Schwiegermutter wird zum Problem

    • (1) 28.01.19 - 14:47

      Hallo alle zusammen, ich bin ganz neu hier, habe aber schon oft hilfesuchend in diesem Forum gelesen.
      Mein Problem stellt vielleicht für viele von euch kein wirkliches Problem da, mich macht es aber fast wahnsinnig. Bitte verurteilt mich nicht. Ich suche nur nach einem Rat und leide sowieso schon.
      Es geht um meine Schwiegermutter. Ich kenne meinen Mann jetzt seit 6 Jahren. Letztes Jahr haben wir geheiratet und 11 Monate nach der Hochzeit wurde unser Sohn geboren. Zuvor haben wir uns ein großes Haus gekauft, was wir nur noch ein bisschen verschönern mussten. Es lief bzw läuft in unserer Beziehung eigentlich fast alles perfekt, wäre da nicht die Schwiegermutter. Als mein Mann mich seiner Mutter vor 6 Jahren vorstellte, merkte ich schon, dass sie mich nicht mag. Zugeben würde sie das natürlich niemals, aber es ist offensichtlich. Macht mir aber auch nichts aus. Ich war schon immer eine sehr ruhige Person, ich habe gerne meine ruhe und gebe mich mit wenig zufrieden. Zu meiner Mutter fahre ich einmal in der Woche. Die andere Woche kommt meine Mutter zu uns. Meine Schwiegereltern handhaben es fast genauso. Das Problem ist nur, dass wenn ich mit der Schwiegermutter zusammen treffe, muss alles so sein, wie sie es gemacht hat oder macht. Und wenn ich es nicht so mache, wird mit allen Mitteln dagegen geredet. Als Beispiel: Leider konnte ich meinen Sohn nicht stillen; ich hatte keinen Milcheinschuss. Lange Zeit hatte ich darunter zu leiden und hatte bei jeder Flasche, die ich meinem Sohn gab, ein ganz schlechtes Gewissen. Meine Schwiegermutter fand das aber ganz prima. Sie meinte dann, sie könnte ihm dann die Flasche geben. Als ich ihr dann sagte, dass ich das nicht will, dass nur ich und mein Mann dem kleinen die Flasche geben (ich habe wirklich schrecklich darunter gelitten, dass ich nicht stillen konnte) ist meine Schwiegermutter bald an die Decke. Sie hat zwei Kinder mit der Flasche großgezogen und bei ihrem Enkel will sie auch mal wieder in den Genuss kommen. Dann findet sie es unverantwortlich, dass ich meinem Sohn Pre-Milch gebe. Er muss im ersten Moment die 1er Milch, im zweiten Monat 2er Milch und im Dritten Monat die 3et Milch bekommen. Dann Schmelzflocken und Karotten in die Flasche. Mach ich natürlich nicht! Dann besteht sie darauf, dass ich den kleinen über das Wochenende bei ihr lasse. Sie hat die Kinder immer am Wochenende zur Oma gebracht
      Ich kann dann sagen was ich will. Ich will meinen Sohn nicht abgeben. Er ist erst 5 Monate! Sie ist dann der festen Überzeugung, dass ich alles falsch mache. Sie ist eine bessere Mutter als ich. Auf einen Wettstreit werde ich mich aber nicht einlassen. Weiter geht es dann, wenn wir zum Mittagessen zu ihr fahren. Dann wird immer gleich noch Kaffee und Kuchen gerichtet. Wenn ich dann sage, dass es reicht, weil wir schon seit vier Stunden dort sind und immer noch nicht die rede von Kuchen ist, heißt es dann gleich, wir sollen noch bleiben, es gibt gleich Kuchen. Dann ist es schon fünf Uhr abends. Der kleine geht jeden Abend um sieben Uhr ins Bett und wir fahren von der Schwiegermutter 45 Minuten nach Hause (zum Glück, wir hätten noch weiter wegziehen sollen) Wir haben ein schönes Bett-geh-ritual und dem kleinen tut das gut. Er schläft sogar schon durch bis morgens um sechs Uhr. Ich soll dann mal eine Ausnahme machen. Sie sieht ihren Enkel ja viel zu wenig. Ich bin dann immer die Böse weil ich sage dass er Regeln braucht und dadurch auch so entspannt ist (ich habe wirklich ein sehr ruhiges Kind, ganz die Mama 😊)Sie versucht mir alles schlecht zu reden. Von Pucken darf ich garnicht erst anfangen. Das ist ja Freiheitsberaubung! Mein Mann steht hinter mir, bekommt das meiste aber nicht mit. Ich traue mich aber auch nicht den Mund aufzumachen, ich will sie ja auch nicht verletzen.
      Habt ihr vielleicht einen Rat für mich? Bin ich überempfindlich? Meine Mutter kann mir leider auch keinen Rat geben, sie sagt nur dass ich da durch muss. Ich soll einfach weghören. Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich darf meinen Sohn nicht halten, wenn meine Schwiegermutter da ist. Wenn er Hunger hat und ich ihm die Flasche geben will, muss ich erst diskutieren, weil sie ihn füttern will.
      Sorry dass ich so viel geschrieben habe, hat aber gut getan.
      Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge. Gruß Sabs

