Alltag reinbringen - brauche dringend Tipps und Ratschläge

    • (1) 10.01.19 - 01:18
      Tipps-und-Ratschlag

      Hallo zusammen,

      Ich benötige dringend einen (oder viele) Rat zum Thema Alltag. Mein Sohn ist etwas über 8 Wochen alt. Es gibt bei uns noch immer keinen geregelten Alltag. Er ist extrem nähebedürftig und Brust fixiert. Tagsüber gibt es keine festen Stillzeiten (es wird nach Bedarf gestillt) und er schläft auch am Tag nicht viel. Das sind eher kleine Powernaps von maximal 30 Minuten am Stück. Egal was ist, er will an die Brust. Bei Hunger (logisch), bei Schmerzen, Langeweile, wenn er müde ist zum einschlafen (...). Einfach immer. Er schläft auch ausschließlich mit mir auf der Couch. Bett, wiege, Schaukel, Federwiege, Spielbogen usw werden nicht akzeptiert. In seinen Wachphasen bleibt er auch nur maximal 30 Minuten am Stück ruhig und zufrieden. Dann meckert er wieder und will zu mir und an die Brust. Selbes Spiel in der Bauchtrage. Schnuller akzeptiert er überhaupt nicht. Haben sämtliche Marken, verschiedene Formen und Materialien gekauft.

      Dadurch komme ich einfach zu kaum was. Haushalt bleibt meistens liegen, ich kann keinen Papierkram / Anträge etc erledigen. Mein Göttergatte ist mir durch seine fast täglich wechselnden Schichten kaum eine Hilfe. Mich nervt und stört es, wie es hier zum Teil aussieht aber ich weiß nicht, was ich noch machen und versuchen soll. Den kleinen schreien zu lassen ist absolut keine Option.

      Ich bitte hier wirklich um Erfahrungen und Ratschläge. Ich möchte betonen, dass ich keine Zeit für mich alleine möchte, sondern Zeit für meinen Haushalt will!
      Vorwürfe oder Verurteilungen gegenüber meinem Mann und mich bringen mich nicht weiter.

      Ich bin dankbar für alle hilfreichen Antworten ❤️

      • [****vom urbia-Team editiert. Bitte bleibt höflich/sachlich****]

        Ich weiß, du willst Tipps und Ratschläge, aber ich bin gerade wirklich fassungslos über deinen Beitrag! Ich kann nur den Kopf schütteln...

        Mein Tipp: kommt erstmal an, 8 Wochen und ein geregelter Alltag? Fast unmöglich! Das braucht Zeit, Geduld und viel Ausdauer.

        UND ein Baby hat keine Langeweile, er will an die Brust wegen Hunger und/oder Nähe, das wars. Mehr ist das nicht und es ist Gott sei Dank sooooooo einfach!

        Nächster Tipp: Versuch es mit einer Babytrage/einem Babytuch. Dadurch gibst du deinem Baby Nähe und kannst nebenbei gut was schaffen.

        Alles Gute euch!

        • Erstmal danke, für deine hilfreiche Antwort. Entschuldige, wenn meine Frage rüber kommt, als wäre ich undankbar, einen so tollen Sohn zu haben. Des Weiteren möchte ich mich entschuldigen, dass ich gerne einen ordentlichen Haushalt und bezahlte Rechnungen möchte.

          Wie man an deiner Antwort sehen kann, hast du mein Anliegen wohl nicht bis zum Ende gelesen, denn dann wüsstest du, dass ich eine Bauchtrage habe, diese aber auch für maximal 30 Minuten "funktioniert".

          Ist es denn tatsächlich so schwer, eine wenigstens neutrale Antwort zu verfassen, statt andere in der Luft zerreißen zu wollen? Wenn dir mein Beitrag nicht passt oder er dich fassungslos macht, dann verkneif es dir doch bitte in Zukunft zu antworten.

          Ich verstehe auch vieles nicht oder schüttel den Kopf, belasse es aber dann dabei, bevor ich andere dumm von der Seite anmache. Hilft doch niemandem.

          Ist schon traurig, dass man kaum noch eine Frage stellen oder um Rat fragen darf, ohne dass man direkt angekeift wird.

          In diesem Sinne, danke für nichts und eine gute Nacht.

          Es ist vielleicht für dich und manch andere schwer vorstellbar, aber es gibt auch Frauen, die sich tatsächlich einen recht normalen Alltag wünschen und nicht 16 Stunden am Tag das Baby an der Brust baumeln haben wollen. Nähe gerne, aber dazu muss das Baby nun wirklich nicht immer den Busen im Mund haben.

