Von Eltern kommt nix

    • (1) 19.01.19 - 11:12
      Sabine798

      Hi! Meine Eltern sind 75 und 79. Sie leben 30 Autominuten entfernt. Von April bis Oktober leben sie 400 km entfernt, in der Zeit sehen wir uns 1-2× zum Kaffeetrinken. Meine Mutter beklagte sich im November, dass wir uns 2018 genau 6x gesehen haben, woraufhin ich sagte, dass WIR urlaubsbedingt 4-5 Wochen nicht da sind im Jahr, den Rest schon, SIE aber 6 ganze Monate freiwillig weg sind.
      Weihnachten waren sie bei uns eingeladen. Ich rufe an, ich schreibe WA, von ihnen NIX, GAR NIX. Mich ärgert das. Früher haben wir freitags öfter mal Smalltalk gehalten am Telefon ("Schönes Wochenende" etc.). Es kommt kein "Wollt ihr Sonntag vorbeikommen", "Wollen wir mal frühstücken gehen" oder "Passt es euch, wenn wir ... vorbeikommen". Nix. Alles muss von mir aus kommen und SIE beschweren sich nachher, dass wir uns so wenig im Jahr sehen. Sich bei ihnen zu treffen, ist für unseren Großen (12) stinklangweilig und für den Kleinen (3,5) auch. Keiner spielt mit ihm oder widmet sich ihm (außer uns), überall stehen Dekosachen herum (ausgefallene Porzellankaffeekannen auf dem Boden, alte Likörgläschen auf einem Tischchen, ein altes Holzschaukelpferd, das nicht berührt oder gar geritten werden darf....). Also eher bei uns treffen. Zwar auch langweilig für die Kids, aber hier haben sie alles und das ist völlig okay. Aber immer von mir aus. Melde ich mich nicht, kommt von ihnen auch nichts. Gar nichts.
      Ich ärgere mich. Was will ich nun hlren?
      Keine Ahnung. Auf jeden Fall Freundliches. Gruss

      • (2) 19.01.19 - 11:50

        Hallo!

        Naja, anscheinend haben es deine Eltern nicht so mit Kindern. Sie können wohl mit den Kids nicht soviel anfangen. Das sie ihr Haus/Wohnung nicht Kindgerecht eingerichtet haben, find ich jetzt nicht dramatisch. Immerhin haben SIE ja keine Kinder mehr.
        Klar, meine Eltern haben Zeug das schnell kaputt gehen kann, immer weg geräumt bevor wir gekommen sind. Deine Eltern sehen da wohl kein Bedarf. Würde mich nicht aufregen.

        Das deine Eltern sich nicht mit den Kindern beschäftigen....wie gesagt: Anscheinend haben sie es nicht so mit deinen Kindern. Das muss man so hinnehmen. Schade ist das sicherlich für die Kinder.
        Warum sie sich da so Beschweren, verstehe ich da nicht so recht.
        Sie haben wohl ihr eigenes Leben so ausgerichtet, das Enkelkinder keine großes Rolle spielen, Bzw. es ihnen nicht wichtig ist, immer in der Nähe zu bleiben. Was so ja auch zu akzeptieren ist. Nicht jeder hat Bock dauernd die Enkelkinder um sich zu haben.


        Ansonsten sehe ich das so, das deine Eltern wenig Interesse an den Kindern haben, denn sonst würde da einfach mehr kommen. Ich würde mich tatsächlich auf 'Smalltalk' begrenzen und sie von meiner Seite aus erstmal nicht mehr einladen oder zu ihnen fahren. Vielleicht kommt ja dann etwas von ihnen, wenn sie merken das du da nicht mehr die Initiative ergreifst. Für deine Kinder sind diese Treffen ja anscheinend immer stinklangweilig. Warum sollte ich das meinen Kindern freiwillig antun? Nur um sich mal zu sehen? Das wäre mir einfach zu wenig.
        Was die Vorwürfe angeht sie würden euch zu wenig sehen: Da würde ich ganz knapp sagen: Liegt an euch. Ihr könnt jederzeit vorbei kommen.....Diskutieren würde ich nicht.

