Gastlichkeit123

    • (1) 16.12.18 - 10:53

      Hallo
      aus gegebenem Anlass wüsste ich gerne wie es andere handhaben und empfinde.

      Wir haben 3 Kinder zwischen 1-5 und ein kleines Haus
      Gerade in der kalten Jahreszeit bekommen wir häufiger Besuch von der Verwandtschaft oder anderen Familien mit Kindern oder auch nur Spielbesuch.
      An sich bin ich gastfreundlich
      Biete essen und trinken an, Decke den Tisch, spiele mit den Kindern

      Aber wenn ich ehrlich bin stressen mich diese Besuche mehr als ich mich freue

      Vorher das Richten
      Mittendrin das Bewirten, Aufpassen und Bespaßen
      Und hinterher das Aufräumen

      Mit manchen Gästen ist es angenehmer als mit anderen

      Aber Teilweise finde ich es sooo anstrengend, vor allem mit Kindern.

      Die Gast Kinder toben wie selbstverständlich durchs ganze Haus, manche Gastkinder Turnen wirklich über Tische und Bänke und die Eltern schauen zu...

      Alles mögliche wird angefangen, dann wieder aufgehört aber nicht weggeräumt
      Essen wird einfach vom Tisch genommen und damit in der Hand rumgelaufen

      Meine eigenen Kinder lassen sich dann davon anstecken.

      Und oft genug hat der Besuch auch noch Sitzfleisch...
      Wenn ich sage, " die Kinder sind wild und aufgedreht komm wir gehen alle zusammen mal raus"
      Wird von den Kindern protestiert und neulich sagte eine Mutter zu mir "ach draußen ist es kalt und meine Tochter erkundet doch gerade euer Haus, wir haben keine Lust raus zu gehen"

      Hinzu kommt dass ich den Eindruck habe, das sich andere gerne bei uns einladen, die Gegeneinladungen aber deutlich seltener sind.

      Sorry alles etwas lang und wirr

      Danke fürs zuhören

      • Hallo,
        da würde ich einschreiten und nicht auf die Eltern warten:
        -"Max, wir essen hier nur am Tisch und laufen nicht mit Essen herum!"
        -"Max, wir hüpfen nicht auf dem Sofa"
        Warum bewirtest du die Gäste? Ich habe alles auf dem Tisch stehen und jeder nimmt sich einfach.
        Türen abschließen, wenn du nicht möchtest, dass Gastkinder im Schlafzimmer oder im Keller spielen.
        Leute, die nie eine Gegeneinladung aussprechen, würde ich auch nicht mehr einladen. Es muss nicht 1:1 sein, aber so ganz grob sollte es sich in der Waage halten, finde ich.
        Kuchen kann man auch ruhig mal mitbringen lassen, biete ich immer an, wenn wir irgendwo eingeladen sind.
        Lasst euch nicht ausnutzen und setz eure Hausregeln auch bei Besuch durch! Das tut der Gastfreundschaft keinen Abbruch!
        VG

        (3) 16.12.18 - 11:06

        Hallo,
        wenn bei uns im Haus zuviel getobt wird, ein Kind sich daneben benimmt und die Eltern nichts sagen, dann greife ich selbst ein und sorge dafür, dass es ruhiger zugeht. Essen wird nicht durch die Zimmer getragen und Stühle und Bänke sind tabu, wenn ich das Toben darauf nicht möchte. Mein Haus, meine Regeln. Wer das ständig ignoriert, kann halt leider nicht mehr zu uns kommen.

        Was den Rest betrifft, würde ich vermutlich einfach mal nein sagen oder z.B. nur eine bestimmte Anzahl von Besuchen pro Woche festlegen. Auftischen würde ich dann nur im Kleinen, also Wasser für die Kinder und vielleicht ein paar Kekse und Obst dazu. Für die Erwachsenen gibt es Kaffee. Das reicht im Alltag doch aus.

        Wenn jemand ständig zu euch kommt, ohne selbst auch einzuladen, würde ich einfach offen sagen "Ach, wir waren jetzt so oft bei uns. Wir würden zur Abwechslung gerne nochmal zu euch kommen."

        Setze Grenzen, wenn es dir zuviel wird, sowohl was das Verhalten in deinem Haus betrifft als auch hinsichtlich der zeitlichen Planung und Zusagen.

        Ganz einfach, ich sage die Hausregeln an.

        Wen ich mit Essen in der Hand beim Herumlaufen erwische, der gibt das Essen entweder ab oder setzt sich wieder an den Tisch.

        Bei neuen Gästen oder wenn ich sehe, dass ein Kind bereits anfängt aufzustehen, sage ich es direkt: gegessen wird bei uns am Tisch. Punkt. Da diskutiere ich auch nicht.

        Essen und Trinken gibt es natürlich, aber nicht non stop.
        Getrunken wird an einem festen Platz, dort wird der Becher wieder hingestellt, dann darf weiter gespielt werden.

        Sehe ich, dass etwas angefangen wird und das andere noch herumliegt, dann sage ich direkt was.


