Schwanger, Hochzeit und Stress

    • (1) 10.01.19 - 05:53
      Inaktiv

      Kann gerade nicht schlafen....
      Nächste Woche heiraten mein Freund und ich standesamtlich. Dann bin ich in der 36 SSW. Von Anfang an hatten wir egtl vor, alles nur im kleinen Rahmen zu halten, da die Schwangerschaft für mich bisher sehr kompliziert verlief (Ständige Übelkeit, Symphiesenschmerzen, frühzeitige Wehen, Zerfixinsuffizienz, mehrmals KH....). Ich bin froh, wenn unser Sohn endlich draußen ist.
      Jetzt kommt aber plötzlich immer mehr dazu. Seine gesamte Familie plus Trauzeuge will nun drei Tage bei uns verbringen (Freitag Mittag bis Sonntag Mittag) mit Essen, Kaffee und Kuchen etc. Da es zu viele sind und wir nur zwei Übernachtungsplätze haben müssen einige im Hotel schlafen...sind dann aber nach dem Aufstehen gleich wieder bei uns. (Hotel und Essen, sowohl da als auch bei uns, zahlt er denen auch noch komplett!)
      Ich bin einfach genervt, da es mir nicht gut geht (kann nachts nicht schlafen, symphyse, Sodbrennen etc.) und ich zudem auch etwas romantische Zeit zu zweit an UNSEREM Tag möchte.
      Fühle mich von ihm irgendwie im Stich gelassen, während er für seine Familie einen riesen Aufwand macht.
      Er sieht nur, dass er mal wieder Zeit mit seiner Familie verbringen kann und freut sich total. Die wohnen alle 5 Stunden entfernt.
      Selbst bei der Trauung, fährt er die Familie mit seinem Auto da hin (sind alle mit der Bahn da) und ich kann mir ein Taxi nehmen, ihn überreden zweimal zu fahren oder am besten selber fahren. Hätte vor oder wenigstens nach der Trauung und dem Restaurantbesuch auch einfach gerne etwas Ruhe bzw. Zeit zu zweit.
      Er meint nur ich soll mich nicht so anstellen, er sieht seine Familie halt sehr selten und das wäre doch alles selbstverständlich.
      Wenn es nach mir ginge hätten wir mit der Trauung auch warten können bis unser Sohn da ist. Dann hätte ich den Tag auch entspannter angehen können. Ich habe nur zugestimmt, da er gesagt hat, wir machen alles ganz entspannt und im kleinen Rahmen!
      Bin grade einfach genervt, weiß auch nicht was ich nun hören möchte. 😞

      • (2) 10.01.19 - 06:54

        Hallo,

        ich euch beide verstehen. Ich habe auch hochschwanger geheiratet und mir wurde es auch zu viel. Auf der anderen Seite verstehe ich auch deinen Mann, dass er sich über die Zeit mit seiner Familie freut. Was ich blöd finde, dass er zuerst seine Familie zum Standesamt fährt und du sehen musst wo du bleibst. Da würde ich nachfragen ob er seine Familie heiraten will. Kein normaler Bräutigam fährt die Verwandtschaft zur Trauung und lässt die Braut stehen. Da gäbe es für mich keine Diskussionen, dass entweder die Verwandtschaft das Taxi nimmt oder er 2x fährt. Ansonsten Augen zu und durch. Es sind nur 2 Tage. Sonntagabend bist du die Sippschaft wieder los. Ich weiß, es ist doof. Es ist dein Tag und du hast ihn dir anders vorgestellt. Versuche ihn trotzdem zu genießen und blende die Verwandtschaft aus. Ich würde nur dem Mann sagen, dass er für die Verpflegung zuständig ist Ich würde definitiv die Verwandtschaft nicht noch 3x täglich bewirten wenn ich heirate.

        LG
        Michaela

        Hi, nun, es ist auch seine Hochzeit und nicht nur deine. Er hat sich durchgesetzt. Doof für dich - schön für ihn. Versuchs locker zu sehen : er ist halt Familienmensch.

