Stiefkind macht Familienleben unmöglich

    • (1) 13.01.19 - 00:33

      Hallo liebes Forum,

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

      Ich bin mit meinem Partner jetzt schon seit fast 3 Jahren zusammen. Vor kurzem, ca 3 Monate, haben wir seine 3 jährige Tochter bei uns aufgenommen, da ihre Mutter einfach total überfordert mit ihr war.

      Vorher war sie nur ab und an mal am Wochenende bei uns, da mein Partner beruflich viel Stress hatte und sie also eher unter der Woche für ein paar Stunden besucht hat.
      Auch war sie regelmäßig alle 14 Tage fürs Wochenende bei den Großeltern.
      Die Mutter der kleinen kam schon früh mit ihrer Tochter nicht klar, sei es materiell oder eben emotional.
      Die Kleine hat jedesmal bitterlich angefangen zu weinen wenn wir gegangen sind, wollte ihren Vater und mich nicht gehen lassen etc.
      Das Verhältnis zwischen ihr und mir war immer sehr gut, zwischen ihr und ihrem Vater sowieso.

      Nur seid sie bei uns ist, hat sich das komplett gedreht. Sie meckert nur rum, dirigiert uns, schreit und weint wie am Spieß wegen jeder Kleinigkeit.
      Besonders wenn sie ihren Willen nicht bekommt.
      Sie wird aggressiv und frech, deutet ein spucken an uns gegenüber und ihr Tonfall ist total herablassend.
      Grenzen kennt sie eigentlich kaum, da ihre Mutter einfach nur ihre Ruhe haben wollte und ihr deswegen alles hat durchgehen lassen.
      Ich komme nur mittlerweile einfach mit ihren ausrastern nicht mehr klar.

      Auch will sie immer nur dass Papa alles macht, Papa zieht mich an, Papa soll singen, Papa dies Papa das... Und mein Partner macht es mit!
      Er setzt ihr konsequenzen, die er aber selten einhält. Wenn ich dann konsequent bin, bekomme ich nur zu hören "so vertreibst du sie nur" oder "sie ist doch noch ein kleines Kind".
      Aber ich kann mir doch von einem 3 jährigen Kind nicht auf der Nase rumtanzen lassen.
      Wenn mein Partner dann mal weg ist und ich mich alleine um sie kümmern muss, dann ist sie meistens total lieb, bei ihm genauso, aber wenn wir alle 3 gemeinsam sind, dann rastet sie komplett aus... Wegen wirklich jeder Kleinigkeit....

      Dazu kommt auch noch, dass die Mutter sich sporadisch meldet, jedoch wenn sie es tut, dann die Übermutter spielt, die daran kaputt geht, dass ihr Kind nicht mehr bei ih ist (obwohl sie von sich aus den Wechsel zum Vater wollte) und wir die Bösen sind, die ihr das Kind vorenthalten.

      Ich bin gerade mal Anfang 20,mitten in der Ausbildung, mache unseren Haushalt größtenteils alleine und jetzt auch noch Vollzeitmutter von einem Kind, das garnicht mein eigenes ist.
      Versteht mich nicht falsch, mir tat die kleine so unendlich leid und für mich war klar, dass wir sie bei ihrer Mutter rausholen mussten,aber ich fühle mich einfach so allein und weiß nicht wie ich damit umgehen soll...
      Ich gehe an dem Verhalten der Kleinen einfach total kaputt, da ich mache und tue und dennoch bin ich der Buhmann.

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter!

      • Hi schwierig für euch alle .
        Das Kleine Mädchen ist wohl auch total überfordert mit der Situation, ihre Mama ist plötzlich weg meldet sich nur sporadisch (sehr traurig).
        Das ganze Leben dieses Kleinen Mädchen steht wohl auf dem Kopf.
        Es wäre bestimmt eine große Hilfe für euch alle eine Familientherapeutin um Hilfe zu bitten.
        Versuche so viel Liebe wie möglich zu geben , auch wenn es schwer fällt.
        Ihr schafft das sicher 🤗. Liebe Grüße

        • Danke für deine Antwort, ich versuche auch wirklich alles, in der Kita nennt sie mich immer öfter auch Mama und so komisch es klingen mag, ihre eigene Mutter scheint sie kaum zu vermissen...
          Wenn da nicht dieses unmögliche Verhalten mir gegenüber in Gesellschaft der anderen wäre...
          Äußere Hilfe zu holen wäre für meinen Partner leider undenkbar, er ist da ziemlich eigen...
          Er geht davon aus, dass Problem mit ihrem Verhalten würde sich mit zunehmendem Alter von alleine bessern, aber ich denke eher das es schlimmer wird...
          Manchmal verstehe ich es einfach nicht...

