Baby "schreien lassen"- was heißt das eigentlich?

    • (1) 10.01.19 - 11:19
      Dontworry13

      Also erstmal entschuldigt, dass ich im falschen Forum poste. Aber ich würde gerne auch Frauen und Männer zur Diskussion einladen, die anonym antworten möchten. Also bitte erstmal noch nicht verschieben liebes Urbia Team :-)

      Ich habe hier schon oft gelesen "ich will mein Kind auf keinen Fall weinen lassen". Nun ist es bei meinem Kind so, dass er nie von ruhig auf Eskalation springt in einer Sekunde. Da gibt es schon Stufen:

      1. Stufe :fröhliches Plappern
      2. Stufe: Rumgedruckse (der Mund ist noch nicht ganz geöffnet. Hört sich an wie ein "drücken". Manchmal im Schlaf oder auf Bauch bei Frustration, dass es noch nicht so geht wie er möchte)
      3. Stufe: Rufen (Mund öffnet sich zum "O". bei unserem meist aus Hunger oder weil die Windel voll ist)
      4. Schreien ( Kopf wird rot vom Schreien. Meist aus Müdigkeit oder weil er sich "hochgeschaukelt" hat.)

      Wann ist bei euch der Moment, in dem ihr, bildlich gesprochen, die Sachen die ihr gerade tut in die Luft werft und sofort zu dem Kind lauft? Schaut ihr bei jedem Ton ins Bettchen (oder was auch immer) oder lasst ihr bei einer bestimmten Tätigkeit, Tageszeit, Stimmung die Kleinen mal weinen?

      Liebe Grüße und ich bin gespannt auf die Antworten :-)

      • Also beim ersten Baby, war ich tatsächlich schon bei Stufe 2, sofort zur Stelle, was im Nachhinein, besonders Nachts, wahrscheinlich etwas zuviel des guten war. (Nachts hätte sie wahrscheinlich dann einfach weiter geschlafen, so habe ich sie sofort gestillt und vielleicht auch ab und zu aus Versehen dabei geweckt.
        Bei Baby Nummer zwei habe ich eher ab Stufe 3 zügig reagiert. Stufe 4 war bei uns eigentlich eher immer schon begleitet, weil ich ab Stufe 3 da war und es höchstens nicht geschafft habe die Kleine zu beruhigen.
        Heute mit 2 und 4 Jahren lassse ich bei Stufe 4 alles stehen und liegen, dann kann man davon ausgehen dass es einen "Unfall" gab und irgendjemand "verletzt" ist.
        LG

        (3) 10.01.19 - 12:07

        Also für mich bedeutet "schreien lassen", dass man sein Baby ganz bewusst zu Erziehungszwecken nicht tröstet bzw. sein Bedürfnis befriedigt.

        Ich bin nicht bei jedem Geräusch sofort hin marschiert und gerade, wenn noch Geschwister mit im Haushalt leben, kann man wahrscheinlich auch nicht immer unmittelbar reagieren.

        Wenn ich aber hören würde, dass mein Baby oder Kleinkind weint/schreit und ich bewusst nicht reagiere, damit es lernt, dass ich nicht sofort ankomme, das ist für mich schreien lassen. Und das finde ich dann auch verwerflich und unnötig (lernen tut das Kind dadurch nämlich was ganz anderes).

        In deine Stufen eingeteilt kann ich dazu jetzt nicht so viel sagen. Dafür ist die Babyzeit bei meiner Tochter zu lange her. Nur wie gesagt: schreien lassen definiere ich vor allem darüber, dass ich es absichtlich mache. (Wenn ich gerade auf der Toilette sitze und ein kleines Quengeln steigert sich zum brüllen in der Zeit, habe ich mein Kind nicht schreien lassen, nur weil ich die Hose nicht hoch ziehe, während der Strahl noch läuft. Bildlich gesprochen.)

