Ich bremse meinen Mann aus...

    • (1) 28.01.19 - 14:48

      Hallo,

      Ich habe da ein Problem was mir ziemliche Bauchschmerzen verursacht... Kurz zu uns als Familie: Wir sind beide Anfang 30, seit 15 Jahren ein Paar und seit 7 Jahren verheiratet. Vor 5 Jahren haben wir ein Haus gebaut im Heimatort meines Mannes, super Nachbarschaft. Wir haben einen Sohn, der im Sommer 6 wird und in die Schule kommt und eine Tochter, 6 Monate.
      Meine Eltern wohnen ca 45 min weg, sehen uns aber im Schnitt ein Mal am Wochenende und ab und zu auch Mal unter der Woche.
      Zu den Eltern meines Mannes besteht nur der nötigste Kontakt. Er hängt nicht besonders an ihnen, will aber keinen kompletten Schlussstrich ziehen. OK.

      Heute hat er ein Jobangebot bekommen, das ihm an sich wirklich gefallen würde. Er könnte eine leitende Position in einer Niederlassung seiner Firma in den USA bekommen für ein paar Jahre erstmal. Wir lieben die USA. Er war auch schon öfter geschäftlich dort. Er bekäme ein Haus für uns vier, ich glaube 2x im Jahr Flüge nach Deutschland bezahlt... Eigentlich ein Traum. Und dann bin da ich. Der Klotz am Bein der Angst hat und sich nicht vorstellen kann so weit weg von der Familie zu sein... Er sagt dass er das nicht schlimm findet, es nicht von mir verlangt etc. Das glaube ich ihm auch dass er mir das nicht Übel nimmt. Aber ich habe ein sehr schlechtes Gewissen...
      Keine Ahnung was ich jetzt hören will... 🤔

      • Das du über deinen Schatten springst und es versuchst 🙂

        lieber versucht und gemerkt es ist wirklich nichts für dich/euch als Angst haben und berreuen!!

        Jetzt besteht die Möglichkeit in 2 Jahren wo dein Kind voll in der Schule ist, ist es schwieriger zu gehen!!!

        Sei mutig du schaffst das 🙂

        Ich kann Dich auch nur bestärken. Meine berufliche Karriere habe ich nur durch Mobilität erreicht. Ich persönlich sehe aber auch zuerst die spannende Möglichkeit und nicht das Problem.
        Ich war schon immer sehr positiv gegenüber Veränderungen eingestellt und hatte nie eine Status Quo Präferenz.
        Versuche doch mal die Chancen zu sehen: Deine Kinder lernen perfekt Englisch, neue Eindrücke, werden weltoffen.
        Eine Riesenchance. Ich hoffe Du hast den Mut es zu probieren. Und du weisst doch, am Ende seines Lebens bereut man am meisten die Dinge, die man nicht getan hat.
        Wenn es nicht klappt, kann man immer noch zurück.

        Hallo,
        mein Ding wäre das auch nicht. Ich jammere ja nach 1 Woche Urlaub schon nach zu Hause. Und ich finde nur schwer neue Kontakte. Ich glaube, da müsste sich mein Mann entscheiden....Karriere oder Familie...
        Aber GsD wäre mein Mann auch nicht der Typ dafür.
        LG
        Elsa01

      • Ich bin in den USA aufgewachsen. Einen Teil meiner Kindheit in Georgia und einen Teil in Florida. Genau wie Du Liebe Ich einfach USA. Es ist aber anders dort zu wohnen, als wenn man nur im Urlaub dort ist. Ich habe es geliebt dort zu wohnen und Ich vermisse USA jeden Tag.

        Ich kann verstehen dass es für Dich sehr schwierig ist, wenn Du soweit wegziehen muss von deine Eltern. Jedoch ist es eine enorme Chance was neues zu probieren. Ich hätte es gemacht im deiner Stelle, aber Ich verstehe deine Gedanken. Für deine Kinder ist es eine sehr große Erfahrung. Ich bin der Meinung dass es eine Bereicherung ist. Die werden innerhalb kürzester Zeit Englisch sprechen können und neue Freunde finden.

        Es hängt vielleicht auch damit zusammen das Du weißt, dass deine Eltern natürlich traurig werden. Du solltest Dich damit auseinander setzten, dass der Kontakt natürlich auf Sparflamme laufen wird und es anders sein wird. Deine Eltern werden natürlich traurig sein, aber glaub mir die gewöhnen sich daran. Ihr kommt 2 Mal im Jahr nach Hause und vielleicht haben deine Eltern auch die Möglichkeit 1 oder 2 Mal im Jahr zu Euch zu kommen. Dass könnt ihr ja erst Mal besprechen. Natürlich sieht man sich seltener, dafür aber länger und intensiver.

        Ist es für Dich ausgeschlossen?