        ABER: Was gar nicht geht, dass er sie fährt und du n Taxi nehmen sollst. Sie behmen das Taxi, igr fahrt zusammen. Alles andere würde mich die Hochzeit überdenken lassen.

        LG

        (4) 10.01.19 - 07:43

        Es reicht auch noch für 1 Hotelzimmer mehr. Alle gehen ins Hotel und selbstverständlich fährt die Familie Taxi und nicht du. Auf die 2 Punkte würde ich bestehen.

      • (5) 10.01.19 - 08:51

        Naja, ihr hättet das vorher einfach besser absprechen sollen. "Entspannt und im kleinen Rahmen" ist halt recht schwammig. Das empfindet auch jeder anders.

        Aber jetzt ist es so, wie es nunmal ist. Jetzt muss du da durch, ändern lässt sich das nicht mehr. Und das schafffst du auch;-).

        Romantische Zeit zu zweit und Hochzeit schließt sich allgemein ziemlich aus, außer man heiratet halt wirklich ganz, ganz klein. Muss ja auch nicht sein, ihr habt ja noch euer ganzes Leben. Vielleicht schafft ihr ja noch ein Flitterwochenende bevor euer Sohn kommt? Da hättet ihr dann wirklich Ruhe, Romantik und Zweisamkeit.

        Für das Fahrproblem findet ihr sicherlich eine Lösung:-D

        • (6) 10.01.19 - 09:10

          Es ist wirklich nur ein ganz kleiner Rahmen...insgesamt 12 Gäste.

          Nachdem ich jetzt doch noch ein paar Stunden geschlafen habe geht es wieder etwas....
          Glaube ich bin eher genervt, weil er sonst alles sehr locker sieht und nur bei seiner Familie so einen Wind macht:

          Wir Essen z.B. selten zusammen, weil er lieber essen möchte wann immer er Hunger hat. -> Wenn seine Familie da ist sind plötzlich drei feste gemeinsame Mahlzeiten drinnen.

          Sein Auto sieht drinnen aus wie Sau, sodass ich mich ohne eine Decke unterzulegen nicht mehr mit reinsetzen. Er meint die Hundehaare gehen halt nicht besser raus. -> Seine Familie kommt und er macht das ganze Auto sauber und kauft noch extra Sitzbezüge!

          Er räumt jetzt schon seit ein paar Tagen die Wohnung richtig gründlich auf....ansonsten sagt er immer: Soo gründlich muss das ja nicht sein, wir leben hier ja auch und das sieht man halt! Aber für seine Familie muss dann alles glänzen!
          (Sonst bleibt das meiste beim Putzen an mir hängen.)

          Also genau diese Kleinigkeiten wegen denen wir zwischendurch immer mal wieder diskutieren klappen plötzlich, wenn seine Familie naht!

          Ehrlich gesagt bin ich glaube ich etwas eifersüchtig. Ist weiß das ist nicht schön, aber ich kann das gerade nicht wirklich abstellen.

          • (7) 10.01.19 - 12:39

            Will er seine Familie heiraten oder dich?
            Hat er Angst vor ihnen?

            Wenn es Respekt ist, würde ich sehr am Respekt dir gegenüber zweifeln.

            Ich selbst bin ein Vollchaot. Der bin ich aber immer!

            Ich bin auch sehr ordentlich. Das kann ich durchaus.
            Dazu muss mir der Mensch aber sehr, sehr wichtig sein (ich oder eine andere Person)
            oder es braucht einen wichtigen Grund.

            Würde ich es für Person A machen und für Person B nicht...
            - würde ich mir scheinheilig vorkommen
            - wäre ich mir selbst nicht treu (ich käme mir scheinheilig vor, das möchte ich nicht sein, also würde ich mich selbst verraten)

            oder aber
            Person A ist mir sehr wichtig und Person B geht mir am A*** vorbei.

            Person A ist mir wichtig und ich mag Person B, würde bei mir nicht ausreichen um einen solchen Aufstand zu machen!

