Wie es Vater und Mutter sagen?

    • (1) 12.01.19 - 18:53
      Korksie

      Guten Abend ihr Lieben

      Ich habe da mal eine Frage, mein Partner und ich sind ratlos.
      Kurze Vorgeschichte:
      Ich habe seit fünf Jahren keinen Kontakt zu meinen Eltern (sie Leben seit über 20 Jahren getrennt und haben gar kein Verhältnis mehr zueinander). Vor zwei Wochen aber habe ich mein erstes Kind auf die Welt gebracht und möchte dass sie es wissen. Auch um eventuell neu anzufangen, wieder eine Beziehung zu den beiden aufzubauen. Traurig genug das mein Sohn der Anlass dazu sein muss, aber das soll nicht das Thema sein.
      Ich möchte ihm seine Großeltern nicht aus Stolz oder anderen niederen Gründen vorenthalten, ebenso wenig wie ich den Großeltern ihren Enkel nicht vorenthalten will.

      Aus Gründen haben wir uns dazu entschlossen Ihnen einen Brief zu schreiben. Die Briefe sind beschriftet, die Briefmarken kleben.. Nur der eigentliche Brief fehlt. Weder mein Freund noch ich haben eine Ahnung wie und was wir schreiben sollen. Vielleicht hat ja einer einen Ratschlag oder eine Anregung?

      Ich bitte euch meine verkorksten Familienverhältnisse nicht zum Hauptthema des Beitrags zu machen ☺️

      Vielen Dank schon mal ☺️

      • (2) 12.01.19 - 18:59

        Vielleicht schreibst du im Namen deines Sohnes?
        Das er sich vorstellen möchte und sich freuen würde, sie kennen zu lernen?

        • (3) 13.01.19 - 00:30

          Das ist ja schon albern, wenn man ein gutes Verhältnis zu einander hat!

          • (4) 13.01.19 - 05:21

            Ich fand die idee den brief im namen des sohnes zu schreiben gut!
            Wenn man einen neuanfang möchte und nicht weiss wie man anfangen soll, alte probleme vielleicht nicht ansprechen will. Es gibt auch einen überraschungsmoment und es fällt den grosseltern so vielleicht leichter darauf positiv zu antworten!

            Wenn man ein gutes verhältnis zueinander hat würde ich es übrigens auch merkwürdig finden! ;-)

      • (6) 13.01.19 - 17:32

        Das NEUGEBORENE möchte "sich vorstellen" und "würde sich freuen wenn"....das ist nun wirklich affig! Ein Neugeborenes freut sich über eine saubere Windel, Milch und Nähe. DIE MUTTER möchte Kontakt zu den Großeltern, dem Baby ist es völlig schnurz.
        Finde ich genauso affig wie ein Baby, das "dem Vati was zu Vatertag schenkt". Ähm...genau.
        Warum nicht bei den Tatsachen bleiben und als Erwachsener Gefühl zeigen? Genau darum geht es doch! Erfordert etwas mehr Mut, als das ganze an Dritte (in dem Fall das Baby) abzugeben, ist aber ehrlich und aus dem Herzen.

    (7) 12.01.19 - 19:05

    Hallo.
    Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Sohnes.🍀
    Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe, kann ich mich nicht mit dir identifizieren, aber ich versuche mich mal etwas in dich hinein zu versetzen.

    Wir wissen ja nun nicht genau, was da bei euch vorgefallen ist, deswegen ist es schwierig, dir was konkretes zu raten.
    Rein allgemein, würde vielleicht so was in der Art schreiben:
    'Du bist sicher überrascht von mir zu hören/Lesen. Egal was in den letzten Jahren zwischen uns war, würde ich dir gerne mitteilen, dass du Oma/Opa geworden bist. Wenn du möchtest, kannst du gerne mit deinem Enkel und mir Kontakt aufnehmen, vielleicht finden wir einen Weg, uns wieder etwas anzunähern.'
    Vielleicht noch etwas ausführlicher, aber ich würde es auch nicht übertreiben mit der Länge.

    (8) 12.01.19 - 19:06

    Hallo,

    im Namen deines Sohnes schreiben wie schon vorgeschlagen wurde und gleichzeitig auch eine Einladung zum Babykaffee oder Mittagessen mit Termin mit dazu legen, evtl. mit einem Ausweichtermin und der Bitte um Zu- oder Absage bis zum .......

    LG

    (9) 12.01.19 - 19:08

    Ich finde die Idee von je30 super.
    Ich würde noch ein Foto vom Baby beilegen.

    Nachdem du sie von dem Kind in Kenntnis setzen möchtest und sie Kontakt zum Baby haben sollten, gehe ich davon aus, dass du selbst wieder gern Kontakt hättest, oder?