          • Rede nochmal mit ihm , es ist ganz wichtig .
            Da die kleine bei der Mutter alles dürfte , haubsache sie stört nicht , ist ihr Verhalten wohl Normal . Sie kennt ja keine richtige Mutter-Kind -Beziehung.lg

          • Dann suchst du dir eben erstmal alleine Hilfe. Du nimmst Vollzeit ein fremdes Kind auf.. du hast jedes Recht dir Hilfe zu suchen.
            Eine Erziehungsberatung kann dir und deinem Partner mal aufzeigen, wie die Welt einer 3jährigen aussieht und wie man sie liebevoll begleitet. Wenn man es schleifen lässt, bzw aus Überforderung mit Ablehnung oder einfach gewähren lassen reagiert, wird es sicher nicht „von selbst“ besser.
            Holt euch Hilfe!

            Was willst Du jetzt schon mit e8nem Mann der sehr eigen ist?
            Auch ich frage mich,wo findet Frau so einen Mann.
            Das arme Kind!
            Bitte mache die Mutter nicht so schlecht,Sie ist ein Teil vom Kind.
            Verlasse diesen Mann und setzte Deinen Verstand beim nächsten ein!

      (7) 13.01.19 - 01:08

      Herzlich willkommen im Leben eines kleinen 3 jährigen Mädchens ! Die Welt steht gerade absolut Kopf für sie! Natürlich muss man Grenzen setzen, aber man muss auch verstehen können! Sie ist 3 und keine 30! Klar versucht sie ihren Willen durchzusetzen, wäre ja auch traurig wenn nicht;)
      Für dich und deinen Partner ist es natürlich auch eine neue Situation: von ein paar Std in der Woche zu Vollzeit Eltern! Ihr müsst miteinander reden und an einem Strang ziehen! Die Kleine braucht eine gute Struktur und klare Grenzen, da ihre Welt ja scheinbar etwas aus dem Ruder läuft! Ihre Eltern trennen sich und dann lebt sie die ersten 3 Jahre bei ihrer Mama und nun bei euch! Das ist sich nicht gerade einfach!

      Viel Erfolg,
      Rosa

      Hi,

      ich kann nachvollziehen, dass das eine harte Umstellung für euch alle bedeutet, aber ihr habt es selbst so gewählt und du kannst die Verantwortung nicht auf das tatsächlich noch so kleine Mädchen abwälzen. Für sie ist es am schwierigsten.
      Ihr seid erwachsen und habt bereits Problemlösestrategien gelernt. Das Mädchen ist in einem Alter, in dem Trotzanfälle normal sind... Noch dazu wird sie einfach verwirrt und verängstigt sein wegen der Veränderungen. Und ich glaube auch, dass sie ihre Mama trotzdem vermisst. Nicht die Kindesmutter ist nur überfordert, ihr seid es gleichermaßen und solltet euch wirklich mal beraten lassen.
      Dass ihr euer bestmögliches tut, ist euch dabei ja gar nicht abzusprechen, das glaube ich.
      Eine dreijährige kann auch noch nicht in einem "herablassenden Tonfall" mit dir sprechen. Ihr passt einfach etwas nicht und sie kann es nicht anders ausdrücken.
      Das arme Mädchen ist hier Opfer, nicht du. Es kann nicht wählen.
      Hier meine Tipps für dich:
      - entweder Hilfe von außen holen und schauen, dass ihr das geregelt bekommt. Es muss auch ein klarer Umgang mit der Kindesmutter geklärt werden.
      - oder du möchtest das alles nicht, weil du selber überfordert bist, trennst dich und suchst dir einen Mann, mit dem du eine Familie gründen kannst, wenn auch du soweit bist.

