinem Haus wird nicht auf den Tischen herum geklettert oder mit Essen herum gelaufen. Punkt. Das kannst du doch ruhig den Eltern so sagen oder direkt den Kindern. Vielleicht hören diese Kinder eher, wenn du es sagst, statt der eigenen Mutter. Wegen angefangenem Spielzeug oder Unordnung in den Kinderzimmern, ich glaube da kannst du nicht viel unternehmen. Gerade wenn mehrere Kinder auf einem Haufen sind, wollen sie alle paar Minuten etwas anderes spielen. Aber zum Schluss gemeinsam aufräumen, das könnte man schon machen. Das wird dann wahrscheinlich nicht perfekt, du musst sicher danach nochmal die Kisten und Regale etwas ordnen 😉 aber zumindest ein wenig können sie helfen.
    Wir haben auch sehr viel Besuch, einfach weil die meisten eine Wohnung haben und wir eben Haus mit Garten und Pool. Diesen Sommer meinte ein 12 jähriger Freund meines Sohnes, er muss ständig nach dem Schwimmen nass ins Haus laufen. Habe ihn mehrmals erinnert, sich bitte erst abzutrocknen und natürlich Handtücher bereit gelegt, er hat mich aber super ignoriert. Irgendwann habe ich gesagt, so geht das nicht! Du bist fertig mit Schwimmen und kannst im Haus bleiben. Klar war er beleidigt, aber von einem 12 jährigen kann man erwarten, dass er nicht ständig klatschnass ins Haus rennt. Wenn er es zu Hause darf, gut, aber hier nicht. Schwieriger ist es mit kleinen Kindern. Die Tochter einer Freundin ist 17 Monate alt, sie sind sehr oft bei uns zu Besuch. Das Mädchen isst leider nicht am Tisch. Sie darf zu Hause herum laufen und wird während dem Spielen gefüttert. Kekse isst sie auch beim Spielen. Das ist schon eine ziemliche Sauerei, kann ich dem kleinen Mäuschen aber nicht verbieten. Wird halt danach ordentlich geputzt, kommt ja nicht jeden Tag vor 😉 schlimmer ist es für mich, wenn meiner 8.5 Monate alten Tochter auch ein Keks während dem Spielen angeboten wird. Sie sitzt beim Essen nämlich ausschließlich in ihrem Hochstuhl, auch wenn es nur ein Keks ist.

    Das Problem ist nicht der Besuch sondern das nicht festlegen eigener Grenzen. Häufig beschweren sich viele, die auf das nachfragen "ist das in Ordnung" auch mit ja antworten und erwarten das der Besuch das "nein" erschnüffeln soll. Denn im verhalten von Besuch ist die Spanne von... was ist normal und was geht zu weit. Extrem breit. Tendenziell würde ich meinen 2 jährigen zb abhalten auf der Couch zu hüpfen... nur weil er das daheim darf... weil ich sag, ich muss primär von ausgehen das es unerwünscht ist. Mit essen herumlaufen hängt von an um was es geht. Wenn es eine Apfelspalte ist...würde ich ihn auch laufen lassen aber nicht mit etwas das Flecken macht... stark krümelt oder beidem verletzungsgefahr gegeben ist wie einem Lutscher. Es hängt auch immer am Alter mit ab. Ein jüngeres Kind hat bei mir mehr narrenfreiheit als ein älteres... allerdings erwarte ich bei jüngeren Kindern das die Eltern ihrer aufsichtspflicht eigenständig nachkommen. Wozu sollte man mehrere Kinder animieren... die animieren sich doch gegenseitig und es ist normal das eigene Kinder bei Besuch stärker aufdrehen. Und das Kinder je größer die Gruppe wird desto wilder und chaotischer wird es. Wenn dir diese völlig normalen Begleiterscheinungen zu viel sind. Musst du deine Grenzen abstecken. Ob es darin liegt deinem Besuch persönliche Hausregeln einzutrichtern oder auch mal nein zu sagen wenn der kommen möchte und du gerade keine Lust hast.

    (21) 16.12.18 - 16:43

    Hallo,

    das Problem ist doch dieses, du fühlst dich ausgenutzt und weißt nicht, wie du es charmant verpacken kannst.
    Manchmal muss man aber deutlich werden, gerade bei Kindern, die versuchen, eine gesetzte Grenze mehrmals zu übertreten.
    Wenn es z. B. immer wieder im Schlafzimmer Schubladen aufreißt und wildes Chaos verbreitet und es nicht achtet, was du von ihm willst, dann geht es eben an die Hand von Mama und du kannst auch gerne betonen, dass es für heute offensichtlich reicht, ein andermal gerne wieder.
    Falls das noch zuviel für dich ist, dann fang lieber erst kleiner an, bei der Verabschiedung z. B. für den Besuch bedanken und sich freundlich auf den Gegenbesuch bei XYZ freuen. (Falls derjenige das gerne „vergisst“, kann man sympathisch enttäuscht klingen, von wegen, „ach, schade, ich hatte mich soo gefreut, euch zu besuchen, ihr habt es immer so hübsch gemütlich!!“ und sofort abwehren:“ ein Treffen bei uns ist gerade sehr ungünstig, ein andermal gerne wieder!“

    Bewirtung ist ein Teil des Gastgebertums, den ich auch gerne erfülle, aber nicht, wenn ich dann nach Tagen ein angeschimmeltes Würstchen hervorziehe. Dafür wähle ich meist einen mittigen Zeitpunkt des Treffs, wo ich die Kids auch zusammen hole, wer etwas mag, darf gerne bei Tisch zugreifen und auch den angebissenen Keks/wasauchimmer übrig lassen, aber dann räume ich alles konsequent weg.
    Wenn Mamas dabei sind, räume ich auch nach einer Weile ab, wissentlich hat auch noch keine Mutter bei uns ihr Kind mit einem Keks in der Hand wieder zum Spielen geschickt. ;-)

    VG, midnatsol

    (22) 16.12.18 - 17:41

    Hallo,

    Ich habe auch drei Kinder, im Alter für Spielverabredungen ist aber nur der Große (6,5 Jahre).

