Regretting motherhood

    • (1) 03.01.19 - 22:33

      Hallo zusammen,

      ich muss jetzt einfach mal los werden, wie es mir geht, da ich sonst mit niemandem darüber sprechen kann.

      Ich habe einen 17 Monate alten Sohn und wünsche mir von Tag zu Tag mehr, dass ich ihn nie bekommen hätte.

      Er war von Anfang an ein sehr schwieriges Kind. Mit dem Stillen hat es nicht geklappt, weil er mir alles blutig gekaut hat, also habe ich nach 2 Wochen aufgegeben und abgestillt, auch wenn es mir unendlich schwergefallen ist.

      Dann waren da die Dreimonatskoliken, die aber definitiv länger angehalten haben. Dauernd dieses schlecht gelaunte Kind, das nur geweint und sich gekrümmt hat. Natürlich tat es mir schrecklich leid, aber es hat alles nichts geholfen. Kein auf dem Bauch tragen, kein Massieren, keine Mittelchen aus der Apotheke.

      Dann kamen die Zähne. Einer nach dem anderen, in einem Affentempo. Nur unruhige Nächte voller Geheule, Gequengel, Gejammer... Gefühlt zieht sich das seit einem Jahr so durch... Mittlerweile fehlen nur noch die hinteren Backenzähne - Gott sei Dank!

      Ja, es gab auch mal eine kurze Zeit, in der er "durchgeschlafen" hat. Ach, wie sehr mich die anderen Mütter beneidet haben... Und wie sehr sie jetzt über mich lachen würden, wüssten sie, wie bescheiden es mir mittlerweile geht.

      Mit 14 Monaten kam er in die Kita. Seitdem ist er krank. Nur noch erkältet, über die Feiertage letzte Woche sogar 5 Tage 40 Fieber. Er quält sich nur noch mit Husten, Schleim, triefender Nase... Die Ärzte sagen jedes Mal nur, dass es ein Infekt sei. Ja schön, der Kleine hustet aber so viel, dass er sich davon dauernd übergeben muss. Und es scheint ihm nie so richtig wohl zu sein.

      Mein Kind ist nur am Jammern, Heulen Quengeln. Ich kann es so langsam nicht mehr hören. Wenn ich sehe, wie die Kinder von anderen Müttern sich selbst mit sich beschäftigen können, wie sie in Ruhe spielen, sodass die Mütter mal etwas geschafft bekommen...
      Mein Kind nicht, nein, mein Kind braucht am besten 24 Stunden Bespaßung. Am liebsten haut es dann auch Kinder von Freunden, wirft alles durch die Gegend, bis jemand weint, pfetzt und zieht an den Haaren. Das Wort Nein scheint er einfach zu ignorieren. Und wenn wir ihm zehnmal sagen, dass er etwas unterlassen sollen, wird es erst recht gemacht. Und dabei am besten noch gelacht.

      Ich bin echt am Ende meiner Kräfte. Ich sehne mich so sehr nach einem Leben alleine. Bin nur noch froh, wenn jemand mal auf den Kleinen aufpasst und ich mich verkrümeln kann oder wenn mein Mann über Nacht mit ihm zu den Schwiegereltern fährt. Mittlerweile ist es schon so weit, dass ich das Gefühl habe, zu meinem Kind überhaupt keine Bindung mehr zu haben. Ich bin nur noch von ihm genervt, schreie ihn an und will, dass er verschwindet. Am besten zusammen mit seinem Vater.

      Ich könnte hier noch seitenweise klagen - lasse es jetzt aber lieber.
      Sorry für den langen Post, aber vielleicht versteht mich ja die ein oder andere :(

      LG, Jenny

      • Du scheinst ja schon verzweifelt genug zu sein und es ist jetzt für Dich nicht hilfreich, aber ich komme nicht umhin zu schreiben, dass es mit im Herzen weh tut, was Du berichtest. Dein Kind tut mir wahnsinnig leid. Niemand hat es verdient, so ungewollt zu sein. Du bist überfordet, aber Dein Kind ist auf Dich und Deine Kraft angewiesen.

