Fast 16 und zu ehrlich

    • (1) 31.01.19 - 11:51
      Kiffen

      Hi, mein Sohn wird bald 16 und erzählt mir ALLES! Anfangs fand ich das super, wenn es darum ging, dass er Videospiele ab 18 gespielt hat oder FSK 16 Filme geguckt hat.
      Auch erzählt er mir, was er genau an Shots getrunken hat und wie das bei ihm wirkt. Das finde ich auch noch OK, da ich dann mit ihm darüber sprechen kann. Aber heute morgen hat er mir erzählt, dass er letzte Woche gekifft hat #schock Ich wusste nicht, wie ich reagieren soll! Also habe ich ihn gefragt, ob es ihm was gebracht hat und er verneinte...er sagte auch, dass es "wahrscheinlich" das erste und letzte Mal war.
      Ich habe ihm dann gesagt, dass die Wirkung aufs Hirn noch nicht völlig erforscht ist und er lieber erstmal sein Abi machen soll, bevor er sich den Kopf kaputt kifft. Das war dann auf die witzige Schiene gezogen, wir haben beide gelacht und er ist zur Schule. Nun überlege ich die ganze Zeit schon, wie ich damit umgehen soll...
      Wie würdet ihr reagieren??

      LG Anonym

      • Ich finde das toll, dass er dir sowas erzählt - wirklich!
        Das ist definitiv nicht normal, dass 16jährige ihren Eltern alles erzählen.
        Du kannst stolz sein, dass er so viel Vertrauen zu Dir hat.

        Ich finde, Du hast richtig reagiert.

        • (3) 31.01.19 - 11:57

          Ich war unsicher, ob ich nicht zu flapsig reagiert habe..ist halt schwierig, wenn ich streng reagiere, dann erzählt er mir ja nix mehr :-(
          Soll ich nachher noch mal mit ihm reden?

          • Hmmm...schwierig.
            Vielleicht nochmal was dazu sagen, dass man auch vom kiffen durchaus abhängig werden kann...obwohl er ja schon selber gesagt hat, dass es wahrscheinlich das letzte Mal war.
            Hat er dir denn erzählt, in welcher Situation es dazu gekommen ist?
            Also, war er mit mehreren zusammen oder nur mit einem Freund, wie kamen sie darauf? Machen die anderen das vielleicht öfter?

            • (5) 31.01.19 - 12:24

              Er trifft sich am WE immer mit Freunden und wir wohnen hier an der Grenze zu den Niederlanden. Da hat wohl jemand das Zeug mitgebracht.

          (6) 31.01.19 - 12:10

          Ja, solltest Du. Ich glaube nicht, dass einem 16jährigen bewußt ist, welch folgenreiche Konsequenzen Drogen haben (ich glaube nicht mal ich als Erwachsener weiß vollumfänglich darüber Bescheid).

          Man kann auch ohne erhobenen Zeigefinger aufklären.

          Andrea

          • (7) 31.01.19 - 12:12

            Im Übrigen würde ich an Deiner Stelle ein Auge auf seinen Umgang haben, der ist nämlich meistens die Ursache dafür.

            • (8) 31.01.19 - 12:26

              Das sind alles Jugendliche aus seiner Stufe (G8 Gymnasium), deren Eltern auch eher wohlhabend sind. Alles höfliche und nette Kerle.

              • Wohlhabende Eltern sind leider kein Garant für "brave Kinder". Leider haben diese Kinder oft viel zuviel Geld zur Verfügung, was nicht immer gut ist. Wohlhabende Schulfreunde meines Sohnes haben ihn mit Spielautomaten zusammengebracht - der Anfang von ca. 10 Jahren Dauerkampf gegen Spielsucht. Wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht, daran kann eine Familie zerbrechen. Als ich die Eltern der betreffenden Jungs um Einflussnahme bat, wurde ich nur ausgelacht, soviel zu reichen Eltern.
                Kiffen kostet ja auch Geld. Bitte - ich will nicht unken, aber ein Auge drauf solltest Du haben. Ich finde es toll, dass er es Dir erzählte. LG Moni

                (10) 31.01.19 - 13:00

                Trotzdem offensichtlich nicht der beste Umgang...

          (11) 31.01.19 - 12:27

          Dann werde ich wohl nochmal das Gespräch suchen, danke dir.

(12) 31.01.19 - 12:43

Ich finde deine Reaktion aufs kiffen super.

Ich hab mich damals, lang lang ists her, als teeni auch dran probiert.

Meine mom hat es mitbekommen und nur gefragt: und wie wars? - mehr Kam nicht...

Habs nie wieder probiert 😊

(13) 31.01.19 - 12:52

Sonst hast Du keine Probleme? Sei doch froh, dass er so ehrlich zu Dir ist und Du Deinen Sohn so wie er nunmal ist, wirklich kennenlernen und begleiten darfst.

(14) 31.01.19 - 13:57

Du hast toll reagiert! Bleibt nur zu hoffen das ihm auch bewusst ist, wie gefährlich es sein kann.

Ich war damals auch ehrlich, aber meine Mutter hat es mit den Worten: "Ich glaube dir nicht!" abgewunken.

(15) 31.01.19 - 14:04

Ich war als Teenie Dauer gekifft. Jeden Tag. Daneben habe ich auch andere Mittelchen genommen. Habe Schule geschwänzt, drohte in der 11 Klasse sitzen zu bleiben. Habe mich immer wieder im aller letzten Moment zusammen gerissen.
habe studiert, arbeite als juristin, verdiene gutes Geld und habe eine Familie mit 2 kindern. Also alles gut gegangen. Dennoch: es hätte auch anders ausgehen können, hätte ich keine so wohlwollende lehrer gehabt, wer weiss wo ich gelandet wäre. Was ich sagen will : einerseits solltest du deinem Sohn vertrauen, wenn er sonst vernünftig ist, aber bitte bitte sprich mit ihm, dass sobald du merkst, dass er Probleme in der Schule bekommt, das nicht mehr duldest! Abitur sollte an aller ersten Stelle stehen, mach ihm das klar!

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