      Ich wünsche dir alles Gute, egal wie du dich entscheidest.

      PS: wieso machst du im Haushalt alles alleine? Deinem Freund gehört Mal der Kopf gewaschen!

      'Ich bin gerade mal Anfang 20,mitten in der Ausbildung, mache unseren Haushalt größtenteils alleine und jetzt auch noch Vollzeitmutter von einem Kind, das garnicht mein eigenes ist.'

      Das geht gar nicht. Du machst dich kaputt und setzt deine Zukunft aufs Spiel. Gib dich nicht auf! Dein Partner ist hier gefragt.

    (12) 13.01.19 - 07:54

    Zündstoff Thema 🙈und du bist ein Frischling 🤔- willkommnen erstmal 😉. Tja sollte alles so sein wie du schreibst empfehle ich dir Lektüre zum Thema Trotzphase und ein klärendes Gespräch mit deinem Partner. Wenn die Welt so Kopf steht im Kleinkindalter ist es nicht ungewöhnlich das Verhalten des Kindes. Erziehungsberatung aufsuchen ..

    (13) 13.01.19 - 08:21

    Hallo!

    Also ich glaube das die Kleine in der Trotzphase ist, die kann tatsächlich genau so sein. Meine Tochter war genauso in dem Alter. Dann natürlich noch die Umgewöhnung, das macht es auch nicht einfacher.
    Du bist noch sehr jung und da denke ich auch das du Überfordert bist. Da braucht man gute Nerven und eine gewisse Art von Gelassenheit, die du wohl nicht hast. Das wird nämlich noch eine Weile so weitergehen, bis sie in ein Alter kommt, wo sie ihre Gefühle besser kontrollieren und sich richtig Ausdrücken kann. In dem Alter lernen sie auch mit Frust umzugehen, bzw. erstmal kommen sie damit gar nicht klar und dann hat man auch Theater. Für mich ehrlich gesagt ein normales Verhalten. Bei dem einen ist das mehr ausgeprägt, bei dem anderen weniger.
    Ich würde erstmal sehen da mehr Ruhe reinzubringen. Das heißt das man schon ein wenig nach dem Kind geht. So das nicht dauernd Ausraster provoziert werden. Das ist nämlich auch für das Kind anstrengend und wenn es halt Ausrastet, ruhig bleiben und bestimmt. Schreien usw. bringt gar nichts, eher das Gegenteil. Das Kind macht das nicht mit Absicht. Es reagiert einfach auf Dinge die ihr nicht passen auf ihre Weise. Anders kann sie sich noch nicht ausdrücken...…. So richtig Konsequent sein kann man in dem Alter nicht. Das versteht ein kleines Kind noch nicht richtig....
    Ein fester Tagesablauf kann auch helfen. Das sie einfach weiß was passiert und nicht unsicher wird. Mit der Mutter würde ich auch feste Zeiten vereinbaren an die sie sich zu halten hat.

    Die Frage ist auch, ob du das Kind leiden kannst und wie liebevoll du mit ihr umgehst. Das merkt ein Kind auch und reagiert da drauf.
    Familienhilfen gibt es auch, so man sich Rat und Hilfe holen kann.

    LG Sonja

    (14) 13.01.19 - 09:10

    Guten Morgen,

    Oh man, da hat man sich ja schön ins kalte Wasser geschmissen! Ein Stück weit kann ich dich beruhigen.. ich habe auch ein Kind in dem Altern und diese reagieren auf Veränderungen oft mit trotz! Nicht weil sie ärgeren wollen, sie können es eben noch nicht anders verarbeiten.. dieses kleine Wesen weiß gerade garnicht wie ihm geschieht und die bisher missglückte Beziehung zur eigenen Mutter und die ausbleibenden regeln sind auch nicht hilfreich! Ich finde es toll, dass du dich dieser Aufgabe stellst aber Rate auch dazu, dass ihr euch Hilfe holt! Ich als leibliche Mutter habe bereits 3 Jahre lernen und Erfahrungen sammeln können und tue mich manchmal immer noch schwer damit die Welt der kleinen Wesen zu begreifen und ruhig zu bleiben! Den richtigen Weg aus regeln einhalten/durchsetzen oder mal Kompromisse einzugehen! Du bist da von heute auf morgen mit konfrontiert.. das ist schwer, zumal du auch noch sehr „jung“ bist.. (im Vergleich zu mir! 30) auch wenn du dafür sehr reif schreibst!