        Es gibt in Deiner Nähe mit Sicherheit Erziehungsberatungsstellen. Hol Dir Hilfe und sprich mit Deinem Mann über Deine Gefühle!

        (3) 03.01.19 - 22:50

        Arbeitest du? Was machst du sonst in deiner "Freizeit"? Hast du einen Ausgleich? Such dir dringend Hilfe...es scheint auch so, als seist du auch in deiner Beziehung nicht mehr glücklich. Was sagt dein Mann dazu?

        • (4) 03.01.19 - 23:41

          @maja.1979 Eigentlich ist mein Kind nicht ungewollt und deswegen zerreißt es mir selber das Herz, dass ich ihm momentan nicht zeigen kann, wie sehr ich ihn liebe. Ich weiß, dass viele das nicht verstehen werden, dass ich auf der einen Seite sage, dass ich weg von ihm will, ihn auf der anderen Seite aber lieb hab.
          Ich wollte lange Zeit ein Kind, hatte es irgendwann aber schon fast aufgegeben, weil es einfach nicht klappen wollte. Die Beziehung lief mittlerweile auch schon ne Weile nicht mehr rund, als ich dann plötzlich doch schwanger wurde. Irgendwie war der Zeitpunkt einfach undenkbar schlecht. Doch im Verlauf der Schwangerschaft hatte ich das Gefühl, dass die Beziehung besser wurde, ich hatte mich so auf mein Baby gefreut. Aber irgendwie war von Anfang an der Wurm drin :( Dabei wollte ich so sehr eine tolle Mutter sein.

          @ljubicek Ja, ich arbeite seit Oktober wieder für 25 Stunden die Woche. Nach der Arbeit hole ich in der Regel meinen Sohn von der Kita ab und bin dann mit ihm alleine, bis mein Mann gegen 18-19 Uhr von der Arbeit heim kommt. Im Sommer würde ich mit dem Kleinen einfach wieder ins Schwimmbad gehen, aber bei dem Wetter momentan und wenn der Kleine sowieso dauernd krank ist, weiß ich echt nicht, was ich mit ihm machen soll. Hin und wieder kommt wie gesagt die eine oder andere Freundin mit deren Kind vorbei, aber da mein Sohn die anderen Kinder immer nur ärgert, macht mir das auch echt keinen Spaß mehr.
          Freizeit gibt es für mich nicht... Unser Sohn schläft abends meist erst gegen 21 Uhr ein und da ich ja am nächsten Tag auch wieder arbeiten muss, ist für mich um 22 Uhr Schicht im Schacht. Kraft für irgendwas habe ich dann sowieso nicht mehr. Am Wochenende muss dann der Haushalt gemacht werden etc., da ist auch nicht viel mit Zeit für mich alleine.

          @fannie1a Mein Mann versucht wirklich, mich zu unterstützen und nimmt mir schon sehr viel ab, spielt mit dem Kleinen, bringt ihn ins Bett etc. Aber unter der Woche, wenn er spät von der Arbeit kommt, bleibt halt doch alles an mir hängen. Dann bekomme ich hin und wieder schon den Spruch gedrückt, dass die Arbeit auch anstrengend ist. Er meinte auch schon mal, wenn ich so viel wie er verdienen würde, würde er weniger arbeiten und ich könnte dann mehr arbeiten.
          Ich bin einfach auch jemand, der die Arbeit braucht. Ich bin nicht der Typ Mensch, der den ganzen Tag daheim beim Kind bleibt und damit glücklich und zufrieden ist. Ich brauche die Arbeit, um das Gefühl zu haben, etwas Sinnvolles zu tun.
          Wie gesagt, ich liebe mein Kind trotz allem. Ich kann nur einfach nicht mit seinem sehr ausgeprägten Charakter umgehen...
          Leider habe ich auch so gut wie keine Unterstützung durch die Familie. Abgesehen von meinem Vater sind alle berufstätig, sodass vor allem unter der Woche keiner mal aushelfen oder den Kleinen mal für ne Stunde nehmen kann. Das würde mich schon mal sehr entlasten :(

          @kirikiri123 Wahrscheinlich hast du Recht. Und wahrscheinlich hätte ich einfach noch damit warten sollen, wieder arbeiten zu gehen. Aber ich gehe nun mal gerne arbeiten, allein schon um mal wieder unter Leute zu kommen und über andere Dinge zu sprechen als immer nur das Kind. Mal ganz abgesehen vom Geld... Denn ich hasse es, von einem Mann abhängig zu sein und verdiene daher lieber mein eigenes Geld.