        Ich denke du musst deine Eltern so nehmen wie sie sind. Sie sind einfach keine typischen Großeltern.

        LG Sonja

        • (3) 19.01.19 - 13:07

          Dass sie so sind, wie sie sind, und mit Kindern nicht SO viel anfangen können, ist okay, die Kröte habe ich vor langer Zeit geschluckt. Sie lieben ihre Enkel, das weiß ich, sie freuen sich. Nach 2-3 Stunden freuen die sich aber auch wieder auf ihre Ruhe ;-).
          Es geht mehr um das Ding mit der Initiative. Auf der einen Seite beschwert sich meine Mutter, dass wir uns so selten sehen, auf der anderen Seite kommt nix von ihnen. Sie erwarten völlig unausgesprochen, dass ich mich melde. Mich ärgert das sehr. Ich habe immer im Hinterkopf, dass ihre Zeit begrenzt ist. Ich habe Angst, dass ich mir später Vorwürfe mache von wegen "hätte ich mal". Blöd. Meine Mutter macht sich heute, 20 J. nach Tod ihrer Mutter, noch Vorwürfe, obwohl sie 2 x pro Woche 150 km pro Weg gefahren ist. Es war einen große Belastung für sie und doch irgendwie nie genug für sie selbst. Deshalb mache und tue ich im Moment noch und ja, meine Mutter freut sich, wenn ich die Initiative ergreife. Trotzdem sollte es doch etwas Gegenseitiges sein. Eine Freundschaft oder Bekanntschaft wäre schon lange eingeschlafen, wenn alles einseitig ist. Danke für deine Worte!

      (4) 19.01.19 - 11:55

      Hallo.
      Ich kenne das sehr gut, aber von meinen Großeltern. Wir wohnen 5 Minuten voneinander entfernt. Sie beschweren sich manchmal bei meiner Mutter, dass ich ja nie anrufen würde oder mal vorbei komme.
      Ich kann das schon verstehen. Aber andersrum, kommt da auch nichts. Wenn ich sie mal besuche, wird oft nur in den Fernseher gestarrt. Wenn ich dann was erzählen will, wird nicht zu gehört. Dass man da keine Lust drauf hat, ist denke ich auch verständlich.
      Ich meine , ich gehe in 3 Schichten arbeiten, auch Wochenende und Feiertage, und die Beiden haben den ganzen Tag Zeit. Sie sind noch nie einfach mal vorbei gekommen, obwohl ich schon sehr oft gesagt habe, dass sie gerne einfach mal kommen können.
      Wir sind eine große Familie und da kann man eben nicht immer allen gerecht werden. Und wenn ich dann mal am Wochenende frei habe, bin ich froh, wenn ich auch einfach mal bisschen Zeit mit meinem Mann verbringen kann.
      Ich denke das Problem kennt jeder, dass der eine es auf den anderen schiebt.

    • (5) 19.01.19 - 12:24

      Hallo,
      Leider kann ich dir keinen guten Rat geben, nur, dass ich sowas auch kenne, aber von meinen Schwiegereltern😔
      Ähnliche Situation. Beide Rentner, wohnen allerdings 45 Autominuten entfernt, sind aber oft bei Freunden in unserer Nähe und haben hier noch einige Ärzte, zu denen sie regelmäßig müssen (haben bis vor 15 Jahren hier gelebt und sind hier stark vernetzt) finden aber nie Zeit ihr Enkelkind zu sehen. Wenn sie maaaal vorbei schauen, kommen nur nervige Sprüche, wie selten sie ihr Enkelkind sehen und wie traurig sie sind, wenn die kleine, fast zwei, arg „fremdelt“. Sie kennt sie eben kaum.
      Wenn ich oder mein Mann anrufen, ob sie Zeit haben, wir würden sie gern besuchen kommen, haben sie nie Zeit, wirklich nie.
      Vor geraumer Zeit, nachdem sich das so angestaut hat, habe ich Ihnen mal geschrieben, dass ich ihre ständigen Beschwerden leid bin und mich da künftig auch nicht mehr bemühen werde, wenn sie ihr Enkelkind sehen wollen, müssen sie sich selbst darum bemühen, wenn nicht, ok, aber dann sollen sie uns mit dem Thema zufrieden lassen. Es kam mir irgendwann so vor, als würden sie ihr „schlechtes Gewissen/Desinteresse“ uns in die Schuhe schieben wollen, getreu dem Motto, „wir wollen ja und dürfen nicht“. Warum sie das tun, weiß ich nicht. Aber ich habe aufgehört mir meinen Kopf darüber zu zerbrechen. Sie sind hier jederzeit willkommen und können die kleine sehen, wann sie wollen. Aber darüber ärgern tu ich mich nicht mehr. Ich denke, sie leben in ihrer eigenen Welt und haben ihr eigenes Ding, unternehmen viel mit Freunden, machen viel Urlaub, sind viel unterwegs, die restliche Zeit wollen sie etwas Ruhe haben und rechtfertigen sich so, um ihr Gewissen zu erleichtern... das jedenfalls ist meine persönliche Erklärung. Sie antworten ja nicht, wenn wir fragen, warum sie nie Zeit haben. Aber mich ärgert es auch immer, wenn sie dann nörgeln und sich in einer Tour beschweren!
      Lg