    Also wie gesagt.. versuche deinen Freund zu überzeugen, dass du noch etwas Unterstützung brauchst um die kleine zu verstehen.. und zu Beginn würde ich vlt. Mit der kleinen erstmal 3 Grundregeln aufstellen.. also quasi klein anfangen! Mal ein Bild oder drückt etwas aus.. Bild 1 - nicht spucken Bild 2 - nicht schreien Bild 3. nicht hauen!!! (Nur als Beispiel.. Sicht euch erstmal 3 Dinge aus, die euch wichtig sind) diese Bilder klebt ihr an einer deutlich sichtbaren Stelle auf und sie gelten für alle!! Wenn sie dann mal schreit, kniest du dich auf ihre Höhe und erinnerst sie an eure regeln! Wichtig ist auch immer zu erklären, WARUM es diese Regeln gibt! Außerdem könnt ihr eine Konsequenz bei Nichteinhaltung festlegen... den Tag keinen Fernseher, für 5 Minuten ins Zimmer etc.. je nachdem.. das ist immer variabel nach dem Kind zu bestimmen! Diese Konsequenzen MUSS dein Freund dann aber auch einhalten! Da müsst ihr euch einig sein!

    Wenn das bei euch funktioniert (sei geduldig.. es braucht Zeit und sie wird sie auch immer mal wieder brechen- ganz normal für ein Kind in ihrem alter.. aber es sollte irgendwann besser werden) könnt ihr vlt. Stück für Stück neue Regeln hinzufügen!


    Bzgl den Punkt „Papa soll das machen“.. das ist bei uns auch so, nur, dass es hör heißt „Mama soll Zähneputzen.. Mama soll die Schuhe anziehen... mama soll mit mir aufs töpfchen!“ und ja, auch ich gebe manchmal nach.. :) auch wenn es nicht richtig ist.. je nach Situation will ich einer Diskussion oder einem trotzanfall damit einfach aus dem Weg gehen! Ist vlt nicht richtig aber niemand ist perfekt und manchmal ist es glaube ich auch erlaubt den Weg des geringsten wiederstandes zu gehen.. vlt. Könnt ihr auch da erstmal ein paar sahen einführen die ganz eindeutig NUR du machst.. Nur du schmierst ihre Brote, nur du darfst Zähne putzen oder sie baden... auch das Wetter ich vorher mit ihr absprechen und ihr erklären, dass du auch Zeit mit ihr verbringen möchtest weil du sie lieb hast etc.

    Das waren nun nur ein paar Ideen von mir, die mir so einfallen würden... alles nur ein Versuch den man evtl. mal wagen könnte... ich wünsche euch viel Erfolg, eine Menge Geduld und alles gute! Ich finde ihr habt schonmal die richtige Grundeinstellungen und gewiss ein großes Herz! Damit lässt sich schon einiges machen! Nicht jeder würde das wuppen, also seit nicht zu hart zu euch wenn es man nicht so gut läuft! Toi toi toi :)

    Ich halte Dich für zu jung für so eine Situation,dies lässt sich nicht ändern....
    Du machst die Mutter sehr schlecht,bist aber selbst sehr überfordert.
    In dem Alter würde sich auch Dein leibliches Kind auch ohne diese Lebensgeschichte teilweise genau so benehmen.
    Es ist nichts was der Vater mitmacht...so ist es eben.
    Wir haben mehrere Kinder und eines meiner Kinder hat mich bis heute bei jedem Entwicklungsschritt an meine absoluten Grenzen gebracht,wir lieben Ihn und es ist teilweise harte Arbeit...
    Solltest Du nicht bereit sein dies zu tragen so trenne Dich bitte und lasse dem Kind den Vater...