      • (2) 28.01.19 - 14:57

        Oh Gott, Du arme!!!

        Also ich könnte nur vom lesen schon an die Decke gehen. Ich muss den Schwiegertiger auch bei manchen Sachen in die Schranken weisen - und wir haben noch kein Kind!

        Da ich ja aber auch niemandem zu nahe treten möchte, spreche ich mit meinem Freund darüber und er macht das dann, ich mache es nur, wenn ich kurz vorm explodieren bin.

        Ich würde an deiner Stelle mit meinem Mann reden und ihn um Rat fragen und ihn vielleicht bitten mit ihr zu sprechen, ooooder du suchst dir mit ihr alleine ein neutrales Plätzchen und sprichst mit ihr unter vier Augen und machst ihr mit deiner ruhigen Art klar, dass es irgendwann auch mal gut ist und das du die Mutter bist und du und dein Mann alleine die Entscheidungen treffen. Sie kann und darf ihren Rat gerne äußern, aber du/ihr habt euer eigenes Leben und das lebt ihr so wie ihr wollt!
        Das wird sie bestimmt aufregen, aber du musst es tun - sonst frisst dich das irgendwann auf und du und evtl. auch dein Mann leiden darunter!

        Ich konnte dir hoffentlich helfen und wünsche dir ganz viel Glück 🍀

        (3) 28.01.19 - 15:05

        Also erstmal: gratuliere, dass du da ruhig geblieben bist und dich aber durchgesetzt hast, von wegen 3er Milch im dritten Monat, Karotte ins Fläschen usw.
        auch mit dem Übernachten, das muss nach deinem Gefühl gehen und nicht nach dem der Grossmutter.
        Ich kann diese Omas nicht leiden, die das Kind aus egoistischen Gründen „für sich“ haben wollen. Es ist respektlos - nicht nur Dir gegenüber, auch deinem Kind. Das Kind ist nämlich kein Kuscheltier.
        Insofern möchte ich dich da bestärken, so weiter zu machen, wie es dein Gefühl Dir sagt und deinen Sohn und die Art eurer Beziehung zu verteidigen.
        ABER: dein Kind ist inzwischen 5 Monate alt- noch klein, ja, aber kein Neugeborenes mehr.
        Es ist wirklich nicht so ein Drama, wenn man ab und zu einen Abend hat, an dem das Abendritual wegfällt und er halt im Auto einschläft und dann zuhause nur noch ins Bett gelegt wird.
        (Sollte dein Sohn dann die Nacht durchschreien, dann weisst du, es war womöglich doch Zuviel und dann bestehst du beim nächsten Mal auf pünktlichen Aufbruch.)
        Wenn sie diskutieren will, sag: ich möchte das nicht diskutieren, ich bin die Mama und ich weiss, was am Besten für MEIN Kind ist. Du hast damals dein Kind nach deinem besten Wissen und Gewissen grossgezogen, ich mache das nun ebenso.“
        Und dein Mann bekommt angeblich nichts mit?? Schön bequem. Es kann ihm wohl kaum entgangen sein, dass deine Mutter dich nicht mag und da würde ich ihn an deiner Stelle bitten, gut aufzupassen und Dir den Rücken zu stärken.
        LG

        Die Mutter meines Mannes ist ähnlich. Leider habe ich keine Lösung für dich in Sache füttern. Aber ich kann dir nur sagen: ich habe zwei Töchter, die eine 12, die andere 6 Jahre alt. Die Große hat das erste Mal mit 5 Jahren dort geschlafen (natürlich nachts Heimweh bekommen und geweint-ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ihr das nicht gut tut), die Kleine noch nie.

