Hund und Kind

    • (1) 13.01.19 - 21:45

      Hallo ihr Lieben,

      Ich hätte da mal eine Frage an die mamis mit Hund. War euer Hund vor dem Kind da, oder anders rum? Wie war das kennenlernen? Könnt ihr mir Tipps geben was ein absolutes muss ist was man beachten sollte? Hat jemand vielleicht nicht diesen typischen Familien Retriever sondern vielleicht einen "listenhund"? Wäre dankbar für alle Antworten und Tipps die ihr habt.

      • Hallo,

        bei uns war der Hund vor dem Kind da.

        Wir haben uns den Hund anhand der Rassebeschreibung ausgesucht. Sprich was möchten wir gern mit dem Hund tun und deckt sich das mit dem was der Hund braucht.

        Optisch hätte uns auch ein Australian Sheperd gefallen, aber den hätten wir nie und nimmer auslasten können und auch unsere Wohnsituation hätte es nicht hergegeben.
        Wir wußten, dass wir Nachwuchs wollten und so sollte er auch familienfreundlich und ausgeglichen sein.

        Gelandet sind wir dann am Ende bei einem Havaneser. Und jetzt mit 8 Jahren an unserer Seite kann ich sagen, dass es die richtige Entscheidung ist. Er ist ein toller Hund, der übrigens nicht haart und genau so wie wir uns immer einen Hund gewünscht haben und unser Kind liebt ihn und es ist schön, dass sie so gemeinsam aufwachsen. Er verzieht sich auch ehr, wenn Kind ihm zu wild wird. Grad wenn sie so grobmotorisch sind muß man echt aufpassen, dass sie dem Hund nicht wehtun. Wir achten auch drauf, dass sie seine Signale respektiert und ihn dann in Ruhe läßt.

        Falls zeitnah Kinder geplant sind, würde ich warten mit der Anschaffung, gerade wenn es ein Welpe sein soll. Die sind am Anfang selber wie Babies und du mußt auch nachts raus um sie stubenrein zu bekommen. Es braucht bei nem Welpen oder Junghund in der Pupertät einfach mehr Zeit, was mit Säugling ehr schwierig ist.

        Ansonsten wegen der Rasse. Frag dich warum du diese Art Hund (Listenhund) genau möchtest. Paßt er zu dem wie ihr als Familie leben wollt?

        • Ich sammel gerade eher nur Infos. Es ist noch weiterer Zuwachs geplant und wir hätten uns dann einen angeschafft wenn beide Kinder dann aus dem gröbsten raus sind und verstehen was wir von ihnen wollen. Gerade was den Hund in Ruhe lassen angeht usw. Das mit dem Listen Hund ist ganz einfach erklärt. Unsere Nachbarin hat so einen den ich unbedingt haben will und an ihr hab ich das beste Beispiel das sich auch Listen Hunde mit der Familie vereinbaren lassen. Weil wenn ich möchte kann ich jeden Hund scharf machen. Das kann auch ein kleiner sein von dem man es nicht denkt. Ich danke dir sehr für deine Antwort :-)

          • Ja, ich glaube auch, dass der der Halter sehr viel ausmacht ob ein Hund gefährlich ist oder nicht. Wesensbeschreibung der Rasse würde ich mir trotzdem mal ansehen und dann bringt ja jeder Hund auch innerhalb der Rasse doch auch wieder nen eigenen Charakter mit. Meine Cousine hat z.B. auch nen Havi, der ein unruhiger Geist ist und nicht still sitzen kann.
            Ich überlege manchmal auch ob die Hund sich auch sehr an ihre Familien anpassen. Unserer ist seht tiefenentspannt und total verschmust. Der von meiner Cousine schmust ehr nicht so gern und ist immer auf Achse, so wie meine Cousine auch.

      Hey, bei uns war der Hund ca. 10 Monate vor dem Kind da😬. Wir haben einen Sorgen Mischling und es ist einfach nur super! Unsere Maus benimmt sich wunderbar mit dem Baby und heitert es auch oft auf. Die Bohne darf streicheln und ins Fell gragrabbeln und wird oft grob aber der Hundi bleibt gelassen ohne Ende. Ich habe nicht speziell geübt oder so, achte aber sehr darauf dass der Hundi auch viel knuddelei bekommt und immer weiß, dass er auch wichtig ist.