        Unsere Tochter war ein Schreikind und befand sich häufig auf Stufe 4 - ab nachmittags grundsätzlich. Ruhe erreichten wir nur an der Brust oder in der Trage. Insofern habe ich mein Kind schreien lassen, denn auch ich musste mal duschen, Essen machen oder ne Wäsche im Keller anstellen und ja - ich habe mein Kind dazu nicht mit in den Keller geschleppt.

        Man stumpft allerdings auch eher ab, wenn das Kind sowieso immer schreit.

        Bei vielen Mehrfachmamas erlebt man doch, dass sie ihre Babys nicht immer gleich betüddeln (können). Die Mütter sind wesentlich entspannter und die Babys müssen eben auch mal warten. Ich finde das auch gar nicht schlimm und hätte mir diese Gelassenheit für mein erstes Kind gewünscht.

      • Mahlzeit,
        als berufstätige Mutter, deren 2 Kinder im Büro, respektive im Lager aufgewachsen sind, habe ich noch nie etwas in die Luft geworfen. Weder bei Stufe 1 - noch bei Stufe 4. Beide Kinder liebe ich über alles, und.... -- erstaunlicherweise haben sie überlebt. Ich bin kein Freund großer Extreme und denke man entwickelt ein Gefühl für Situationen. Dies ist bei jedem natürlich unterschiedlich, je nach Schmerzgrenze. Es ist - sehr zum Leidwesen meiner Beiden - bei uns heute noch so, daß sie ungefähr den Kopf unter dem Arm tragen müssen, bevor ich ihnen eine Entschuldigung für die Schule schreibe :-).

        Schreien lassen ist für mich, wenn man gezielt sagt "ist mir egal ob das Kind schreit" und sogar weg geht.
        Bei uns gibt es oft nur Stufe 4, meine Tochter ist da verdammt schnell. Gestern zum Beispiel hat Mama das Essen nicht schnell genug gerichtet, Kind hat geschrien und geweint innerhalb von einer Minute.
        Was also tun? Sie sitzt im Esszimmer, ich geh in die Küche, rede die ganze Zeit mit ihr und sag das Essen kommt gleich. Mache eben das Essen fertig und tische es auf. Nehm sie auch gleich noch kurz in den Arm zum trösten. Aber es ist halt so, ich kann nicht hexen.

      • Hier ging das schnell mit der Eskalation. Bis ich am Bettchen war, waren meine Söhne schon bei Stufe 4 angelangt.

        (8) 10.01.19 - 13:34

        Hey,

        Für mich ist schreien lassen, wenn das Kind weint und ich mich abwende und es alleine lasse.

        Alles andere wird dem Kind nicht schaden, meiner Meinung nach. Wenn es weint und ich rede/singe/was auch immer mit ihm, weil ich gerade kurz verhindert bin, lasse ich es ja nicht alleine.

        Meine Tochter war ganz schlimm beim Autofahren, wir hatten aber nunmal 3x die Woche einen Therapietermin und keine andere Wahl. Ok, doch, statt 15 Minuten Autofahrt, 1,5 Stunden ÖPNV ... da hab ich eben erzählt/gesungen ... ich denke nicht, dass sie dadurch jetzt ihr "Urvertrauen" verloren hat, wie ja viele gerne meinen.

        Mit mehreren Kindern kann man ja auch nicht immer gleich springen.