      • (6) 19.01.19 - 13:15

        Ähnlich, das stimmt. Der Unterschied ist, dass es meine Eltern sind, das ist nochmal schmerzlicher als wenn es die Schwiegereltern sind, für mich zumindest. Ich habe heute eine Nachricht geschickt (ganz freundlich), dass wenn sie Zeit und Lust haben, uns zu sehen, sie sich gerne melden können. Dabei belasse ich es erstmal, denke ich. Es fühlt sich gut an, den Ball abgegeben zu haben. Ich war kurz davor, heute Nachmittag mit Mann und Kleinem hinzufahren. Sie würden sich freuen, das weiß ich, aber ich denke eben auch, sie dürfen auch mal ihren Hintern erheben und anrufen oder auch nur eine WA schreiben. Das tut meine Mutter sonst auch fleißig. Sie erwartet immer unausgesprochen und im Nachhinein kommt dann sowas wie "Ich hatte ja eiiiiigentlich gehofft/gedacht, dass..." 😠. Danke für deinen Text!

      • (7) 19.01.19 - 13:39

        Das muss ich noch kurz loswerden 😠. Auf meine Nachricht "Wenn ihr Lust und Zeit habt, uns zu sehen, meldet euch gerne!" kam gerade eine Antwort. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Es kam ein Link (und NUR ein Link) zu einem Youtube-Video über einen zuckerfreien Blitzkuchen, der in 4 min fertig ist. Nix, sonst gar nix. Bin echt ein bisschen baff. Man muss dazu sagen, dass meine Mutter gut und gerne kocht, sich für Backen interessiert, das aber widerum nicht wirklich gut hinbekommt, völlig egsl. Ich drifte ab...
        Hätte sie geschrieben: "Habt ihr Lust, vorbeizukommen, ich habe ein tolles Rezept für einen Mikrowellenkuchen" - schön. Aber so????
        Schönes Wochenende für dich - ohne Ärger :-)

        • (8) 19.01.19 - 14:00

          Oh weia, da wäre ich auch baff!!!
          Sowas auch🙄
          Schreib ihr doch zurück, „super Idee, der passt super zum Kaffee, toll, wir freuen uns schon darauf ihn zu essen, bis später“ 🤤
          Ich glaub, das war etwas gehässig🤭 aber ich finde die Art deiner Mutter echt nicht schön.
          Lass dich nicht ärgern! Sag ihr doch wie sehr es dich trifft, dass sie so wenig Initiative ergreifen und du dich an die Situation von ihr und ihrer Mutter erinnert fühlst. Vielleicht ist das ein Thema, womit deine Mutter nicht wirklich „fertig“ ist und das in eure Beziehung verschiebt...

          Ich habe inzwischen wiederholt die Erfahrung gemacht, dass manche Leute einfach komisch kommunizieren. Das ist von denen nicht böse gemeint, sondern sie haben es einfach nicht besser gelernt.
          Hast du denn mal mir deinen Eltern ganz offen gesprochen? Ich würde jetzt echt ganz blöd fragen was sie dir damit sagen will mit dem Link?

