Aufs Land ziehen? Erfahrungen

    • (1) 27.01.19 - 17:10

      Ihr Lieben,
      ich hätte einfach gern Erfahrungen gehört.
      Sicher ist es sehr individuell und jeder muss selbst entscheiden, aber wie ist das bei euch....? Schon jemand von der Stadt aufs Land gezogen?

      Mein Mann und ich sind beide in der Stadt (ca 180.000 Einwohner) aufgewachsen, haben von den Möglichkeiten als Jugendliche sehr profitiert, mit Bus und Rad überall hin usw. Wir wohnen immer noch im selben Stadtteil, Eltern und Schwiegereltern sind nur wenige Minuten entfernt.
      Nun haben wir selbst Kinder und wollen ein eigenes Haus. In der Stadt gibts aber kaum Angebote. Daher überlegen wir nun aufs Land zu ziehen... und ich fürchte mich irgendwie davor. Muss ich dann ständig die Kinder fahren? Werd ich glücklich in einem Dorf in dem ich niemanden kenne bisher? Würde sich das alles aufwiegen indem ich mir einen Traumgarten auf dem Land verwirklichen kann? Und so weiter....


      Schreibt doch bitte mal, wies euch so ging! Danke

      • (2) 27.01.19 - 17:15

        Ich bin mal von einer Millionenstadt in eine Kleinstadt gezogen und würde das nie wieder tun. Abgesehen von der Logistik bleibt man meist "Zugezogene".

        Mir wäre kein Haus die ganzen Einbußen wert. Ich würde auch überlegen, wie eingeschränkt die EIGENE Berufstätigkeit dadurch sein würde. Dazu kommt noch: wie gut sind Kita, Schule und vor allem weiterführende Schule für die Kinder (alleine) erreichbar?

        Wenn du schon Bauchgrummeln hast, dann höre darauf. Der grummelt ja nicht grundlos.

        LG

        • (3) 27.01.19 - 17:16

          Ich erinnere mich gerade mit Schaudern daran, wie ich mit mittags um kurz nach 12 die Nase an der Tür der "Post" geprellt habe. Abends um 18 Uhr wurden die Bürgersteige eingerollt.... never ever again....

          • (4) 27.01.19 - 21:29

            Ich weiß, was du meinst, aber da hatte ich mein Aha-Erlebnis in Hamburg. Hier im Süden alle Supermärkte bis 20 Uhr auf. Mein Stadtteil-aldi vor der Haustür aber nur bis 18:30 😳. Klar hätte es woanders Möglichkeit gegeben, aber als Student ohne Auto will man ja Einkäufe nicht weit schleppen.
            Ist inzwischen aber auch schon fast 20 Jahre her... Nur so zum Thema in der Großstadt wäre immer alles besser.
            Allerdings ist das im jetzigen Dorf tatsächlich auch so mit der Mittagsschließzeit der kleinen lokalen Geschäfte.

      Ich bin in einem Dorf aufgewachsen und wenn ich daran denke, dass meine Kinder auch so aufwachsen sollen. Nein, da wird mir ganz anders. Da war wirklich der Hund begraben. Einmal die Stunde fuhr ein Bus.

      Ich bin chronisch krank geworden und brauche regelmäßig Therapien, das wäre eine logistische Herausforderung auf dem Land.

      (6) 27.01.19 - 17:45

      Wir ziehen jetzt von der Mainmetropole aufs Land. Ich freue mich darauf! Ich gebe aber auch zu, daß öffentliche Verkehrsmittel ein Graus für mich sind und ich eh immer mit dem Auto fahre. Die Ellbogen Gesellschaft fehlt mir nicht. Ich freue mich auch immer wenn mir jemand guten Tag auf dem Land sagt. War selbst in unserem Stadtteil nicht der Fall. Dreckig und eklig ist es hier in Frankfurt auch. Ich habe 30 Jahre hier gelebt und habe keine schönen Erfahrungen.
      Aber das musst du für Dich entscheiden, und auf deinen Bauch hören.
      Lg

      • (7) 27.01.19 - 18:17

        Hallo! Darf ich fragen wohin ihr zieht?
        Wir sind vor 5 Jahren von HG in die Wetterau gezogen.
        LG

        • (8) 27.01.19 - 18:20

          Hi, wir haben ein Haus im Rodgau gekauft... Ich fahre dann weiter zur Arbeit aber das ist mir egal. Ich liebe es. Wohnen zur Zeit hier in Miete und es gefällt uns so das wir auch hier unsere Kinder haben wollen.