    Hallo,
    ich bin mit Hunden (Dackel, 2 Mischling mit großem Labradorteil) groß geworden, hatte dann aber selbst lange keinen, wegen der Arbeitszeiten von meinem Mann und mir. Vor einiger Zeit hat es sich dann geändert, insofern als dass meine Mutter im Haus wohnt und der Hund nicht tagsüber allein wäre. Die Kinder waren da 3 und 6. Ich hab bewusst bei Tierheimen in der Umgebung geschaut: ich wollte gerne einen Familienhund, der schon eine gewisse Erziehung hatte (wollte nicht regelmäßig auf den Hundeplatz müssen), verträglich mit Kindern und Katzen (haben nämlich 2) und gerne auch schon etwas älter (falls wir es auf Dauer doch zu anstrengend fänden, wären es dann vielleicht noch 5 Jahre statt 15. Einmal aufgenommen ist man bei uns Familienmitglied, da müsste schon wirklich was passieren, dass das Tier wieder abgegeben wird - und das gab es noch nie).
    Durch meine Erfahrung mit Hunden falle ich aber auch nicht mehr auf süße Bilder von Welpen oder hübschen Rassen rein.
    Nach einiger Zeit hatten wir im Tierheim Glück und haben eine 8jährige Hündin aus der Provence bekommen, die exakt meinen Anforderungen entsprochen hat, dort als "Trennungskind" an den Tierschutz abgegeben und dann nach D kam. Aussage vom Tierheim war, sie wäre vor Ort getötet worden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Und so kam sie zu uns (Mischung aus Jura- und Gascogne-Laufhund, sieht ein bisschen aus wie ein Bluthund. Ist aber kein Listenhund).
    In der Anfangszeit waren wir natürlich vorsichtig, v.a. mit den Kindern. Hauptpunkt zu lernen war, dass der Hund beim Fressen und im Körbchen immer in Ruhe gelassen wird. Wobei sich zum Glück schnell zeigte, dass sie eine Seele von Hund ist. Wenn es ihr zu viel wird, bellt sie einmal tief und laut (sonst bellt sie extrem selten) und klappert mit den Zähnen, aber beißt nicht.
    Was war sonst schwer: am Anfang ein bisschen Thema Reinlichkeit, sie war halt vorher im Zwinger und wusste nicht, wie sie sich bemerkbar machen sollte. Außerdem hat sie halt ihre Geschichte. In der Vorfamilie ist sie mit einem Jungen aufgewachsen. Noch heute merkt man, wie sie auf Jungs im Grundschulalter reagiert (als würde sie hoffen, ihn zu sehen). Außerdem war sie vor der Familie bei einem Jäger (mit 2 Jahren dann wohl als untauglich aussortiert und die Familie war die von der Schwester des Jägers) - und muss dort recht brutal erzogen worden sein (ich bin in Frankreich aufgewachsen und erinnere mich noch, wie die Hunde der Nachbarschaft mit dem Besenstil erzogen wurden). Männer sind schwierig, v.a. mit tiefer Stimme. Hoodies oder Kopfbedeckungen gehen gar nicht, da hat sie Panik. Sie ist ohnehin der ängstlichste und zögerlichste Hund, den ich je hatte. Und der bequemste, Gassi wird überbewertet 😂. Von wegen Jagdhund. Sie ist aber absolut lieb und familienorientiert und wird den Rest ihres Lebens bei uns bleiben. Inzwischen ist sie 10. Mal schauen, wie lange sie bleiben darf. Leider wirkt sie vom Wesen,Aussehen und Verhalten her sehr vorgealtert.

Hallo!

Hund war vor dem Kind da. Hund ein Mischling aus dem Tierheim. Schäferhund/Bracke-Mix, also kein kleiner Hund.
Bin ganz normal mit Kind nach Hause gekommen, Hund hat kurz geschnuppert und fertig. Bin ab dann immer mit Kind und Hund spazieren gegangen. Dem Hund habe ich aber weiterhin genauso viel Aufmerksamkeit gegeben wie vorher auch. Bin also Morgens, Nachmittags mit Beiden spazieren gegangen. Erst mit Kinderwagen, dann mit Buggy und später mit Laufrad usw. Wir haben damals recht ländlich gewohnt. Später hat auch meine Tochter mit dem Hund spielen können.
Die Beiden haben sich schnell aneinander gewöhnt. Es gab nie Probleme.

Es kommt einfach auch auf den Hund an. Unser Hund war damals sehr ruhig und hat quasi alles mit sich machen lassen. Sehr früh hat meine Tochter schon gelernt wie man mit ihm umgehen muss. Wenn er im Bettchen lag, durfte sie nicht an ihn heran. Das war so sein Rückzugsort gewesen. Das ist sehr wichtig für einen Hund. Hund war damals als das Kind kam 3 Jahre alt und ca. 2 Jahre bei uns.