            Auch wenn Verwandte von sehr weit her kommen. Rechne das Doppelte von seinen :-p
            Ich achte darauf, dass es ordentlich ist. So dass ich mich wohlfühle.

            Seit mein Kind da ist, achte ich auch darauf, dass mein Kind sich wohlfühlt. Chaotisch hin oder her. Nicht nur die weitwegwohnenden respektiere ich. Sondern ich respektiere auch mein Kind, das hier wohnt und ebenso ein Recht auf Wohlfühlzonen hat.

            Ich betone, das hat was mit Respekt der Anwesenden zu tun. Egal, ob sie nur kurze Zeit oder dauerhaft hier sind.

            Kompromisse gibt es durchaus. Es gibt Chaosecken, mit denen mein Kind leben muss. Mein Kind darf ihre Ecken haben,mit denen ich leben muss.

            Gemeinschaftsbereiche sind jedoch von allen hier lebenden so zu führen, dass es für ALLE annehmbar ist. Alles was darüber hinausgeht lässt sich streiten oder reden, wo ist das Toleranzmaß erschöpft.

            Wenn einer gar nicht kann. sch*** aber dann braucht man andere Lösungen. Welche Hilfen gibt es, wer kann was wie unterstützen.

            Wenn einer aber kann, wenn er WILL .... und beim Partner nicht will .... dann mangelt es meiner Meinung nach an Respekt

            oder er hat Angst vor seiner Familie (und lebt bei dir das andere extrem aus, wenn er mal gerade Angstfrei ist).

            Eifersüchtig wäre ich darüber nicht.
            Allerdings würde ich das Thema Respekt noch mal VOR der Hochzeit besprechen.
            Ist es Angst, würde ich nach einer Lösung suchen im Bereich "kann nicht" und ob er dazu bereit ist
            Ist es mangelnder Respekt, würde ich keine Hochzeit darauf aufbauen....

            • „Hat er Angst vor ihnen?“

              Wieso sollte er Angst vor seiner Familie haben? Er möchte ihnen einfach nur gefallen!
              Und das ist ihm scheinbar wichtiger als seine Partnerin zufrieden zu stellen. So sind halt seine Prioritäten 🤷‍♀️

              • Es war nur eine Frage.

                Wenn sich jemand voll ins Zeug hält, kann das mit Freude zusammenhängen, in manchen Fällen auch mit Angst oder mit sich präsentieren, um toll dazustehen (Angst, selbst nicht auszureichen und nur "gelten", wenn es perfekt genug ist)

                Aber gut. Ist sein Ding
                und das der Braut, wie sie damit umgeht mit dem Unterschied zwischen voll ins Zeug legen
                und im Alltag das extreme Gegenteil zu sein
                und dass es dazwischen scheinbar kein Mittelmaß gibt.

      (10) 10.01.19 - 09:02

      Hi,
      hast du eine Trauzeugin, gute Freundin, Mutter ...die bei der Hochzeit dabei ist? Nimmt zusammen ein Taxi. Vorher machst du dich in Ruhe fertig, dein Mann soll im Hotel mit allen anderen Frühstücken und dann wird es eine Überraschung, wenn er dich bei Standesamt sieht.

      Wenn alles irgendwie zuviel wird...hey, du bist schwanger, leg dich uns Bett und schliess die Tür ab. Wenn jetzt der Schwangerschaftsbonus nicht zählt, wann dann#rofl

      Ich kenne es zu gut, wenn Familie mal da ist. Bei uns sind beide weit weg und es ist immer ein tolles Erlebnis, wenn alle da sind. Man möchte sich kümmern, ihnen alles angenehm machen...manchmal vergisst man dadurch das naheliegende.

      schöen Hochzeitstag #verliebt

      lisa

      • (11) 10.01.19 - 09:32

        Stimmt, zur Not kann ich immer noch die Tür schließen und mich ins Bett packen. Auch wenn ich das sonst nicht mache, aber da kann ich den "Schwangerschaftsbonus" ja mal nutzen. 😉