          • (9) 27.01.19 - 18:57

            Richtung Süden! Mein Mann fährt mit dem Rad bis Ffm Jahrhunderthalle zur Arbeit. Bei uns gibt’s auch eine Bahnverbindung bis Frankfurt... das war Vorraussetzung.

            • (10) 27.01.19 - 19:01

              Ui, ganz schön weit... Aber Wetterau hat auch gute Anbindung. War oft mit dem Motorrad dort unterwegs. Ich liebe diese Weiten...
              Wir haben dann auch Bahn, aber das kann ich garnicht.
              Ich fahr immer von Rodgau nach Sindlingen zu meiner Mutter, bringe meine Kids dahin (Tagesmutter) dann weiter nach Rödelheim. Ist mir aber wert. Fühlt ihr euch wohl dort?

          Also sorry, aber nach Rodgau ziehen, respektive Landkreis Offenbach ist sicherlich nicht. "Auf's Land ziehen". #augen

    Nun gut. Aber ich finde, da ist Frankfurt aber auch so ziemlich das negativste Beispiel das es gibt!
    Mir fällt tatsächlich keine Stadt ein, die unattraktiver ist.

    Was ich damit sagen will:
    Frankfurt ist ein absolutes Negativbeispiel für eine Stadt ;-)
    Wenn du Frankfurt kennst, gefällt es dir überall :D

(16) 27.01.19 - 17:49

Oha, also ich bin in einer Kleinststadt aufgewachsen, in diverse Großstädte gezogen und habe nun ein Haus auf dem Land. Ich find's gut ... Kindergarten gibt's im Dorf, Einkaufsmöglichkeiten ca 5km in der nächsten Stadt , genau wie schule. Dorthin fährt der Schulbus. Zur Arbeit fahre ich 40minuten mit dem Auto in die großstadt (andere in der Stadt sind länger unterwegs). Ich mag die Ruhe und hasse das großstadtgewimmel und diese unsichtbarkeit und Anonymität. Klar sind wir hier zugezogen, wie viele andere auch, wir wurden total gut aufgenommen. So hat jeder seine Vorlieben und geschmäcker...

Hallo.

Ganz ehrlich gesagt: Ich finde es nicht gut, nur aufs Land zu ziehen, weil man sich ein Haus in der Stadt nicht leisten kann. Da ist es vorprogrammiert, dass das Ganze in die Hose geht. #zitter

LG + alles Gute!

  • Muss aber nicht. Wir sind den Schritt vor 15 Jahren auch gegangen und haben es nicht bereut.

    • Ja, sicher gibt`s auch Ausnahmen.

      Ich bin von Geburt an ein Landkind und könnte mir nieeeeemals vorstellen, mit meiner Familie in eine Großstadt zu ziehen. Würde eingehen wie ein Primelchen....#heul

      Kenne einige Familien, die in unsere Gegend gezogen sind, nur um in den Genuss eines Eigenheims zu kommen. Dann sind sie plötzlich komplett überfordert, weil sie plötzlich zwei Autos brauchen und die Kinder fahren müssen, wenn sie Freunde besuchen oder zum Sport wollen. #zitter

Hallo Du,

Wir wohnen in einem kleinen Dorf in Bayern. Wir sind von der Stadt dorthin gezogen. Ich sag es mal so: bei uns ist es so: sprichst du bayerisch, gehst du in ein/zwei Vereine und versuchst dich auch so zu integrieren... klappt das.
Es gibt aber einen Haufen „zugezogene“ die halt viel arbeiten (beide, Kinder in die Krippe oh Gott!!!) die kommen manchmal nie in die dorfgemeinschaft rein. Manche finden das aber nicht so schlimm, dass müsst ihr wissen.
Bei uns gibt es nichts! Keinen Metzger/Bäcker/Lebensmittel. Alles muss per Auto erledigt werden. Eier vergessen, ab ins Auto, Kind will zur Freundin, ab ins Auto.
Es ist nie weit, aber in der Stadt damals war das alles einfacher.
Schule mit Betreuung... gibts nicht. Kindergarten... super teuer und man wird schief angeschaut... tjaja
Pizza liefern lassen, genau einer macht das mit aufpreis!
Arzt, 15 km entfernt.