    • "Trenne dich bitte" - das finde ich zu vorschnell nur mal eben so aus den paar Aussagen. Und mit dem Alter hat die Reife nichts zu tun.
      Zur TE: Respekt vor deinem Mut diese Herausforderung anzugehen! Ich war mit meiner eigenen Tochter damals am Rande der Verzweiflung: immer unter Strom, es könnte gleich wieder los gehen, denn bereits wenn die Sauce auf der "falschen" Seite der Wurst war oder die Enden des Schals beim Binden nicht gleich lang waren schmiss sie sich wutentbrannt auf den Boden für eine halbe Stunde. Es half nichts, Einreden, Ablenken, in den Arm nehmen, alles machte es nur noch schlimmer, also blieb es nur abzuwarten, ruhig bleiben und lieb zusprechen. Nicht ignorieren, einfach liebevolle Präsenz im Hintergrund.
      Eure Kleine macht eine schwere Phase durch. Recht hast du, denn Grenzen setzen ist es jetzt gerade wichtig. Dein Mann muss mitziehen, sonst wird sie euch immer wieder gegeneinander ausspielen. Mit ganz viel Liebe und Geduld ist es zu schaffen. Als erstes würde ich Gespräch mit dem Partner suchen. Einigt euch auf die Regeln und Strategien. Nur zusammen werdet ihr erfolgreich.
      Viel Kraft und alles Gute!

Und,ich bin absolut keine Freundin von Büchern an dem Punkt da ich finde der gesunde Menschenverstand und eine große Portion Liebe und Konsistenz reichen aus.
Aber gehe bitte in Eure Bücherei und leihe Dir Bücher über Kleinkinder aus und versuche so dieses KLEINE Mädchen zu verstehen!

(19) 13.01.19 - 10:20

Hallo,

erst mal finde ich nicht, dass du schlecht über die Mutter sprichst, Fakten muss man ja irgendwie benennen und du bewertest aie ja nicht mit abwertenden Ausdrücken.

Wie viel Zeit hat dein Partner für die Kleine? Ich denke, er sollte sich wesentlich mehr einbringen, als du es tust. Und dafür gibt es auch keine Ausrede, denn du könntest ja morgen theoretisch weg sein und dann müsste er es ganz alleine schaffen.

Kann er zumindest vorübergehend die Stunden reduzieren? Er "spart" ja den Barunterhalt und müsste zudem das Kindergeld erhalten und von der Mutter Kindesunterhalt bekommen. Wenn man das mal in Zahlen packt am Beispiel des Mindestunterhalts: 251 "gespart" + 194 KG + 251 Unterhalt durch die Mutter wären pi mal Daumen gute 700 Euro mehr. Damit sollten ein paar Stunden reduzierbar sein, wenn der AG mitmacht.

Diese gewonnene Zeit sollte er investieren, um mit dem Kind Zeit und Rituale zu entwickeln, die zu eurer Familie passen. Dein "Job" ist nur ergänzend, aber eben nicht federführend die Hauptbezugsperson zu sein. Wichtig ist, dass dein Partner die Prioritäten verschiebt.

Einig werden solltet ihr euch bei Basics, z.B. dem Kind konsequent vorzuleben, dass spucken/hauen nicht okay ist, etc. Wenn sie von Papa ins Bett gebracht werden will, dann lasst sie doch. Diese Phasen sind normal und verwachsen sich wirklich. Wenn sie aggressiv wird oder wütend, dann schau mal, was das auslösen könnte und frage sie. Bei meinem Sohn hat das in dem Alter oft geholfen ("Bist du traurig/wütend/sauer, weil...?"), weil ich damit versucht habe Gefühle in Worte zu gießen, was ihm noch nicht so gut gelungen ist. Hat er mir das bestätigt, dann habe ich Verständnis geäußert ("Oh, da hätte ich mich auch geärgert.") und ihm einen Lösungsvorschlag gemacht ("Wollen wir mal versuchen, ob...?"). Er hat sich dann verstanden und weniger ohnmächtig gefühlt und meist war die Situation damit auch geklärt.

Mach dir keinen zu großen Druck, Du bist noch jung und vor allem liegt die Verantwortung bei deinem Partner. Lass dich bitte nicht in die Rolle der Hausfrau und Mutter drängen.

