Umzug, Schule, Eltern... Großes Fragezeichen im Kopf...

    • (1) 04.02.19 - 10:13

      Hallo ihr Lieben!

      Vorab - ich hoffe es wird jetzt nicht zu verwirrend, ich versuche mal meine Anliegen zu sortieren...

      Ich wohne mit meinem Freund und unseren 2 Kindern (knapp 2 und 6 Jahre) in einem Eigenheim in dem Ort in dem ich schon geboren und aufgewachsen bin. Eine typische deutsche Großstadt.

      Wir haben 2012 nach der Geburt des Großen eine Doppelhaushälfte ggü meiner Eltern gekauft. Das heißt, ich kenne die Nachbarschaft bis auf ein paar Ausnahmen (alte Nachbarn gestorben, Haus verkauft) also schon seit meiner Kindheit und weiß zu schätzen was ich dort habe.

      Unser Stadtteil gehört aus meiner Wahrnehmung zu denen, die man entweder mag oder meidet. Heißt, wir haben schon immer einen höheren Anteil von ausländischen Familien. Während aber in meiner Kindheit alles noch eine "gesunde" Mischung hatte, fällt in den letzten Jahren auf, dass das Verhältnis sich doch langsam umdreht...
      Waren wir in meiner Kindheit noch 50% deutsche und 50% ausländische Kinder in der Klasse, sieht man jetzt doch vermehrt ausländische Kinder aus den Schulen kommen.

      Für uns gibt es bei uns im Stadtteil nur eine Schule, die wir uns für unser Kind vorstellen konnten und dort haben wir ihn angemeldet und er macht momentan die Vorschule da...

      Auch Häuser die in unserer Straße oder auch in Nachbarstraßen zum Verkauf stehen, gehen vermehrt an ausländische Familien. Tatsächlich musste ich mir auch schon anhören warum wir dort überhaupt noch wohnen und wo wir unser Kind da überhaupt noch zu Schule schicken können... :-(

      Eigentlich fühle ich mich also zumindest in meiner Straße noch sehr wohl. Ich mag unser Haus, obwohl es nie das Haus war, was ich mir als Kind erträumt hatte...

      Einkaufen in unserem Stadtteil ist da dann schon schwieriger. Alles kommt einem schmutzig, unordentlich und nicht wertgeschätzt vor... Auch der Stadtteil verkommt gefühlt immer mehr, was ich sehr schade finde...

      Das nun erstmal als grober Einblick. Und bitte bitte, stempelt mich nun nicht als Rassist ab... Denn das bin ich nicht.

      Wir haben unser Haus damals eher überstürzt gekauft. Wir hatten die Gelegenheit günstig ein Haus in der Straße zu bekommen wo ich aufgewachsen bin und haben zugeschlagen. Nach dem Kauf kamen mir aber recht schnell Zweifel, ob ich meinen Sohn eigentlich in dem Stadtteil aufwachsen lassen möchte.
      Aber nun hatten wir halt gekauft.
      Wir haben das Haus über viele Jahre kernsaniert und sind nun in den letzten Zügen. Innen fehlt nur noch das bestellte Treppengeländer und wir sind - endlich - durch und es ist sehr schön geworden.

      Ich schätze es sehr, meine Eltern genau gegenüber zu haben. Meine Kinder genießen es, wir sind auch überwiegend sehr gern mit meinen Eltern zusammen (und sie mit uns) und profitieren auch gegenseitig von uns.

      Und trotzdem kommt es immer wieder bei mir, dass ich überlege ob wir doch nochmal rausziehen sollen.
      Rausziehen würde bedeuten, anderes Bundesland, etwas ländlicher, gut 20 Minuten mit dem Auto von unserem jetzigen Wohnort weg. Meine Schwiegereltern sind zu dem Zeitpunkt als ich mit meinem Freund zusammen kam gerade von unserem Stadtteil dort aufs Land gezogen. Wobei "Land" nicht völlig abgelegen ist. Mit dem Bus ist man in 30 Minuten an einem großen Bahnhof von wo aus es überall hingeht und mit dem Fahrrad oder Auto kann man gut und mit großer Auswahl einkaufen gehen. Grundschule und Kiga sind im Ort und auch der nächstgrößere Ort ist noch eher dörflich und hat trotzdem eine gute Infrastruktur.