    Mit der Geburt eines neuen Menschleins sucht man halt doch wieder seine Wurzeln.

    Ich wünsche euch, dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt.
    Egal was vorgefallen ist, man muss auch verzeihen können.

    Hey, ich würde mich hinsetzen und einfach anfangen zu schreiben. So wie deine Gedanken gerade sind. Folge deinem Bauchgefühl, dann machst du nichts falsch. Grübel nicht zuviel.

    Ich finde es übrigens toll das du den ersten Schritt machst und auf deine Eltern zugehts!

    Alles Gute für euch!

    (11) 12.01.19 - 19:41

    Bloß nicht im Namen des Kindes schreiben. Das finde ich immer total peinlich und albern und irgendwie auch übergriffig dem Kind gegenüber. In eurem speziellen Fall fände ich es doppelt unpassend! Der Wunsch geht ganz klar von Dir aus, ihr habt euch zerstritten, oder was auch immer zum kobtaktabbruch führte.
    Ich würde nicht soviel schreiben, die Formulierung von Vorschlag 3 finde ich sehr gut! Ich drücke die Daumen und finde es schön, dass ihr einen Neuanfang wagen wollt.

    • (12) 12.01.19 - 19:58

      Sehe ich genauso. Finde es auch immer zum Fremdschämen wenn Eltern aus der Banyperspektive schreiben. Richtig schlimm. Vor allem bei Geburtsanzeigen per WhatsApp oder Mail:
      "Hallo ich bin Anna. Ich wiege schön und bin schon cm groß. Mama und Papa sind ganz stolz aber auch sehr müde. Usw "
      Furchtbar

      • (13) 12.01.19 - 20:02

        Ja, grauenhaft ist das. Das sind die gleichen Eltern, die dann von „wir können uns schon drehen“ ...reden- geht gar nicht

        • (14) 12.01.19 - 21:27

          Ich widerspreche mal zur Pauschalisierung beim Thema Geburtsanzeigen. Mein Vater hat damals zu meiner Geburt einen tollen Text aus meiner Perspektive geschrieben für die Dankeskarte / Geburtsanzeige. Diese klebt auch in meinem Fotoalbum. Schon seit ich lesen kann, fand ich diesen Text total toll. Ich kann ihn bis heute auswendig und er berührt mich nach wie vor sehr.

          Für die aktuelle Frage würde ich von der Kind-Perspektive aber auch abraten.

(16) 12.01.19 - 19:58

Hallo

Meine Freundin hat Jahre auch kein Kontakt zu ihren Papa gehabt .

Sie hat ein Brief geschrieben und zwar im Namen des Enkel .

Hallo lieber Opa......usw

(17) 12.01.19 - 20:01

"habe ich mein erstes Kind auf die Welt gebracht und möchte dass sie es wissen. Auch um eventuell neu anzufangen, wieder eine Beziehung zu den beiden aufzubauen. "

Schreib genau das.
Nur mit den richtigen Personalpronomen und dem Nachsatz , dass Du Dich freuen würdest, wenn sie sich melden.

(18) 12.01.19 - 20:06

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!

Ich würde eine Geburtskarte (Bild, Daten etc.) machen mit der ihr die Geburt verkündet. Dazu einen kurzen Brief von Dir. In dem du genau das scheibst was du möchtest. Irgendwas in die Richtung:

Liebe Mama, wie du siehst bin ich Mama geworden. Für meinen Sohn würde ich mich sehr freuen, wenn er seine Oma kennenlernen darf und sie von Anfang an dabei ist. Sollen wir uns treffen? Dann meld dich doch bitte.

Wenn es sonst noch was gibt was du aus der Welt räumen willst dann schreib das auch dazu. Aber es muss kein Roman werden meiner Meinung. Entweder sie zeigen Interesse dann ist da vielleicht auch Zeit über das vergangene zu sprechen oder zu merken, dass du es ruhen lassen kannst oder sie melden sich nicht, aber dann musst du dir nicht vorwerfen, dass du es nicht versucht hast

Alles Gute!

(19) 12.01.19 - 20:13
HeuteLieberInSchwarz

Hallo.

Das käme für mich ein bisschen darauf an was vorgefallen ist und wie weit du Ihnen entgegenkommen möchtest. Bei uns war es ähnlich. Ich habe mich nach der Geburt entschieden einfach eine Geburtskarte (oder wie nennt man das?), die wir ohnehin für den Rest der Familie gemacht haben, zu schicken. Kommentarlos. Ich fand das nach allem was vorgefallen war mehr als genug entgegenkommen. Wenn ein ernsthaftes Interesse besteht konnte der betreffende sich ja daraufhin melden, wenn nicht wäre das für mich auch ok gewesen. Es kommt immer drauf an wie groß die Brücke sein soll, die du Ihnen bauen möchtest und wie viel Eigeninitiative der Gegenseite du erwartest.