        Ich würde also je nach Situation bei Stufe 2, 3 oder 4 hingehen 😉

        Viele Grüße K4ssio

        (9) 10.01.19 - 15:29

        Hallo

        ich glaube jeder reagiert und empfindet "schreien" anders.
        Es gibt empfindliche Personen, die auf jegliches Meckern und Quengeln nervös reagieren und eigentlich eher weil sie es nicht hören können ,sofort handeln.
        Ich hatte eigentlich keine Stufen.
        Nur den Vorsatz mein Kind sich nicht "einschreien" zu lassen.(roter Kopf, schluchzen etc. )
        Sofortiges Gebrüll und heftiges Weinen gab es in den ersten Monaten bei meinen Kindern auch selten.
        Selbst bei den vier ( eher fünf) Monatskoliken meines Sohnes ging es nicht sofort los.Wir hatten genug Zeit ihn in seiner Lieblingsposition auf den Arm zu nehmen und abwechselnd zwei,drei Stündchen herum zu tragen.Seine Beschwerden kamen immer um die gleiche Zeit.Da konnte man sich drauf einstellen.
        Auch wenn es lange her ist bei mir, grundlos haben sie sich nicht "gemeldet".
        Alleine gelassen wurden sie auch nicht.Ich nahm sie überall mit hin, auch zum Duschen.
        Ich hatte wohl großes Glück.Sie reagierten meist schon auf Ansprache, Singen u.s.w.oder hatten eben Hunger oder die Windel voll.Bei Hunger wurde es am schnellsten laut.
        Auch in meinem Umfeld hatte niemand ein Schreikind.
        Eine Freundin hatte ein "Drück-Kind". Es war nicht abzustellen und ging irgendwann vorbei.
        Mir fehlen also diesbezüglich Erfahrungen.

        L.G.

        (10) 10.01.19 - 15:57

        Es kommt weniger auf die Stufen an, sondern

        - auf die Art des Geräusches und was dahinter steckt
        - was die Folgen sind
        - wie es mir dabei geht / wie es sich anfühlt
        - Alter/Entwicklugsstand des Kindes
        - was braucht das Kind und was kann man wie tun

        Als mein Kind fast erstickte, hörte ich nur ein Japsen und sprang zu Bett. Ein Babyfon hätte es nicht übertragen können, da er verzögert reagierte.

        Wenn mein Kind fröhlich brabbelte und dann sofort zu Stufe 5 Sprang, schmerzerfülltes lautes Brüllen. Das springe ich auch heute noch bei meinem Pubertier.

        Bei Übermüdetem Schreien bin ich nicht sofort gesprungen. Jedoch habe ich darauf geachtet, dass die Umstände so gestaltet werden, dass es für uns beide ertragbar wird.
        - aus der Reizüberfluteten Situation herausgehen
        - Nähe geben (Schreien ignorieren und nur rausgehen, hätte das Schreien nur verstärkt, mich Nerven gekostet, länger gedauert) und dann hätten wir beide nichts davon gehabt.



        Es kommt für mich auch darauf an, ob man das Schreien als solches ignoriert
        oder ob man das Bedürfnis des Kindes, das dahinter steckt ignoriert.

        Schreien lassen, weil es nicht anders geht, ist auch gefühlt etwas anderes,
        als Schreien lassen und das Kind als Mensch dabei zu ignorieren.

        Geht es nicht anders, wird das Kind liebevoll in den Arm genommen, gefüttert, in den Schlaf begleitet oder lernt, dass die Eltern in der Nähe sind.

        Eiskalt habe ich als Kind empfunden, wenn ich alleine mit einer Situation klar kommen musste und hinterher, wenn ich es geschafft hatte, zu spüren bekam, dass es so sein muss / ich mich nur anstelle / ich abgehärtet werden müsse.

        Das Gefühl in der Situation und danach.

        (11) 10.01.19 - 16:38

        Ich habe 3 Kinder. Kind 1 musste nie auch nur eine Minute weinen. Kind 2 schon ab und zu. Kind 3 muss jeden Tag warten, Ausnahme: Wenn sie sich richtig weh getan hat.
        Kind 1 hat absolut keine Frustrationstoleranz. Kind 2 und 3 sind viel ruhiger und ausgeglichener. Ob es daran liegt, weiß ich natürlich nicht, aber es könnte mit ein Grund sein.

        Man sollte sich nichtnso verrückt machen. Eine solide Bindung hält es aus, dass das Kind mal kurz weinen muss.

        Das ist eine wirklich gute Frage!

        Was ist z.B., wenn das Kind während des Autofahrens schreit? Manche Kinder mögen Autofahren nicht. Aber man MUSS ja ein paar Wege auch ohne Partner machen... Zählt das nicht als "schreien lassen"?

        • (13) 10.01.19 - 19:08

          Nein. Im Normalfall redet man ja mit dem Kind und signalisiert ihm Anteilnahme, Nähe, durch die Stimmlage Trost und Verständnis.