        Muss dann aber abschließen....seine Mutter stand beim letzten Besuch (Wir waren im Sommer bei ihr.) beim Übergeben plötzlich im Bad neben mir und wollte mir Gesellschaft leisten. Hatte vergessen abzuschließen. 😐

    (12) 10.01.19 - 09:10

    Die Familie meines Mannes kam am Vortag der Hochzeit, obwohl die Anreise auch am Hochzeitstag gegangen wäre. Die meisten haben (auf seine Koste) im Hotel geschlafen, nachdem ich mich geweigert hatte, die Nacht vor meiner Hochzeit mit mit 10 Gästen im Haus bei einem Badezimmer zu verbringen. Seine Eltern können/wollen nicht in Hotels übernachten, also blieb es bei denen. Ich hab mir dann mit meiner Schwägerin ein Hotelzimmer geteilt. Zur Trauung gefahren wurde ich von seinem Trauzeugen. Ich hatte überhaupt keine Lust darauf, am Morgen meiner Hochzeit für irgendwen Gastgeberin spielen zu müssen, und das hab ich meinem Mann auch mitgeteilt.
    Ich gehe mal davon aus, dass die Bewirtung der Gäste an Dir hängen bleibt, und sich die Aufgabe Deines Mannes darin erschöpfen wird, entspannt lächelnd mit seiner Familie zu plaudern? Zumindest für die Nacht vor det Hochzeit würde ich mir ein schönes Hotelzimmer nehmen (kann er dann ja gleich mitbezahlen) und es mir gut gehen lassen. Am besten nimmst Du Deine Trauzeugin mit und Ihr macht Euch noch mal einen schönen Abend.

    (13) 10.01.19 - 09:11

    Ich wäre so sauer dass ich die Tage ins Hotel gehen würde. Dann hat er auch mehr Platz in der Bude für seine mischpoke.

(16) 10.01.19 - 09:37

Oh je, das klingt ja wenig erbaulich. Ich würde gleich mal abklären, was dann für nach der Geburt angefacht ist. Nicht dass dann bei euch wieder volle Bude ist!

  • (17) 10.01.19 - 10:17

    Die Diskussion haben wir auch schon (halb) durch....Er wollte das nach der Geburt seine Mutter 1-2 Wochen zu uns kommt "um zu helfen". Habe ihn dann gesagt, dass seine Mutter gerne kommen kann, ich dann aber für die Zeit mit dem Kleinen zu meiner Mutter fahre. Haben uns jetzt darauf geeinigt, dass seine Mutter im Sommer für eine Woche kommen kann...Meine Bedingung war aber, dass er sich dann Urlaub nimmt, da ich nicht eine Woche lang seine Mutter tagsüber alleine bespaßen will, da er ja erst gegen 17Uhr Nachhause kommt.
    Ich mag meine zukünftige Schwiegermutter egtl, aber sie redet ununterbrochen und lässt einen keine Minute mal alleine.

    • (18) 10.01.19 - 12:54

      "aber sie redet ununterbrochen und lässt einen keine Minute mal alleine. "

      Nimm's mir bitte nicht übel (ich habe es selbst!)
      klingt ein bisschen wie ADS/ADHS

      als ich deinen Beitrag mit dem Chaos las, dachte ich volle Kanne sofort an ADS. Unter besonderen Umständen geht plötzlich ein Höchstmaß an .... was sonst nicht mal im Traum daran denkbar wäre .....
      hatte es wieder verworfen, weil es off Topic wäre ....


      so, dann die Beschreibung deiner SchwieMu.

      Zitierter Satz kann bei ADHS/ADS SEHR deutlich ausgeprägt sein. Ich kenne es, ich war auch so #hicks Nicht immer. MIt Anstrengung und Motivation und Kraftaufwand kann ich es auf ein gesundes Maß reduzieren und anderen meinen Respekt zeigen, in dem ich auch mal die Klappe halte und deren Grenzen einhalte.
      Fällt durch den ADHS Impuls sehr, sehr schwer, aber geht mit viel Kraftkosten.


      zum eigentlichen Thema .... das ändert nichts an der Situation Hochzeit
      würde aber neue Lösungsmöglichkeiten beim Thema Ordnung, Chaos, Respekt/nicht Respekt durch das zumüllen / Sauberkeits-Hochleistungsschub

      die Art der Organisation bei der Hochzeit ..... möglicherweise erklären....


