Großeltern pflegen die sich nie für das Enkelkind interessierten oder für das eigene Kind?

    • (1) 21.12.18 - 10:39

      Hallo ihr Lieben,

      die Situation ist Folgende. Meine Mutter ist aufgrund ihres ungesunden Lebensstils zu einem vollkommenen Pflegefall geworden. Sie bekam eine Thrombose und Lungenembolie, war monatelang im Krankenhaus, brach sich danach die Schulter, kann den Arm nun kaum noch bewegen. Hat eine Nervenschädigung in den Füßen und darf dort nicht berührt werden.

      Meine Mutter wollte nie Kinder haben, deshalb zog ich mit knapp vor dem 16. zum Ausbildungsbeginn aus und versorgte mich selbst. Das Kindergeld behielten sie übrigens, ich dachte damals nicht daran dass mir dies zugestanden hätte, nur nebenbei bemerkt. Mit 27 bekam ich unser erstes Kind. Er ist aktuell fast 3 Jahre alt.
      In dieser Zeit wurde ich selbst schwer krank und bekam keine Hilfe meiner Eltern. Die Großeltern (meine Eltern) interessieren sich nicht für ihr Enkelkind. Sie kamen nicht zur Geburt, es gab auch nie Geschenke zu seinem Geburtstag oder Weihnachten, geschweigedenn zu Ostern oder Nikolaus das war ihnen einfach alles total egal. Ich gleichte das aus indem er von uns mehr bekam, schließlich kriegen die anderen Kinder auch was von den Großeltern. In all der Zeit haben sie nie Zeit mit ihrem Enkel verbracht, auf den wenigen Feierlichkeiten hatten sie nichts mit ihm zu tun.
      Meine Mutter ist übrigens erst 62, seit 35 Jahren Hausfrau gewesen, hat seit 15 Jahren kinderfreie Zeit für sich gehabt.
      Ich hatte in den letzten 3 Jahren kein einziges Mal kinderfrei obwohl ich meine Mutter darum bat, bei Arztterminen oder für Kinogänge, nein sie habe keine Lust, arbeite noch am Samstag und Sonntag jede Woche.
      Jetzt allerdings, meine Mutter kann sich selbst nichts mehr kochen, kann nicht einkaufen gehen, kann keine Treppenstufe mehr hochgehen/runtergehen, kann sich nicht selbst waschen, auch keine Fingernägel/Fußnägel schneiden, und sich auf dem Klo nicht selbst abputzen. Sie hätte zwar noch einen gesunden Arm aber mit dem käme sie da nicht hin, auch nicht selbst anziehen.
      Ich hab ihr jetzt die letzten 4 Monate in der akuten Phase geholfen, trotz Allem, obwohl sie mir nicht half. Bin einkaufen gegangen, hab ihr gekocht, ihre Kleidung gewaschen, ihr beim waschen geholfen, Nägel geschnitten, sie zu Ärzten gefahren, sie angezogen, teilweise beanspruchte sie mich bis 2 Uhr morgens. Inklusive Undankbarkeit dass die Kleidung auf eine bestimmte Art und Weise gefaltet sein sollen und an einen bestimmten Platz hin sollen, genau ihrer Anweisung nach. Rumgescheucht wie einen Sklaven.
      Nun wurde mir das zu blöd und ich kam einen Tag nicht vorbei und sie hatte nichts zu essen, um 20:30 Uhr rief sie vor Hunger an und ich brachte ihr noch etwas vorbei. Ich dachte vielleicht checkt sie dann mal dass ich auch keine Verpflichtung ihr gegenüber habe. Genau so wie sie es mir einige Wochen nach Geburt sagte „Das KIND (sie nannte seinen Namen nichtmal) wird auch ohne uns (Großeltern) groß.“ War ihre Aussage die sie bisher beibehalten sollte. Mein Vater kümmert sich übrigens nicht um sie, der hat jetzt eine Andere.
      Stattdessen kamen aber Vorwürfe von ihr, sie hätte mir ja damals auch den A*** abgewischt, und überhaupt wenn man dann einmal was von den Kindern bräuchte dann sei man verratzt und man ließe sie verhungern. Unser Kind spielt übrigens brav alleine während ich meine Mutter versorge bzw. bald versorgte. Man bedenke an der Stelle noch einmal, sie ist erst 62, nicht Mitte 80-90.
      Nun wollte sie zu mir ziehen, das lehnte ich kategorisch ab. Warum sollte ich sie jetzt Vollzeit-pflegen wenn ihr vorher auch alles egal war? Damit sie mich vormittags rumscheucht wenn er im Kindergarten ist, wo ich endlich mal kurze Zeit kinderfrei hätte, also ein bisschen Zeit für mich oder Haushalt in Ruhe, bis ich auch in dieser Zeit wieder arbeite. Ich habe ihr in der akuten Situation geholfen die definitiv nicht mehr besser wird sondern so bleibt, sie kann nichts mehr alleine, außer essen, das kann sie noch, wenn ich ihr vorher alles klein schneide.