          Weinen lassen ist für mich z.B.: Kind liegt im Bett und weint und man geht raus und macht die Tür zu. Also vom Prinzip, man entzieht ihm alle menschliche Kommunikation durch sehen, hören, anfassen.

          Spreche ich mit dem Kind oder halte es, lasse ich es nicht weinen.

          Ich verstehe zB unter "nicht schreien lassen" nicht, dass es das Ziel ist, das Schreien sofort abzustellen.

          LG

          • (14) 10.01.19 - 20:13

            Für mich zählt auch die Intention. Du musst kurz weinen, weil es nicht anders geht vs. Ich lasse dich weinen, weil ich ein Erziehungsziel habe.

            (15) 10.01.19 - 20:48

            ''Ich verstehe zB unter "nicht schreien lassen" nicht, dass es das Ziel ist, das Schreien sofort abzustellen.''

            Ich sehe das genauso wie du.

            Aber bei diesem Thread musste ich an meine Freundin denken, die eben genau das Ziel hatte und es so penibel verfolgte, dass es schon fast absurd wurde.
            Sie hatte ohnehin das Glück, ein wirklich sehr ruhiges und zufriedenes Baby zu haben. Aber sobald es ''quakte'', brach für meine Freundin eine Welt zusammen. Das führte so weit, dass sie die Kleine oft den ganzen Tag nicht ablegte. Die Kleine hätte sich zwar ablegen lassen, was der Vater bestätigte. ABER es könnte ja dann sein, dass es dann in der Wippe etc ja -vielleicht- doch zu weinen beginnt und sie wollte quasi im Voraus schon solche Situationen vermeiden.
            Niemand durfte die Kleine mal halten, auch jetzt nicht (sie ist 1,5), denn evtl (!) weint sie bei einer anderen Person.
            Meine Freundin war vor der Geburt schon entsetzt, sie lag schon im Krankenhaus, wusste, sie bekommt einen Kaiserschnitt und es herrschte reger Betrieb. Es war also nicht klar, ob sie mit ihrem Partner ein Familienzimmer bekommen. Sie fragte mich dann ganz entsetzt, wie das denn gehen solle im KH, der Partner nachts dann nicht da, sie evtl erstmal im Bett, denn die Schwestern sollen das Kind KEINESFALLS anfassen / wickeln / es ihr zum Stillen reichen.
            So mit 4,5 Monaten hatte sie dann herausgefunden, dass die Kleine bei viel Bewegung ruhig ist. Das heißt , beim Esen am Tisch stellte sie die Kleine auf ihren Schoß (sie hatte eine gute Körperspannung) und ließ sie allgemein an ihre zwei Arme gestützt sie die meiste Zeit des Tages durch die Wohnung ''gehen'', denn da war sicher, dass sie nicht zu quäken begann. Bedenken ihrer Schwester,dass ein Baby ja immer nur die Bewegung / Position machen soll, die es von selbst kann, zog sie ins Lächerliche, denn ihr Grundsatz hieß ja: Alles tun, damiit ein Baby nicht schreit. Das machte sie MONATELANG so. Das Baby war also pausenlos sozusagen in der Gehfrei-Position.
            Ihre Kollegin erwartete dann Zwillinge, ihr sagte sie ins Gesicht, wie das denn gehen soll, ''da schreit ja dann einer ständig'' und insgesamt bleibt ihr Kind auf alle Fälle ein Einzelkind, denn wie sollte es sonst gehen mit dem ''Nicht schreien lassen''.

      Schreien lassen heißt Phase 4 (Kind schreit) und es nicht beruhigen, versorgen, sondern einfach liegen lassen.

      (20) 10.01.19 - 20:55

      Ich finde, es gibt durchaus auch noch weitere Stufen. Bei meinen Kindern könnte ich immer schon recht früh ein Trotz-gebrüll (zb ich will was haben, dass ich nicht haben kann/darf) und richtigem weinen (Hunger, Schmerz etc) unterscheiden. Ersteres habe ich weitgehend ignoriert und damit auch erzieherische Erfolge erziehlt, denn auch schimpfen ist eine Form der aufmerksamkeit. Im zweiten Fall war ich stets schnellstmöglich zur stelle.