      Als selbst ADHSler würde ich dir aber den Tipp geben, ihm NICHT die Organisation abzunehmen. Einfach alles machen, was er nicht kann ....

      sondern (sofern er es wirklich hätte) mit ihm GEMEINSAM an Lösungen arbeiten.
      Wo ihr euch GEGENSEITIG unterstützt.

      Gegenseitiges Unterstützen bedeutet durchaus: der, der gerne aufräumt, räumt öfter auf und der der mit Aufräumen überfordert ist, übernimmt dafür (verlässlich!) Aufgaben, die er gerne macht UND den anderen entlasten. Bsp. kochen, Wäsche waschen, sonstiges.


      Nicht funktionieren würde:
      einer macht, der andere lässt machen. Der, der die Stärken hat, übernimmt ja sowieso alles und der, der die Schwächen hat .... "kann halt nicht"

      ADHS ist zwar eine Form, wo man wirklich nicht kann. Aber keine Ausrede es NIE zu lernen oder andere auszunutzen. Wenn man sich darauf einlässt, kann man im Rahmen seiner Möglichkeiten (von der Norm abweichende) Wege lernen, wie man es eben doch kann. Zumindest so, dass andere im Umfeld, vor allem Partner, Kinder etc. nicht darunter zu leiden haben. So, dass es nicht an Respektlosigkeit grenzt oder übergriffig wird.


      Ich weiß, das ist jetzt viel.

      Ich weiß auch, ich kann vollkommen daneben liegen!!!

      nicht jeder, der chaotisch ist, hat ADS/ADHS
      nicht jeder, der viel redet, hat es!

      bei gleich zwei Familienmitgliedern (ist erblich) konnte ich mir das Schreiben nicht verkneifen.

      Übrigens, bei einem meiner Familienzweige, haben es geschätzt, gefühlt 90% :-p

      Organisatorische Chaosszenen gibt es viele ;-)
      Allerdings wurden sie NIE auf Kosten anderer gelöst. Im Zweifel fuhr die verpeilte Person eben 5 mal

      2 mal, weil verpeilt wurde, ein zweites Auto zu organisieren und 6 Leute nicht in einen 5 Personen-Wagen passten (Fahrer hatte vergessen sich selbst mitzuzählen)
      1 mal weil noch eine "falsche" Person abgeholt wurde, andere Strecke. Diese Person war organisiert gewesen und hätte auch geklappt, so ging es auch
      2 mal, weil etwas anderes vergessen wurde oder weil etwas anderes schief lief....

      solche Geschichten gibt es zu Hauf.

      Taxi vergessen zu bestellen oder auf die falsche Uhrzeit ... ja, das kommt vor. Dann stehen aber eben gleich mehrere und warten :-p


      Nur würde niemand auf die Idee kommen, eine der Personen (besonders wenn diese krank oder angeschlagen ist) alleine in ein Taxi verfrachten zu lassen, nur damit die anderne versorgt sind!

      • Ich finde deine (wohlgeordneten) und überlegten Antworten immer wieder super! Und dass bei jemanden mit ADHS. Ich vermute mal, dass du dir das hart antrainiert hast und wenn, dann hast du meinen vollen Respekt.

        Ich hab zwar kein ADHS (glaube ich), neige aber auch öfter dazu, mich zu verzetteln und schaffe mir dann mit Listen und Vorgaben einen Rahmen, der mich halbwegs in der Spur hält. So ähnlich stelle ich mir das bei dir auch vor ... liege ich richtig?