      Wir hatten mit acht Wochen auch noch keinen geregelten Alltag, das kommt mit der Zeit. Und es kommt am schnellsten wenn Du Deinem Schatz die Nähe gibst die er jetzt braucht. Das wird schon! Aber es braucht halt etwas..

      • Die bekommt er auch bedingungslos.
        Seit der Geburt springe ich sobald er nur mit meckern anfängt. Er darf auf meiner Brust schlafen, wann immer er möchte. Habe zum Teil nächtelang nur im halbsitzen "geschlafen" damit er auf mir schlafen kann und habe mir schlussendlich einen nerv eingeklemmt und meine Naht (höher Scheidenriss 2.Grades und Dammriss 2.Grades) ist dadurch auch leicht aufgefangen, da sie dadurch extrem belastet war.
        Aber ich würde gerne mal wieder eine ordentliche und saubere Wohnung haben. Ich denke, der Wunsch ist normal und mit Baby auch nicht utopisch.

        Vielleicht ist Alltag auch das falsche wort. Vielleicht hätte ich nach Zeit für Haushalt fragen sollen...

        Ich danke dir für deine Antwort

        • Ich verstehe Dich ja und glaube auch dass er bis jetzt alles an Nähe bekommen hat- aber acht Wochen, das ist ja fast noch Wochenbett.. und sonst muss Dein Mann mal eben durchwischen.. ein Baby kann ein 24 Stunden-Job sein,er hat bestimmt kürzere Arbeitszeiten. Oder er geht ne Zeit spazieren mit dem Kind und Du machst etwas Haushalt und etwas Pause..

          • Als erstes: Dankeschön 😊

            Vielleicht war Alltag auch einfach das falsche Wort. Ich habe ehrlich gesagt einfach auch ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich hier so umschaue. An manchen Tagen schaffe ich es nicht mal die Wäsche abzuhängen und aufzuräumen. Und so bin ich eigentlich nicht.

            Und dann liest man in anderen Beiträgen, dass andere Mamas alles locker flockig hinkriegen, Zeit für sich haben, 7 Stunden spazieren gehen, nebenbei noch einen Roman schreiben, Oma besuchen, 5 gänge Menüs zaubern und abends ihrem Mann die Füße massieren.
            Da komme ich mir vor, als wäre ich ne Vollversagerin, wenn ich nicht mal die Wäsche schaffe 😥

            • (9) 10.01.19 - 06:32

              Diese Mütter haben auch kein 8 Wochen altes Baby Zuhause.

              #rofl

              Die Tastatur ist geduldig, im Netz kann hier jeder das Leben niederschreiben, dass er entweder tatsächlich führt oder liebend gerne führen würde ;-)
              Wie gesagt, beim 1. Kind war ich im Vollstress, beim 2. war ich die ersten Monate ein nervliches und körperliches Wrack (1+2 sind nur 2 Jahre auseinander #schwitz) und erst das 3. konnte ich genießen.

              Diese Mamis sorgen sich sehr um ihren Ruf, stellen sich und andere unter Druck und übernehmen sich solange bis der Hammer zuschlägt: Depressionen, Burn Out & Co lässt Grüßen. Oder die sind auf Drogen, drei Tage wach und immernoch in Action.

              Mindestens!

              Meine Hebamme hat mir immer gesagt, dass es völlig normal sei, sich auf das Kind zu konzentrieren. Und wenn sie zu einer frischgebackenen Mama kommt, die sie in der blitzblank geputzten Küche, perfekt gestylt begrüßt, kann sie als erstes nach dem Concealer gegen die fetten, schwarzen Augenringe fragen. Irgendwas stimme dann nämlich nicht. Es sei völlig in Ordnung, wenn Haushalt brach liegt. Es seien die eigenen Ansprüche, die das Leben erschweren.

    Hallo, bei mir genauso. Mein Baby ist auch nimmt auch kein Schnuller. Am Anfang gabs auch nur Powernaps und zum einschlafen auch jetzt immer die Brust. Nachts ist mein kleiner Mann etwas entspannter. Also lege ich mich mit ihm ins Bett und stille im liegen bis er schläft und warte noch ca. 30 min. - 1std., dann steh ich auf und mache nachts sauber. Trotzdem wird ab und zu wach, dann wieder das gleiche Spiel. Ein richtiger Ratschlag ist das nicht. Tut mir leid. Vielleicht klappts, aber bei der besser wemn du im liegen stillst, dann kann dein Baby genauso liegen bleiben und weiter schlummern. Es wird besser. Wenn ich neben meinem Baby (7 Monate) liege ist er natürlich nicht so angespannt beim wach werden. Es ist schon vorgekommen, dass er mich angelächelt hat und weiter schliefoder mittlerweile hört er auf zu nuckeln, wenn er fertig ist und dreht sich weg von mir. Was für uns ein Meilenstein ist.