        Wenn wir zu Gast sind/waren, habe ich auch etwas zu meinem Kind gesagt.
        Die Antwort meines Kindes war: das muss mir die andere Mutter sagen. Das hat sie dann auch und die Sache war klar.

        Meinem Kind ging es hierbei darum, dass es dort ja andere Regeln geben könnte, von denen ich nichts weiß. Dass die Gastgeberin das bestätigt hat, war für mein Kind wichtig.


        Schwierig finde zwei Arten von Situationen:
        1. keiner reagiert, weil jeder meint, der andere müsste ..... das nervt und empfinde ich als anstrengend.

        2. wenn ich etwas sage und es dann heißt, das sei nicht so schlimm oder wäre doch erlaubt.

        Egal, ob wir zu Besuch sind oder jemand bei uns zu Besuch ist.

        Mit den meisten Eltern haben wir uns kurz abgesprochen: im Zweifel gilt die strengere Regel.
        Ist dort das Hüpfen auf dem Sofa erlaubt und bei uns nicht, hat die andere Mutter mein Kind nicht dazu angestiftet, dass es dort erlaubt ist, sondern ihren Kindern gesagt: heute nicht.
        Umgekehrt genauso. Wenn ich wusste, dass das Gastkind etwas partout nicht darf, galt das bei uns auch für beide Kinder.

        Bei Regeln, die zu Hause nicht gelten, woanders aber ok sind, waren wir lockerer. Mit der Zeit bekam man das im Miteinander mit. Im Zweifel und anfangs jedoch die strengere Regel.


        Generell galt: wer das Kind sieht, sagt etwas. Wer näher dran steht, reagiert.

        Dieses ich erwarte, weil es dein Kind ist / ich erwarte weil es deine Wohnung ist, macht es anstrengend. Für die Erwachsenen und für die Kinder auch.


        Rausgehen habe ich meist vorher schon angesprochen. Geht ihr gerne auf den Spielplatz? Bei uns in der Nähe ist ein Spielplatz.
        Da merkte ich dann schon an der Reaktion wer generell offen dafür ist, wer nicht (teilweise auch gesundheitliche Probleme) und stellte mich im Ablauf zu Hause entsprechend darauf ein.
        Mit meinem Kind vorher noch mal rausgehen. Beschäftigungen für drinnen anders planen.
        Früher Ruhe reinbringen!

        Wenn ich wusste, rausgehen ist jederzeit möglich, durfte die Stimmung auch mal lauter werden. Rausgehen zum Ausgleich ist ja möglich.
        Wenn es keine Option war, achtete ich mehr/anders auf Ruhe, Auszeitmöglichkeiten, Angebot der Möglichkeiten.

      • (5) 16.12.18 - 11:25

        Wir haben auch drei Kinder (5,7,9) und viel Besuch. Machen Besucherkinder großen Blödsinn, sag ich was. Zu Kind und Elternteil. Übertreibt ein Kind (hatten wir bisher in einer Familie einmal) extrem und die Eltern fördern das noch und ignorieren mich, dann werden sie einfach nicht mehr eingeladen. Wir haben uns mit diesem eine. Pärchen dann nur noch draußen getroffen, zB in einem Tierpark - und irgendwann schlief das ein.

        Hier wird nicht auf Tischen getanzt, mit Gläsern geschmissen usw. Da musst du klar Kante zeigen.

        Das mit der Gegeneinladung ist so eine Sache. Macht doch einen Termin, sprecht es an, ladet euch selber ein. Ihr müsst sprechen. Ich hab allerdings tatsächlich lieber Gäste als das ich irgendwo Gast bin.

        (6) 16.12.18 - 11:30

        Vielleicht liegt es ja gerade an Deiner Gastfreundschaft, dass Du so ausgenutzt wirst.

        Ganz wie die Vorrednerin schreibt, Hausregeln würde ich auch direkt gegenüber Gastkindern durchsetzen.

        Und gegebenenfalls auch das Angebot auf dem Tisch etwas einschränken, einfache Supermarkt-Kekse statt samstags schon den für den Familiensonntag vorbereiten Kuchen hinstellen, nur Mineralwasser statt Auswahl an Limonaden und Säften etc. Jeder nimmt sich was da ist, wenn eine Packung leer ist, dann muss die andere (vielleicht weniger beliebte) Kekssorte genügen.

        Ich kenne es von zuhause auch so, dass man gastfreundlich ist und macht und tut und anbietet.
        Aber es gibt immer schamlose Leute, die das ausnutzen.
        Hab ich schon während des Studiums gelernt, wenn die Lerngruppe bei mir zuhause bei Getränken und Naschereien hemmungslos zugeschlagen hat und bei anderen außer Leitungswasser nichts angeboten wurde.

      • Warum sagst du denn in der konkreten Situation nicht, dass dir das zu wild ist und gerade Dinge geschehen, die du nicht möchtest?

        Alternativ würde ich mit der betroffenen Mutter sprechen, dass dir das beim letzten Mal zu viel war und du xy nicht möchtest.

        Und zuletzt mal eine Frage: wenn sich die Kinder verabreden, warum hast du denn dann die Mütter an der Backe? Das gab es hier nur, wenn die Verabredung uns Frauen betraf und Kinder dabei waren.