        In welchen Bundesstaat hat dein Mann ein Jobangebot bekommen? Diesen Aspekt finde Ich wegen der Lebensqualität nicht unwesentlich.

      • Oh, ich würde das sofort machen. Da kommt Abenteuerlust hoch. Riesen Chance! Haus vermieten, Kontakte halten (da kristallisiert sich heraus, wem wirklich an euch etwas liegt), tolle Chance zum Spracherwerb für die Kids.
        Kommt natürlich etwas auf die Gegend an. Eine Bekannte von uns ist gerade nach Mobile Alabama gegangen. Da hätte ich nur bedingt Lust zu.
        Alles Gute für euch!!

        Na Klaro hat man da Angst! Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und die meisten versuchen gravierende Änderungen zu vermeiden. Daher entgehen vielen auch tolle Chancen, einfach aus Furcht 😉

        Ich selber würde persönlich nicht auswandern, aber ich habe auch panische Flugangst 😂 mein Mann ist sehr heimisch und ich hab es echt nicht mit Fremdsprachen. 🤣

        Finde aber bei euch klingt es echt verlockend. Zum einen sind die Kids noch so klein, dass du sie nicht aus der Schule bspw reißen musst. Euch wird direkt ein Haus gestellt und er hat direkt einen Job. Alles was sich Auswanderer wünschen 😁 eure Kiddies können zweisprachig aufwachaen, den Kontakt nach Hause könnt ihr alleine wegen den zweimal die euch bezahlt werden gut halten.
        Das Haus was ihr habt könntet ihr vermieten, so habt ihr Extraeinnahmen und habt immer noch eine Notlösung parat wenn es wirklich schief geht. Denn ansich habt ihr nichts zu verlieren 😉
        Wenn du jetzt schon ein schlechtes Gewissen hast, kommt das sonst bestimmt immer wieder mal hoch..

        Für dich wird es aber natürlich etwas schwieriger, da dein Mann den Beruf hat, wahrscheinlich viel arbeiten wird und damit aber auch Kontakte bekommt. Du müsstest hier nur aufpassen dass du nicht die ei same Hausfrau wirst. Schau wie du Kontakte knüpfen kannst (Sportkuse o. Ä).. Wenn man sich da am Leben beteiligt, kann das bestimmt toll werden 😊

        Alles Gute dir und lass dir von deiner Angst keine tolle Chance nehmen 🍀

        <<Heute hat er ein Jobangebot bekommen, das ihm an sich wirklich gefallen würde. Er könnte eine leitende Position in einer Niederlassung seiner Firma in den USA bekommen für ein paar Jahre erstmal. Wir lieben die USA. Er war auch schon öfter geschäftlich dort. Er bekäme ein Haus für uns vier, ich glaube 2x im Jahr Flüge nach Deutschland bezahlt... Eigentlich ein Traum. Und dann bin da ich. Der Klotz am Bein der Angst hat und sich nicht vorstellen kann so weit weg von der Familie zu sein... Er sagt dass er das nicht schlimm findet, es nicht von mir verlangt etc. Das glaube ich ihm auch dass er mir das nicht Übel nimmt. Aber ich habe ein sehr schlechtes Gewissen...
        Keine Ahnung was ich jetzt hören will<<

        Ich kann dich schon irgendwie verstehen, dass man sich darüber Gedanken macht. Und finde es von deinem Mann ganz toll, dass er dich nicht wegen seinem Jobangebot unter Druck setzt. Wie sind die Optionen denn? Dein Mann müsste ja zumindestens soviel verdienen, damit er deinen Verdienst mit auffängt, den du vor deinem Baby verdient hast. Wenn ihr dort über Jahre bleibt würde ich mir an deiner Stelle Gedanken machen, ob du dann vielleicht dort auch die Möglichkeit hast, dort zu arbeiten. Dann wäre es ok. Aber nur als Hausmutti dort bleiben, weiß nicht. Muss man aber selber wissen. Wie sieht es bei dir denn überhaupt aus mit deiner alten Arbeit, falls du in Elternzeit bist?

        LG Hinzwife

        Da hier alle schon geschrieben haben, wie toll das alles ist....mein Mann und ich sind viel rumgekommen/umgezogen. Zwar immer innerhalb Deutschlands, aber auch 500 km weit weg - Ja, es macht Spaß, es ist aufregend, man lernt viele neue Leute kennen...als ich dann allerdings schwanger wurde, wollten wir wieder zu den Eltern...es ist einfach einfacher. Man weiß immer wo man Hilfe bekommt etc. Und ganz ehrlich, sooo viele dicke neue Freundschaften schließen sich garnicht mehr. Das dauert so lange bis man eine Basis geschaffen hat. Wir sind froh, dass die Kleine mit Oma und Opa aufwächst und wir alle Menschen die uns lieb haben zumindest mit ner Autofahrt erreichen können. Wenn doch mal was schlimmes passiert, müsst ihr erstmal um die halbe Welt fliegen.