LG

(21) 13.01.19 - 10:28

Sucht euch gemeinsam eine Erziehungsberatung!

Eltern zusammen mit dem eigenen Kind haben schon so ihre Probleme.
Wutanfälle, Konsequenzen usw.

Bei euch kommen noch besondere Belastungen hinzu.
Deine (du konntest so nicht in die Mutterrolle reinwachsen)
Die, des Kindes, die ja ihre eigenen Baustellen schon hat und mitbringt und da zusätzliches Sicherheitsaustesten hat und braucht. Sind Mama und Papa auch dann für mich da, wenn ich mich verhalte wie die Axt im Walde?

Und die Situation, dass er sie zwar liebt, aber selbst auch nicht so wirklich zu wissen scheint, wie er mit der neuen Situation als Hauptbezugsperson-Vater umgehen kann. Und das dann ein Stück zur Seite schiebt oder versucht zu umgehen, weil er selbst nicht weiß wie er damit umgehen kann.


Mitleid ist schwierig. Mitgefühl für die Situation des Mädchens ist sehr sehr wichtig.
Mitleid jedoch setzt das Mädchen in eine erneute Verantwortungsposition, wo sie gefühlt die Starke sein "muss", davon überfordert ist, noch mehr ihre Grenzen einfordert, weil sie nicht sicher sein kann, wie verlässlich ihr Papa ist. Sowohl im guten (Versprechen), als auch bei anderen Konsequenzen.

Hallo Eliza,
Da hast du jetzt eine mächtige Aufgabe vor dir. Erstmal zu deinem Partner, du solltest ihm irgendwie verständlich machen das er dir mehr im Haushalt helfen muss. Eventuell feste Aufgaben verteilen. Dann hast du auch etwas mehr Nerven für die kleine.
Kinder in diesem Alter sind oft sehr anstrengend und Kräfte zehrend.
Mach dich mit der Autonomiephase vertraut.
Dazu kommt das für das Kind gerade die ganze Welt Kopf steht.
Es kann sein das sie noch massiver Grenzen testet weil sie eure Reaktionen verunsichern. Kinder die oft nur negative Aufmerksamkeit bekommen haben, brauchen sehr, sehr lange bis sie aus ihrem gewohnten Verhalten heraus können.

Versucht geduldig zu sein aber setzt auf jedenfall Grenzen, zeigt ihr Regeln auf und wo sie selbst mitentscheiden darf. Es wird noch einige Zeit dauern bis sich dann das Verhalten legt.

Macht ein Gespräch mit einer Erziehungsberatungsstelle aus.
Wenn dein Partner da für den Anfang nicht mitzieht. Versuch ihm ein Gespräch mit den Erzieherinnen schmackhaft zu machen. Diese können euch vielleicht auch erstmal hilfreiche Tipps geben.

Drei kann ein sehr anstrengendes Alter sein auch ohne solche riesen Umstellungen. Und ihr wurdet alle ins kalte Wasser geworfen. Ich wünsche euch ganz starke Nerven.
Ganz wichtig ist Gemeinsam die Erziehung anzugehen. Da muss dein Partner sich auch mit einbringen und ihr müsst am gleichen Faden ziehen.

Lg walderdbeerchen

(23) 13.01.19 - 11:16

Dein Partner macht es sich bequem.
Da helfen nur klare Ansagen, damit der Stress reduziert wird.
a) Haushalt - Eine Haushaltshilfe kommt zweimal die Woche ( schließlich spart er ja Unterhalt) oder er macht es - Du NICHT mehr.
Falls er da Stress macht, ist die Frage: Will er eine billige Haushälterin oder dich unterstützen?
b) Du suchst Dir Hilfe bei der Erziehung, ob er das will oder nicht ist sein Problem.
c) Es werden feste Papazeit festgelegt. Er bringt das Kind mindestens 3 Tage abend alleine in Bett etc.
d) Es werden Regeln gemacht, die auch eingehalten werden. Danit das Kind eine Chance auf Sicherheit hat. Man vertreibt ein kleines Kind nicht durch Konsquenz, sondern hilft ihm sich zurecht zufinden und ihm Sicherheit zu geben.
Dies scheint deinem Partner nicht klar zu sein.
Gute Nerven.