      Jetzt mein "Aber": unser Sohn ist seit letztem Sommer in der von uns gewünschten Schule und macht die Vorschule. Die Klasse geht dann im Sommer als Klassengemeinschaft in die 1. Klasse und er ist mittlerweile angekommen.
      Im neuen Dorf gibt es nur eine 1. Klasse, in die seine heißgeliebte Cousine gehen wird. Dort gibt es keine Vorschule und die Kinder kommen alle neu in die Klasse, können sich aber natürlich teilweise aus dem Kiga schon kennen. Seine Cousine geht außerhalb in den Kiga, wird dort auch neu starten. In dem Dorf gibt es seit einigen Jahren einige Neubauten und viele neu zugezogene junge Familien. Man ist dort wohl (hoffentlich) nicht mehr Jahrhunderte "die Zugezogenen"...

      2. "Aber": meine Eltern. Ich WILL sie nicht zurücklassen... Meine Mama würde ohne mit der Wimper zu zucken mitziehen. Sie hat aber keinen Führerschein und ist auf Bus und Bahn angewiesen, da sie noch 3-4 Jahre Arbeitsleben vor sich hat.
      Mein Papa hat Auto und Führerschein und ist Rentner, der nur auf 400€ Basis jobbt um seine Zeit zu vertreiben :-D
      Mein Papa hat vor langer Zeit aber mal gesagt, dass er definitiv nicht wegziehen will.
      Mein Wunschort ist meinem Papa aber nicht unbekannt, Teile seiner Familie wohnen dort :-)
      Bei meiner Mama bin ich mir immer nicht sicher, ob sie die Tragweite eines Umzugs verstehen wird. Sie kennt dort niemanden, während sie in unserem Stadtteil aufgewachsen ist. Sie findet immer jemanden zum Klönen, ist aber eben niemand der Freundschaften schließt und leicht Anschluss findet.

      Irgendwie habe ich Angst sie durch meinen Wunsch zu entwurzeln. :-( Wisst ihr wie ich meine...

      Mein bester Freund hat sein Haus in unserem Stadtteil letztes Jahr verkauft, weil er zu seiner mittlerweile Frau an die See gezogen ist. Er hat seine Mama zurückgelassen und sich was Neues aufgebaut. Ganz tief im Inneren bewundere ich ihn für diesen "Mut". Er fühlt sich dort pudelwohl und ist froh sich so entschieden zu haben.
      Dort stand aber nie zur Debatte die Mama mitzunehmen und sie will dort auch nicht hin.

      Merkt ihr meinen Zwiespalt? Oder ist alles zu wild?

      Meint ihr unser Großer kann nochmal von vorn anfangen? Wenn man mal aus Spass sagt, dass man wohl auf´s Dorf ziehen muss sagt er immer er will sofort zu Oma ziehen. Dann kann er sie und seine Cousine noch öfter sehen. :-D genauso gern ist er aber bei uns, wo er die andere Oma/Opa und seine (Kiga/Schul-) Freunde hat.

      Kann man versuchen seine Eltern versuchen doch zu überzeugen. Oder einfach wegziehen und das Haus was sie jahrelang mit saniert haben (gerade Papa) einfach verkaufen :-(

      Habt ihr vielleicht ähnliches erlebt oder entschieden? Einen Ort verlassen der sich zunehmen für euch negativer anfühlt?

      Bitte gebt mir doch mal Input - positiv oder negativ.

      Ach und zu meinem Freund und die sehr wahrscheinliche Frage was er in dem Ganzen will - er ist nicht abgeneigt, überlässt es aber eigentlich mir. Er geht morgens früh aus dem Haus, kommt abends spät wieder und erlebt unseren Stadtteil (Einkaufen, Schuldinge oder Kita) eher wenig bis gar nicht...

      • Grundsätzlich solltest du dein Leben nicht mehr von deinen Eltern abhängig machen. Es ist die Natur der Sache auszufliegen! Auf eigenen Beinen stehen. Eigene Entscheidungen treffen. Es ist dein Leben.
        Denk mal weiter. Willst du später dass deine Kinder ihre eigenen Bedürfnisse nach hinten stellen, damit sie bei dir um die Ecke wohnen? Ich denke als Eltern ist man glücklich wenn es den Kindern gut geht und sie auch glücklich sind. Oder?!
        Das mit der Schule! In meinem Bundesland gibt es keine Vorschule mehr. Die Schulklassen sind in der regel neu sortiert, nur wenige Kinder kennen sich aus der Kita. Also total egal. Traust du deinem Kind nicht zu neue Freunde zu finden?
        Was ist mit der weiterführenden Schule? Wie ist da der Anteil? Ganz ehrlich, hier in berlin gibt Schulen mit mehr als 90 Prozent Ausländeranteil. Die wenigen deutschen Kinder verlassen oft im Laufe der ersten 2 Jahre die Schulen. Das Wort probemschule ist da noch untertrieben. An den Oberschulen ist es dann teilweise noch schlimmer. Ich würde das für meine Kinder nicht wollen... daher würde ich an deiner Stelle wegziehen.
        Ich würde verkaufen. Das Viertel scheint Immobilienmäßig nicht preislich oben zu liegen, so dass ihr derzeit noch gut verkaufen könnt aufgrund der Zinsen und der Nachfrage. Das wird in 2-3 Jahren vielleicht schon anders sein und ihr bekommt nicht mal das Geld was ihr rein gesteckt habt wieder raus. Denn das Wohnumfeld kann für den Preis schon entscheidend sein.