    Ich kenne das leider nur zu gut. Meine Eltern wohnen 30 Minuten Autofahrt entfernt. Meine Mutter arbeitet 2-3 Tage die Woche und ich bin täglich ab 14 Uhr zu Hause. Zeit wäre also da.Trotzdem sehe ich meine Mutter so gut wie nie. In den 2 Jahren, die ich hier wohne kamen sie 3 mal (!) Vorbei. Ein mal davon zum polterabend und zum Geburtstag.. Wenn ich Frage ob sie her kommen wollen heißt es dass ich ja so weit weg gezogen bin und die beiden ja immer so kaputt sind und sowas. Meine Schwester dagegen, die in die andere Richtung genauso weit weg wohnt von ihr wird 2 mal die Woche besucht. Sie haben Weihnachten zusammen gefeiert und nicht mal gefragt ob mein Mann und Ich auch vorbei kommen wollen. Sowas ist einfsch sch**** und tut wahnsinnig weh. Und angerufen werde ich auch nur zum Geburtstag..

    • (11) 19.01.19 - 13:46

      Das ist echt gemein. Hast du sie mal gefragt, ob sie was stört? Der Vergleich mit deiner Schwester ist natürlich fies. Ich habe keine Geschwister, von daher lastet das alles auf mir. Wären meine Eltern nur Bekannte oder Freunde, wäre der Kontakt schon lange eingeschlafen. Aber es sind ja nunmal meine Eltern.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

      • Ja wir hatten mal versucht darüber zu sprechen. Aber es ist nicht bei rum gekommen außer dass meine Mutter und ich völlig unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben. Dazu kommt wohl noch dass ich seit zwei Jahren zu meinem Leiblichen Vater wieder mehr Kontakt habe. Angeblich hätte ich mich dadurch völlig verändert. Nur wüssten weder mein Mann, noch ich inwiefern ich anders sein sollte.

(13) 19.01.19 - 15:13
SchwiegermamaAuch

Hallo.

Meine Schwiegermutter ist 79 und wohnt 5 Gehminuten entfernt. Sie beschwert sich auch dauernd bei meinem Mann, wir würden mit dem Enkel nie vorbei kommen. Selbst wenn wir die Woche drei Mal da waren.
Sie KANN allerdings nicht zu uns kommen. Sie ist körperlich nicht mehr so fit und schafft die Treppen zu uns in den dritten Stock sehr schlecht. Auf dem letzten Geburtstag des Enkels war sie mal hier, wir saßen an der Kaffeetafel. Irgendwann seufzt sie schwer und sagt zu meinem Mann "Ach, der Kuchen sieht so gut aus". Ich hatte ihr kein Stück aufgetan 🤦‍♀️ Hier nimmt sich jeder, was er will, aber sie sitzt lieber vor dem leeren Teller als was zu sagen.
Sie ruft auch nie an und fragt, ob wir vorbei kommen möchten. Sie ruft nur an, um durch die Gegend gefahren zu werden, und jammert dabei, dass sie den Enkel nie sieht.
Wir sind aber nunmal beruflich und privat so eingespannt, dass es sich momentan außer Sonntags nicht einrichten lässt. Samstags ist die andere Oma dran.

Jedenfalls scheint es bei meiner Schwiegermama eine Sache des Alters zu sein. Wir haben es so akzeptiert, wie es ist, rollen regelmäßig die Augen und gehen sonntags brav zu ihr. Mehr können wir nicht machen.

(14) 19.01.19 - 15:29

Ganz ehrlich, sie sind 75 und 79. Ich versteh dich ja, aber wer weiß, wie lange sie noch da sind. Außerdem werden viele Leute mit zunehmendem Alter schrullig, soll heißen, dass manche Persönlichkeitszüge ganz anders ans Licht kommen. Wer weiß, wie wir später mal sind.
Ärger dich nicht und lade sie ab und an ein oder fahrt hin. Ich fand das früher auch langweilig, aber für so enge Familie kann man das schon mal ein bisschen aushalten. Ist ja kein Dauerzustand. In ein paar Jahren hast du vermutlich keine Gelegenheit mehr dazu.