        Und darum vertrete ich den Standpunkt, dass die Kinder selbst den Wunsch äußern sollen, dass sie bereit sind, woanders zu schlafen. Dann geht's mir gut.

        Und wenn du kein gutes Gefühl dabei hast und ihr nicht vertraust, dann lass es. Dein Bauchgefühl sagt's dir ja 😊

        ...wie du das allerdings rauszögerst, da hab ich leider auch keine Lösung.

      • (5) 28.01.19 - 15:12

        hallo
        als aller erstes: ich versteh dich!
        ich weis ehrlich nicht was du da machen könntest, denn sie wird nicht aus ihrer haut können und immer so sein.
        ich persönlich würde wahrscheinlich den kontakt ausfs absolut nötigste beschräken, weil ich ein mensch bin der "überhören" einfach nicht kann.
        ich versteh dich absolut, vor allem das mit dem flasche geben. bei uns konnte ich es sogar lange dem papa nicht überlassen, aber das hatte ich ihm erklärt wieso warum und das war völlig ok und bei uns kam dazu das der kleine soooooo schlecht getrunken hat, er hats einfach nicht begriffen, das es sogar besser war das es erstmal nur eine person macht. füttern bleibt bei uns - punkt!
        lass dich nicht fertig machen - für mich klingts gut und richtig was du schreibst. ich besteh auch fest auf unsere strucktur die der kleine quasi selbst eingeführt hat - die tut ihm gut, abweischungen führen zu stress und unruhe und das muss nicht sein, und wer das nicht versteht, kann eben die zeit die wir haben nicht mit uns verbringen!
        wichtig ist das du und dein mann euch einig seid, aber das ist ja der fall. vielleicht hält sie sich mehr zurück wenn ihr sohn es ihr mal erklärt - das ihr es so macht wie ihr euch gut damit fühlt und nach moderneren methoden und erkenntnissen.
        lg 😊

        (6) 28.01.19 - 15:25

        Zieht euer Ding weiter durch.
        Auf Diskussionen würde ich mich erst gar nicht einlassen. Also wenn der Kleine hungrig ist, gibst du ihm die Milch. Eventuell sogar den Raum dazu verlassen und gar nicht erst auf sie eingehen.

        Wenn ihr bei ihr zu Besuch seid, dann kündigt vorher an, dass ihr z. B. um 16 Uhr nach Hause fahren werdet. Ist der Kaffee dann immer noch nicht durch würd ich mich verabschieden und fahren.

        Meinen 5 Monate alten Wurm würde ich auch kein WE weggeben. Dazu finde ich ist er noch zu klein.

        Kurz um müsst ihr gar nichts ändern. Sie wird auf Dauer merken, dass sie auf Granit beißt, wenn ihr mit eurer Methode, die ich übrigens für richtig halte, hart bleibt.

      • (7) 28.01.19 - 16:12

        Hm, so wirklich sehe ich das Problem tatsächlich nicht...
        Sie mag dich ja anscheinend eh nicht so gern, dann brauchst du ja nicht mit ihr zu diskutieren und dich zu rechtfertigen, warum du machst was du machst, sondern kannst einfach antworten, ich diskutiere das nicht, wir wissen was wir tun und machen das so und so.

        Wir hatten nie einen so strengen Rhythmus, Das hätte ich nämlich anstrengend gefunden, wenn wir wo gewesen wären, wo wir gern waren;-).
        Aber wenn euch das wichtig ist, dann sag ihr halt um vier, dass ihr um fünf gehen müsst und den Kuchen entweder jetzt esst, oder verzichtet.
        Und wenn es zu nervig wird, hätte ich auch vielleicht mal keine Zeit hinzufahren.