Liebe Grüße

  • Darf ich fragen , haben sich deine Eltern darauf gemeldet?

    Lg

    • (21) 12.01.19 - 22:45
      HeuteLieberInSchwarz

      Es ging nur um meinen Vater. Meine Eltern sind quasi seit meiner Geburt getrennt. Zu meiner Mutter bestand immer ein guter Kontakt.

      Er hat die kleine einmal gesehen mit ca 6 Wochen. Zunächst hatten wir telefonischen Kontakt (ca einmal pro Monat). Das wurde dann weniger. Es gab wieder endlose Versprechungen ("Nächsten Monat muss ich euch unbedingt besuchen...") über ein halbes Jahr, dann hat er sich ein halbes Jahr gar nicht mehr gemeldet und dann habe ich seinen Kontaktversuch abgeblockt. Letztlich war es das gleiche Verhalten wie eh und je.

      Fazit: Es hat seine Gründe warum kein Kontakt bestand. An denen hat sich leider nichts geändert. Trotzdem war es richtig ihm das Angebot zu unterbreiten es bei seiner Enkelin besser zu machen als bei mir. Hat nur leider nichts genützt.

(22) 12.01.19 - 20:51

Es hat sicher Gründe, warum du seit fünf jahren keinen kontakt mehr zu deinen Eltern hast.
Sind diese Gründe jetzt automatisch durch die Geburt deines Sohnes aus der Welt?
Ist es wirklich dein Wunsch, wieder Kontakt zu deinen Eltern aufzubauen oder nur eine sentimentale Anwandlung?

>>>nicht aus Stolz oder anderen niederen Gründen<<<
Schätzt du so den Kontaktabbruch zu deinen Eltern ein?

  • (23) 12.01.19 - 21:35

    bDas habe ich mir auch gedacht.
    Vielleicht gabe es einen Anlass, warum kein Kontakt mehr herrscht. Schade, das ein Kind herhalten muss, um evtl. Fehler einzugestehen, Kontakt zu suchen, etc.
    Und nur damit das Kind Oma und Opa hat, das wird auch ohne gross.

    Wenn es der TE so wichtig ist, würde ich den Kontakt suchen, ohne zu sagen, das ein Baby da ist.
    Es kam ihr 9 Monate während der Schwangerschaft nicht in den Sinn, den Kontakt aufzufrischen aber jetzt....

    lg
    lisa

(24) 12.01.19 - 21:03

Mein Sohn hat ja den Kontakt nun schon vor bald 4 Jahren zu seiner Herkunftsfamilie abgebrochen. Wenn er ihn wieder aufnehmen wollte, fände ich es seltsam, wenn er sich hinter einem evtl. neuen Baby versteckte und in seinem Namen schriebe.
Da fände ich es wesentlich besser, wenn ein Brief käme mit den Worten "wir haben einen kleinen Sohn bekommen und ich finde, das könnte der Anlass sein, dass wir uns treffen/Dich besuchen. Wäre Dir der ***** recht oder nenne gerne auch ein anderen Termin. "
Es ist Deine Mutter, Dein Vater, schreibe ihnen als Tochter und nicht als Enkel.
Bitte mach den Termin nicht zu kurzfristig, sie werden sich evtl erst mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass die Tochter nun wieder Kontakt will.
Ich weiß ja nicht, was vorfiel, aber es werden auf beiden Seiten schlimme Verletzungen vorliegen; die sind nicht mit ein paar flachen Worten gleich zu vergessen. Lass es durchklingen, dass es Dir ernst ist. LG Moni

(25) 12.01.19 - 21:07

Also ich hab auch keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, länger als mein Sohn alt ist muss ich sagen. Ich bin den Weg den du gingst jetzt jedoch nicht gegangen muss ich sagen. Das aber hatte seine Gründe, denn ich wollte trotz Kind den Kontakt nicht wieder aufleben lassen, das ist besser für uns alle!!!
Doch das mag bei jedem anders sein. Wenn es bei euch kein so gravierender Grund war finde ich deine Idee sehr gut einen Schritt auf sie zuzumachen. Aber lass dir auch durch den Kopf gehen das möglicherweise, je nachdem was gewesen ist, es schwierig werden kann/könnte. Wie gesagt ist es davon abhängig was gewesen ist. Denn man wird nicht immer einer Meinung sein.

Liebe Grüße und viel Glück Ela

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