        • Hallo und danke für deine Antwort.

          Einerseits hast du schon recht mit deinen Worten. Natürlich sollen meine Kinder später hinziehen dürfen wo sie wollen. Trotzdem würde ich es natürlich toll finden, wenn sie unseren Ort und unser Verhältnis so toll finden, dass sie in der Nähe bleiben. Außer natürlich der Job zieht sie weg. Man weiß es ja nicht...

          Und ich habe meine Eltern nun mal gern um mich. Im Endeffekt müssten und würden sie es natürlich verstehen...

          Zu meinem Sohn. Doch, ich denke schon das er neue Freunde finden wird. Aber man macht sich trotzdem Gedanken ihn wo rauszureißen, wo er nun mal geboren und bisher gewohnt hat. Deswegen frage ich ja nach Input und Meinungen :-)
          Einfach um mal Perspektiven zu sehen, die man selbst vielleicht nicht sieht.

          Die Schule wo unser Sohn angemeldet ist, ist eine Privatschule, die er bis zum Abi besuchen kann. Kein Schulwechsel aber natürlich - da katholisch - bei uns trotzdem noch ein hoher Ausländeranteil. Dann eben alle die, die katholisch sind...

          Zur Immobilie: der Witz daran ist, dass die Preise hier steigen und steigen und die Nachfrage echt hoch ist. Wir haben für unser Haus unter 200.000€ bezahlt - grob geschätzt wurde es jetzt auf 400.000€. Nachbarn von uns haben ihres (etwas größeres) für um die 500.000€ verkauft - da mache ich mir gar keine Gedanken es nicht los zu werden. Vor allem weil unseres Kernsaniert ist.

          Schwierig, vor allem weil man ja auch noch was Neues finden muss was einem gefällt...

      Hallo,

      Also mir kommt es so vor als willst du mir wegen der nicht mehr so guten Nachbarschaft umziehen, wobei dir das eigentlich nur dann auffällt wenn du von “außen“ drauf schaust. Aber eben nicht als tägliche Einschränkung wahrgenommen wird.
      Umziehen würde ich nur, wenn du klar das Bedürfnis nach z.b. Dem Wohnort der Schwiegereltern hast.

      Ich finde sich gezielt FÜR etwas zu entscheiden besser als sich nur dafür zu entscheiden weil man GEGEN etwas anderes ist.

      Nur so als Gedankenanstoß. Ich als Stadtkind würde zum Beispiel nie aufs Land ziehen, aber genau da sollte eben dein Pro Land einsetzen und nicht nur ein kontra Stadt.

      • Hallo und auch dir danke für deine Worte.

        Meine direkte Nachbarschaft finde ich super. Alle nett und füreinander da. Da tue ich mich eher schwer sie zu verlassen, weil man ja nicht weiß was man bekommt...

        Was mich eher stört - und das im täglichen Leben - ist das ganze Umfeld. Einkaufen, Hobby sowas.

        Der Wohnort meiner Schwiegereltern gefällt mir gut. Vor allem weil da wirklich auch alles gepflegt ist. Da wird die Dorftanne zu Weihnachten geschmückt, es gibt saubere, ordentliche Läden mit großen Parkplätzen und die Natur vor der Tür...

        Ich bin eben kein typisches Stadtkind obwohl ich in der Großstadt geboren und aufgewachsen bin und auch lebe. Mein Traum wäre ein Haus mit einem Feld hintendran. #verliebt

        Den hier "Ich finde sich gezielt FÜR etwas zu entscheiden besser als sich nur dafür zu entscheiden weil man GEGEN etwas anderes ist." finde ich aber sehr gut und werde ich mir durch den Kopf gehen lassen.

        • Du hast ja direkt einige FÜR Argumente genannt. Bau das doch weiter aus. Schaut mal Häuser oder Grundstücke bei den Schwiegereltern an. Vielleicht findet ihr direkt was tolles. Das vergrößert das FÜR dann noch. Oder eben auch nicht.
          Und was deine Eltern angeht, natürlich hängst du an ihnen, aber du musst dein Leben leben, ich würde es nicht an ihnen fest machen.