        LG

        hi,
        ich würde ersteinmal überlegen, wer wirkliche Freunde sind u d ob man dort genauso willkommen ist.
        Dazu wen es nur Spielkinder sind wie oft sind Eure Kinder dort?

        Ich war früher auch so „ lieber bei uns einladen, dann weiss man, dass die akids gut aufgehoben sind“. Irgendwann habe ich einen Cut gemacht u d plötzlich fanden keine Treffen statt. Angesprochen bei einer Mutter hiess es dann“ den Dreck der anderen Kinder will sie zu Hause nicht haben“. OK

        Bei Freunde ebenso....muss sich auf deren Kinder aufpassen, weil die Eltern gerne Kaffe und Kuchen Zeit machen und Tratschen wollen ohne Ende.

        Vieles hat sich mit der Zeit eh auseinander gelebt und ich bin nicht böse drum. Jetzt haben die Kids (13) viel Übernachtungsbesuch da aber das ist OK.

        lg
        lisa

        >>>Biete essen und trinken an, Decke den Tisch,<<<

        Warum so ein Aufwand?

        Besuch kommt in aller Regel nach dem Mittagessen und geht wieder vor dem Abendessen (ich meine jetzt Spielbesuch mit oder ohne Eltern), wieso müssen Kinder ständig was essen?

        Kinder begreifen sehr schnell, was sie wo dürfen. Aus meinem Haus hat kein Kind eine Achterbahn gemacht.
        Auch sind deine Kinder in einem Alter (ich nehme an, die "Spielkinder" auch), in dem man sie sowieso nicht unbeaufsichtigt lässt, da kann man doch schnell eingreifen.
        Gemütliches Kaffeetrinken mit anderen Mütter geht dann eben (noch) nicht.

        Außerdem hast du es doch in der Hand, wie oft Besuch kommt.

        • Einen kleinen Snack am Nachmittag zwischen Mittag-und Abendessen halte ich für selbstverständlich, zuhause oder auswärts. Es muss ja kein frisch gebackener Kuchen sein, aber etwas Obst, Gemüse, Joghurt, eine Brezel oder ein paar Kekse, dazu eine Tasse Kaffee oder Saft sind doch kein Aufwand. Mit "dauernd was essen" hat das doch nichts zutun :-).
          VG

      (11) 16.12.18 - 12:11
      bauchgefuehlfrau

      Wow. Schon krass. Ich wünsche dir Kraft mal auf den Tisch zu hauen und deine Regeln aufzustellen.
      Bei mir gäbe es das nicht. Mein Haus, meine Regeln, wem nicht passt bleibt weg. Ganz einfach. Ich habe genug Familie und Freunde, aber nicht solche! Ich bin knallhart und würde das beschriebene Verhalten aller niemals tolerieren. Was dabei rauskommt siehst du ja. Alles Gute.

      (12) 16.12.18 - 12:30

      Hallo, wer zusammen spielt, räumt auch zusammen auf. Warum machst du das hinterher alleine? Das solltest du aus pädagogischen Gründen einstellen.
      Ebenfalls aus rein pädagogischen Gründen, solltest du anfangen den Besuch beim Tischdecken einzubinden.
      Usw usf #schein

      Gruß Sol

      Zu dir würde ich auch immer kommen wollen, so nett, wie du es machst...

      Schalte einen Gang runter. Getränke anbieten, ja, aber mehr muß nicht sein.

      Und du bist Herrscherin in deinem Haus, also gelten auch für Besucherkinder DEINE Regeln. Verkaufen kann man das den alten Gästen so:

      Wir haben zusammen beschlossen, dass wir jenes und solches nicht mehr erlauben und das gilt dann auch für DEIN Kind, sonst wäre es ja ungerecht....

      Mach dir klar: deine Kinder bekommen den Besuch in erster Linie.
      Je eher du es schaffst dich abzugrenzen, umso leichter wird alles.

      Das kenne ich. ;-)

      Bei den unangenehmen Gästen habe ich die Sache bald abgewiegelt und mich (wenn überhaupt) nur noch auf neutralem Gelände mit ihnen getroffen, z.B. Spielplatz, Eisdiele, Kino usw.

      Bei anderen habe ich einfach (nachdem gesagt wurde "Wir müssen uns aber bald mal wieder treffen") gesagt: "Seid ihr am .... zuhause? Dann kommen wir kurz vorbei?"
      Wenn die Anfrage im umgekehrten Fall einging, dann sagte ich, dass wir keine Zeit hätten.

      Wenn du das oft genug machst, dann werden die von selbst etwas zurückhaltender mit ihren Besuchen.

      Ich hatte mich damals lange genug ausnutzen lassen.
      Endgültig sind mir die Augen tatsächlich erst aufgegangen, als der Ehemann einer "aufdringlichen Mutti mit drei wilden Jungs"#zitter sagte: "Wie haben zuhause eine Goldene Regel, die besagt: SEI MÖGLICHST IMMER DER GAST - NIE DER GASTGEBER!" Da hätte es mir beinahe das Ventil rausgehauen:-[

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