    Ich sehe immer zu dass es sich mit seinen Freunden in der Waage hält, mal er dort, mal die hier.

    Die Kinder kommen i.d.R. (außer ich bin mit der Mutter befreundet) alleine und hören auch auf meine Regeln. Wer das nicht macht oder mir zu wild ist, wird nicht mehr oder nur noch selten eingeladen. Aber eigentlich sind die Freunde von ihm auch alle sehr lieb und angenehm.

    Natürlich bekommen die Kinder nachmittags einen Snack und ab und an bleibt ein Kind auch zum Essen. Aber das ist kein Mehraufwand, würde ich für meine Kinder ja eh auch machen.

    Kommt eine Mutter (Freundin) mit, koche ich Kaffee/Tee und habe Kekse oder ein Stück Kuchen.

    Es gibt aber Freunde mit Kindern, die treffe ich bewusst nur auf neutralem Boden (Spielplatz, Cafe, Wildpark...), weil mir deren Kinder bei mir zuhause zu stressig sind.

    Ich habe kein Interesse daran ständig an anderer Leuts Kindern herum zu erziehen und ich will nicht den ganzen Nachmittag hinter den Kindern hier sein um größeren Schaden zu verhindern. Da ist es deutlich einfacher sich draußen zu treffen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich?

    Liebe Grüße

    (23) 16.12.18 - 18:27

    Das ist total nett, dass du dir so viel Mühe machst. Ich habe gerne Gäste, aber ich bin echt eine schlechte Gastgeberin. Ich biete am Anfang etwas zu trinken an. Evtl mache ich etwas Obst für die Kinder. Für die Mütter habe ich selten etwas im Haus und vorm Abendessen müssen die Gäste wieder verschwinden. Wir haben einfach nicht genug Platz.

    Aber ich spiele sehr gerne mit den Kindern meiner Freundinnen. Deswegen kommen alle gerne. Manchmal bringen sie etwas mit, Kekse, Kuchen oder so. Ich finde das ist ein guter Deal. Ich räume auf und biete unser Haus an. Meine Freundin kann durchatmen, weil ich die Kinder bespaße. Dafür bringt sie uns etwas mit und guckt darüber hinweg, dass ich keine perfekte Gastgeberin mit perfektem Haushalt bin 😉

    Ihr seid die Hausherren, wo sich eure Kinder an bestimmte Benimmregeln halten müssen, was sich für eure Kinder gilt, gilt auch für die Gastkinder.
    Wenn deren Eltern nicht einschreiten, bleibt dir frei, was dazu zu sagen oder einzuschreiten.
    Gastfreundlichkeit nutzt man nicht mit negativen Verhalten aus...da die Kinder noch klein sind, haben deren Eltern das richtige Maß der Grenzen bei ihren KInder zu setzen.
    Wenn es gewisse Besucher gibt, die sich immer eher als nervig, störend und belastend benehmen bzw. so stark empfunden werden, würde ich dieses Besuche drastisch einschränken , evtl. notfalls beenden.
    In unserer KiGa Zeit kamen auch stets Besucherkinder, was wir schnell mal drastisch reduziert haben, da wir mit 6Tg.Vollzeit Selbständig sind und ich freitags Putz-und Bürotag im Wohnhaus habe, ansonsten an den anderen Tage im Betrieb bin (wo Aufsichtsgarantie für fremde Kinder kaum möglich ist) durften nur noch freitags Kinder kommen oder samstags auf sonntags Übernachtungskinder . Es wurden Kinder aussortiert, wo die Mütter reine Hausfrauen waren, die bewußt ihr Kind(er) stets woanders parkten und selbst nie Kinder einluden oder kommen durften. Gastfreundlichkeit ja, aber ausnutzen nein.

    (25) 17.12.18 - 11:22

    Wie alt sind deine Kinder? Als die Kinder 5 Jahre alt waren, wurden bei uns die Freunde der Kinder nur gebracht und blieben alleine bei uns.

    Egal, ob nur die Kinder oder auch die Eltern dazu bei uns waren, es gab nicht immer Kuchen, oft auch "nur"Kekse, Obst oder Joghurt. Zu trinken meist nur Kaltes. Gegessen und getrunken wurde am Tisch.

    Von Anfang an war bei uns klar, dass bestimmte Räume nicht betreten werden,auch wurde geklopft in Wohnzimmer und Küche und gefragt, ob man reinkommen kann. Das kannten die Freunde aber auch von zuhause so, ebenso wie meine Kinder das kennen, nicht irgendwo reinzustürmen ohne fragen.

    Die Dame mit der Antwort, ihr Kind erkunde gerade die Wohnung, sie wolle nicht raus, wäre DA das letzte Mal mein Gast gewesen.

    Nimm die Weihnachtszeit und die freien Tage zum Anlass, etwas zu ändern. Im neuen Jahr hast du dann halt keine Zeit.. Und sagen, ab jetzt bitte vorher anrufen und nicht einfach vor der Tür stehen.

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