        • <<<Mein Traum wäre ein Haus mit einem Feld hintendran<<<

          Ich kann dich gut verstehen, es ist ein Traum gerade im Sommer wenn die Bauern immer abends wenn wir den Abend im Garten ausklingen lassen wollen, ihre Felder bewässern, düngen, abernten und aussäen(weil es tagsüber zu heiß ist).Ok es ist nicht täglich aber der Lärm nervt vom Staub den der Bauer hinterlässt mal abgesehen.#rofl#rofl

          Aber es stimmt es ist sonst schön ruhig.

          Zu deiner Frage. Würdest du in 20 Jahren dein Heim aufgeben um mit deinen Kindern ins ungewisse (neues Haus neues Umfeld) zu ziehen?

          Mach das nicht von deinen Eltern abhängig.So weit entfernt zieht ihr doch nicht so das ihr euch doch regelmäßig besuchen könnt.

          Lasst heuer Herz entscheiden.

          • Hallo,

            doch keine gute Idee mit dem Feld hintendran? Deine Antwort klingt etwas ironisch #rofl

            Zu deiner Frage: es kommt drauf an wie unser Verhältnis ist und was mich zuhause hält... aber generell könnte ich mir das total gut vorstellen, vor allem wenn es gute Gründe gibt.
            Meine Tante z.B. wagt gerade den Schritt und wandert zu ihrer Tochter aus. Und das außerhalb von Deutschland. Pauschal nein sagen würde ich nie.

            Aber tatsächlich würde ich meine Eltern nie zwingen und eben - so weit weg ist es ja tatsächlich nicht.

            Danke für deinen Input :-)

            • Es war schon etwas ironisch gemeint, aber ein Feld/Acker ist eben auch nicht so romantisch wie es aussieht. ;-)
              Aber lieber ab und zu mal krach als ständig lärmende Nachbarn oder eine belebte Strasse am Haus.

              • Da hast du wohl recht :-D

                Man hat da wohl schnell ein romantisches Bild vor Augen. Ebenso mit Pferdeweiden. Da wurde mir jetzt auch gesagt, ständige Fliegen und Pferdeäpfel sind auch nicht jedermanns Sache. Auch nichts was man sofort vor Augen hat dabei #schwitz:-D

    denke zwei Dinge durch:
    1. Mache Dein Lebensort - und Mittelpunkt nicht vom Standort der Eltern abhängig.

    2. Entscheide nicht, aufgrudn von vermutungen über grundschulzeit... -- Du lebst länger im neuen Haus als Deine Kinder, --- es wird EUER Elternzuhause sein ... -- fälle also auch keine Raumentscheidungen wegen ein paar Kinderjahren, die viel zu schnell vorbei gehen...

    Fälle Umzüge nur im Hinblick auf Eure Zukunft als Eltern, als Paar, Umfeld, Lage, usw...

    Das Beste Beispiel ist das Haus, das mit 5 Schlafzimmern gebaut wird und dann samt Grundstück zu groß und zu teuer wird, wenn die Kinder aus dem Haus sind.... solche Häuser und kosten sind kurzfristig geplant und nicht weitsichtig gedacht....
    wenn ihr jetzt umzieht, dann, um Euren Alters Sitz nach den Kindern zu finden.... und nicht, weil die Grundschule am neuen Ort so toll ist, ihr Angst habt, die Kinder finden keine Freunde (oder andere kurzfristigen Gründe)....

    • Hallo und danke für deine Antwort.

      Ich finde deine Worte mega durchdacht! Denn genauso sehe ich es z.B. auch. Unser Haus jetzt ist mit 107qm momentan eher klein. Aber wenn die Kids (viel zu schnell :-)) groß sind genau richtig.

      Gestern haben wir im Netz ein Haus gesehen. 5 Schlafzimmer, 190qm Wohnfläche, dann noch viel zu teuer wie ich finde. Was soll ich mit dem riesen Haus???
      Vor allem nachher nur noch zu zweit?!

      Und genau das ist es was mich momentan beschäftigt - nämlich Umfeld und Lage unseres Hauses... Für uns und unsere Kids wichtig.
      Und eben zwei Punkte die mich immer mal wieder stören. Aber immer wieder etwas mehr :-(

      • Hallo.

        Entschuldige bitte, aber das ist doch Quatsch. Gerade jetzt, wo eure Kinder noch klein sind und noch bestimmt 15, 20 oder sogar mehr Jahre bei euch wohnen, solltet ihr natürlich als 4 köpfige Familie abwägen, wie und wo ihr wohnen möchtet. Wer sagt denn, dass ihr in 25 Jahren nicht noch einmal umziehen könnt? Wer sagt denn, dass ihr in 25 Jahren noch lebt?