          Danke an alle für eure lieben Worte!

          • (5) 04.01.19 - 07:31
            anonym anonymous

            Hast du die Möglichkeit, mehr Betreuung in der KiTa zu buchen? Oder du fängst morgens frueher zu arbeiten an und dein Mann macht morgens den Kleinen fertig und bringt ihn zur KiTa. Freibad finde ich mit kleinem Kind immer unentspannt. Da bin ich nie. 10000 Leute, Gewusel und dann musst du aufpassen, dass dein Kleiner nicht weglaeuft und ertrinkt. Rede mit deinem Hausarzt,.dass du Hilfe brauchst. Kur etc. Dir alles Gute.

      (6) 03.01.19 - 22:59

      Hallo, bist Du Dir sicher?? Was sagt denn Dein Mann dazu? Wenn es ist, wie Du sagst, könntet Ihr Euch trennen, Euer Sohn bleibt beim Vater und gut ist’s. Immer voraus gesetzt natürlich der Vater ist nicht auf dem gleichen Trip... Es ist schon echt dramatisch zu sehen wie sehr sich die Einen ein Kind wünschen und einfach nicht kriegen, während Du Eins hast und es gar nicht willst. Mögen denn wenigstens der Vater und die Großeltern das Kind? Könnte es sein, dass Dein Problem sich legt, wenn Du weniger Betreuungszeit leistest und wieder arbeiten gehst?
      Ich hoffe für den Kleinen, dass Ihr eine gute Lösung findet.

      • Wer sagt denn, dass sie das Kind nicht mag? Sie hat scheinbar große Probleme und fühlt sich ja selber mit diesen Gedanken nicht wohl. Da müsste dringend ein Psychiater her. Am besten direkt einen Termin beim Hausarzt ausmachen. Er kann alles weitere in die Wege leiten

    (8) 03.01.19 - 23:01

    Hallo Jenny,

    es tut mir unglaublich leid für dein Kind und auch für dich, so etwas zu lesen.:-(

    Du benötigst dringend Hilfe und ich rate dir, dich mit dieser Sache an deinen Hausarzt zu wenden. Bitte ihn/sie, dich an einen Psychotherapeuten zu vermitteln. (Meist haben die Hausärzte Listen von den umliegenden Therapeuten.)

    Ich bin selbst auch in Therapie und weiß, von was ich spreche.
    Du musst dir nur einmal einen Ruck geben - wenn du dir helfen lässt, wird sicher alles gut!

    Tu es für dich und dein Kind!

    Alles Liebe!

    Hol dir auf jeden Fall Hilfe. So geht es jedem mal, aber wenn das nicht weggeht ist das ein schlimmes Problem. Dein Kind merkt das, versetz dich in seine Lage. Er kann nichts dafür.

    (10) 03.01.19 - 23:07

    Hallo!
    Jemand muss dir helfen, du hast ein Recht dich zu entspannen.
    Manche Kinder sind eben anstrengender als andere, hat nicht unbedingt mit dir etwas zu tun.
    LG

    Liebe Jenni!
    Bitte such dir eine Betreuung für die kleine. Du brauchst Entlastung. Ich glaube nicht, dass du langfristig keine Bindung aufbauen wirst. Diese Zeit kann so hart sein! Mein Sohn ist auch 17 Monate und seit dezember bei einer Tagesmutter. Ihm geht es gut dort und ich kann auch mal durchschnaufen. Was du beschreibst hab ich mit ihm auch durch. Beim ersten war es Noch schlimmer! Aber dein Kind wird älter! Irgendwann sind sie in der Spur, in Betreuung und du kannst die Zeit die ihr dann zusammen habt vielleicht doch mehr genießen.
    Lass dich nicht unterkriegen und schaffe dir Auszeiten.
    Alles Liebe

(13) 04.01.19 - 00:33

Was ich raus lese ist eine totale Erschöpfung deinerseits.