    Erstmal vielen vielen Dank für deine liebe Antwort. Ich würde nachts gerne sauber machen. Allerdings schlafen mein Mann und ich aktuell getrennt, da er zum Teil im 5 Uhr aufstehen muss und er schlafen soll und er aber auch schnarcht wie ein Holzfäller und ich dadurch wach gehalten werde.
    Ich habe schon versucht zumindest Küche und Bad zu machen aber der zwerg hat teilweise einen so leichten Schlaf, dass er bei dem kleinsten Geräusch hoch schreckt.

    Ich nutze tagsüber jede Sekunde, um irgendwas zu erledigen 😅
    In den ruhigen 30 Minuten sprinte ich von Raum zu Raum und erledige, was ich kann, während ich laut singe, damit mein kleiner mich zumindest hören kann 😂

Ich würde in den 30min, die er in der Bauchtrage ist, mal das Dringendste machen, dh die Anträge.

Danach das Wichtigste im Haushalt, 30min reichen für 1 Sache (zb saugen, Bad putzen, Küche).

Dann: Mann einspannen, Wechselschichten sind keine Ausrede für Nichtstun in Bezug auf Baby. Er kann mal was vorkochen, Einkäufe erledigen, Haushalt eine Sache machen.

Die restlichen Powernaps würde ich primär zum Entspannen für dich nutzen! Lesen, fernsehen, essen etc. Du musst dich selbst auch so gut es geht verwöhnen, um psychisch fit zu sein!

Ansprüche an den Haushalt erstmal runterschrauben, dein Baby wird in ein paar Wochen schon mehr möglich machen!

Und ich denke auch, dass bei Babys wahnsinnig viel gelogen und vergessen wird. Mit 1 Jahr erinnert man sich zB vielleicht eher an die Zeit mit 4 Monaten, wo einiges bereits einfacher wird, als an die Neugeborenenzeit.
Lass dich von den Supermamis nicht ärgern 😊

  • Ich finde es sehr traurig, dass man inzwischen bei jeder Frage von den "Supermamis" so angegangen wird. Anstatt, dass man sich gegenseitig hilft und unterstützt, herrscht absolute Stutenbissigkeit.

    Einkäufe erledigen wir meist zusammen und verbinden das mit einem schönen Spaziergang. Im Haushalt ist die Küche sein fester Bestandteil, mit allem was dazu gehört (Müll etc).
    Das lässt er aktuell aber auch oft schleifen. Wenn ich ihn darum bitte, reagiert er gerne mal ein wenig genervt, ist zu müde oder es kommt das berühmt-berüchtigte "mach ich morgen". Wenn er gekocht hat, sieht die Küche aus wie ein Schlachtfeld.
    Er ist leider nicht der ordentlichste und das trägt dazu bei, dass es hier so aussieht. Seiner Ansicht nach bin ich zu empfindlich aber ich mag nunmal z. B. keine Bartstoppeln am Waschbecken usw.
    Haushalt war schon immer ein Streitthema bei uns.

    Ansonsten kuschel ich auch viel mit dem kleinen auf der Couch und versuche mich in der Zeit auszuruhen und nutze die Power Apps so effektiv wie möglich.

    Danke für deine Tipps. Ich versuche, das ganze etwas entspannter zu sehen. Die Zeit mit den kleinen vergeht eh viel zu schnell.

    • Hey, ich kann dich sehr verstehen. Ich brauche einfach einige Dinge, um mich zu Hause wohl zu fühlen. Das ist mir sehr wichtig. Meine Tochter ist 12 Wochen.
      Diese Dinge müssen getan sein am Vormittag, damit es hier läuft. Auch wenn sie so banal sind. Die Liste hängt auch tatsächlich so bei mir zu Hause, weil ich mich sonst so oft verzettel und oft nicht länger was am Stück erledigt bekomme, weil Baby Hunger, kuscheln, Spielen etc.

      - Betten machen
      - lüften
      - Katzenessecke sauber, füttern, Katzenklo aussieben
      - Flächen u Tische schnell abwischen
      - Laufgitter abfusseln bzw neu beziehen (wegen Katzen)
      - durchfegen (haben nur Holzboden u Laminat)
      - 2 Waschbecken und Toiletten säubern
      - Flasche Wasser für mich bereitstellen
      - frisches Wasser für R. aufkochen
      - Becherchen, Flaschen, Spritzen, Schnuller vom Vortag spülen und in den Steri (sammel das den Tag über in einer großen wasserdichten Box, in der ich auch alles abspüle)
      - 6 x Wasser auf Becherchen verteilen, Medis vorbereiten (für Mahlzeiten, ich konnte nicht stillen)
      - Was koche ich heute? Essensplan?