      Nun gibt es einen mobilen Pflegedienst, der sich um all das kümmert, der auch heißes Essen mitbringt und auch klein schneidet, lehnt sie ab, sie lässt ihn nicht rein, der Schlüssel darf auch nicht hinterlegt werden. Also war die Überlegung, Pflegeheim. Will sie natürlich erst recht nicht, wäre mir dann aber egal weil ich nicht ihre persönliche Pflegerin bin.
      Der Nachteil an der Sache jedoch, ich müsste einen großen Teil des Pflegeheimes bezahlen, selber hat sie nämlich nur eine Rente von 250€ und abzüglich meiner Kostentabelle und weil das Gehalt meines Mannes mitzählt, wäre monatlich ein größerer Teil zahlbar. Der mobile Pflegedienst würde all das auch machen und bezahlt werden ohne unsere Zuzahlung, aber man kann sie ja nicht zwingen ihn in ihre Wohnung zu lassen wenn sie ihn nicht reinlassen will.

      Die ganze Situation ist also zum kotzen, warum sollte sie es auch leicht machen wenn es auch schwierig geht. Mein Kind hatte selbst kürzlich eine OP und sie nahm nichtmal da Rücksicht auf mich das war ihr völlig egal, nur sie zählt. Nachdem sie ja den Pflegedienst nicht reinlässt kümmere ich mich immer noch, damit ich mir nachher nicht von Bekannten anhören muss dass ich meine Mutter verhungern und verdursten lasse. So kann es jedenfalls nicht weitergehen, und das Geld was überbleiben sollte bräuchten wir dringend für die Renovierung, wir kauften nämlich ein Abbruchhaus und das Badezimmer sowie Rohrleitungen fehlen noch, und ein Weg draußen, wollte ich eigentlich keinen weiteren Kredit für aufnehmen.
      Darf sie überhaupt sowas machen und den Pflegedienst ablehnen? Dann hätte ich nämlich keine Pflegeheimkosten zu tragen.

      • Hallo.

        Ich habe nur eins zu sagen.
        Es ist ein geben und nehmen. Du hast gegeben aber nie was zurück bekommen.

        -wie du mir, so ich dir- wäre jetzt das richtige Verhalten von dir. Ich würde für die Person keinen Finger mehr krumm machen. Wie du merkst bist du immer noch ungewollt und ungeliebt. Wieso du den Kontalt gehalten hast ist mir ein Rätsel.

        Du schädigst nur dich selbst. Denke jetzt an dich und deine Familie. Das ist wichtig.

        Lg

        Ich denke du solltest klar äußern was du willst und was du bereit bist zu tun.
        Sie mag ja körperlich eingeschränkt sein, aber offensichtlich noch in der Lage den Kopf anzustrengen.

        Wenn du ihr sagst, dass du das nicht mehr tun wirst, hat sie ja keine andere Wahl als den Pflegedienst zu nehmen. MMn bist du nicht verpflichtet sie zu pflegen.

        Aber einfach weg bleiben und sie hilflos da liegen lassen geht auch nicht. Das macht man einfach nicht.