  • (15) 19.01.19 - 17:04

    Du hast natürlich vollkommen recht :-). Trotzdem darf ich mich ja ärgern. Ich werde es wohl so machen wie du vorgeschlagen hast, nämlich so wie die letzten 15-20 Jahre auch. Schönes Wochenende!

(16) 19.01.19 - 17:47

Hallo

Mein Vater wird dieses Jahr 75. Er hat eine angehende Demenz - was bedeutet, dass ihm jedes kleine bisschen Thema schnell zuviel wird. Er ist überfordert, wenn ich ihm (aus meiner Sicht) simple Fragen stelle. Könnte so etwas auf deine Eltern zutreffen? Nicht direkt die Demenz, aber die Überforderung z.B., einen Ausflug zu organisieren? Vielleicht kommen sie mit dem eigenen Haushalt ja schon gar nicht mehr so gut klar. Zugeben werden sie es wahrscheinlich nicht, denn ältere Menschen merken solche Sachen entweder selbst nicht oder sind gut im Vertuschen, weil sie die Realität nicht wahrhaben wollen. Ich denke bei meinem Vater auch schneller mal, dass er es 'böse' meint, aber vermutlich tickt er einfach nicht mehr so wie früher.

LG mindgames

(17) 19.01.19 - 19:19

Hallo,

ich glaube das ist so ein Generationending. Die Oma von meinem Mann ist ebenfalls so alt und würde nie anrufen, wenn dich, dann hat sie was wirklich schlimmes. Sie beschwert sich darüber uns und die Urenkel so selten zu sehen, immer unsere Einladungen aber zB nicht an (nur an Kindergeburtstagen). Dabei würden wir sie abholen und zurück bringen, es sind keine 5 Minuten mit dem Auto.

Sie ist eben einfach so, meint es sicher nicht böse. Ändern kann man sie nicht, höchstens über das ein oder andere hinweg hören.

Dagegen das es deinen Kinder langweilig dort ist kannst du ja was tun. Die Großeltern sind doch keine Entertainer, schon gar nicht wenn sie schon so alt sind. Ihr habt doch sicher auch Freunde ohne Kinderequipment. Pack dem kleinen Kind Spielzeug oder was zu malen ein. Und dein Großer schnappt sich ein Buch, oder was er sonst so gerne macht. Für die paar Stündchen kann man sich doch zusammen reißen oder für „Action“ sorgen.

Meine Eltern sind diesbezüglich auch sehr passiv, wenn muss ich anrufen und frage dann häufig ob sie Zeit haben für ein Treffen.

Anfangs hat mich das auch gestört, aber warum eigentlich? Wir wissen dass wir immer willkommen sind, laden uns dann praktisch selbst ein aber so what... wobei wir ja keine Gäste sondern Familienmitglieder sind.

Sie sagen dann schon manchmal entschuldigend: "Jetzt haben wir uns gar nicht gemeldet aber ihr seid immer so eingespannt und wisst selber am besten wann es euch passt..." Wenn wir dann nach einem Treffen fragen, lassen sie alles stehen und liegen. Meine Mama kocht und bäckt und sie bespaßen die Kinder während wir ein Schwätzchen halten oder uns auch mal etwas ausruhen. Selbst ein Treffen bei uns bedeutet dass meine Mama gerne alles nötige mitbringt und uns verwöhnt.

Meine SE sind da anders, melden sich oft, sprechen von sich aus ein Treffen an, aber dann wird es kompliziert... finden keinen Termin oder wir dürfen uns erst mal anhören was so alles wichtiges ansteht und Termine werden dann sowieso nur unter Vorbehalt angenommen... und nicht selten wieder gecancelt... Was da alles vor uns in der Prioliste ist...unglaublich...