        • Danke #hicks

          Es kommt echt auf meine Tagesform an (sehr wichtiger Punkt)
          Ich brauche meine Voll-Chaos-Ecken - damit ich anderen Bereichen geordnet sein kann. Ich habe gerade keine Methapher wie ich das beschreiben kann. Hm... ich brauche irgendwie beide Extreme, um das Mittelmaß / die goldene Mitte zu finden und halten zu können / immer wieder neu zu erreichen ;-)

          Ja, es ist harte Arbeit.
          Mit und ohne Medikament. Wobei mit Medikament fällt es mir leichter. Dann muss ich mich nicht mehr bewusst sortieren, sondern das macht mein Hirn dann von selbst :-)

          Listen Zettel ... oh ja
          und dann lasse ich diese zu Hause liegen und kaufe doch wieder aus dem Bauch heraus ein.
          Aufschreiben hilft aber, dann habe ich es mir wenigstens gemerkt #schein

          Auch andere Stragien brauche ich und helfen mir. Denn wenn ich die nicht hätte, würden mir auch die Zettel nichts bringen. Den hätte ich dann zwar in der Hand, aber würde es trotzdem anders machen :-p

          • Irgendwie kommt mir das ein wenig bekannt vor .... Einkaufszettel vergessen, früher ohne Mappe zur Schule gefahren, Erinnerungen im Handy, leicht ablenkbar, wenn mich was nicht wirklich interessiert .... ist über die Jahre aber etwas besser geworden - vielleicht auch mit Hilfe der irgendwann aus Notwehr gegen mich selbst erlernten Strategien. #schwitz#huepf

            Aber ich schweife ab .. danke für deine Auskunft :-)

        Seid ich weiß, WAS es ist, kann ich auch die Vorteile /Stärken viel bewusster, entspannter und effektiver nutzen.

        Bevor ich es wusste, waren meine Stärken eher Zufallstreffer in einer Chaotisch-geordneten Welt. Jetzt setze ich sie ein, wo sie mir gut tun. Jetzt KANN ich sie einsetzen,
        ohne dass mich der Überraschungseffekt überrollt #rofl#schwitz

Hallo,

einen Mann, der mich hochschwanger ein Taxi zu meiner eigenen Trauung nehmen lässt, weil das Auto von seiner Familie besetzt ist und er sich außer Stande sieht, zwei mal zu fahren...

tja, da würde dann leider keine Hochzeit mehr stattfinden.
Dein zukünftiger Mann hat einen gewaltigen Vogel.

LG

Nici

  • (24) 10.01.19 - 10:10

    Manchmal ja, aber er hat ja auch deine guten Seiten.

    Er würde denke ich auch zweimal fahren (bzw. dreimal, da er seine Familienmitglieder in unterschiedlichen Hotels abholen muss), wenn ich ihn darum bitte.
    Aber mit ich nervt, dass er wegen seiner Familie bei allem so einen Zirkus macht, rennt , macht und tut, während er davon ausgeht, ich komm schon so klar. Ich komme ja auch so klar, zur Not fahr ich mit meinem Auto alleine....aber ich möchte doch wenigstens am Tag unserer Hochzeit etwas mehr "Zuwendung/Rücksichtnahme"? Finde da gerade kein passendes Wort.

(25) 10.01.19 - 12:05

Ich würde mir selbst ein nettes Hotelzimmer nehmen (z.B. mit der Trauzeugin oder besten Freundin) und dazustoßen in der eigenen Wohnung, wenn ich dazu Lust habe und es mir gut geht ;-). Ansonsten relaxen, ausschlafen und wenn du nach Hause kommst, wartet ein super Essen auf dich - von deinem Mann gekocht für dich und seine Familie.
Dass ihr die Hotelkosten für die Übernachtung seiner Eltern übernehmt, finde ich völlig okay. Schließlich reisen sie wegen euch an. Auf so einen 3tägigen Überfall inkl. Vollverpflegungserwartung und Bespaßung hätte ich hochschwanger und erst recht zur Hochzeit keine Lust.
Aber wir hätten da VORHER drüber gesprochen, wie wir das am besten gemeinsam lösen.
VG

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