Manchmal, wenn meine Nachbarin wieder vor mir weiß was meine Kinder verbrochen haben oder das xyz sich scheiden lassen, möchte ich gerne in einem Block in der Stadt leben und nicht mal den Namen meines Nachbarn kennen...

Aber es gibt auch die guten Seiten, schöne feste bei denen man dann alle kennt, wenn der Baum aufs Haus zu drohen fällt, wirft irgendjemand seine Kettensäge an und ein anderer den Traktor. Die Kinder die einfach raus laufen können und spielen, etc.

Ich glaube ihr solltet genau prüfen was ihr wollt und dann entscheiden.
Wir haben auch schon viele Familien wieder gehen sehen.

P.s. Ich habe auch einen Garten, den ich liebe. Und drei kinder die sukzessive versuchen ihn mit Ihren Tretautos/Traktoren, Seifenblasen etc zu zerstören. Außerdem 3 wilde Karnickel die alles, wirklich alles anfressen. Ich liebe ihn, aber die Arbeit ist nicht zu verachten. Vor allem wenn jeder deiner landnachbarn genau schaut wie dein Garten gepflegt wird 😂

Fazit: für uns die richtige Entscheidung, aber ich kann auch jeden verstehen der das nicht will!

(21) 27.01.19 - 18:02

Hi,

ich bin im gr. Dorf aufgewachsen, als Single in Grössstädte mitten in der City gelebt.
Aber mit Kids sind wir wieder auf ein sehr kleines Dorf gezogen.
Ja, man muss alles mit dem Auto erledigen, man muss Organisieren und planen und ja, wenn man Pech hat ist man immer der Zugezogene, wobei das nicht mehr so eng gesehen wird wie vor 20 Jahren.

ABER, ein tolles Haus, Garten, genug Parkplätze vor der Haustür, Kiga Plätze ohne Probleme, kl. Grundschulen. Kleinstadt 13 km entfernt, Grossstadt City 35 km entfernt, Autobahn nicht weit weg und ja, Mama Taxi ist normal.
Der Hausarzt kommt noch im Notfall nach Hause, er kennt die Familiengeschichte.....

Wir wollten nie in der Stadt in einer kl. Wohnung wohnen oder dort ein Haus abbezhalen, was doppelt so teuer als auf dem Land ist. Das wäre es uns nicht wert gewesen. Und wenn ich täglich in die Stadt mit S–Bahn oder Auto fahre denke ich immer....nee, bloss nicht mehr hier wohnen, mit Kids schon gar nicht.

Alles hat seine Vor– und Nachteile, die muss jeder für sich herausfinden.

lg
lisa

(22) 27.01.19 - 18:06

Hallo!

ich finde es kommt darauf an was für ein Dorf das wäre. Wir haben immer in einem Dorf gewohnt und trotzdem Bus und Bahn gehabt, die öfter als einmal am Tag gefahren sind. Ebenso stimmte die Infrastruktur. Lebensmittelläden, Ärzte, Grundschulen, Kindergarten im Dorf. Trotzdem sehr viel Wälder und Wiesen um uns herum. Das ist etwas, was ich sehr mag, da ich überhaupt kein Stadtmensch bin und wir Tiere haben.
Wenn man aber ganz am Arsch der Welt wohnt wo nix ist....nein, da wäre ich nie hingezogen.
Jetzt wohnen wir in einer Stadt.....naja, Kleinstadt, aber am Rand. Find ich auch nicht verkehrt, aber ich wäre niemals in die Innenstadt gezogen. Ich möchte zwar alles wichtige in der Nähe haben, aber nicht mitten drin, oder ganz weit weg sein.
Es gibt für alles ein Zwischending.

Dorf Leben: Wenn man zugezogen ist, ist es sicherlich etwas schwieriger, aber nicht unmöglich Anschluss zu finden. Da kommt es aber wieder darauf an, wie groß ein Dorf ist und wie offen dort die Menschen sind.
Das liegt auch viel an einem selber, wie offen und nett man rüberkommt. Das ist aber überall so. Wir sind oft umgezogen und egal in welchem Dorf wir waren: Anschluss haben wir immer gefunden.