        (8) 28.01.19 - 16:31

        Hallo,

        es ist wirklich schade, dass du dich so unter Druck gesetzt fühlst.

        Ich habe selber zwei Kinder und mein Mann ist Einzelkind. Schwiegereltern wohnen zwei Straßen von uns entfernt.

        Meine Schwiegermutter wurde seit Anfang der Schwangerschaft mit einbezogen, wenn ich etwas fürs Baby gekauft habe oder neue US-Bilder hatte. Auch durfte sie am Tag der Geburten ihre Enkel auf den Arm nehmen. Sie hat sich richtig gefreut.

        Meine Kinder bekamen recht schnell die Flasche und sie durfte auch das Flässchen geben, wenn sie bei uns war oder wir dort. Ebenso auch meine Familie. Die Kinder waren immer entspannt dabei. Auch wenn gewickelt werden musste, habe ich es mal abgegeben. Letztendlich habe ich entschieden. Und heute haben alle ein gutes Verhältnis zueinander.

        Ich finde auch nicht immer alles gut, aber ich gebe ihr einen guten Vertrauensvorschuss und weiß, dass sie die Kinder liebt. Dafür nimmt sie mir auch mal was ab, z.B. Kinderbetreuung wenn ich arbeiten muss und die Kinder krank sind.

        Ebenso hat sie auf die Kinder abends bei uns aufgepasst, wenn mein Mann und ich mal etwas vor hatten.

        Eigentlich will ich dir nur sagen, dass man lernen kann abzugeben. Deine Mutter liebt dein Kind ja auch. Und ich glaube, dass Schwiegermütter gerne mithelfen und für das Enkelkind da sein möchten. Es stärkt die Bindung zur Oma und natürlich macht es die Oma stolz.

        Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

        Vielleicht findet sich für dich ein kleiner Kompromiss. Und dein Mann freut sich dann auch.

        Lieben Gruß

        rabe0510

        • (9) 28.01.19 - 16:53

          Sehr gut geschrieben! Bei uns hatte die weit entfernte Oma sogar das "Privileg des ersten Löffels Beikost".

      (10) 28.01.19 - 16:42

      Ich empfinde dich als überempfindlich. Manches ist einfach so ein Machtgehabe. Lass sie doch ein Fläschchen geben.
      Bei so dummen Ratschlägen hör doch einfach weg, oder gib mal vernünftig kontra.

      Wenn dich alles so nervt, würde ich nicht jede Woche hin fahren, sondern vielleicht alle 2 Wochen. Oder konsequent nach dem Mittagessen gehen, und das auch vorher ankündigen. Mag ja sein, dass sie dann beleidigt ist, aber dann passiert das nicht immer und immer wieder. Bisher macht ihr das doch brav mit. Wobei ich 17 Uhr jetzt auch nicht dramatisch spät finde.

      Das sind alles leicht behebbare Probleme. Bleib freundlich aber bestimmt, komm ihr auch mal entgegen (zB Fläschchen), bleibt einfach straight. Und besprech dich vorher mit deinem Mann.

      Ja, so doofe Sprüche hören ist nervig, aber steh doch einfach drüber!

      Und ja, ich weiß wovon ich rede,...solche Probleme hätte ich mit meiner Schwiegermutter lieber als das was ich habe.

      (11) 28.01.19 - 16:47

      Hallo,
      ich finde es okay, wie du es handhabst, frage mich allerdings, warum die Oma nicht auch mal die Flasche geben darf. Was ist dabei? Früher wsr eben einiges anders, nicht unbedingt immer schlechter, aber egal, du machst es, wie du es für richtig hältst. Zum einen Ohr rein, zum anderen raus (Schmelzflocken, Karotte, 3er-Milch #schock). Warum bekommt dein Mann das meiste nicht mit? Wo ist er denn, wenn ihr hinfahrt?
      VG

      (12) 28.01.19 - 16:51

      Hallo,

      also ich finde es schon extrem wieviele Do's and Don'ts du mit Deiner Schwiegermutter hast. Also ja in die "welche Milch bekommt das Kind" Frage lass ich mit auch nicht einreden, aber alles andere ist schon recht eng. Pucken wird unter Fachleuten auch sehr kontrovers diskutiert, unser Kinderarzt und die Ärzte im Krankenhaus waren alle dagegen, da steht Deine SE nicht alleine mit ihrer Meinung!