1. gehe bitte zu deinem Hausarzt ... du bist definitiv reif für eine Kur. Dein Sohn scheinbar auch —-ich tippe auch Bronchitis (mehrfach). Das habe/hatte ich hier mir 2 Kindern durch wobei sich bei einem dann noch eine virale Lungenentzündung dazu entwickelte. Abhilfe schafft hier neben ständiger Inhalation mit Kochsalz und bei bedarf salbutamol eine Kur an der See.

2. ich bin auch jemand der gerne arbeitet. Aber ich kenne meine Grenzen. Also entweder du fährst noch etwas runter ... auf 20h und verschaffst Dir so mehr Zeit... oder dein Mann muss an der stundenschraube drehen und Dir wenigstens einen Nachmittag unter die Arme greifen.

Ich denke du bist tief verzweifelt und weist eigentlich dass dein Sohn nichts dafür kann. Gib ihm nicht die Schuld... ihr packt das.

(14) 04.01.19 - 03:06

Ich kann dich teilweise verstehen. Eine zeitlang ging es mir auch so. Das war damals aber der Babyblues.

Ich kann dir auch nur raten suche dir professionelle Hilfe.
Dein Kind wird spüren wie es dir geht. Wahrscheinlich ist es gerade deshalb auch so anstrengend.

An deiner Stelle würde ich mich um eine Mutter-Kind-Kur bemühen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe ihr schafft das!

(15) 04.01.19 - 03:37

Hallo,

glücklicherweise hast du noch gute Tipps bekommen. Versuche erstmal für dich etwas Zeit frei zu schaufeln. Engagier einen Babysitter für 1x pro Woche.
Eine Kur, evt ohne Kind wäre vllt such was, da bekommst du auch therapeutische Hilfe.

Allen andere Antworten a la, dein Kind tut mir leid, trenn dich und der Vater nimmt das Kind mit sind wenig hilfreich.

Es kostet Überwindung überhaupt öffentlich zu schreiben, dass man Probleme hat, verzweifelt ist, sich selbst und seine Gefühle nicht versteht und sein Kind nicht lieben kann. Da muss dann nicht noch kontraproduktiv reingeschlagen werden.

VG

(16) 04.01.19 - 06:51

Das tut mir so leid für euch.
Du liebst deinen kleinen Mann. Nur diese ständige Krankheitsphasen die permanente habachtstellung haben dich zermürbt und ausgelaugt. Du setzt dein Kind und dich unter wahnsinnigen Druck indem du Vergleiche zu anderen Müttern und ihren Kindern ziehst und aus diesen momenaufnahmen dir ein vermeintliches Konstrukt aufbaut wie das Leben laufen sollte.

Dass dein Sohn viel Schmarrn macht und auf dein Nein nicht hören mag ist normal für das Alter. Nur bist du so am Limit dass du das nicht mehr verpacken kannst. Dein Sohn spürt deine genervtheit und so hat man einen Teufelskreis. Er kann ja auch nichts dafür er ist ja noch ein Baby und hat nur die eine Mutter.

Mein Ratschlag für dich.hol dir Hilfe. Nimm dir auszeiten. Holt euch eine Putzfrau dass du da wenigstens etwas erleichtert wirst.

Und sprich mit deinem Arzt bzw Kinderarzt. Eine Kur würde euch guttun.

Ich kann dich so gut verstehen...Ich hab ähnliches hinter mir und bin schlußendlich in einer sauberen depressiven verstimmung hängengeblieben.

Viel Glück für euch

(17) 04.01.19 - 08:14

Drück dich!
Ignoriere diese, dein Kind tut mir leid, andere wünschen sich ein Kind, Kommentare.