        • Das habe ich ihr gesagt, ich werde es nicht mehr machen, entweder sie nimmt den mobilen Pflegedienst oder muss selber gucken wo sie bleibt. Dann drohte sie mir mit Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. Das Telefon für einen Krankenwagen könne sie nämlich nicht bedienen, um mich anzurufen oder andere Leute allerdings schon. Es geht laut ihren Aussagen quasi „manchmal nicht aber manchmal schon“ und das Telefon macht was es will. So ist sie ;) Meine Oma lebt noch mit 85 Jahren und ist schockiert von ihrem Verhalten. Deshalb war meine Überlegung Einweisung ins Pflegeheim, inwiefern sie sich dagegen weigern kann rein rechtlich, wage ich zu bezweifeln, schließlich bin ich nicht in der Pflicht sie zu pflegen also kann sie darauf auch nicht Klage einreichen, und sie selbst kann schließlich nichts mehr alleine, ergo, bliebe nur noch der mobile Pflegedienst den sie natürlich ablehnen darf und die Tür verschlossen halten kann.
          Aber wenn jemand auf Vollzeitpflege angewiesen ist und nicht auf Vollzeitpflege der Tochter klagen kann, den mobilen Pflegedienst ablehnt, dann bliebe nur noch das Pflegeheim als Option übrig. Welches ich gerne aufgrund der Kosten vermieden hätte und sie könnte weiterhin in ihrer Wohnung bleiben. Wenn sie das ablehnt, dann würden sie die wahrscheinlich in die Psychiatrie einweisen wegen Selbstgefährdung.

          Ganz interessant wie sich das alles entwickelt hat ich schilderte vor wenigen Jahren schonmal die Situation hier als ich noch enttäuscht darüber war dass sie kein Interesse an ihrem Enkel zeigen und erwähnte dass ich sie dann später auch nicht pflegen würde. Nur erwartete ich das frühestens in 20-30 Jahren. Jetzt habe ich sie zwar trotzdem 4 Monate täglich gepflegt, aber sicher nicht die nächsten 20-30 Jahre.

          • "Wenn sie das ablehnt, dann würden sie die wahrscheinlich in die Psychiatrie einweisen wegen Selbstgefährdung."

            Dann wäre das eben so.

            Aber die Entscheidung musst du treffen. Im Zweifel war es das mit euch beiden, aber wäre das so schlimm?

            Sie kann dich gar nicht anzeigen, warum auch?Du bist zu gar nichts verpflichtet.
            Sie lässt den Pflegedienst nicht rein, ihr Pech.
            Zieh dich komplett zurück und sie soll zusehen, wie sie klar kommt.

      Hallo,
      ich würde auch weitere Dienste verweigern, allerdings wüsste ich jetzt auch nicht wie das praktisch aussehen soll, wenn sie den Pflegedienst nicht reinlässt.

      Aber mal eine Frage: Sind deine Eltern nicht verheiratet? Dann wäre doch dein Vater auch unterhaltspflichtig, oder?

      Ich würde mich da mal rechtlich beraten lassen. Entweder wird sie entmündigt und bekommt den Pflegedienst oder sie kann selber zusehen, wie sie klar kommt. Ich würde an deiner Stelle auch gar keinen Finger mehr krum machen. Sag ihr, du kommst nicht mehr, sie braucht dich auch nicht anrufen. Aber du hast ihr die Nummer vom mobilen Pflegedienst zum Telefon gelegt, da kann sie sich jederzeit melden.
      Wenn du immer wieder ankommst und ihr hilfst, wird sie es nicht checken. Mach einen schlussstrich. Und ich würde ihr auch knallhart ins Gesicht sagen wie egoistisch sie die letzten Jahre war, wenn sie anfängt, auf die rumzuhacken, stichwort Kindergeld, mutterliebe, Enkelkind.

      Sie interessiert sich doch null für dich und dein Leben. Also solltest du dich auch nicht schlecht fühlen, wenn du einen solchen Menschen nicht um dich haben willst, erst recht nicht pflegen willst.

      Ansonsten lies mal hier rein... evtl fällt deine Mutter auch in das Muster. Und dann wird sie sich eh nicht ändern, da kannst du lange drauf warten.