      Schreien lassen bedeutet für mich ein Kind das Schrei alleine zu lassen.

      Es macht aber einen erheblichen Unterschied weshalb geschriehen wird und wie alt das Kind ist. Geht es um ein Baby (unter einem Jahr) sollte man umgehend bzw so schnell als möglich reagieren. Das bedeutet nicht während man pieselt vom Klo zu springen. Aber unmittelbar danach zum Kind zu gehen und nicht vorher noch nen Kaffee aufzusetzen. Ein Baby kann nicht reden und sich nur durch weinende, jammernde und schreiende Geräusche bemerkbar machen. Sie sind auch noch nicht rational in der Lage zu wissen das, aus dem Raum sein nicht weg sein bedeutet.

      Ein Kleinkind das in der Trotzphase schreit weil der Wille nicht erfüllt wird oder etwas nicht klappt. Muss das schreien hingegen aushalten. Nicht allein gelassen und ignoriert. Aber nicht indem man beruhigt, weil man das Bedürfnis stillt sich dem willen zu beugen. Man bleibt da, man erklärt warum das kein Grund zu schreien ist und tröstet aber das muss man nicht indem man alles liegen lässt. Ich kann zb weiterhin kochen und meinem auf dem Boden liegenden und schreiende Kind erklären, warum ich es jetzt nicht hochnehmen kann oder nicht spielen kann weil ich koche. Ich ignoriere nicht, spring aber nicht.

      Wenn mein Kind aufgrund von Angst oder Schmerzen weint reagier ich hingegen umgehend/as soon as possible. Egal wie alt! Aufmerksam kann kurzfristig ab dem 1. Jahr auch mal warten gelassen werden, aber sollte umgesetzt werden sobald das wieder möglich ist... und Wut und Frust, muss zwar begleitet aber gleichzeitig auch ertragen werden sonst wird es langfristig zum gefürchteten druckmittel und heulen auf Knopfdruck.

      Bei uns war es beim ersten Sohn schon so, das wir nicht direkt gesprungen sind. Liegt aber wohl daran, weil ich es durch meinen kleinen Bruder gewöhnt war und mein Mann durch seine jüngeren Cousinen. Direktes aufspringen gab's nie, aber unser Sohn musste niemals lange warten. Am ca. 8/9 Monaten bekommen Kinder ein Gefühl für Zeit, das kommt noch hinzu.
      Jetzt beim zweiten ist es, wie schon mehrfach hier erwähnt, einfach so, dass Mini auch mal einen Moment länger warten muss, wenn wir mit dem großen zugange sind. Aber ich finde das nicht schlimm. Wir können nicht zaubern! Und was sollen denn erst mehrlingsmamas machen?

      Zudem hatte unser großer z.b. Anfangs eine Phase von gut 8 Wochen, in denen er jeden Abend konsequent von 20 bis 22 ihr gebrüllt hat. Und sich nicht beruhigen ließ. Er lag dann abwechselnd einen Abend bei Papa, einen Abend bei mir im Arm und brüllte, was das Zeug hielt. Und wir haben ihn machen lassen. Ich finde es vollkommen okay, wenn man dem Baby gestattet, seinen Kummer Ausdruck zu verleihen. Gerade am Anfang prasseln so viele Eindrücke auf das Kind, das will verarbeitet werden. Begleitetes schreien finde ich in dem Sinne so gar wichtig, damit Kind merkt, Mama und Papa akzeptieren, das ich gerade mit amused bin und ich darf es auch sein, ohne das man mich mit anderen Dingen zur Ablenkung zusätzlich reizüberflutet.

      (23) 11.01.19 - 09:06

      Hallo,

      In der Regel erst bei Stufe 4.

      Vorher rede ich mit ihm und versuche ihn zu besänftigen. Einfach das er merkt das er nicht allein ist.