Diese Leute haben von dem Zwiespalt in dir und den Schuldgefühlen in dir, keine Ahnung.

Aber, wie so Vieles im Leben, sind auch deine Empfindungen zugelassen und ok.

Dass es kein Zurück gibt, ist dir ja klar.

Aber sorge bitte für Erholung.

Beantrage eine Kur und zwar OHNE Kind.
Guck mal beim Müttergenesungswerk.

Dein Mann muss mehr ran. Das mit dem Hinbringen in die Kita ist ne gute Idee. Er soll ich morgens fertig machen und du bist morgens nur für dich zuständig. Könnte er nicht vorrübergehend noch länger in der Kita bleiben.

Denke an dich, an dein Kind denkst du ja sowieso....

(19) 04.01.19 - 08:19

Es tut mir leid das du dich so fühlst! Ich war im einer ähnlich Situation. Ich würde ungeplant schwanger und hatte echt abgeschlossen mit der Familienplanung. Die ganz Schwangerschaft über war ich sehr unglücklich darüber nochmal von vorne anfangen zu müssen. In dem Moment wäre es mir auch egal gewesen, wenn was passiert wäre. Die ersten Monate waren hart. Wir hatten auch Koliken, von den Koliken gleich in den ersten Infekt und seid 3 Monaten kommt ein Zahn mach dem anderen gefolgt von einer Bronchitis nach der anderen. Trotzdem liebe ich ihn wie die anderen beiden Kids auch, es gibt kein Unterschied von der Liebe zu den anderen, nur wenn ich ihn wieder nächtelang im den Schlaf trage, denke ich manchmal wie viel einfacher es doch wäre mit zwei Kindern, ich wünsche ihn mir aber nicht weg. Ich weiß aus Erfahrung das diese anstrengende Zeit zu Ende geht, auch wenn ich manchmal echt am Limit bin. Aber es ist wirklich, im Vergleich zum ganzen Leben, eine sehr kurze Zeit in der man so fremdbestimmt ist. Es wird besser. Du sagst ja selber das du ihn liebst, ich denke es ist einfach extreme Überforderung. Die dunkle Jahreszeit haut noch einen oben drauf und das er dauernd krank ist auch. Rede mit deinem Mann offen und ehrlich. Ich weiß ja nicht was zwischen euch ist, aber vielleicht kann ja mal jemand abends aufpassen und ihr macht mal was zusammen? Um euch wieder näher zu kommen. Ich würde dir ebenfalls raten einem Arzt zu kontaktieren. Kämpfe um euch
Ich wünsch euch alles gute

(20) 04.01.19 - 08:27

Zuerst einmal, du bist nicht alleine mit dem, was du fühlst.
Vielleicht entlastet dich der Gedanke schon einmal ein wenig.
Es muss sicher sehr schwer für dich sein, diese Spannung und die ganzen widersprüchlichen Gefühle auszuhalten. Das Problem ist nur, ihr befindet euch gerade in einer Negativspirale, hier musst du unbedingt ansetzen. Grundsätzlich wird es einfacher, wenn der Kleine älter wird, aber nur dann, wenn sich das Ganze, was sich bei dir gerade an negativen Gefühlen aufstaut, nicht manifestiert. Also ist jetzt der richtige Zeitpunkt, du musst wirklich handeln. Es wurden dir ja schon Tipps gegeben, dich professionell beraten zu lassen, das möchte ich ebenfalls unterschreiben. Darüber hinaus gibt es aber auch Dinge, die du jetzt bereits tun kannst, zwar nur Kleinigkeiten, aber die können eine große Wirkung haben.

Du kannst beispielsweise zum einen bei deiner Grundanspannung ansetzen. Entweder in Form von gezielten Auszeiten, wo du Dinge tust, die dich entspannen, oder beispielsweise durch Sport. Alles, was dich körperlich runterfährt, ohne dich noch weiter auszupowern. Da gibt es ja eine breite Palette, von Yoga bis hin zu Achtsamkeitsübungen, Entspannungstechniken, Tanzen, etc. Wichtig ist, es muss regelmäßig gemacht und in deinen Alltag bewusst integriert werden.
Außerdem sollte es etwas sein, was du gern tust. Das kannst du aber nur für dich rausfinden. Google mal oder lass dich von deinem Hausarzt beraten.