      Und, das Kind ist fast ein halbes Jahr, warum kann Deine Mutter da nicht mal ne Flasche geben solang das drin ist was du machst? Warum hängst Du so an Eurem Einschlafritual? Gerade wenn Euer Kind so ruhig ist kann man es doch wenigstens mal ausprobieren?

      Du willst Mutter sein, da muss man ab und an mal den Mund aufmachen, aber auch nicht alles zu verkopft und verklemmt sehen, Du hast sehr viele Grenzen die du aber nicht deutlich setzt, also überleg Dir nochmal welche wirklich wichtig sind und setz die dann auch durch und verteidige sie auch. Da kann man dann ruhig mal sagen dass es eben heute Studien gibt das Pre die beste Milch in jedem Alter ist etc.

      LG
      Wuschel

      (13) 28.01.19 - 17:19

      Dein Kind, deine Regeln!

      Aber ist es wirklich so schlimm, dass sie deinem Kind das Fläschchen geben will? Stellst du dich bei deiner Mutter auch so an? Ich finde das echt übertrieben. Du fütterst dein Kind jeden Tag mehrmals und sie darf ihm nicht einmal die Flasche geben?

      LG

      (14) 28.01.19 - 17:20

      Oh je.
      Ich kenne das von meiner gesamten Schwiegerfamilie...
      die haben hier und da auch noch ihre veralteten Ansichten- ich lasse sich reden. Und sobald es aber heißt „dein Kind MUSS das aber so und so“- dann sage ich, dassmein Kind gar nichts muss!

      Ich finde es unverschämt von deiner Schwiegermutter!!!! „Das Kind muss am WE bei mit schlafen, das machen alle Kinder“ Tja, Pech für die anderen Kinder. Wir sind vor 3,4 Wochen angefangen, dass unser Sohn mal n Stündchen (oder 2) alleine mit den Großeltern ist und er ist 15Monate- von wegen woanders übernachten. Meine Schwiegermutter kam auf die grandiose Idee, dass unser Sohn doch Weihnachten das erste Mal bei ihnen Mittagsschlaf machen kann (alle anderen Enkel machen das schließlich auch)- glücklicherweise wohnen wir nur2 weg- da kann man ganz wunderbar für den Mittagsschlaf nach Hause.

      Lass dich nicht auf sowas ein wie „man kann ja mal eine Ausnahme machen“ Strukturen und Rituale sind sooo wichtig- auch wir handhaben es so und unser Sohn ist auch echt entapannt- genau deshalb.

      Ihr seid die Eltern und IHR entsheidet, was euer Kind wann, wo und wie macht.
      Unser Kind wird auch erst bei jemandem schlafen, wenn er den Wunsch konkret äußert!

      (15) 28.01.19 - 18:23

      Vielen Dank für die vielen Antworten. Hätte nicht gedacht dass ich so schnell so viele bekomme. Mein Mann arbeitet bis abends um 18.00 Uhr. Deswegen bekommt er vieles nicht mit, weil ich dann die Besuche alleine mach. Mir ist es ja sehr wichtig, dass mein Sohn seine Oma und auch seinen Opa sieht und auch ein gutes Verhältnis zu Ihnen hat. Deswegen mach ich das ja auch und fahre zwei mal die Woche dahin; ich will meiner Schwiegermutter auf keinen Fall die Zeit mit Ihrem Enkel nehmen. Ich finde es nur viel zu früh dass sie gleich will dass er dort das Wochenende verbringt. Meinen Vorschlag, dass er mal für zwei Stunden dort bleibt wenn ich z.B. mal zum Friseur gehen will, wurde aber gleich abgelehnt mit den Worten: Dafür bin ich gut genug! Ich bin ihr ja schon entgegenkommen, ( dann geh ich eben an einem Samstag zum Friseur.) Mit der Flasche komme ich selbst kaum klar; dann will ich nicht, dass sie sich auch noch darüber freut. Sie fragt ja nicht, sondern fordert gleich. Meine Mutter ist da ganz anders. Sie hat zwar auch manchmal andere Ansichten (ich zieh meinen Sohn grundsätzlich immer zu kalt an - sie wickelt ihn dann immer in eine Wolldecke) akzeptiert es aber so wie es ist. Die Schlafenszeiten hat mein Sohn quasi selbst eingeführt. Und ich finde das auch gut so. Ich kann glaube ich wirklich von Glück reden, dass er ruhig im Stubenwagen liegen bleibt und von selbst einschläft und auch durchschläft. Die Tochter meiner Freundin ist ein Schreikind. Wenn sie mit den Nerven mal am Ende ist, nehme ich ihr die kleine mal für ne Stunde ab, damit sie mal wieder zur Ruhe kommt und mal ein bisschen abschalten kann. Aber das ist das andere Extrem. (Die kleine Maus kann einem wirklich leid tun - schreit sogar wenn sie total müde ist, kann aber vor Bauchschmerzen nicht schlafen) Ich muss wirklich mein Mann mal mit ihr reden. Ich wäre ja auch noch froh für einen gut gemeinten Rat meiner Schwiegermutter, aber ich darf mir ja nur anhören dass ich alles falsch mache und ich es so machen MUSS wie sie es bei meinem Mann und seinem Bruder gemacht hat. Ich komme da nicht an.