Und fühlen sich als große Kümmerer und brüsten sich damit im Freundeskreis. Dabei sehen wir uns wenn es hoch kommt alle 3 Monate trotz geringer Entfernung. Zu ihnen eingeladen wurden wir schon länger nicht mehr damit die Kinder ja nichts ruinieren. Demzufolge wird auch nie für uns gekocht, sondern Bewirtung unsererseits vorausgesetzt. SOWAS ist eigentlich ein Skandal.

(19) 19.01.19 - 21:18

Warum bespricht man sowas nicht? Immer dieses "wenn du nicht zu mir kommst, dann komm ich auch nicht mehr zu dir"
Spätestens wenn sie sagen, dass ihr euch so wenig seht, hätte ich schon gesagt "du, meine Tür steht euch immer offen und wir würden uns freuen, wenn ihr mal vorbei kommt".
Und schon kann das Gespräch beginnen.
Wobei ich durchaus auch erwähnen würde, dass ein Treffen bei euch zu Hause wegen dem Kleinen einfacher ist. Man will ja nicht, dass das gute Porzellan zerstört wird.
Also ich würde es einfach mit ein bisschen Humor verpackt rüber bringen.
Sie werden nie die spaßigen Großeltern für deine Kinder sein, aber es sind dennoch deine Eltern.
Ihr scheint doch sonst keine Differenzen zu haben bis auf das besuchen und das es dort fad ist.
Ich selbst habe keine Eltern mehr, ich würde den Weg zu ihnen aber jederzeit in Kauf nehmen,wenn sie nicht schon tot wären.
Vergiss also nicht, dass sie nicht ewig da sein werden.

  • (20) 19.01.19 - 23:09

    Ja, du hast schon recht. Danke für's Kopfwaschen :-).

    • Meine SM meldet sich auch nie, nur wenn sie was braucht.
      Sie ist an ihren Enkelkindern auch nicht wirklich interessiert.Wenn sie mal aufpassen musste, weil es gar nicht anders ging, bekam sie schon alle Zustände. Sagt aber auch, dass sie sie so selten sieht.

      Ich glaub auch, dass es wie es hier schon erwähnt wurde, teilweise mit der Generation zusammen hängt. Die reden sich das einfach schön. Kein Interesse haben, aber jammern, damit sie besser dastehen.

      Trotzdem besuche ich sie gelegentlich mit den Kindern, aber nicht ihr zuliebe, sondern meinen Kindern zuliebe.
      Sie ist die einzige Oma, die meine Kinder haben. Ihr Mann ist auch schon weit vor unseren Kindern verstorben.
      Eigentlich tut sie mir leid. Sie lebt allein.
      Will von sich aus nirgends hin. Nicht mal zu Nachbarn auf einen Kaffee. Alle sollen am Besten zu ihr kommen. Oft hab ich ihr schon erklärt, dass Einladungen auch auf Gegenseitigkeit beruhen und sie eben auch mal ihre Festung verlassen muss.
      Für Einkauf und Arztbesuche macht sie es doch auch, aber für Familie/Freunde/Bekannte nicht.
      Irgendwann gibt man auf und nimmt es hin wie es ist.
      Ihre Einsamkeit hat sie sich selbst eingebrockt.
      Über Jahre hab ich versucht sie rauszulocken, aber sie will es wohl gar nicht.
      Wäre dann ja auch blöd, wenn sie nichts mehr zum Jammern hätte🙄

(22) 20.01.19 - 08:37

Von meinen Schwigis kommt auch wenig. Weder das sie fragen, ob wir kommen wollen, noch das sie kommen. Es sind 30 min mit dem Auto. Sie lieben ihre Enkel und freuen sich sie zu sehen, aber Eigeninitiative ist eher selten. Sie sind öfter bei der Tochter ohne Kinder. Naja die wohnt halt auch nur 15 min weg.

Meine Kids profitieren sehr von meiner Mama. Die findet trotz Selbständigkeit Zeit. Meine Schwigis sind seit Jahrzehnten schon Rentner.

Aktuell steht eine große OP an. Da versteh ich, dass nichts von ihnen kommt aber es war und bleibt auch sonst so.

So ist auch mein Mann aufgewachsen. Langweilig.
Auch zu Hause bin ich der Eventmanager...manche Menschen, viele hab ich das Gefühl, sind halt so.

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