LG Sonja

(23) 27.01.19 - 18:18

<<<<Nun haben wir selbst Kinder und wollen ein eigenes Haus. In der Stadt gibts aber kaum Angebote. Daher überlegen wir nun aufs Land zu ziehen... und ich fürchte mich irgendwie davor. Muss ich dann ständig die Kinder fahren? Werd ich glücklich in einem Dorf in dem ich niemanden kenne bisher? Würde sich das alles aufwiegen indem ich mir einen Traumgarten auf dem Land verwirklichen kann? Und so weiter....<<<


Wenn du schon aufs Land ziehst, suche dir ein größeres Dorf mit gutem ÖPNV. Wir sind damals ohne Kinder dahingezogen. Mir war es wichtig, dass man notfalls ohne Auto dort wegkommt. Das man Einkaufsmöglichkeiten hat, Ärzte vor Ort (wenigstens haus- und zahnärztliche Versorgung), zumindestens Kindergarten (so das man wieder arbeiten kann) und Grundschule vor Ort hat. Für Kinder wäre es sinnnvoll, dass auch Vereine fuss oder fahrradläufig in der Nähe sind.

Wegen der Fahrerei der Kinder, ließe sich nicht immer vermeiden. Der Große war für einige Jahre im Schwimmverein, da fuhr man einmal die Woche hin. Gravierender fand ich eigentlich die ganzen Fahrereien zu den Therapien, die unsere beiden Kinder brauchten über die Jahre (der Große eher weniger, waren insgesamt gut 3 Jahre, der Kleine ist Autist, da fahre ich schon seit 10 Jahren. Das wahr teilweise 2 bis 3 die Woche zusätzlich zu dem Schwimmverein. Aber da steckt man nicht hinter, was die Entwicklung der Kinder anbetrifft. Was notwendig war, dann war das halt so. Man machte es eben. Ansonsten sahen wir immer zu, dass zumindestens der Große alleine im Dorf zurecht kam. Heute haben wir das zum Glück nicht mehr in diesem Umfang. Unser Jüngster wird morgens zur Schule mit dem Fahrdienst abgeholt, ich fahre ihn 1x die Woche zur Logopädie. Die übrigen Therapien gaben wir auf, aber nicht wegen der Fahrerei sondern weil diese nichts mehr brachten bzw. sind ausgelaufen. Und mein Jüngster geht 1x die Woche zum Trommeln entweder mit meinem Mann oder mit einem Betreuer.


Ich sag mal, wenn ihr nicht solche Umstände habt wie wir, dann seht zu, dass ihr mit euren Kinder so wohnt, dass nicht dauernd Elterntaxi angesagt ist. Da verbrennt man nämlich eine Menge Zeit. Die auch für andere Dinge verwenden kann, nämlich für Familienqualitätszeit.


Viel Glück bei der Suche möglichst mit guter ÖPNV-Anbindung


LG Hinzwife

Ich habe zwar nie in einer Großstadt gelebt, aber die nächste ist mit dem Auto 20 Minuten entfernt.
Wir leben in einer Kleinstadt mit super Infrastruktur. Es würde sogar stündlich ein Bus in die Großstadt fahren, weil wir hier einige weiterführende Schulen haben. Kindergarten,Kleinkindbetreuung,Schulen,Sport er eine, Allgemeinmediziner,ein paar Fachärzte sowie ausreichend Einkaufsmöglichkeiten.
Alles einen Steinwurf entfernt.
Ich liebe die Natur rundherum, aber auch die Nähe zur Großstadt.
Dorf ist eben nicht gleich Dorf.

(25) 27.01.19 - 18:41

Ich bin selber in einer Kleinstadt (16.000 Einwohner) aufgewachsen, habe zeitweise in einer Großstadt gelebt, mittlerweile in einer "Mittelstadt".
Meine Eltern sind beide aus Großstädten (heute 500.000 bzw. 200.000 Einwohner, vor 35 Jahren etwas weniger;-)).

Ich fand es nicht schlimm, in einer Kleinstadt zu wohnen und hab mich in der Großstadt auch nie wirklich wohlgefühlt.

Meine Eltern sind - wie gesagt - zugezogen. Obwohl sie aufgrund des Berufes meines Vaters vorsichtig waren, was wirklich tiefe Freundschaften angeht (und die wirklich guten Freunde sind immer noch die "von früher"), waren wir nicht "die Fremden" o. Ä. Liegt vllt. auch am Beruf meines Vaters - uns kennt gefühlt jeder#schwitz
Zu sehr beobachtet habe ich mich trotzdem nie gefühlt. Die Leute im Supermarkt, Bücherladen, etc. kennen uns, seit wir geboren sind, aber es gibt trotzdem genug Leute, die man nicht kennt.