      • (16) 28.01.19 - 19:19

        „Mit der Flasche komme ich selbst kaum klar; dann will ich nicht, dass sie sich auch noch darüber freut.“

        Du kannst nun mal leider nicht stillen, das ist sehr schade, aber daran kannst du nichts ändern. Akzeptiere es einfach, auch mit Flasche wird dein Kind sehr gut groß.

        Und leider ist es so wie ich schon dachte, du willst deiner Schwiegermutter einfach nicht das bissl Freude gönnen. Das finde ich schon schade.

        Ich habe mich immer gefreut, wenn das Flasche geben jemand übernehmen wollte, aber da ist halt jeder anders.

        Bei den meisten anderen Punkten würde ich mir aber auch nicht reinreden lassen.
        Meine Mutti ist gelernte Kinderkrankenschwestern. Frag nicht was ich mir da teilweise anhören musste. Aber diese Ansichten sind halt veraltet mittlerweile und ich habe mich da auch nicht beirren lassen.

        LG

        (17) 28.01.19 - 20:02

        Nie im Leben würde ich 2mal pro Woche (!) zu meiner Schwiegermutter fahren. Sie kann gern kommen, wenn sie will und klar fahren wir mal hin, aber das ist schon bei einem guten Verhältnis viel. Da würde ich ansetzen. Soll sie doch zu euch kommen?
        Einmal die Woche langt locker und dann soll dein Mann dabei sein.
        Und wenn sie Theater macht (von wegen für 2 Stunden aufpassen weil du zum Frisör gehst), dann sieht sie ihn halt gar nicht.
        Echt. Du und das Kind seid nicht ihre Hofnarren. Ich finde dich wirklich seeeeehr geduldig!

        (18) 28.01.19 - 20:09

        Deine Schwiegermutter soll fragen, wenn die Flasche dran ist? Gib sie ihr doch einfach und zeig deinen Willen. Ihr tut euch da beide nichts in dem Kindergartenmachtkampf.

        Warum musst du zweimal die Woche hin? Kann sie nicht mal kommen? Einmal die Woche, alle zwei Wochen? Oder am Wochenende wenn dein Mann da ist?

        Das sind alles Problemchen, die du schnell aus dem Weg räumen könntest. Lass nicht alles so nah an dich ran, vieles ist ja nicht persönlich gegen dich gerichtet. Ins eine Ohr rein und durch das andere Ohr raus.
        Wenn du so oft da bist, dann nutz das doch für ein „Krisengespräch“. Warum sollte das dein Mann machen? Du hast ein Problem und möchtest ernst genommen werden. Das klappt nicht wenn man sein Männlein vorschickt. Und das Krisengespräch kann man doch freundlich führen, anfangen nach dem Motto „ich finde schön, das..., aber ich wünsche mir...“ Und in direkten Situationen direkt antworten. Das hört sich an, als lässt du auch ordentlich mit dir machen. Tritt doch klar positioniert auf.