      http://www.narzissmus.org/hat-deine-mutter-eine-nps/

      • Sie ist auf jeden Fall ein Narzisst. Wusste gar nicht dass es dafür eine Bezeichnung gibt. Auch früher in der Kindheit die Erwähnung mit dem Goldkind und dem Sündenbock das passt schon alles darauf. Ihr ist ja auch alles völlig egal, sie redet nur von sich 2-3 Stunden lang und merkt oft gar nicht wenn ich vom Telefon weg bin um mich ums Kind zu kümmern weil sie so viel nichtmal zuhört wenn ich sage ich muss kurz das Telefon weglegen, also lasse ich sie weiterreden. Es ist eh immer das Gleiche, Geschichten von vor 30 Jahren und immer die Gleichen. Man verpasst also nichts wenn man vom Telefon weg ist. IdR etwas vorwurfsvolles aus Babyzeit, Kleinkindheit, Kindheit, Pubertät, oftmals Lügen von denen sie denkt ich wäre zu jung gewesen um mich an das tatsächliche zu erinnern xD Da kann ich dann nur schmunzeln. Aber ihr Narzissmus ist mir jetzt als 30-jährige auch ehrlich ganz egal. Kinder leiden unter sowas, aber da meine Kindheit lange Zeit vorbei ist kann sie so viel Narzisst sein wie sie will, ändern wird sie sich nicht. Interessierte sie nicht die Bohne wie die OP vom Kleinen war obwohl sie mich am gleichen Tag noch von 20 Uhr bis 2 Uhr morgens in Beschlag nahm...wo wir mit dem Kleinen ab 5:30 Uhr im Krankenhaus gewesen waren, war eine ambulante OP. Das heißt ich war schon 22 Stunden wach als sie mich aus ihren Fängen entließ. Zum Glück ging es ihm aber danach super, so zur Info, aber gefragt hat sie da nicht danach.

        • Du siehst, wie schädlich der Umgang mit ihr ist. Denn nicht immer wieder in dieses Messer, sie wird niemals die Mutter sein, die du dir so sehr wünschst. Erst recht nicht die Oma für dein Kind.
          Meine Mutter ist auch eine schreckliche Person, ich hab den Kontakt abgebrochen und es geht mir seitdem seelisch viel viel besser, auch bin ich ein ganzes Stück innerlich gewachsen, weil sie eben keine macht mehr über mich hat. Tu dir diesen Mist nicht mehr länger an, jeder Tag ist bereits zu viel, das bist du nicht wert, du hast besseres verdient. Es ist traurig, aber es wird sich leider niemals ändern.

          Meine Mutter war auch super ignorant, als ich ihr vor dem kontaktabbruch, all die Misshandlungen von ihr an mir aufgezählt habe, hat sie steif und fest behauptet, das wäre alles nie gewesen und ich wäre ja schon immer ein sehr egoistisches, undankbares Kind gewesen. Bestes überhaupt: sie das mit am Tisch, als der stiefvater mich rausschmiss und hat sogar beim umzug geholfen! Bei dem besagten Telefonat behauptete sie felsenfest, sie war gar nicht zuhause, ich war einfach eines Tages weg. Daran erkennt man gut, das sich solche Leute ihre Realität zurecht spinnen, dagegen kannst du nichts tun, egal wie viele Menschen es ebenso sehen oder es bezeugen können. Für sie zählt nur ihre Welt.

      Hallo,

      es gibt keine Entmündigungen mehr, man kann evtl. einen gerichtlichen Betreuer bestellen der dann einige Aufgaben übernimmt.
      Aer anscheinend gibt es doch auch noch den Vater der TE (Ehemann der Pflegebedürftigen) und genau DER wäre der 1. Ansprechpartner, egal ob Pflegedienst odr Pflegeheim.
      An die TE: woher weißt du dass du so dermaßen viel zuzahlen musst? Die Einkommensgrenzen sind nämlich ziemlich hoch. Gehe bitte mal zu einer Pflegeberatung und lasse es dir dort alles genau erklären und ausrechnen und danach kannst du immer noch mit deinem Vater zusammen entscheiden.

      LG

Hallo ,
fühl dich mal lieb gedrückt. Das ist ein ganz schöner Streifen den du mitmachst bzw auch als Kind mitgemacht hast.
Du solltest dich dringend von deiner Mutter lösen. Es tut dir nicht gut und deiner Familie.
Helfe deiner Mutter noch ein letztes Mal indem du ganz klar für Pflege sorgst und das sich jemand kümmert. Erster Schritt wäre auch ganz klar Sozialamt. Der Pflegedienst bekommt auch einen Schlüssel.
Und dann verabschiede dich.
Das geht einfach nicht auch wenn es deine Mutter ist. Wie benimmt sie sich dir und deinem Kind gegenüber ?
Einfach schlimm ....

Besinnliche Zeit und alles Gute

Lg Viola

Hallo

Woher willst du wissen, ob du zahlen musst?
Dann musst du schon sehr sehr gut verdienen.
Dein Freibetrag für dich alleine sind schon 1800 Netto plus Freibeträge für Kinder etc.
Das Sozialamt wird die Kosten übernehmen

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