        Also ich ziehe nicht jetzt in eine Immobilie, die erst mit 55 Jahren passend auf mich zugeschnitten ist und bis dahin passt es solala. Ich gucke für die jetzt kommenden Jahre.

        Aber ich war nie der Typ, der ein Haus für mein ganzes Leben baut und am besten noch für die folgenden 3 Generationen. Es sind nur Häuser, Wohnungen etc. Was wirklich zählt, ist, dass ihr euch in der Gegenwart wohlfühlt, nicht im planerischen Konstrukt.

        Ich würde übrigens umziehen ;-)

        LG

        • Hallo und auch dir danke.

          Tatsächlich sehe ich es auch so, dass man heute nicht unbedingt für die Ewigkeit baut. Aber ein riesengroßes Haus wäre tatsächlich nicht meins. Nur um mich dann wenn die Kids raus sind, verkleinern zu „müssen“. Hm....

          Liebe Grüsse

Hallo :)
Du hast mir bei meinem Post so lieb geantwortet, jetzt möchte ich dir meine Meinung über eure Situation mitteilen.

Du hast hier ja schon eine ganze Menge Denkanstöße bekommen.
Ich möchte noch einen bekannt geben.
Vor 3 Jahren sagte ich meinen Eltern, dass ich sie am liebsten mitnehmen möchte, wenn wir bauen. Also ein Haus mit Einliegerwohnung. Die Idee kam damals nicht so sehr an.
"Einen alten Baum verpflanzt man nicht"
Frag mich nicht, was sich daran änderte... Jedenfalls sprach ich vor genau einem Jahr diesen Gedanken noch mal an. Keine 5 Wochen später saßen wir mit meinen Eltern beim Bauunternehmen und haben unsere Idee besprochen.
Leider übertraf es uns aber finanziell. Und es war uns zu unsicher, "Wie viel bekommen wir für unser Haus", "Werden wir es los"... Usw.
Ansonsten wäre es für MICH die Lösung gewesen.
Wir hätten dann auch das Problem mit "später" geklärt, wenn wir älter sind.
Wir wären dann in die Einliegerwohnung gezogen. Unsrer Kinder hätten evtl.das große Haus behalten oder wir hätten es verkauft/vermietet.
Ich trauere diesem Gedanken nocj immer etwas hinterher. Aber es hat wohl alles so sein sollen, denn mein Vater starb ja auch kein halbes Jahr später. Wer weiß also wofür es gut war.
Jedenfalls wäre ja das evtl. Auch eine Möglichkeit.
Sprecht doch noch mal mit euren Eltern.

In wie fern es für deine Mutter wegen der Arbeit schlecht ist usw.kann ich leider nicht einschätzen. Aber wenn ihr sprecht wird es sicher klarer. Auch wegen deinem Vater.

Ich war und bin schon immer ein Dorfkind. Ich liebe das Leben hier. Und ich kann dich auch verstehen, dass dich der hohe Ausländeranteil stört.
Hier auf dem Dorf ist es so, dass sich die wenigen "Ausländer" wirklich super ins Leben einfügen (müssen), sie sind gut akzeptiert.
Meine Freundin, die vor 30 Jahren aus Kasachstan hier her kam wohnte damals in einer Siedlung wo NUR Kasachen lebten. Sie sagt heute selbst... Keine Chance zur Integration. Man sprach russisch, man hätte keine deutschen Freunde... Naja. Jetzt mal überspitzt.
Sie war froh irgendwann den Absprung zu schaffen und sich zu integrieren. Und selbst da wo sie lebte war es nur ein etwas größeres Dorf.

Ich hätte auch Bedenken mit meinen Kindern. Leider ist es so. Und ich bin bei weitem auch nicht rassistisch.

Das ist jetzt nur meine persönliche Interpretation.
Das mache ich davon abhängig, dass du unten Schreibst, dass du dich in dem Ort ZUNEHMEND unwohl fühlst.
Das hört sich für mich an, als möchtest du gerne weg, aber magst deine Eltern nicht zurück lassen? Aber das ist wirklich meine freie Interpretation.
Vielleicht irre ich mich auch.

Und natürlich sollte man nicht alles von seinen Eltern abhängig machen. Ich finde es aber eben auch sehr schön, dass du an sie denkst. Wir genießen das Leben auch sehr mit meiner Mama. Möchte daraufauch nicht verzichten...

Berichte doch mal wie ihr euch entschieden habt.

Alles Gute #winke mery

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