        Du schreibst, "ein paar jahre".
        Das wäre für mich der Punkt. Ob es einen festen endtermin gibt, an dem ihr wieder zurück kehren könnt. Wenn ihr nicht komplett auswandern wollt .

        Wärst du gerne mutig? Und würdest voll Euphorie ja zu dem Angebot sagen können ?

        " Eigentlich ein Traum."

        Da bin ich Realist und Träumer zugleich.

        Was wären denn die Rahmenbedingungen?
        Wie würde es ablaufen?

        Von Freunden kenne ich beides:

        Traumjob, mit Lock-super-Gehalt, Schein-Top-Bedingungen und dann stellte es sich heraus als der größte Mist, den es gab. Es klang super, war vor Ort dann aber anders.

        Umgekehrt kenne ich Menschen, die für Zeitangebote im Ausland gelebt haben. Gleiches Unternehmen, anderer Standort. Job war sicher. Nur eben im Ausland. Vom Unternehmen wurde viel erklärt: Ablauf, Verdienst, Dauer, Unterkunft, Umzug, Umzug zurück, mögliche Verlängerung/ Rückkehr zum Heimatstandort möglich wenn ...
        Auch Informationen zu "Probezeit" z.B. wenn der Arbeitnehmer die neue Stelle kennen lernen möchte, die Familie nachkommt. Überganszeit, Vorbereitung etc.


        Wenn etwas wie ein Traum klingt, werde ich erst mal skeptisch und prüfe die Rahmenbedingungen.
        Wenn es wirklich realistisch klingt und alles passt, mache ich Träume wahr und nehme sie an, wenn sich die Chance bietet.


        Bis wann muss sich dein Mann entscheiden?
        Welche Fristen/Zeitfenster habt ihr?
        Vorher / vor Ort / bei Rückkehr?

        Was denkt/fühlt dein Partner dazu? Möchte er das? Ist er erstmal begeistert über die super Chance: wie findet er es, wenn er sich ernsthaft damit beschäftigt?

        Das sind Fragen, die ich (für mich) erst mal klären würde
        und dann entscheiden bzw. vorbereiten, damit ich entscheiden kann.

        Erst Mal vielen vielen Dank für eure tollen Antworten. Ihr habt euch alle so viel Mühe gegeben 😍
        Ich antworte jetzt nicht jedem von euch, da ich mit 39 Fieber flach liege und meine Augen tränen wenn ich länger auf Bildschirme schau 🙄

        Die vielen Punkte - pro und contra - sind mir zum größten Teil auch schon in den Kopf geschossen. Hier haben mir eure Erfahrungen sehr geholfen.
        Eine von euch hat geschrieben dass man Gefahr läuft schwer Anschluss zu finden. Ich bin eh ein sehr unsicherer Mensch und denke erstmal mein Gegenüber mag mich nicht...
        Mein Mann ist zur Zeit Alleinverdiener da ich nach der Elternzeit mit meinem Sohn blöderweise Arbeitslos wurde und dann nur einen 450€ Job gemacht habe bis zur zweiten Schwangerschaft. Er verdient aber gut und wir haben keine Geldsorgen. Nächstes Jahr kommt die Maus in die Krippe und dann gehe ich auch wieder arbeiten. So der Plan bisher 😌

        Die Reise würde nach Atlanta gehen.

        • (14) 28.01.19 - 20:42

          Machen. Unbedingt.
          Für die Kinder ist es eine mega Erfahrung. Und ich finde auch die Grossen bereichert sowas.
          Wir sind vor 3 Jahren euop. ausgewandert.

          In der Gegend um Atlanta sind sehr viele deutsche Firmen angesiedelt, ihr würdet also sehr wahrscheinlich auch Kontakt mit Deutschen haben und da sehr schnell Anschluss finden - schließlich sind es für alle Deutschen in den USA ähnliche Bedingungen, da hat man sofort eine gemeinsame Basis.

          Die Kinder müssen nicht aus der Schule gerissen werden, und auch für Dich ist es eine tolle Chance - Du würdest mit Auslandserfahrungen und flüssigen Sprachkenntnissen zurück kommen und wärst damit auf dem Deutschen Arbeitsmarkt nicht mehr nur die Mutter mit kleinen Kindern, die die letzten Jahre nur geringfügig gejobbt hat, sondern deutlich gefragter wegen deiner Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse. Du würdest zeigen, dass Du mutig und sprachbegabt bist, das ist schon was!

          Klar würdet ihr deine Eltern vermissen, aber 2x im Jahr besuchen geht doch ganz gut. und vielleicht kommen sie ja auch zu Besuch bei euch?

          Ich finde es schon eine große Chance, vor allem, wenn man die Rahmenbedingungen bedenkt. Ihr wäret wirklich nicht alleine in der Gegend, was alleine schon den Kontakt erleichtert.

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