(24) 13.01.19 - 11:56

Ist ne doofe Situation für dich, kann ich völlig verstehen! Aber für die Kleine ist die Situation noch bescheidener, glaub mir! Ihr wurde quasi das bisherige Leben unterm Hintern weggezogen, die eigene Mutter will sie nicht mehr und war vorher auch schon überfordert und nun hat sie ja quasi nur noch ihren Papa als sicheren Hafen.
3 ist ein ätzendes Alter, egal ob leibliches Kind oder nicht. Nur beim leiblichen Kind hat man ja keine Wahl #schwitz und steht die Zeit halt durch.
Du hast ja die Wahl, bzw. wäre dir wahrscheinlich am liebsten, wenn alles wieder wie früher wäre. Ist es aber nicht--also sollten dein Freund und du euch mal zusammensetzen, es geht nämlich nicht, dass du keine Befugnisse in der Erziehung hast. Besprecht alles in Ruhe, habe viel Verständnis für die Kleine, aber ein paar Grenzen braucht sie sicher auch--überlegt euch, welche das sind und wie ihr diese umsetzen könnt.

(25) 13.01.19 - 12:01

Vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten, ich versuche auf alles so gut wie möglich einzugehen.

Zum ersten Warum ich mir so einen Mann ausgesucht habe? Das weiß ich nicht.
Warum ich bei ihm bleibe? Weil ich ihn liebe, er trotz seiner Eigenarten auch mich liebt und wir schon einiges zusammen durchgemacht haben in den 3 Jahren jetzt. Er war immer für mich da, warum sollte ich ihn jetzt, nur weil es schwierig wird, da dann jetzt alleine lassen?
Werde ich definitiv nicht tun, deshalb suche ich ja aktiv Hilfe und Ratschläge, weil ich ja möchte, dass ein zusammenleben als Familie funktioniert.

Das mit dem Haushalt bin ich selber schuld. In der Zeit nach meinem Abitur hatte ich viel Freizeit, er als Selbstständiger eben nicht. Also habe ich mich um Haushalt gekümmert, er eben arbeiten. Aber einen 400€ Job habe ich trotzdem immer nebenbei gemacht, ist halt nur was anderes als ein Vollzeit duales Studium jetzt.

Die KM mache ich nicht schlecht und möchte ich auch garnicht schlecht machen. Jeder Mensch hat Gründe dafür was er tut.
Jedoch gibt es eben Dinge bzw Verhaltensweisen, die ich nicht akzeptieren kann und will.
Wenn man sich zB mal eben über 3 Wochen nicht meldet, in diese Zeit aber nunmal Nikolaus, Weihnachten und Geburtstag der Kleinen fallen, dann aber Mittwochs schreibt dass man am liebsten die Kleine für das komplette Wochenende haben möchte und wenn nicht, dann wäre Terror, ist ein Verhalten, das einfach überhaupt nicht geht!

Mein Freund hat schon seine Arbeitszeiten in die Kita Zeiten größtenteils gelegt und naja, von der Zahlungsmoral der KM möchte ich nicht reden.

Wir versuchen immer mehr an einem Strang zu ziehen, wir gehen auch aufeinander zu, was unsere Erziehungsvorstellungen betrifft aber professionelle Hilfe werde ich mir definitiv holen, wenn auch alleine.

Und wie ich mich der Kleinen gegenüber verhalte? Ich liebe die kleine abgöttisch, auch wenn es nicht mein eigenes Kind ist. Wenn ich merke, dass mich negative Gefühle (vllt wegen Überforderung aufgrund ihres Verhaltens) gehe ich kurz raus und komme dann wieder rein wenn ich mich gefangen habe... Wir erklären ihr wirklich alles!!! Was wir tun und warum wir so handeln wie wir tun, auch mehrfach.
Aber irgendwann muss dann doch auch mal gut sein, da es Dinge gibt, die einfach erledigt werden müssen (Anziehen, essen am Tisch oder ähnliches)

Ich hoffe, dass ich soweit alles beantwortet habe und vielen Dank wirklich für eure Tipps!

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