Zum anderen für positive Erfahrungen mit dir und deinem Sohn sorgen, damit sich eure Beziehung verbessert. Das kannst du nur gewährleisten, dein Sohn ist dafür noch zu klein, er kann keine erwachsenen Erwartungen erfüllen, das musst du dir immer wieder vor Augen halten, damit der Kreislauf nach unten stoppt. Bei mir lautete die Lösung mit Kleinkind: raus. Mir ist nämlich ansonsten die Decke auf den Kopf gefallen. Raus. Bei Wind und Wetter. In den Park, in den Zoo, in die Stadt, in den Wald, Hauptsache raus und sich dann auf das Erkunden des Kindes einlassen. Das kann total Spaß machen, zusammen Dinge aus der Kindersicht zu entdecken. Auf keinen Fall empfehle ich dir, weiter mit Kleinkind in der Wohnung zu sitzen und auf besseres Wetter zu hoffen (wortwörtlich). Jeder Tag, den ihr für eine Aktivität nutzt, die ihr beide als positiv erlebt, bringt euch weiter und näher zusammen. Schwimmbad geht auch im Winter.

Ich wünsch dir alles Gute, aber, bitte, so schwer es dir auch gerade fällt, weil alles so anstrengend ist: tu was und warte nicht länger, dass es von selbst besser wird.

(21) 04.01.19 - 08:36

Hey! Leider habe ich keinen Tipp für dich, möchte dir aber doch sagen, dass ich dich verstehe und es auch furchtbar finde, wie viel Pech du scheinbar mit deinem Sohn hast😞 es ist so ungerecht, dass manche so ruhige, anspruchslose Babys bekommen, wie meine Freundin letztes Jahr und dann gibt es Fälle, wie bei dir... Ich erwarte mein erstes im Frühjahr und muss ehrlich gestehen, dass du den Alptraum lebst, den ich habe😞wünsche dir viel Kraft und hilfe🙏

  • Ehm, was für ein Pech hatte sie genau mit ihrem Kind? Entschuldige wenn ich jetzt so hart bin, aber dein Gerede ist so unerwachsen und lächerlich. Pech ist was anderes.

    Und nein, ich verurteile die TE nicht. Ich kann sie sogar sehr gut verstehen. Ich hatte oder habe selber ein sehr anstrengendes Kind (Schreibaby früher). Ich hatte am Anfang auch schlechte Gefühle und habe dann mit einem Therapeuten gesprochen. Ich hatte Glück, dass ich sofort reagiert habe und somit keine richtige Wochenbettdepression bekam. Bei vielen Dingen habe ich mir auch selber geholfen und mir einfach Kraft gemacht. Niemals würde ich aber sagen, dass ich so Pech hatte mit meiner Tochter. Denn sie ist einzigartig auf ihre Weise und sie ist gesund.

    Was ich der TE raten kann ist unbedingt zu einem Psych. Gespräch zu gehen und alles erzählen.

Um wie viel Uhr endet dein Arbeitstag und wann holst du deinen Sohn dann aus der Kita? Lass ihn lieber etwas länger dort und hole ihn erst, wenn du dich ausgeruht hast. Könnt ihr euch eine Putzfrau leisten?

Ich glaube dein Kind spiegelt dich wieder.
Du bist gestresst, unausgeglichen, genervt....
Dein Kind spürt deine Ablehnung und jammert, heult und quengelt.
Ihr befindet euch in einer Abwärtsspirale, die du durchbrechen musst.
Such Dir geeignete Hilfe. Dann wird das schon wieder .
Viel Erfolg und alles Gute

  • Immer dieses: Du bist gestresst - dein Kind auch. #aerger

    Nein, die TE kann nichts dafür, dass ihr Kind quengelt. Sie kann auch nichts dafür, dass er soviel krank ist. Es gibt einfach diese Kinder und daran sind nicht immer die Mütter schuld.

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