Unseren nächsten Hund kam, als meine Tochter 10 Jahre war. Ein undefinierbaren Mischling aus dem Tierheim. Damals noch Welpe (5 Monate alt). Wie groß er werden würde, konnte man uns nicht sagen. Naja, sie ist sehr groß geworden.
Da unsere Tochter sich schon mit Hunden auskannte, war das kein Thema. Hund war damals sehr schüchtern, Ängstlich und Unsicher. Das hieß, das man da wirklich vorsichtig vorgehen musste. Meine Tochter war ganz geduldig und lieb zu dem Tier.
Also ich selber fand es einfacher, als meine Tochter älter war. Sie ist dann auch wenig Später mit dem Hund spazieren gegangen und konnte sich besser kümmern. Hundeschule und ähnliches hat sie mitgemacht. Sie hatte da einfach mehr vom Hund.


LG Sonja

  • Danke für deine Antwort. Hund kommt erst in Frage wenn beide Kinder aus dem gröbsten raus sind das sie auch verstehen was man ihnen bezüglich dem Hund sagt. Ich will einfach nur vorab mal Infos:-)

Unser Hund ( Cairn-Terrier) ist 13 Jahre, unser Sohn 17 Monate.. wir haben die Rasse damals schon ausgesucht weil sie familienfreundlich ist.

Unser havaneser ist ein toller Hund für Familien.

Hallo.

Jetzt hast Du nur positive Erfahrungen bekommen. Meine ist negativ.

Wir hatten etwa ein Jahr vor der Geburt unseres Sohnes einen Hund aus der Tierhilfe übernommen. Acht Jahre alt, Besitzer verstorben. Labrador Mix.

Hatten da schon eine lange Kinderwunsch Zeit hinter uns. Sonst hätte ich einen längeren Zeitraum gewählt.

Kurzum. Es hat klasse geklappt. Wir haben mit leerem Kinderwagen das Gassi gehen geübt usw.

Aber. Sobald unser Sohn mobil wurde, fing es an. Knurren. Zähne Gletschern. Schnappen. Zittern. Usw.
Und da ist unser Sohn noch nicht mal gekrabbelt. Nur gerobbt.

Der Hund kam mit der Situation nicht zurecht. Wir haben uns Hilfe geholt und es hat nichts gebracht.

Also musste der Hund ausziehen. Da wir im steten Kontakt mit der Tierhilfe waren, ging es sehr schnell. Und der Hund hat ein tolles Zuhause bei rüstigen Rentnern bekommen. Ohne Kinder Aber mit viel Zeit und Liebe.

Wir haben auch einen Havaneser, allerdings ist mein Sohn schon 12 und war 10 beim Kauf. Da hatten wir dann endlich einen Garten.

Ich wollte keinen Hund, der so ein Gebiss hat, mit dem er einen Menschen schwer verletzen oder töten kann. Außerdem ging es mir wie dir, ich hatte einen bei Bekannten gesehen und mich in die Rasse verliebt.

Viel wichtiger als die Rasse ist der Charakter des Welpen, ich würde mit kleinen Kindern eher einen ruhigen Hund kaufen.

Unserer ist sehr lebhaft und wild, das könnte ich mir mit Baby nicht vorstellen, er braucht zu viel Auslauf und Aufmerksamkeit. Es gibt aber auch sehr ruhige Havis.

Bei uns zog der Welpe ein und eine Woche später habe ich positiv getestet. Als ich im 3ten Monat war kam der Beagle meiner Schwester zu uns.
Sie ist gestorben und der Freund konnte/wollte sich nicht mehr kümmern.

Ich hatte ehrlich gesagt gar keine Bedenken.
Vielleicht etwas mehr beim Beagle wegen seines Sturschädels.... Bin selbst mit Hunden groß geworden. Darunter auch welche die heute als Listenhund gelten (wobei ich persönlich diese Liste total bekloppt finde).

Wir haben nach der Geburt das Maxi Cosi hingestellt und die Hunde begrüßt. Das Baby wurde danach beschnuppert(und mal drüber geschleckt), war aber gleich wieder uninteressant.
Sie durften ALLES mitmachen. Windelwechseln wurde begutachtet, stillen mit 2 Hunden auf der Couch, spazieren gehen, füttern und zu Bett gehen. Sie kennen alles. Deshalb interessiert sie nichts mehr.

Der Kleine wird gerade mobil. Jetzt heißt es aufpassen, dass er die beiden in Ruhe lässt. Aber ansonsten läuft alles ruhig.

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