Mit dem Fahrrad war bei uns theoretisch viel machbar - ich war allerdings oft zu faul, weil es sehr hügelig ist und wir natürlich ganz oben auf dem Berg gewohnt haben#schwitz
Unsere Busanbindung (es war hauptsächlich eine Linie, die aber die größeren Städte bei uns miteinander verbunden hat) war die beste der Gegend - 1x pro Stunde, bei Schulschluss nach der 6. und 9. Stunde gab es zusätzliche Busse.
Zum nächsten "Shoppingcenter" (110.000 Einwohner-Stadt) musste man mit dem Bus einmal umsteigen, zum Kino ebenfalls. Kosten dank Schülerticket kein Problem. Viele meiner Mitschüler haben das regelmäßig gemacht, ich war aber nie der große Shopping- und Kinomensch und bin meist mitgefahren, wenn meine Eltern mit dem Auto gefahren sind (ca. 15min zu Shoppingcenter und Kino).
Die nächste "gescheite" Großstadt (Köln) war mit dem Auto schnell zu erreichen (1/5h), das haben wir als Familie regelmäßig gemacht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln jedoch eine Katastrophe (2h mindestens). Kenne aber einige Leute, die es trotzdem regelmäßig gemacht haben.
Anderer Vorteil: Die A1 lag praktisch direkt vor der Haustür (15min).

Unsere Eltern haben uns recht wenig durch die Gegend kutschiert.
Zum Fußballtraining und Musikunterricht sind wir zu Fuß oder mit Cityroller/Fahrrad. Zum Einkaufen bei uns in der Innenstadt ebenfalls. Ansonsten der Bus, außer, wenn es zu Freunden ging, die wirklich JWD gewohnt haben.
Als ich noch in der Grundschule war (sprich: Freunde haben in der gleichen Stadt gewohnt), bin ich auch mal mit dem Fahrrad zur weiter außerhalb gelegenen Ortschaft gefahren.
Ansonsten, gerade auf dem Gymnasium (Nachbarstadt, Einzugsbereich bestimmt 10 Städte), haben wir es oft so gehandhabt, dass man sich direkt nach der Schule getroffen hat und ggf. auch dort übernachtet hat.

***

Nun zu euch:
Es ist immer eine Frage davon, wie sehr man das "Durcheinander" der Großstadt braucht.
Außerdem können Kleinstädte ja auch unterschiedlich gut angebunden sein. Ich habe ein Praktikum in einem Ortsteil einer Großstadt gemacht, in dem du dir wie in einem Kuhdorf vorkams (sagt die, aus der Kleinstadt;-)). Aber: dieser Ortsteil lag unmittelbar neben Köln, die S-Bahn ist durchgefahren, in wenigen Minuten war man am Hauptbahnhof. Ich hatte Freunde in einem Dorf, da kam man Wochentags um 12 Uhr Mittags mit dem Bus nirgends mehr hin ...
Wie viel hat die Kleinstadt also zu bieten von dem, was ihr braucht, und wie weit ist der Weg, wenn es etwas nicht vor Ort gibt? Wie gut sind die Anbindungen (Bus, Bahn, Autobahn)? Wie Fahrradtauglich ist die Gegend? Wie sieht es mit der Schule aus - vor Ort, Busfahrt, Umsteigen, etc.?

Wie groß ist das Dorf tatsächlich? 5.000? 10.000? 15.000? 20.000?
Und wie "verstreut" lebt man? Sind die Einwohner auf eine sehr große Fläche verteilt, oder lebt man recht "geballt" - in dem Ortsteil, in dem ich Praktikum gemacht habe, hätte man nie gedacht, dass die Stadt 110.000 Einwohner hat ...

Wie kontaktfreudig seid ist?
Es gibt Menschen, die nur schwer auf andere zugehen können, die wenig Hobbies haben oder sehr "einsame" Hobbies, etc. - da kann man schnell einsam bleiben.
Andere Menschen sind kontaktfreudig, haben Hobbies, die man sowieso in einem Verein mit anderen Menschen macht, etc. - da findet man schneller Anschluss.
etc.

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