    (19) 28.01.19 - 19:11

    Erst einmal: ja, ich verstehe dich.
    Eine Schwiegermutter Beziehung kann immer sehr schwer sein und beide Seiten müssen sich bemühen. Ich habe mich auch viel aufgeregt. Aber es ist beim ersten Kind auch alles schwerer für dich. Du bist bestimmt noch unsicher und lässt sich leichter aus der Ruhe bringen. Du bist kaum aus dem Wochenbett und musst deinen eigenen Weg finden. Jeder hat so seine Macken. Meine Schwiegermutter macht mich auch manchmal verrückt. Noch heute Abend hatten wir so eine Diskussion über Kinder und dass ich immer dafür sorge, dass sie beschäftigt sind und ich Ihnen mit allem helfe. Ich sag ihr im Gegenzug dass in ihrer Familie gemeinsame Zeit unwichtig war und Unternehmungen meinem Mann bis heute fremd sind. Sie war immer froh die Kinder los zu sein und ihren Kram zu machen.
    Aber es ist möglich darüber zu sprechen und am Ende sagt man sich: hmmm, wir werden wohl nie einer Meinung sein aber gut dass wir drüber gesprochen haben.
    Das ist das wichtigste. Sprechen. Und du machst dein Ding egal was sie sagt. Auch wenn es nervt . Es gibt andere Dinge die bestimmt toll an ihr sind. Schätze diese und nimm den Rest nicht so persönlich. Fläschchen kann sie aber wirklich ruhig mal geben. Lass es doch mal probieren.

    (20) 28.01.19 - 19:22

    Ich bin auch bei dir.
    Füttern, schlafen, Rhythmus das alles hört sich vernünftig und nachvollziehbar an und macht bitte bloß, womit ihr euch wohl fühlt und was funktioniert!

    Ich würde auch erstmal mit deinem Mann reden. Der müsste da Mal Partei für dich ergreifen. Für euch.
    Und sonst würde ich es eskalieren und ihr sagen dass du die Mutter bist, du machst es, wie dir es passt und Rücksicht auf die Schwiegermutter nimmst du, wie es dir passt und wenn ihr das nicht gefällt, dann kommt eben Mal niemand zu Besuch.

    Ich kann das wirklich nachvollziehen und du bist im Recht! :)

    Durchhalten und auch mal explodieren ... das ist okay. ;) Besser, wenn dein Mann das übernehmen würde. :)

    (21) 28.01.19 - 20:05

    Hallo,

    gut, deine Schwiegermutter beharrt auf ihren Ansichten. Damit kann man leben. Bei einigen Sachen würde ich mich fragen, ob ich wirklich dagegen reden müsste. Lass sie reden.
    Und nun zu anderen Punkt: Warum darf sie ihr Enkelkind nicht füttern? Ich kann diese Machtposition von Müttern nicht verstehen. Was verlierst du dabei? Nichts, aber ihr machst du eine Freude. Du nutzt das Kind als Spielball für eure Machtkämpfe. Schade. Und deine Schwiegermutter hat deinen Mann auch groß bekommen.

    LG
    Sternschnuppe

    (22) 28.01.19 - 20:10

    Ich finde den Umgang deiner schwiegermutter zum kotzen. Und ich nutze mit Absicht diese derbe Wortwahl. Warum soll sich eine frische Mama für die Schwiegermutter verbiegen? Es ist nicht ihr Kind, du bist Mama geworden, sie hatte ihre Babys bereits! Sie will wegen ihren eigenen Bedürfnissen das Kind, aber nicht, weil das Kind etwas möchte oder etwas braucht, denn für dessen Bedürfnisse scheint sie ja taub zu sein, siehe abendritual zum einschlafen.