      Aber unser kleiner erreicht nur bei Hunger Stufe 4. Und dann aber richtig. 😂

      Hallo


      Bei meinen Kindern ist das schwierig zu sagen. Es gab ca 3 Stufen.

      Erzählen
      Meckern
      Brüllen

      Es ist immer Situationsabhängig und auch ältere abhängig. Und natürlich auch von Kind zu Kind.

      Beispiel.
      Unsere kleinste kam ziemlich zügig zur Welt und war von Beginn an unruhig und viel am weinen was zunehmend mehr wurde.

      Irgendwann hat das Kind gute 14 std am Tag geschrien. Egal ob im arm. Auf meinem Bauch. Alleine im Bettchen etc.

      Und ja ich hab sie immer mal wieder einen Moment alleine brüllen lassen. Ich muss einfach mal raus. Grad mal 5 min an die Luft und tief durchatmen.

      Aber das ist ja in den meisten Fällen nicht üblich das ein Baby so viel brüllt.


      Unsere beiden großen haben sich überwiegend im Babysitter in Stufe 1 und 2 befunden. Aber klar wenn die Zähne drücken. Die Windel voll ist oder sie mal länger geschlafen haben als üblich und dann drrrrringrnd Hunger hatten wurde auch gebrüllt.

      In Sachen Hunger haben hab sie brüllen lassen und nebenher mit ihnen gesprochen. Flasche machen mit Baby auf dem Arm ist halt auch iwie umständlich. Zumal das das brüllen nicht abgestellt hätte sondern es sich einfach nur verzögert hätte bis die Flasche fertig ist.


      Es gab im groben und ganzen immer mal Phasen wo sie gebrüllt haben.
      Nachts wache ich nicht bei jedem quäck auf. Wenn ich duschen war höre ich auch nicht zwangsläufig jedes weinen. Oder wenn ich Grad den Müll rausbringe nehm ich auch kein Babyphone mit da kann es schonmal sein das die kleinen ne Minute oder auch 2 schon am weinen war.


      Aber ganz ehrlich? Wenn mein Baby grade beginnt zu brüllen weil es wach geworden ist und raus will springe ich nicht vom klo und renne los! Hab ich bei meinem der 3 Kinder gemacht und alle 3 leben noch und wir haben eine gesunde vertrauensbasis.


      Ich finde auch es gibt verschiedene Arten von brüllen. Meine Kinder brüllen anderes Wenn sie sich weh getan haben als wenn sie übermüdet sind.


      In Falle von übermüdet ertrage ich dann das gebrüll. Es bringt bei meinen nichts sich ans Bett zu setzen und sie zu streicheln. Sie schlafen seit jeher von alleine ein. Auf dem Arm schunkeln, Lied singen oder was vorlesen bis es schläft puscht sie nur auf. Wenn sie überdreht sind brüllten sie schonmal bis zu 5 min ehe sie dann etwas runter gefahren sind.
      Aber sie noch 3 Std auf dem Arm umher zu schleppen bis sie vor lauter brüllen vor Erschöpfung eingeschlafen wären hätte auch niemandem was gebracht.
      Das klingt total herzlos sie ins Bett zu legen und dann zu gehen und sie meckern oder brüllen zu lassen, dennoch denke ich das eine Mutter ihr Kind ganz gut einschätzen kann.


      Meiner Oma hat man damals erklärt ein Baby muss um xx Uhr essen um yy immer ins Bett und wenn es dann 2 Std schreit schreit es halt 2 Std. Irgendwann gewöhnt es sich an den Rhythmus.
      Sowas könnte ich nicht. 5 min bei übermüdung ist schon echt grenzwertig für mich aber wenn ich dann nach 2-3 min merke das brüllen flacht ab und es wandelt sich in gemotze und weiter 3 min später ist Ruhe, weiß ich, auch wenn es so böse klingt es war Grad die beste Entscheidung.

      In meinen Augen ist es sehr situationsabhängig und auch Kind abhängig.
      Man bekommt da einfach ein feeling für wie "dringend" ein weinen ist.


      LG

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