      Sind eigentlich nur 30 min. Für Katzenessecke, Toiletten nehme ich Wegwerf-Putztücher. Meine Umweltsünde, muss mal mehr Lappen kaufen.

      Wäsche waschen, gründlich saugen/putzen läuft hier, wenn mein Mann zu Hause ist oder ich mehr Zeit habe.
      Seit 5 Tagen bringen wir sie Abends zw. 19:30 und 20:30 ins Bett mit Abendritual. Manchmal erledige ich dann auch einige Sachen abends und wenn ich Glück habe, schläft die Kleine morgens noch und ich trinke sehr ausgiebig Kaffee und lese endlich mal Nachrichten etc.

      Vielleicht hilft dir sowas:) LG

      • Wow! Hut ab...und DAS Programm mit einem Kleinkind...hab ich es richtig verstanden - es wird täglich gewischt? ...ich hab ähnliche Zwänge, weil meine Tageskissen mit den Streifen in eine Richtung liegen müssen, ansonsten stört mich das ungemein, bei mir ist es so eine ästhetische Sache.

        • Nope :D
          Täglich wische ich nur Tische, Sideboards, Arbeitsplatten ab.
          Den Boden richtig staubsaugen und wischen klappt nur noch einmal die Woche. Selten 2x. Nur Durchfegen täglich.
          Vielleicht doof geschrieben.
          Und ja, die Liste ist ein bisschen Zwang.

Könnt ihr nicht eine Putzfrau nehmen?

Und dein Mann macht den Papierkram?

(23) 10.01.19 - 05:57

Das war bei uns genauso. Das hört irgendwann wieder auf und kommt bei jeder Krankheit zurück.

Warum macht dein Mann nicht den Haushalt und den Papierkram?

Selbst wenn er Schicht arbeitet, ist er doch nicht 24 h am Tag beschäftigt?

Wenn du mit dem Baby im Kinderwagen rausgehst, schläft es dann weiter, wenn du reingehst? Meiner hat dann in der Tragetasche weitergeschlafen.

Ein Tragetuch hatte ich auch, damit kam ich dann wenigstens zum Essen (mit Serviette auf dem Babykopf :-p).

Die aufgegangene Dammnaht klingt nicht gut, da sollte dein Mann ein paar Tage freinehmen, damit du dich schonen kannst.

LG

  • (24) 10.01.19 - 19:29

    Ein Tragetuch hatte ich auch, damit kam ich dann wenigstens zum Essen (mit Serviette auf dem Babykopf :-p).

    Meine Tochter hat als Neugebore sehr geclustert. Ich saß stundenlang mit ihr zum stillen da. Sie lag dann auf dem Stillkissen vor mir und ich musste über sie drüber essen. Sie hatte schon Majo auf dem Kopf, Haferbrei im Ohr und Nutellaflecken in der Kleidung. Ich habe sie dann immer mit einer Mullwindel abgedeckt.

    LG Nenea

Ganz einfach, der Mann muss mit ran. Auch mit Schichten hat er irgendwann Feierabend und "ich muss arbeiten " ist kein Grund sich um nichts zu kümmern.
Ich dachte eigentlich es ist selbstverständlich, dass beide sich um alles kümmern (Baby UND Haushalt) wenn BEIDE ein Kind bekommen oder wollte er das Kind nicht?
Nehmt euch jeden Tag eine Aufgabe vor, da kommt man in 30 Minuten schon weit. Anders haben wir das auch nicht gemacht. Ich habe mich aber auch nicht daran gestört wenn eben mal 2 Wochen nicht Staub gesaugt wurde oder die Wäsche mal ne Woche länger auf der Leine hing.
Hast du die Möglichkeit dir andere Unterstützung zu holen? Vielleicht kann eine Freundin mal was zu essen vorbei bringen und gleichzeitg mal mit dem Baby spazieren gehen und du hast mal Zeit für dich/was du erledigen willst.
Bis sich ein Alltag eingespielt hat dauert das sicher noch etwas. Bei uns war das so mit 4 Monaten ungefähr. Ich habe anfangs auch versucht, den Haushalt zu erledigen wenn der kleine geschlafen hat. Bin dann aber dazu übergegangen, mich auch tagsüber mit ihm zusammen hinzulegen. Hat uns beiden besser getan und der Haushalt ist in der Zeit auch nicht weg gerannt ;)

Alles Gute und gib deinem Mann Aufgaben;)

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