    Ich habe meinen ersten Sohn prinzipiell nur Leuten auf den Arm gegeben, wo klar war, dass sie es nicht aus eigenem bedürfnis heraus wollten, sondern neutral eingestellt waren. Und die Flasche gab es auch nur von mir oder vom Papa. Abends, wenn seine Zeit gekommen war, waren wir dafür such pünktlich zuhaus. Und dabei sind wir geblieben, er ist jetzt 18 Monate alt und es klappt noch immer gut.
    Und das hat nichts mit "erstes Kind getue" zu tun, wir machen das auch bei unserem zweiten Sohn, vier Monate, ebenso.
    Beide sind sehr entspannte Jungs und das soll auch so bleiben. Meine schwiegermama käme niemals auf den Trichter, mich so zu bevormunden. Sie selbst sagte zu mir, sie hatte ihre Babys, das ist meines. Sie ist mir eine wunderbare Unterstützung, sie gibt auch ungefragt Ratschläge, aber das niemals aufdringlich. Deswegen hab ich überhaupt kein Verständnis für dieses Verhalten und würde an deiner Stelle auch keine Tätigkeit am Kind an sie abgeben, egal ob nur halten, Flasche geben oder wickeln. Da besteht doch gar kein Vertrauen, dass sie es so macht, wie du es für richtig für dein Kind hältst. Wieso also das Kind an sie geben? Nein.

    Dass sie ihn gleich fürs Wochenende haben will, ist mir klar - in der Zeit kann sie dann walten und gestalten, wie sie will, ohne deine Aufsicht und ihn dahin versorgen, wie sie es will. Ich glaube nicht, dass sie sich an deine Vorgaben halten würde. Sie würde schmelzflocken und Karotte in die Flasche hauen und dir danach stolz sagen, er hätte es getrunken und sie hatte ja recht. Sie hat keine Empathie für den kleinen, sonst hätte sie doch zugesagt, ja, zwei Stunden sind für den Anfang doch super, um erst einmal zu schauen, wie er damit zurecht kommt. Ist doch vollkommen egal, was du in der Zeit machst. Dieses anprangern, von wegen "dafür bin ich gut genug", zielt nur darauf ab, dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Hättest du gesagt, du bist in der Zeit im Garten oder einen Raum weiter, aber sie hat ihn zwei Stunden, hätte sie es als albern betitelt, stimmts? Sie akzrptiert nur ihre meinung, es ist egsl, was du sagen qirst. Ich wprde mal klartext mit ihr reden. Ruhig genug bist du dafür ja. Weiche nicht von deinem standpunkt ab, gib nicht nach!

    • (23) 29.01.19 - 12:53

      Ich finde es schrecklich, wenn Mütter ihre Machtposition ausnutzen und das Baby gegen die Schwiegermutter einsetzen. Es ist die Mutter des Vaters und auch diese Oma darf das Kind mal halten und eine Beziehung aufbauen. Für mich es Getue, eine Art es der ungeliebten Schwiegermutter heimzuzahlen.

      • (24) 29.01.19 - 13:08

        Das hat nichts mit Marktposition zu tun, sondern mit vertrauen. Wieso sollte man einem Menschen das Liebste anvertrauen, wenn man kein Vertrauen hat ja sogar noch ständig von der Person einstecken muss? Dabei ist es total egal, wer diese Person ist. Wie kann ein Mensch erwarten, von jemand anderem so hohes vertrauen zu bekommen, wenn er den anderen schlecht behandelt? Das sind grundlegende, soziale Dinge, die jeder Mensch beherrschen sollte! Und nur weil man Oma ist, spricht einen das nicht frei von allen Regeln des sozialen Umgangs miteinander.
        Immer dieses Getue, man gönne es der Oma nicht! Das hat damit überhaupt nichts zu tun, sondern damit, wie die Mutter behandelt wird!

        Ich würde meiner eigenen Mutter übrigens niemals meine Kinder in die Hand geben, dafür aber zu 100 Prozent meiner schwiegermama!

        Den Müttern, die Probleme mit ihrer Schwiegermutter haben, immer wieder vorzuwerfen, sie wären egoistisch und machtgeil, ist einfach unterste Schublade. Probleme entstehen niemals so aus der Luft, das hat einen Grund, das bilden sich die frischgebackenen Mütter doch nicht ein!

        • (25) 29.01.19 - 13:33

          Als Mutter bricht man sich keinen Zacken aus der Krone der Oma das Baby mal zum Halten oder Füttern zu geben. Und wenn ich hier so manche Frauen lese, haben die wenigsten Vertrauen zur Schwiegermutter. Und ein Baby ist dann gerade recht, um die Machtposition auszuspielen. Hat der Vater übrigens da irgendwas zu sagen?

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